Postvertriebsstück VKZ K ISSN Preis 7,- Euro März Menschen in der Logistik: Einblicke und Erfolgsgeschichten.

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1 Postvertriebsstück VKZ K ISSN Preis 7,- Euro März Menschen in der Logistik: Einblicke und Erfolgsgeschichten.

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3 Stresstest bestanden? Inhalt Ich habe einen wunderbaren Kandidaten für das Unwort des Jahres 2011 ausgemacht: STRESSTEST. Können Sie noch nachvollziehen, was eigentlich damit gemeint ist, wenn jetzt Banken, Bahnhöfe und Atomkraftwerke unter Stress gesetzt werden? Wollen wir wirklich, dass sie kollabieren, oder zumindest melancholisch und depressiv werden? Was sagen diese»tests«eigentlich aus? Im Ernst. Natürlich wollen wir stabile Banken, sichere Atommeiler und auch einen Stuttgarter Hauptbahnhof, der diesen Namen verdient. Sicherheitsüberprüfungen gehören in hochindustrialisierten und -technisierten Gesellschaften einfach zum täglichen Leben, und es fragt sich lediglich, warum man diesen normalen Vorgang mit dem schicken Neoanglizismus»Stresstest«belegt. Dabei gerät völlig außer Acht, das diese»tests«vielfach eine Alibifunktion erfüllen und die Bevölkerung in Sicherheit wiegen sollen. Ja, unsere Atomkraftwerke sind sicher (waren es die Renten nicht auch einmal?), die Banken sind keine Zockerbuden, sondern hochanständige Institute usw. usf. Alles wie gehabt, in bester Ordnung. Stresstest bestanden. Ob Sie daran glauben oder nicht, bleibt Ihnen überlassen. Mehr oder weniger dauerhafte»stresstests«durchlaufen derzeit der Euro (versumpft er in Lissabon, Dublin, Athen und sonstwo?), die deutsche Bevölkerung (Auto betanken ohne Kreditaufnahme?) und natürlich auch die Logistikbranche. Hier wird der»stress«ausgelöst durch die nicht mehr aus der Welt zu schaffenden Öko- und Klimaschutzdebatten. Wie grün ist meine Logistik? Kann unser System ökologischer werden? Der stressige Wettlauf um die»grünen«labels ist entbrannt. Wirklich»Stress«auslösen in der Logistikbranche könnte eine ganz andere Frage: Wer will das eigentlich wissen, geschweige denn haben? Der Verbraucher? Wohl kaum, denn»ökologische«lieferketten führen zu höheren Preisen im Handel, da hilft kein Zetern und Jammern. Interessiert es den Handel? Eher nicht. Er will mit stabilen, günstigen Preisen glänzen, nicht durch»ökologisches«profil. Also interessiert es wohl zumindest die Hersteller? Auch die halten sich vornehm bedeckt. Klar, man denkt und handelt umweltbewusst, aber das ist in etwa so selbstverständlich wie»wir bringen unsere Mitarbeiter in Bangladesch und Vietnam nicht durch miese Arbeitsbedingungen um, sondern bezahlen sie auch noch.«nun fällt mir doch noch eine ganz besondere Kaste ein, die ein echtes Interesse an all dem Klima- und Ökogezeter hat: die der Politiker. Handlungsstark und durchsetzungsfähig wollen sie sein (oder zumindest erscheinen). Da kommen all die schönen grünen Zeitgeistthemen natürlich gerade recht. Hier kann man Profil zeigen, ohne eines zu haben; hier kann man fordern, ohne es finanzieren (sprich: bezahlen) zu müssen. Praktisch, nicht wahr? Wann kommt eigentlich der regelmäßige»stresstest«für unsere Politiker? Nun sagen Sie nicht: Den gibt es doch schon: alle vier Jahre vor den Wahlen. Etwas wenig, finden Sie nicht? Mir jedenfalls sind derart große Lücken in den politischen Sicherheitssystemen eine häufigere Überprüfung wert. Alle zwei Jahre sollte es heißen: Stresstest für unsere Volksvertreter! Wie immer der auch aussehen bzw. ausgehen mag. Ich wünsche Ihnen eine anregende und interessante Lektüre. Ihr Peter H. Voß Chefredakteur Editorial Stresstest bestanden 3 Markt Multi-User-Standort als Erfolgsmodell der Kontraktlogistik Neue Fachmesse für internationales Transport- und Logistik- Management Corporate Responsibility ist keine Modeerscheinung Arnold Schroven: Mathematiker mit Sinn für Logistik Keine Chance für Big Boxes Smartphones nicht nur zum Twittern Blick über den Tellerrand»Hochzeit«zwischen Online- und Offline-Welt schafft Mehrwert Schneller über Grenzen, schneller am Markt Verkehrsverlagerung auf die Schiene: Ein»Aktionsplan«auf dem Holzweg 4/5 7 8/9 11/12 13/16 17/18 19/ /24 25/26 Impressum tw.direkt Bildquelle Bildeigentum der jeweiligen Firmen (Fotografie Peter Voß) Herausgeber VSP Business Media GmbH Friedenstraße Dortmund Fon (0231 ) Chefredakteur (v.i.s.d.p.) Peter H. Voß Redaktion Heike Steinmetz, Thomas Pool Art Direction Jürgen Lange Anzeigenleitung FOKUS Kommunikation GmbH Erscheinungsweise vierteljährlich Bezugspreis 4 Ausgaben/28,00 Euro (inkl. MwSt. und Versand) Für nicht angeforderte Manuskripte und Fotos übernimmt die Redaktion keine Verantwortung. Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 1 von Januar Editorial/Inhalt 3

4 Multi-User-Standorte als Erfolgsmodell der Kontraktlogistik Panopa pflegt insbesondere die Ersatzteildistribution Je nach Schätzung hat der Markt für Kontraktlogistik in Deutschland ein Volumen zwischen 40 und 60 Milliarden Euro. Nur der geringste Teil davon, nämlich 20 Prozent, befindet sich in den Händen spezialisierter Logistikdienstleister. Für den Duisburger Kontraktspezialisten Panopa Logistik GmbH ist das eine Einladung, die Aktivitäten auf diesem Gebiet zu forcieren, um innerhalb der nächsten Jahre gesund zu wachsen. Die ursprünglich aus der Stahllogistik stammende und heute zur Imperial Logistics International-Gruppe (s. Infokasten) gehörende Panopa Logistik GmbH ist mittlerweile breit aufgestellt und hat in der Vergangenheit neben der reinen Transportlogistik den Kontraktbereich als Wachstumsfeld identifiziert.»auch in den Krisenjahren konnten wir uns in diesem Marktsegment behaupten, dank unseres starken, nicht so sehr krisengeschüttelten Ersatzteillogistikgeschäfts sowie der Gewinnung von Neukunden«, erklärt Rüdiger Buß, Vorsitzender der Geschäftsführung von Panopa, im Gespräch mit tw.direkt. Die Kontraktkunden stammen überwiegend aus der Stahl-, der Automobil- und der Maschinenbauindustrie. Was die Duisburger unter Kontraktlogistik verstehen, verdeutlicht Geschäftsbereichsleiter Dr. Andreas Hucht:»Neben den üblichen Leistungen im Bereich Lagerlogistik Warenvereinnahmung, Einlagerung, Kommissionierung und Versandvorbereitung bieten wir umfangreiche Re-Engineering-Dienstleistungen an«, so der Panopa-Prokurist.»Das reicht von der Beratung in Fragen rund um die Supply Chain bis hin zum praktischen Betriebsübergang, was eine unserer Spezialitäten ist.«eine weitere Spezialität und Nische des Unternehmens ist die Ersatzteillogistik.»Hier können wir insbesondere unsere Kunden aus dem Maschinen- und Anlagenbau mit Lösungen bedienen, auf die unsere Multi-User-Warehouses besonders zugeschnitten sind«, erklärt Hucht. An den Ruhrgebietsstandorten Dortmund und Herten funktioniert das Rüdiger Buß, CEO, Panopa reibungslos.»speziell geschulte Teams managen die Ersatzteilaufträge unterschiedlicher Mandanten, was letztlich allen Nutzern des Lagers zum Vorteil gereicht, denn wir können so ein äußerst differenziertes und faires Abrechnungsmodell anbieten. Gezahlt wird nur für das, was bewegt wurde bzw. für die Ar- 4 Markt

5 beitszeit, die für die Auftragsbearbeitung benötigt wurde. Das macht diese Standorte sehr attraktiv und wettbewerbsfähig.«außerdem profitieren Dortmund und Herten von dem dichten Autobahnnetz des Ruhrgebiets, was eine schnelle Lieferung dringend benötigter Ersatzteile in alle Wirtschaftzentren und Regionen sicherstellt.»die Zukunft heißt: Mehrwertdienstleistungen«Die Zukunft wird sowohl im Kontraktbereich als auch im speziellen Ersatzteillogistikgeschäft in der Erbringung von Mehrwertdienstleistungen liegen, glauben Buß und Hucht.»Wir denken da insbesondere an die Vergabe des Reorder-Managements an den Dienstleister, aber auch an Vormontagen und die Konfektionierung von Waren zu verbrauchsgerechten oder verkaufsfertigen Kits«, betonen die Panopa-Manager. Auch der reine Transportbereich, der bei Panopa zu 30 Prozent mit eigener Flotte bewältigt wird, wartet nach Einschätzung des CEOs Rüdiger Buß auf kreative Mehrwertdienstleistungen zur intelligenten Steuerung von Flotten.»Wir betreiben ein aktives Flottenmanagement für eigene Fuhrparks«, betont Buß.»Das führt zu erheblichen Synergieeffekten, weniger (Leer-)Fahrten und somit zu deutlichen Kostenentlastungen.«All dies seien Faktoren, die auf ein weiteres und vor allem gesundes Wachstum des Logistikmarkts schließen lassen und damit auch auf weiteres Wachstum für Panopa. Imperiale Logistics International: ein Unternehmen mit vier Standbeinen Als Tochter der südafrikanischen Imperial Holdings koordiniert und steuert Imperial Logistics International alle Logistikgeschäfte der Imperial Holdings-Gruppe. Angeschlossen sind vier Logistikunternehmen mit ihren Tochterunternehmen und Beteiligungen: 1. Imperial Reederei, Europas führendes Binnenschifffahrtsunternehmen 2. Panopa, Kontraktlogistik-Dienstleister 3. neska, das Unternehmen für Umschlag und Transport von Gütern und Containern im Verkehrsverbund mit LKW, Bahn und Schiff 4. Brouwer, Experte für Charterung von Schiffsraum und Verfrachtung Mit diesem internationalen Netzwerk ist Imperial Logistics International in der Lage, maßgeschneiderte Logistiklösungen zu bieten. Von Lager- und Distributionskonzepten bis hin zu See-, Luft- und Landtransporten garantiert Imperial Logistics International ein umfassendes Leistungsspektrum für globale Logistikgeschäfte. twdirekt 5

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7 Neue Fachmesse für internationales Transport- und Logistik-Management Unter diesem Namen geht vom 12. bis 14. Juni 2012 eine neue Fachmesse für internationales Transport- und Logistik-Management in Hamburg an den Start. Veranstalter ist die EUROEXPO Messeund Kongress-GmbH in München, die bereits jährlich in Stuttgart die Intralogistikmesse LogiMAT ausrichtet. Grund genug für tw.direkt, einmal bei den Messemachern nachzuhaken. Peter Kazander, COO EUROEXPO GmbH und Julia Kinzelmann, Projektleiterin, transfairlog 2012 Herr Kazander, weshalb halten Sie eine weitere Fachmesse für sinnvoll? Die starke Nord- und Ostseeregion gilt als wichtigster Transithub für Skandinavien und Osteuropa und als führende Drehscheibe für den Asienhandel. Bislang fehlt im Norden des Landes eine qualitativ hochwertige Fachmesse, die sowohl Ausstellern als auch Besuchern die Möglichkeit bietet, sich in einem internationalen Umfeld zu treffen. Diese Lücke wollen wir schließen, und Hamburg ist dafür ohne Zweifel ein idealer Standort. Frau Kinzelmann, Sie werden als Projektleiterin die Geschicke der transfairlog lenken. Welche Themen stellen Sie in den Mittelpunkt? Wir wollen ein breites Spektrum abdecken. Ob See- oder Hinterlandverkehre, Speditionsdienstleistungen oder Betriebseinrichtungen, Lageroptimierung oder Prozesssteuerung, Containerbrücke oder Elektrostapler bei der transfairlog steht sowohl die Optimierung internationaler Transportlogistik, als auch die Verbesserung der innerbetrieblichen logistischen Abläufe im Mittelpunkt. Uns ist es wichtig, dass wir in Hamburg die gleiche Qualität für Aussteller und Besucher realisieren, die man von uns von der LogiMAT gewöhnt ist. Das bedeutet einerseits, unsere Aussteller sehr persönlich zu betreuen und andererseits eine vollständige Marktübersicht und eine angenehme Messe-Atmosphäre für die Besucher zu bieten. Welche Besucherzielgruppen wollen Sie erreichen? Die Besucher der transfairlog sind Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Supply- Chain-Management, Beschaffung, Produktion, Lager, Versand und IT. Sie suchen gezielt nach individuellen Produkten, Services und Lösungen. In Hamburg betrifft dies nicht ausschließlich die innerbetrieblichen Prozesse, sondern auch die Transportlogistik, wenn die Ware die Rampe verlassen hat. Vorrangig kommen die Besucher aus der gesamten Nord- und Ostseeregion. Wir haben die Märkte in England, den Benelux-Staaten, Skandinavien, Baltikum über Polen bis hin zu Nord-Russland im Auge. Unser Ziel ist es, die Marktteilnehmer länderübergreifend an einem zentralen Ort zusammenzuführen und einen vollständigen Branchenüberblick sowie ein spannendes Rahmenprogramm zu aktuellen Themen zu bieten. Gibt es bereits Partner für das Rahmenprogramm? Die Logistik-Initiative Hamburg hat sich sofort hinter die Idee der transfairlog gestellt und tatkräftige Unterstützung zugesichert. Wir sind jetzt mit Hochdruck dabei, weitere Partnerschaften mit internationalen Medien, Fachverbänden und führenden Bildungseinrichtungen einzugehen, mit denen wir die geplanten Wissensforen gemeinsam erarbeiten. Die Vielfalt der Ausstellungsbereiche dieser Messe bietet genug interessanten Diskussionsstoff. Themen wie: Die Transparenz und Sicherheit innerhalb komplexer Lieferketten, der verantwortungsvolle Umgang mit Energie und Rohstoffen, die Beförderung und Lagerung von Gefahrgut und die Automatisierung von Kommissionier-,Verpackungs- und Kennzeichnungsprozessen sind schon fest eingeplant. Weitere sind in Vorbereitung. Wichtig ist aber, dass wir flexibel genug bleiben und auch noch kurzfristig aktuelle Akzente setzen, um Lösungen aufzuzeigen, von denen der Zuhörer unmittelbar profitiert. Ich könnte mir auch vorstellen, dass die Potenziale der sich sehr schnell entwickelnden Region des Baltikums im Rahmen eines Forums präsentiert und diskutiert werden. Wir wollen ein breites Spektrum an interessanten Themen bieten und freuen uns auf diese neue Herausforderung. twdirekt 7

8 Corporate Responsibility ist keine Modeerscheinung TNT Express-Deutschland-Chef Thomas Kraus erklärt, warum Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen sollten. Immer mehr Unternehmen erkennen die Wichtigkeit von Corporate Responsibility. TNT Express hat sich bereits seit Jahren dem sozialund umweltverträglichen Wirtschaften verpflichtet. tw.direkt sprach darüber mit Thomas Kraus, Vorsitzender der Geschäftsführung der TNT Express GmbH, Troisdorf. Engagement für die Tafeln: Thomas Kraus übergibt dem Leiter der Troisdorfer Tafel, Bernd Neitzert, eine Ausgabe»Pu der Bär«. Insgesamt transportierte das Unternehmen mehrere Paletten des Kinderbuchklassikers für die Organisation. Herr Kraus, das Thema Corporate Responsibility gewinnt in Deutschland immer mehr an Bedeutung. Warum ist das so? Unternehmen werden heutzutage nicht mehr nur an ihren betriebswirtschaftlichen Zahlen gemessen, sondern zunehmend auch danach beurteilt, inwieweit sie gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Das Konzept der Nachhaltigkeit ist ein Stück Zukunftssicherung für Umwelt und Gesellschaft, aber eben auch für die Firmen selbst. TNT Express engagiert sich seit Jahren im Bereich CR. Wie kam es dazu? Ich bin davon überzeugt, dass nur diejenigen Unternehmen langfristig Erfolg haben werden, die in unserer Gesellschaft Positives bewirken. Wir verstehen uns als Teil eines magischen Dreiecks aus Umwelt, Wirtschaft und Sozialem, das nur dann funktioniert, wenn alle drei Seiten gleichermaßen berücksichtigt werden. Für uns als Transportunternehmen kommt dazu, dass wir durch unsere Geschäftstätigkeiten unweigerlich natürliche Ressourcen verbrauchen etwa durch Energieverbrauch, Emissionen oder Flächenversiegelung. Wir fühlen uns verpflichtet, der Umwelt und der Gesellschaft dafür etwas zurückzugeben. Wie müssen CR-Maßnahmen aufgesetzt sein, damit sie wirken? CR-Aktivitäten bewirken Gutes, wenn sie langfristig und damit nachhaltig angelegt sind. Corporate Responsibility ist für uns deshalb keine Modeerscheinung, sondern integraler Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Deshalb war für uns auch klar, dass wir unsere CR-Projekte während der Wirtschaftskrise fortführen. Gleichwohl ist uns bewusst, dass der finanzielle Erfolg eines Unternehmens die Grundlage bildet, um den ver- änderten Anforderungen gerecht zu werden und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Welche CR-Aktivitäten gibt es zurzeit bei TNT Express? Generell unterteilt sich das Corporate Responsibility-Engagement von TNT Express in ökologische und gesellschaftlich-soziale Aktivitäten. Die ökologischen Aktivitäten werden unter dem Dach der konzernweiten Initiative Planet me zusammengefasst. Mit den ökologischen Initiativen unterstützen wir in Deutschland das Ziel des Gesamtkonzerns, seine CO2-Effizienz bis zum Jahr 2020 um 45 Prozent gegenüber dem Vergleichsjahr 2007 zu verbessern. Durch kraftstoffsparende Flugzeuge, die Vermeidung von Leerflügen, neue Technologien zur Routenoptimierung im Straßentransport oder den Einsatz von emissionsarmen Erdgasfahrzeugen betreiben wir aktiven Umweltschutz. Ökologisches Gebäudemanagement wird bei uns ebenfalls groß geschrieben. Immer mehr Niederlassungen haben beispielsweise Solaranlagen auf ihren Dächern installiert. Und wie engagieren Sie sich im sozialen Bereich? Die Übernahme von sozialer Verantwortung besteht für TNT Express stets in einem Nebeneinander von großen, globalen Projekten und einer Vielzahl von Initiativen auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene, die ausdrücklich auch Maßnahmen in Bezug auf eigene Mitarbeiter einschließen. Auf internationaler Ebene unterstützt der Konzern das World Food Programme der Vereinten Nationen durch logistische Beratung, Notfalltransporte in Katastrophengebiete, die Entsendung von freiwilligen Helfern und Spezialisten sowie durch das Sammeln von Spendengeldern. Der Schwerpunkt 8 Markt

9 Photovoltaik-Anlagen: Immer mehr Standorte von TNT Express installieren Anlagen, um regenerative Energien zu gewinnen. Bio-Brotboxen: Zum Schuljahrsbeginn transportieren TNT Express-Niederlassungen regelmäßig gesunde Pausensnacks für Erstklässler. Walk the World: Jedes Jahr machen Mitarbeiter mit dem»walk the World«auf den Hunger in der Welt aufmerksam. bei uns liegt dabei auf der Unterstützung von Schulspeisungsprojekten in Gambia, einem der ärmsten Länder der Welt. Die Kinder erhalten durch unsere Hilfe regelmäßig eine Mahlzeit sowie Zugang zu einer Grundbildung. Damit bietet das WFP den Kindern und ihren Familien Hilfe zur Selbsthilfe. Und hierzulande? Ein großes bundesweites CR-Projekt ist unsere Kooperation mit dem Bundesverband Deutsche Tafel e.v. Seit Herbst vergangenen Jahres unterstützen wir die Tafeln als exklusiver Logistikpartner mit kostenlosen Transporten und unserem Know-how bei logistischen Fragen. Die lokalen Tafeln besitzen zwar rund eigene Fahrzeuge, hatten aber die Schwierigkeit, die gespendeten Güter überregional zu verteilen. Wir transportieren die Spenden deutschlandweit dorthin, wo sie benötigt werden. Bundesweit sind inzwischen rund eine Million Menschen auf die Arbeit der Tafeln angewiesen, ein Viertel davon Kinder und Jugendliche. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil dieser Partnerschaft ist das persönliche Engagement der TNT-Mitarbeiter. Jeder unserer 34 Standorte arbeitet gezielt mit einer Partner-Tafel vor Ort zusammen. Ob Unterstützung bei der Essensausgabe, Hausaufgabenhilfe oder Bewerbertrainings der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Sie kooperieren aber auch mit Schulen. Was hat es damit auf sich? Der Brückenschlag zwischen Wirtschaft und Schulen ist ein wichtiges gesellschaftliches Thema. Wir engagieren uns seit Jahren durch Lernpartnerschaften zwischen TNT Express-Standorten und Schulen dafür. Wir stellen Themen und Unterrichtsmaterial für unterschiedliche Thomas Kraus Fächer zur Verfügung, entsenden Experten in den Unterricht und bieten Praktikumsplätze und Bewerbungstrainings an. So erhalten Schüler praxisnahe Einblicke in Wirtschaft und Arbeitswelt. Außerdem verteilen einige Niederlassungen regelmäßig zum Schuljahrsbeginn Bio-Brotboxen an Erstklässler. Werden die vielen lokalen Aktionen von der Zentrale koordiniert oder vernetzt? Insgesamt kommen wir in Deutschland alleine in diesem Jahr an unseren 34 Standorten auf über 560 ökologische und soziale Initiativen. Um diesen CR-Aktivitäten einen Rahmen zu geben, nutzen wir den sogenannten Five Star CR Award. Jeder Standort kann seine für das laufende Jahr geplanten Maßnahmen innerhalb vorgegebener Kategorien selbst definieren. Je nach Güte, Umfang und Kreativität der Ideen verleihen wir bis zu fünf Sterne die höchste Auszeichnung für einen gesellschaftlich verantwortlich handelnden Standort. Welchen Einfluss hat ein CR- Engagement auf die Mitarbeiter? Ein glaubwürdiges gesellschaftliches Engagement fördert die Motivation und die Loyalität der Mitarbeiter und stärkt ihre Identifikation mit dem Unternehmen. Außerdem ist es ein entscheidendes Kriterium, um Nachwuchskräfte für das Unternehmen zu gewinnen. Immer mehr Bewerber achten bei der Auswahl ihres Arbeitgebers nachweislich darauf, ob und wie sich dieser für die Gesellschaft einsetzt. Um weiter als bevorzugter Arbeitgeber zu gelten, ist die Übernahme von sozialer Verantwortung für uns dementsprechend wichtig. Vielen Dank für das Gespräch. twdirekt 9

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11 Arnold Schroven: Mathematiker mit Sinn für Logistik Arnold Schroven gehört zu den Urgesteinen der Logistik. Für die tw.direkt blickt er auf 20 spannende Jahre zurück Zielstrebig, auf beiden Beinen stehend und auf sympathische Weise etwas hemdsärmelig mit diesen Worten wird Arnold Schroven, CEO der DPD gern beschrieben. Dass er auch weitsichtig ist, bewies er vor 20 Jahren, als der Diplom-Mathematiker die Chance nutzte und in die Logistik wechselte.»mir war klar, dass die Logistik weiter an Bedeutung gewinnen wird«, erzählt der 1955 in Hoogstede (Niedersachsen) geborene Manager im Gespräch mit der tw.direkt. Die politische Entwicklung sollte ihm Recht geben: Mit dem Beitritt von Österreich, Schweden und Finnland 1994 und den EU-Osterweiterungen 2004 und 2007 entstanden neue Märkte, von denen Deutschland als Transitland und damit auch die Logistik profitierte. Vor allem die Erweiterung 2004 ist dem Vater von drei Kindern in guter Erinnerung:»Der Wegfall der Zollgrenzen in zehn neuen EU-Ländern, die alle wachsen wollten, hat für alle ein enormes Potenzial mit sich gebracht. Mit dieser Erleichterung konnten die neuen Märkte auf relativ kurzem Weg erreicht werden. Unternehmen konnten ihre Geschäfte ausweiten, neue Niederlassungen gründen oder Partner in einem der Beitrittsländer suchen«. Trotz der Goldgräberstimmung, die Arnold Schroven in diesen Jahren ein wenig gespürt hat: Die eigentliche Faszination für das Thema Logistik ergriff ihn erst später mit der zunehmenden Professionalisierung dieses Wirtschaftssegments. Der Einzug des Controllings und die steigende Wahrnehmung der Logistik in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens ließ das Mathematiker-Herz höher schlagen.»logistik muss funktionieren, sonst geht die ganze Firmenstrategie nicht auf«, so Schroven. Wechsel an die Spitze der DPD Mit dieser Überzeugung gestaltet der Manager seit 1992 aktiv die Strategie der DPD mit. Zu Beginn als EDV-Leiter, seit 1994 als Mitglied der Geschäftsleitung prägte er die Entwicklung des internationalen DPD Netzwerks vor allem in den Bereichen Franchise Development, Operations, IT-Systeme und strategisches Key Account Management. Heute ist Arnold Schroven Chief Executive Officer twdirekt 11

12 der DPD Dynamic Parcel Distribution GmbH & Co. KG und Chief Executive Officer der DPD GeoPost (Deutschland) GmbH. Während dieser Zeit hat er viele Veränderungen in der Logistik miterlebt. Dazu gehört unter anderem der Wandel einer Branche zu einem eigenständigen Industriezweig, der sich selbst ernst nimmt. Im Zuge der zunehmenden Professionalität sind in den vergangenen Jahren nicht nur die Anforderungen an die Mitarbeiter, sondern auch an die Systeme und die IT gestiegen.»ausfälle und Störungen in der Supply Chain kommen Unternehmen heute teuer zu stehen. Logistik muss zu 99,9 Prozent funktionieren egal, ob ein einzelnes Ersatzteil, ein Paket oder eine Palette transportiert wird«, bringt der gebürtige Niedersachse die Erwartungshaltung der produzierenden Unternehmen auf den Punkt. Gerade diese enge Verzahnung der Prozesse habe aber auch dazu geführt, dass Logistik, Industrie und Handel ein zunehmend partnerschaftliches Verhältnis auf Augenhöhe aufgebaut haben. Denn auch wenn die Unternehmen weiterhin Auftraggeber sind ohne die internationalen Netzwerke und das Know-how ihrer Logistikdienstleister können sie ihrem Geschäft nicht nachkommen. Logistik als Gestalter Auch für die Zukunft sieht Schroven viele Gestaltungsräume:»Die Logistik trägt Mitverantwortung für die Gestaltung unserer Welt. Viele Dinge werden in den kommenden Jahren verändert werden müssen. Eines der wichtigsten Stichworte ist hier Nachhaltigkeit. Geschwindigkeit in der Supply Chain hat ihren Preis und wir müssen uns, auch vor dem Eindruck der Katastrophe in Japan, fragen, wie viel wir dafür zu zahlen bereit sind.«hier haben aber nicht nur die Staaten das sagen, so Schroven, sondern vor allem die Verbraucher. Eine Änderung des eigenen Konsumverhaltens, die Bereitschaft aus einem kleineren Angebot zu wählen sowie auf regionale Produkte zurückzugreifen all dies wird in seinen Augen in den kommenden Jahren wichtiger. Denn auch wenn Erdbeeren zu Weihnachten möglich sind nötig sind sie nicht.»es liegt an uns, einen Kollaps zu verhindern. Erst wenn wir bereit sind, alle Konsequenzen unseres Konsums zu berücksichtigen, kann sich etwas ändern«, ist er überzeugt. Aber auch die Logistikdienstleister sind in der Pflicht. Ihnen obliegt es, ihre Transporte so zu gestalten, dass Waren, Päckchen und Pakete möglichst umweltfreundlich ihr Ziel erreichen. Dabei gilt es schon heute, Megatrends wie die Entwicklung von Megacitys zu berücksichtigen.»die Versorgung der Innenstädte muss intelligenter erfolgen«, ist sich Schroven sicher und verweist dabei auf den zunehmenden Individualverkehr. Er plädiert deshalb für völlig neue Konzepte. In allen Großstädten Europas hat man mehr oder weniger die gleiche Situation.»Von fünf LKW, die in die Stadt hineinfahren, kommen vier wieder leer heraus. Dies ist nicht nur unwirtschaftlich, sondern auch eine unnötige Belastung der Infrastruktur und der Umwelt.«Um beides zu entlasten, könnte er sich auch die Versorgung der Innenstädte ausschließlich in der Nacht vorstellen, um so den Verkehr zu entzerren. Zudem sollte aus seiner Sicht dringend über eine Neugestaltung des Straßengüterverkehrs nachgedacht werden. Hier plädiert der Manager für eine intelligente Kombination mit dem Schienengüterverkehr. Doch egal, für welches System sich Logistiker und ihre Kunden künftig entscheiden werden ohne einen Bewusstseinswandel wird sich nichts ändern. Profitieren würden davon auch die Logistikdienstleister, so Schroven:»Eine optimierte Nutzung der Ressourcen bedeutet für Logistiker auch eine höhere Wirtschaftlichkeit. Wer sich dessen bewusst ist, kann sich gegenüber einer überzeugenden Idee nicht verschließen«. 12 Markt

13 Keine Chance für Big Boxes VARIOLOG-Vorstand Christian Bischoff über Logistikimmobilien Mit einer Reihe großer Deals allein im 1. Quartal des Jahres meldet sich die Branche der Logistikimmobilienentwickler eindrucksvoll zurück. Von der guten Immobilienkonjunktur will auch die neu gegründete Entwicklungsgesellschaft VARIOLOG AG profitieren. Hinter dem Düsseldorfer Unternehmen steht Christian Bischoff, ehemals Nordeuropachef von ProLogis. tw.direkt hat den Branchenkenner getroffen. Für Variolog verfolgt der studierte Betriebswirt ein klares Wachstumsziel.»Unsere Finanzstruktur ist so ausgelegt, dass wir mehrere Projekte gleichzeitig stemmen können«, erklärt Christian Bischoff. Bis zum Jahresende wird das Unternehmen voraussichtlich Projekte mit einem Volumen von bis zu Quadratmeter angeschoben haben. Die Zahl der Mitarbeiter soll auf 15 anwachsen. Im Fokus der Düsseldorfer Entwickler stehen unter anderem Projekte für arbeitsintensive Produktionsstätten aus der Maschinenbauindustrie sowie für die Gefahrgut- und Luftfahrtbranche. Christian Bischoff ist davon überzeugt, dass der Markt für Logistikimmobilien einen weiteren Player tragen wird.»es gibt kein Überangebot. Hohe Leerstände im Bereich der Büroimmobilien drängen die Investoren, deren Renditen unter Druck sind, in den Logistikbereich, der zur Zeit gute Mietpreise erzielt«, weiss der Experte. Um sich vom Markt abzuheben, verfolgt VARIOLOG eine differenzierte Strategie.»Wir denken nicht ausschließlich in der Kategorie der Standardimmobilie und werden uns davor hüten, überkonfektionierte Immobilien zu entwickeln, die anschließend schneller als gewollt zur commodity verkommen. Außerdem bieten wir unseren Kunden eine lange Wertschöpfungskette, die bis hin zum Facility Management reicht.«deutschland: Attraktiver und wettbewerbsfähiger Der VARIOLOG-Fokus liegt eindeutig auf Deutschland, das in den Augen Christian Bischoffs immer attraktiver Christian Bischoff twdirekt 13

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16 Keine Chance für Big Boxes und wettbewerbsfähiger wird.»mit steigenden Transportkosten wird es interessant, in den Märkten der Kunden zu produzieren.«zu den für Logistikimmobilienentwickler attraktivsten Regionen und Ballungszentren in Deutschland zählt Bischoff die hanseatischen Großstädte Bremen und Hamburg, Hannover, das Ruhrgebiet, Frankfurt, München, Ulm, Heilbronn, Ingolstadt sowie Leipzig und Berlin im Osten. Eine Sonderstellung habe immer noch der Großraum um Bad Hersfeld aufgrund der bevorzugten zentralen Lage für HUB-Betriebe. Wachsen wird VARIOLOG vor allem durch Bestandskunden.»Da wir ausschließlich Fachkräfte aus der Logistikbranche beschäftigen und einen Supply Chain-orientieren Beratungsansatz verfolgen, finden wir eine hohe Akzeptanz in unserer Stammkundschaft.«Für das notwendige finanzielle Vertrauen sorgt der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Wolfgang Dietz, zu dessen bekannten Logistikprojekten unter anderem der Bau der modernen Tierfrachtstation (Animal Lounge) am Frankurter Flughafen zählt.»mit inhabergeführten Strukturen wollen wir in der Entwicklung von Logistikimmobilien und -standorten gezielt einen Kontrapunkt setzen.«immobilien sind nicht nur Finanzprodukte Für VARIOLOG ist eine Logistikhalle mehr als eine Big Box oder ein Produkt von Financial Engineering, beteuert Bischoff. Vielmehr seien viele Unternehmen sehr kreativ, was sich letztlich auch in der Logistikimmobilie entsprechend widerspiegeln müsse. Last but not least:»wir sind kein sogenannter Trader Investor, sondern legen eigene Fonds für unser Immobilienportfolio auf. Das schafft Vertrauen. Andere Modelle wirken mittlerweile eher abschreckend auf potenzielle Mieter«, meint Bischoff. Dem zukunftsorientierten ökologischen Bauen trägt VARIOLOG Rechnung durch das DGNB-Silber-Zertifikat.»Unser Ansatz, keine Standardimmobilien zu bauen, bietet uns die Möglichkeit, Technologien für die Nutzung regenerativer Energien optimal einzusetzen.«christian Bischoff 16 Markt

17 Smartphones nicht nur zum Twittern Smartphones sind schon lange keine Ausnahmeerscheinung mehr. Und ihr Siegeszug kennt keine Grenzen: Bis 2014, so eine Studie von Park s Associates, wird sich die Zahl der Smartphone- Nutzer weltweit auf 1 Milliarde vervierfachen. Höchste Zeit, über die Vorteile der Technologie für die Logistikindustrie nachzudenken Dirk Muckhoff Klaus Peter Klüter Dies dachten sich auch Dirk Muckhoff und Klaus Peter Klüter, Inhaber und Geschäftsführer der 1993 gegründeten Dymacon Business Solutions GmbH. Die beiden IT-und Telekommunikationsexperten haben sich auf die Synthese zwischen»klassischer«it und mobiler Datenkommunikation spezialisiert. Dabei setzen sie vor allem auf die mobile Datenerfassung- und Übermittlung mit dem Smartphone, egal ob Blackberry oder iphone.»mobile Datenkommunikation wird für Logistikdienstleister immer wichtiger im Lager ebenso wie bei der Sendungsannahme, dem Umschlag und vor allem der Zustellung. Hier, aber auch bei der Intralogistik von Kliniken und Unternehmen, wird das Potenzial der mobilen Kommunikation bei weitem nicht ausgeschöpft«, ist Dirk Muckhoff überzeugt.»gerade im Bereich Wertguttransporte, der Zustellung von Sendungen mit besonderen Empfangsbestätigungen oder bei der internen Krankenhauslogistik reichen die Möglichkeiten eines gängigen Barcode-Scanners nicht mehr aus. Hier sind neue, innovative Lösungen gefragt, mit denen sich Logistikdienstleister von ihren Wettbewerbern abheben können.«gemeinsam mit Reinhold Linke, der über 35 Jahre Erfahrung in der Logistikindustrie verfügt, unterstützen Muckhoff und Klüter deshalb Logistikunternehmen, die diese Chance erkennen. Ihre Idee: Die Kombination von Smartphones mit der vielfältigen Scannertechnologie von Grabba, dem weltweit führenden Anbieter dieser Technologie.»In wenigen Jahren wird jeder von uns nicht nur privat, sondern auch geschäftlich über ein Smartphone verfügen«, erläutert Muckhoff.»Dies gilt übrigens nicht nur für leitende Angestellte, sondern auch für alle Mitarbeiter, die auf der Halle und auf der Straße im Logistikbereich tätig sind. Damit steht ohne ergänzende Investitionen ein passendes Basisgerät für die mobile Datenkommunikation zur Verfügung.«Kombiniert mit den Peripheriegeräten der Firma Grabba wird die Funktion des Smartphones um unterschiedlichste Features erweitert. Das Auslesen von Magnetkarten, Smart Cards oder auch RFID- Tags wird damit selbstverständlich. Kombiniert mit der Unterschriftenerfassung, dem Ausweislesegerät, den Geodaten der im Smartphone integrierten GPS-Funktion und dem Fingerab- twdirekt 17

18 Smartphones nicht nur zum Twittern druckscanner bietet diese Kombination höchste Sicherheit und Nachvollziehbarkeit beim Transport von Waren aller Art. Die Sendungen werden bei Annahme gescannt, ebenso wie wichtige Milestones während des Transports. Bei der Auslieferung wird dank Ausweislesegerät, Unterschrift, GEO-Daten und Fingerabdruck eindeutig festgehalten, wer die wichtige Sendung entgegen genommen hat. Wenn es gewünscht ist, kann der Empfänger sogar noch fotografiert werden. Auch eventuelle Schäden an den Sendungen können so dokumentiert werden.»die Frage, wer welche Sendung angenommen hat, wurde noch nie so eindeutig und belegbar beantwortet«, freut sich Linke, der die Problematik aus seiner Zeit als Geschäftsführer bei einem KEP-Dienstleister genau kennt. Überzeugende Ergebnisse im Shop-in- Shop-System Getestet wurde die Kombination von Blackberry und Grabba unter anderem in einem Shop-in-Shop-System. Die Herausforderung bestand darin, dass der Shop-Betreiber ein bekannter Schmuck- und Uhrenhersteller keine eigene Lösung für die Bestandsverwaltung hatte. Welche Artikel wie oft verkauft wurden, erfuhr er oft erst Wochen später, wenn er die Abrechnung des Kaufhauses erhielt. Ein für ihn unbefriedigender Zustand, denn Schnelldreher sollten möglichst schnell wieder zur Verfügung stehen. Zudem musste er der Abrechnung des Kaufhauses vertrauen, da er keine eigene Datenerfassung entgegen stellen konnte. Gelöst wurde die Aufgabe durch Blackberrys mit Scannern. So ließ sich schnell und mit geringen Investitionen der Warenfluss verfolgen. Durch die tägliche und automatische Verbuchung der Aktivitäten wurde eine vorher nicht denkbare Sicherheit für die Bewertung des Bestandes und des Umsatzes erreicht. Die tagesaktuellen Auswertungen ermöglichten die Automatisierung des Nachschubs, die schnelle Umlagerung zwischen den Shops und die Überprüfung der Abrechnung eine deutliche Entlastung für den Innendienst. Immer up to date Die Kombination von Smartphone und Grabba ist nicht nur für Blackberrys möglich, sondern auch für iphones. Dabei kann Dymacon die jeweils aktuellste Version mit den Grabba-Geräten kombinieren. Auch ein Software-Update ist auf Wunsch möglich, so Klüter:»Unser Ziel ist es, den Kunden immer auf dem aktuellsten Stand der Technik zu halten und ihm eine effiziente sowie bezahlbare Technologie anzubieten.«zurzeit ist der Einsatz von Smartphones in der Logistik noch begrenzt, aber dies wird sich nach Meinung der Geschäftspartner schnell ändern.»wir sind gerade dabei, den Logistikmarkt aufzurollen. Erste Anfragen liegen vor und das Feed- back zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. In spätestens zehn Jahren sind herkömmliche Barcodescanner überholt und Smartphone-Scanner die Standardlösung für mobile Datenkommunikation in der Logistik«, ist Muckhoff überzeugt. Zudem rechnet er damit, dass der Einsatz der Geräte auch in anderen Bereichen zum Standard wird, da Investitionen und Nutzen in einem sehr vernünftigen Verhältnis stehen. Sowohl bei großen als auch kleineren Unternehmen aber auch innerhalb von Kliniken und einzelnen Unternehmensbereichen können mit dieser Form der mobilen Datenkommunikation Waren- und Informationsflüsse schnell und kostengünstig organisiert werden.»die ständige Inventur oder die Verfolgung von Medikamenten innerhalb einer Klinik ist mit unserer Lösung ohne weiteres möglich. Gerade wenn es um teure und starke Medikamente mit Suchtpotenzial geht, können wir zum Beispiel in Kliniken einen wichtigen Beitrag zur Transparenz und zum Qualitätsmanagement leisten«, so Muckhoff. 18 Markt

19 Der Blick über den Tellerrand Personalberatung will die engen Branchengrenzen durchbrechen Die vernetzte Wirtschaft stellt hohe und vor allem neue Anforderungen an das Führungspersonal der Logistikbranche. Das ist die Erfahrung der Hamburger Unternehmensberatung Sonntag Associates. Deshalb überführen die beiden Geschäftsführer des Unternehmens, Frank Sonntag und Dr. Matthias Thulesius, das Geschäftsfeld Personalberatung in ein eigenes Label mit dem Titel»CONIUNXXIO. Moderne Personalberatung unterscheidet nicht zwischen guten und schlechten Kandidaten für eine offene Führungsposition, sondern zwischen passenden und nicht passenden Führungsfiguren«, erklärt Frank Sonntag den Ansatz. Das sei ein Wechsel der traditionellen Sichtweise, weil erstmals systematisch auch dort nach Führungskräften gesucht werde, wo die Logistikbranche es normalerweise nicht tut: außerhalb der»eigenen vier Wände«. Natürlich gebe der Markt eine Vielzahl qualifizierter Führungkräfte her, räumt Dr. Matthias Thulesius ein.»allerdings sind das nicht unbedingt die Manager, die der Markt nach all den Liberalisierungs- und Konzentrationsprozessen der vergangenen Jahrzehnte benötigt.«vielmehr seien neue, früher eher sekundäre Fähigkeiten heute Voraussetzung für eine Managementposition.»Wir haben in unserer Beraterpraxis die Erfahrung gemacht, dass bestimmte Skills in der vernetzten Wirtschaft mehr Bedeutung haben als noch vor 10 oder 15 Jahren«, erklärt Thulesius. Dazu zählt vor allem ein breites, nicht notwendig tiefes Wissen um die Besonderheiten der Logistikbranche sowie die Fähigkeit des ganzheitichen Überblicks.»Moderne Führungskräfte müssen das Wesen der sozialen Netzwerke verstehen, sie müssen das Handwerkszeug des Changemanagements beherrschen und eine hohe Veränderungsbereitschaft mitbringen«, meint Frank Sonntag.»Diese Skills findet man auch in der Logistikbranche, aber nicht in ausreichender Anzahl.«Deshalb sei für einen modernen Personalberater der Blick über die Branchengrenzen hinaus zu einem wichtigen Ansatz geworden. Matthias Thulesius und Frank Sonntag wollen den Bereich Personalberatung unter dem Markenzeichen»CONIUNXXIO«vermarkten.»Unsere bislang fünfjährige Erfolgsgeschichte in der Unternehmensberatung mit dem Schwerpunkt Management-Consulting werden wir konsequent ausbauen. Das professionelle Recruiting von Fach- und Führungskräften haben wir neben unseren Kernkompetenzen Strategie- und Supply Chain Management-Beratung immer schon betrieben und zwar erfolgreich. Deshalb ist es für uns ein konsequenter Schritt, die Personalberatung unter dem Frank Sonntag, Geschäftsführer Dr. Matthias Thulesius, Geschäftsführer twdirekt 19

20 Der Blick über den Tellerrand Label CONIUNXXIO.com zu kommunizieren und zu vermarkten«, so Thulesius. Internetportal für Kandidaten Als»Assets«werfen die beiden Berater ihre bisherigen Management-Werdegänge (s. Infokasten) und die darin erworbene Erfahrung in die Waagschale.»Wir kennen den Markt und die Anforderungen an Führungskräfte«, betont Sonntag. CONIUNXXIO soll über das hinausgehen, was der Markt kennt und neue Wege einschlagen.»wir werden beispielsweise ein Internetportal für unsere Kandidaten aufbauen. Nach dem Vorbild von Karriereplattformen wie XING können die User ihre Daten dort selbst pflegen und aktualisieren«, so Thulesius. Darüber hinaus steht natürlich die präzise Kandidatenanalyse im Mittelpunkt der Dienstleistung.»Hier setzen wir auf einen Mix aus Interview und Assessment, was ein nicht üblicher Aufwand ist, sich aber letztlich qualitativ durchsetzen wird«, so Sonntag. Der Blick über die Grenzen der Logistikbranche hinaus sei dabei selbstverständlich.»unsere Kunden, Mittelständler und Konzerne, haben erkannt, dass nicht nur der klassische Betriebs- und Verkehrsfachwirt in der Lage ist, eine Führungsposition in einem Logistikunternehmen einzunehmen.«die Personalberatung CONIUNXXIO ist ein Team von Management Consultants, die ihr Know-how in Top-Management- Positionen namhafter Unternehmen der Logistikbranche erworben haben. Analysen, Denkanstöße und individuelle Konzepte bilden die Basis der Beratung, die gekennzeichnet ist durch eine enge Partnerschaft mit den Kunden und eine Atmosphäre gegenseitigen Vertrauens. Der studierte Wirtschaftswissenschaftler Frank Sonntag war vor der Gründung des eigenen Unternehmens Vorsitzender der Geschäftsführung der GPL-Unternehmensgruppe. Außerdem hatte er Beiratsund Aufsichtsratsmandate inne. Seit 2010 ist Dr. Matthias Thulesius Geschäftsführer bei Sonntag Associates. Der gelernte Speditionskaufmann und promovierte Kaufmann war zuvor Leiter für Großgut und Stückgut bei Quelle Neckermann Logistik sowie Geschäftsführer der servicelogiq GmbH und der Optimus Logistics GmbH (alle in Nürnberg). Seit 2009 ist er außerdem Lehrbeauftragter an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg. 20 Markt

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