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1 Raum Brüssel 2, 13:30-15:00 Uhr Podiumsdiskussion (Deutsch/Englisch) Mittwoch, Die Zukunft des freien Zugangs zu Informationen: Zur Rolle der Bibliotheken in der Post-2015-Entwicklungsagenda der Vereinten Nationen (IFLA-Nationalkomitee in Kooperation mit knb) Im Mittelpunkt der Post-2015-Entwicklungsagenda der Vereinten Nationen und ihrer globalen Zielsetzungen steht die Überwindung von Armut und der daraus resultierenden Entwicklungsdefizite. Ein wesentliches Mittel hierzu ist der freie Zugang zu Informationen und Bildung, dem in den bisherigen internationalen Verhandlungen zur Agenda allerdings noch keine entscheidende Rolle für die Entwicklungsförderung attestiert wurde. Ein verbesserter Zugang zu Informationen für alle Mitglieder der Gesellschaft ist für nachhaltige Entwicklung und eine höhere Lebensqualität aber unabdingbar und stärkt zudem den demokratischen Charakter von Gesellschaften. Bibliotheken sind dabei wichtige Akteure: sie tragen dazu bei, allen Bürgerinnen und Bürgern den freien Zugang zu Informationen zu ermöglichen und vermitteln zudem die zur effektiven Nutzung dieser Informationen erforderlichen Kompetenzen. Dementsprechend fordert auch der Weltbibliotheksverband IFLA in seiner Lyoner Erklärung die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen auf, für alle den Zugang, die Erfassbarkeit, die Nutzung und den Austausch von Informationen zu gewährleisten, die zur Förderung nachhaltiger Entwicklung und demokratischer Gesellschaften notwendig sind." Wie können Bibliotheken ihre Regierungen bei der Umsetzung dieses Ziels unterstützen, ihre Rolle als reelle und virtuelle Orte freien Informationszugangs effektiv ausüben und darüber hinaus erreichen, dass dieser wichtige gesellschaftliche Beitrag auch wahrgenommen und anerkannt wird? Diese Fragen sollen in der geplanten Podiumsdiskussion von Expert/innen unter Einbeziehung des Publikums erörtert werden. Als Diskutanten sollen Vertreter/innen der Deutschen UNESCO-Kommission, der Wissenschaftlichen und Öffentlichen Bibliotheken sowie aus der Bundespolitik eingeladen werden. Die Moderation übernimmt Barbara Lison, Direktorin der Stadtbibliothek Bremen, Mitglied des IFLA-Vorstands und Vorsitzende des IFLA-Nationalkomitees Deutschland. Diskussionsteilnehmer Klaus Tochtermann (ZBW - Leibniz Informationszentrum Wirtschaft, Kiel) Thomas Stierle (Leiter der Stadtbibliothek Ludwigsburg und Vorsitzender der Sektion 2 des Deutschen Bibliotheksverbands, Ludwigsburg)

2 Karin Freifrau von Welck (Vorstandsmitglied der Deutschen UNESCO-Kommission und Vorsitzende des Fachausschusses Kultur, Hamburg) Raum Oslo, 16:00-17:30 Uhr Workshop Fördermittel recherchieren und beantragen: Informationsquellen, Werkzeuge, Vorgehensweisen. Die Beantragung von Drittmitteln gewinnt auch für Bibliotheken immer mehr an Bedeutung und birgt neben der Akquise zusätzlicher Ressourcen viele Chancen für das Prestige der Institution und die beruflichen Kompetenzen der beteiligten Akteure. Allerdings ist es nicht einfach, sich im Förderdschungel zurechtzufinden und es sollten vorher viele Fragen geklärt werden, z.b. Wo finde ich Informationen über die verschiedenen relevanten Fördertöpfe? Welche Förderer passen am besten zu meiner Bibliothek / zu meinem Projekt? Welche Kriterien muss mein Förderanliegen erfüllen? Was muss ich bei der Antragstellung beachten? In dem Workshop sollen diese Punkte in interaktiver Form erarbeitet werden. Referentinnen sind Frau Julia Borries, EU- und Drittmittelberatung, und Frau Elena Stöhr, Redakteurin des Bibliotheksportals (http://www.bibliotheksportal.de/index.php). Für eine bessere Planung des Workshops wird um Voranmeldung gebeten. Bitte nutzen Sie hierfür folgendes Formular:

3 Raum Kiew, 09:00-10:30 Uhr Podiumsdiskussion (Deutsch/Englisch) Donnerstag, Ohne Strategie in die Zukunft? Wie Innovation und Qualitätsmanagement im Bibliothekswesen effektiv gefördert wird nationale Bibliotheksentwicklungsplanung in Irland und Norwegen Für ein leistungsfähiges Bibliothekssystem, das zentrale Aufgaben in der kulturellen Bildung und für das lebensbegleitende Lernen übernimmt, fehlt bislang eine übergreifende Planung. Die Förderung des Bibliothekswesens wird hierzulande noch nicht als Teil einer nationalen Bildungsstrategie verstanden: Ein nationales Bibliotheksgesetz, eine bundesweite Bibliotheksagentur oder eine andere Einrichtung des Bundes fehlen. Welche Chancen sowohl für die Öffentlichen als auch die wissenschaftlichen Bibliotheken in einer nationalen Entwicklungsplanung liegen und welche Schlüsse sich daraus für die Situation in Deutschland ergeben, wird anhand von Erfahrungen der norwegischen Nationalbibliothek und Irlands Fünfjahresstrategie für Öffentliche Bibliotheken "Chancen für alle: Die Bibliothek als Katalysator für wirtschaftlichen, gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung" diskutiert. Diskussionsteilnehmerinnen und -teilnehmer: Fionnuala Hanrahan, Irland. Bibliothekarin in Wexford County, hat an der Entwicklung der Public Library Strategy für Irland mitgewirkt und ist nun lokal an der Umsetzung beteiligt. Svein Arne Tinnesand, Norwegen. Direktor für Bibliotheksentwicklung an der Norwegischen Nationalbibliothek. Tinnesand war zuvor Leiter des Norwegischen Bibliotheksverbands, NBF. Dr. Frank Simon-Ritz, Vorsitzender des Deutschen Bibliotheksverbands und Leiter des Steuerungsgremiums des Kompetenznetzwerks für Bibliotheken (knb). Direktor der Universitätsbibliothek der Bauhaus-Universität Weimar. Günter Bassen, Mitglied des Steuerungsgremiums des Kompetenznetzwerks für Bibliotheken (knb) und Leiter der Büchereizentrale Niedersachsen. Moderation: Olaf Eigenbrodt, Leiter der Hauptabteilung Benutzungsdienste und Baubeauftragter der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky. Lehrbeauftragter im Bereich

4 Fernstudium am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt- Universität zu Berlin Raum Helsinki, 09:00-10:30 Uhr Partnerland USA : Bibliothekarische transatlantische Beziehungen. Projektvorstellung und Diskussion wünschenswerter Inhalte und Formate (BID in Kooperation mit knb) Die Arbeitsgruppe zum Projekt "Partnerland USA " lädt alle am Austausch mit der USamerikanischen Fachgemeinde interessierten Kolleginnen und Kollegen zu einer öffentlichen Planungssitzung ein. Die USA sollen von 2016 bis 2019 Partnerland des deutschen Bibliothekswesens sein. In Fortsetzung vorangegangener Kooperationen mit Dänemark, Spanien und der Türkei soll auf Basis des ursprünglichen Gastland-Konzepts des Bibliothekskongresses der Wissensaustausch und die Vernetzung mit dem Partnerland durch eine Vielzahl gemeinsamer Aktivitäten intensiviert werden. Auf dem 80. IFLA-Weltkongress 2014 in Lyon wurde ein entsprechendes Memorandum of Understanding zwischen der American Library Association (ALA) und Bibliothek & Information Deutschland unterzeichnet. Auftakt des Projekts ist die Beteiligung der ALA am Leipziger Bibliothekskongress Um die Inhalte dieses Programms möglichst gut an die aktuellen Interessen der deutschen Fachgemeinde anzupassen, soll der geplante Workshop Gelegenheit bieten, Vorschläge für Themen und Formate über die eigentliche Arbeitsgruppe hinaus zu erörtern. Ausgangsbasis der Diskussion werden eine kurze Einführung in das Partnerland-Konzept durch den Präsidenten von BID, Dr. Hans-Jürgen Lorenzen, sowie Berichte über die Aktivitäten und Erfahrungen mit vergangenen Partnerländern wie z.b. der Türkei sein. Als Vertreter der ALA wird Michael Dowling die Wünsche und Vorstellungen der US-amerikanischen Partner darstellen. Anschließend können - je nach Teilnehmerzahl am Runden Tisch oder in Kleingruppen - durch die Anwesenden Veranstaltungs- und Aktivitätsvorschläge gemacht und erörtert werden. Die Beiträge werden dokumentiert und von der Arbeitsgruppe weiterentwickelt. Der Workshop wird gemeinschaftlich gestaltet von: Bibliothek & Information Deutschland American Library Association Goethe-Institut Bibliothek & Information International

5 John-F.-Kennedy-Institut IFLA-Nationalkomitee Deutschland Kompetenznetzwerk für Bibliotheken Raum Shanghai, 15:00 15:30 Uhr Vergleichen wir Äpfel mit Birnen? Desiderate und Möglichkeiten des Leistungsvergleichs in Bibliotheken. Zur Weiterentwicklung des Bibliotheksindex BIX Seit seiner Einführung vor 15 Jahren wird der Bibliotheksindex BIX in der Fachwelt diskutiert. Mehr als 500 Bibliotheken haben beim BIX seither teilgenommen, viele davon jährlich. Sie nutzen die Ergebnisse erfolgreich für die Selbsteinschätzung der Bibliothek sowie als Argumentationshilfe für Verhandlungen mit dem Träger und zur Profilierung innerhalb der kultur- und bildungspolitischen Landschaft. Dennoch lehnen zahlreiche Bibliotheken die vergleichende Leistungsmessung aus methodischen und/oder politischen Gründen ab. Auf einer Fachtagung zur Weiterentwicklung des BIX, zu dem der Deutsche Bibliotheksverband und das Hochschulbibliothekszentrum NRW im März 2015 Teilnehmer, Befürworter und Kritiker eingeladen haben, wurden Vorschläge für methodische Veränderungen gemeinsam mit Experten besprochen. Wie der BIX zukünftig aussehen soll und was das Instrument leisten kann, soll der Fachgemeinde in dem Vortrag auf Basis der Ergebnisse der BIX-Fachtagung und der verantwortlichen Gremien vorgestellt und mit ihr diskutiert werden. Vortrag von Kathrin Hartmann, Koordinatorin Kompetenznetzwerk (knb), Deutscher Bibliotheksverband (dbv).

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