Demografischer Wandel und europäische Aktienmärkte

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1 Dipl. Kfm. Olaf Schnier Demografischer Wandel und europäische Aktienmärkte Auswirkungen und Herausforderungen einer alternden Gesellschaft

2 Demografischer Wandel und europäische Aktienmärkte 1. Herausforderungen für Finanz- und Aktienmärkte 2. Befunde aus der Literatur 3. Empirische Analyse a) Makroökonomisch b) Mikroökonomisch 4. Implikationen Folie 2

3 1. Herausforderungen für Finanz- und Aktienmärkte a) Steigende Lebenserwartung b) Sinkende Geburtenrate c) Eintritt der Baby-Boomer in den Ruhestand Lebenszyklushypothese (LCH) von Modigliani/Brumberg (1954) Folie 3

4 Vermögen 1. Lebenszyklushypothese Ruhestand Alter Offene Fragen: Risikopuffer? Erben-Motiv? Folie 4

5 1. Herausforderungen für Finanz- und Aktienmärkte a) Steigende Lebenserwartung b) Sinkende Geburtenrate c) Eintritt der Baby-Boomer in den Ruhestand Lebenszyklushypothese (LCH) von Modigliani/Brumberg (1954) Mit dem Alter steigende Risikoaversion Befürchtung: Kommt es zu einem Asset-Meltdown? Can we afford to grow older? (Disney 1996) Folie 5

6 2. Befunde aus der Literatur a) Steigende Lebenserwartung b) Sinkende Geburtenrate c) Eintritt der Baby-Boomer in den Ruhestand Lebenszyklushypothese (LCH) von Modigliani/Brumberg (1954) Mit dem Alter steigende Risikoaversion Befürchtung: Kommt es zu einem Asset-Meltdown? Can we afford to grow older? (Disney 1996) Folie 6

7 2. Risikoneigung im Alter Bonsang/Dohmen (2011): ja, aber insbesondere durch die Veränderung der kognitiven Fähigkeiten beeinflusst. Folie 7

8 Vermögen 2. Lebenszyklushypothese Ruhestand Alter Folie 8

9 Median fin. Vermögen 2. Abgleich mit SHARE-Daten Alter Aber: in der Literatur widersprüchliche Ergebnisse Folie 9

10 2. Befunde aus der Literatur a) Steigende Lebenserwartung b) Sinkende Geburtenrate c) Eintritt der Baby-Boomer in den Ruhestand Lebenszyklushypothese (LCH) von Modigliani/Brumberg (1954) Mit dem Alter steigende Risikoaversion? Befürchtung: Kommt es zu einem Asset-Meltdown? Can we afford to grow older? (Disney 1996) Folie 10

11 3. Empirische Untersuchung: Überblick 2 Arten von Untersuchungen: a) Makrodaten: gestützt auf volkswirtschaftliche Gesamtrechnung b) Mikrodaten: häufig Fragebögen Eigene Empirie: a) Sample: 11 europäische Länder, EuroStat-Datenbank der finanziellen Vermögensbilanz von Haushalten b) Sample: SHARE, Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe, 12 Länder, demografische und finanzielle Daten Folie 11

12 3. a) Makrodaten: Finanzielles Vermögen und Aktien Equity Holdings Financial Assets Estimate St. Beta t value Estimate St. Beta t value (Intercept) * Popul *** Popul ** Popul ** Popul * *** Popul *** Popul Country Dummies Significant Results (" "-"***") Adj. R Zeitraum: , 11 europäische Länder n=139 Beobachtungen Folie 12

13 3. a) Ergebnisse: Makrodaten Bevölkerungsgruppe hat einen positiven Einfluss auf das pro-kopf Aktienvermögen Diejenigen von ebenfalls, allerdings schwächer Für die Bevölkerung älter als 60 lässt sich kein signifikanter Einfluss erkennen Die Größe der Bevölkerungsgruppen scheint bei zunehmendem Alter einen steigenden Einfluss auf das finanzielle Pro-Kopf-Gesamtvermögen zu haben, ab 60 Jahren scheint das Maximum erreicht Folie 13

14 3. b) Mikrodaten: Aktienvermögen Non-Retired Retired Estimate t-value Estimate t-value (Intercept) ** * Other Assets *** *** Liab Income ** ** Other Income Age RiskP *** ** RiskP *** *** RiskP *** *** OtherHHMemb No significant Results Male * Female ** ** Country Dummies Significant Results (" "-"***") Adj. R Folie 14

15 3. b) Mikrodaten: Finanzielles Vermögen Non-Retired Retired Estimate t-value Estimate t-value (Intercept) *** *** Real Assets *** *** Liab *** *** Income *** *** Other Income * * Age * ** OtherHHMemb * OtherHHMemb ** OtherHHMemb OtherHHMemb Male * Female ** *** Country Dummies Significant Results (" "-"***") Adj. R Folie 15

16 3. b) Ergebnisse: Mikrodaten Vor Renteneintritt wirkt sich das Alter positiv auf den Aktienbesitz aus Danach hat es einen negativen Einfluss Der Abbau an finanziellem Vermögen beschleunigt sich nach dem Renteneintritt Folie 16

17 4. Implikationen Auf Mikroebene wird die LCH bestätigt Anhand von Makrodaten ist sie allerdings nicht deutlich erkennbar Weitere Faktoren scheinen einen wichtigeren Einfluss auf den Aktienbesitz zu haben Weniger Meltdown, eher Dripdown Dämpfende Wirkung auf den Aktienmarkt (geschl. Volksw.) Preise können unter Druck geraten, Ersparnisse verlieren an Wert Eigenkapitalfinanzierung von Unternehmen erschwert Folie 17

18 4. Implikationen: Offene Fragestellungen Einfluss des Rentensystems auf die LCH und einen möglichen Asset Meltdown? Können ausländische Investoren ein möglichen Ausverkauf auffangen? Folie 18

19 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Folie 19

20 Anhang: Modelle (1) Folie 20

21 Anhang: Modelle (2) Folie 21

22 Anhang: Aufteilung nach Höhe des Rentenanspruchs High Replacement Low Replacement Estimate St. Beta t value Estimate St. Beta t value (Intercept) Popul ** ** Popul Popul Popul Popul *** Popul Country Dummies Significant Results (" "-"***") Adj. R In Ländern mit einem geringen Rentenanspruch kommt es zu einem deutlich höheren Einfluss der Bevölkerungsgruppe von auf das Aktienvermögen als in denen mit hohem Rentenansprüchen Folie 22

23 Anhang: Anteil ausländischer Investoren Estimate St. Beta t value (Intercept) ** ABSPN_ ** ABSPN_ *** ABSPN_ ABSPN_ ABSPN_ ABSPN70Pl Country Dummies Significant Results (" "-"***") Adj. R Je größer der Anteil der jährigen Bevölkerung ist, desto geringer ist der Anteil an ausländischen Investoren Ein Einfluss der Rentner ist allerdings nicht erkennbar Folie 23

24 Kognitive Fähigkeiten Alter Risikoneigung Anhang: Risikoneigung Folie 24

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