Europäische Studie zur Qualität der Anlegerberatung: Anleger verlieren weiter Vertrauen in die Finanzberatung und entscheiden selbst

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1 Europäische Studie zur Qualität der Anlegerberatung: Anleger verlieren weiter Vertrauen in die Finanzberatung und entscheiden selbst Kronberg im Taunus, 28. September Das Vertrauen vieler deutscher Anleger in ihren Finanzberater hat seit der Finanzkrise 2008 deutlich gelitten und ist seit Mitte 2010 nochmals gesunken. Zwar werden Banken, Versicherungen und andere Berater weiterhin von einer Mehrheit der Anleger bei der Geldanlage herangezogen. Allerdings wächst die Zahl der Anleger, die selbst über ihre Finanzanlagen entscheiden. Transparenz und verständliche Informationen werden damit zunehmend wichtiger. Zu diesen Ergebnissen kommt die zweite repräsentative Studie zur Qualität der Finanzberatung, die TNS Sofres im Auftrag von Fidelity Worldwide Investment unter mehr als Privatanlegern in 14 europäischen Ländern durchgeführt hat hatte Fidelity erstmals Anleger in mehreren europäischen Ländern zur Qualität der Finanzberatung befragt. Die heute veröffentlichten Ergebnisse der zweiten Studie machen deutlich, dass die Wirkungen der Finanzkrise in vielen Ländern langfristige Spuren hinterlassen haben. In Deutschland gaben 38 Prozent der Befragten an, dass sie ihrem wichtigsten Finanzberater heute weniger vertrauen als Damit ist das Vertrauen in die Finanzberatung in Deutschland stärker zurückgegangen als im Durchschnitt der untersuchten europäischen Länder (31 Prozent). Und es bröckelt weiter. Gaben in der ersten Befragung vor einem Jahr noch 16 Prozent der deutschen Anleger an, dass sie ihrem Finanzberater voll vertrauen, sind es mittlerweile nur noch 13 Prozent. Umgekehrt erklärt mittlerweile ein Fünftel der Befragten, dass sie ihrem Berater nur noch wenig oder gar nicht mehr vertrauen. Ursache des Vertrauensverlustes ist vor allem mangelnde Aufmerksamkeit für die konkreten Bedürfnisse der Kunden sowie fehlende Initiative, etwa durch aktive Ansprache der Kunden. Mehr als zwei Drittel sind zudem überzeugt, dass ihr Berater in erster Linie seine eigenen Interessen verfolgt oder dass diese bei seinen Empfehlungen zumindest eine Rolle spielen. Lediglich ein Drittel glaubt hingegen, dass ihr Berater ausschließlich im Interesse seiner Kunden handelt. "Die Finanzbranche steht in fast allen europäischen Ländern vor der Herausforderung, das Vertrauen der privaten Anleger wieder zu gewinnen. Die Anleger fordern, dass Berater stärker auf ihre Bedürfnisse eingehen und sie aktiv bei der Entscheidungsfindung unterstützen", kommentiert Christian Wrede, Vorsitzender der Geschäftsführung von Fidelity Worldwide Investment in Deutschland, die Ergebnisse der zweiten Studie. Anleger entscheiden zunehmend selbst über ihre Geldanlage

2 Professioneller Rat ist nach wie vor gefragt: Rund zwei Drittel der deutschen Anleger lassen sich bei der Geldanlage beraten. Mit einem Anteil von 56 Prozent bleiben Banken unangefochten die wichtigsten Partner bei der Geldanlage. Sie bekommen allerdings zunehmend Konkurrenz: So spielen Online-Broker mit einem Anteil von 15 Prozent in Deutschland bereits heute eine wichtigere Rolle als in vielen anderen europäischen Ländern. 9 Prozent der deutschen Anleger bevorzugen unabhängige Finanzberater, ein Wert, der im europäischen Durchschnitt liegt. Obwohl sie Beratung weiterhin schätzen, lassen sich Anleger die Entscheidung über ihre Geldanlage jedoch so gut wie nie aus der Hand nehmen. So treffen 63 Prozent der deutschen Anleger nach vorheriger Beratung die endgültige Entscheidung selbst. Ein gutes Drittel verzichtet mittlerweile sogar ganz auf professionelle Beratung und nimmt die eigene Geldanlage - von der Recherche geeigneter Finanzprodukte bis hin zum Kauf - komplett selbst in die Hand. "Angesichts dieser Entwicklungen liegt die Vermutung nahe, dass den Anlegern heute bessere und leichter verständliche Informationen zur Verfügung stehen. Dazu passt, dass sie sich seltener als vor einem Jahr über unverständliche Fachausdrücke und das Kleingedruckte in Produktinformationen beschweren. Die Bestrebungen, die Anleger durch Transparenz und Klarheit zu informierten Entscheidungen zu befähigen, zahlen sich aus", sagt Christian Wrede. "Die Anleger trauen sich mehr zu und bewegen sich selbständiger im Finanzmarkt. Damit steigen allerdings auch ihre Erwartungen an den Mehrwert, den Finanzberater liefern sollten." Wechselbereitschaft bei der Anlageberatung steigt Auf die langfristige Loyalität der nach Beratung suchenden Anleger können Finanzberater nicht mehr bauen: Jeder zweite Deutsche kann sich inzwischen vorstellen, den Berater zu wechseln. Fast jeder Zehnte sieht sogar kaum noch einen Grund für den Verbleib. Allerdings hat die Bereitschaft der Anleger, für Beratung Honorare zu bezahlen, im Jahresvergleich abgenommen. Signalisierten 2010 noch 51 Prozent der Befragten die Bereitschaft, für Finanzberatung zu bezahlen, sind es inzwischen nur noch 35 Prozent. Offensichtlich hat die seit zwei Jahren anhaltende Debatte über Honorarberatung das Bewusstsein der Anleger dafür gestärkt, dass ihr Finanzberater in vielen Fällen bereits vergütet wird. Dafür sprechen die Gründe, mit denen Anleger die Zahlung von Honoraren für Beratung ablehnen: Nach ihrer Auffassung erhalten die Finanzberater bereits ein Gehalt von ihrem Arbeitgeber oder Provisionen von Produktanbietern. In diesem Zusammenhang bleibt Transparenz über die Kosten eines Anlageproduktes ein wichtiges Thema. Sie hat sich nach Ansicht vieler Anleger jedoch keineswegs verbessert gaben noch 67 Prozent der Befragten in Deutschland an, dass ihr Berater ihnen alle anfallenden Gebühren offen gelegt habe. Dieser Anteil ist 2011 auf 51 Prozent gesunken. Jeder zweite Anleger wünscht sich mehr Kostentransparenz. "Die Anleger fühlen sich nach wie vor nicht ausreichend über die Kosten ihrer Geldanlage informiert. Dabei ist Transparenz ein zentrales Instrument, um das Vertrauen der Anleger in die Finanzberatung wieder zu stärken. Die klare Trennung von Produkt- und Vertriebskosten wäre ein wichtiger Schritt nach vorn", erklärt

3 Christian Wrede. "Kunden sollten entscheiden, ob sie ihren Berater lieber für den Verkauf eines Produkts einmalig per Honorar oder über fortlaufende Provisionen entlohnen. Und das sollten sie auch mit ihrem Berater direkt vereinbaren. Nur so kann ein Finanzberater wirklich unabhängig agieren, sich an den Bedürfnissen seiner Kunden orientieren und den Mehrwert seiner Arbeit sowie die Zufriedenheit der Anleger mit seiner Leistung erhöhen." Wrede ist überzeugt, dass eine solche vollständige Kostentransparenz in Deutschland mittelfristig unvermeidbar ist. Das zeigt beispielsweise der aktuelle MiFID II-Entwurf, in dem die Europäische Kommission wesentlich der Retail Distribution Review (RDR) folgt, mit der in Großbritannien ab 2013 Provisionen auf Investmentprodukte verboten wurden. Auch die Niederlande haben ein umfassendes Provisionsverbot ab 2013 beschlossen. "Wir sollten in Deutschland nicht auf Regelungen aus Brüssel oder Berlin warten, sondern als Finanzbranche selbst durch konsequente und unbürokratische Offenlegung sowie einen einheitlichen Ausweis aller Kosten um das Vertrauen unserer Anleger werben." Im Auftrag von Fidelity Worldwide Investment hat TNS Sofres für die repräsentative Studie volljährige Sparer und Anleger befragt. Die Umfrage fand im Juli 2011 in folgenden 14 Ländern statt: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Schweden, Schweiz, Spanien. Die Folien mit den Kernergebnissen der Studie können Sie am Ende dieser E- Mail herunterladen. Ende Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Fidelity Worldwide Investment Unternehmenskommunikation Marion Dreßler Telefon Sarah v. Hauenschild Telefon Fax

4 Über Fidelity und die Frankfurter Fondsbank Fidelity Worldwide Investment (FIL Limited) wurde 1969 als Unternehmen in Privatbesitz gegründet und ist heute eine auf allen bedeutenden Finanzmärkten aktive Fondsgesellschaft mit einem Fondsvermögen von 214,7 Milliarden Euro. Das Unternehmen beschäftigt über Mitarbeiter in 24 Ländern in Europa, Nahost, Afrika und der Asien-Pazifik-Region. Die bereits 1946 in Boston gegründete Gesellschaft Fidelity Investments (FMR LLC) deckt dagegen über die USA hinaus die Region Nord- und Lateinamerika ab und zählt dort zu den führenden Fondsanbietern. FIL und FMR (nachfolgend Fidelity) haben mit der Familie Johnson gemeinsame Aktionäre, sind aber voneinander unabhängige Gesellschaften. Weltweit beschäftigen sie über Mitarbeiter sowie verwalten und administrieren ein Gesamtvermögen von 2,7 Billionen Euro. Damit ist Fidelity eine der größten Fondsgesellschaften der Welt. Die rund Fondsmanager und Analysten von Fidelity, die in zwölf Ländern rund um den Globus arbeiten, bilden das größte Investment-Expertenteam der Welt. Mit ihren Research-Ergebnissen und Unternehmensanalysen decken sie rund 95 Prozent der globalen Marktkapitalisierung ab. Zahlreiche Auszeichnungen belegen die hohe Qualität der Investmentprodukte und -dienstleistungen, die Fidelity privaten und institutionellen Anlegern bietet. In Deutschland ist Fidelity Worldwide Investment seit 1992 aktiv im Markt vertreten und verwaltet ein Gesamtvermögen von 23,9 Milliarden Euro. Fidelity Worldwide Investment vereint in Deutschland unter seinem Dach einen der führenden Asset Manager und eine der größten unabhängigen Fondsplattformen des Landes. Das Plattformgeschäft betreibt der Finanzdienstleister in Deutschland über die Frankfurter Fondsbank (FFB). Diese ist auf die Verwahrung von Investmentfondsanteilen spezialisiert und richtet ihre Dienstleistungen an unabhängige Finanzberater, Investmentgesellschaften und Banken. Sie können über die FFB unter anderem mehr als Fonds von über 200 in- und ausländischen Anbietern kaufen und verwahren. Die FFB betreut ein Vermögen von 13,6 Milliarden Euro in über Kundendepots. In der Asset Management-Sparte verwaltet Fidelity Worldwide Investment in Deutschland ein Fondsvolumen von 10,3 Milliarden Euro. Unter der Marke Fidelity Worldwide Investment werden in diesem Bereich in Deutschland 144 Publikumsfonds direkt sowie über mehr als 600 Kooperationspartner vertrieben. Insgesamt beschäftigt Fidelity Worldwide Investment in Deutschland 315 Mitarbeiter und ist hierzulande mit den rechtlichen Einheiten FIL Investment Services GmbH, FIL Investments International - Niederlassung Frankfurt, FIL Investment Management GmbH, FIL Pensions Services GmbH, FIL Finance Services GmbH und der Frankfurter Fondsbank GmbH vertreten. Alle Angaben per Risikohinweis Fidelity Worldwide Investment veröffentlicht ausschließlich produktbezogene sowie allgemeine Informationen und erteilt keine Anlageempfehlungen. Wertentwicklungen in der Vergangenheit erlauben keine Rückschlüsse auf die künftige Entwicklung. Den Chancen, die mit Anlagen in Investmentfonds verbunden sind, stehen Risiken gegenüber. So kann etwa der Wert der Fondsanteile schwanken und ist nicht garantiert. Überdies reduzieren individuelle Kosten und Gebühren die Wertentwicklung.

5 Eine Anlageentscheidung sollte auf jeden Fall auf Grundlage der Prospekte, des letzten Geschäftsberichtes und des Halbjahresberichtes getroffen werden. Diese Unterlagen sind die allein verbindliche Grundlage des Kaufs. Die Prospekte, den Geschäftsbericht und den Halbjahresbericht erhalten Sie kostenlos bei FIL Investment Services GmbH, Postfach , Frankfurt/Main oder über Herausgeber FIL Investment Services GmbH, Kastanienhöhe 1, Kronberg im Taunus Geschäftsführer: Kerstin Behnke, Dr. Evelyn Muth, Ellen Posch, Dr. Christian Wrede Registergericht: Amtsgericht Königstein im Taunus HRB 6111 Fidelity, Fidelity Worldwide Investment, das Fidelity Worldwide Investment Logo und das F Symbol sind eingetragene Warenzeichen von FIL Limited.

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