Management & Zeitung für Führungskräfte im Gesundheitswesen. Fest verwurzelt, weiter wachsen. Höchst anspruchsvolle Arbeitswelten

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1 Management & Krankenhaus Zeitung für Führungskräfte im Gesundheitswesen Sonderbeilage KMU Mittelständische Partner für Kliniken: Flexibel, innovationsfreudig, serviceorientiert Februar 02/ Jahrgang Profitabel, sicher und human Vom Molekül zum Medikament Fest verwurzelt, weiter wachsen Neue S3-Leitlinie bei Hepatitis Lösungsansätze, wie sich die hohen Erwartungen erfüllen lassen, die an das Profit- Center OP gestellt werden, gibt Dr. Ulrich Matern, Universitätsklinikum Tübingen. Seite 7 In Kürze Aktion: Stoppt die e-card Bürgerrechtsorganisationen, Datenschützer, Patienten und Ärzteverbände schlossen sich zum Bündnis Aktion: Stoppt die e-card zusammen und fordern die Bundesregierung auf, die elektronische Gesundheitskarte sofort zu stoppen. Die Einführung in der bisher geplanten Form würde die Gesundheitsversorgung verteuern und elementare Rechte der Bürger verletzen, so das Bündnis. Sie fordern einen unabhängigen und öffentlichen Diskussionsprozess. Die Regierung plant die Einführung der Karte in diesem Jahr und setzt sich damit über die Ablehnungsbeschlüsse zahlreicher Initiativen hinweg. Eine ungewöhnliche Reise ins Ich Die DASA (eine Einrichtung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin) zeigt mit der Ausstellung Computer.Medizin. Hightech für Gesundheit und Lebensqualität bis zum 30. März in Dortmund zukunftsweisende Technologien. Die Bereiche sind u.a. Anatomisches Theater und Einblicke in den Körper. Das Publikum kann interaktiv den Einsatz des Computers u. a. in Prävention und Diagnose nachvollziehen. Nur der Name bleibt kompliziert Der neue anti-ccp-test Aeskulisa CCP ermöglicht eine einfache Integration der CCP-Analyse in die tägliche Laborroutine unabhängig davon, welcher Laborautomat im Einsatz ist. Das einzigartige The One Konzept der Aeskulisa-Linie wurde selbstverständlich auch hier verwirklicht: durch einheitliche Puffersysteme und Inkubationszeiten können parallel für mehr Sicherheit und Effizienz auch die etablierten Rheumafaktoren getestet werden. Der Aeskulisa CCP Produktflyer kann jetzt unter com angefordert oder ganz einfach unter der folgenden Adresse im Internet heruntergeladen werden. Klinikkommunikation immer wichtiger Die Bedeutung von Klinikkommunikation und Marketing für deutsche Krankenhäuser nimmt weiter zu. Auf den Seiten 2 und 3 widmen wir uns daher diesem Thema. Die Herangehensweisen der Kliniken sind vielfältig: So klärt das Tumorzentrum München Brustkrebspatientinnen mit einem Film über die Erkrankung auf; der Wettbewerb Deutschlands beste Klinikwebsite bewertet den Internetauftritt von Kliniken, während das Prostatakrebszentrum Martini-Klinik mit einer Wohlfühlatmosphäre punkten möchte. Lesen Sie auf den folgenden Seiten, wie sich die Krankenhäuser dem zunehmenden Wettbewerb mit verschiedenen Marketingstrategien stellen. Wissenschaftler am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) haben einen Naturstoff entdeckt, aus dem ein Medikament gegen metastasierenden Brustkrebs entwickelt wurde. Seite 11 Höchst anspruchsvolle Arbeitswelten Wachsende Ansprüche an die medizinische Versorgung und steigende Kosten der in den Krankenhäusern erbrachten Leistungen haben ein immer größer werdendes Interesse an der Effizienz der Versorgungseinheit Krankenhaus und damit an der Qualität der Ergebnisse dort erbrachter medizinischer Behandlung bewirkt. Wirtschaft und Gesellschaft im Allgemeinen waren in den letzten 100 Jahren von einer starken Veränderung der Arbeitsteiligkeit geprägt. Einzige Ausnahme ist die Gesundheitsversorgung. Die Art und Weise, wie Ärzte, Krankenschwestern und die übrigen Berufsgruppen im Krankenhaus zusammenarbeiten und die am Patienten oder nicht am Patienten zu verrichtenden Tätigkeiten aufgeteilt haben, hat sich in den letzten 100 Jahren kaum geändert. Darin ist einerseits ein Qualitätsproblem, andererseits das letzte große Rationalisierungspotential im Krankenhaus zu sehen. In den Häusern der Ameos Gruppe setzen wir die notwendige Neuordnung der Arbeitsteiligkeit in vielen kleinen Schritten um. Bei der Zuteilung der vielfältigen Aufgaben zu den Berufsgruppen im Krankenhaus öffnet der Blick über die Grenzen die Augen. In Schweizer Spitälern nimmt überwiegend der Pflegefachberuf den Patienten das Blut ab, in Deutschland (v.a. alte Bundesländer) ist es meist eine der Kerntätigkeiten jüngerer Ärzte auf Station; und in den USA gibt es vielerorts eine eigene paramedizinische Berufsgruppe, die sog. Phlebotomisten (wörtlich aus dem Griechischen: Venenschneider ), die diese Tätigkeit verrichten. Der Grundsatz lautet, dass, wer die Tätigkeit verrichtet, weder über- noch unterqualifiziert dafür sein sollte, sondern richtig qualifiziert. Die Meinungen dürften auseinander gehen, doch wendet man den genannten Grundsatz an, so wird zumindest klar: die Ärzte sind auf keinen Fall diejenigen, bei denen die Blutabnahme richtig angesiedelt ist. Intensivmedizin: Quality-of-care ist unabdingbar Der Begriff Qualität ist häufig sehr allgemein formuliert. Dieser Mangel bewirkt u. a., dass es kein anwendbares Qualitätsmaß gibt. Alle derzeitigen Versuche die Qualität von Gesundheitseinrichtungen erfassbar zu machen, basieren auf der Gegenüberstellung von Soll- und Ist-Zuständen. Qualität der Behandlung und Qualitätssicherung sind auch im Zusammenhang mit der Intensivmedizin von großer Bedeutung, da die Intensivmedizin die schwerstkranken Patienten betreut, die aufwändigsten Behandlungskonzepte umsetzt und sehr teuer ist. Intensivtherapiestationen sind technologisch höchst anspruchsvolle Arbeitswelten mit einer Vielzahl komplizierter interaktiver Prozessabläufe. Diese zeichnen sich durch einen hohen Produktionsdruck aus, der die Leistungsfähigkeit der Menschen im Arbeitsprozess stark beansprucht. Daraus resultiert ein hohes Störungsrisiko. Störungen des Behandlungsprozesses tragen den Charakter von Mängeln in der Prozesssicherheit mit unterschiedlicher Tragweite. Fehler im Prozessablauf beeinträchtigen die Qualität des Behandlungsprozesses, die patientenorientiert, sicher, zeitgerecht, effektiv und effizient sein soll. Viele Qualitätssicherungsprogramme basieren auf einer klassischen Modellbildung, die drei wesentliche quality-of-care Komponenten des Behandlungsprozesses berücksichtigt: Struktur, Prozessablauf und Outcome. Diese Qualitätsbereiche sollen kontrolliert werden. Dazu gebraucht man Instrumente (Standards, Richtlinien, Indikatoren). Die Gewährleistung der Patientensicherheit und die Bemühungen um Fehlervermeidungsstrategien sind als tragende Elemente eines jeden Qualitätssicherungskonzeptes seit geraumer Zeit erkannt worden. Fehler im Prozessablauf gefährden die Patientensicherheit und haben eine erhebliche Auswirkung auf die Ergebnisqualität. Diese kann gut beurteilt werden, wenn beispielsweise die Mortalität das Neu geordnete Job-Profile Wertschöpfung: Kein über- oder unterqualifiziertes Personal Das St. Franziskus-Hospital, Münster, das auf eine über 150jährige Geschichte zurückblickt, erhielt mit dem Franziskus- Carrée ein medizinisches Dienstleistungszentrum mit 17 Facharztpraxen. Seite 14 Wenn sich am dritten Tag nach Aufnahme eines Patienten der Assistenzarzt ins Archiv begibt, um selbst zwei Stunden nach Patientenunterlagen zu suchen, so dient das der Fehlerkorrektur und trägt null zur Wertschöpfung bei; denn bei einem gut organisierten Prozess wäre die Suche erst gar nicht nötig geworden. Wenn ein Assistenzarzt eine Stunde aufwändet, um Telefonate zu führen und das EKG, ein Röntgen sowie eine HNO-Konsultation eines Fortsetzung auf Seite 2 Dr. med. Axel Paeger, MBA / MBI (EUR), Vorsitzender des Vorstandes (CEO), Ameos Gruppe Beurteilungskriterium ist. Schwieriger gestaltet sich eine Aussage, wenn das Beurteilungskriterium sich auf Besserung eines Krankheitszustandes, Verlängerung der Lebenserwartung, die erreichbare Lebensqualität, die Senkung der Komplikationshäufigkeiten oder die Patientenzufriedenheit bezieht. Zur Messung, Wichtung und zum Vergleich einer Ergebnisqualität versucht man auch in der Intensivmedizin Indikatoren zu benutzten, um Aussagen über die wahrscheinliche Gesamtergebnisqualität zu machen. Mögliche Indikatoren sind beispielsweise die Änderung der Beatmungeffekte unter Lagerungstherapie, eine Verkürzung der Behandlungstage durch Änderungen eines Beatmungsmusters, der Einfluss von Hygienemaßnahmen auf die Häufigkeit des Auftretens nosokomialer Infektionen, die frühzeitige und zielorientierte Anwendung spezieller Therapiemaßnahmen u. a. Qualität, Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle sind in den letzten Jahren zu oft gebrauchten Begriffen geworden, mit denen die Bedeutung der Auseinandersetzung mit Fragen der Effizienz der Fortsetzung auf Seite 10 KIS/RIS/PACS, Workflowunterstützung und Business Alignment, Energieeffizienz im Rechenzentrum: Aus ganz unterschiedlichen Bereichen kommen Impulse zur Optimierung der IT und zur Steigerung von Produktivität und Qualität im Unternehmen Krankenhaus mit Hilfe dieser neuen Technologien. Der Zwang zur Modernisierung bei den Leistungserbringern ist Motor der Event-Saison, die für 2008 jetzt beginnt. PD Dr. Andreas Erhardt stellt die neuen S3-Leitlinie vor: sie berücksichtigt u. a. die neuen Nukleos(t)idanaloga, die Rolle des HBV-Genotyps und die Viruskinetik unter Therapie. Seite 25 Thema des Monats Prof. Dr. Werner Kuckelt, HCCM Consulting GmbH, ist zuständig für das wissenschaftliche Programm des 18. Symposiums Intensivmedizin + Intensivpflege, Februar 2008, Bremen. Ein reichhaltiges Programm bietet Interessierten in über 160 Sitzungen und Workshops reichlich Gelegenheit, sich über den aktuellen Stand der Forschung zu informieren. Neues zu Healthcare IT-Angeboten CeBIT und TeleHealth (Hannover), 2008er Entscheiderevent für IT in der Gesundheitswirtschaft (Düsseldorf), ESD 2008 Enterprise-Signature-Day (Düsseldorf), (HIMSS (Orlando), conhit (Berlin), Kongress für Healthcare Performance Management (Ludwigshafen) über diese und weitere Veranstaltungen informiert Sie Ihr IT- Team von M&K. Sie erfahren vorab die geplanten Schlüsselthemen und lesen im Nachgang über die wichtigsten Trends. Michael Reiter GIT VERLAG PF Darmstadt Pressepost DPAG Entgelt bezahlt D E conhit Branchentreff für Healthcare IT Im Mittelpunkt der conhit (Berlin, April) steht die Industrie-Messe, ergänzt durch einen zielgruppenorientierten Kongress, eine Akademie mit qualifizierten Fort- und Weiterbildungsangeboten sowie Networking-Veranstaltungen und Verbandsforen. Der conhit-kongress thematisiert wirtschaftliche und administrative, medizinische und pflegerische Prozesse, die sich durch IT- Lösungen optimieren lassen (Topics sind u.a. elektronischer Heilberufeausweis, elektronische Fallakte, Kooperative Vernetzung sowie Modelle und Interoperabilität). Die parallele conhit-akademie vermittelt z.t. zertifiziert Praxiswissen hautnah Vertragsrecht, Projekt-Management, Standardisierung, Terminologien und Verschlüsselung. Freuen Sie sich mit dem Team Healthcare über die neue Website

2 2 Gesundheitswesen Management & Krankenhaus 02/2008 Inhalt Gesundheitswesen Seite 2 5 Klinikkommunikation 3 Personalia und Kliniknews 5 Medizin & Technik Seite 6 10 Finanzierungsmodelle 6 OP-Management 6, 7, 9 Sterilgutversorgung Kongress der DGE-BV 8 Radiologie 8 Modulare Bildgebung 8 Early Health 9 Bildgebendes Verfahren 10 Intensivmedizin 10 Pharma Seite Pharmanews 13 Facility & Management Seite 14 Medizin und Wirtschaft Einrichtungssysteme Transportdienste IT & Kommunikation Seite CeBIT 15 CeBIT Telehealth 15 conhit 16 Intersektorale Kommunikation 16, 21 Qualitätsmanagement 16 Prozessmanagement 16 Homecare 16, 18, 22 Green IT 15, 17 PACS/Monitore 18, 19 KIS 18, 20, 22 Weitere Veranstaltungen 18, 22 Digitale Radiographie 19 Diktatmanagement 20, 22 Archivierung 20, 22 Portal Management 21 Telekommunikation 21 Chipkartenleser 21 Digitale Signatur 22 RFID 22 Hygiene Seite Waschraumhygiene 23 Händehygiene 24 Immunsystem 24 Labor & Diagnostik Seite Infomarkt Seite 27 Impressum Seite 27 Einkaufsnachweis Seite 27 Zahlen Daten Fakten Seite 28 Index 28 weil Marketing mehr ist als das Verteilen von Flyern Befragt man Marketingverantwortliche in Kliniken nach den Erfolgsfaktoren, so bekommt man häufig zu hören: weil der Patient bei uns im Mittelpunkt steht!. und deswegen immer im Weg! möchte man bissig auf diese Platitude antworten. Schaut man sich die wesentlichen Claims in den Anzeigen von Fachzeitschriften des Gesundheitswesens an, fällt den Werbetreibenden offensichtlich wirklich nicht viel mehr ein. Und da sich die Positionierung vieler Institutionen so ähnlich sind, stellt kaum jemand ein Alleinstellungsmerkmal (engl: unique selling proposition USP) heraus. Prostatakrebszentrum Martini-Klinik: Erfolg liegt in der Stimmigkeit der Schlüsselfaktoren Lounge in der Martini-Klinik Richard Whiteley, ein erfolgreicher Marketingstratege, hat einmal gesagt: Der Erfolg Ihres Unternehmens wird von zwei Faktoren bestimmt: von dem Kunden und von dem Produkt! Wenn Sie sich um den Kunden bemühen, kommt er zurück, wenn Sie sich um Ihr Produkt kümmern, kommt es nicht zurück. So einfach ist das, und doch so schwer! Doch bereits bei der Definition des Produktes tun sich viele Marketingverantwortliche schwer. Und bei der Definition des Kunden auch. Das liegt daran, dass es im Klinikmarkt im Wesentlichen drei Kundengruppen gibt: Den zuweisenden Arzt, den Patienten und den Kostenträger. Und hier beginnt das Problem: Alle Kundengruppen benötigen einen anderen Ansatz der Kommunikation. Zielgruppe der Marketingabteilung sind sicherlich die ersten beiden Kundengruppen. Während die erste Kundengruppe in der Regel die medizinische Leistung eines Krankenhauses beurteilt, die Information aus der Klinik heraus und die Möglichkeit, für Patienten schnell und komplikationslos ein Bett zu bekommen, kann der Patient die medizinische Leistung häufig nicht richtig beurteilen. Für ihn spielen womöglich andere Faktoren wie die Qualität der Unterbringung, die Nähe zum Wohnort oder der Krankenhausträger (konfessionell oder staatlich) eine Rolle. Erschwerend kommt noch hinzu, dass es für den Arzt als Zuweiser das Krankenhaus häufig gar nicht gibt; es gibt unterschiedliche Abteilungen im Krankenhaus, mit denen er mehr oder weniger gut zusammen arbeitet. Daraus resultiert, dass bei Ärzten ein Krankenhausmarketing viel zu große Streuverluste hat, konsequenterweise als ein Abteilungsmarketing unter der Dachmarke des Krankenhauses stattfinden muss. Wie erfolgreich ein konsequent auf die Bedürfnisse des Marktes Patienten zu organisieren, damit all das noch am selben Tag stattfinden kann, so handelt es sich um eine geringe Wertschöpfung, da ein Arzt zu hoch qualifiziert ist für diese Tätigkeit. Der Zeitanteil, den Ärzte in diesem Sinne nicht wertschöpfend oder sehr gering wertschöpfend verbringen, wird auf 30 40% der Arbeitszeit geschätzt. Ob nicht oder nur sehr gering wertschöpfend, stets handelt es sich dabei um Tätigkeiten, für die der ausführende Arzt kein Medizinstudium benötigt hätte (Beispiel: administrative Tätigkeiten). Ein erheblicher Teil dieser Zeit wird aber auch für die Korrektur von Fehlern infolge schlechter Ablauforganisation absorbiert (Beispiel: ein Assistenzarzt sucht eine Patientenakte in unterschiedlichen Abteilungen des Krankenhauses). Betroffen sind nicht nur die Ärzte, sondern grundsätzlich alle Berufsgruppen. So wird der Anteil der wenig oder nicht zur Wertschöpfung beitragenden Arbeitszeit bei den Pflegekräften auf 20 30% geschätzt (Beispiel: Essensausgabe). Für diesen Teil der Beschäftigungszeit hätte auch eine Krankenschwester die Pflegeausbildung nicht durchlaufen brauchen die Pflegekraft ist überqualifiziert. Für fast alle Berufsgruppen gilt: der Anteil von Tätigkeiten, die keinen der Qualifikation entsprechenden Wert für den Patienten gerieren, ist zu hoch. Für die Reorganisation der Arbeitsteiligkeit wenden wir im Wesentlichen zwei Instrumente an. Innerhalb der größten Berufsgruppe, der Pflege, machen wir uns nach Qualifizierungsgrad abgestufte Pflegekonzepte zunutze, die auf alle Patienten angewandt werden können. Dagegen muss die Zuordnung von Tätigkeiten zwischen den Berufsgruppen die Fortsetzung von Seite 1 Neu geordnete Job-Profile im Krankenhaus Ärzte eingeschlossen individuell auf die Diagnose abgestimmt erfolgen. Deshalb nutzen wir hier die indikationsspezifischen Pfade. Gemäß seiner strategischen Ausrichtung möchte Ameos mit einer Revolutionierung und Reorganisation der Job-Profile sowie einer veränderten Kooperation der Berufsgruppen die Prozessqualität verbessern, die Patientenzufriedenheit erhöhen, die Zufriedenheit von Mitarbeitern und Managern steigern sowie die Arbeitseffizienz erhöhen um den Herausforderungen des Marktes zu genügen und die Zukunft zu meistern. Dr. med. Axel Paeger Ameos Gruppe CH - Zürich Tel.: 0041/87/ Fax: 0041/87/ ausgerichtetes Marketing sein kann, zeigt das Beispiel der Martini-Klinik am UKE GmbH. Diese Klinik, konzessioniert nach 30 Gewerbeordnung, wurde 2005 auf dem Gelände des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf vor dem Hintergrund gegründet, dass die urologische Abteilung des UKE deutschlandweit die größte Klinik zur Behandlung des lokal begrenzten Prostatakarzinoms war. Konsequenterweise wurde eine neue Klinik gegründet, die sich ausschließlich auf die Behandlung des Prostatakarzinoms konzentriert. Ärzte, die vormals die Methode der nerverhaltenden radikalen Prostatektomie am UKE perfektioniert hatten, übernahmen die Leitung der Martini-Klinik. Zusätzlich zur Operation wurden alle anderen etablierten Verfahren angeboten, so dass die am besten geeignete Therapiemethode zusammen mit dem Patienten festgelegt werden kann. Somit war das angebotene Produkt seitens der medizinischen Komponente absolut stimmig. Von Anfang an wurde größten Wert darauf gelegt, dass dem Patienten in diesen für ihn sehr schwierigen Zeiten eine Wohlfühlatmosphäre geboten wird, die er sonst nur aus guten Hotels kennt: Ein und Zweibettzimmer mit eigenem Duschbad, Bademantel, täglicher Der ständige Reformprozess im Gesundheitswesen stellt nicht nur für den Hilfsmittelsektor eine große Herausforderung dar, sondern auch für den akutmedizinischen und rehabilitativen Sektor. Die Einführung von DRGs ist eine große Chance, aber auch eine große Gefahr für Krankenhäuser. Dessen ungeachtet ist dem generell erforderlichen Wandel auf allen Ebenen der medizinischen Versorgung alles in allem positiv zu begegnen. Die Fallpauschalen bewirken eine Neuordnung der Beziehungen zwischen Krankenhaus und nachstationärer Versorgung. Wie die notwendigen Beziehungen zu ordnen und zu strukturieren sind, ist größtenteils noch immer ungewiss. Sicher ist aber, dass die hiermit angesprochene Vernetzung im Gesundheitswesen nötig und vom Gesetzgeber auch beabsichtigt ist, um immer älter und multimorbider Dr. Michael Moormann, Geschäftsführer Martini-Klinik am UKE werdende Menschen ganzheitlich zu versorgen. Sanitätsfachhandel als idealer Partner Handtuchwechsel, Zimmerservice und Essen a la Carte gehören genauso zum Angebot der Martini-Klinik wie die tägliche Zeitung, Multimediaterminal am Bett und die kostenlose Bereitstellung des Telefons. Und wenn dem Patient nach Gesellschaft ist, so kann er zusammen mit anderen Patienten in der Lounge am Großbildfernseher die Fußballbundesliga schauen. Selbstverständlich gibt es auch ein frisch gezapftes Bier dazu. Die Servicementalität einer solchen Klinik muss gelebt werden, sie kann den Mitarbeitern nicht aufoktruiert werden. Das ausgewählte ärztliche und pflegerische Personal wird in regelmäßigen Abständen geschult. Servicekräfte aus der Hotelbranche komplettieren das Team, das sich um das Wohl des Patienten kümmert. Im Bereich Promotion wurde von Anfang an Wert auf medienübergreifende integrierte Kommunikation gelegt. Regelmäßige Mailings informieren ca. 25% aller niedergelassenen Urologen Deutschlands über Neuigkeiten in der Martini-Klinik. Über die Selbstverständlichkeit eines Internetauftrittes muss nicht mehr diskutiert werden, wohl aber über die Zielgruppe. Patienten und Ärzte bedürfen auch in der Präsentation im World Wide Web eine unterschiedliche Ansprache, der Internetauftritt muss dem Rechnung tragen. Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist die Öffentlichkeitsarbeit. Der Anteil der Patienten, die sich zutrauen, die Entscheidung über die behandelnde Klinik selbst zu fällen, wird weiter zunehmen. Die breite Masse der Patienten wird aber zunächst über herkömmliche Medien auf die Internetpräsenz einer Klinik aufmerksam und bildet sich dann unter Beachtung der Kongruenz der Darstellung eine Meinung über die Qualität der zu erwartenden Leistung. Die konsequente Darstellung der Vorteile des Produktes einer erstklassigen medizinischen Versorgung in einem Wohlfühlambiente in der Sprache der jeweiligen Zielgruppe in Kommunikationskanälen, die von den jeweiligen Zielgruppen auch genutzt werden, hat der Martini-Klinik einen enormen Erfolg gebracht. Während 2005 noch 190 Patienten behandelt wurden, konnten 2006 bereits 458 Patienten stationär behandelt werden wird diese Zahl auf mehr als 750 Patienten ansteigen. Und da der Anteil an Privatpatienten, Selbstzahlern und ausländischen Patienten bei ca. 70% liegt, stimmt neben Produkt und Promotion auch der zu erlösende Preis. Zu guter Letzt ist Hamburg für eine solche Klinik ein exzellenter Standort, womit auch das letzte der 4 P im Marketing stimmig ist: product, place, promotion, price. Marketing ist eben doch mehr als das verteilen bunter Flyer! Dr. Michael Moormann Martini-Klinik am UKE, Hamburg Tel.: 040/ Fax: 040/ Sanitätshäuser vor neuen Herausforderungen Der Sanitätsfachhandel ist gerade für eine Teilhaberschaft in der integrierten Versorgung prädestiniert. Er ist mit seinem enormen Spektrum an medizinisch-therapeutischen Leistungen (Prothetik, Orthopädie, Bandagen, enterale, parenterale Ernährung etc.), seinem von jeher nicht wegzudenkenden Beitrag zur poststationären Versorgung, seinem medizinisch notwendigen Kontakten zu Ärzten, Krankenhäusern, Krankenkassen und der betriebwirtschaftlichen, unternehmerischen Fähigkeiten der ideale Vertragspartner in der Integrierten Versorgung. Die Krankenkassen stehen einem Case- Management-Konzept nur dann positiv gegenüber, wenn dieses Vorteile verspricht. Dies wird nur dann der Fall sein, wenn sie eine Leistung erhalten, die im Vergleich zur Regelversorgung günstiger oder qualitativ höher ist. Konzept zur Pflegeüberleitung Deshalb hat sich die Sanitätshaus Aktuell AG in Vettelschoß zum Ziel gesetzt, für die mehr als 500 bundesweit angeschlossenen Sanitätshäuser ein Konzept zur Pflegeüberleitung vom stationären in den poststationären Sektor zu entwickeln. Ein erster Schritt in diese Richtung war die im Jahre 2007 abgeschlossene Implementierung von regionalen Netzwerkstrukturen (CareNet). Diese Netzwerke werden künftig regional auf bestimmte Krankheitsbilder zugeschnittene Konzepte mit Kliniken, Vertragsärzten sowie Krankenkassen umsetzen, um das Ziel der ganzheitlichen Versorgung dieser Patientengruppe zu erreichen. Wie Krankenhäuser die Liquidität erhöhen können Die Krankenhäuser in Deutschland stehen vor einem gewaltigen Umbruch: Jedes dritte Krankenhaus schreibt Verluste, Ländern und Kommunen fehlt das Geld für notwendige Investitionen. Für die Betreiber der Krankenhäuser bedeuten die Gesetzesreformen der vergangenen Jahre vor allem eines: Die Belastungen steigen. Die Landesbank Berlin hat jetzt ein Angebot entwickelt, das Krankenhäusern deutschlandweit eine schnelle, kurzfristige Liquiditätsbeschaffung ermöglicht. Wir bieten den Trägern die sogenannte Forfaitierung ihrer Forderungen gegenüber den gesetzlichen Krankenkassen an, sagt Almut Steinmüller von der LBB. Sie hat u.a. die sehr erfolgreiche Pilotphase an einem Berliner Krankenhaus begleitet. Die Forfaitierung funktioniert wie folgt: Die Krankenhäuser erstellen eine Liste mit Forderungen gegenüber ihren wichtigsten Krankenkassen. Diese Daten werden elektronisch an die LBB übermittelt und abgeglichen. Dabei sind die Daten anonymisiert, das Patientengeheimnis bleibt zu jeder Zeit gewahrt, betont Almut Steinmüller. Dann kauft die LBB die zuvor vereinbarten Forderungen von den Krankenhäusern an. Die Landesbank überweist den Krankenhäusern in der Regel noch am selben Tag den Kaufpreis die Kliniken sind also sofort liquide. Wenn dann die Gelder von den Krankenkassen bei den Kliniken eingehen, bekommt die LBB als Forfaiteur den geschuldeten Beitrag vom Krankenhaus weitergeleitet. Die Vorteile der Forfaitierung liegen auf der Hand. Die Kosten sind geringer als bei einer Finanzierung mit einem klassischen Kontokorrentkredit, betont Almut Steinmüller. Außerdem hat die Forfaitierung positive Auswirkungen auf die Bilanz, da eine Bilanzverkürzung auftritt. Alles wird in ein Bargeschäft umgewandelt, was wiederum die Kreditwürdigkeit verbessert, sagt Almut Steinmüller. Weitere Informationen bei der Landesbank Berlin AG, Zentrale Direktion Firmenkunden, Badensche Straße 23, Berlin, Telefon: 030/ , Anlässlich des jüngsten Beschlusses des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Weiterentwicklung der Qualitätsberichte im Krankenhaus erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum: Mit der Neuauflage des Qualitätsberichtes beginnt ein neues Kapitel bei der Qualitätssicherung im Krankenhausbereich. Erstmals werden jetzt Daten aus der externen Deutsch-ukrainische Zusammenarbeit Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt und ihr ukrainischer Amtskollege Jurij Gaidaev haben in Kiew eine Gemeinsame Erklärung über die Zusammenarbeit im Gesundheitswesen unterzeichnet. Dazu erklärte Ulla Schmidt: Ich freue mich, dass wir die Grundlage für eine engere Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Ukraine in zentralen Bereichen des Gesundheitswesens gelegt haben. Die Bekämpfung von HIV/AIDS sowie von Drogen- und Suchtproblemen gehört zu den wichtigsten Schwerpunkten unseres künftigen Erfahrungsaustausches. Dazu kommen mit der Unfallmedizin, der Onkologie und der hausärztlichen Versorgung weitere wichtige Felder. Ziel der Vereinbarung ist auch die Gründung von Kooperationspartnerschaften zwischen deutschen und ukrainischen Einrichtungen. Erste Kliniken starten Qualitätsoffensive Qualitätssicherung für jedes Krankenhaus offen gelegt. Dies erfolgt im Rahmen des Qualitätsberichtes, den jede der Kliniken bis zum 31. Oktober 2007 veröffentlicht. Darin werden die Krankenhäuser künftig ihre Qualität bei einzelnen Behandlungen im Vergleich zu anderen Einrichtungen darstellen und maßgebliche Informationen für Patienten und einweisende Ärzte liefern. Dazu werden die Kliniken Gespräche dazu haben bereits zwischen Vertretern der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Murnau und des städtischen Krankenhauses für medizinische Notfallhilfe in Kiew sowie des Klinikums Augsburg und der onkologischen Fürsorgestelle in Dnipropetrovsk stattgefunden. auf mehr als 200 Qualitätsindikatoren zugreifen und ihr Abschneiden im bundesweiten Vergleich darlegen. Grundlage sind die Daten, die alle Krankenhäuser an die Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS) mit dem Ziel eines Vergleichs von Behandlungsergebnissen übermitteln.

3 Management & Krankenhaus 02/2008 Gesundheitswesen 3 Online-Marketing im Krankenhaus Onlinemarketing hat für die deutschen Krankenhäuser einen hohen Stellenwert erreicht. Patienten suchen im Internet intensiv nach medizinischen Themen. Dabei gehören Krankenhaus- Webseiten zunehmend zu den Favoriten nicht zuletzt auch deshalb, weil die Internetauftritte von Kliniken in den letzten Jahren deutlich an Qualität zugelegt haben. Dies haben die Wettbewerbe Deutschlands Beste Klinik-Website in der Vergangenheit gezeigt. Trotz gestiegenem Niveau finden sich aber auch noch zahlreiche Unzulänglichkeiten im Onlinemarketing. Webseite = Information Strategien und Möglichkeiten der Kundenakquise Das Gutachterteam zum Wettbewerb Deutschlands Beste Klinik-Website (v.l.n.r.): Dr. Frank Elste, Magdalena Gruba, Frank Geißler, Jens Stadler. Das Wichtigste bei einer Webseite sind die Inhalte, die vermittelt werden. Letztendlich sind sie auch der eigentliche Grund, warum eine Krankenhaus-Website angesurft wird. Beim Wettbewerb Deutschlands Beste Klinik-Website zeigen sich ganz enorme Schwankungen hinsichtlich Qualität und Quantität der medizinischen Informationen. Etwas mehr Bilder bei den medizinischen Inhalten und nicht nur trockener Text würde so mancher Webseite gut tun. Was das Profil eines Krankenhauses sehr schön abrundete waren die netten Babygalerien auf einigen Webseiten, so Nicole Müller, Gutachterin für den Bereich Patienteninformationen. Bei den organisatorischen Inhalten stehen die Informationen über das Personal einer Klinik ganz oben auf der Wunschliste von Patienten. Nicht alle Krankenhaus-Webseiten werden diesem Wunsch gerecht. Die Bilder des Personals sind oft nicht passend ausgewählt und Lebensläufe wirken nicht professionell, merkt der Gutachter Jens Stadler an, der für diesen Bereich verantwortlich ist. Informationen brauchen eine Struktur. Bei Webseiten ist die gleiche Sorgfalt anzuwenden wie bei allen anderen Werbemedien auch: sämtliche Informationen müssen auf dem neuesten Stand sein. Webseiten, an denen zuletzt vor drei Jahren gearbeitet wurde, hinterlassen ein schlechtes Image. Mit der Aktualität steht und fällt die Qualität des Webauftritts. Zielgruppen, beispielsweise Patienten, Besucher, Krankenkassen, Lieferanten oder Einweiser müssen direkt auf der Homepage angesprochen werden. Es ist ganz essentiell, sich über die Zielgruppen Gedanken zu machen, da ansonsten die Webseite ihren Zweck verfehlt. Auch die Strukturierung der Informationen und der Aufbau einer adäquaten Bedienung spielen eine zentrale Rolle. Hier zeigen viele Internetseiten von Krankenhäusern Schwächen. Zum einen ist die Logik der Bedienung nicht nachvollziehbar, zum anderen orientiert sie sich nicht an den potentiellen Kunden. Diese wollen schnell an die gewünschte Information kommen, ohne sich dabei durch komplexe Menüs zu hangeln. Wer nicht in den ersten 10 Sekunden mit der Webseite zurecht kommt, wird woanders hinsurfen, so Magdalena Gruba, Gutachterin für den Bereich Usability. Auch sind eine gute Lesbarkeit, beispielsweise für Menschen mit körperlichen Einschränkungen, und auch die gesamte Barrierefreiheit nicht auf allen Webseiten umgesetzt, kritisiert die Gutachterin. Das Web 2.0 Früher verstand man unter Online- Marketing vor allem eins: die eigene Homepage. Inzwischen hat sich das Internet weiterentwickelt und wir stehen beim Web 2.0. Dabei handelt es sich um eine neue Form der Integration des Users im Vergleich zu vor einigen Jahren. Immer öfter werden mit sehr aufwendigen Klinikfilmen dem Patienten die Hemmungen gegenüber einem Krankenhausaufenthalt genommen und ein Blick ins Innere der Klinik gewährt. Daneben findet man auch vermehrt elektronische Formulare. Meistens handelt es sich um einfache -Formulare, die bei einigen Seiten mit Funktionen erweitert wurden. Dies ist oft der erste Schritt in die richtige Richtung. Unter den begutachteten Kliniken finden sich sogar kurze Onlinebefragungen oder auch Onlineshops mit Informationsmaterialien. Überzeugend war das Angebot eines formulars für Angehörige, um mit ihren Verwandten während des Aufenthalts in Kontakt zu treten. Andere Funktionen des Web 2.0, wie Podcasting, Bloggen, RSS- Feeds, Google-Maps, YouTube, Wikipedia, Flickr, itunes oder die Nutzung von einem Wiki sind nicht häufig zu finden. Mir fehlt es vor allem an technisch innovativen und patientenorientierten Webseiten, so Frank Geißler, zuständiger Gutachter für den Bereich Web 2.0 und Technik. Klinik-Bewerber mit dem Anspruch auf Vielfalt der Kommunikationskanäle mit ihren Kunden legten meistens Wert auf die neuen Möglichkeiten und haben besonders Blogs, Google-Maps und Podcasts integriert. Es gibt Anzeichen, dass die klassische Bilddatei zur Anfahrt zu der Klinik ausgedient hat; Google-Maps & Co. machen es mit einem Webtool für die Patienten oder deren Angehörige möglich, die Anfahrt detailliert von ihrem Wohnort bis vor die Kliniktür zu betrachten und sich einen Fahrplan mit allen nötigen Anhaltspunkten auszudrucken, merkt Geißler an. Diese kleinen Aufmerksamkeiten gegenüber den Nutzern sind es, die den subjektiv empfunden Service steigern können. Wer mehr zu den Details erfahren möchte, muss sich noch bis März gedulden; dann stehen die genauen Ergebnisse des Wettbewerbs fest. Kontakte: Dipl.-Kfm. Dr. med Dr. sc. Hum. Frank Elste Heidelberger Institut für Medizinmarketing Heidelberg Tel.: 06221/ Fax: 06221/ Jens-Christian Schröer Novartis Pharma GmbH, Nürnberg Key Account Management Agieren anstatt zu reagieren sichert die Zukunft Marketing und Kommunikation werden für Kliniken immer wichtiger Was kann ein Klinikleiter machen, um seinen Betrieb zukunftsfähig zu positionieren? Vor dem Hintergrund der sich ständig ändernden gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen und dem steigenden Wettbewerbsdruck müssen sich die Kliniken diese Frage stellen. Sparsames Wirtschaften durch geschicktes Controlling reicht nicht mehr aus, um eine Klinik bzw. Gesundheitseinrichtung zukunftsfähig zu positionieren. Nur diejenigen Häuser, die rechtzeitig mit neuen Ideen aufwarten und sie umsetzen, werden auch in Zukunft den hohen Gesundheitsstandard bei gleichzeitiger Kosteneffizienz sichern können. Wenn von neuen Ideen die Rede ist, ist die Umsetzung von professionellem Marketing und den dazugehörigen Kommunikationsmethoden gemeint. Der zielgenaue Einsatz von Marketinginstrumenten ist wichtiger denn je, da dem erhöhten Informationsbedarf von Patienten, Einweisern und anderen Interessenten Rechnung getragen werden muss. Hinzu kommt, dass sich die Kliniken gegen einen verstärkten Wettbewerb langfristig positionieren müssen. Profilierung bzw. Abgrenzung gegenüber dem Wettbewerb ist für jedes Unternehmen von größter Wichtigkeit. Auch für Kliniken rückt die Notwendigkeit des Image-Aspektes in den Vordergrund. Das Ende letzten Jahres veröffentlichte Krankenhausbarometer 2007 unterstreicht diese Aussage. Danach nennen ca. 300 Kliniken in einer Umfrage als einer der wichtigsten Unternehmensziele ein gutes Image in der Öffentlichkeit. Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, die Kliniken erfolgreich zu positionieren. Es reicht auf dem Gesundheitssektor heutzutage nicht mehr aus, gute Gesundheitsleistungen zu erbringen. Die Öffentlichkeit als Patient von morgen, muss auch Informationen über die guten Leistungen und dem Leistungsangebot erhalten, ist sich Guido Heerstraß von dem gleichnamigen Unternehmen heerstraß Marketingmanagement sicher. Um jedoch eine Nachhaltigkeit der Marketing-Aktivitäten sicherzustellen, ist es am Anfang wichtig eine Analyse durchzuführen, um die jeweilige Situation in der sich die Kliniken befinden, abzuklären. Nur dann erreicht man auch die gewünschten Ergebnisse. Ein weiterer positiver Effekt kann sogar sein, dass unnötige Werbemaßnahmen, die nicht das gewünschte Ziel unterstützen, eingespart werden können. Nichts ist ärgerlicher, als in Marketing-Maßnahmen zu investieren, auf die im Normalfall verzichtet werden kann, ist Heerstraß der Meinung. Vor dem Hintergrund der angespannten Budgets ist dies sicherlich richtig. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Image eines Hauses in der Zukunft immer wichtiger wird, wie auch die Studie des Krankenhaus-Barometers belegt. Voraussetzung für die Erlangung eines positiven Images ist jedoch der strategische und kontinuierliche Einsatz der Kommunikationsinstrumente. Leider wird noch oft auf eine methodische und damit langfristig angelegte Kommunikationsarbeit verzichtet. Diese Zeit kann vom Wettbewerb genutzt werden, Leistungsfelder zu besetzen, die man eigentlich für sich selbst nutzen wollte. Aus diesem Grund sollte in der Kommunikationsarbeit agiert statt reagiert werden bevor es andere tun. Guido Heerstraß Heerstraß Marketingmanagement, Darmstadt Tel.: 06151/ Preisverleihung durch Management & Krankenhaus Die feierliche Übergabe der Diplom-Urkunden in einem feierlichen Rahmen an die Absolventen hat bei der Rheinischen Fachhochschule Köln eine lange Tradition. Ein fester Bestandteil der Feier ist seit einigen Jahren die Übergabe eines von Management & Krankenhaus und dem GIT VERLAG gestifteten Preises für eine herausragende Arbeit im Fach Medizin-Ökonomie. In diesem Jahr wurde der Preis an den frisch gebackenen Diplom Medizin-Ökonom Axel Neidhöfer für seine Abschlussarbeit Einführung des Basistarif in die PKV verliehen. Der Inhalt und die Ausführung überzeugte die Auswahlkommission aufgrund der überdurchschnittlichen Qualität. Die Arbeit wurde unter der Betreuung von Prof. Dr. Rainer Riedel, Studiengangsleiter Medizin- Ökonomie, angefertig. Diplom-Medizin-Ökonom ausgezeichnet Dr. Ralf Schlichting, Axel Neidhöfer, der diesjährige Management & Krankenhaus-Preisträger und Prof. Holger Berens, RFH Köln, bei der feierlichen Preisverleihung Das Healthcare-Team des GIT-VER- LAGs gratuliert Herrn Neidhöfer und wünscht ihm alles Gute für seinen weiteren beruflichen Werdegang. Eine erschreckende Zahl: Brustkrebs betrifft jede 8. bis 10. Frau im Laufe ihres Lebens. Ein neuer Aufklärungsfilm des Tumorzentrums München (TZM) möchte nun Patientinnen besser informieren helfen. Möglichst angstfrei. Die Münchner Agentur videodoc erstellte Konzept und Realisierung. Eva Britsch von Management & Krankenhaus sprach mit Margot Mayer, Kopf der Agentur, über das neue Projekt und die Möglichkeiten des Mediums Film, Patientinnen die Angst zu nehmen. M & K: Was ist das Ziel des Aufklärungsfilms für Brustkrebspatientinnen? M. Mayer: Betroffenen Frauen in jeder Phase der aufwändigen und komplizierten Therapie Klarheit zu geben. Warum eignet sich ein Film besser zur Aufklärung als zum Beispiel Broschüren? M. Mayer: Das bewegte Bild ist bei der Darstellung komplexer Zusammenhänge eindeutig im Vorteil. Mit Grafikanimationen lassen sich Vorgänge im Körper, z.b. in der Zelle, aufzeigen. Ein Arzt-Patientinnen- Gespräch mit wirklich Betroffenen kann als Identifikationsfläche dienen. Statements von Leidensgenossinnen machen Mut. Und Untersuchungen, die mit Angst besetzt sind, verlieren ihren Schrecken, wenn Unblutig und einfühlsam Besser informiert: Aufklärungsfilm für Brustkrebspatientinnen man die Vorgehensweise schon an Patientinnen gesehen hat. In welchem Rahmen wird der Film eingesetzt werden? M. Mayer: So weit reichend wie möglich. In den Informationskanälen der Kliniken, auf DVD über Kliniken, Zuweiser, Patientinnenorganisationen und auf den Websites des Tumorzentrums München, Siemens Healthcare und Videodoc. Uns ist wichtig, dass jede Patientin, die sich über ihre Krankheit informieren will, Zugang zu unserem Film bekommen kann. Wie kann ein Film bestehende Aufklärungsprogramme ergänzen? M. Mayer: Schauen wir uns doch mal an, welche Aufklärungsprogramme es gibt! Sie können sich vorwiegend in schriftlicher Form informieren, sei es über Printmedien wie Zeitschriften oder Bücher - Sie müssen also lesen. Auch das Internet hält überwiegend textlastige Informationen bereit. Und dann gibt es selbstverständlich noch Vorträge. Doch es wird immer nur ein Sinn angesprochen. Entweder Sie lesen oder Sie hören zu. Mit unseren Aufklärungsfilmen sprechen wir mehrere Sinne an: Sie sehen und hören und ganz wichtige Infos lesen Sie parallel dazu. Das spielt in der Rezeption eine entscheidende Rolle. Zudem können Sie sich den Film immer wieder ansehen. Den Vorteil, den das Medium Film hat ist, dass auch komplizierte Sachverhalte anschaulich dargestellt werden können. Zudem lesen viele einfach nicht gerne. Inhaltlich angelehnt ist der Film an die Blauen Manuale Fachartikelsammlungen, die vom Tumorzentrum München (TZM) herausgebracht werden. Wie darf man sich die Umsetzung vorstellen? M. Mayer: Die Blauen Manuale sind einerseits an Qualität und Aktualität hinsichtlich der einzelnen Krebsindikationen nicht zu übertreffen. Ärzte und auch Patienten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum beziehen daraus ihre Informationen über alle denkbaren Einzelaspekte von Diagnostik, Therapie und Nachsorge. Aber sie sind ursprünglich für Fachleute konzipiert. Als kranker Mensch erkennt man sich in Beschreibungen von Patientenkohorten und Mortalitätsraten nicht. Deshalb haben wir die Herausforderung angenommen, die ausgezeichneten Inhalte in eine patientenrelevante Sprache zu übersetzen und in bewegten Bildern anschaulich zu machen. Die Philosophie Ihrer Produktionsagentur ist, Medizin verständlich, anschaulich, unblutig und einfühlsam im Film umzusetzen wie lässt sich das bei einem Thema wie Brustkrebs bewerkstelligen; welche Bilder bieten sich dazu an? M. Mayer: Da steht uns ein richtiger Farbkasten von Möglichkeiten zur Verfügung. Wollen wir komplexe Vorgänge im Körper oder in der Zelle darstellen, wählen wir 3D-Grafik- Animationen. Wollen wir Mut machen, die Therapie durchzustehen, lassen wir Betroffene zu Wort kommen. Wollen wir die Bedeutung der ärztlichen Betreuung herausstellen, lassen wir Kerninhalte über ein Arzt-Patientinnen-Gespräch transportieren. Und so weiter. Heraus kommt ein Ganzes: sachliche Information, Erfahrungen und die Anschaulichkeit von diagnostischen und therapeutischen Szenen, die die eigene Erfahrung vorwegnehmen. Und natürlich lassen sich bei dieser Bandbreite blutige Bilder vollkommen vermeiden. Welche Rolle spielt Siemens Healthcare bei der Filmproduktion? M. Mayer: Siemens Healthcare war von unserer Idee, Patienten audiovisuell aufzuklären sehr begeistert und förderte das Projekt von Anfang an. Für welche Zielgruppen sind solche Formate aus Ihrer Sicht noch interessant? M. Mayer: Für alle Patientinnen und Patienten mit erklärungsbedürftigen schwereren Erkrankungen, komplizierten operativen Eingriffen und komplexen Therapieverläufen.

4 4 Gesundheitswesen Management & Krankenhaus 02/2008 Schlusslicht oder Champion? Das deutsche Gesundheitssystem im europäischen Vergleich Immer wieder wird das deutsche Gesundheitssystem als teuer, uneffektiv und schlecht charakterisiert. Zeitungen berichten über Ausgabenexplosionen, denen nur unzureichend Maßnahmen zur Ausgabensenkung gegenüberstehen. Doch halten diese Aussagen einer objektiven Betrachtung stand? Die folgende Analyse beschäftigt sich mit Qualität und Ausgaben des deutschen Gesundheitssystems gleichermaßen und stellt den Vergleich zu anderen europäischen Ländern an. Will man das deutsche Gesundheitssystem im europäischen Vergleich betrachten, darf man nicht - wie leider häufig der Fall einseitig entweder Qualität oder Ausgaben untersuchen. Vielmehr müssen beide Kategorien gleichzeitig analysiert werden. Qualität Die Qualitätsmessung eines Gesundheitssystems ist regelmäßig mit Unsicherheiten verbunden. Bisher mangelt es in Europa hierfür an allgemein anerkannten, einheitlichen Kriterien. Ein gelungener Versuch der Vereinheitlichung von Qualitätskriterien ist der Euro Health Consumer Index (EHCI). Dieser Index wird seit 2005 jährlich ermittelt und veröffentlicht. Über insgesamt 27 Kriterien der Bereiche Patientenrechte/Information, Wartezeiten, Ergebnisse, allgemeine Zugängigkeit und Arzneimittel erfolgt eine Analyse der Gesundheitssysteme Europas. Als Ergebnis wird eine Rangliste erstellt, welche einen Vergleich der Qualität der europäischen Gesundheitssysteme zulässt. Deutschland befindet sich in der Ausgabe 2007 des EHCI auf Rang fünf. Vor Deutschland rangieren Österreich, die Niederlande, Frankreich und die Schweiz. Im Jahr zuvor befand sich Deutschland auf Rang drei. Ausgehend vom EHCI 2007 kann also festgehalten werden, dass Aussagen hinsichtlich eines qualitativ schlechten deutschen Gesundheitswesens falsch sind. Vielmehr wird den Patienten in Deutschland eine hochwertige medizinische Gesundheitsversorgung bereitgestellt, die im europäischen Vergleich nur von wenigen Ländern punktuell übertroffen wird. Ausgaben Für die Beurteilung der Ausgaben ist das Verhältnis von Gesundheitsausgaben zum Bruttoinlandsprodukt aussagefähig. Gemessen an dieser Kennzahl hat Deutschland in Europa nach der Schweiz und nach Frankreich die dritthöchsten Gesundheitsausgaben. Diese Aussage legt zunächst den Schluss nahe, dass Deutschland ein teures Gesundheitssystem unterhält. Der Vergleich von Qualität und Ausgaben zeigt allerdings, dass ein starker Zusammenhang zwischen diesen beiden Kategorien besteht. Vier der fünf qualitativ besten europäischen Gesundheitssysteme sind unter den fünf Ländern mit den höchsten Gesundheitsausgaben im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt zu finden. Ein qualitativ hochwertiges Gesundheitssystem verursacht tendenziell höhere Ausgaben als ein qualitativ geringer einzuschätzendes Gesundheitssystem. Zwischen 1996 und 2005 hat sich das Verhältnis von Gesundheitsausgaben zum Bruttoinlandsprodukt in Deutschland kaum erhöht; ein nahezu konstanter Verlauf ist zu erkennen. Aussagen, dass in den vergangenen Jahren eine Ausgabenexplosion im deutschen Gesundheitswesen zu verzeichnen ist, werden durch diese Betrachtung nicht bestätigt. Qualität und Ausgaben Um eine ausgewogene Aussage über die Positionierung des deutschen Gesundheitswesens im europäischen Vergleich abgeben zu können, ist eine verknüpfte Betrachtung von Qualität und Ausgaben vorzunehmen. Hierfür wird die Kennzahl Ausgabeneffizienz als Verhältnis von Qualitätsaussage gemäß EHCI und Verhältnis der Gesundheitsausgaben zum Bruttoinlandsprodukt für die europäischen Länder gebildet und in einer Rangliste dargestellt (Abb. 1). Deutschland ist in dieser Rangliste im Mittelfeld zu finden. Insbesondere die Niederlande und Österreich, welche gemäß EHCI 2007 ein qualitativ besseres und gleichzeitig auf der Grundlage des Verhältnisses von Gesundheitsausgaben zum Bruttoinlandsprodukt kostengünstigeres Gesundheitssystem als Deutschland haben, stehen auf dieser Rangliste deutlich vor Deutschland. Die gute Qualität des deutschen Gesundheitssystems ist also mit vergleichsweise hohen Ausgaben verbunden. Optimierungspotential Die Rangliste der Ausgabeneffizienz lässt vermuten, dass das deutsche Gesundheitssystem gegenüber vergleichbaren Ländern qualitatives und quantitatives Optimierungspotential hat. Der Sechs-Länder-Vergleich des Commonwealth Fund 2005 sowie der EHCI 2007 zeigen beispielsweise folgende qualitative Schwachpunkte des deutschen Gesundheitssystems auf: Patientenrechte/Versicherungsschutz gegen Arztfehler/Elektronische Patientenakte Offenlegung von Qualitätsdaten Verbindung von ambulanter und stationärer Behandlung Doppeluntersuchungen Kommunikation zwischen Arzt und Patient Aufklärung zu Medikamenten Der europäische Vergleich der Gesundheitsausgaben zum Bruttoinlandsprodukt nach einzelnen Ausgabenbereichen zeigt, dass Deutschland ausgabenseitig Effizienzreserven insbesondere in den Bereichen Gesundheitsverwaltung, medizinische Waren sowie ambulante Leistungen hat. Im Bereich der Ausgaben für Krankenhausleistungen steht das deutsche Gesundheits- Abb. 1: Ausgabeneffizienz im europäischen Vergleich (eigene Berechnungen) system im europäischen Vergleich inzwischen gut da. Fazit Das deutsche Gesundheitssystem ist keinesfalls pauschal als teuer, uneffektiv oder gar schlecht zu bezeichnen. Die Gesundheitsausgaben in Deutschland haben in den vergangenen Jahren auch keiner Ausgabenexplosion unterlegen. Vielmehr hat Deutschland ein qualitativ hochwertiges, wenngleich nicht durchgehend ausgabeneffizientes Gesundheitssystem. Vergleichsweise hohe Ausgaben hat Deutschland bei der Gesundheitsverwaltung, den Ausgabeneffizienz im europäischen Vergleich (eigene Berechnungen) 0,0 10,0 20,0 30,0 40,0 50,0 60,0 70,0 80,0 90,0 100,0 Finnland 95,9 Niederlande Tschechien Luxemburg Schweden Norwegen Österreich Irland Dänemark Spanien 86,3 85,0 82,8 81,3 79,6 79,0 78,9 78,2 76,1 Polen Deutschland Frankreich Großbritannien Belgien Schweiz Italien Ungarn 72,1 71,7 70,8 70,0 68,1 66,4 65,2 63,3 Portugal Griechenland 55,9 55,5 medizinischen Waren und den ambulanten Leistungen. Hingegen ist Deutschland bei den Ausgaben für die Krankenhausleistungen inzwischen durchaus wettbewerbsfähig. Kontakte: Prof. Dr. Volker Penter Christoph Arnold KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft, Berlin Tel.: 030/ Fax: 030/ Erfolgreiche Klinik-Kommunikation Profis mit ins Boot nehmen! Dies ist für Kliniken der einzige Weg, sich in der Massenkommunikation gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Die Optimierung von Effizienz und Effektivität in der Kommunikation erfordert grundlegendes Marketing-Know-how. Zu unterschiedlich und filigran sind die Anforderungen und Wünsche der verschiedenen Zielgruppen an Profil, Information, Präsentation und Medien. Nur wer seine Ziele kennt und die Informationen zielgruppengerecht aufbereitet und verbreitet, wird letztendlich Vertrauen und Sympathie gewinnen das ausschlaggebende Moment, um die Entscheidung auf Sie und Ihre Klinik zu lenken. Dies betrifft sowohl Patienten, Einweiser, Journalisten und Medien als auch Mitarbeiter und Meinungsführer z.b. im Internet. Nachdem das Deutsche Herzzentrum München den Wettbewerb Deutschlands beste Klinikwebseite gewonnen hatte, wurde die begleitende Agentur icom-med gefragt, was zu diesem Erfolg geführt hat. Entscheidend war, dass die Öffentlichkeitsarbeit zur Chefsache erklärt wurde. Mit diesem Team konnten die Experten von icom-med die wichtigsten Informationen extrahieren und zu einem klaren, authentischen und damit überzeugenden Gesamtbild zusammensetzen. Es hat perfekt funktioniert: Die Webseite wurde erst vier Jahre nach Erstellung eingereicht und hat mit Abstand, so die Jury, gewonnen. Der Erfolg muss messbar sein Die Frage ob man Broschüren schöner und Internetseiten attraktiver gestalten kann, kommt oft. Natürlich ist das möglich, dies hat aber nichts mit Marketing zu tun. Marketing braucht klare Ziele, wie die Erhöhung von Patientenzahlen in %. Erst dann kann die Strategie erarbeitet und die Zielerreichung geplant und kontrolliert werden. Ein Beispiel: Konversionsrate. Wie viele Patienten hören von Ihnen und wie viele davon entscheiden sich für Sie. Mediziner vollbringen oft wahre Wunder. Sie erzeugen Mengen an wichtigen Informationen. Diese werden von Patienten, Angehörigen, Ärzten und Medien mit höchster Motivation recherchiert, gesammelt und diskutiert. Die Brücke muss also zwischen zwei Pfeilern geschlagen werden: Kompetenz der Experten und Vertrauen bei den Zielgruppen. Beim Bau dieser Brücke kann nur eine Agentur erfolgreich helfen, die beide Seiten kennt. Die Verbindungen zwischen medizinischer Kompetenz, professioneller Werbung und letztendlichem Vertrauen in Ihre Leistungen müssen zielsicher aber behutsam gespannt werden. Warum müssen hier Externe ran und warum tun dies alle großen Unternehmen? Damit das kommuniziert wird, was Sie sagen wollen. Minimale Details beeinflussen den Gesamteindruck und so die Entscheidung für oder gegen Ihre Klinik. Sie erbringen Höchstleistungen. Diese müssen entsprechend dargestellt werden. Ein Fall für Profis Max Lindlbauer: Geschäftsführer der icommed, Marketing-Experte und Buchautor In der heutigen Medien- und Informationsgesellschaft und in Anbetracht von erkrankungs- oder altersbedingten Einschränkungen müssen Informationen schnell verfügbar, leicht verständlich und verarbeitbar sein. Kliniken zeigen damit Verständnis für Ihre Zielgruppen. Verständnis ist der Nährboden für Vertrauen. Die Profis, Ihr Nutzen: Interne und externe Wahrnehmung/Profil: Profis helfen die Innensicht zu überwinden und den Kern der Informationen klar verständlich heraus zu arbeiten. Medien und Kontakte: Profis wissen, welche Informationen in welchen Medien funktionieren und wie diese aufzubereiten sind. Sie sind gerade bei den neuen Medien mitten im Geschehen und können günstiger große Reichweiten erreichen. Technologien: Veränderungen vollziehen sich rasant. Das gilt z. B. Suchmaschinenoptimierungen, Barrierefreiheit oder die Verwaltung der Präsentation mit Managementtechnologien, die viel Zeit und Geld sparen. Design: Schön reicht nicht. Gutes Design muss funktionieren indem es Ihre Botschaft transportiert, die Informationsaufnahme unterstützt und Sie authentisch präsentiert. Bildsprache: Bilder sagen mehr als tausend Worte. Umso schlimmer, wenn die Bilder den falschen Eindruck vermitteln. Sie können zu medizinisch, zu gestellt und künstlich, rechtlich bedenklich oder von schlechter technischer Qualität sein. Ein Patient will sehen wo und von wem ihm Hilfe zugetragen wird. Das sind die Helden, die ins rechte Licht gesetzt werden müssen professionell. Weitere Informationen zu Fehlern und Chancen finden Sie unter de/makom oder direkt bei icom-med ICOM Interaktive Medien und Design, München Tel.: 089/ Fax: 089/

5 Management & Krankenhaus 02/2008 Gesundheitswesen 5 Kliniknews An der Paracelsus-Klinik Scheidegg, einer Fachklinik für onkologische Rehabilitation und Gynäkologie, wurde der Grundstein für einen neuen Gebäudeteil mit einer Gesamtfläche von rund m 2 gelegt. Er beherbergt ab Frühjahr neue Zimmer mit einer Größe zwischen 22 und 31 m 2, jeweils einem Bad, einem großzügigen Balkon bzw. einer Terrasse im Erdgeschosse sowie TV-Anschluss und Selbstwahltelefon. Geschäftsführung und Klinikleitung tragen damit der deutlich gestiegenen Nachfrage nach Behandlungsplätzen in der Westallgäuer Reha-Klinik Rechnung. Insgesamt wird die Klinik, die seit 1987 zur Paracelsus- Klinikgruppe gehört, damit künftig über 200 Betten für die onkologische Rehabilitation verfügen. Die Paracelsus-Kliniken Deutschland mit Sitz in Osnabrück investieren rund 4,1 Mio. in den Standort Scheidegg. Als erstes kommunales Krankenhaus in Berlin besiegelt das Vivantes Humboldt-Klinikum eine Energiesparpartnerschaft. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz unterschrieben Vertreter von Vivantes, des Senates und des Contracting-Partners Axima den Vertrag. Für rund 1,3 Mio. modernisiert und saniert der Energie-Management-Spezialist Axima die technischen Anlagen des Vivantes Humboldt-Klinikums und wartet diese künftig. Sollte der anvisierte Einsparbetrag geringer ausfallen, kommt Axima dafür auf. Vermittelt wurde die Energiesparpartnerschaft durch die Berliner Energieagentur, die auch die Umsetzung des Vertrags betreut. Die Partnerschaft garantiert der Klinik in den nächsten 12 Jahren einen geringeren Kohlenstoffdioxid-Ausstoß von insgesamt t und Energieeinsparungen von 24 %. Das bedeutet Einsparungen von insgesamt 4,5 Mio., an denen Vivantes mit 2,0 Mio. beteiligt wird. Das Brücken-Team des Universitätsklinikums Münster (UKM) bietet schwerstkranken Kindern, ihren Eltern sowie den betreuenden Pflegediensten und Ärzten am Heimatort in einem virtuellen Kinderhospiz die notwendige Hilfe und Versorgung an. Durch Zuwendungen der Schoberstiftung konnte das Team nun um eine halbe Stelle für eine Kinderkrankenschwester erweitert werden. Daneben zählen eine Fachärztin für Kinder-und Jugendmedizin, vier weitere Kinderkrankenschwestern, von denen zwei über eine Zusatzweiterbildung in der Palliativpflege von Kindern und Jugendlichen verfügen, und eine Diplom-Pädagogin zum Brücken-Team. Bislang finanzieren die drei Trägervereine Verein zur Förderung krebskranker Kinder, das Familienhaus Universitätsklinik Münster und den Dattelner Verein eigenes leben das Brücken-Projekt zu 100 % aus Zuwendungen wie der Deutschen Kinderkrebshilfe und Spenden von Privatpersonen und privaten Stiftungen wie der Schoberstiftung. Wer für das Brücken-Team spenden möchte, findet die Kontonummer der Stiftung im Internet unter Die Abteilung Transfusionsmedizin der Universitätsmedizin Göttingen hat ihre Zertifizierungsurkunde erhalten. Ausgezeichnet wird sie von der Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen für die Einführung eines Qualitätsmanagement-Systems nach DIN EN ISO 9001:2000. Die Einführung des Qualitätssystems hat die Arbeitsabläufe in der Abteilung Transfusionsmedizin transparenter gestaltet: die Kommunikationsabläufe wurden verbessert, Ressourcen werden besser genutzt und Produkte und Dienstleistungen weiter optimiert und das nach nachvollziehbaren, geregelten Verfahren. Zudem wurden ein System zur Meldung von Abweichungen sowie ein Vorschlagswesen eingerichtet, das zur Verringerung von fehlerhaften Abläufen beiträgt. Nach der Verlegung der universitären Psychiatrie in den 90er Jahren nach Stralsund wird diese durch die Eröffnung einer neuen Tagesklinik mit 20 Plätzen zum 1. März 2008 in Greifswald wieder an ursprünglicher Stätte präsent sein. Die Genehmigung des Sozialministeriums von Mecklenburg-Vorpommern ist Anfang des Jahres offiziell erteilt worden. Damit erhöht sich die Bettenzahl am Uniklinikum Greifswald von 778 auf 798. Mit der Einrichtung kann der enorme Bedarf in diesem Fachbereich am Standort Greifswald und in unmittelbarer Nähe zu den 21 Universitätskliniken weitaus besser berücksichtigt werden, begründete der Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende, Prof. Claus Bartels, die Eröffnung einer Tagesklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum. Von der unmittelbaren Nähe zum Uniklinikum profitieren vor allem die Patienten. Der Fachbereich Medizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz verbessert weiter die Rahmenbedingungen für eine qualitativ hochwertige, national und international kompetitive und insbesondere auch interdisziplinär ausgerichtete Lehre. Adäquat zum Mainzer Forschungsförderungsprogramm (MAIFOR) wird der Fachbereich Medizin ein Programm zur Förderung der Lehre mit der Bezeichnung Mainzer Curriculum Medizin (MAICUM) etablieren, das im Dezember 2007 erstmals ausgeschrieben wurde. Ziel ist es, exzellente Lehre und die zukunftsorientierte Weiterentwicklung der ärztlichen Ausbildung am Fachbereich zu fördern, erklärt der Dekan des Fachbereichs Medizin, Univ.-Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban, im Fokus stehen dabei innovative Konzepte in der vorklinischen, theoretischen und klinischen Ausbildung, die auf bereits vorhandene Initiativen und damit sichtbare Qualität aufbauen. Für das Programm will der Fachbereich jährlich zur Verfügung stellen. Dr. Hubertus Erlen, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats bei Bayer Schering Pharma wurde von der Mitgliederversammlung der Robert-Koch-Stiftung zum neuen Vorsitzenden der Stiftung gewählt. Er hat sein Amt am 1. Januar 2008 angetreten und ist damit Nachfolger von Dr. Giuseppe Vita, Vorsitzender des Aufsichtsrats von Axel Springer, der den Vorsitz fünf Jahre innehatte. Die Stiftung, die unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht, fördert die Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Infektionskrankheiten und anderer, weit verbreiteter Krankheiten. Der jährlich verliehene Robert-Koch-Preis zählt zu den höchstrangigen wissenschaftlichen Auszeichnungen in Deutschland. Sich den Herausforderungen der Zukunft stellen Ziele des neuen Vorstands der Hessischen Krankenhausgesellschaft Die Mitgliederversammlung der Hessischen Krankenhausgesellschaft (HKG) der Dachverband der Krankenhäuser in Hessen hat am 6. Dezember 2007 einen neuen Vorstand gewählt, der am 15. Januar 2008 zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengetreten und aus seinen Reihen den Präsidenten und Vizepräsidenten für die Amtszeit gewählt hat. Neuer Präsident der Hessischen Krankenhausgesellschaft ist Holger Strehlau-Schwoll, der Sprecher der Geschäfts führung der HSK Rhein-Main GmbH Wiesbaden ist. Zum neuen Vizepräsidenten der Hessischen Krankenhausgesellschaft wurde Peter Römer, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der katholischen Krankenhäuser in Hessen gewählt. Da eine Reihe von Vorstandsmitgliedern des alten Vorstands aus Altersgründen bzw. beruflichen Gründen nicht mehr für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stand, zeigt der neue Vorstand in seiner personellen Zusammensetzung ein stark verändertes Gesicht. Er setzt sich nun überwiegend aus direkt für den Krankenhausbetrieb verantwortlichen Krankenhausgeschäftsführern zusammen. Auch zum Präsidenten des Verbandes wurde ein Krankenhausmanager gewählt. Die Neuwahl des Vorstands und die damit einhergehenden personellen Veränderungen sind Anlass, die Ziele und Aufgaben der Verbandsarbeit der Hessischen Krankenhausgesellschaft zu überdenken und neu zu bestimmen. Die Krankenhäuser in Deutschland und damit auch in Hessen stehen vor großen Herausforderungen. Nach wie vor sind die Finanzierungsbedingungen der Krankenhäuser unzureichend. Bereits seit Jahren und quasi mit jeder Gesundheitsreform erneut Ein Schaufenster zur Welt nennt Dr. Stephan Feldhaus, Leiter Corporate Communications, den neu gestalteten Showroom, das Siemens Healthcare Solution Center in Erlangen. Wie ein Fischschwarm, der elegant durch den Raum schwebt, wirken die zahlreichen LED-Lampen, die auf fast Quadratmetern von der Decke herab das aparte Raumkonzept ausmachen. Alles fließt Panta rhei alles fließt hier sinnbildlich zusammen: Die Präsentation innovativer Produktlösungen, Informationen rund um Funktion und Einsatzmöglichkeiten, Zukunftsvisionen werden angedacht und alles wird für den Besucher audiovisuell ansprechend in Szene gesetzt. Ein weiterer Punkt: Der Workflow. Siemens Firmenphilosophie wird schon seit längerem mit dem griffigen englischen Wort für Arbeitsabläufe überschrieben. Denn nur wenn diagnostische Befunde im segmentierten Gesundheitssystem technologisch handhabbar sind, kann sichergestellt werden, dass die Kommunikation zwischen den einzelnen Akteuren auch fließt. Nur wenn der Arzt bei der Befundung nicht noch zusätzlich durch Technik und Bedienung von Gerätschaft abgelenkt ist, kann er seine Erfahrung und Wissen zur Diagnose voll ausschöpfen. Das alles und noch viel mehr subsumiert sich unter Workflow. Und das Unternehmen möchte dazu passende, effiziente Lösungen anbieten optimieren. Im Center werden die einzelnen Behandlungsschritte, die ein Patient durchläuft, erläutert: Prävention, Früherkennung, Diagnose, Therapie und Nachsorge. Der Kreis schließt sich. ignoriert die Politik, dass die Krankenhäuser zunehmend mit Kostensteigerungen konfrontiert sind, die vor allem tariflich und politisch induziert und somit von den Kliniken nicht zu beeinflussen sind. Erschwerend kommt hinzu, dass diese Kostensteigerungen nicht refinanziert werden, da die Entwicklung der Krankenhausbudgets nach wie vor weitestgehend gedeckelt ist und die Budgets nur um eine sehr begrenzte Rate steigen dürfen, die nachweislich deutlich unter den Kostensteigerungen liegt. Gleichzeitig werden aber erhöhte Erwartungen an die Patientenversorgung und deren Qualität gestellt. Die Finanzierungsprobleme der Krankenhäuser können nicht ohne Auswirkungen auf die Arbeit und die Arbeitsorganisation in den Kliniken bleiben. Ein hoher Arbeitsdruck erzeugt Unzufriedenheit bei den Mitarbeitern, was sich inzwischen bereits darin niederschlägt, dass Arztstellen immer schwerer zu besetzen sind. Der neue Vorstand der Hessischen Krankenhausgesellschaft hat sich das Ziel gesetzt, sich den Herausforderungen der Zukunft wie sie voranstehend skizziert worden sind offensiv zu stellen und die Krankenhäuser in dieser Umbruchphase bestmöglich zu unterstützen. Neben der Beratung der einzelnen Mitgliedshäuser steht dabei insbesondere die Mitgestaltung eines hessischen Gesundheitswesens, das auch international wettbewerbsfähig ist, auf der Agenda. Die Krankenhäuser sind das Rückgrat der Krankenversorgung. Neue Versorgungsformen eröffnen den Kliniken vielfältige Möglichkeiten mit anderen Partnern im Gesundheitswesen wirtschaftliche Angebote zur medizinischen Versorgung zu gestalten. Ziel des Verbandes ist, diese Entwicklung zu fördern und die Rahmenbedingungen hierfür weiter auszugestalten. Insbesondere sollen auch auf Verbandsebene die Weichen für die strategische Zusammenarbeit der Krankenhäuser mit anderen Leistungsanbietern im Gesundheitswesen im Hinblick auf die Entwicklung von Leistungs- und Versorgungsketten und einer erweiterten Partizipation an der ambulanten Versorgung gestellt werden. Dies macht vor allem eine Klärung und Neudefinition des Verhältnisses zwischen den Partnern im Gesundheitswesen erforderlich. Im Rahmen seiner politischen Arbeit wird sich der Vorstand selbstverständlich auch dafür einsetzen, dass mehr finanzielle Ressourcen für die wachsenden Aufgaben der Krankenhäuser zur Verfügung stehen. Der neue Vorstand der Hessischen Krankenhausgesellschaft wird in den nächsten Wochen seine hier skizzierten strategischen Ziele konkretisieren und auf entsprechende operationale Ziele herunter brechen. Er muss sich dabei an der von seinem Präsidenten bereits formulierten Zielbedingung orientieren, bei seiner Arbeit die Interessen aller Krankenhäuser unabhängig von ihrer Trägerschaft gleichermaßen zu berücksichtigen und zu vertreten. Dies wiederum erfordert einen Diskurs über die ohne Zweifel auch bestehenden Divergenzen und Interessenskonflikte zwischen den verschiedenen Krankenhausgruppen sowie die Entscheidung, wie mit solchen Konflikten verbandspolitisch umgegangen wird. Dies ist sicher keine leichte Aufgabe, aber eine lösbare. Hans Ditzel Hessische Krankenhausgesellschaft e.v. Tel.: 06196/ Fax: 06196/ Tolles Design, viel Inhalt: Siemens Healthcare Besucherzentrum Die Strukturen im Gesundheitssektor werden sich in der Zukunft ändern dies prophezeit Prof. Dr. Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank. Um diese Aussage zu tätigen, muss man gewiss kein Hellseher sein. Interessant sind jedoch die Implikationen, die veritable Wirtschaftsunternehmen aus sich andeutenden Tendenzen entnehmen und die durch eigenes unternehmerisches Handeln dann den Markt in diesem Fall den Gesundheitssektor mitprägen. Die Deutsche Bank, traditionell eher nicht bekannt als Partner für kleinteilige Kundenkreise, hat sich die niedergelassenen Ärzte als neue Wunsch-Zielgruppe ausgesucht. Die aktuell Kunden im Heilberufe-Segment sollen dank einer Beratungs- und Produktoffensive bis 2010 verdoppelt werden. Strategisch In Erlangen dient nun das Siemens Healthcare Solution Center als repräsentativer Showroom die LED- Lampen hüllen den Raum in unterschiedliche Farben und Stimmungen. Mediziner als Unternehmer günstig sei es da, dass es einen Trend zu Gemeinschaftspraxen gebe, so Prof. Walter, der den Beruf des Arztes in Zukunft zunehmend verwirtschaftlicht und unternehmerische Denkstrukturen für den Mediziner unumgänglich macht. Ambulant statt stationär Besonders stark möchte sich die Deutsche Bank auf Medizinische Versorgungszentren (MVZ) sowie Gemeinschaftspraxen konzentrieren ein unter ökonomischen Gesichtspunkten sicher richtiger Fokus. Seit 2004 gibt es eine rasante Zunahme an MVZs zu verzeichnen laut Deutsche Bank Research werden zwei Drittel von Ärzten und ein Drittel von Krankenhäusern betrieben. Hieran macht der Chefvolkswirt einen Trend fest: Ambulant statt stationär. Die neuen Möglichkeiten der Mutige Entscheidung Im letzten Jahr besuchten rund Besucher die Vorgänger-Version des Centers. Mit dem jetzigen High-End -Konzept kann das Unternehmen die Magnetwirkung sicherlich noch verstärken. Feldhaus nennt den neuen Raum eine mutige Entscheidung des Vorstands schließlich ging es hier wohl nicht um einen unerheblichen Betrag. Innerhalb von acht Wochen wurde das Center fertig gestellt. Prof. Dr. Erich Reinhardt, Vorsitzender des Bereichsvorstandes Healthcare und Mitglied des Siemens-Vorstandes, erläuterte bei der Eröffnung im Januar: Siemens hält seit 1847 Antworten bereit ; die Frage der Zukunft sei nun, wie man Krankheiten schon Jahre, bevor sie ausbrechen erkennt. Und Dr. Feldhaus beschreibt: Wir zeigen damit, wie die Menschen vom Fortschritt in der modernen Medizin profitieren: durch kurze Untersuchungszeiten, frühe Diagnosen und effektive Therapien. Eva Britsch MVZs und Gemeinschaftspraxen leuchten am Profit-Horizont immer weniger invasiven Medizin erforderten seltener die Einbindung eines Krankenhauses. Der Trend weg vom Krankenhaus bedeutet aber nicht so Prof. Walter, dass die absolute Zahl der Krankenhäuser abnehmen muss. Vielmehr glaubt er an eine Umorientierung in Richtung Pflege. Schließlich nimmt der Anteil der über 65-Jährigen an der Gesamtbevölkerung laut Prognosen der Deutschen Bank bis 2015 um zwei Prozentpunkte zu: 1,6 Mio. Ältere mehr! Wenn aber wirklich eintrifft, was Walter annimmt nämlich dass 2050 schon 20 % des Bruttosozialproduktes für Gesundheit ausgegeben werden, dürften schließlich alle davon profitieren: niedergelassener Arzt, MVZ, Krankenhaus. Jedoch geschieht dies dann eben vor veränderten Rahmenbedingungen. Eva Britsch Personalia Neue Chefärztin des Institutes für Pathologie im Klinikum Kassel ist seit Anfang November Prof. Dr. Irina Berger. Sie leitet das Institut im Kollegialsystem mit Prof. Dres. Gerhard Franz Walter, der bereits Anfang Oktober nach Kassel gewechselt ist. Sie ist habilitierte Fachärztin für Pathologie mit der Zusatzbezeichnung Molekulare Pathologie und war zuletzt als Oberärztin am Pathologischen Institut der Universität Heidelberg tätig. Prof. Gerhard Franz Walter ist habilitierter Pathologe und Neuropathologe, der in den vergangenen vier Jahren als Rektor die Medizinische Universität Graz geleitet hat. Zuvor war er 18 Jahre Direktor des Institutes für Neuropathologie an der Medizinischen Hochschule Hannover. Das bisherige Leistungsspektrum des Institutes für Pathologie wird weiter abgedeckt, zusätzlich wird die Neuropathologie und die Knochen- und Rheumapathologie ausgebaut. Seit 1. Oktober ist Ursula Matzke neue Pflegedirektorin des Robert- Bosch-Krankenhauses (RBK) in Stuttgart. Die gebürtige Berlinerin ist mit dem RBK schon eng verbunden, denn sie war dort bis zu ihrem Wechsel ins Management des Krankenhauses als Direktorin des Ausbildungszentrums für Pflegeberufe tätig. Für ihren neuen Wirkungskreis hat sie sich einiges vorgenommen: Der Wind im Gesundheitssystem weht scharf. Deshalb wird es immer wichtiger, dass die Berufsgruppen im Krankenhaus noch enger zusammenrücken, um möglichst ohne Reibungsverluste im Sinne unseres gemeinsamen Auftrages einer exzellenten Patientenversorgung und Angehörigenarbeit zusammenzuwirken. Der Pflege kommt hier eine wichtige Schlüsselfunktion zu, die sie auch in Zukunft mit hoher Kompetenz und Menschlichkeit ausfüllen sollte. Dafür möchte ich mich einsetzen, beschreibt die 40-Jährige ihre Pläne. Wenn es immer mehr sein muss aus dem Internet, am Spielautomaten und im Kaufhaus steckt manchmal sogar eine Sucht dahinter. Die führende klinische Forschergruppe auf dem Gebiet der Verhaltenssucht hat nun von der Berliner Charité an das Klinikum der Johannes Gutenberg- Universität Mainz gewechselt. Mit dem Antritt ihrer Professur übernimmt Dr. Sabine Grüsser-Sinopoli die Leitung der Medizinischen Psychologie und Medizinischen Soziologie an der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des Universitätsklinikums Mainz. Ziel ist der Aufbau eines Kompetenzzentrums Verhaltenssucht. Dr. Ehrenfried Schindler (44) wurde vom Chefärztlichen Kollegium zum Ärztlichen Direktor der Asklepios Klinik Sankt Augustin gewählt. Er tritt damit die Nachfolge von Heiko Birkhold an. Dr. Schindler ist seit 1. Juni 2002 Chefarzt der Abteilung Anästhesiologie und Intensivmedizin an der Asklepios Klinik Sankt Augustin und war zuvor als Oberarzt der Abteilung für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin am Gießener Universitätsklinikum tätig. Auch ist er Mitglied in verschiedenen nationalen und internationalen Fachverbänden wie z. B. der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) oder der European Association of Cardiothoracic Anaesthesiologists (EACTA). Als gefragter Gutachter publiziert er regelmäßig in in- und ausländischen Fachzeitschriften. Der Nephrologe Prof. Dr. Thomas Benzing, Direktor der Klinik IV für Innere Medizin der Uniklinik Köln, hat einen wesentlichen Beitrag für das Verständnis der Funktion des glomerulären Filters und die Entstehung der Proteinurie geleistet und die Basis für zukünftige Therapiekonzepte entwickelt. Dafür ist er mit dem Ernst-Jung-Preis für Medizin, einem der renommiertesten Medizinpreise Deutschlands, ausgezeichnet worden. Er teilt sich den mit dotierten Preis zu gleichen Teilen mit dem Freiburger Nephrologen Prof. Dr. Gerd Walz und Prof. Dr. rer. nat. Thomas Tuschl von der Rockefeller University, New York.

6 Seite 6 Die Welt mit anderen Augen sehen Medizin&TechnikFebruar 02/2008 Quelle: Siemens Quelle: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf Nutzungsentgelt statt Kaufpreis Intelligent eingesetzt erleichtern innovative Finanzierungsmodelle große Anschaffungen Kaum eine Branche in Deutschland ist so rasanten Veränderungsprozessen ausgesetzt, wie das Gesundheitswesen. Zudem greifen hier marktwirtschaftliche Steuerungsprozesse nur bedingt gewachsene Strukturen stehen dem gegenüber. Mit dieser Realität ist auch das Klinikum Saarbrücken mit seinen Mitarbeitern und jährlichen Umsatz von 112 Mio. konfrontiert. Seine Geschäftsführerin, Dr. Susann Breßlein, seit 1993 in dieser Position, weiß um die Notwendigkeiten rund um Finanzierbarkeit und Zukunftsplanung. Krankenhäuser nutzen aktuell die Chancen, die in neuen Finanzierungsmodellen liegen. Die Beziehung zwischen Medizin und Technik ist hierbei vertraglich auf Basis des Nutzens eines Geräts oder des Verbrauchmaterials geregelt. Ulrike Hoffrichter sprach mit der Geschäftsführerin über dieses interessante Thema. M & K: Was steckt hinter der griffigen Formulierung Nutzungsrecht statt Kaufpreis? S. Breßlein: Dieses Finanzierungsmodell, neudeutsch dynamisches pay per use genannt, unterscheidet sich gravierend von Ratenzahlungen oder Leasingverträgen. Dabei wird die Nutzung eines Gerätes bezahlt, ein Beispiel bei den Narkose- oder Beatmungsgeräten mag dies verdeutlichen. Als Parameter für die Bezahlung gelten z. B. Beatmungsstunden oder die Narkoseanzahl. Auf den ersten Blick ist der Unterschied zwischen einem Leasing, einer Bankkredit-Finanzierung und diesem Modell schwer auszumachen. In allen Fällen finanziert ein Externer vor und das Krankenhaus stottert ab. Der Unterschied in diesem Modell ist, dass sich der Lieferant an unserem Risiko und an unseren Chancen beteiligt, indem dynamische Nutzungskorridore verhandelt werden. Wenn wir beispielsweise statt Narkosen im Jahr durchführen, zahlen wir trotzdem nur für die vereinbarten Narkosen je einen festen Betrag. Die restlichen 10 % übernimmt die Firma ab der Narkose würden nur noch die Verbrauchskosten (Grenzkosten) je Narkose zu zahlen sein. Bei einem Patientenrückgang bezahlen wir umgekehrt auch dann den vollen Satz, wenn wir nur Narkosen hätten. So schafft man eine wirkliche Verbündelung in Chancen und Risiken. Das Ziel der Anbieter ist dann eben nicht mehr, möglichst viele Narkosegeräte zu verkaufen, sondern den Kunden darin zu beraten, wie möglichst wenige Geräte zu einem optimalen Output kommen. Nur so können die Nutzungskosten je Narkose niedrig gehalten werden. Diese Art der Finanzierung kann bei Großgeräten und Verbrauchsmaterialien gleichermaßen angewandt werden. In welchen Bereichen haben Sie bereits Erfahrungen? S. Breßlein: Angewandt haben wir dieses Finanzierungsmodell auch bei Kernspintomographen und Computertomographen, bei anderen Großgeräten sind wir in der Überlegung. Ebenfalls noch nicht spruchreif aber weit vorbereitet ist es bei den Narkose- und Beatmungsgeräten sowie beim Monitoring auf der Intensivstation. Und wir haben sog. Capitations-Verträge bei Verbrauchsmaterialien schon seit Jahren u. a. bei Endoprothesen oder Medikamenten. Auch hier wird das Risiko geteilt. Bei Herzschrittmachern z. B. ist es so, dass wir einen Fixbetrag pro Jahr bezahlen. Dabei ist eine gewisse Anzahl an Geräten unterstellt. Bis zu 10 % Steigerung übernimmt der Lieferant. Allerdings müssen wir auch den vollen Betrag zahlen, wenn wir bis zu 10 % weniger als geplant abnehmen. Bei Verbrauchsmaterialien binden Sie sich etwa zwei bis drei Jahre an einen Industriepartner. Bei Großgeräten kooperieren Sie wesentlich länger, nämlich neun bis zehn Jahre. Kann das nicht auch ein Nachteil sein? S. Breßlein: Man muss davon ausgehen, dass die Geräte eine gewisse Laufzeit und damit Abschreibungszeit haben. Wie kann unser Partner das Gerät einsetzen, wenn nach fünf Jahren der Vertrag endet? Im Verbrauchsbereich arbeiten wir inzwischen ebenfalls mit etwas längeren Beziehungen, weil wir einsehen, dass unsere Partner uns kennen lernen das Risiko abschätzen können müssen. Sind Verträge dieser Art vom Krankenhaus alleine zu durchschauen oder braucht es professionelle Hilfe durch einen Rechtsanwalt? S. Breßlein: Letzteres. Die Vergaberichtlinien der Europäischen Union aber auch der Bundesrepublik sind inzwischen so kompliziert, dass wir als kommunales Krankenhaus viele Dinge beachten müssen. Mit einem Juristen sind wir also gut beraten. Neue Aspekte kommen immer dann hinzu, wenn Angebote auch europaweit ausgeschrieben werden müssen. Über die Investition hinaus sind im übrigen diverse andere Gesichtspunkte zu bedenken, z. B. die Beratungsleistung oder die Wartung oder die Lieferung gerätenahen Zubehörs, die das Gesamtpaket abrunden. Ohne juristische Begleitung sowohl bei der Ausschreibung als auch bei der Vertragsgestaltung sind derartige Konstellationen nicht denkbar. Dr. Susann Breßlein Klinikum Saarbrücken Tel.: 0681/ Wegbereitung der Veränderungen Paradigmenwechsel im OP: Effizienz dank gemeinsamer Leistung Das OP-Management hat sich etabliert, entwickelt sich weiter, ist in seiner Notwendigkeit nahezu unumstritten und dennoch besteht die dringende Notwendigkeit einer differenzierten und allgemeingültigen Institutionalisierung. Die vordergründige Erkenntnis der zunehmenden Kosten in der Gesundheitsversorgung und das beklagte Missverhältnis von finanziellem Aufwand und erbrachten medizinischen Leistungen, führte zu gesundheitspolitischen Entscheidungen mit Restriktionen in der Matthias Diemer, 1. Vorsitzender, Verband für OP-Management e.v. Bereitstellung finanzieller Ressourcen und damit zum Zwang einer Veränderung der Krankenhaus- und Organisationsstruktur. Den Paradigmawechsel bestimmt die Notwendigkeit, mit den vorhandenen Ressourcen und den dadurch bedingten Kostenrahmen, gesamthaft eine Erbringung der medizinischen Leistungen zu erreichen. Nicht das Interesse der einzelnen Berufsgruppen steht im Vordergrund, sondern das übergeordnete Bewusstsein, eine optimierte medizinische Versorgung trotz knapper personeller und kapitaler Ressourcen zu ermöglichen. Es ist der Gedanke der Effizienz. Change Management im OP Das OP-Management hat die Aufgabe diesen Gedanken der Effizienz durch eine Arbeitsorganisation umzusetzen. Dabei bedient es sich der Kenntnis der medizinischen Verfahren mit der besonderen medizinischen Verantwortung für den Patienten, sowie der Erkenntnisse aus der Ökonomie und verwandter Disziplinen. Das Profil des OP-Managers fordert entsprechend der komplexen Aufgabenstellung neben der medizinischen Fachkompetenz und klinischen Erfahrung, ein zunehmendes Wissen aus Ökonomie, Qualitäts- und Prozessmanagement. Eine besondere Bedeutung liegt in der Kenntnis von Managementstrukturen, der Personalentwicklung und Arbeitsorganisation und dem Wissen um die Organisation von Veränderungen dem Change-Management. Die Institution OP-Management muss von denen gestaltet werden, die es sich zur Aufgabe gemacht haben den Gedanken der Effizienz im OP zu verwirklichen. Durch den Zusammenschluss der OP-Manager und Koordinatoren zu einem Verband, ist die Möglichkeit der organisierten Weiterentwicklung der Institution OP-Management gegeben. Interprofessionalität ist gefragt Bereits 2006 hat sich auf dem Kongress Herausforderung OP-Management in Bremen eine Arbeitsgruppe OP-Management etabliert, die den Austausch zwischen praktisch tätigen OP-Managern und OP-Koordinatoren fördern wollte. Die Arbeitsgruppe OP-Management agierte dabei interdisziplinär, interprofessionell und unabhängig. Aus den regelmäßigen Treffen ergab sich die Notwendigkeit einer organisierten Interessenwahrnehmung durch eine zusätzliche Organisation, die über die Möglichkeit des Erfahrungsaustausches hinaus eine Beratung bietet. Die Institution OP-Management sollte professionell durch einen Verband vertreten werden. Gemeinsam wurde der Verband definiert. Der Verband für OP-Management e.v. hat den Zweck die beruflichen Belange der im OP-Management tätigen Mitarbeiter zu wahren, die Institution OP-Management zu definieren und inhaltlich zu gestalten. Die vordergründige Aufgabe besteht in der Wahrnehmung der Interessen der Mitglieder innerhalb des Gesundheitswesens. Der Verband erarbeitet eine allgemeingültige Orientierung zu den beruflichen Fragen und Aufgabenstellungen. Eine besondere Verpflichtung sieht der Verband in der Zusammenarbeit und Verbindung zu den bestehenden Fachverbänden und medizinischen Gesellschaften. Um den komplexen Aufgaben und Verantwortungen im Alltag des OP-Managements zu genügen, ist eine fundierte Weiterbildung zu organisieren. Nach der Gründungsversammlung am 19. April 2007 auf dem 4. Kongress Herausforderung OP- Management in Bremen, hat der Verband seine Arbeit begonnen und sieht sich durch eine zunehmende Mitgliederzahl in seiner Bedeutung bestätigt. Matthias Diemer Verband für OP-Management e.v. c/o Medizinische Hochschule Hannover Tel.: 0421/ Fax: 0421/

7 Management & Krankenhaus 02/2008 Medizin & Technik 7 Eine Chirurgische Abteilung verdient ihr Geld überwiegend im Operationssaal bei den zu operierenden Patienten. Daraus ergibt sich ein hoher Stellenwert für das Profit-Center OP und in der Kalkulation der Dienstleistung Operation. Welche Faktoren sind für einen reibungslosen Prozess im OP- Trakt notwendig? Das gut ausgebildete Personal steht im Vordergrund. Es kann Mängel der Architektur und Ablauforganisation durch persönliches Engagement bis zu einem gewissen Grad ausgleichen. Doch wirtschaftlich wird der OP dadurch noch nicht. Bisherige Ansätze, diese Prozesse zu optimieren, führten dazu, dass die Wechselzeiten zwischen 15 45% auf 57 min (Kiel, 16 %), 52 min (Zürich, 20 %), 38 min (Boston, 43%), bzw. 28 min (Gainesville, 37 %) reduziert wurden. Diese Wechselzeitreduktionen, welche zu höherer Produktivität und Profit im OP geführt haben, wurden teilweise durch einen höheren Personalaufwand erreicht. Die zusätzlich notwendigen räumlichen Veränderungen bezogen sich auf die Einrichtung von Ein- und Ausleitungszonen dort wo diese bisher nicht vorhanden waren. Durch diese Korrekturmaßnahmen war es möglich, Teilprozesse verschiedener Patienten parallel durchzuführen. Unvoreingenommene Analyse Beobachtet man die Teilprozesse eines Patientenwechsels, fällt dem unbeteiligten Außenstehenden sofort auf, dass die für die Spezialisten des jeweiligen OP-Teams logisch erscheinenden Prozesse unstrukturiert ablaufen. Dies betrifft nicht nur das Abrufen des nächsten Patienten von Station. Natürlich weiß jeder im OP, was gemacht werden muss, um am Ende operieren zu können. Die einzelnen Schritte dahin scheinen aber nicht geordnet und mehr zufällig und dadurch ineffizient. Eine unvoreingenommene und videobasierte Analyse der einzelnen Handlungen, verbunden mit dem Training optimierter Prozesse, könnte die Effektivität der OP- Teams steigern. Aus Sicht der Betreiber ist jedoch eine weitergehende Optimierung der Prozesskette sinnvoll, um die Auslastung der Räumlichkeiten nachhaltig zu erhöhen. Doch leider kann in Deutschland dieses Ziel in vielen Kliniken nicht erreicht werden, weil: ein Einleitungsbereich/-raum nicht vorhanden ist der Einleitungs- u. o. Ausleitungsbereich/-raum zu klein ist die notwendigen Geräte fehlen die Gas-Anschlüsse in der Ausleitung fehlen Personal (Anästhesisten, Anästhesie-Pflegekräfte) fehlt. Die baulichen, gebäude- und medizintechnischen sowie personellen Ressourcen sind also nicht vorhanden, um effizient und ergonomisch zu wirtschaften. Dabei würde Experimental-OP Verkürzte Wechselzeiten Ressourceneinsatz Profitabilität Patientenservice Dr. Ulrich Matern, Medizinische Fakultät der Universität Tübingen sich die Investition in Gebäude, Technik und Personal durchaus im Sinne eines rentablen Prozesses, aber auch im Sinne des Zeitgewinns für das ärztliche Personal Zeit für die Patienten rechnen. Denn durch das Wegfallen unnötiger und belastender Wartezeiten auf die nächste Operation im OP könnte diese Zeit für Patienten in Ambulanz und auf Station genutzt werden, was sich auch in Qualität und Sicherheit, sowie einer positiven Wahrnehmung durch die Patienten (Stichwort Kundenbindung und -gewinnnung) bemerkbar machen würde. Parallele Prozesse Um diese Ziele zu erreichen, müssen Prozesse im OP parallelisiert werden; d. h. die Narkose des nächsten Patienten muss während der laufenden OP eingeleitet werden, die Ausleitung findet außerhalb des OPsaals statt. Gleiches gilt für das Auf- und Abrüsten der Instrumententische. In einem idealen Fall mit entsprechenden architektonischen und medizintechnischen Voraussetzungen kann dies bedeuten, dass die Wechselzeit auch unter Einhaltung höchster Hygienestandards auf bis zu 10 min gesenkt werden kann. Lagerung, Hautantiseptik und Abdecken des Patienten könnten gemäß dem mit dem Management-Preis 2006 der RFH-Köln ausgezeichneten Konzept ebenfalls in der Einleitung erfolgen. Der Patient erreicht den OP-Saal sozusagen just in time nach der Reinigung des Saals zu seiner Operation. Die Ausstattung des Experimental-OP in Tübingen unterstützt diesen Prozess. Geht man davon aus, dass eine OP- Minute 7 kostet, ergibt sich aus einer Reduktion der Wechselzeit um 25 min eine Zeitersparnis im Wert von etwa 132 T/anno sowie eine Anhebung des Umsatzes um 20 50%. Natürlich muss sich mehr Personal um die jeweiligen Patienten kümmern, dies ist aber durch diesen optimierten Prozess und den damit verbundenen Mehrwerten gesichert. Das Beispiel einer operativen Einheit, die sehr exakt ihre Prozessdaten dokumentiert, verdeutlicht den potenziellen Erfolg. Hier werden in einer Woche in zwei Sälen 25 Patienten operiert. Die Wechselzeiten sind mit Minuten bereits sehr gut. Trotzdem wird in diesem OP zwischen 7:00 Uhr morgens und 22:00 Uhr abends gearbeitet, um das Pensum erfolgreich zu bewältigen. Diese Daten wurden Grundriss- und personalbezogen in die Simulationssoftware MedModel eingegeben, analysiert und auf den Grundriss und das Konzept des Experimental-OP übertragen. Die Simulation zeigt, dass sich die gleichen 25 Patienten auch in einer Schicht zwischen 7:00 Uhr morgens und 19:00Uhr abends operieren lassen. Allerdings ist nun das Programm nicht Freitagabend um 22:00 Uhr beendet, sondern donnerstags um 18:00 Uhr! Ein Tag zur freien Verfügung: für Überstundenabbau, Patienten in Ambulanz und Station oder für weitere Operationen. Zusammengefasst bedeutet dies: die produktive Zeit der Operateure wird erhöht die Auslastung des OP-Saals wird erhöht durch die höhere Produktivität sind weniger Operationssäle notwendig, d. h. vorhandene Räume können anderweitig produktiv genutzt werden diese Erhöhung der Produktivität führt nicht zwangsläufig zu anderen Arbeitszeitmodellen (Überstunden/Mehrschichtbetrieb) die Konzentration in den spezialisierten OP-Prozessen erhöht Qualität und Rou- tine und führt dadurch zu mehr Sicherheit Kompensation der Kosten Dieser Lösungsansatz bedeutet eine andere Architektur (also mehr Kosten) und mehr Personal (was mehr Aufwand bedeutet) in den vorbereitenden OP-Prozessen. Diese Kosten bzw. dieser Aufwand werden durch zusätzlich erbrachte und verrechenbare Leistungen (also höheren Umsatz) mehr als kompensiert. Durch das straffere Management können weitere positive Effekte bei den Arbeitszeitmodellen rund um den OP erzielt werden. Vor dem Hintergrund dieser ersten Studienergebnisse des Experimental-OP scheint es sinnvoll zu sein, die eigenen Prozesse genau zu analysieren und zu simulieren, ob mit mehr Personal und optimierter Ausstattung nicht profitabler, sicherer und humaner im OP agiert werden könnte. Dr. med. Ulrich Matern Geschäftsführer Experimental-OP und Ergonomie Medizinische Fakultät Universitätsklinikum Tübingen D-Tübingen Tel.: 07071/ Fax: 07071/ Das neue Ultraschallgerät bietet verbesserte Bildqualität auch unterwegs Produkt des Monats Mobil, flexibel, leistungsstark Tragbares Ultraschallgerät mit verbesserter Bildqualität und vielfältigen Einsatzmöglichkeiten M-Turbo heißt das neue mobile Hochleistungs-Ultraschallsystem für alle klinischen Anwendungsbereiche von SonoSite. Das kompakte 3,4 Kilo leichte Gerät bietet zahlreiche technologische Innovationen und setzt neue Maßstäbe in Sachen Bildqualität. Der mobile Helfer ist flexibel einsetzbar und liefert auch unter schwierigen Einsatzbedingungen hervorragende Untersuchungsergebnisse. Gestochen scharfe Bildqualität durch eine optimierte Prozessorleistung verbessert die Behandlungs- und Diagnosemöglichkeiten. Der M-Turbo ist mit sieben verschiedenen Schallköpfen ausgestattet und erweitert den Einsatz von Ultraschall-Untersuchungen in vielen Bereichen des Klinikalltags. So lässt sich das Ultraschallgerät für zahlreiche klinische Anwendungen wie Abdomen-, Nerven- und Gefäßuntersuchungen, in der Kardiologie sowie für Gefäßzugänge oder oberflächennahe Untersuchungen einsetzen. Darüber hinaus verfügt das System über Anschlüsse für die Übertragung der digitalen Bildinformationen auf einen PC oder einen USB Memory-Stick. Die verbesserte Bildgebung und dieerhöhtebedienerfreundlichkeit optimieren den Einsatz am Patienten und steigern die Effizienz im klinischen Umfeld: Arbeitsabläufe werden vereinfacht und Patienten profitieren von einer insgesamt verbesserten Versorgung. Kontakt SonoSite GmbH Ines Müller D Erlangen Tel.: 09131/ Fax: 09131/ Keimfrei und kompromisslos Das Krankenhaus Jan-Yperman, Ieper (Belgien) beauftragte Vanguard mit der Sterilgutversorgung Die Sterima-Vanguard, das belgische Tochterunternehmen der Vanguard AG in Berlin, hat im November 2007 die In-house- Sterilisation und den Betrieb der Zentralen Sterilgutversorgung (ZSVA) für den Krankenhausverbund Jan Yperman in leper übernommen. JanYperman ist damit das erste belgische Krankenhaus, das die Sterilgutaufbereitung an einen externen Dienstleister übertragen hat. Ausschlaggebend für die Entscheidung eine externe Firma mit der ZSVA zu beauftragen, war u. a. die fortschreitende Normierung auf europäischer Ebene. Jan-Yperman ist mit rund 700 Betten ein Krankenhaus mittlerer Größe ist es aus einer Fusion zwischen der Zwarte Zusters Klinik in Ieper, dem OLV Krankenhaus in Ieper und dem Maria Krankenhaus in Popering hervorgegangen. Die Fusionierung war wichtig, um den wachsenden gesetzlichen Anforderungen Stand zu halten und die Klinik mit einem breiteren Versorgungsangebot auszustatten. Mit der ausgelagerten ZSVA wurde der nächste Schritt in Richtung EU-Norm gemacht. Die ausgelagerte ZSVA ist in Bezug auf die zunehmende Bedeutung der Infektionsprävention, des Risikomanagements und der Haftungsfragen sinnvoll. Belgische Krankenhäuser sehen sich, wie auch deutsche, einem wachsenden Kosten- und Qualitätsdruck ausgesetzt und setzen daher zunehmend auf Managed-Care-Lösungen. Ypermans Partner, Vanguard, ist Anbieter von Outsourcingkonzepten in der Sterilgutversorgung und industrieller Aufbereiter von Medizinprodukten. Mit dem integrierten Gesamtkonzept von Vanguard gehen wirtschaftliche Vorteile, wie nachhaltige Qualitätssteigerung, Risikominimierung, effizientes Management sowie Rentabilitätssteigerungen für das Krankenhaus einher. Jan Blontrock, Pflegedirektor des Jan-Yperman-Krankenhauses ist von einer Qualitäts- und Effiziensteigerung überzeugt. Ein zusätzlicher Vorteil der Partnerschaft sei die Expertise in den gesetzlichen Rahmenbedingungen in Europa. Vanguard entwickelte ein maßgeschneidertes Konzept, um alle drei Standorte des Krankenhauses über ein ausgefeiltes Logistiksystem mit Sterilgütern zu versorgen. Am Hauptstandort Ieper wurde zu diesem Zweck ein modernes Versorgungszentrum unter Berücksichtigung aller relevanten Normen und Richtlinien errichtet. Neben Einsparungen werden dadurch vor allem Qualitätsverbesserungen bei der Dekontamination innerhalb der Sterilgutversorgung erzielt.

8 8 Medizin & Technik Management & Krankenhaus 02/2008 Kooperation in der Grundlagenforschung LMU und GE Healthcare gehen molekularen Ursachen von Krankheiten auf den Grund Die Ludwig Maximilian Universität (LMU) ist ab sofort Referenzzentrum und strategischer Entwicklungspartner von GE Healthcare für zellbasierte Assay-Verfahren auf Basis der IN Cell Analyse 1000-Technologie. Der IN Cell Analyzer besteht aus einer Reihe von modularen Bildgebungssystemen für schnelle, automatisierte High Content Analyse (HCA). Die fortschrittlichen und hochsensiblen Plattformen ermöglichen Wissenschaftlern in der Medikamentenforschung, zelluläre Veränderungen in einem genuinen biologischen Zusammenhang zu beobachten. Die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Heinrich Leonhardt am Biozentrum der LMU forscht im Rahmen der Excellenz-Initiative des Bundes und der Länder und verfügt über eine große Expertise in der Zellbiologie und Mikroskopie lebendiger Zellen. Das Forschungsteam wurde 2007 für die Entwicklung der Chromobody-Technologie mit dem GO-Bio- Preis ausgezeichnet. Gemeinsame Ziele des Teams sind die Entwicklung neuartiger Assays in der Signaltransduktion und der Zellzykluskontrolle, die u. a. wichtig sind zum Verständnis der molekularen Ursachen von Krankheiten wie Krebs, Entzündungen und Neurodegenerationen. Auf Basis der Chromobody-Technologie werden neuartige Biomarker entwickelt. Diese sollen zur frühen Auswertung von Wirkstoffen und zur Frühdiagnostik von pathogenen zellulären Veränderungen eingesetzt werden. Zukunftsvision von GE Healthcare ist die frühe Diagnose von Krankheiten, um Patienten bessere Heilungschancen zu bieten und die Gesundheitskosten zu reduzieren. Der Weg dahin führt über die Aufschlüsselung der molekularen Entstehung und des Verlaufs einer Krankheit. Nach einer bereits existierenden Forschungskollaboration zur Optimierung der radiologischen Untersuchung von Polytrauma-Patienten mit 64-Zeilen-CT Technologie zielt man mit der neuen Kooperation auf gemeinsame Entwicklungen in der Grundlagenforschung ab. Laut Leonhardt gibt es nicht nur die Möglichkeit, gemeinsam mit GE Healthcare integrierte Lösungen für die Lebendzellmikroskopie, BioImaging und innovative Biomarker zu entwickeln, sondern darüber hinaus zusammen innovative Produkte im Markt zu positionieren. Rudolf Beyenburg GE Healthcare, Central Europe, Solingen Director Marketing and Corporate Communications Tel.: 0212/ Prof. Karl Hörmann, Kongresspräsident der Deutschen Gesellschaft für Endoskopie und Bildgebende Verfahren (DGEBV) und Direktor der Universitäts-HNO-Klinik, Mannheim Unter dem Leitsatz Perspektiven im Fortschritt Kooperation in Diagnostik und Therapie, organisiert die Deutsche Gesellschaft für Endoskopie und Bildgebende Verfahren (DGE-BV) ihren 38. Kongress in Mannheim. Unter dem Vorsitzenden und Kongresspräsidenten Prof. Karl Hörmann, Direktor der Universitäts- HNO-Klinik, Mannheim, und Pathologen. Sie diskutieren über die neuesten Entwicklungen in ihrem Gebiet. Der Kongress findet im Rosengartencenter Mannheim zusammen mit dem 47. Symposium der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft für Endoskopie und Sonographie CAES vom 28. Februar bis 1. März 2008 statt. Integriert in den DGE-BV-Kongress ist das 10. DGMBT/DVMT- Symposium, Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE, zusammen mit der Fraunhofer Gesellschaft als Vorsymposium und der Pflegekongress der Deutschen Gesellschaft für Endoskopie Assistenzpersonal DGEA. Perspektiven im Fortschritt Kooperation in Diagnostik und Therapie 38. Kongress der DGE-BV in Mannheim, 28. Februar bis 1. März 2008 Der 38. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Endoskopie und Bildgebende Verfahren findet zusammen mit dem 47. Symposium der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft für Endoskopie und Sonographie CAES im Rosengartencenter Mannheim statt. NOTES Ganz im Vordergrund der diesjährigen Diskussion stehen die neuen abdominellen Zugänge mit endoskopischen Techniken, die durch das Schlagwort NOTES (Natural Orifice Transluminal Endoscopic Surgery) geprägt wurden. NOTES fasziniert und spaltet Mediziner aller Bereiche. Vormals als tabu geltende Wände (Intestinaltrakt, Vagina) werden jetzt eröffnet, um mit flexiblen Endoskopen rascher und näher das Zielorgan zu gelangen. Die ersten transvaginalen Gallenblasenentfernungen wurden bereits 2007 in Straßburg und Hamburg vorgenommen. Noch ist aber völlig offen, ob diese neuen Zugangswege die traditionelle offene Chirurgie und laparoskopische Chirurgie ergänzen oder gar ablösen werden. Nicht eindeutig ist auch, ob besondere Infektionsrisiken mit dieser Technik verbunden sind. Robert Hawes als Präsident der Amerikanischen Gesellschaft für Gastroenterologische Endoskopie (ASGE) 2006 und einer der Protagonisten von NOTES wird zur Kongresseröffnung den Festvortrag über: NOTES Where are we? zu diesem brisanten Thema halten. Die Dynamik der Endoskopie und bildgebenden Diagnostik ist schon seit mehreren Jahren beeindruckend. Flexible Endoskopie ermöglicht die Darstellung immer kleinerer bösartiger Schleimhautveränderungen und deren Vorläufer und die direkte Entfernung in einem Arbeitsgang. Neben Farbapplikationen benutzen Endoskopiker Farbanalyseendoskope, Autofluoreszenz und Mikroskopieinstrumente, die die Schleimhaut immer präziser analysieren. Koloskopie und ihre Alternativen Standortübergreifendes PACS erhöht Behandlungsqualität und senkt Kosten Klinikum Ortenau setzt Synapse von Fujifilm im Netzwerk über sieben Standorte ein Zur klassischen Endoskopie erwachsen aber zunehmend Alternativen durch hochauflösende Schnittbildverfahren (MRT/CT) oder ähnliche flexible Instrumente. Diesen Alternativen, wird in eigenen Sitzungen Koloskopie und ihre Alternativen nachgegangen. Der Kongress beschäftigt sich mit Fortschritten in der Computertomographietechnik, mit Endoskopie kleinster Kanäle, der Kapselendoskopie, Refluxtherapie sowie Ausbildungs- und Aufbereitungsfragen. Erneut wird die Sicherheit der endoskopischen Diagnostik und Therapie hinterfragt. Wie häufig werden bei der Koloskopie Befunde übersehen? (Sitzung: Die Koloskopiefalle, Intervallkarzinom übersehende Befunde, Freitag, , Uhr). Wie steht es um die korrekte Aufbereitung von Medizinprodukten in Klinik und Praxis? Als besonderes Thema der Zeit steht die Behandlung der Adipositas mit allen interventionellen und operativen Techniken am Samstag, den 1. März 2008 auf dem Prüfstand. In der Sitzung werden namhafte Experten das Problem der Fettleibigkeit und ihrer Kontrolle erörtern. Prof. Dr. med. Karl Hörmann Universitäts-HNO-Klinik Mannheim Klinkum Mannheim ggmbh, Universitätsklinikum, Mannheim Tel.: 0621/ Fax: 0621/ Der Ortenaukreis ist flächenmäßig der größte in Baden-Württemberg und zählt etwa Einwohner. Um eine flächendeckende Gesundheitsversorgung auf hohem Niveau zu gewährleisten, wurden die ehemals acht eigenständigen Kliniken mit Wirkung vom 1. Januar 2007 zu einem Krankenhausverbund in Trägerschaft des Ortenaukreises zusammengeschlossen. Die größten Häuser sind das Ortenau Klinikum Lahr-Ettenheim mit 486 Betten und das Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach mit 547 Betten. Um den klinischen Alltag mit seinen stetig steigenden Anforderungen, besonders in der Radiologie, bewältigen zu können, sollte ein digitales Bilddatenkommunikations- und -archivierungssystem (PACS) eingeführt werden. Vor dem Hintergrund des Zusammenwachsens der Kliniken und ökonomischer Faktoren haben wir uns für ein gemeinsames PACS mit zentralem Archivserver entschieden, erläutert Einkaufsleiter Thomas Klauser. Referenzinstallationen überzeugten Ich könnte mir die Arbeit ohne das PACS nicht mehr vorstellen. Dr. Werner Reiche, Leitender Oberarzt im Institut für Radiologie des Ortenau Klinikums Lahr-Ettenheim Da alle Röntgenbilder im PACS gespeichert sind und allen klinischen Kollegen gleichzeitig zur Verfügung stehen, sind telefonische Konsile innerhalb des Klinikums möglich. Prof. Dr. Jörg Laubenberger, Chefarzt des Radiologischen Instituts im Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach Nach einer intensiven Auswahlphase fiel im Sommer 2005 schließlich die Entscheidung für Fujifilm und Synapse. Wir haben überzeugende Referenzinstallationen besucht. Synapse ist hervorragend für den Betrieb an mehreren Standorten geeignet und technologisch auf dem neusten Stand. Das Preis/Leistungs- Verhältnis war ein weiteres überzeugendes Argument, fasst Dr. Werner Reiche, Leitender Oberarzt im Institut für Radiologie in Lahr-Ettenheim, die Auswahlkriterien zusammen. Er arbeitet seit dem 6. Dezember 2006 mit Synapse. Bereits 14 Tage nach Inbetriebnahme haben wir den Filmbetrieb mit Ausnahme der Mammographie komplett eingestellt, zeigt sich der Radiologe mit dem Erreichten zufrieden. Das System hat sehr schnell eine hohe Akzeptanz bei allen Anwendern gefunden, was Dr. Reiche auf die individuelle Konfiguration sowie die leichte Erlern- und Bedienbarkeit zurückführt. Fast 100% filmfrei Im Ortenau Klinikum Offenburg- Gengenbach erfordert lediglich die Nuklearmedizin noch den Einsatz von Film. Einen besonderen Vorteil von Synapse sieht Chefradiologe Prof. Dr. Jörg Laubenberger in der Bildverteilung: Da diese Webbasiert ist, kann jeder Windows-PC zur Workstation werden phantastisch. Durch die hochwertige Kompression ist ein reibungsloser und schneller Datentransfer gewährleistet. Darüber hinaus zeichnet sich das PACS durch eine hohe Integrationstiefe mit unserem vorhandenen RIS und dem KIS aus. Auch aus EDV-Sicht überzeugt das System: Es lässt sich einfach administrieren. Im gesamten Projektverlauf gab es nur wenige Probleme, die dann jedoch schnell behoben werden konnten, so Michael Neckermann, Leiter der DV-Abteilung im Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach. Klinikweit Bilder auf Mausklick In den Kliniken ist ein durchgehend digitaler Workflow realisiert. Eine Untersuchung wird im KIS angefordert und zur Bearbeitung an das RIS übertragen. So kommt der Auftrag in die DICOM-Worklist der Modalität. Die Röntgenaufnahme ist dann direkt nach der Untersuchung im PACS verfügbar. Um den Nutzen des PACS auszuschöpfen, haben wir sofort die klinikweite Bildverteilung auf alle Stationen realisiert. Der Arzt ruft sich seinen Patienten im KIS auf und hat auf Mausklick Zugriff auf alle Bilddaten und sobald sie vorliegen auch auf die Befunde, erläutert Dr. Reiche den Ablauf. Ein besonderes Bonbon bietet Synapse mit dem Modul Oblique für die Schnittbild-Rekonstruktionen an. MIP/MPR wenden wir regelmäßig in der Unfallchirurgie an, um Knochen in unterschiedlichen Ebenen zu betrachten, erläutert Prof. Laubenberger. Die Vorzüge weiß auch Prof. Dr. Jürgen Rudigier, Chefarzt des Traumatologischen Zentrums in Offenburg, zu schätzen: Oblique erleichtert uns die Arbeit. Es ist schnell zu erlernen und ist einfach zu bedienen. Das System hat sich in der täglichen Routine bewährt. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, Abstände, Strecken und Winkel im digitalen Röntgenbild sehr viel einfacher und präziser vermessen zu können. 20% weniger Zeitaufwand Den größten Nutzen vom PACS hat nach Worten von Susanne Müller, LMTRA in Lahr-Ettenheim, aber der Patient: Da der gesamte Arbeitsablauf viel schneller und deutlich reibungsloser geworden ist, sparen wir etwa 20% an Zeit. Geschwindigkeit ist heute ein hoher Wert in der Medizin, wie Prof. Laubenberger konstatiert: Da die Röntgenbilder schneller verfügbar sind, können Befunde schneller erstellt und die Behandlung eines Patienten schneller eingeleitet werden. Und die Befunde sind teilweise bereits nach einer halben Stunde im PACS, spätestens aber nach zwei Stunden. Darüber hinaus lassen sich die Verweildauern verkürzen. Da alle Röntgenbilder im PACS gespeichert sind und allen klinischen Kollegen gleichzeitig zur Verfügung stehen, sind telefonische Konsile innerhalb des Klinikums möglich. Besonders Notfallpatienten profitieren von den beschleunigten Entscheidungsprozessen. Wege und Zeit werden gespart, die zügigere Behandlung kommt dem Patienten zugute, erläutert Prof. Laubenberger. Aber auch in der internen Kommunikation macht sich das PACS positiv bemerkbar. So sind die klinischen Demonstrationen binnen 15 Minuten vorbereitet. Auch die Qualität sieht Prof. Rudigier verbessert: Sie sind detaillierter geworden, die Ärzte werden umfassender informiert. Damit steigt auch die Transparenz dessen, was in der Klinik geschieht. Filmkosten drastisch reduziert Neben den mannigfaltigen medizinischen Vorteilen trägt Synapse zur Wirtschaftlichkeit bei. Im Vergleich zu 2005 konnten wir an den beiden großen Standorten unsere Filmkosten auf ein Minimum reduzieren, rechnet Einkaufsleiter Klauser vor. In die Rentabilitätsberechnung fließen aber auch weiche Faktoren wie z. B. die verbesserte Bildverfügbarkeit und der reibungslosere Workflow ein. Dazu werden durch den Wegfall des Handarchivs personelle Ressourcen frei. Nach seinem Fazit gefragt, zeigt sich Dr. Reiche rundum zufrieden mit Synapse: Ich könnte mir die Arbeit ohne das Synapse PACS von Fujifilm nicht mehr vorstellen. Kontakte: Fujifilm Deutschland, Düsseldorf

9 Management & Krankenhaus 02/2008 Medizin & Technik 9 Gesundheitswesen im Umbruch Rudolf Beyenburg Nur lebenslanges Lernen garantiert medizinischen Fortschritt Das Gesundheitswesen in Deutschland ist im Umbruch. Einerseits neigt unsere Gesellschaft in ihrer demographischen Entwicklung zur Überalterung. Andererseits geht damit ein Anstieg von frühzeitigen Todes- und Invaliditätsfällen infolge von kardiovaskulären Erkrankungen, Diabetes und anderen chronischen Krankheiten einher. Hinzu kommt die Übergewichtigkeit als eines der Hauptprobleme unserer Gesellschaft. Ärzte, medizinisches Fachpersonal aber auch die Industrie sind daher in der Pflicht, eine qualitativ hochwertige und hochverfügbare medizinische Leistungserbringung zu entwickeln und sicherzustellen, die gleichzeitig Kosten senkend wirken sollte. GE Healthcare ist sich der Herausforderung wohl bewusst und arbeitet gemeinsam mit der Wissenschaft Jahr für Jahr an innovativen Technologien und Lösungen. Damit steigen aber auch die Anforderungen an das technische Verständnis des medizinischen Personals erheblich. Geräte und Apparate werden immer leistungsfähiger, gleichzeitig muss ihre Anwendung im täglichen Klinikablauf reibungslos erfolgen. Dies kann nur durch lebenslanges Lernen auf Seiten der Ärzte und Pflegefachkräfte gelingen. Jedoch muss auch die Industrie lebenslang lernen, indem sie ihre Produkte und Lösungen den sich im Medizinbereich ändernden Herausforderungen anpasst. GE Healthcare setzt auf das Zusammenwirken von Biowissenschaften, Diagnostik und Digitalisierung, um die Patientenversorgung grundlegend zu verändern. Mit seinem Early Health Modell, das auf Vorhersage, Früherkennung und Prävention von Erkrankungen aufbaut, bietet GE Patienten eine größere Chance auf Heilung. Eine Statistik zeigt, dass Deutschland mit jährlich 239,4 Mrd. die höchsten Gesundheitsausgaben in ganz Europa erreicht. Das entspricht 10,7 % des Bruttoinlandprodukts aus dem Jahr Um das Gesundheitswesen auch langfristig bezahlbar zu machen, setzt die deutsche Politik bei aktuellen Reformen auf mehr individuelle Verantwortung. Geplant sind niedrigere Beiträge zur Krankenversicherung. Dies soll ein Bonus sein für diejenigen, die ihr Erkrankungsrisiko durch Vorsorgeuntersuchungen und einen gesundheitsbewussten Lebensstil senken. Gleichzeitig ist ein Wettbewerb unter den Leistungserbringern entstanden, bei dem Qualität und Wirtschaftlichkeit zunehmend in den Blickpunkt gerückt sind. Die Forderung nach mehr Qualität und Effizienz, bei der der Informationstechnologie eine besondere Bedeutung zukommt, verändert gleichzeitig auch Strukturen und Prozesse in der medizinischen Versorgung der Patienten. Die IT trägt durch die Digitalisierung im Gesundheitswesen zu mehr Qualität als auch Produktivität bei. Damit entspricht sie auch der Forderung der Patienten nach mehr Transparenz bei der Qualität und den Kosten von Gesundheitsleistungen. GE Healthcare hat sich daher u. a. auf die Erforschung und Entwicklung von neuen Vorhersage- und Früherkennungssystemen spezialisiert. Darüber hinaus wird auch für die Implementierung der Systeme und die Schulung des medizinischen Fachpersonals gesorgt. Zusätzliche Serviceleistungen sorgen zudem für einen reibungslosen Einsatz der Geräte. Eine enge Zusammenarbeit mit Kliniken und Praxen ist dabei unabdingbar. Nur so kann GE auch von seinen Anwendern lernen. Aus- und Weiterbildung hat bei GE höchste Priorität. Zu den üblichen Geräteeinweisungen bietet GE Healthcare weiterführende Trainings- und Fortbildungskurse an, die den Wissensstand des Fachpersonals ständig erweitern und auf den neuesten Stand bringen denn im heutigen Berufsleben reicht einmalig erworbenes Wissen nicht mehr aus. Die Kursangebote der Healthcare Academy richten sich an alle beteiligten Berufsgruppen, also an Ärzte und Pflegefachkräfte gleichermaßen. Auf diese Weise kann medizinische Kompetenz auf mehreren Schultern verteilt werden. Neben E-Learning, einem Internetbasierten Weiterbildungs-Tool, wird zusätzlich auch noch ein sog. Employee Management System angeboten, um den Status der eigenen Fort- und Weiterbildung permanent zu überprüfen. Um zu gewährleisten, dass Qualitätsund Produktivitätsstandards in der medizinischen Versorgung kontinuierlich sichergestellt werden, muss Weiterbildung zu einer Selbstverständlichkeit werden. Damit sind Investitionen in die Fort- und Weiterbildung auch Investitionen in die Zukunft. Dies gilt für fachliche Kompetenzen genauso wie für Managementqualifikationen. Aus Sicht von GE Healthcare ist es wünschenswert, dass Ärzte, Fachgesellschaften und medizinische Einrichtungen lebenslanges Lernen fördern und ihm einen angemessenen Stellenwert einräumen. Davon können alle profitieren vor allem auch die Patienten. Rudolf Beyenburg GE Healthcare, Central Europe, Solingen Director Marketing and Corporate Communications Tel.: 0212/ Die nächste Generation: Touchscreen vereinfacht endoskopische Untersuchungen Die ersten kommerziellen Endobase III- Systeme wurden im Jahr 2000 installiert. Seitdem hat sich das Spektrum beständig weiterentwickelt. Neue Funktionen und Eigenschaften wurden implementiert und bestehende etwa die Bedienerfreundlichkeit verbessert. Derzeit nutzen rund 400 zufriedene Kunden in Europa, Nahost und Australien das System. Vor kurzem ist die nächste Generation auf den Markt gekommen. Im November 2007 wurde ein neues Kapitel der Firmengeschichte aufgeschlagen. Endobase IV ist das Ergebnis umfangreicher Entwicklungsarbeit von Olympus. Den Kunden wird als erstes das neue Design des grafischen User-Interface (GUI) auffallen, eine überarbeitete Nutzeroberfläche in einem modernen Erscheinungsbild. Doch trotz der Änderungen werden die bestehenden Nutzer keine Anpassungsprobleme an die verbesserte Oberfläche haben. Neben deren kompletter Neugestaltung sind viele weitere neue Funktionen in der neuen Software-Generation zu finden, die ihnen die Arbeit erleichtern: Neues Touchscreen Design. Die dazugehörige Software ist auch in deutscher Sprache verfügbar. HDTV-Kompatibilität Olympus ist der einzige Hersteller von Medizintechnik, der eine komplette HDTV-Kette anbietet Citrix-Kompatibilität Systemintegration von EndoCapsule DICOM Server-Funktionalität Möglichkeit zur Offline-Arbeit. Zusätzlich wurde die Produktfamilie mit zwei neuen Fertigungen weiter ausgebaut: Das Endobase Dicom-System und das Endobase Imaging-System. Beide werden benutzungsfertig auf einer Workstation mit 17 Zoll-Touchscreen-Bedienung geliefert. Das Dicom-System erlaubt einfache Integration einer beliebigen Bildquelle über eine besondere Schnittstelle mit einem existierenden PACS (englisch für Picture Archiving and Communication System). Das Imaging-System wurde hingegen speziell für die Benutzung im OP entwickelt. Auf Knopfdruck ermöglicht es volle Dokumentationsfunktion und bietet somit die Option der kompletten Integration in die bestehende Krankenhaus-IT. Selbstverständlich ist, dass alle Endobasen untereinander kompatibel sind. Außerdem sind die beiden neuen Systeme jederzeit zur Vollversion aufrüstbar. Dirk Kruse Produktmanager Systemintegration Medizinische Endoskopie Olympus Deutschland GmbH, Hamburg Tel.: 040/ Fax: 040/ Die innovativen Reinigungsund Pflegetücher Comfort Shield bieten eine umfassende Pflege bei Inkontinenz. Konsequent angewendet, helfen sie bei der Vorbeugung und Behandlung von perinealer Dermatitis und bieten eine wirksame Dekubitusprophylaxe. Sie sind Reinigung, Behandlung und Barriereschutz in einem und ersetzen die üblichen Reinigungs- und Pflegeprodukte wie z. B. Waschlappen, Schüsseln und Lotionen. Bei jeder Anwendung von Comfort Shield wird eine atmungsaktive, feuchtigkeitsabweisende Schutzschicht auf die Haut aufgetragen. Durch die transparente Barriere lässt sich der Zustand der Haut jederzeit überprüfen. Neue Inkontinenztücher Kontakt Gabriele Witzke TapMed Medizintechnik Handels GmbH Schauenburg-Hoof Tel.: 05601/ Fax: 05601/

10 10 Medizin & Technik Management & Krankenhaus 02/2008 Die Entwicklungen im Bereich Medizintechnik schreiten mit einem rasanten Tempo voran. Um im internationalen Wettbewerb mitzuhalten, sind die Unternehmen gefordert, stets die neuesten Technologien einzusetzen und innovative Produkte herzustellen. Ulrike Hoffrichter sprach mit Jürgen Hahn, Geschäftsführer Hitachi Medical Systems GmbH, Wiesbaden, über diese Herausforderung. M & K: Alles wird besser, alles wird schneller Welchen Beitrag leistet Ihr Unternehmen zu den neuesten Entwicklungen? J. Hahn: Hitachi ist schon seit vielen Jahren wegweisend im Bereich der bildgebenden Diagnostik, sei es beim Ultraschall oder beim MRT. Unsere Innovationen bieten dem Kunden exzellente Bildqualität für maximale Information. Die Einführung der Hitachi Real-time Tissue Elastography (HI-RTE) unterstreicht unsere Position als weltweit führendes Unternehmen auf dem Gebiet der sonographischen Diagnostik. Mit diesem Tool zur Gewebedifferenzierung können Diagnosen schneller und zielsicherer erstellt werden. So werden Biopsien besser gesteuert und können teilweise sogar vermieden werden. Besser, schneller, informativer Die neuesten Innovationen von Hitachi Mit unseren MRT-Lösungen sind wir vor allem im Bereich der offenen Systeme weltweit führend. Aber auch was geschlossene Systeme betrifft, sind wir sehr gut vertreten: Erst kürzlich haben wir unser Portfolio um ein neues Gerät, mit einer Stärke von 1,5 Tesla, erweitert. Was sind die jüngsten Produktneuheiten bzw. -weiterentwicklungen von Hitachi? J. Hahn: Vor wenigen Monaten haben wir unser neues High-End Endgerät HI VISION 900 eingeführt. Dabei handelt es sich um eine Top-Plattform für verschiedenste Anwendungsbereiche im Bereich Ultraschall. Einer unserer Schwerpunkte liegt auf dem Sektor Innere Medizin und Gastro. Natürlich ist das Gerät auch für alle anderen Applikationssegmente bestens geeignet. Das Top-Gerät hat vielfältige Möglichkeiten und lässt keine Wünsche offen. Wie reagiert Ihr Unternehmen auf den Kostendruck im Krankenhaus? J. Hahn: Uns ist bewusst, dass wir unsere führende Position nur halten können, wenn wir den Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten attraktive Finanzierungsmöglichkeiten anbieten. Daher bemühen wir uns, neue Standards zu setzen, das Angebotsspektrum zu erweitern und dies insbesondere über individuelle Leasing- und Finanzierungsmodelle wie auch Nutzungsverträge zu praktizieren. Im Rahmen unseres Technologie-Leasingprogrammes hat der Kunde z. B. die Möglichkeit, einzelne Komponenten des eingesetzten Systems in gesetzten Zeitrahmen auszutauschen und so stets up-to-date zu bleiben. Meiner Meinung nach sind vor allem die Nutzungsverträge für unsere Kunden besonders hilfreich: Die Abrechnung erfolgt anwendungsbezogen, d.h. der Kunde zahlt die tatsächliche Nutzung des Gerätes, auf Basis von Mindestsätzen. Auf diese Weise können die effektiven Kosten effizienter kontrolliert und gesteuert werden. Welche Bedürfnisse haben die Anwender in den Krankenhäusern? J. Hahn: Für die Anwender ist es besonders wichtig, dass die Geräte vielfältig einsetzbar sind. Wenn ein Produkt von mehreren Abteilungen genutzt werden kann, so senkt dies die Kosten ungemein. Unsere Geräte haben den Vorteil, dass alle unsere Sonden mit allen Systemen kompatibel sind und die Geräte-Interfaces gleichartig aufgebaut sind. Beispielsweise kann der Anwender in der Abteilung Innere Medizin das Gerät auch in der Chirurgie verwenden. Er kann seine Spezialsonden an die gleiche Plattform anschließen und spart somit finanzielle Ressourcen, weil er sich nicht drei, vier oder fünf weitere Geräte anschaffen muss. Auf diese Weise unterstützen wir sowohl das Kostenmanagement, als auch den effektiven Einsatz von technischem Gerät in den Kliniken. Gleichzeitig müssen sich die unterschiedlichen Anwender nicht mit verschiedenen Geräte-Interfaces vertraut machen, was sich auch im anzusetzenden Trainingsaufwand positiv bemerkbar macht. Für die Aus- und Weiterbildung des Klinikpersonals und der niedergelassenen Ärzte haben wir in 2007 die Hitachi Medical Systems Technology Academy in Düsseldorf gegründet. Es stehen maßgeschneiderte Programme für Ärzte, Wissenschaftler, medizinisches Fachpersonal, Techniker, Manager und andere interessierende Fachkreise zur Verfügung. Ob Klinische Anwendungen, Management (MBA), Medizintechnik, Forum oder Servicethemen: Wir versuchen, diese in einem Blickwinkel von 360 zu sehen. Jürgen Hahn Geschäftsführer Hitachi Medical Systems GmbH, Wiesbaden Tel.: 0611/ Fax: 0611/ Healthcare Re-imagined. National, interdisziplinär, intensivmedizinisch 21. Februar 2008: Geburtsstunde der Deutschen Interdisziplinären Gesellschaft für Intensivmedizin (DIGI) Intensivmedizin und Intensivtherapiestationen reflektieren den hohen Standard medizinischer Behandlungsprozesse. Die moderne Intensivmedizin vereint in ihren Bemühungen um die Behandlung schwerstkranker Patienten den medizinischen Fortschritt und die komplexen Behandlungsstrategien aller großen medizinischen Fachgebiete. Weltweit haben sich daher, speziell diesen Bedingungen Rechnung tragend, in den vergangenen 25 Jahren interdisziplinäre nationale und internationale intensivmedizinische Fachgesellschaften etabliert. Dieser Entwicklung wird nunmehr Rechnung getragen: Während des 18. Symposiums Intensivmedizin und Intensivpflege, findet die Gründungsveranstaltung zur Deutschen Interdisziplinären Gesellschaft für Intensivmedizin (DIGI) statt (21. Februar 2008, 19:00 Uhr im Saal Borgward des CCB). Die DIGI möchte folgende Ziele verfolgen: die Weiterentwicklung und Verbreitung des Wissens in der Intensivmedizin, die Entwicklung von Standards für eine optimale, professionelle und multidisziplinäre Versorgung kritisch kranker Patienten, die Förderung der theoretischen und praktischen Aus- und Weiterbildung in der Intensivmedizin, auch durch Hospitationen, die Förderung der intensivmedizinischen Forschung, besonders die Schaffung einer Plattform für multidisziplinäre, fächerübergreifende Forschungsprojekte (inklusive Pflegeforschung), die Entwicklung einer nachhaltigen Qualitätssicherung in der Intensivmedizin, die Vertretung der Belange der Intensivmedizin gegenüber Behörden, Krankenhausinstitutionen, ärztlichen Berufsvertretungen und anderen dritten Stellen, die Kommunikation, Koordination und Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Gesellschaften im In- und Ausland, die sich mit der Intensivmedizin in Wissenschaft und Praxis befassen, Die Vertretung von Belangen der Intensivmedizin und Notfallmedizin auf internationaler Ebene, besonders bei Instanzen der Europäischen Union. 18. Symposium Intensivmedizin + Intensivpflege, Bremen Als größter verbandsunabhängiger Kongress für Intensivmedizin und Intensivpflege hat sich das Symposium Intensivmedizin + Intensivpflege in 16 Jahren bestens etabliert. Es verzeichnet jährlich steigende Teilnehmerzahlen. Auch in diesem Jahr werden sich vom Februar 2008 zahlreiche Interessenten in Bremen über den aktuellen Stand der Forschung informieren: Über 160 Sitzungen und Workshops und ca. 500 Vorträge bieten dazu reichliche Gelegenheiten. Begleitet wird das Symposium von einer Industrieausstellung mit mehr als 120 Unternehmen. Im Jahr 2007 verzeichnete das Symposium Teilnehmer und über 350 namhafte Referenten. Die Veranstaltung hat sich über die Jahre mit sechs thematischen Schwerpunkten Anästhesie, Perspektiven Krankenhaus, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Intensivpflege und Modern Campus erfolgreich durchgesetzt. Die das Symposium begleitende Ausstellung, bietet allen Teilnehmern stets eine hervorragende Möglichkeit, sich über neueste Produkte und Dienstleistungen aller Aussteller zu informieren. Neben Vorträgen, Workshops und Ausstellung werden auch im Rahmen des 18. Symposiums Intensivmedizin + Intensivpflege herausragende wissenschaftliche Arbeiten gewürdigt: Hanse-Preis für Intensivmedizin 2008, gestiftet von der Fresenius AG sowie 2 Hanse-Pflegepreise, gestiftet von der Firma KCI Medizinprodukte GmbH und dem Wissenschaftlichen Verein zur Förderung der klinisch angewendeten Forschung in der Intensivmedizin. Kontakt: Prof. Dr. med. W. Kuckelt HCCM Consulting GmbH, Bremen Tel.: 0421/ Fax: 0421/ Fortsetzung von Seite 1 Höchst anspruchsvolle Arbeitswelten Intensivmedizin unterstrichen werden soll. Die Qualität eines Behandlungsprozesses kann sich an sehr einfachen Fragestellungen orientieren: Machen wir das Richtige und machen wir das Richtige mit den richtigen Mitteln? Das Anlegen von Datenfriedhöfen durch Ablage all dessen was messbar erscheint oder das kritiklose Erfassen von Zertifizierungskriterien allein ist jedenfalls dabei dabei nicht hilfreich. Große Bedeutung erlangt auch in zunehmendem Masse die Auseinandersetzung mit Fragen von Fehlentscheidungen, Fehlbedienungen, Irrtümern, subjektiven Beurteilungen nicht objektiver Gegebenheiten und anderer Fehler bei der Behandlung kritisch Kranker, die nicht selten fatale Konsequenzen haben. Iatrogene Ereignisse infolge fehlerhafter Organisations- und Arbeitsabläufe sind ein Problem der gesamten Medizin. Sie sind häufiger als bisher angenommen und oft das klar benennbare Resultat von Mängeln im Behandlungsablauf. Iatrogene Schäden sind auch in der Intensivtherapie ein bedeutendes Problem bei dem der Faktor Mensch eine besondere Rolle spielt. Auch im Arbeitsprozess wird menschliches Verhalten oft von Nachlässigkeit, individueller Verantwortungslosigkeit, Inkompetenz, Ignoranz, Aggressivität, Trainingsdefiziten und physischen bzw. psychischen Faktoren bestimmt, was sich in der Intensivmedizin in besonderem Maße auswirken kann. Für die Intensivmedizin ist derzeit noch nicht umfassend sichergestellt, dass eine landesweite, ganzheitliche Qualitätssicherungskonzeption, die all diesen Bedingungen Rechnung trägt, in absehbarer Zeit etabliert werden könnte. Dies ist aber dringend notwendig, zumal das gesamte Gesundheitssystem gegenüber anderen Wirtschaftsbereichen viel nachzuholen hat, wenn die Qualität der Leistungen effektiv kontrolliert und gesichert werden soll. Prof. Dr. Werner Kuckelt HCCM-Consulting GmbH, Bremen Tel.: 0421/ Fax: 0421/

11 Pharma Seite Februar 02/ Deutsche Krebshilfe Preis 2006 Die Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, Prof. Dr. Dagmar Schipanski, verlieh im Dezember 2007 im Rahmen einer Feierstunde im Alten Rathaus Bonn den Deutsche Krebshilfe Preis 2006, gestiftet von Dr. Wilhelm Hoffmann. Preisträger ist Prof. Dr. Harald zur Hausen, ehemaliger Stiftungsvorstand des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg. Er wurde ausgezeichnet für seine grundlegenden Arbeiten auf dem Gebiet der Tumor-Virologie, die auch zur Entwicklung des neuen Impfstoffes gegen das Humane Papillomvirus (HPV) geführt haben. Zur Hausen hat somit maßgeblich dazu beigetragen, die Prävention von Gebärmutterhalskrebs zu verbessern. Die Deutsche Krebshilfe vergab den Preis zum elften Mal. Er ist mit dotiert. Professor zur Hausens Forschung auf dem Gebiet der Krebsentstehung durch Viren hat ihn zu einem Wegbereiter neuer Ansätze der Vorbeugung und Behandlung von Krebserkrankungen gemacht, sagte Prof. Dr. Otmar D. Wiestler, Wissenschaftlicher Stiftungsvorstand des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg und Vorsitzender des Beirates der Deutschen Krebshilfe, in seiner Laudatio auf den Preisträger. Die Arbeiten von Professor zur Hausen sind ein hervorragendes Beispiel dafür, wie das Wissen aus dem Labor in die klinische Praxis gebracht werden kann und so den Menschen unmittelbar zugute kommt, so Wiestler. Harald zur Hausen und sein Wissenschaftlerteam haben bereits in den 1970-er Jahren postuliert, dass Humane Papillomviren für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind. In der Folge klärten sie die Mechanismen auf, mit denen das Virus infizierte Zellen entarten lässt. Die Entdeckung des Auslösers der bei Frauen dritthäufigsten Krebserkrankung eröffnete völlig neue Perspektiven Über 200 Teilnehmer besuchten im November 2007 den Onkologiekongress zu aktuellen Forschungsprojekten im Klinikum München-Großhadern, den die Bio Biotech Cluster Development GmbH bereits zum 2. Mal organisiert hatte. Die Veranstaltung gab einen Überblick über die Forschungsaktivitäten in der Onkologieszene im Münchner Biotech Cluster, die bereits mehrere Arzneimittel in verschiedenen Stadien der klinischen Zulassung hervorgebracht hat. Der Münchner Biotech Cluster zählt zu den führenden Zentren in der Medikamentenentwicklung in Deutschland. Das gilt insbesondere für den Indikationsbereich der Onkologie. Auf dem Kongress in Großhadern diskutierten Mitarbeiter aus Forschungseinrichtungen sowie aus den Unternehmen über den neuesten Stand in der Forschung. Professor Dr. Harald zur Hausen, Heidelberg, gewürdigt Prof. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, und der Preisträger Prof. Dr. Harald zur Hausen. der Vorbeugung und Behandlung: Weltweit wurde an Konzepten zur Impfung gegen Papillomviren gearbeitet, so Wiestler. Anfang der 1990-er Jahre gelang es Wissenschaftlern, so genannte virus-like-particles" gentechnisch herzustellen, aus denen sie den Impfstoff gegen das HP-Virus entwickelten. Im Juni 2006 wurde dieser Impfstoff in den USA, im März 2007 dann in Deutschland zugelassen. Die von zur Hausen und seiner Gruppe erarbeiteten, bahnbrechenden Erkenntnisse auf dem Gebiet der Krebsviren sind insgesamt über 200 Mal in wissenschaftlichen Journalen publiziert und mit national und international hochrangigen Preisen ausgezeichnet worden. Dieser Erfolg unterstreicht Harald zur Hausens Bedeutung als Forscher, Arzt und Wegbereiter eines revolutionären Ansatzes in der Krebsmedizin, betonte Wiestler. Prof. zur Hausen wurde bereits mehrfach für den Nobelpreis nominiert. Forschung ist unerlässlich, um neue, wirkungsvollere Therapieverfahren gegen Krebs zu entwickeln sowie die Prävention und Früherkennung von Krebs voranzubringen, sagte Schipanski bei der Übergabe des Deutsche Krebshilfe Preis Dank der Krebsforschung und der verbesserten Behandlungsmöglichkeiten könnten heute jeder zweite Krebs-Patient geheilt und die Lebensqualität vieler Betroffener deutlich erhöht werden. Die Deutsche Krebshilfe fördert insbesondere solche Forschungsprojekte, die eine rasche Übertragung grundlegender Forschungsergebnisse in die klinische Anwendung versprechen, so Schipanski. Der Deutsche Krebshilfe Preis geht zurück auf eine Erbschaft, welche die Deutsche Krebshilfe vor über elf Jahren erhielt. Die Erbschaft war verbunden mit der Auflage, den Erlös zinsbringend anzulegen und aus den Erträgen einen jährlichen Preis für herausragende Arbeiten in der Onkologie zu vergeben. Mit der Verleihung des Deutschen Krebshilfe Preis kommt die in Bonn ansässige Organisation dem letzten Wunsch der Familie Dr. Wilhelm Hoffmann nach. Das Humane Papillomvirus ist Hauptverursacher von Gebärmutterhalskrebs. An diesem bösartigen Tumor erkranken in Deutschland jedes Jahr Frauen neu; rund sterben daran. Mehrere hundert verschiedene Humane Papillomviren sind bisher bekannt. Für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs sind insbesondere die Hoch-Risiko-Typen HPV 16 und 18 verantwortlich. Diese Viren werden fast ausschließlich beim Geschlechtsverkehr übertragen. Etwa 70% der Frauen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit HP-Viren. In der Regel siegt das Immunsystem über das Virus, so dass es unbemerkt von selbst wieder verschwindet. Wenn die Infektion jedoch chronisch wird, kann Gebärmutterhalskrebs entstehen. Präventionsmaßnahmen wie die HPV-Impfung sind daher besonders wichtig. Die Impfung ist jedoch nur wirksam, wenn noch keine Virusinfektion besteht. Daher sollte die Impfung bei jungen Mädchen vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgen. Seit dem 1. Juli 2007 werden die Impfkosten für Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Kongress zur Krebsforschung in München Ein Höhepunkt des Kongresses war der Plenarvortrag von Prof. Dr. Axel Ullrich, Direktor des Max-Planck-Institutes für Biochemie in Martinsried. Seine richtungsweisenden Arbeiten in den Bereichen molekulare Signalübertragung in der Zelle und Tumorbiologie haben bereits zur Entwicklung und Zulassung mehrerer moderner Krebsmedikamente geführt. Große Aufmerksamkeit fand auch Prof. Dr. Rolf-Dieter Issels, Projektleiter an der GSF und Medizinischen Klinik und Poliklinik III der LMU, der über die regionale Tiefenhyperthermie als zielgerichtete Therapiestrategie referierte. Auf Seiten der Industrie fand der Vortrag von Dr. Horst Lindhofer, Geschäftsführer der Trion Pharma GmbH, der über Trifunktionale Antikörper in der Krebstherapie sprach, große Beachtung. Im weiteren Programm referierten namhafte Wissenschaftler der beiden Münchner Eliteuniversitäten über die neuesten Ergebnisse der Forschungsgruppen an ihren Instituten. Forscher aus Biotech- und Pharmaunternehmen informierten über ihre Produkte in der präklinischen und klinischen Entwicklung. Beteiligt waren außerdem die Micromet AG, Pieris AG, 4SC AG sowie die Kinaxo Biotechnologies GmbH und Patrys GmbH. Trotz des Rückschlags, den die GPC Biotech AG mit ihrem Prostatakrebsmittel Satraplatin erleben musste, zeigte der Kongress das große Potential der vielen weiteren Medikamentenkandidaten für unterschiedlichste Einsatzgebiete, die sich im Münchner Raum in fortgeschrittenen Entwicklungsstadien befinden. Vom Molekül zum Medikament Direktor Balling: Riesiger Erfolg für biomedizinische Forschung in Deutschland Das Pharmaunternehmen Bristol-Myers Squibb (BMS) bringt jetzt ein Krebsmedikament gegen metastasierenden Brustkrebs namens Ixempra auf den US-amerikanischen Markt. Der darin enthaltene Wirkstoff ist von Epothilon B abgeleitet, einem Naturstoff, den Wissenschaftler am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig entdeckt und erforscht haben. Prof. Hans Reichenbach mit Bodenproben. Der Naturstoff Epothilon B ist Ausgangsbasis für das neue Krebs-Medikament. BMS hat die Epothilon-Technologie 1997 vom HZI einlizenziert und bis zur Marktreife weiter entwickelt. Mediziner in den USA können das Medikament ab sofort gegen Brustkrebs einsetzen, der bereits Metastasen gebildet hat und gegen andere Medikamente resistent ist. Pharmaexperten trauen Ixempra ein großes Potential als Brustkrebsmedikament zu und später auch gegen andere Krebsarten. In Europa wird es voraussichtlich in der zweiten Hälfte 2008 zugelassen. Bereits in den 1980er Jahren haben die Wissenschaftlerteams um den Chemiker Prof. Gerhard Höfle und den Biologen Prof. Hans Reichenbach an der damaligen Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF), dem heutigen HZI, die Epothilone entdeckt. Diese neue Klasse biologisch aktiver Naturstoffe stammt aus den im Boden lebenden Myxobakterien. Epothilone wirken auf die Mikrotubuli in Körperzellen. Diese mikroskopisch kleinen Proteinröhrchen teilen die Chromosomen während der Zellteilung auf die Tochterzellen auf. Kommen Epothilone in die Zelle, blockieren sie die Mikrotubuli die Zellen können sich nicht teilen, sterben ab und werden abgebaut. Da Krebszellen sich besonders häufig teilen, reagieren sie sehr empfindlich auf das Epothilon. Die Folge: Tumore werden im Wachstum gebremst, schrumpfen und verschwinden. Am Anfang des Entwicklungsprozesses stand die Beobachtung des Mikrobiologen Dr. Klaus Gerth aus Reichenbachs Team, dass ein spezieller Stamm von Myxobakterien eine interessante Substanz produziert: Sie kann lebende Zellen abtöten. Dr. Norbert Bedorf aus Höfles Abteilung Naturstoffchemie stellte die Substanz erstmals in reiner Form her und klärte ihre chemische Struktur auf Epothilon hatte die Bühne der Pharmaforschung betreten. Dann folgten weitere Jahre intensiver Forschung: Neben der Optimierung der chemischen Struktur musste die Produktion des Epothilons verbessert werden. Dafür wurden die Myxobakterien genetisch verändert und ihre Lebensbedingen in Bioreaktoren so optimiert, dass sie das potenzielle Krebsmittel in ausreichender Menge herstellten. Dieser Produktionsprozess diente BMS dann als Basis für die Herstellung des Medikaments. Danach entwickelte BMS eine halbsynthetische Variante des Epothilon B und führte die vorklinischen sowie dann die weltweiten klinischen Studien am Menschen durch, um die Zulassung zu beantragen. Epothilon beweist, dass die öffentliche biomedizinische Forschung in Deutschland Weltklasse hat und Lösungen für die drängenden Gesundheitsprobleme der Menschen erarbeiten kann, freut sich Prof. Dr. Rudi Balling, wissenschaftlicher Direktor des HZI über das Ergebnis: Gerade in der Helmholtz-Gemeinschaft ist es uns gelungen, exzellente Grundlagenforschung mit der Perspektive auf die industrielle Anwendung zu verbinden. Dazu sei aber auch ein langer Atem erforderlich, wie die Erfolgsgeschichte des Epothilons zeige. Genau diese Ausdauer gepaart mit wissenschaftlicher Kreativität war Höfles und Reichenbachs Schlüssel zum Erfolg: Wir sind sehr stolz darauf, dass wir und unser Team dazu beigetragen haben, diese neue Art der Krebstherapie zu entwickeln. Jetzt ernten wir die Früchte von 30 Jahren biologischer und chemischer Forschungsarbeit. Hannes Schlender Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung D - Braunschweig Tel.: 0531/ Fax: 0531/

12 12 Pharma Management & Krankenhaus 02/2008 Probiotischer Joghurtdrink spart Kosten Studienergebnisse bestätigen die positive Wirkung von Actimel Eine erst kürzlich im British Medical Journal erschienene Studie belegt den positiven Einfluss des probiotischen Joghurtdrinks Actimel auf die Inzidenz von Antibiotika- und Clostridium difficile-assoziierten Diarrhöen (CDAD). Aus den Ergebnissen der Untersuchung lässt sich ein mögliches Einsparungspotential bei der Therapie von Clostridium difficile (C. difficile)-assoziierten Diarrhöen vor allem in Krankenhäusern ableiten. Im Rahmen der Studie erhielten 135 hospitalisierte Patienten begleitend zu einer Antibiotikatherapie zweimal täglich entweder 100 g des probiotischen Joghurtdrinks Actimel oder eines entsprechenden Kontrollmilchprodukts. Die Gabe wurde auch eine Woche nach der Therapie fortgesetzt. Von den Patienten, die den Joghurtdrink Actimel erhielten, erkrankten nur sieben von 57 Studienteilnehmern an Diarrhö und niemand von ihnen an C. difficile-assoziierter Diarrhö (CDAD). In der Kontrollgruppe erkrankten 19 von insgesamt 56 Patienten an Diarrhö und neun von 53 an einer durch C. difficile hervorgerufenen Diarrhö. Dies entspricht einer absoluten Risikoreduktion von Antibiotika-assoziierten Diarrhöen durch Actimel um 22% bzw. von durch C. difficile-assoziierten Diarrhöen um 17%. Dazu erklärte die Studienleiterin Dr. Mary Hickson vom Charing Cross Hospital in London (Hickson et al British Medical Journal 335: 80-83): Die Senkung der Inzidenz Antibiotika-assoziierter Diarrhöen durch den Verzehr probiotischer Drinks könnte zur Reduzierung der Gesundheitskosten bei Patienten über 50 Jahren beitragen. Positive Beeinflussung der körpereigenen Abwehrkräfte Studien zeigen also den gesundheitlichen Nutzen probiotischer Lebensmittel. Inzwischen liegen auch mehr als 15 klinische Studien zur Wirkung von Actimel vor, in denen beispielsweise belegt wurde, dass der Joghurtdrink die Häufigkeit, den Schweregrad und die Dauer von akuten Diarrhöen bei Kleinkindern vermindert, die beschwerdefreie Zeit bei Kindern mit Heuschnupfen verlängert, die Eradikationsrate von H. pylori bei Kindern, die mit Antibiotika behandelt werden, steigert und die Dauer von Winterinfektionen bei älteren Erwachsenen verkürzt. Entlastung des Gesundheitssystems Die geschätzten Behandlungskosten für die Therapie eines CDAD-Patienten in Großbritannien liegen bei 5.920, während die Kosten für eine begleitende Gabe von Actimel pro Patient und einem durchschnittlich 17-tägigen Verzehr noch nicht einmal ein Prozent der oben genannten Therapiekosten einnehmen. Überträgt man nun die aus der Studie resultierende Kostengegenüberstellung auf Was sind eigentlich Probiotika? das deutsche Gesundheitswesen, würden die Mehrkosten eines CDAD-Patienten von knapp den Ausgaben für Actimel in Höhe von ca. 6,80 gegenüberstehen. Dr. Jean-Michel Antoine, der wissenschaftliche Leiter bei Danone, sagte hierzu: Wir freuen uns sehr darüber, dass diese Studie, für die unser Produkt Actimel verwendet wurde, die Frage beantwortet, ob ein spezifisches Probiotikum das Risiko für eine Infektion mit C. difficile senken und auf diese Weise zur Kosteneinsparung im Gesundheitswesen beitragen kann. Gesundheitlicher Nutzen von Lactobacillus Casei Defensis Die gängigste Definition lautet: Probiotika sind definiert als lebende Mikroorganismen, die in ausreichender Menge in aktiver Form in den Darm gelangen und dadurch positive gesundheitliche Wirkungen erzielen. Probiotische Nahrungsmittel müssen ebenso wie andere funktionelle Lebensmittel demnach für den Verwender einen besonderen gesundheitlichen Nutzen bieten. Obwohl die meisten probiotischen Bakterien zu der Gruppe der Milchsäurebakterien gehören, kann die Wirkung von probiotischen Stämmen sehr unterschiedlich sein. Wenn es in nächster Zeit gelingen sollte, die Wirkung einzelner probiotischer Stämme genau zu charakterisieren, ist es möglich, je nach medizinischer Indikation ganz gezielt probiotische Bakterienstämme einzusetzen. Einsatzgebiete Probiotische Lebensmittel sind keine Arzneimittel und somit ursprünglich nicht zur Therapie von Erkrankungen bestimmt. Allerdings können bestimmte Probiotika günstige Einflüsse auf einige Körperfunktionen und das allgemeine Wohlbefinden haben. Diese können unterstützender oder präventiver Art sein, was sie zu einer klinisch interessanten Option macht. Zu den allgemeinen Wirkungen, die probiotische Lebensmittel zeigen können, zählen z.b. die Prävention bestimmter Infektionskrankheiten, Besserung einer Laktose-Intoleranz, Besserung von Störungen der Darmpassage, günstige Wirkung auf chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Prävention oder Besserung von allergischen Symptomen. Noch weitgehend unbestätigt, aber interessant sind Hinweise auf mögliche Wirkungen bei der Krebsprävention, der Cholesterinsenkung und der Prävention der Osteoporose. Weitere Wirkungen sind theoretisch möglich, müssen aber erst noch genauer erforscht werden. Wirkweise Der Verzehr eines Nahrungsmittels, das probiotische Kulturen enthält, verändert vorübergehend das Gleichgewicht der Darmflora, indem es den Anteil der nützlichen Bakterien erhöht. Diese Zunahme an nützlichen Bakterien kann den Verwender vor pathogenen Erregern schützen, indem die nützlichen Bakterien mit den Erregern um Nährstoffe konkurrieren, ihre Anheftung an das Darmepithel verhindern, ein für pathologische Keime ungünstiges (saures) Milieu schaffen oder antimikrobielle Substanzen bilden, welche die pathogenen Erreger direkt beeinträchtigen. Die Wirkungen sind aber stamm- bzw. produktspezifisch. Manche probiotischen Produkte haben z.b. positive Wirkungen auf die Immunabwehr (z.b. Actimel), andere wiederum verbessern die Verfügbarkeit von Nährstoffen oder beschleunigen die Darmpassage. Merkmale und Eigenschaften Lactobacillus casei DN (Handelsname: L. Casei Defensis) ist ein probiotischer Bakterienstamm, der nur in Actimel, dem probiotischen Joghurtdrink von Danone, enthalten ist. Mehrere Studien belegen, dass dieser Bakterienstamm die Magen- Darm-Passage in beträchtlicher Anzahl lebend übersteht. Die hohe Konzentration von L. Casei Defensis im Darm ist die Grundvoraussetzung für die gesundheitliche Wirkung des Produkts. Bei dem Produkt Actimel handelt es sich um eine fermentierte Milch, die neben dem probiotischen Stamm L. Casei Defensis die beiden klassischen Joghurtkulturen Lactobacillus bulgaricus und Streptococcus thermophilus enthält. Wissenschaftliche Grundlagen Die Wirkung von Actimel wurde in zahlreichen klinischen und präklinischen Studien intensiv untersucht. Diese Studien zeigen, dass Actimel die körpereigenen Abwehrkräfte vom Darm ausgehend auf unterschiedlichen Ebenen positiv beeinflussen kann. So kann Actimel das natürliche Gleichgewicht der Darmflora unterstützen, einen positiven Einfluss auf die Regenerationsfähigkeit der Darmschleimhaut ausüben und das Immunsystem positiv modulieren. Wirkungen auf das Immunsystem In einer Studie wurde die Wirkung von Actimel auf das Immunsystem bei starker sportlicher (physischer) Belastung untersucht, die bekanntermaßen zu einer Beeinträchtigung des Immunsystems führen kann. Bei den 25 im Rahmen dieser Studie untersuchten Sportlern führte die starke physische Belastung zu einer Abnahme der natürlichen Killerzellaktivität. Diese Abnahme war jedoch nach dem Verzehr von Actimel verringert. Auch psychische Belastungen können sich negativ auf das Immunsystem und die Gesundheit auswirken. In einer weiteren Studie wurde der Einfluss von Actimel auf das Immunsystem in einer psychischen Stresssituation untersucht. Dadurch konnte gezeigt werden, dass Actimel die Anzahl natürlicher Killerzellen und cytotoxischer T-Zellen auf dem Ausgangslevel stabilisiert, während die Anzahl in der Kontrollgruppe abnahm. Die Einflüsse von L. Casei Defensis auf das Immunsystem sind allerdings modulierender Natur. Dies ist vor allem dann von Bedeutung, wenn das Immunsystem überreagiert und so z.b. unerwünschte Entzündungen auslöst. In einer in vitro-untersuchung mit Darmzellen, die Patienten mit Morbus Crohn entnommen wurden, wurde z.b. gezeigt, dass die Kultivierung der Zellen mit L. Casei Defensis die Bildung entzündlicher Substanzen durch das Gewebe verringerte und die Zahl bestimmter Immunzellen reduzierte. Actimel wirkt sich also nachweislich immunmodulierend aus. Einfluss auf Allergien, Durchfall- und Infektionserkrankungen Der präventive und therapeutische Einsatz probiotischer Kulturen für Nahrungsmittelallergien, atopische Dermatitis und Asthma ist von beträchtlichem Interesse. L. Casei Defensis Männer betrachten ihren Körper als Instrument, das Leistungsanforderungen erfüllen muss, meint Männercoach Dr. Dr. Michael Despeghel aus Konstanz. Schließlich zählen Leistung, Härte und Potenz zu den zentralen Identitätsmerkmalen des Mannes. Wenn Er aber eines Tages nicht mehr steht, kratzt dies umso stärker am Selbstwertgefühl. Dabei ist die erektile Dysfunktion häufig nur der Vorbote einer Vielzahl von Störungen, die mit Testosteronmangel, Fettleibigkeit, Typ-2-Diabetes, Osteoporose sowie Fettstoffwechselstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen Hand in Hand gehen, erklärte Prof. Dr. Dr. Aksam A. Yassin aus Norderstedt bei Hamburg anlässlich des Media Dinners Beste Jahre oder Midlife-Crisis?, initiiert von Bayer Vital. Die Best-Ager, wie man Männer über 40 immer öfter bezeichnet, stehen mitten im Leben und erscheinen voller Kraft und Leistungsstärke. Doch nur wenige sorgen dafür, dass es auch zukünftig so bleibt. Was ihre Gesundheit betrifft, so scheinen die vielfach Erfolgsverwöhnten eher sorglos, gerade wenn es um Vorsorgeuntersuchungen und gesunden Lebensstil geht. Denn der Gesundheitsmuffel Mann neigt nach Despeghel dazu, den Nutzen und die Effektivität von gesundheitsfördernden Maßnahmen nicht zu erkennen. Um Männer zu einer Änderung ihres Gesundheitsverhaltens zu bewegen, muss daher das eigene Gefährdungspotenzial durch Risikofaktoren wie beispielsweise starkes Übergewicht, Rauchen, Alkoholkonsum und zu wenig Bewegung hoch sein. Gleichzeitig sollte der zeitliche Aufwand für den gesunden Lebensstil überschaubar und die Änderungen in das alte Leben integrierbar sein. Typische Männerprobleme ganzheitlich behandeln Als wichtiges Signal zur Stärkung des Pharmastandortes Deutschland bezeichnet Dr. Dr. Andreas Barner, Vorsitzender des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA), die in Berlin vorgestellte Pharma-Initiative für Deutschland des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Die deutsche Politik beginne damit, die medizinische und volkswirtschaftliche Bedeutung der Hightech-Branche Pharma nicht nur ernst zu nehmen, sondern konsequenterweise auch zu fördern: Medizinische Innovationen werden zu den international wichtigsten Wirtschaftsgütern der nächsten Jahrzehnte gehören. Deutschland kann, ja muss dabei wieder eine führende Rolle im Weltmarkt anstreben, so Barner. So konnte in einer Studie gezeigt werden, dass die beschwerdefreie Zeit bei Kindern mit Asthma/Heuschnupfen durch den regelmäßigen Verzehr von Actimel signifikant verlängert werden konnte, auch allergische Heuschnupfenepisoden traten seltener auf. In einer weiteren Studie wurde außerdem geprüft, ob der Joghurtdrink die Häufigkeit der Diarrhö-Erkrankungen bei kleinen Kindern senken kann. Es zeigte sich, dass die Dauer jeder Diarrhö-Episode bei jenen Kindern am deutlichsten verkürzt, die Actimel erhielten. Der Einfluss von L. Casei Defensis auf akute Durchfälle wurde darüber hinaus in einer in Indien durchgeführten Studie untersucht. Beobachtet wurden der Schweregrad der Diarrhö sowie die Zeit bis zur Rückkehr einer normalen Stuhlkonsistenz. Die Kinder, die die mit L. Casei Defensis fermentierte Milch erhielten, zeigten eine verkürzte Diarrhö- Dauer. Auch auf Winterinfektionen hat der Joghurtdrink einen positiven Einfluss. In Frauen werden nach Angaben des Bundesgesundheitsberichtes mit 81,6 Jahren im Schnitt 5,6 Jahre älter als Männer. Eine Ursache für die kürzere Lebenserwartung könnten die Gesundheitsprobleme sein, die bei älteren Männern häufiger auftreten als bei Frauen: Typ-2-Diabetes, Adipositas, Störungen des Fettstoffwechsels und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Meist gehen diese Krankheiten mit erektiler Dysfunktion (ED) und Testosteronmangel einher, deren Behandlung Studien zufolge auch den Verlauf von Begleiterkrankungen günstig beeinflussen kann. Das zeigte sich beispielsweise bei ED-Patienten, die außerdem an koronaren Herzerkrankungen litten: Sie wurden mit dem Phosphodiesterase (PDE)-5-Hemmer Vardenafil (Levitra) behandelt, was nicht nur die erektile Funktion verbesserte, sondern auch einen positiven Effekt auf die Blutgefäße hatte. Präparate aus der Substanzklasse der PDE-5-Hemmer sind zur medikamentösen Behandlung der ED die Mittel der ersten Wahl. Vardenafil hat sich dabei als hochpotent wirksam und gut verträglich erwiesen. Auch den Testosteronmangel ins Visier nehmen Bei einer Behandlung mit PDE-5-Hemmern sollte man jedoch nicht den Testosteron-spiegel aus den Augen verlieren, erklärte Yassin. Schätzungen zufolge weisen in Deutschland rund zwei Millionen Männer im Alter zwischen 40 und 70 Jahren erniedrigte Testosteronspiegel auf. Von einem Mangel spricht man bei einem Testosterongehalt von weniger als 12 nmol pro Liter Blutserum. Er verstärkt nicht nur die ED, sondern führt zu einer Reihe weiterer Störungen, indem er beispielsweise dazu beiträgt, die Knochensubstanz abzubauen, die Muskelmasse und -funktion zu mindern, Depressionen zu fördern und den abdominellen Fettansatz zu forcieren. Deshalb sollte bei Männern mit erhöhtem Bauchumfang (> 102 cm) immer der Testosteronspiegel geprüft und gegebenenfalls medikamentös in den Normbereich angehoben werden. Eine Hormonsubstitution kann beispielsweise mit dem Testosterongel Testogel geschehen, das Patienten selbst täglich auf die Schultern, Oberarme und/oder Bauch auftragen. Für die Langzeitbehandlung ist das Depotpräparat Nebido gut geeignet. Es wird etwa alle zwölf Wochen in den Muskel injiziert und sorgt für einen gleichmäßigen Testosteron-Spiegel im Blut. Wer kommt für die Therapie in Frage? Fallbeispiel Diabetes Bei Patienten mit ED und Typ 2-Diabetes bietet sich die Therapie mit dem PDE-5- Hemmer Vardenafil an. Darauf weisen die Daten einer plazebokontrollierten Studie bei 380 Patienten hin, die bei Bedarf maximal einmal täglich Levitra (10 bzw. 20 mg) erhielten. Die Gabe von Levitra führte zur signifikanten Verbesserung der erektilen Funktion (p<0,0001 vs. Plazebo). Eine andere Studie zeigte, dass bei Patienten, die unter einem Testosteron-Mangel-Syndrom und Diabetes litten, sich durch die Anhebung des Testosteronspiegels in den Normbereich sowohl der Body Ein wichtiger Teil der Initiative ist das neue, mit 100 Mio. Euro dotierte Förderprogramm BioPharma, das überzeugende Produktentwicklungsstrategien zum Kriterium für die Bewilligung von Unterstützung macht. Dies zeige, so Barner, dass das BMBF Pharmaforschung zu Recht nicht nur als medizinische, sondern auch als Management-Herausforderung begriffen habe. Gerade für junge Unternehmen stellen die langen Arzneimittel-Entwicklungszeiten von 10 bis 12 Jahren eine große Hürde dar; denn hohen Ausgaben für die Entwicklung ihrer Arzneimittel stehen noch keinerlei Erträgen zugelassener Medikamente gegenüber, so Barner. Ihnen kann die Förderung helfen, Durststrecken zu überwinden. einer Studie mit älteren Menschen zeigte sich, wenn auch das Auftreten der Winterinfektionen nicht beeinflusst wurde, dass die Dauer der Infektionen bei den Probanden, die den Joghurtdrink verzehrten, im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant um 20% gesenkt werden konnte. Informationen zu den im Text erwähnten Studien erhalten Sie bei Danone Scientific Service, Tel.: 06102/ , Quelle: Probiotischer Joghurtdrink hilft Antibiotika-assoziierte Diarrhöen zu verhindern, Pressekonferenz, Veranstalter Danone, , Hamburg Ulrike Hoffrichter Beste Jahre oder Midlife-Crisis? Die Männergesundheit als ganzheitliche Herausforderung Mass Index als auch der Bauchumfang reduzierte. Gleichzeitig kam es zu einer deutlich besseren Blutzucker-einstellung. Daraus lässt sich ableiten, dass bei hypogonadalen Patienten mit ED und Diabetes eine Kombination des PDE-5-Hemmers Vardenafil mit Testosteron sinnvoll sein kann. Zusätzliche Behandlungsoption bei PDE-5-Nonrespondern Bei hypogonadalen Patienten, die nicht zufriedenstellend auf eine PDE-5-Therapie ansprechen, ist ein Behandlungsversuch mit Testosteron angezeigt, führte Yassin weiter aus. Wie wirksam dies sein kann, zeigte eine Studie, in der 122 Patienten mit erektiler Dysfunktion und Hypogonadismus das langwirksame Testosteronpräparat Nebido nach einer Aufsättigungsdosis nach sechs Wochen im Dreimonats-Rhythmus verabreicht wurde. Nach zwölf Wochen hatten 66 und nach acht Monaten 71 von 122 Patienten (58 %) eine weitgehend normalisierte erektile Funktion erreicht. Wie die Weiterführung dieser Studie zeigte, ließ Nebido auch die Taille schmelzen, verbesserte das Lipidprofil, senkte den Blutdruck und reduzierte den HbA1c-Wert. Damit wurden alle Parameter des metabolischen Syndroms verbessert und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich gesenkt. ED als Warnsignal? Die ED stellt eindeutig ein frühes Signal für die Entwicklung arteriosklerotischer Folgeerkrankungen des metabolischen Syndroms dar und sollte auch aus medizinischer Sicht viel ernster genommen werden. Wenn die ED als Alarmsignal betrachtet werde, seien auch Männer davon zu überzeugen, gesünder zu leben, meint Despeghel. Man müsse sie nur richtig ansprechen und von dem Nutzen einer Verhaltensänderung überzeugen. Denn dann gehe es nicht mehr um Lifestyle, sondern um handfeste Risikoreduktion. Wie effektiv dies sein kann, belegen die Ergebnisse der Interheart-Studie, nach der mediterrane Ernährung, Nikotinverzicht, minimaler Alkoholkonsum und körperliche Aktivität das Herzinfarkt-Risiko um bis zu 65% senken konnten. Literatur beim Autor. Dr. Herbert Schäfer Bayer Vital GmbH Bayer Schering Pharma, Leverkusen Tel.: 0214/ Fax: 0214/ Neues Förderprogramm der Bundesregierung Barner abschließend: Wir sehen die Initiative als Signal, dass Deutschland künftig auch zu einer besseren Abstimmung zwischen Forschungs-, Wirtschafts- und Gesundheitspolitik findet. Das ist wichtig, damit Programme wie das heute vorgestellte auch volkswirtschaftlichen Ertrag für Deutschland bringen. Dr. Rolf Hoemke Verband Forschender Arzneimittelhersteller Tel.: 030/ Fax: 030/

13 Management & Krankenhaus 02/2008 HIV-Therapie Das wissenschaftliche Komitee der europäischen Arzneimittelbehörde (EMEA) hat ein positives Votum für die Zulassung der fixen Dreifachkombination Atripla bestehend aus Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovir Disoproxilfumarat zur Therapie der HIV-1-Infektion bei Erwachsenen abgegeben. Nach seiner Zulassung in den USA im Juli 2006 wird es sobald hier zugelassen auch in Europa das erste und einzige HAART-Behandlungsregime (Highly Active Anti-Retroviral Therapy) sein, das in Form einer einzigen Tablette zur Verfügung steht. Umstellung auf generische Antipsychotika? Zwei Untersuchungen aus den Niederlanden, die innerhalb der 1st European Conference on Schizophrenic Research: Perspectives from European Networks in Düsseldorf im September 2007 vorgestellt wurden, kamen zu dem Ergebnis, dass die unkritische Umstellung auf generische Antipsychotika für Patienten mit schizophrenen Psychosen problematisch sein kann. Dabei hat die unkritische Umstellung laut Studien einen überaus negativen Einfluss auf die Therapietreue der Patienten was auch unter ökonomischen Gesichtspunkten unvorteilhaft ist. Der gesunde Mann Das Pharmaunternehmen Bayer Vital und die Deutsche Gesellschaft für Andrologie (DGA) haben zum zweiten Mal eine Förderung für Forschung im Bereich Männergesundheit vergeben. Die mit dotierte Unterstützung ging im Dezember 2007, während der DGA- Jahrestagung, an Dr. Agnieszka Paradowska, Universität Gießen, für ihre vergleichende Untersuchung der Spermatozoen fertiler und infertiler Männer. In ihrer Arbeit wird Paradowska die Interaktion des so genannten BRDT-Gens mit speziellen Histonen in Spermatozoen untersuchen. Multiples Myelom Phase-III-Daten belegen die Wirksamkeit von Lenalidomid (Revlimid) in der First-Line-Therapie des multiplen Myeloms. Der Arzneistoff Als drittgrößte Pharmafirma Großbritanniens entwickelt Shire plc Arzneimittel, die die Lebensqualität von Patienten verbessern. Nach der Gründung in Großbritannien 1986 vertrieb Shire zunächst verschiedene Calciumpräparate, übernahm 1995 das erste Unternehmen und expandierte 1997 in die USA. Mittlerweile ist die Firma ein kompetenter Ansprechpartner in den Indikationen Neurologie, Gastroenterologie und Nephrologie. Die Produktpalette umfasst Präparate zur Behandlung von gastrointestinalen und renalen Erkrankungen, von Aufmerksamkeitsdefizitsstörung mit und ohne PHARMA News gehört zur neuen Wirkstoffgruppe der immunmodulatorischen Substanzen (IMiDs) und ist in Europa, der Schweiz und den USA für eine Kombinationstherapie mit Dexamethason bei Patienten mit einem multiplen Myelom (MM) zugelassen, die bereits eine Standardtherapie erhalten haben. Zweitlinientherapie bei CML Nilotinib (Tasigna) hat im November 2007 in der Europäischen Union die Zulassung als neue Therapie für erwachsene Patienten mit Philadelphia-Chromosom positiver chronischer myeloischer Leukämie (CML) in chronischer und akzelerierter Phase erhalten, die eine Resistenz oder Unverträglichkeit gegenüber einer früheren Behandlung einschließlich Imatinib (Glivec) aufweisen. Tasigna ist das Ergebnis unseres Engagements, innovative Arzneimittel zu entwickeln, um sie Patienten, denen bislang unzureichende Therapieoptionen zur Verfügung standen, anbieten zu können, sagte David Epstein, Präsident und CEO von Novartis Oncology. Informativer Austausch Die Internationale Akademie für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen (The International Cardiovascular And Metabolic Academy - ICMA) veranstaltete im Dezember 2007 ihren ersten interaktiven Workshop in Brüssel. Basierend auf den Ergebnissen und Auswertungen neuer klinischer Studien informierten sich Ärzte über Trends zu Prävention und Therapie von Hypertonie und Herz- Kreislauf-Erkrankungen. Die ICMA besteht aus einer Gruppe anerkannter Spezialisten im Bereich kardiovaskulärer Erkrankungen und wird durch eine Weiterbildungsförderung von Bayer Schering Pharma unterstützt. Weltkrieg und Reprivatisierung Auf eine bewegte Vergangenheit blickt das Dresdner Pharmaunternehmen Apogepha zurück: Gründung 1882 aus einer Apotheke, Krisenmanagement während des 2. Weltkriegs, Verlust der Eigenständigkeit innerhalb der DDR. Mit der Wende kam die Reprivatisierung. Mesalazin bei Colitis ulcerosa Hyperaktivität (ADHS) und von humangenetischen Krankheiten. Neu in Deutschland eingeführt wird derzeit das Präparat Mezavant, die erste Mesalazin-Tablette für die Therapie der Colitis ulcerosa. Die innovative MMX-Technologie (Multi- Matrix-System) ist effektiv in der Akuttherapie und der Remissionserhaltung und steigert die Compliance durch die tägliche Einmalgabe deutlich. Die einmal tägliche Gabe kann zu deutlich verbesserten Erfolgen in der Behandlung führen. Neueste Studiendaten weisen zudem auf eine schnelle Linderung der Hauptsymptome hin. 5-Aminosalicylsäure- Heute wird der urologische Spezialist von Henriette Starke, die die Leitung des Familienunternehmens in dritter Generation fortführt, gelenkt. Zum 125. Firmenjubiläum im November 2007 kam unter anderem Staatsministerin Helma Orosz. Gestrafftes Produktportfolio Das forschende Arzneimittelunternehmen hat im Januar 2008 den Verkauf der Produkte Ralenova, Novantron und Sonata bekannt gegeben. Vertrieben werden die Medikamente nun von Meda Pharma, einer Tochter der schwedischen Meda AB. Mit dem Verkauf möchte das Unternehmen die Konzentration auf das Kerngeschäft fortsetzen. Um eine reibungslose Versorgung der Patienten sicherzustellen, erfolgte eine schrittweise Übernahme der Produkte. Rheuma ohne Decke Trotz 1,5 Mio. Betroffenen in Deutschland fristet das Volksleiden Rheuma heute oft ein Schattendasein im öffentlichen Bewusstsein. Nun startet unter der Überschrift Rheuma ohne Decke in Düsseldorf eine außergewöhnliche Aufklärungskampagne: Seit Januar 2008 werden Passanten mit Plakaten, die eine Düsseldorfer Designstudentin zu einem Kreativwettbewerb gestaltete, kon frontiert. Initiator dazu war die Rheu - ma tologie der Heinrich-Heine- Uni versität Düsseldorf und das Rheumazentrum Rhein-Ruhr. Als Kooperationspartner engagierten sich Abbott Immunology sowie die Wall AG. Generationen helfen sich Im Mehrgenerationenhaus Jung hilft Alt des SOS-Kinderdorfes Saar bekommen junge, zuvor arbeitslose Menschen seit 1985 die Chance, sich im Bereich der Altenpflege und Hauswirtschaft weiterzubilden. Neben beruflicher Qualifikation erhalten sie so eine neue Zukunftsperspektive. Das Projekt wurde von dem forschenden Arzneimittelhersteller Janssen-Cilag als neuer Partner in dessen Corp orate-social-responsibility-programm (CSR) aufgenommen. Substanzen (5-ASA) bewirken eine reduzierte Leukotriensynthese und greifen daher unspezifisch in die Entzündung ein. Proinflammatorische Zytokine werden weniger gebildet, freie toxische O 2 -Radikale inaktiviert, die Leukozyten-Chemotaxis reduziert und die Aktivität neutrophiler Granulozyten gehemmt. Für die Entwicklung 5-ASA MMX- Formulierung wurde die Firma Shire mit dem H. G. Creutzfeldt-Innovationspreis ausgezeichnet. Mehr zu Mezavant in Management & Krankenhaus 03/08. Daniela Sczesny Pharma 13 Große Themenvielfalt auf der Diabetes 2008 Was beim Mammakarzinom bereits Routine ist, gibt es jetzt auch beim kolorektalen Karzinom (CRC): Durch die Bestimmung bestimmter Tumoreigenschaften wird es möglich, genau die Patienten zu behandeln, die am besten auf ein Medikament ansprechen. Dies erläuterten Experten auf einer von Amgen GmbH veranstalteten Einführungspressekonferenz zu Vectibix für Patienten mit kolorektalem Karzinom in München im Januar Jeder zweite Darmkrebs wird erst in einer metastasierten Situation erkannt. Spricht eine solch fortgeschrittene Erkrankung auf die herkömmlichen Chemotherapien nicht mehr an, steht seit 15. Januar diesen Jahres eine neue Option für die Behandlung zur Verfügung: Panitumumab (Vectibix). Der voll humane monoklonale Antikörper bindet an den Rezeptor des epidermalen Wachstumsfaktors (EGFR) und hemmt damit verschiedene zelluläre Signalwege, die für Zellproliferation, Zellüberleben, Angiogenese und Metastasierung erforderlich sind, wie Prof. Dr. Thomas Kirchner vom Pathologischen Institut der LMU München berichtete. Dies führt auch in einem weit fortgeschrittenen, metastasierten Stadium des CRC häufig noch zu einer Stabilisierung oder einem partiellen oder vollständigen Ansprechen der Erkrankung. Dr. Dirk Arnold, Oberarzt an der Klinik für Innere Medizin IV der Martin-Luther-Universität Halle, berichtete über die Ergebnisse der Zulassungsstudie (van Lutsen et al. ECCO 2007, Abstract 0007) für Panitumumab. 463 Patienten mit metastasiertem CRC erhielten randomisiert entweder Panitumumab (6 mg/kg i.v.) alle 14 Tage plus die bestmögliche supportive Versorgung (BSC) oder BSC alleine. Ein objektives Ansprechen auf die Antikörperbehandlung zeigten 10 % der schwerstkranken Patienten, eine Krankheitskontrolle, d.h. ein Ansprechen oder sie erlebten eine Stabilisierung der Erkrankung 37 %. Im BSC-Arm sprach kein Patient an und nur 10 % erlebten eine Stabilisierung. Panitumumab verlängerte signifikant das progressionsfreie Überleben (p < 0,0001): Die mittlere Am 8. und 9. Februar findet in diesem Jahr unter dem Motto informieren denken handeln die Fachmesse Diabetes 2008 in Münster statt. Neben der Beteiligung verschiedener Berufs- und Fachverbände und gesundheitspolitischen Interessensvertretungen wirkt erstmals auch die Bundeszahnärztekammer mit. Des Weiteren kooperiert die Messe mit Hausärzten, Gefäßmedizinern, Kardiologen, Neurologen, Nephrologen, Urologen und Gastroenterologen. Die Messe hat sich in den letzten Jahren zu einer wichtigen Plattform für den Austausch zwischen Medizin, Gesundheitswirtschaft und Politik etabliert und steht für fachübergreifenden Austausch mit internationalem Renommee. Inhaltlich reichen die Themen über alle Bereiche, die mit Diabetes zusammenhängen: Herz, Hirn, Blase, Magen-Darm und Mundgesundheit. Aber auch sportmedizinische und ernährungsphysiologische Aspekte, Pädiatrie und die Versorgung demenzkranker Patienten nehmen einen wichtigen Stellenwert ein. Teil des Programms sind Foren zu praxisnahen Themen wie Verordnungsmanagement, DMP und innovative Health-Care-Leistungen, sowie neue Formate wie Meet-the-Experts-Sessions, Breakfast- und Lunchsymposien. Parallel zum Fachkongress präsentieren mehr als 100 Aussteller aus den Bereichen Pharmazie, Medizintechnik und Gesundheitsdienstleistung neue Produkte und Leistungen. Zertifiziert ist der Kongress für Ärzte, Zahnärzte, Apotheker, Diabetesberater und -assistenten, Diätassistenten und Oecotrophologen, Podologen und medizinische Fachangestellte. Besuchen Sie uns auch auf unserem Stand F17 und informieren Sie sich über die Print-Produkte aus dem Healthcare- Bereich des GIT-Verlags. Metastasiertes kolorektales Karzinom Individualisierte Therapie wird möglich Abb. 1: Subgruppenanalyse nach KRAS-Status; Patienten mit KRAS-Wildtyp profitieren hinsichtlich progressionsfreiem Überleben deutlich. Abb. 2: Subgruppenanalyse nach KRAS-Status: Patienten mit KRAS-Mutation profitieren nicht. Zeit bis zum Progress lag im Panitumumab-Arm mit 13,8 Wochen deutlich über dem im Kontrollarm (8,5 Wochen). Keiner der Patienten erlitt eine schwere Infusionsreaktion des Grads 3 oder 4. Häufig traten meist leichtere Hautausschläge auf sowie etwas seltener Hypomagnesämien und Diarrhoen. Signalweg gezielt regulieren Bei einer Subgruppenanalyse zeigte sich, dass das Ansprechen auf die Panitumumab-Therapie je nach KRAS-Status unterschiedlich war. Das GTP-bindende Protein KRAS ist Teil eines wichtigen intrazellulären Signalwegs ausgehend von EGFR. Bei der Pro Generika-Mitgliederversammlung im Januar 2008 ist der Vorstand des Verbandes neu gewählt worden. Dem Gremium gehören jetzt sechs statt bisher fünf Mitglieder an. In ihren Ämtern als Vorstandsvorsitzender und Stellvertretende Vorstandsvorsitzende wurden Wolfgang Späth (Hexal AG) und Anneliese Demberg (Stadapharm) Weist das auf dem Chromosom 12 liegende KRAS-Gen eine von bisher 7 bekannten Mutationen auf, verselbstständigt sich die Aktivität dieses Signalproteins und ist über EGRF nicht mehr zu beeinflussen. Normalerweise wird aber RAS über EGFR reguliert. Deshalb kann bei den Patienten ohne Mutation im KRAS-Gen (ca. 60 %) der EGFR-Antikörper Panitumumab seine volle Wirkung entfalten, was die Subgruppenanalyse klinisch bestätigen konnte (Abb.1 u. 2). Individualisiert = ökonomisch Nachdem die Bedeutung des KRAS- Status für die Wirksamkeit von Vergrößerter Vorstand neu gewählt Testroutine etabliert Im Vorfeld der Einführung von Panitumumab verglichen 7 pathologische Institute in Deutschland die verfügbaren Tests und validierten sie im Ringversuch. Mit der Markteinführung von Panitumumab stehen nun an diesen pathologischen Instituten (Charité Berlin, MH Hannover, Ruhr-Universität Bochum, Universität Düsseldorf, TU Dresden, Heidelberg, LMU München) qualitätsgesicherte KRAS-Tests zur Verfügung. Bundesweite offene Ringversuche zur qualitätsgesicherten KRAS-Testung an weiteren Institutionen sind ab März vorgesehen. Zur Bestimmung des KRAS-Status ist formalinfixiertes, paraffineingebettetes Karzinomgewebe (Biopsat oder OP-Präparat) aus dem Primärtumor oder einer Metastase erforderlich. Die Dauer der Analyse beträgt etwa 4 6 Tage. Panitumumab deutlich geworden war, erfolgte parallel zur Vorbereitung des breiten klinischen Einsatzes von Panitumumab auch die Etablierung eines Routinetests auf KRAS-Mutationen (Kasten). So ist nun mit der Markteinführung des Anti-EGFR-Antikörpers und der qualitätsgesicherten Testung eine individualisierte Therapie für Patienten mit refraktärem metastasierten CRC möglich. Dr. Wolfgang Abendhardt, Hämatologe und Onkologe in einem onkologischen MVZ in München begrüßte, dass so unwirksame Therapieversuche vermieden werden. Die gute Verträglichkeit mache zudem eine Prämedikation und eine initiale Aufsättigung überflüssig. Und kurze Infusionszeiten nur alle 2 Wochen bedeuten in der Praxis eine gute Therapielogistik von Patienten mit refraktärem metastasierten CRC. Alles in allem stelle Panitumumab damit eine auch ökonomisch sinnvolle Therapieoptimierung dar, so der Münchner Onkologe. Friederike Klein, München bestätigt. Als Schatzmeister wurde Dr. Ludger Hubl (Mylan dura) neu in den Vorstand gewählt. Sein Vorgänger Alois Brenner (Winthrop) gehört dem Vorstand weiterhin als Beisitzer an. Dr. Heike Streu (Basics) und Gerd Lehmann (ratiopharm) komplettieren als weitere Beisitzer den Vorstand. CE Blutzuckermessgerät mit Bluetooth-Technologie Das smart-labgenie ist das weltweit erste CE zertifizierte und EU zugelassene Blutzuckermesssystem mit Bluetooth-Technologie und ist seit vergangenem Jahr erhältlich. Die Vorteile sind u. a. die gemessenen Blutzuckerwerte auf jeden Bluetooth fähigen PC, jedes Bluetooth fähige Handy und auf jedes Telemedizinsystem übertragen zu können. Telemedizin ist die zukünftige Rundumversorgung des Patienten. Der Arzt hat die Möglichkeit, von seiner Praxis aus die Werte seines Patienten jederzeit abzufragen, um in kritischen Situationen sofort reagieren zu können. Für jeden Arzt war es bisher sehr umständlich, bei einem Behandlungstermin die Daten seines Patienten aufgrund der Vielfalt der Blutzuckermessgeräte und den dazugehörigen Übertragungskabeln auszulesen. Das Beschaffen der verschiedenen Kabelvariationen war in der Vergangenheit zu zeit- und kostenaufwändig ist. Dies hat sich nun geändert. Das smart-labgenie verfügt über ein blau beleuchtetes Display, sowie eine beleuchtete Teststreifenaufnahme, wodurch Kontrollmessungen in der Nacht vereinfacht werden. Messzeiten von nur 5 Sekunden ermöglichen eine schnelle und diskrete Messung. Die genauen Messungen bieten verlässlich gemessene Werte und fördern eine exakte Auswertung für die weitere Behandlung. In regelmäßigen Intervallen lässt der Hersteller von unabhängigen renommierten Diabeteskrankenhäusern klinische Studien erstellen, um die Qualität der Blutzuckermessgeräte beständig zu gewährleisten. Die Eingabe der Insulineinheiten ist eine Funktion, die dem Diabetiker die Abfrage der jeweils gespritzten Einheiten immer und überall ermöglicht und somit die Eigenkontrolle verbessert. Gerade für ältere Diabetespatienten, die feinmotorische Einschränkungen aufweisen, ist das Gerät durch die Rädchen Funktion oder auch Scroll Funktion bedienungsfreundlich. Durch das Auf- oder Abrollen gelangt der Patient einfach zum jeweiligen Menüpunkt. Alle Blutzuckermesssysteme führen vollblutkalibrierte Messungen durch, welche für den Vergleich mit Laborwerten gerade für Ärzte oder Mediziner eine entscheidende Rolle spielen können. Viele Diabetiker legen Wert auf Diskretion. Durch das I-Pod oder Handy ähnliche Design der Blutzuckermessgeräte ist es möglich, unauffällig seinen Blutzuckerwert zu messen. Da heute die meisten Menschen ein eigenes Handy besitzen, hat Endobase ein Modell entwickelt mit dem man sein vorhandenes nutzen und optimieren und dadurch u.a. zum Blutzuckermessger machen kann. Aus dieser Idee ist das smart- Labgenie entstanden. Das Smart-Labglobal hat das Format einer Scheckkarte und ist für ein Anbringen am Handy mit Hilfe eines Klettverschlusses vorgesehen. Das Handy dient hierbei als Display. Bei der Messung wird automatisch der Wert via Bluetooth an das Handy übertragen und angezeigt. Ebenso wird die Menüführung über das Mobiltelefon geführt. Der Diabetiker hat die Möglichkeit, eine erweiterte Software zu erwerben, um die gemessenen Daten optimal auszuwerten. In das smart-labglobal ist ein kleines Display integriert, damit der Diabetiker, falls der Akku des Handys oder Lesegerätes unterwegs leer gehen sollte, dennoch seinen Blutzuckerwert bestimmen kann. Die Anbindungen der Blutzuckermesssysteme wurden von verschiedenen Unternehmen, wie Health Insight Solution GmbH Telemedizinanbieter realisiert. Diese entwickelt technische Lösungen und ganzheitliche Konzepte im Bereich des modernen Gesundheits- und Aktivitätsmonitoring. Samira Sabic HMM Heidelberger-Medical-Marketing GmbH, Dossenheim Tel.: 06221/ Fax: 06221/ Forschungspolitik setzt auf Gesundheitswirtschaft Im Januar hat das Bundeministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den Wettbewerb Gesundheitsregionen der Zukunft gestartet. Mit diesem Programm sollen beispielsweise Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft bei der Medikamentenentwicklung, in der Medizintechnik und der sektorübergreifenden medizinischen Versorgung oder Prävention gefördert werden. Dazu sagt Cornelia Yzer, Hauptgeschaeftsfuehrerin des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA): Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller begrüßt nachdrücklich dieses Foerderprogramm, mit dem die wirtschaftliche Bedeutung der Gesundheitswirtschaft unterstrichen wird. Es soll die Akteure aus Forschung, Entwicklung und Gesundheitsversorgung regional zusammenführen und zur Profilbildung von Regionen beitragen Das Programm kann damit auch ein Beitrag dazu sein, Deutschland zum Kompetenzzentrum für eine demographieorientierte Medizin zu machen. Die Gesundheitswirtschaft ist mit 4,3 Mio. meist überdurchschnittlich qualifizierten Mitarbeitern bei weitem die größte Branche in Deutschland; und nicht zuletzt aufgrund der demographischen Entwicklung gehört sie zu den Branchen mit dem größten Potenzial für die Zukunft.

14 14 Facility & Management Management & Krankenhaus 02/2008 Vielfalt in der Patientenversorgung Das FranziskusCarré, eine Einrichtung der St. Franziskus Stiftung Münster, nahm mit insgesamt 17 Facharztpraxen und verschiedensten Gesundheitsdienstanbietern im vergangenen Jahr den Betrieb auf. Es gehört zu St. Franziskus-Hospital Münster und verfügt nun insgesamt über m² Nutzungsfläche. Diese ermöglichen eine Verteilung auf 23 Mieteinheiten, die bereits während der Bauphase verpachtet waren. Die Investitionskosten von rund 16 Mio. wurden aus Eigen- und Kapitalmarktmitteln aufgebracht. Sie werden durch die Vermietung der Räumlichkeiten refinanziert. Insgesamt umfasst das Gebäude fünf Ebenen, die an drei Seiten den Sockel eines Bettenhauses umschließen. Die drei oberen Ebenen dienen als Praxisflächen sowie für ambulante Operationen. Auch die endoskopische Abteilung des Krankenhauses ist hier untergebracht. Der Zugang zum FranziskusCarré ist gleichzeitig die Eingangshalle des Hospitals. Hier befinden sich die Akademie des Sehens (Beratungsstelle für Sehbehinderte), Apotheke, Café, Friseur, Hörgeräteakustik, Praxis für Physiotherapie, Sanitätshaus, Medizintechnik (Schlaf-Atemzentrum), Shops sowie die Informationsund Wartezonen. Alle Angebote können sowohl von den Patienten des FranziskusCarrés als auch von Patienten des St. Franziskus-Hospitals genutzt werden. Die Schaffung Inbetriebnahme des FranziskusCarrés, Münster, zeigt Innovationsgeist vertikaler Netzwerkstrukturen sichert die umfassende Versorgung unsere Patienten auf hohem Niveau an einem Ort, sowohl stationär als auch ambulant führt Burkhard Nolte, Geschäftsführer der St. Franziskus Hospital Münster GmbH an. Insbesondere mit der Etablierung des Fachärztezentrums wurde unser bereits bestehendes Leistungsspektrum vertieft und erweitert, so der Geschäftsführer weiter. Für die jetzigen Mieter wurden mit dem Bau des FranziskusCarrés wirtschaftlich höchst interessante Mietflächen zur Verfügung gestellt. Nicht nur die kurzen Wege für Patienten, die innerstädtische Lage und die gute Verkehrsanbindung, sondern auch die Zusammenarbeit mit dem leistungsstarken St. Franziskus- Hospital und die damit verbundene Nutzung von Personal, medizinischen Geräten und Räumlichkeiten sind konzeptionell interessant. Das Hospital leistet dadurch einen wichtigen Beitrag zur Überwindung der ambulanten und stationären Sektorengrenzen. Eine Vielzahl von Spezialisten sind damit direkt am Krankenhaus angesiedelt: Fachärzte für Anästhesie, Angiologie, Augenheilkunde, Dermatologie, Diabetologie, Dialyse, Gynäkologie, HNO, Innere Medizin, Kardiologie, Kinderchirurgie, Nuklearmedizin, Oralchirurgie, Pädaudiologie, Pränataldiagnostik, Pulmologie, Radiologie sowie Der Blick geht in die Eingangshalle des FranziskusCarre s: Links ein Teilbereich der Gesundheitsdienstanbieter, rechts ein Café und die Hospitalinformation. Schmerztherapie. Auslöser für die Netzwerkidee waren u. a. die gesundheitspolitischen Entwicklungen (z. B. Forderung einer verstärkten ambulanten und stationären Verzahnung) verbunden mit einer wachsenden Nachfrage nach Ansiedlungs- bzw. Kooperationsmöglichkeiten am Hospital. In Absprache mit den leitenden Ärzten des St. Franziskus-Hospitals Münster wurden frühzeitig die vorgesehenen Behandlungsschwerpunkte und damit die entsprechenden Kooperationspartner festgelegt und daraufhin gemeinsame Ziele definiert: siehe Abb. 1. Letztlich wird die Entwicklung strategischer Projekte, z. B. komplexer Versorgungsmodelle sowie die Erarbeitung einer gemeinsamen Marketingstrategie angestrebt, so Burkhard Nolte. Mit der FAC T GmbH ist ein Spezialist für ganzheitliches Facility Management im Gesundheitswesen für die Wirtschaftlichkeit verantwortlich für das FranziskusCarré. Bereits in der Planungs- und Konzeptionsphase haben wir eine umfangreiche Erlös- und Investitionsplanung erstellt, führt Dipl. Ing. Stefan Kleine an. Insbesondere auch das erarbeitete Energiemanagement lässt uns beruhigt in die Zukunft blicken, so der verantwortliche Projektleiter der FAC T GmbH, die eine Tochter der St. Franziskus- Stiftung Münster ist. Dr. med. Ulrike Teßarek (MPH) ist für die Organisationsstruktur zuständig und schließt dadurch die Lücke zwischen Hospital und FranziskusCarré. Die Schaffung der Stabstelle einer Netzwerkmanagerin sichert die Kommunikation und Kooperation der vielfältigen Disziplinen und Arbeitsbereiche und bietet so die Entwicklungsplattform für gemeinsame Projekte. Pastell bleibt, Holz kommt Möbel im Baukastensystem: Funktionalität und Originalität sind kein Widerspruch Seit mehr als Hundert Jahren widmet sich die Stiegelmeyer-Gruppe aus Herford, Ostwestfalen-Lippe, Einrichtungssystemen für Kliniken und Seniorenheime. Im Krankenhaus positioniert der Anbieter etwa das Systembett Seta als funktional wie optisch ansprechende Patienten- Schlafstätte. Denn das Bild hat sich geändert: Vom schlichten Funktionsmobiliar, das nicht immer positive Assoziationen hervorrief, haben sich Krankenhaus-Möbel vielerorts zu wirklichen Designerstücken gemausert. Wohlfühlfaktor inklusive. Ulrike Hoffrichter sprach mit Lars Schröder von Stiegelmeyer über Design-Trends und neue Produkte. M & K: Sie bieten verschiedene Neuheiten im diesem Jahr welche stechen hervor? Lars Schröder: Im Fokus steht sicherlich unser neuer Nachttisch der Somero. Ähnlich wie unsere Seta-Krankenhausbettenfamilie ist er als Baukastensystem konzipiert, so dass man ihn von der Normalstation bis hin zur Wahlleistung einsetzen kann. Kunden können ihn individuell mit vielen hilfreichen Kennt sich aus mit Trends und Funktionalität: Lars Schröder, Stiegelmeyer, Herford Moment handelt es sich zwar nur um einen Normentwurf, aber wir reagieren schon heute, weil hier die neuesten Sicherheitserkenntnisse eingeflossen sind und wir uns damit in einer besonderen Verantwortung sehen. Wann wird der Bettennormentwurf kommen wer legt ihn fest? hohen Anforderungen gewachsen sind. Woran lässt sich diese Qualität festmachen? Lars Schröder: Man weiß, wie Krankenhausbetten manchmal geschoben werden und dass sie z.b. oft gegen die Türzarge rammen. Unsere Bettenfamilie Seta besitzt bei allen Ausführungsvarianten mit den kombinierten Seitenlehnen einen umlaufend Schutz Stöße gegen die Leibungen werden so wirksam abgefedert. Ferner gehen die Qualitätsprüfungen und Belastungstests unserer Produkte weit über die gängigen Normvorgaben hinaus Der Alltag ist schließlich härter als die Norm festschreibt. Testen Sie im eigenen Haus? Lars Schröder: Wir kombinieren beides miteinander: Im eigenen Haus simulieren wir Dauerlauf- oder Belastungstests. Und wir geben unsere neuen Produkte in Krankenhäuser, bevor sie offiziell auf den Markt gehen, um eine alltägliche Gebrauchs-Situation zu kreieren. Abb. 1: Hochgesteckte Ziele: Integration des neuen Wirtschaftsmodells und erweiterte Patientenversorgung Burckhard Nolte, Dipl. Kaufmann St. Franziskus-Hospital Münster Geschäftsführer D Münster Tel.: 0251/ Fax: 0251/ Schnörkellose Ästhetik: Metall- und Holzoptik harmonieren gut und geben in Kombination dem Bett eine warme, unaufdringliche Note. Der auf Branchenlösungen spezialisierte Schnell-Lieferdienst Trans-o-flex hat ein Baukastensystem von Dienstleistungen entwickelt, mit dem Kunden die verschärften gesetzlichen Bedingungen im Pharmabereich komplett erfüllen können. Seit Januar gibt es für hochwertige und besonders sensible Güter die aktive Temperaturführung im Bereich von 8 bis 25 Celsius. Versendete Produkte verlassen so während der gesamten Transportkette nie den so genannten Raumtemperaturbereich. Kunden aus dem Pharmabranche können durch diese Lösung die gesetzliche Auflagen erfüllen und Haftungsrisiken auszuschließen. Nach dem Start des Services in Deutschland wird es schrittweise auch international angeboten. Umschlag und Transport der Ware Anforderungen im Pharmabereich verschärfen sich Transport in kontrolliertem Temperaturbereich: Neue Dienstleistung im Baukastensystem findet ausschließlich in klimatisierten Bereichen und Fahrzeugen statt. Die Temperatur wird kontinuierlich gemessen, gesteuert, überwacht und dokumentiert. Arzneimittelverordnung erfordert dringend eine neue Lösung Hintergrund des neuen Angebots sind die verschärften Anforderungen an Transport und Lagerung von Arzneimitteln. Nach der Arzneimittelund Wirkstoffherstellungsverordnung (AMWHV) müssen kritische Größen wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit auch während des gesamten Transports gemessen und dokumentiert werden. Der ab Januar 2008 erhältliche Service misst, kontrolliert und dokumentiert, zu welchem Zeitpunkt welche Produkte welcher Temperatur und Luftfeuchtigkeit ausgesetzt waren. Wird eine Über- oder Unterschreitung der vorab definierten Grenzwerte festgestellt, bietet Transo-flex an die Auslieferung zu stoppen und die Ware dann je nach Anweisung des Versenders zu behandeln. Die Varianten reichen von der Kennzeichnung und Einlagerung der Ware bis zum Rücktransport an den Versender. Manche Arzneimittel vertragen auch eine längere Überoder Unterschreitung des Temperaturbereichs problemlos. Die nachvollziehbare Dokumentation ist jedoch nach AMWHV unabdingbar. Bei allen Servicevarianten können Kunden den jeweiligen Temperaturlebenslauf ihrer Produkte genauso einfach verfolgen wie ihre Sendungen. Dafür wurden die Kundenserviceprogramme erweitert. Dank der Integration der gesamten ThermoControl-Produktpalette in die EDV-Systeme ist die Auslieferinformation für alle ThermoControl- Sendungen unmittelbar nach der Zustellung online erhältlich. Ebenso werden die Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsinformationen für jedes Packstück zeitnah mit den Sendungsdaten verknüpft. Die Kunden können dadurch exakt nachweisen, unter welchen Bedingungen ihre Packstücke wann und wo transportiert wurden. Individuelle Auswertungen etwa nach Versandtagen, Sendungen oder Empfängern sind jederzeit möglich, einschließlich der sensiblen Temperaturdaten. Sabine Kolaric Trans-o-flex Schnell-Lieferdienst GmbH & Co. KG, Weinheim Tel.: 06201/ Fax: 6201/ kleinen, netten Details ausstatten, z.b. einer Laptop-Schublade. Viele Patienten nutzen inzwischen während ihres Krankenhausaufenthalts nämlich auf der Wahlleistungsstation mittlerweile ihre eigenen Rechner. Daneben ergänzen wir unsere Seta Produkt-Familie um eine weitere Variante ein zweites Untergestell. Das Seta reva ist ein sehr elegantes Krankenhausbett mit Säulenuntergestell, das neben seiner bestechenden Optik auch sehr leicht zu reinigen ist. Außerdem optimieren wir die kombinierten Seitenlehnen dies geschieht auch vor dem Hintergrund der zu erwartetnden neuen Bettennorm (IEC ). Wir rechnen hier mit deutlich strengeren neuen Anforderungen an die Seitensicherungssystemeabstände. Kombinierte Seitenlehnen sind auf jeden Fall die richtige Antwort hierauf. Im Lars Schröder: Ein Normenausschuss, der sich aus verschiedenen Herstellern und Experten aus verschiedenen Nationen zusammensetzt, arbeitet einen Entwurf aus, der international gültig sein wird. Der Status quo wurde bereits ins Deutsche übersetzt. Zwar können die Beteiligten noch Einsprüche einlegen und ggf. Änderungen bewirken. Daher ist noch nicht abzusehen, wann die Norm genau wirksam werden wird. Wir rechnen ungefähr 2010 oder 2011 mit der alleinigen Gültigkeit. Worauf legen Sie bei Ihren Produkten besonderen Wert? Lars Schröder: An erster Stelle steht natürlich die Qualität. Wir kennen den robusten Krankenhausalltag und so ist es sehr wichtig, dass unsere Produkte auch diesen Neben Qualität ist auch ansprechendes Design wichtig. Arbeiten Sie mit Designern und Farbspezialisten zusammen? Lars Schröder: Wir haben z.b. bei der Entwicklung unseres Krankenhausbettes Seta sehr eng mit einem Industriedesigner kooperiert. Formen und Farben sind im Krankenzimmer sehr wichtig: Pastell-Töne bleiben im Fokus, Holztöne kommen und werden gerne mit metallischen Farben, z.b. einer Aluminium- oder Edelstahl-Optik, kombiniert. Man sieht in der Möbelindustrie im Moment, dass eher Dunkelhölzer angesagt sind. Wir stellen fest, dass die Trends aus der Einrichtungsbranche mit etwas Zeitversetzung teilweise auch im Krankenhaus aufgenommen werden. Wie reagieren Sie auf den Kostendruck im Krankenhaus? Viele Unternehmen gehen mit besonderen Angeboten darauf ein Lars Schröder: Da haben Sie recht. Um unsere Kernprodukte Krankenhausbett und Nachttisch bauen wir vielfältige Serviceleistungen und Problemlösungen herum. Etwa komplette Wartungs- und Instandhaltungsverträge. Wir bieten u. a. Bestandsaufnahmen an: Bettenbestände eines Hauses werden auf ihre Lebensdauer hin bewertet lohnt sich die Reparatur oder sind Neuankäufe nötig. Darüber hinaus bieten wir eine Software an, die das gesamte Bettenmanagement steuern kann, um so den Werterhalt zu sichern. Wir möchten uns hiermit nicht nur als Lieferant sondern als Partner und Lösungsanbieter für unsere Kunden anbieten. Das passende Accessoire : Zum Bett gesellt sich der Nachttisch, der wiederum durch verschiedene Oberflächen einen Blickfang bietet und auf Wunsch mit einer Laptop-Schublade oder Kühlschrank ausgestattet werden kann. Lars Schröder Stiegelmeyer, Herford Tel.: 05221/ Fax: 05221/

15 IT&KommunikationSeite 15 Februar 02/2008 RadiForce LCD-Monitore TeleHealth 2008 Die Kombination aus Kongressprogramm und umfangreicher Ausstellung Die internationale Kongressmesse TeleHealth, integriert in die CeBIT 2008, bietet vom 7. bis 8. März in Halle 8 ein hochkarätiges anwenderorientiertes wissenschaftliches Programm, ausgewählte themenbezogene Firmenvorträge und eine umfangreiche Ausstellung. In mehreren Best-Practice-Veranstaltungen, Workshops, Podiumsdiskussionen und Highlight Sessions werden aktuelle Themenbereiche der Telemedizin und Telematik von renommierten Referenten besprochen und diskutiert. Die Bedeutung der Telematik als grenzüberschreitende Technologie unterstreicht u. a. der Beitrag mit Empfehlungen der EHTEL Task Force Telemedicine zur nachhaltigen Entwicklung der Telemedizin in Europa sowie die Vorstellung des EU-Aktionsplans Telemedizin 2008 mit Demonstrationen und Erfahrungen aus Healthcare-Projekten ausgewählter Regionen u. a. aus Frankreich, Polen, Tschechien und Griechenland. Musterumgebung der gematik Frankreich als diesjähriges Partnerland der CeBIT ist ebenfalls mit einem Symposium zum Thema ehealth am Samstag, dem 8. März auf der TeleHealth vertreten; hier werden Fortschritte und Möglichkeiten des Home Medical Monitorings mittels Telemedizin und die Fern-Behandlung von Patienten mit E-Health-Lösungen im Nachbarland präsentiert und diskutiert. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Finanzierung und Finanzierbarkeit telemedizinischer Leistungen, welche in einer Podiumsdiskussion mit Vertretern von Krankenkassen und Krankenversicherungen diskutiert werden, ebenso die Chancen und Risiken telemedizinischer Anwendungen am Beispiel Österreichs mit Blick auf eine Kosten-/Nutzen-Bewertung. Erstmals wird die gematik (Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte, Berlin) mit einem Stand prominent auf der TeleHealth vertreten sein. Am Beispiel einer Musterumgebung zum praktischen Einsatz der elektronischen Gesundheitskarte wird an verschiedenen Arbeitsplätzen der aktuelle Stand unterschiedlicher Prozessschritte in Form von Live- Demonstrationen gezeigt. Am Arbeitsplatz Versicherung werden beispielhaft die Änderung von Versichertenstammdaten und der entsprechende Fachdienst (VS- DD) demonstriert. Umfangreicher sind die Anwendungen am Arbeitsplatz Arztpraxis, hier wird über das Ausstellen eines elektronischen Arztbriefs, dem Anlegen eines Notfalldatensatzes bis hin zum Ausstellen eines E-Rezeptes mittels Stapelund Komfortsignatur mit Fingerprint und RFID-Token der Routineablauf im Praxisalltag veranschaulicht. Der Arbeitsplatz Apotheke demonstriert das Einlösen des E-Rezeptes und die Durchführung der Arzneimitteltherapiesicherheitsprüfung. Der Versicherte kann sich am E-Kiosk nicht nur über seine auf der elektronischen Gesundheitskarte befindlichen Daten informieren, sondern auch seine Versichertenstammdaten aktualisieren. Erstmals wird in diesem Szenario die mobile Visite eingebunden, in welcher der Arzt während eines Hausbesuches über einen mobilen Kartenterminal den Patienten unter Zuhilfenahme der elektronischen Gesundheitskarte behandelt. Abgerundet wird die Präsenz der gematik mit Vorträgen zum Stand des Projekts, Datenschutz und Informationssicherheit und Darstellung der Gesamtarchitektur an jeweils an beiden TeleHealth-Tagen. Zahlreiche Firmen präsentieren Lösungen und Komponenten aus dem Bereichen Telemedizin, E-Health und Telematik, wobei auch neue Geräte für den Einsatz in Zusammenhang mit der elektronischen Gesundheitskarte präsentiert werden. Celectronic zeigt mit CARD STAR /memo2 eine mobile Lösung welche den Arzt bei Hausbesuchen unterstützt. Allein durch Einstecken einer KVK oder egk wird das Gerät eingeschaltet und dem Benutzer über verschiedenfarbige LEDs signalisiert, ob diese Karte gespeichert wurde, bereits eingelesen oder fehlerhaft ist. In der Arztpraxis wird das CARD STAR /memo2 einfach auf die integrierte Dockingstation eines dort installierten CARD STAR /medic2 aufgesteckt und authentifiziert. Das CARD STAR /medic2 stellt seine Anzeige, Tastatur und Schnittstellen dem Mobilteil zur Verfügung und lädt dessen Akku wieder auf. Die gespeicherten Daten können so unkompliziert zum Primärsystem übertragen werden. Das stationäre CARD STAR /medic2 und das mobile CARD STAR /memo2 bilden so ein gelungene Einheit für die Einführung der egk. Durch die vollständige Integration der TeleHealth 2008 in die CeBIT in Halle 8, ist die TeleHealth mit einer Mobiles CARD STAR/memo2 normalen Eintrittskarte der CeBIT zu besuchen. Registrierte Kongress- Teilnehmer können 6 CME Fortbildungspunkte pro Tag erhalten (anerkannt und zertifiziert durch die Landesärztekammer Niedersachsen) Weitere Informationen zur Tele- Health 2008 finden Sie unter www. telehealth.de Dr. Lutz Reum, Obertshausen Kurz und gut? CeBIT 2008: Anwender im Mittelpunkt, noch mehr Vielfalt Einen Tag kürzer als gewohnt wird sich die CeBIT 2008 (www. cebit.de) ihren Besuchern präsentieren. Effizienter, kürzer, vielfältiger nennen die Verantwortlichen diese Veränderung und verkaufen so die weltweit größte Messe für die digitale Industrie im Vorfeld mit einem Clou ob wirklich weniger mehr ist, werden IT-Verantwortliche vom 4. bis 9. März in Hannover erleben. Grün kommt In diesem Jahr wird das Partnerland Frankreich für Flair und Internationalität sorgen und für einen Besuch von Nicolas Sarkozy in Hannover. Noch mehr Vielfalt verspricht das Programm. Wie diese Messe überhaupt noch überschaubar sein soll, werden sich viele fragen? Schließlich war es in der Vergangenheit ja schon eingefleischten Bit-Profis kaum möglich, sich im Messe- Dschungel zu orientieren und zu den für sie interessanten Knotenpunkten zu gelangen. Die Messeleitung verspricht nun aber ein auf den Anwender zugeschnittenes Organisations-Konzept. Die Marktsegmente sind in drei große Ausstellungsbereiche gebündelt: Business Solutions, Public Sector Solutions und Home & Mobile Solutions Fundament dabei wiederum ist der Bereich Technology & Infrastructure. Die CeBIT 2008 hat eine klare Struktur, ein scharfes Profil und deutlich mehr Inhalt, lobt Reinhold Messe-Besucher, die im März im Zug nach Hannover fahren, werden dann vielleicht mit einer originellen Werbekampagne eines großen IT- Anbieters zum Denken angeregt: Ein Geschäftsmann schiebt eine mit Grünzeug beladene Schubkarre durch Bürogänge! Was soll uns das sagen? Die Informations- und Telekommunikationstechnologie bläst einiges an CO 2 in die Atmosphäre, etwa so viel wie der internationale Luftverkehr produziert. Grüne IT ist also eigentlich ein Widerspruch. Wie dieser angesichts von Klimakatastrophe und steigender Sensibilität in der Öffentlichkeit aufgelöst werden soll, steht zunehmend in der Diskussion. Bei der diesjährigen CeBIT wird dem Thema Green IT ein besonderer Schwerpunkt gesetzt. Nicht nur klassische Industriebereiche, sondern insbesondere auch die digitale Industrie steht beim Klimaschutz vor entscheidenden Weichenstellungen, sagt Ernst Raue, Vorstand der Deutschen Messe Hannover. Drei Plattformen bekommt die Green IT zur Seite gestellt: Green-IT-Village (zentrale Fragestellungen und Lösungsansätze werden vorgestellt), Green-IT-Guide (begleitend zur CeBIT veröffentlicht) sowie innerhalb des Kongressprogramms: Wir möchten Experten aus Unternehmen, aber auch der Wissenschaft die Möglichkeit zum fachlichen Austausch geben, unterstreicht der Manager und ergänzt: Nur wenn sich die besten Köpfe gemeinsam an einem Ort des Themas annehmen und diskutieren, kann angemessen auf das Thema reagiert werden. IT meets WWF Derzeitig stehen Strom sparende Laptops (Green Computing) oder klimafreundliche Rechenzentren im Fokus. Zu diesem Thema vereinigen sich die Top-Firmen der IT-Branche und gründeten gemeinsam mit dem World Wildlife Fund (WWF) als imageträchtigem Partner die Allianz der Climate Savers. Die Initiative will die Energieeffizienz der Computer bis 2010 um 50 % verbessern. Lorie Wigle, Präsidentin der Vereinigung und Mitglied der Intel-Geschäftsführung, verdeutlicht: Der Durchschnitts-PC gibt fast die Hälfte seiner Energie als Wärme ab. Server verlieren fast ein Drittel ihrer Power durch Wärmeabgaben. 90 % der Desktop-PCs nutzen nicht das Power-Management. Im Gedankenspiel ergeben 50 % Einsparung Quadratkilometer an bewaldeter Fläche. Oder 20 abgeschaltete Kohlekraftwerke. 11 Mio. weniger Autos pro Jahr. Momentan noch Zukunftsmusik. Aber: Die Potentiale sind da müssen jedoch auch ausgeschöpft werden. Umminger, CeBIT-Projektleiter Business Solutions, die Mammut-Messe im Vorfeld. Leuchtturm Business Solutions Das traditionelle Kerngeschäft der CeBIT, die Unternehmens-IT, wurde neu ausgerichtet und unter der markigen Überschrift Business Solutions zusammengeführt. Der Schwerpunkt wird in den Hallen 2 bis 7 zu finden sein Spezialthemen wie das Innovationsforum Future Parc sind in Halle 9, Netzwerktechnologien in den Hallen präsentiert. In der neu integrierten Halle 2 sind die Schwerpunkte Business Unter dem Leitmotiv exhibition and conferences zeigt die CeBIT 2008, dass sie mehr ist als eine Messe: Neben technologischen Trends bietet sie auch das weltgrößte ITK-Kongressprogramm. Storage, Server und IT-Dienstleistungen sowie Virtualisierungen zu finden. IBM, Datev, Novell sowie International Roundtable Hitachi, Promise Europe und Iomega zeigen hier ihre Lösungen. Microsoft, SAP und die Software AG sowie viele kleine und mittelständische Unternehmen bilden hingegen die Fixpunkte der Halle 4. Enterprise-Resource-Planning-Systeme (ERP) und intelligente Geschäftsprozess-Management-Systeme (BPM) stellen sich dort vor. Human Resources trifft Sicherheit in der Halle 6 vollzieht sich 2008 diese Symbiose: Aussteller wie Kaba oder Interflex sind traditionell eng mit der IT-Sicherheitsbranche verbunden. Daher haben wir die beiden Themenschwerpunkte an einem gemeinsamen Standort zusammengefasst, erklärt Umminger. Die CeBIT Security World zählt zu den größten IT-Sicherheits-Veranstaltungen der Welt. Wundertüte Kongress Spannende Diskussionen verspricht die international besetzte Roundtable im Rahmen der TeleHealth am 7. März: Von 13 bis Uhr sprechen Christian Ganz, Manager Digital Health CER, Intel Corp. (Deutschland), Bjørner Holager, Controller eprescription Programme/Senior Advisor IT-strategy Department, Norwegian Directorate for Health and Social Affairs, Juergen Imhoff, Principal, Healthcare Solutions, IBM Deutschland GmbH und Prof. Dr. Timo R. Nyberg, Good IT (Finnland) über Helping Healthcare Systems Cope With Increasing Demand and Decreasing Budgets New Solutions and Approaches. Kontrovers wird die Gesprächsrunde durch die Moderation des Journalisten Michael Reiter (Management & Krankenhaus, Hospital Post Europe). Ort: Halle 8, Forum 2 I-topia Die Rolle von Zukunftstechnologien, insbesondere ITK, in vier Schlüssel- Lebensbereichen stehen im Mittelpunkt einer Reihe von Tagesveranstaltungen das Anbieters Intel. Auf E-Health liegt der Schwerpunkt am Dienstag, 4. März; auf Effiziente IT, ITK im Auto und Mobile Computing fokussieren die folgenden Messetage. Präsentationen, Shows und ein Diskussionpanel bilden das Gerüst jeder Tagesveranstaltung. Mit welchen Technologien machen wir unsere Gesundheitssysteme überlebensfähig? Die E-Health -Panel-Runde am Messe-Dienstag moderiert der bekannte IT-Journalist Tim Cole; auf sein Podium holt er sich Uwe Pöttgen (Asklepios), Herbert Weber (Director New Business, Intel), Prof. Carsten Claussen (Evotec Technologies), Dr. Oliver Emmler (IntercomponentWare ICW) und Michael Reiter (Management & Krankenhaus). In diesem Jahr scheint insbesondere die Integration der Kongressmesse TeleHealth in das umtriebige Messegeschehen für branchenrelevante Ergänzungen sorgen zu können. Was für wen besonders zielführend ist dazu sei die genaue Durchforstung des Kongressprogramms empfohlen denn die Liste derer, die sich an diesem prominenten Ort positionieren wollen, ist natürlich denkbar lang. Neue Themen sind allerdings sicherlich die Bereiche Consulting & Services, Learning & Knowledge Solutions sowie design: driving innovation. Das Kongressprogramm der Messe selbst läuft nun unter dem Label CeBIT Global Conferences als aufgepeppte Version fort. Zu den neu geschaffenen Expertenforen ( Executive Labs ) werden geladene Referenten aus der ganzen Welt erwartet. Die Zuhörer können sich über interessante Themen wie Green IT, egovernment oder Mobile Kommunikation freuen. Merkel begrüßt Sarkozy Der viel beschworenen deutsch-französischen Freundschaft wird in Hannover ein Zeichen gesetzt: Die Grande Nation ist Partner der CeBIT Frankreich besitzt den drittgrößten IT-Markt Europas und wird durch die intensive Beteiligung als Partnerland sicher viel zum internationalen Flair beitragen. Zur Eröffnung sprechen Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy, sowie EU-Kommissionspräsident Barroso. Ferner steuert Microsoft CEO Steve Ballmer Begrüßungsworte zum Programm bei. Eva Britsch

16 16 IT & Kommunikation Management & Krankenhaus 02/2008 conhit Branchentreff des Jahres für Healthcare IT Messe, Kongress, Akademie und Marktplatz in einem Die maßgeblichen Marktführer der E-Health-Branche so die Organisatoren sind von dem Konzept der conhit überzeugt und haben sich angemeldet. Im Mittelpunkt der Veranstaltung, die vom 8. bis 10. April in zwei Berliner Messehallen am Funkturm stattfindet, steht weiterhin eine hochprofessionelle Industrie-Messe, die durch einen zielgruppenorientierten Kongress, eine Akademie mit qualifizierten Fort- und Weiterbildungsangeboten sowie verschiedenen Networking-Veranstaltungen ergänzt wird. Die Industrie-Messe Auf der Industrie-Messe wird das Produkt- und Dienstleistungsangebot von Healthcare IT umfassend präsentiert. Im Fokus stehen etablierte Lösungen sowie Innovationen und IT-Trends. Selbstverständlich werden bei der conhit unsere Lösungen in dem gewohnten professionellen Messe-Umfeld gezeigt, betont Jens Naumann, Vorsitzender des VHitG, des ideellen Veranstalters der conhit. Wie bei der Vorgängerveranstaltung ITeG können sich unsere Kunden vor Ort über alle real laufende Lösungen sowie die zukünftigen Trends der IT im Gesundheitswesen informieren. Der Kongress Bei dem conhit-kongress werden in 15 Sessions wirtschaftliche und administrative, medizinische und pflegerische Prozesse, die durch IT- Lösungen optimiert werden können, von Experten vorgestellt und diskutiert. Ergänzt wird die Veranstaltung durch Praxisberichte von Anwendern. Der Kongress startet am conhit- Dienstag (8. April) mit der Session Telematikinfrastruktur im Gesundheitswesen : In dieser Session wird der aktuelle Stand des Praxiseinsatzes in den Testregionen vorgestellt sowie die jeweiligen Konsequenzen für die Arztpraxen und Krankenhäuser erläutert, erklärt Andreas Lange, stellvertretender Vorsitzender des VHitG. Auch eine ökonomische Betrachtung für die Einrichtungen und eine Diskussion zur Frage Ist die Telematikinfrastruktur sicher? ist Teil dieser Session. In den Sessions Brauchen wir einen elektronischen Heilberufeausweis? und Der elektronische Heilberufeausweis im Praxisspiegel wird u.a. erörtert, welchen Nutzen der elektronische Arztausweis für den Anwender hat und welche Anwendungen mit dem Heilberufeausweis möglich sind, zudem wird aus den Feldtests berichtet. In der Session Elektronische Fallakte Dokumentations- oder Kommunikationswerkzeug? werden Erfahrungsberichte zur Fallakte vorgestellt, in der Session Secondary Use wird debattiert, inwiefern und unter welchen Voraussetzungen die Versorgungsdaten für die Steuerung des Unternehmens Krankenhaus, zur medizinischen Forschung und zur volkswirtschaftlichen Nutzung des Gesundheitswesen wieder verwendet werden können. Weitere Sessions sind Prozessbetrachtungen und Optimierungspotentiale im diagnostischen Alltag, Rechtsfragen der vernetzten Gesundheit und Kooperative Vernetzung, führt Andreas Lange aus. Bei letzterer werden die vertraglichen Rahmen und Kooperationsmodelle sowie der Einsatz von IT in kooperativen Netzen diskutiert. In der Session Entwicklung der IT im Gesundheitswesen blicken Experten über den nationalen Tellerrand hinaus und betrachten die internationalen Marktentwicklungen. Im Rahmen des Kongresses werden zudem ein zertifiziertes Ärzteprogramm sowie eine Session für die Pflege angeboten. Die Akademie Die conhit-akademie findet parallel zum Kongress statt und bietet mehrstündige Fort- und Weiterbildungsforen an. Ziel ist, Praxiswissen hautnah zu vermitteln: Durch Qualität bedeutet, dass der Kunde und nicht die Ware zurückkommt. Dies Zitat vom Begründer der Kaufhauskette Hertie, Hermann Tietz, ist über hundert Jahre alt und hat nichts an seiner Bedeutung verloren. Im Gegenteil, ein konsequentes Qualitätsmanagement-System ist heute unabdingbar für Unternehmen, die für das Gesundheitswesen zertifizierte Fort- und Weiterbildungsangebote werden branchenrelevante Themen vertieft und praxisnahe Hilfestellungen zu allen Fragen rund um die Healthcare IT angeboten. Themen der Akademie sind: Raus aus der babylonischen Sprachverwirrung: Terminologien des Gesundheitswesens. Aber sicher! Verstehen Sie Datenschutz und Datensicherheit im Gesundheitswesen Die HL7-Show! HL7 und andere syntaktische Standards kennen und einsetzen. Ab aus dem Projekt-Desaster! Misserfolgsgeheimnisse kennen und IT-Projekte sicher planen und durchführen. Fragen Sie Ihren Anwalt! Rechtliche Fallen bei IT-Projekten und tätig sind. isoft Deutschland stellt die Kunden- und Prozess-Orientierung seit Jahren in den Vordergrund. Ein transparentes Qualitätsmanagement-System bildet alle Organisationsabläufe mit Hilfe des Integrierten Prozess Management (IPM) vollständig ab. Das IPM-System des Unternehmens orientiert sich dabei an den Anforderungen der Norm DIN Verträgen zur IV erkennen und vermeiden. Der Kongress und die Akademie finden besucherfreundlich zeitversetzt zu den Messezeiten statt. Der Marktplatz der Branche Neben Messe, Kongress und Akademie ist die conhit exzellente Plattform zum Informations- und Kommunikationsaustausch. Heute ist es für den Einzelnen egal ob er Anwender, Software-Hersteller oder Wissenschaftler ist wichtig, Kontakt zu anderen Fachleuten zu pflegen: sowohl zu Kollegen aus dem eigenen Bereich als auch aus den angrenzenden Bereichen, erklärt Jens Naumann. Genau dieses Netzwerk knüpfen und den informellen EN ISO 9001:2000. Die Konformität des Qualitätsmanagements zu den Anforderungen dieser Norm wurde nun durch die Prüfer des TÜV im Rahmen eines Rezertifizierungsaudits 9001 erneut bestätigt. Dabei konnten keine Abweichungen von der Norm festgestellt werden und den Mitarbeitern von isoft wurde ein lebendes und aktiv genutztes Austausch wollen wir allen conhit- Teilnehmern anbieten: Wir sind davon überzeugt, dass das gegenseitige Kennenlernen und Austauschen für Erfolgreiches Rezertifizierungsaudit 9001:2000 isoft überzeugt Prüfer des TÜV Süddeutschland IT-Ressourcen komfortabel verwalten Die Softwarelösung Quadriga-IT sorgt für mehr Überblick Die IT-Landschaft in nahezu allen Unternehmen und Verwaltungen unterliegt einem ständigen Wandel. Auch in den Krankenhäusern erfordern neue technische Möglichkeiten oder organisatorische Veränderungen immer wieder Neuanschaffungen, Erweiterungen und Umstellungen. Damit dabei der Überblick nicht verloren geht, ist eine systematische Verwaltung der IT-Ressourcen dringend geboten. Die Firma Quadriga Informatik stellt auf der CeBIT die Software Quadriga-IT vor, die für den nötigen Überblick sorgt und der IT-Abteilung als zentrales Arbeitsmittel dienen kann. Täglich stellen sich in den IT-Abteilungen Fragen, die einer raschen Antwort bedürfen. Wo steht welcher PC? Wie ist er mit Hard- und Software ausgestattet? Mit welcher Software haben die Anwender immer wieder Probleme? Welche Garantiefristen laufen diesen Monat aus? Wie viele Lizenzen werden für ein neues Update benötigt? Damit Informationen zu den IT- Ressourcen schnell zur Hand sind, lohnt es sich, sie systematisch in einer Datenbank zu speichern und laufend aktuell zu halten. Auch unter Kostengesichtspunkten ist eine solche Systematik sinnvoll, denn nur ein aktueller Überblick über die IT-Ressourcen erlaubt eine fundierte Entscheidung, ob eine Neuanschaffung wirklich nötig ist oder ob sich das gewünschte Ziel nicht auch mit einer besseren Nutzung vorhandener Ressourcen erreichen lässt. Vielerorts begnügt man sich damit, die PCs in einer Tabellenkalkulation zusammenzustellen oder in einer selbst entwickelten Datenbank-Anwendung. Aber diese Vorgehensweise stößt schnell an ihre Grenzen: Denn jede zusätzliche Auswertung oder ein Mehr an Komfort und Funktionalität erfordert Programmierarbeiten, die sich im Alltagsgeschäft schwer unterbringen lassen. Quadriga-IT enthält bereits die Funktionen zur Verwaltung der IT- Ressourcen, die sich der Anwender mit einer eigenen Lösung erst mühsam erarbeiten müsste. Im Mittelpunkt der Software steht die komfortable Verwaltung von PCs und anderer Hardwarekomponenten sowie der im Einsatz befindlichen Softwarelizenzen. Außerdem werden Anwender, Lieferanten, Verträge, Räume und Problemfälle verwaltet. Unterstützung von Pocket PCs Eine weitere Option Quadriga- Mobile macht Informationen zu PCs und den sonstigen IT-Ressourcen sowie zu den erledigten und unerledigten Problemfällen auf einem Pocket PC verfügbar. Damit hat ein Mitarbeiter der IT-Abteilung die benötigten Angaben auch dann zur Hand, wenn er vor Ort bei einem PC-Anwender einen Problemfall beheben muss. Komfortable Bedienung Auf der CeBIT können sich Besucher einen Eindruck verschaffen, wie leicht sich mit Quadriga-IT ein Überblick über die vorhandene Hard- und Software gewinnen lässt. Die neu gestaltete Bedieneroberfläche vereinfacht viele Arbeitsabläufe, so dass sich neue Anwender schnell zurechtfinden und erfahrene Anwender Zeit bei der Erledigung der täglichen Aufgaben sparen. Die CompuGroup Holding engagiert sich in einem weiteren wichtigen Pilotprojekt zur Effizienzsteigerung auf Basis der elektronischen Kommunikation im Gesundheitswesen: Niedergelassene Ärzte aus dem Bereich der Projektpartner Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein und Westfalen-Lippe sowie den entsprechenden Landesärztekammern, die ebenfalls am Projekt beteiligt sind, können nun die Sendung elektronischer Arztbriefe mit dazugehöriger Signatur mit dem Heilberufeausweis (HBA) erproben. Das Projekt wird vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Bei dem elektronischen Arztbrief handelt es sich um ein strukturiertes Dokument. Dieser elektronische Arztbrief nach CDA-R2-Standard ermöglicht die Integration der Daten in das jeweilige Arztinformationssystem (AIS). Somit kann der Arzt in seiner gewohnten Darstellung die Befunde, Diagnosen oder Labordaten aus einem Arztbrief in seinem AIS abrufen. Dabei erkennt der Arzt genau, dass der Kollege, der ihm einen Arztbrief elektronisch übermittelt hat, auch ein Arzt ist, der sich im Besitz eines HBA befindet und somit die entsprechende Legitimation zur elektronischen Übertragung das Querschnittsthema IT im Gesundheitswesen eine wichtige Rolle spielt. Qualitätsmanagementsystem bescheinigt. Das Unternehmen ist Teil der IBA Health Group, einem international führenden Anbieter von Lösungen für die Informationstechnologie im Gesundheitswesen. Das Unternehmen beschäftigt über IT-Spezialisten und hat über Kunden in 27 Ländern. Die Systeme des Unternehmens tragen maßgeblich zu einem zukunftsweisenden Gesundheitssystem bei, das alle Beteiligten einbezieht mit einem nie da gewesenen Grad an Effizienz, Transparenz, Qualität und Wirtschaftlichkeit. isoft leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Gesundung des Gesundheitswesens. Elektronische Übertragung von Arztbriefen Sicher zeitsparend kostendämpfend besitzt. Diese Form der elektronischen Kommunikation von Arzt zu Arzt wird allen relevanten Anforderungen des Datenschutzes gerecht. In einer Facharztpraxis können bis zu elektronische Arztbriefe im Quartal an 120 unterschiedliche Ärzte anfallen. Die Einsparungen, die bereits für das nicht benötigte Porto entstehen, sind erheblich. Darüber hinaus trägt die schnelle Kommunikation zu einer massiven Reduzierung des zeitlichen Aufwands bei. Dieser Effekt nimmt wiederum in positiver Weise Einfluss auf die Verbesserung des Heilungsverlaufs des Patienten. Als Technologie-Partner der ehealth-branche stellt die CompuGroup der öffentlichen Hand die elektronischen Werkzeuge zur Erprobung von Innovationen zur Verfügung, auf deren Basis wirkliche Effizienzsteigerungen in erheblichem Maße erzielt werden. Nach der erfolgreichen Erprobung des signierten elektronischen Arztbriefs im Rahmen dieses Projekts werden wir diese Technologie allen unseren ärztlichen Kunden in Deutschland zur Verfügung stellen, unterstreicht CompuGroup-Vorstandsvorsitzender Frank Gotthardt. Vor rund zwei Jahren schlossen die Kliniken Nürnberg und Fürth sowie die AOK Bayern gemeinsam mit dem in der Kleeblattstadt ansässigen Homecare-Unternehmen n:aip Netzwerk außerklinische Intensivpflege Franken einen Vertrag ab, um die Versorgung chronisch schwerkrankener Menschen zuhause und in Pflegeeinrichtungen zu verbessern. Dieser Vertrag zur Integrierten Versorgung wurde jetzt von der Deutschen Gesellschaft für Integrierte Versorgung e.v. (DGIV) ausgezeichnet. Alle am Pflegeprozess beteiligten Personen und Institutionen also Krankenhaus, Hausarzt, Pflegedienst Mehr Lebensqualität für chronisch schwerkranke Menschen Modell aus Metropolregion erhält Qualitätssiegel und Pflegeheim sind untereinander vernetzt und erbringen so eine optimierte Versorgung des Patienten bei gleichzeitiger Kostenreduzierung. Herzstück dieses Konzeptes ist der care:manager, eine Person, die als zentraler Ansprechpartner für alle Beteiligten wirkt und den gesamten Prozess entsprechend leiten kann. Vertrag aus Mittelfranken ist bundesweit einzigartig Zwar gibt es bundesweit bereits erste Erfahrungen mit der Integrierten Versorgung, das Modell aus Mittelfranken ist jedoch der erste Vertrag seiner Art in ganz Deutschland, der das DGIV-Qualitätssiegel erhalten hat. Das begehrte Zertifikat bescheinigt, so Gabriele Simon, Vorstandsmitglied der DGIV, dass der geprüfte Vertrag zur Integrierten Versorgung zu einer Qualitätsverbesserung in der Versorgung führt, die Strukturen organisatorisch verbessert, Wirtschaftlichkeitspotenziale hebt und natürlich die Interessen der Patienten vertritt. Das Modell greift, sagt auch n:aip- Geschäftsführer Dr. Udo Richter, alle Beteiligten arbeiten Hand in Hand zum Wohle des Patienten. Dabei bezieht sich der Mediziner auch auf die vorläufigen Ergebnisse einer begleitenden wissenschaftlichen Untersuchung der Fachhochschule Ansbach. Die digitale Praxis Auf der Stuttgarter Messe Medizin 2008 Ende Januar stand bei DOCexpert, einem der führenden deutschen Hersteller von Praxis-Management- Lösungen, die Optimierung des Praxismanagements im Vordergrund. Wie DOCexpert-Vertriebsleiter Patrik Badners erklärt, suchten in diesem Jahr außerordentlich viele Interessenten am Stand des mittelständischen Unternehmens nach Lösungen zur Realisierung der digitalen Arztpraxis. Wie spare ich Zeit? Wie erspare ich meinen Helferinnen die täglichen Gänge zum Archiv, um Dokumente oder Karteikarten zu beschaffen? Als profunde Antwort auf diese Fragen halte DOCexpert laut Badners die innovative Praxis- Management-Lösung DOCconcept bereit. Auf sehr großes Interesse bei den Ärztinnen und Ärzten trafen auch die DOCexpert-Lösung zu den Bereichen edmp, neue Vertragsformen und Qualitätsmanagement. Hier bietet das Unternehmen ebenfalls topaktuelle Software an, die in die beiden Systeme DOCconcept und DOCcomfort integriert ist. Integrierte Versorgungsverträge oder Verträge zur Hausarztzentrierten Versorgung können über das IVMportal von DOCexpert gemanagt werden. Für das edmp steht der DMPmanager im IVMportal bereit. Das große Thema Qualitätsmanagement findet in QmediXX seine Lösung. DOCexpert hat sowohl die Anforderung aus der Richtlinie des gemeinsamen Bundesausschusses als auch die QEP-Struktur der KBV integriert. Wir sind mit der Messe sehr zufrieden, betont Badners, laut dem die diesjährige Messe Medizin ein großer Erfolg für DOCexpert war.

17 Management & Krankenhaus 02/2008 IT & Kommunikation 17 Speicher in Zeiten des Klimawandels HDS CTO Hu Yoshida über die Trends im Speichermarkt 2008 Nach Meinung von Hu Yoshida, CTO von Hitachi Data Systems (HDS), wird das Speicherjahr 2008 ganz unter dem Eindruck von zwei Entwicklungen stehen: Zum einen zwingt der Klimawandel die Unternehmen zum Nachdenken, zum anderen sorgen die Auswirkungen der US- Immobilienkrise, des hohen Ölpreises und des Dollar-Tiefs für Unsicherheit. Energieeffiziente Speichertechnologien, die zur Kosteneinsparung beitragen, werden entsprechend noch mehr an Bedeutung gewinnen. Für das Jahr 2008 sieht Hu Yoshida zehn wichtige Trends. 1. Schärfere Regeln zum CO 2 -Ausstoß Das gesteigerte Bewusstsein in Bezug auf den Klimawandel bedingt zunehmend gesetzliche Regelungen zum CO 2 -Ausstoß. Ein beträchtlicher Teil der Emissionen ist auf den hohen Strombedarf zurückzuführen und davon schlucken Computer- und Netzwerke sowie Speichersysteme in den Rechenzentren einen erheblichen Anteil. London und New York sind nur zwei Beispiele für Mega-Cities, die fast am Ende ihrer Stromkapazitäten angelangt sind und Rechenzentren auslagern müssen. Das verlangt nach Verbesserungen der IT-Einrichtungen und Investitionen in grüne Technologien. 2. Unsicheres weltwirtschaftliches Klima Die Verschlechterung des Wirtschaftsklimas insbesondere in den USA wirkt sich Hu Yoshida, CTO und Vice President von Hitachi Data Systems auf die IT-Budgets aus. Eine bessere Auslastung von Speicher, aber auch Konsolidierungsstrategien wie Virtualisierung, Daten-Deduplikation und Single-Instance- Store sind gefragt wie nie. Diese Methoden unterstützen Unternehmen wesentlich, ihre Geschäftsprozesse effizienter zu gestalten Auch landen Daten nun früher im Archiv, um die Produktivumgebung zu entlasten. 3. Archivierung wird immer wichtiger Das Wachstum von strukturierten (Datenbanken), halbstrukturierten ( s, Websiten) und unstrukturierten Daten hält weiter an. Gerade im Bereich der unstrukturierten Daten droht eine regelrechte Datenlawine das -Aufkommen eines Unternehmens wird sich von derzeit 200 MB auf geschätzte zwei GB erhöhen. Dazu kommen Daten von RFID Tags, Smart Cards und Sensoren. Die Konsequenz: der Bedarf an neuartigen Archivierungssystemen, die auf Petabyte-Ebene skalieren und Inhalte über verschiedene Datentypen und -pools auffindbar machen können, steigt. 4. Vermeidung von ineffizientem Speicher Speicher kann ineffizient sein: niedrige Auslastung, mehrfach vorhandene Daten, langsame Zugriffsgeschwindigkeiten etc. Immer mehr von denselben alten Speicherarchitekturen zuzukaufen ist keine Lösung. Gefragt sind neue Speichertechnologien, die in punkto Performance, Konnektivität und Kapazität flexibel skalierbar sind und über Leistungen wie Multi-Protokoll-Fähigkeit, übergreifende Suchfunktionen bei heterogenen Speicherarrays sowie zentrales Management und entsprechende Sicherheitsvorrichtungen verfügen. 5. Schlüsselanforderung Datenmobilität Weil Applikationen stets verfügbar sein sollen, muss die IT gewährleisten, dass Daten ohne deren Beeinträchtigung verschoben werden können. Bisher wurde das über Data Mover Software gelöst, aber das kostet Prozessorleistung und geht nur über langsame IP Links ein Problem vor allem beim Transfer großer Datenmengen. Besser ist ein Speichersystem, dass die Daten über High Speed Fibre Channel Links verschiebt. Das garantiert eine unterbrechungsfreie Migration während Upgrades auf neuere und größere Speicher-Frames. 6. Speichervirtualisierung über den Controller Die Speichervirtualisierung über den Controller wird in der Industrie als der einzig richtige Ansatz für Speicherarrays gesehen. Analysten wie Dr. Kevin McIsaac von Intelligent Business Research Services, sind der Ansicht, dass ein Netzwerk-basierter Ansatz fehleranfälliger sei. Die Konsequenz daraus sei eine Infrastruktur auf Basis des kleinsten gemeinsamen Nenners, so dass die Added-Value-Features der Arrays nicht genutzt werden können. Ein Controllerbasierter Ansatz hingegen nutzt die zahlreichen Funktionen der Steuereinheit und verbessert damit die Funktionalität von niedrigpreisigen oder Legacy Speicher- Arrays. 7. Services Oriented Storage Im dynamischen Rechenzentrum der Zukunft wird Service Oriented Storage die Service Oriented Architecture (SOA) bei den Applikationen und die Services Oriented Infrastructure bei den Infrastrukturen erfolgreich ergänzen. SOA basiert auf einer Virtualisierungsschicht, die von XML bereitgestellt wird. Diese ermöglicht den Anwendungen, Informationen zu teilen und Services, beispielsweise die Rechnungslegung, gemeinsam zu nutzen. Service Oriented Infrastructure basiert auf einem Visualisierungs-Layer, den Produkte wie VMWare liefern. VMWare ermöglicht Betriebssystemen, die Ressourcen einer Prozessorplattform zu teilen. Ein Virtualisierungs-Layer in der Steuereinheit ermöglicht es anderen Speichersystemen, ihre Services wie globaler Cache, Distance Replication, Tiered Storage und Thin Provisioning zu nutzen. 8. Konvergenz von Content-, Fileund Blockbasierten Speicherservices An Stelle von separaten Speichersystemen für Content- (Archiv), File- und Block-Storage wird es zur Konvergenz der Datentypen in einer gemeinsamen Virtualisierungsplattform kommen. Hochverfügbare Cluster von Content- und File-Servern nutzen dann eine gemeinsame Block-Virtualisierung-Services-Plattform, die zentral verwaltet wird. So können Content- oder File-Server gemeinsame Block-Services wie Replikation über große Distanzen, Thin Provisioning oder Virtualisierung heterogener Speichersysteme wirkungsvoll nutzen. 9. Thin Provisioning Thin Provisioning sorgt für eine verbesserte Auslastung der Speicherressourcen und verhindert die Verschwendung von zugeteilten, aber ungenutzten Speicherkapazitäten. Als Service sollte Thin Provisioning über eine virtualisierte Speicherplattform zur Verfügung stehen, so dass alle Elemente einer Speicherlandschaft durch die Virtualisierung von den Vorteilen von Thin Provisioning profitieren können. So werden Betriebskosten gesenkt und ein Beitrag zur Green IT geleistet. 10. Daten-Deduplikation Um Daten-Deduplikation kommt kein Backup-Hersteller herum. Mit Deduplikation lässt sich das Volumen des Datenstroms um das 20- bis 30fache reduzieren. Die damit verbundene Kostenreduzierung macht das Speichern auf Platten zur bezahlbaren Alternative zu Tape mit den Vorteilen der höheren Zuverlässigkeit, Hochverfügbarkeit und Geschwindigkeit. Weitere Formen der Deduplikation wie Single-Instant-Store für Archivierung und Copy-on-Write für Snapshots werden zukünftig mehr eingesetzt. Mehr Leistung, weniger Energieverbauch Green IT hilft Krankenhäusern Kosten zu senken Barbara Wittmann, Geschäftsführerin Dell Halle GmbH und Sales-Direktorin Öffentliche Auftraggeber Dell Deutschland In Krankenhäusern sind die Budgets chronisch angespannt entsprechend sparsam muss auch mit den Mitteln umgegangen werden. Andernfalls so befürchten Experten könnte jedem fünften Krankenhaus bis 2020 das Aus drohen. Auch die Krankenhaus-IT ist von diesem Sparzwang betroffen: Beschaffungen müssen stets preisgünstig sein, Implementierung, Betrieb, Administration und Support möglichst wenig zusätzlichen Aufwand verursachen und Investitionen langfristig nutzbar sein. Angesichts dieser Situation haben sich die IT-Verantwortlichen in Krankenhäusen bisher wenig Gedanken über grüne IT gemacht. Obwohl zum Hype-Thema geworden, spielt grüne IT hier noch keine große Rolle, nicht zuletzt auch wegen der in IT- Entscheidungen oft bemühten höheren Anschaffungskosten. Dabei können grüne IT und grüne Ansätze bei der Organisation von Rechenzentren maßgeblich zur Reduzierung des Stromverbrauchs und damit zu deutlichen Einsparungen bei den Energiekosten beitragen. Möglich wird das einerseits durch die Reduzierung der Server-Fuhrparks mittels Virtualiserung. Hintergrund dabei: Oft sind zu viele Server im Einsatz, weil jedes Gerät nur einen einzelnen Dienst bereitstellt. Das führt dazu, dass durchschnittlich nur fünf bis 15% der Leistung in Anspruch genommen werden. Legt man aber mehrere Dienste auf einen Server, lassen sich die Ressourcen bis zu 80% ausschöpfen gleichzeitig benötigen Krankenhäuser weniger Hardware. Energieverschwendung wird so vermieden, was wiederum der Umwelt zugute kommt. Weitere Maßnahme ist der Einsatz spezieller Energiespar-Lösungen wie Dells Energy-Smart-Technologie: Laut Labortests reduziert sie den Stromverbrauch und die daraus resultierenden CO 2 -Emissionen von Servern um bis zu 42 %. Mit Energy-Smart- Servern hat beispielsweise das Rechenzentrum der deutschen Rentenversicherung Westfalen und Rheinland seine monatliche Stromrechnung um gesenkt, das macht immerhin im Jahr. Mit ähnlichen Einsparungen ist auch bei Krankenhäusern zu rechnen. Die geringfügig höheren Anschaffungskosten der Energy-Smart-Serie gleichen sich schon nach kurzer Zeit durch die Einsparungen beim Energieverbrauch aus, erklärt der Leiter der Systemtechnik, Achim Manz- Bothe. Der Stromverbrauch lässt sich auch mit modernen Komponenten wie Prozessoren, Grafik-Chipsets, Speicher oder Festplatten weiter senken, die im Zuge der technologischen Entwicklung immer energieeffizienter werden beziehungsweise bei gleichem Energieverbrauch deutlich mehr Leistung mitbringen. Irgendwann kommt die vorhandene IT-Landschaft bestimmt in die Jahre. Und dann ist es wirtschaftlich überaus sinnvoll, auf moderne, leistungsfähige und gleichzeitig stromsparende Systeme umzusteigen. Die Anschaffung dedizierter grüner IT lohnt sich dabei immer, auch wenn die Kosten höher liegen sollten als bei der normalen IT: Die Amortisationszeiten sind desto kürzer, je teurer Energie wird. Wie hoch die Einsparungen beim Energieverbrauch sein können, können Krankenhäuser im Übrigen exakt bestimmen. So stellt Dell unter einen Energie-Calculator zur Verfügung, mit dem sich der voraussichtliche Stromverbrauch, Emissionen und Kostenersparnisse berechnen lassen. Der Dell Server Dell PowerEdge Energy Smart 2970 zeichnet sich durch höhere Leistung und niedrigen Stromverbrauch aus. Beide Server basieren auf AMD-Opteron-Prozessoren.

18 18 IT & Kommunikation Management & Krankenhaus 02/2008 Moderne Displaytechnologie lässt tief blicken Die radiologische Gemeinschaftspraxis Dr. med. Jürgen Hartjes, Stefan Richter, Cord Neitzke und Dirk Stoesser setzt zur Schnittbildbefundung die von aycan Digitalsysteme CE-gekennzeichnete Open Source-Lösung OsiriX ein. Die Software läuft in der Duisburger Gemeinschaftspraxis auf einem PowerMac Dual Prozessor G5 Rechner mit dem Betriebssystem Mac OS X. Die Bilder stellt das System auf einem 30 Cinema HD-Display von Apple dar. Diese günstige und leistungsstarke Kombination überzeugte die Radiologen beim Besuch des damaligen Deutschen Röntgen Kongresses auf Anhieb noch während der Industrieausstellung entschieden sie sich für das innovative 3D-Befundsystem. Das TV-Gerät ist allgemein akzeptierte Technik. Der hier vorgestellte Ansatz nutzt Bildschirm und Fernbedienung einer TV-Set- Top-Box als User-Interface zwischen Patient und HomeCare- Lösung. Ein Baukastensystem aus Hard- und Software ermittelt, speichert und überträgt Vitalwerte. Das Anwendungsspektrum reicht von Wellness bis zu Volkskrankheiten, wie z.b. Diabetes. Durch einfach zu bedienende telemedizinische Geräte können viele Routinebesuche beim Hausarzt und Noteinweisungen ins Krankenhaus vermieden werden. Inzwischen gibt es qualitativ gute und preislich erschwingliche Messgeräte für Blutdruck, Blutzucker, Gewicht, Temperatur und sogar ein EKG für den Heimgebrauch. Die Geräte kommunizieren derzeit noch überwiegend per Kabel, aber zunehmend drahtlos per Bluetooth-Schnittstelle mit einem Gateway, welches die gesammelten Daten zur Auswertung überträgt. Heutige Lösungen nutzen den PC, das Handy oder einen digitalen Assistenten (PDA) als Gateway. Der Fernseher ist aus Gründen der Nutzerakzeptanz über alle Altersgruppen hinweg jedoch die weitaus bessere Alternative. Großer Bildschirm, akustische Ausgabe und einfache Tastatur sprich TV-Fernbedienung sind auch für Gebrechliche und Aycan workstation OsiriX Pro im Praxiseinsatz Bei Investitionen in moderne Technik zählen für uns primär Leistungsfähigkeit und Kosten. Die OsiriX Software ist unschlagbar, sowohl beim Preis als auch bei der Leistungsfähigkeit, beschreibt Dr. Cord Neitzke das neue Befundsystem. Bereits seit Mitte der neunziger Jahre setzen die Radiologen in der Praxis digitale Radiologie-Managementsysteme ein. Das Ziel einer einheitliche IT-Infrastruktur, auch an verteilten Standorten, haben sie realisiert. Schon heute ist über eine SDSL-Leitung ein Praxissatellit am Krankenhaus Dinslaken an die Duisburger Zentrale angebunden. Im Routinebetrieb schicken die Radiologen Röntgenbilder und Befunde digital hin und her. Nach und nach folgten die Umstellung auf Papierausdrucke und die Einführung TV-Set-Top-Box als Homecare-Terminal Neue Technik involviert Patienten und reduziert Arztbesuche Alte benutzbar, weil seit vielen Jahren vertraut. Das TV-Gerät selbst ist nun aber kein programmierbarer Rechner und somit als Vitaldatenspeicher nicht verwendbar. Diese Aufgabe übernimmt eine digitale Settopbox. Solche Geräte verfügen über Rechner, Speicher und Geräteschnittstellen. Ab dem Jahr 2010 wird fast jeder Fernseher in Europa mit einer digitalen Settopbox ausgestattet sein. Grund ist eine EU-Verordnung, nach der das analoge TV-Angebot in Europa 2010 abgeschaltet werden soll und nur noch digitale Angebote über das TV-Kabel (DVB-C), den Satelliten (DVB-S) und durch die Luft (DVB-T) in die Haushalte kommen. In fast jedem Haushalt wird dann mindestens eine digitale TV- Box stehen. eines PACS. In der großen Praxis gibt es Bildgeber unterschiedlicher Hersteller. In diesem heterogenen Umfeld liefern sämtliche Modalitäten digitale Bilddaten. Die Befundung der Aufnahmen erfolgt am Monitor. Bei Workstations anderer Hersteller beobachtet der Mediziner, dass das Bild während der Drehung verschwommen dargestellt wird. Mit der OsiriX Workstation erkennt Dr. Stoesser während er das Bild bewegt, in welcher Position der Befund optimal angezeigt wird. Überraschend war für mich von Anfang an die gute Performance des Apple-Befundsystems. Beim Drehen von 3D-Rekonstruktionen bleibt die Qualität der Bilder unverändert gut, beschreibt der Arzt. Damit gemessene Vitaldaten zu einem Arzt, einer Klinik oder einem Service-Center übertragen werden können, wird eine Internetanbindung benötigt. Schon heute hat die überwiegende Zahl der Haushalte über DSL, UMTS oder das TV-Kabel potentiell Internetzugang. Technische Lösungsansätze Das Paderborner Unternehmen DiscVision gehört zu den Pionieren des digitalen TV und entwickelt für viele internationale Hersteller im Auftrag Hard- und Software für Settopboxen. Bereits heute integriert DiscVision ihre Technologien in Systeme namhafter Hersteller, die zusammen mehrere Millionen Settop-Boxen im Jahr umsetzen. Diese Geräte enthalten einen leistungsfähigen Rechner, oft sogar eine Festplatte zum Aufnehmen von TV-Sendungen und das Betriebssystem Linux. Sie erfüllen also alle technischen Voraussetzungen, die an ein HomeCare-Gateway zu stellen sind. Das Unternehmen hat nun die Softwarebasis für ein modulares Home- Care System gelegt. Anwendungen können je nach Bedarf oder Wunsch nachgeladen werden. Will ein Patient lediglich seine Vitalwerte überwachen, um sich gesund zu erhalten, kann er dies mit den geeigneten Sensoren, z. B. für Gewicht, Körperfett und Blutdruck tun. Liegt jedoch eine Erkrankung vor, z. B. Diabetes, wird ein anderer Sensor, in diesem Falle Blutzucker, und die passende Software geladen. Die Software kommuniziert mit den Messgeräten über Bluetooth, mit dem Service- Center, dem Krankenhaus oder Hausarzt verschlüsselt über das Internet und mit dem Patienten über Bildschirm, Sprachausgabe und Fernbedienung. Als Weiterentwicklung wird auch die Videophonie integriert, die dem Patienten den visuellen Kontakt zu seinen Betreuern oder Angehörigen über den Fernseher ermöglicht. DiscVision sieht sich mit diesen Technologien als Katalysator für TV-basierte Telemedizin- Anwendungen. Derzeit wird am Aufbau von Kooperationen gearbeitet, die Hersteller und medizinische Dienstleister zusammenbringen, um ein komplettes Angebot aus Technik und Dienstleistung zu erbringen. Patienten aktivieren Erfahrungen mit HomeCare Projekten haben gezeigt, dass Patienten aller Altersgruppen häufiger ihre Daten erfassen, wenn sie die Ergebnisse und ihrer Sinn erkennen. Deshalb zeigt der TV-Bildschirm die vom Patienten gemessenen Werte grafisch an. Der Patient selbst oder auch Angehörige können die Messwerte und ihre historische Entwicklung betrachten. Ausreißer und Tendenzen können analysiert und interpretiert werden. Letztlich beschäftigt sich der Patient mit seiner Gesundheit und kann seine Werte und seinen Lebensstil eher in Relation setzen, als z.b. bei 14-tägiger Kontrolle in der Praxis. Gemessene Daten werden per Internet nach Freigabe durch den Patienten zum Arzt oder Service-Center zur professionellen Interpretation übertragen. Passende Vergangenheit für eine erfolgreiche Zukunft unter diesem Motto feierte das Münchener Software-Unternehmen Meierhofer im Oktober 2007 das 20-jährige Jubiläum des Unternehmens. Über den Dächern von München diskutierten Kunden, Partner, Presse und Mitarbeiter über zukunftsweisende Möglichkeiten von IT im Gesundheitswesen. Nach einem erfolgreichen 2006 hatte der KIS-Anbieter im Jubiläumsjahr noch mal einen drauf gelegt sowohl die Zahl der Kunden als auch die der Mitarbeiter steigerte sich deutlich. Flankiert durch einen neu gestalteten Internetauftritt demonstrierte das Unternehmen nicht nur auf den Branchentreffen ITeG und MEDICA, dass es ganz vorne mitspielt. Starke Leistungen Mit dem Ende der ersten Konvergenzphase im Jahre 2008 rückt die Frage, in welcher Form die Krankenhausfinanzierung ab 2009 weitergeführt wird, in den Mittelpunkt. Die Gestaltung der Rahmenbedingungen bleibt allerdings den politischen Entscheidungsträgern überlassen. Wird es eine monistische Finanzierung geben? Führt die Einführung des Gesundheitsfonds zur bundesweit einheitlichen Basisfallrate? Bleibt es beim Festpreissystem oder setzen sich die Krankenkassen durch mit ihrer Forderung nach gestaltbaren Preisen? Wie sind die Auswirkungen auf die etwa Akutkrankenhäuser in Deutschland? Fakt ist schon heute, dass bis zu Der von MedicalCommunications, Bruchsal, entwickelte Active Master Patient Index Ashvins Active MPI wird jetzt an den Katholischen Kliniken Essen Nord-West in großem Umfang realisiert. Er vernetzt herstellerunabhängig alle bis dato einzeln eingesetzten PACS, RIS und KIS Systeme. Der zentrale Nutzen für die Essener Kliniken: Alles bleibt beim Alten, d.h. es sind keinerlei aufwändige Anschaffungen für zusätzliche Hardware, Updates oder gar neue Schnittstellen notwendig. Der Ashvins Active MPI wird einfach dazwischengeschaltet und fertig. Ziel erreicht und ausgebaut Meierhofer behauptet Position am KIS-Markt Hoch hinaus: In luftiger Höhe wurden Trends aufgezeigt, diskutiert und weitergedacht. In die Münchner Sky Lounge lud der Software-Anbieter Meierhofer zur Jubiläumsfeier ein. Neben einem technisch hochwertigen Produkt, dem skalierbaren Informationssystem MCC, bietet Meierhofer Kunden und Interessenten Unterstützung auch auf anderen Gebieten. Krankenhäuser müssen das Optimum zwischen minimalen Kosten und bestmöglicher Behandlungsqualität finden, um mit der Scharfschaltung der DRG im Jahr 2009 zum Ende der Konvergenzphase nicht unterzugehen, so Matthias Meierhofer, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens und weiter: Der Einsatz von IT hilft ihnen Prozesse und somit Kosten zu optimieren, wenn das Krankenhausmanagement eine klare Strategie vorgibt. Krankenhäuser, die einen CIO mit an den Tisch holen, gehen den richtigen Weg. Um hier aktiv unterstützen zu können, richten wir als KIS-Anbieter unser Produkt am gesamten Gesundheitsprozess aus. Mit Konzepten zum Mobile Computing, Instrumenten zur Messung der Wirtschaftlichkeit im OP und der Ausrichtung auf moderne Technologien wie dem Microsoft Office Sharepoint Server - bietet Meierhofer seinen Kunden einen Mehrwert, der einem Drittel der Kliniken rote Zahlen schreiben und das große Krankenhaussterben gerade erst begonnen hat. In dieser unsicheren Situation bleibt den Kliniken nichts anderes zu tun, als sich zunächst auf diejenigen Themen zu konzentrieren, die zu einer optimierten Leistungserbringung und -abbildung führen. In diesem Zusammenhang wird in letzter Zeit auch die Diskussion über die Ergebnisqualität der medizinischen Leistungen intensiviert. Wiederum bietet die Pro-Klinik mit dem Anwenderforum für Medizincontrolling eine Plattform zu Information und kollegialem Austausch. Die Veranstaltung am 6. März verschafft den Besuchern einen Überblick über die aktuell verfügbaren Software-Lösungen im über eine KIS-Installation hinausgeht. Durch die enge Zusammenarbeit mit Partnern wie Intel, Microsoft und SAP gibt das Unternehmen technologische Vorteile schnellstmöglich an den Kunden weiter. Auf technologischer Ebene werden so Systemgrenzen überwunden und serviceorientierte Architekturen realisiert. Ausblick auf das Jahr 2008 Nach 20 Jahren in der IT-Branche, davon 15 Jahre ausschließlich im Gesundheitswesen, hat das Unternehmen ein wichtiges Etappenziel erreicht, das es im kommenden Jahr weiter auszubauen gilt. Ausgebaut im wörtlichen Sinne werden im Februar 2008 die Büroräume. Mit dem Umzug in die Nähe Anwenderforum Medizincontrolling 2008 Der Verbund der Katholischen Kliniken Essen Nord-West besteht aus drei Häusern: das St. Vincenz Krankenhaus in Essen-Stoppenberg, das Marienhospital Altenessen und das Philippusstift in Essen-Borbeck. In diesen Einrichtungen wird historisch bedingt mit den unterschiedlichsten IT- und Softwaresystemen gearbeitet, die im Laufe der Jahre unabhängig voneinander weiterentwickelt wurden. Zu den Installationen gehören diverse Informationssysteme in unterschiedlichsten Versionen unter anderem von isoft, ITB und zwei SAP Systeme. Um die Auslastung im Gesamtverbund der drei Häuser zu optimieren, wurden nun mehrere IT-Lösungen überdacht. Ziel ist neben der Vereinheitlichung der IT-Landschaft, dass alle drei Häuser ein gemeinsames RIS und PACS verwenden können. Ashvins Active MPI Die schlanke Lösung Die schlanke Lösung des Karlsruher Softwarehauses MedicalCommunications überzeugte die Leitung der Essener Kliniken angesichts ihrer Kostenvorteile sofort. Alle Systeme können nun einrichtungsübergreifend via Ashvins Active MPI miteinander kommunizieren. An den bestehenden Systemen wird nichts verändert, alles läuft so weiter wie bis dato. des Münchner Messegeländes verdoppelt sich die zur Verfügung stehende Fläche. Für die stetig wachsende Mitarbeiterzahl entsteht so auch über dieses Jahr hinaus ein optimaler Schaffensraum. Die Lage der neuen Räumlichkeiten bietet sowohl den Kunden als auch den Mitarbeitern eine gute Verkehrsanbindung sowie kreative Ruhepausen im nahe gelegenen Riemer Park. In den modernen Schulungsräumen werden für die Kunden zentrale Fortbildungen angeboten. Räumlich und personell gut gerüstet Die Meierhofer AG wird ihre Position am Markt weiter ausbauen und ihr Portfolio gemeinsam mit namhaften Partnern erweitern. Die Erfolgsformel, Mensch, Medizin und IT zu vernetzen und damit das Zusammenspiel der unterschiedlichen Bereiche im Gesundheitswesen zu optimieren, wird weiter an Bedeutung gewinnen. Gemeinsam mit Kunden und Partnern entwickeln wir ein Produkt, das den Markt prägt. So werden wir in den kommenden Jahren unsere Spitzenposition im deutschsprachigen KIS- Markt weiter ausbauen so Matthias Meierhofer. Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört Herstellerunabhängige Vernetzung von KIS, RIS und PACS Bereich Medizincontrolling/DRG und vermittelt einen Einblick in deren Leistungsfähigkeit. Kompetente Anwender aus Krankenhäusern stellen Analyse- und Simulationstools vor und berichten über die eigenen praktischen Erfahrungen mit den Systemen verschiedener führender Herstellerfirmen (z.b. 3M Health Information Systems, CoM.MeD, ID Information und Dokumentation im Gesundheitswesen, isoft Deutschland, TietoEnator Deutschland, KMS Information & Organisation, Siemens Healthcare und Saatmann). Veranstaltet wird das Anwenderforum von der Pro-Klinik Managementakademie und der Caritas-Akademie Köln. Es wendet sich an Medizin-Controller und Ärzte, DRG- Beauftragte, Klinische Kodierer, an Mitarbeiter aus dem Qualitätsmanagement sowie dem Finanz- und Rechnungswesen. Die Veranstaltung wird voraussichtlich von der Nordrheinischen Akademie mit sieben Fortbildungspunkten zertifiziert. Schwerpunktthemen sind in diesem Jahr: Qualitätsmanagement und Ergebnisqualität Qualitätsindikatoren in der Praxis Leistungsabbildung, u.a. Tools zum Kodiercontrolling Elektronische Patientenakte. Marion Logen Pro-Klinik Managementakademie GmbH & Co. KG, Bergisch Gladbach Tel.: 02202/ Fax: 02202/ Im Ergebnis können die Essener Kliniken nun mit dem Ashvins Active MPI die intendierten Synergien voll ausschöpfen: Wird ein Patient zur Untersuchung in ein anderes Haus überstellt, laufen Planung und Organisation über die vernetzten Systeme schnell und reibungslos ab. Unter Berücksichtigung von Datenschutz und Zugriffsberechtigungen haben die Ärzte sicheren und komfortablen Zugriff auf alle aktuellen und archivierten Daten und Bilder eines Patienten, die an einem der drei Standorte erstellt wurden. Das erleichtert eine zeitnahe Befundung, was sich wiederum positiv auf die Qualität der Patientenversorgung auswirkt. Ashvins Active MPI Die intelligente Lösung Das Besondere am Ashvins Active MPI ist, dass er die Daten aktiv bearbeitet. Nachrichten werden dabei gefiltert um Inkompatibilitäten abzufangen. So tauscht der MPI quasi wie ein Dolmetscher Patienten-IDs automatisch aus bis hinunter zur Auftragsebene. Der Master Patient Index stellt damit sicher, dass jeder Patient einrichtungs- und systemübergreifend eindeutig identifiziert wird. Die Technik ist so ausgefeilt, dass selbst fehlende Informationen in Nachrichten aus frei definierbaren Quellen nachgetragen werden. Der Ashvins Active MPI ist IHE PIX kompatibel, kann aber auch Systeme einbinden, die diesem Standard nicht folgen.

19 Management & Krankenhaus 02/2008 IT & Kommunikation 19 Neue Kombination im OP: analog + digital Eizo und S-Cape kooperieren beim Aufbau innovativer Bildwiedergabesysteme S-Cape realisiert mit Eizo Dicom-Preset- Monitoren kundenspezifische Lösungen für die Bildbetrachtung in Operationssälen. Bisher hat das Reichenbacher Unternehmen über Operationssäle mit über 200 Varianten ausgestattet. Innovative, spezifische Gesamtlösungen Im Frühjahr 1990 wurde im vogtländischen Reichenbach die Firma S-Cape Computertechnologie gegründet. Das Unternehmen stellte anfangs Computer- und Serversysteme für kundenspezifische Komplettlösungen her und ist seit 1996 nach dem Qualitätsmanagementsystem 900x zertifiziert. Seit 1999 rücken Eigenentwicklungen im Bereich der Medizintechnik immer mehr in den Vordergrund. Dabei versetzt eine enge Partnerschaft mit Intel seit Mitte der 90-er Jahre das Unternehmen in die Lage, professionelle Systeme auf Basis neuester Technologien zu fertigen und in innovative Gesamtlösungen zu integrieren. Parallele Bildbetrachtung analog/digital Auf Grundlage der langjährigen Erfahrungen sowie einer Marktanalyse im Bereich der EDV-Ausstattung von Krankenhäusern und medizinischen Einrichtungen kam es zum Wechsel des Geschäftszweiges, welcher nunmehr die eigentliche Hauptausrichtung der Firma darstellt. Mit der Erkenntnis, dass ein sehr großer Bedarf an hochleistungsfähigen Computersystemen in der Medizintechnik besteht, begann die Entwicklung geeigneter Lösungen unter Beachtung der entsprechenden Normen und Forderungen des Medizin Produkte Gesetzes (MPG). Heute stellt das Reichenbacher Unternehmen vornehmlich Bildbetrachtungssysteme für Operationssäle her. Diese entsprechen den vorgegebenen hygienischen Normen und ermöglichen als Besonderheit die Kombination von analoger und digitaler Röntgenbildbetrachtung. Kundenspezifisch wurden bereits über 200 verschiedene Modellvarianten entwickelt und über Großsysteme bereits ausgeliefert. Eizo als starker Partner In die Wand integrierte medical multiconsolen mit Dicom-Preset Monitoren von EIZO ermöglichen eine platzsparende und hygienisch einwandfreie Modernisierung des Operationssaals Um diese Lösungen zu realisieren, setzt S-Cape die Eizo Dicom-Preset-Monitore für die Betrachtung ein. Diese entsprechen Dank werkseitig voreingestellter Dicom- Charakteristik den gesetzlichen Anforderungen gemäß QS-RL und DIN V Mit Eizo haben wir den perfekten Partner gefunden, da sich die Qualität, Zuverlässigkeit und Marktakzeptanz der Monitore auf einem sehr hohen Niveau befinden. Darüber hinaus stellt uns das Unternehmen alle für die mechanische und elektrische Integration erforderlichen Hilfen und Unterlagen zur Verfügung. Sowohl die Monitore als auch die Zusammenarbeit mit dem Medical Team von Eizo genügen höchsten Ansprüchen, so Uwe Seidel, Geschäftsführer von S-Cape. Die verwendeten 19"- bis 30"-Monitore liefern auf Knopfdruck die jeweils notwendige Dicom-Tonwertcharakteristik zur bestmöglichen Bildwiedergabe. Damit werden spezielle Softwarekalibrationen überflüssig und Artefakte ausgeschlossen. Das reduziert die Betriebskosten und spart wertvolle Zeit. Darüber hinaus gewährt der Hersteller mit fünf Jahren eine extralange Garantie auf alle Dicom-Preset- Monitore. So werden bei höherer Investitionssicherheit und geringeren Servicekosten die Total Costs of Ownership deutlich reduziert. Die eingesetzten Monitore arbeiten mit einer automatischen Helligkeitsstabilisierung. Ein vom japanischen Spezialisten für High-End-Monitore speziell entwickelter Sensor ermittelt die Leuchtdichte am Monitor. Anhand dieser Daten steuert ein Mikrochip die Lichtemission. So werden bereits wenige Sekunden nach dem Einschalten die durch den Anwender definierten oder kalibrierten Werte exakt erreicht und dauerhaft konstant gehalten. Helligkeitsschwankungen gehören der Vergangenheit an. Günstige Modernisierung der Bildwiedergabe im OP Die Kombination analoger und digitaler Bildbetrachtung ermöglicht den Einzug hoher IT-Performance und eines vielseitigen Röntgenbildmanagements in medizinisch hochsensible Bereiche. Unter anderem sorgt eine Bautiefe von nur 10,5 cm für einen problemlosen Austausch vorhandener analoger Bildbetrachter gegen die S-Cape-Lösungen. Durch die komplette Integration in oder auf die Wand ist neben einem nicht unerheblichen Kosten-/Nutzenvorteil eine sehr platzsparende und hygienisch einwandfreie Modernisierung des Operationssaals möglich. S-Cape Computertechnologie GmbH, Reichenbach Tel.: 03765/ Fax: 03765/ Avnet Technology Solutions GmbH, Nettetal Tel.: 02153/ Fax: 02153/ Klinikum Herford entscheidet sich für PACS Nach einer europaweiten Ausschreibung hat Fujifilm Deutschland den Zuschlag des Klinikums Herford für ein PACS erhalten. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 1 Mio.. In einem ersten Schritt sollen die Kliniken für Radiologie und Nuklearmedizin an das System angebunden werden, in einem zweiten weiteren bildgebende Verfahren wie Ultraschall und Endoskopie folgen. Dies bedeutet einen wesentlichen Schritt zur vollständigen Einführung der digitalen Patientenakte in diesem Klinikum. Bilder, die bei diagnostischen Verfahren wie beispielsweise dem Röntgen oder einer Kernspintomographie entstehen, müssen künftig nicht mehr entwickelt und eingelagert werden, sondern stehen im ganzen Haus digital zur Verfügung, erläutert Klinikumsvorstand Martin Eversmeyer. Ganz unmittelbar profitieren natürlich auch die Patienten vom neuen System: Durch den Wegfall der Entwicklungszeiten ergibt sich eine Optimierung im Behandlungsverlauf, die Verweildauer lässt sich im Einzelfall um ein bis zwei Tage verkürzen. Im Bedarfsfall kann der Patient seine Bilder dann einfach auf CD mit zum weiterbehandelnden Arzt nehmen. Eversmeyer betont: Da die interdisziplinäre Kommunikation und die Bildqualität ebenfalls optimiert werden, ist auch eine Qualitätssteigerung in der Befundung zu erwarten. Davon profitieren letztlich alle Beteiligten. Dosiseinsparung von bis zu 50% Die Kinderradiologie stellt besondere Herausforderungen an Bildaufnahme- und Verarbeitungssysteme. Sie müssen die qualitativ denkbar besten Bildergebnisse mit der geringst möglichen Dosis liefern. Da sehr kleine Objekte geröntgt werden, ist eine sehr präzise Arbeit und detailgetreue Darstellung gefordert. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, setzt das Universitätsklinikum Gießen seit Dezember 2005 das DX-S von Agfa HealthCare ein. In den Punkten Effektivität und Bildqualität kann sich das DX-S mit konventionellen Film/Folien-Systemen messen. Unabhängige Studien belegen einen deutlichen Qualitätssprung bei gleicher Dosis. Unterstützt wird dies durch die neue Nadelkristalldetektor-Technologie und die Bildverarbeitungssoftware, so Prof. Dr. Gerhard F.P. Alzen, Leiter der Abteilung Kinderradiologie im Zentrum für Radiologie des Universitätsklinikums Gießen. Bei Aufnahmen am Körperstamm erzielen wir mittlerweile eine Dosiseinsparung von 50% gegenüber Film/Folien-Systemen mit der Empfindlichkeitsklasse 400. Bei der Untersuchung kleiner Objekte, zum Beispiel von Händen, liefert das DX-S bei gleicher Dosis wie 400er-Film/Folien-Systeme ein deutlich kontrastreicheres Bild und damit eine bessere Bildqualität, berichtet der Kinderradiologe. Auch kardiologische Fragestellungen bei Neugeborenen lassen sich bei geringer Dosis ausgezeichnet beurteilen. Im Vergleich zu konventionellen CR-Systemen ist die Bildqualität höher und die Dosis kann erheblich gesenkt werden. Dazu unterstützt das DX-S die Arbeitsabläufe in der Abteilung mit definierten Bildverarbeitungsprozessen in hohem Maße: Je nach Aufnahme, Größe, Gewicht und Alter des Kindes werden die Bildprozessierungsalgorithmen automatisch ausgewählt. Nach mehr als zweijähriger Arbeit mit dem DX-S zieht Prof. Alzen ein durchweg positives Fazit: Wir haben uns für ein System entschieden, dass sehr hohe Qualitätsanforderungen voll erfüllt. Es läuft stabil und die Konstanz in der Qualität der Aufnahmen ist sehr hoch, insbesondere Fehlbelichtungen kommen nicht mehr vor. Das System hat sich im täglichen Einsatz bewährt, wir können es uneingeschränkt empfehlen. Kodak Carestream

20 20 IT & Kommunikation Management & Krankenhaus 02/2008 An den Salzburger Landeskliniken (SALK) werden die Klinikabläufe künftig über IS-H gemanagt. AT Solution Partner (ATSP) implementierte gemeinsam mit T-Systems diese SAP-basierte Software. Die Christian-Doppler-Klinik, das St. Johanns Spital und die Landesklinik St. Veit werden künftig von der Neuorganisation profitieren IS-H entlastet das Verwaltungspersonal bei täglichen Routinearbeiten und verbessert die Abläufe im Krankenhausbetrieb. IS-H unterstützt die Klinikprozesse durch eine bessere Koordination, Dokumentation und zeitnahe Abrechnung der klinischen Termine und Leistungen. Das Personal Salzburger Landeskliniken Verbessertes Patientenmanagement Effiziente Software-Installation mit zwei Partnern wird so von zeitaufwändigen administrativen Aufgaben entlastet. Zudem verbessert das SAP-Modul die innerbetriebliche Kommunikation in den Salzburger Landeskliniken. Künftig erfolgen auch alle Abrechnungen, wie beispielsweise Honorar- und Sonderabrechnungen, über diese Branchenlösung. Die ATSP erwies sich als kompetenter Partner, der in engster Zusammenarbeit mit SALK-Mitarbeitern und viel Krankenhaus-Know-how diese Aufgabe zeitgerecht erledigte, betont SALK-Geschäftsführer Dr. Max Laimböck. Integration in SAP-Landschaft Innerhalb von sechs Monaten implementierte ATSP gemeinsam mit T-Systems das SAP-Patientenmanagement-Modul IS-H in Die Häuser bieten ein umfassendes spitzenmedizinisches Angebot für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung des Landes Salzburg und der umliegenden Regionen. Für rund Menschen sind die SALK 24 Stunden und sieben Tage in der Woche der Regionalversorger und das kompetente Zentrumskrankenhaus im Einzugsgebiet. Die SALK sind als Unternehmen mit rund Mitarbeitern das größte Unternehmen des Landes Salzburg. Vom 13. bis 15. Februar wird sich die Führungsebene deutscher Leistungserbringer im Düsseldorfer Industrieclub treffen. Die Initiative für Unternehmensführung und IT-Service-Management in der Gesundheitswirtschaft lädt zu ihrer zweiten Veranstaltung nach 2007 ein. Hier soll IT als Erfolgsfaktor begreifbar gemacht werden Experten nennen dies Business Alignment. Das 2008er Entscheiderevent findet unter der Überschrift Unternehmenserfolg durch optimale IT-Ausrichtung auf die Unternehmensziele: IT-Service-Management als Erfolgsfaktor! statt. Am hält Prof. Dr. Neubauer die Dinner-Speech. Fundierte Vorträge von Experten, deren Auswahl ein Fachbeirat mit Vertretern aus Hochschulen und Verbänden trifft, werden das Programm gestalten. Neben den Vortragsreihen und Workshops findet am eine Präsidiumssitzung des Verbands der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) statt. Daneben ermöglicht die Veranstaltung den Erfahrungsaustausch innerhalb der Vertreter der Führungsebene und mit der ausstellenden Industrie. Entscheiderevent 2008 Wann: Februar Wo: Industrie Club (www.industrie-club.de) Düsseldorf Programm und Anmeldung: Erfolgsfaktoren erkennen den Krankenhausbetrieben. Die Branchenlösung konnte in den Salzburger Landeskliniken aufgrund der bestehenden SAP- Landschaft vollständig und einfach integriert werden. IS-H gewährleistet größtmögliche Datenqualität und sicherheit für die Bereiche Patientenadministration und abrechnung, Materialwirtschaft, Anlagenbuchhaltung, Finanzwesen, Kostenrechnung, Lohn- und Gehaltsabrechnung sowie Controlling. T-Systems ist in Österreich der einzige Dienstleister für Informations- und Kommunikationstechnologie, der sowohl SAP als auch Microsoft Gold Certified ist. Über die Gold Certified Partnerschaft mit SAP hinaus ist T-Systems im Bereich Gesundheitswesen Branchen-Partner für den Mittelstand von SAP Österreich. In Deutschland führt die Telekom-Tochter Lösungen für das Gesundheitswesen in mehreren Projekten ein. T-Systems hat mittlerweile eine Million Nutzer auf ihrer SAP-Plattform und ist weltweit der größte Anbieter in diesem Bereich er Entscheiderevent für IT in der Gesundheitswirtschaft Neuer Verband in der Gesundheitswirtschaft Business-IT-Alignment ist das Ziel des Verbandes. Im Detail soll beispielsweise ein Bewusstsein in der Unternehmensführung für den Beitrag der IT zum Unternehmenserfolg geschaffen werden und ein Grundstein für eine gemeinsame Kommunikations- und Bewertungsebene auf Basis von allgemein verständlichen IT-Produkten durch IT-Service-Management gelegt werden. Der Verband fokussiert damit die Bedeutung des Business-IT-Alignments, d.h. des wechselseitigen Bewusstseins der Geschäftsführung, dass die IT einen wesentlichen Beitrag zum Unternehmenserfolg leistet und daher entsprechend positioniert werden sollte und in der Leitung der IT- Organisation dafür, dass sie als Dienstleister und Berater darauf ausgerichtet sein muss, durch ihre Leistungen einen Wertbeitrag für das Unternehmen zu schaffen und diesen gegenüber der Geschäftsführung transparent darzustellen. Zur Erreichung eines hohen Wirkungsgrades wird sich klar auf die Zielgruppe Unternehmensführung, CIOs und medizinische als auch pflegerische Entscheidungsträger fokussiert. In der Vergangenheit wurde es oftmals versäumt, gegenüber der Entscheiderebene ein Bewusstsein für den Nutzenbeitrag der IT darzustellen, was nun über das Instrumentarium IT-Service-Management erreicht werden soll. Die Methodik des IT- Service-Managements ist geeignet, auf der Basis von allgemein verständlichen IT- Produkten eine Transparenz sowie eine gemeinsame Kommunikations- und Bewertungsebene, vor allem im Hinblick auf IT-Leistungen, Kosten und Nutzen zu schaffen. Zur betriebswirtschaftlichen Abwicklung jeglicher Leistungen im Rahmen des Entscheiderevents und der darauf folgenden unterjährigen Weiterbearbeitung wurde die Gesellschaft für Unternehmensführung und IT-Service-Management in der Gesundheitswirtschaft gegründet. Dass die Radiologie Passau ein besonderes Arztunternehmen ist, zeigt sich an preisgekrönten Architekturkonzepten ebenso wie an den Betriebsabläufen und der Hightech-Ausstattung mit MRT-Geräten, Linearbeschleunigern und 64-Zeilen-CT. Über die Hälfte der Nutzfläche von zirka Quadratmetern belegen Radiologie und Strahlentherapie. Das hochmoderne Versorgungszentrum betreibt neun Standorte und kooperiert mit Kliniken in Ostbayern und Franken. Hightech in Medizin und IT entspricht dem Selbstverständnis des Hauses als Dienstleister. Der ärztliche Direktor Dr. Stefan Braitinger nennt die Hintergründe: Unsere Prozesse sind von der Anmeldung über die Untersuchung und das Arztgespräch bis hin zu den Ergebnissen auf Effizienz ausgelegt. Kurz- und langfristige Datenarchivierung sowie die Datenkommunikation innerhalb der medizinischen Prozesskette bilden die Prozesse in einem digitalen Gesamtkonzept ab, um unseren Kunden den bestmöglichen Service zu bieten. Grundbaustein dafür ist der digitale Zentralspeicher der Radiologie, auf dem sämtliche Daten konsolidiert sind. Medizintechnische Systeme von Herstellern wie Siemens Medical und Fuji sind hier ebenso angegliedert wie die komplette Bürokommunikation und Verwaltung. Integrationsfähigkeit ist ein wichtiger Faktor und führte letztlich zum Einsatz einer modularen Storage-Architektur von NetApp anstelle eines Black Box -Systems. Dr. Gerd Schenk, Medizinphysiker und Leiter der Informatik, sagt warum: Mit dieser Lösung können wir modernen Managementaufgaben gerecht werden und profitieren von Storage für Hightech-Medizin Hochverfügbares und hochperformantes Datenmanagement Bei der Untersuchung erfasste Daten werden sofort im Kurzzeitarchiv auf NetApp Storage abgelegt. Für Dr. Stefan Braitinger, ärztlicher Direktor der Radiologie Passau, sind High-Tech in Medizin und IT selbstverständlich. einem offenen Systemansatz. Statt Abhängigkeiten von Herstellernormen besteht strukturelle Klarheit und ein transparentes Kosten-Nutzen-Verhältnis. Sicherheit und Kommunikation Mittelständische Betriebe mit überregionaler Struktur wie die Radiologie Passau profitieren von skalierbaren, offenen Systemen, die zentrale Dienste bereitstellen und Synergien erzielen. Im Gesundheitswesen ist es sehr schwierig, Patientendaten von A nach B zu übermitteln, da Schnittstellen und technologische Möglichkeiten nicht zueinander passen, so Dr. Schenk. Die immens wichtige Frage der Schnittstellen und Kommunikationsmöglichkeiten wollten wir in unserem Unternehmen bestmöglich beantworten. Heute hat kaum ein Kunde dafür Verständnis, dass seine Bilddaten oder Diagnosen nicht auf Knopfdruck verfügbar sind, weil ein System technische Probleme hat. Dass alles in einander greift und von der Verfügbarkeit des Storage abhängt, zeigt die hoch effiziente Organisation des Arztunternehmens. Mit der Befundung beginnt der Dokumentationsprozess, wobei die Daten auf verschiedenen Wegen an die jeweils zuständigen Stellen weitergegeben werden. Das Passauer Stammhaus am Schießstattweg ist über schnelle Datenleitungen mit seinen bis zu 350 Kilometer entfernten Standorten verbunden. Die dort erfassten Daten werden sofort nach Passau übertragen und hier zentral gespeichert. Ein schneller, ausfallsicherer NetApp FAS270 Storage- Cluster dient als Kurzzeitspeicher für die PACS-Daten aller Standorte. Der Online-Speicherhorizont beträgt vier Wochen. Dem System nachgelagert ist ein NetApp Near- Store System als Langzeitspeicher. Eine übergeordnete Datenbank steuert die Datenablage. Hochverfügbarkeit ist bei medizinischen Daten elementar. Für den Befundungsprozess müssen die Bilddaten des Patienten schnell und sicher abrufbar sein. Das gilt besonders bei Notfallleistungen der Radiologie Passau für Krankenhäuser. Aber auch andere unserer Vorhaben wie die geplanten Teleradiologie-Portale wären ohne hochverfügbaren Storage nicht realisierbar, erklärt Dr. Schenk. Für den Storage bedeutet dies Anforderungen wie Skalierbarkeit im laufenden Betrieb, null Ausfallzeit und auch Wartung ohne Systemstillstand. Festplattenausfälle fängt das System ab. Über die integrierte Fernüberwachung wird bei NetApp sofort die Lieferung von Ersatzplatten veranlasst. Mammographie-Screening Dr. Braitinger ist überzeugt, dass die modulare Architektur, der einfache Ausbau der Speicherkapazitäten und die Integrationsfähigkeit des NetApp Storage das Wachstum des Unternehmens wesentlich unterstützt haben. Dies gilt auch für das bundesweite Mammographie-Screening, das die Radiologie Passau zusammen mit Kollegen aus Deggendorf im Versorgungsgebiet Niederbayern durchführt. Der Ausbau der Versorgungsdichte im Einzugsgebiet der Radiologie Passau wurde nicht nur durch neue Standorte wie Altötting vorangetrieben, sondern auch mithilfe einer mobilen Röntgenausstattung in einem 20-Tonner Frauen haben Anspruch auf die Vorsorgeuntersuchung, die sich nach jeweils zwei Jahren wiederholt. Pro Untersuchung entstehen zirka 250 MB Daten. Die Röntgenverordnung schreibt dedizierte Speicherroutinen über 30 Jahre bei garantierter Lesbarkeit der Daten vor. Eingelöst wird diese Forderung mit Festplattentechnik. Die Radiologie Passau setzt auch dafür hoch skalierbaren und hoch zuverlässigen NetApp Storage ein. Unternehmensleistung messen und steuern 2. Kongress für Healthcare Performance Management in Ludwigshafen Niemand würde auf die Idee kommen, ein Auto durch Konzentration auf den Rückspiegel voranzubewegen. Ebenso wenig würde er oder sie allein aufgrund des aktuellen Kilometerstands die Zeit bis zum Ziel berechnen. Stattdessen nutzt man den Tachometer, Hinweisschilder und Navigationssysteme, um auf dem schnellsten Weg am richtigen Ort anzukommen. In vielen Unternehmen, genauer gesagt: in nahezu allen Unternehmen ist das aber nicht so. Gesteuert wird in der Regel auf Basis vergangenheitsorientierter Daten. Und gemessen wird in diesem Kontext nur, was sich leicht messen lässt. Der Fokus der Anstrengungen zur Leistungsverbesserung ist denn auch nahezu ausschließlich auf die Prozesse gerichtet. Und wenn deshalb strategische Ziele nicht erreicht werden, korrigiert man diese eben. In Kliniken und anderen Einrichtungen der Gesundheitsbranche ist dies nicht anders. Vor diesem Hintergrund veranstalten der Landesverband Rheinland-Pfalz und Saarland der Klinikdirektoren Deutschland gemeinsam mit dem Institut für Managementinformationssysteme und Management & Krankenhaus am 17. April in Ludwigshafen den zweiten Kongress zur leistungsorientierten Steuerung von Gesundheitsunternehmen. Eingeladen zu der Veranstaltung an der Hochschule für Wirtschaft Ludwigshafen sind Topentscheider, Controller und IT-Verantwortliche aus der gesamten Gesundheitsbranche. Neben Vorträgen zur Leistungsmessung und steuerung sowie zum Risiko- und Chancenmanagement und der dazu notwendigen Unterstützung durch die Informationstechnologie erwarten die Kongressbesucher beispielsweise auch hochinteressante Ausführungen zum Geo- Coding. Die Teilnehmer können sich in Abhängigkeit ihrer Präferenzen und vor dem Hintergrund der in ihrem Unternehmen gerade aktuellen Aufgabenstellung zwischen parallel angebotenen Veranstaltungen mit stärkerer Management- oder IT- Orientierung entscheiden. Wichtig ist den Organisatoren auch, dass es zu einem intensiven Erfahrungs- und Wissensaustausch zwischen den Vorträgen kommt und Netzwerke ausgebaut werden können. Die Steuerung der Unternehmensleistung erfolgt nicht zuletzt deshalb häufig aus dem Bauch heraus, weil valide Daten fehlen. Das liegt insbesondere daran, dass Ursache-Wirkungsbeziehungen nur in den seltensten Fällen umfänglich bekannt sind. Dadurch schauen Manager oftmals auf die falschen Leistungsindikatoren. Erfolg lässt sich aber nur erzielen, wenn die Strategie auf die einzelnen Hierarchieebenen herunter gebrochen und anhand zukunftsgerichteter Key Performance Indikatoren auf jeder Stufe messbar gemacht wird. Bei signifikanten Abweichungen der Messgrößen von den vorher festgelegten Grenzwerten muss dann aber auch reagiert werden. Denn die Folge inkonsequenter Strategieumsetzung oder zu später Anpassung des Geschäftsmodells an Umweltveränderungen ist ein Verlust der Wettbewerbsfähigkeit. Schließlich kann Hoffen niemals Handeln ersetzen. Und Zaudern aus Unsicherheit führt schnell zur Handlungsunfähigkeit. Das Treffen strategischer Entscheidungen ist aber nur selten ein klar definierter Akt, sondern überwiegend das Ergebnis einer Mischung aus Gefühl, Kreativität und Erfahrungswissen der Entscheider. Und dies, obwohl empirische Studien belegen, dass Unternehmen mit einem formalisierten Strategieumsetzungsprozess erfolgreicher sind. Wer seine Führungsinstrumente bisher noch nicht systematisch ausgerichtet hat, darf sich in bester Gesellschaft fühlen. Eine aktuelle, weltweit von Deloitte bei Topunternehmen durchgeführten Studie belegt, dass viele Manager im Nebel tappen, wenn es um die Steuerung der Unternehmensleistung geht und über einen eklatanten Mangel an steuerungsrelevanten Daten verfügen. Mit dem Kongress in Ludwigshafen, der für die Teilnehmer kostenlos ist, wird ein wesentlicher Schritt getan, um im Gesundheitswesen für eine Verbesserung der Situation zu sorgen. Weitere Informationen erhalten Sie von Prof. Dr. Uwe Hannig vom Institut für Managementinformationssysteme oder von Ulrich Rothgerber von Management & Krankenhaus. Das integrierte Ambulanzsystem Orgaprax des Niedereschacher Softwareentwicklers ASD ermöglicht eine rationale und transparente Organisation von Ambulanzen. Das Produkt schließt damit eine Lücke, die von vielen etablierten KIS-Anbietern nicht hinreichend bedient wird. Auf der Basis elektronischer Dokumentation, -Abrechnungen und -Formularwesen, bis hin zur Unterstützung der Kostenstellenrechnung und Controlling sind alle ambulanzspezifischen Prozesse abgebildet. Die Besonderheit von Orgaprax liegt in der formularorientierten einfachen Bedienung und der hohen Integrationsfähigkeit zu bestehenden KIS, wie z. B. SAP, Siemens (Clinicom), Cerner, CoM.Med. Über HL7 besteht eine Schnittstelle zu allen weiteren KIS. Die Integration reicht von Längst hat in der Diktattechnologie das digitale Zeitalter begonnen. Doch auch die Kassetten-Technik ist bei vielen Anwendern noch immer im Einsatz. Jetzt präsentiert sich der Klassiker unter den analogen Diktiergeräten neu: Das Handdiktiergerät Stenorette Sh 24 im Design Deep Black ist der Nachfolger der Modelle Sh 23 und Sh 33. In dem robusten schwarzen Aluminiumgehäuse steckt die bewährte Technik von Grundig Business Systems. Das Integriertes Managementsystem für Ambulanzen Analoge Diktattechnologie im neuen Design Band-Aufnahmegerät bietet alle wichtigen Funktionen für professionelles analoges Diktieren. Das Herzstück die Steno-Cassette Die neue Steno-Cassette StenoTape Professional ist das Herzstück der analogen Diktiergeräte von Grundig Business Systems. Die Kassette entspricht natürlich dem Standard Steno-Cassette 30 und bietet durch den hochwertigen Tonwellenantrieb gute Tonqualität sowie eine konstante Bandgeschwindigkeit. Durch die veränderte Optik kann der Anwender die neuen der Patientenaufnahme in das KIS als führendes System, über die Fallnummernorientierte ambulante Dokumentation, Formularwesen und Abrechnungen und der bidirektionalen KIS-Komunikation für Diagnosen, Prozeduren, Befunde, Leistungen, bis hin zur FiBu-Übergabe ins KIS. Orgaprax hat die KV- u. DaleUV-Zulassung und übernimmt neben allen ambulanten Abrechnungsarten auch die medizinische Karteikartendokumentation und das gesamte Formularwesen. Die Software von ASD weist eine breite Installationsbasis auf: 50 Krankenhäuser haben sich für Orgaprax entschieden. Damit gehört das Managementsystem nach der KBV-Installationsstatistik für Praxiscomputer zu den Top 10 im Bereich Ambulanzsysteme. Kontakt ASD, Niedereschach Wolfgang Gläsker Tel.: Fax: von seinen alten Steno-Kassetten unterscheiden und seine alten Bänder rechtzeitig vor dem Verschleiß austauschen. Dank der einseitigen Bespielbarkeit behält der Autor auch bei mehreren Diktaten den Überblick und vermeidet ein Verwechseln der Seiten oder versehentliches Löschen. Das StenoTape Professional bietet Platz für 30 Minuten Aufnahme. Über die Minutenskala lässt sich die Bandposition und damit die zu bearbeitende Diktatzeit bequem ablesen.

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