Vorlage Nr.: 17/343- S. für die Sitzung der Deputation für Wirtschaft und Häfen. als Sondervermögensausschuss für das Sondervermögen Hafen

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1 Der Senator für Wirtschaft und Häfen Vorlage Nr.: 17/343- S für die Sitzung der Deputation für Wirtschaft und Häfen als Sondervermögensausschuss für das Sondervermögen Hafen am 18. August 2010 Sondervermögen Hafen Jahresabschluss zum Entlastung der Geschäftsführung für das Jahr 2009 A. Problem Das vom Senator für Wirtschaft und Häfen bewirtschaftete Sondervermögen Hafen ist gemäß 11 des Ortsgesetzes dazu verpflichtet, jährlich einen Jahresabschluss aufzustellen. Nach 7 (3) des Ortsgesetzes berät und beschließt der Sondervermögensausschuss über den Jahresabschluss und die Entlastung der Geschäftsführung. B. Lösung Der Deputation für Wirtschaft und Häfen als Sondervermögensausschuss wird als Anlage der Jahresabschluss des Sondervermögens Hafen zum vorgelegt.

2 Bilanz zum Die Bilanzwerte für das Anlagevermögen sind ordnungsgemäß aus dem Vorjahresabschluss übernommen worden. Aktiva Bei den Sachanlagen handelt es sich um die im Eigentum der Stadtgemeinde Bremen stehenden Grundstücke, Gebäude und Anlagen in Bremen und Bremerhaven sowie geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. Insbesondere aufgrund des Baufortschrittes des Projektes Neubau Kaiserschleuse (abzüglich der regelmäßigen Abschreibungen) erhöhen sich die Werte der Sachanlagen um 8,445 Mio.. Die Finanzanlagen betreffen Beteiligungen an der BLG, der bremenports GmbH & Co. KG, der bremenports Beteiligungs-GmbH, dem Columbus Cruise Center, der JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG sowie der JadeWeserPort Realisierungs-BeteiligungsGmbH. Die Erhöhung resultiert aus der Beteiligung am Projekt Jade-Weser-Port (15,5 Mio. ) abzüglich des Verlustanteils auf dem Gesellschafterkonto (=regelmäßige Abschreibungen). Unter Position B II. 2. sind die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht aufgeführt, die im Wesentlichen aus Forderungen aus vereinnahmten Bilanzgewinnen gegen die BLG AG & Co. resultieren. Der Bilanzgewinn der BLG beträgt im Berichtsjahr 11,828 Mio. und reduzierte sich zum Vorjahr (28,196 Mio. ) aufgrund der allgemeinen Wirtschaft- und Finanzkrise um 16,368 Mio.. Passiva Das variable Eigenkapital (Dotationskapital) des Sondervermögens Hafen beträgt 30 % der auf der Aktivseite ausgewiesenen Bilanzsumme abzüglich des Beteiligungsbuchwertes der Anteile der BLG AG. Es wird für jeden Jahresabschluss neu berechnet. Die Verringerung bei den erhaltenen Anzahlungen (C. 2.) resultiert aus dem Verkauf von Grundstücken, insbesondere des alten Bauhofes, an die BIS. Die im Vorjahr von der BIS erhaltene Anzahlung (10,1 Mio. ) hat in 2008 zu einer Verbindlichkeit im Sondervermögen Hafen geführt, die durch die Eigentumsübertragung in 2009 aufgelöst wurde. Seite 2

3 Die Verbindlichkeiten gegenüber der Freien Hansestadt Bremen (Position C.4.) haben sich um 15,469 Mio. erhöht. Hierin ist insbesondere die Kreditaufnahme des Sondervermögens Hafen für die Großprojekte beim Bremer Kapitaldienstfonds enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (Position C.4.) betreffen stichtagsbezogene Verpflichtungen aus dem Leistungsentgelt (Geschäftsbesorgungsentgelt) für die bremenports. In den sonstigen Verbindlichkeiten (Position C.6.) sind unverändert zum Vorjahr Verpflichtungen gegenüber der BLG Unterstützungskasse in Höhe von 25,565 Mio. enthalten. Die Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem Hafenlotsdienst in Höhe von 1,580 Mio., gleichzeitig steigen die Forderungen aus dem Hafenlotsdienst in Höhe von 1,890 Mio., welche den sonstigen Vermögensgegenständen (Position Aktiva B II. 3.) zugerechnet wurden. Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse haben sich unter dem Einfluss der weltweiten wirtschaftlichen Entwicklung um 6,258 Mio. gegenüber dem Vorjahr verringert. Die laufenden Erlöse aus Raumgebühren, Nutzungsentgelten, Erbbauzinsen/Mieten und Pachten fielen um 2,179 Mio. geringer aus. Im Rahmen des Projektes CT 4 wurden in der Vergangenheit für den Betreiber Planungs- und Herstellungsleistungen erbracht, die zu Erlöse für Dienstleistungen geführt haben. Aufgrund der zwischenzeitlichen Abwicklung dieses Projektes gingen die Einnahmen für Dienstleistungen in 2009 um 3,318 Mio. zurück. Gleichzeitig reduzieren sich zudem die Aufwendungen für bezogenen Leistungen (Position 3.b) um Tsd.. Insbesondere aufgrund des Verkaufs von Grundstücken an die Stadt Bremerhaven (z.b. alter Bauhof) erhöhen sich die sonstigen betrieblichen Erträge (Position 2.) um 9,471 Mio.. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen fallen hauptsächlich wegen der geringeren Aufwendungen für die Hafenunterhaltung sowie für Baggerungen in der Wendestelle vor CT 4 und gesunkener Gebäudenebenkosten niedriger als im Vorjahr aus. Somit Seite 3

4 konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um insgesamt 9,399 Mio vermindert werden. In der Position 6. Erträge aus Beteiligungen (Rückgang um 16,636 Mio. ) sind im Wesentlichen gegenüber dem Vorjahr geringere Bilanzgewinne und Dividenden der BLG AG und Co. für das Geschäftsjahr 2009 enthalten. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen steigen aufgrund der Kreditaufnahme zur Finanzierung der Großprojekte um 0,507 Mio.. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Der Wirtschaftsprüfer hat dem Jahresabschluss 2009 des Sondervermögens Hafen einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. C. Gender-Prüfung Die Gender-Aspekte wurden geprüft. Der Jahresabschluss 2009 für das Sondervermögen Hafen enthält keine personenbezogene Angaben. Somit liegt keine Genderrelevanz vor. D. Negative Mittelstandsbetroffenheit Die Prüfung nach dem Mittelstandsförderungsgesetz hat keine qualifizierte (negative) Betroffenheit für kleinste, kleine und mittlere Unternehmen ergeben. E. Beschluss Die städtische Deputation für Wirtschaft und Häfen stellt in Wahrnehmung der Aufgaben als Sondervermögensausschuss den Jahresabschluss 2009 des Sondervermögens Hafen fest und erteilt der Geschäftsführung des Sondervermögens Hafen Entlastung für das Geschäftsjahr Seite 4

5 Anlage Jahresabschluss zum bestehend aus: Bilanz Entwicklung des Anlagevermögens Gewinn- und Verlustrechnung Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Seite 5

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