Universal Design. Designfür Alle

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1 Universal Design Designfür Alle

2 1. Idee des Universal Designs Gestaltung von Produkten und Dienstleistungen für Vielfalt von Anwendern Verhindert Ausgrenzung und Stigmatisierung Vereinfachung der Bedienbarkeit von Produkten Aufgrund demografischen Wandel wichtig Ermöglichung eines längeren und unabhängigen Lebens 2

3 2. Zehn Thesen von Dieter Rams Die wichtigste Aufgabe des Designs ist es, die Brauchbarkeit eines Produktes zu optimieren (Dieter Rams) durch die 10 Thesen in Praxis umsetztbar Gutes Design 1. ist innovativ. 2. macht ein Produkt verständlich. 3. ist ästhetisch. 3

4 2. Zehn Thesen von Dieter Rams 4. macht ein Produkt brauchbar. 5. ist unaufdringlich. 6. istehrlich. 7. ist langlebig. 8. istkonsequent bis ins letzte Detail. 9. ist umweltfreundlich. 10. istso wenig Design wie möglich. Gelten als Grundlage einer guten Gestaltung 4

5 3. Sieben Prinzipien des Universal Designs Prinzip 1: Breite Nutzbarkeit Für Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten nutzbar Prinzip 2: Flexibilität in der Benutzung Unterstützt individuelle Vorlieben und Möglichkeiten Prinzip 3: Einfache und intuitive Benutzung Benutzung leicht verständlich, unabhängig von Erfahrung Prinzip 4: Sensorisch wahrnehmbare Informationen Notwendige Informationen für den Benutzer 5

6 3. Sieben Prinzipien des Universal Designs Prinzip 5: Fehlertoleranz Minimiert Risiken und negative Konsequenzen Prinzip 6: Niedriger körperlicher Aufwand Effiziente und komfortable Benutzung Prinzip 7: Größe und Platz für Zugang und Benutzung Unabhängig von Größe, Haltung oder Beweglichkeit der Benutzer 6

7 4. Praktische Richtlinien für 1. Bedienelemente 1. Leicht erreichbar 2. Ausreichende Größe 2. Stabilität 1. Rutschfest 2. Fester Stand 3. Tragbarkeit 1. Nicht schwer 2. Gute Greifpunkte 4. Bedienungsanleitung 5. Human Factors Produkteigenschaften 7

8 5. Forschungsinstitut -Technologie und Behinderung (FTB) Forschungsschwerpunkte: Erforschung, Erprobung und Anwendung moderner Technologien Forschungsaufgabe: Weiterentwicklung des Konzepts des Universellen Designs Informationsgesellschaft Wohnungs- und Umfeldgestaltung 8

9 5. Forschungsinstitut -Technologie und Behinderung (FTB) Zusammenarbeit mit Frauenhofer IESE Studie für Microsoft - Benutzeroberfläche Test von Barrierefreiheit Test von Bedienbarkeit Ergebnis: Durchschnittsnutzer nicht mehr maßgeblich für Design der Benutzeroberfläche Bedürfnisse von Menschen mit körperlichen Einschränkungen beachten 9

10 5. Forschungsinstitut -Technologie und Behinderung (FTB) Methodischer Ansatz: Microsoft Technologie UI Automation Silverlight Technologien Ziel: Universal Design gegeben, wenn: Nutzer die Schriftgröße verändern können Website mit Spracheingabe bedienbar allen Nutzern denselben Zugang zu Informationen ermöglichen 10

11 6. Wirtschaftliche Relevanz Möglichkeit der Zielgruppenerweiterung für Unternehmen Differenzierung von Mitbewerbern Erzeugnisse auf Zielgruppe ausrichten Neue Standards für kaufkräftige Bevölkerungsgruppe 50+ Erhöhung der Lebensqualität durch verbesserte Zugänglichkeit von Verbraucherverpackungen (bspw. durch Projekt PACKAGE ) 11

12 User ExperienceResearch: Wer sind die potenziellen Nutzer? Wie werden Sie das Produkt / die Dienstleistung benutzen? Wie lösen die Nutzer aktuell eine Situation, wofür zukünftig das Produkt / die Dienstleistung zur Verfügung stehen soll?

13 Wer sind die potenziellen Nutzer? Gesunde Menschen Menschen mit körperlichen / geistigen Einschränkungen Ältere Menschen Junge Menschen Schwangere Frauen Chronisch erkrankte Menschen

14 Schwerbehinderte Menschen in Deutschland, Stand: Beeinträchtigung der Funktion innerer Organe bzw. Organsysteme ,3 % Querschnittlähmung, zerebrale Störungen, geistig-seelische Behinderungen ,9 % Funktionseinschränkung von Gliedmaßen ,8 % Funktionseinschränkung ,6 % Blindheit und Sehbehinderung ,0 % Sprachstörungen, Taubheit, Schwerhörigkeit, Gleichgewichtsstörungen ,1 % Verlust einer Brust oder beider Brüste, Entstellungen, Kleinwuchs ,6 % Verlust oder Teilverlust von Gliedmaßen ,1 % Sonstige Behinderungen ,8 %

15 Womit sind die Nutzer konfrontiert / Was betrifft Barrierefreiheit? Bauliche Aspekte Wohnung / Haus Mobiliar Zugänge zu Gebäuden Dienstleistungs- und Serviceangebote Verkehrsmittel Alltägliche Lebenssituationen Einkäufe Gartenarbeit Haushalt

16 Beispiel an älterer Konsumentengruppe Gruppe 50+ bald größte Personengruppe in Deutschland Es besteht keine traditionelle Auffassung des Alterns Heute jüngeres Altern Nachberufliche Phase Neuer Lebensabschnitt = neue Konsumwünsche

17 Was ist der Wunsch der Konsumentengruppe? Zentraler Wunsch: Selbstständigkeit Eigenverantwortlich Wohnen zu können 93 % der über 65-Jährigen leben in Privathaushalten (Stand 2002) (Stand 2002) Mobilität Sicherheit Materielle Personengebundene Gesundheit

18 Was sind die Handycaps der Nutzer? Motorik / Feinmotorik Sensorik Sehen, Hören, Fühl-/ Tastsinn Mobilität Anatomie / Körperkraft / Dynamik Gedächtnis / Erinnerungsvermögen Lernfähigkeit

19 Wie werden Sie das Produkt / Dienstleistung benutzen? Sieben Prinzipien des Universal Designs Prinzip 1: Breite Nutzbarkeit Prinzip 2: Flexibilität in der Benutzung Prinzip 3: Einfache und intuitive Benutzung Prinzip 4: Sensorisch wahrnehmbare Informationen Prinzip 5: Fehlertoleranz Prinzip 6: Niedriger körperlicher Aufwand Prinzip 7: Größe und Platz für Zugang und Benutzung

20 Wie lösen die Nutzer derzeit das Problem? Selbstständigkeit Konsumieren weniger, um den Einschränkungen zu entgehen Mobilität Präferenz = öffentliche Verkehrsmittel Problem bspw. Bus fahren Schwierigkeiten beim Ein- und Aussteigen

21 Faustregeln der Barrierefreiheit Räder-Füße-Regel Nutzbarkeit für Menschen mit motorischen Einschränkungen und gehenden Menschen 2-Kanal-Regel / Mehr-Sinne-Prinzip Wahrnehmbarkeit von Informationen mit mindestens 2 Sinnen (Sehen, Hören, Tasten) KISS-Regel Aufbereitung von Informationen Keep it short and simply

22 Was gibt es für Dienstleistungen? Banken Bildungswesen Gebäudemanagement Gesundheitswesen Sicherheitswesen Verkehrsdienstleistung Verwaltung u.v.m.

23 Barrierefreiheit in Banken Geschäftsstellen Aussenbereich Bspw. Zugang, Parkplätze Eingangstüren Kundenhalle Bankautomaten Bspw. Anweisungen über Akustik Bankauszüge Größere Schrift, Blindenschrift

24 Verkehrsdienstleistung Barrierefreie Mobilität Sicherheit und Zugänglichkeit zu: baulichen Anlagen Öffentliche Wege Verkehrsanlage

25 Verkehrsdienstleistung Effiziente Raumaufteilung für alle Verkehrsteilnehmer Ca. 30% der Bevölkerung mobilitätsbehindert 45% nehmen Ortswechselzu Fuß oder mit 45% nehmen Ortswechselzu Fuß oder mit Rollstuhl vor

26 Bedürfnisse Selbständige Bewältigung von Wegen Selbständiges Nutzen von Verkehrsmitteln Gefahrloser Aufenthalt im Straßenraum Selbständiges Verstehen von Informationen

27 Barrierefreie Mobilität Gemeinsame Nutzung: Bordsteinkantemit mind. 3 cm Höhe Getrennte Nutzung: Kombination aus Null abgesengte Bordsteinkante und tastbarer Bordsteinkante (6 cm Höhe) Null abgesengte Bereich kreuzungsnah Erhöhte Bereich Kreuzungsfern

28 Kriterien für Blinde Einfachheit Eindeutigkeit Sicherheit

29 Kriterien für Rollstuhlfahrer Sicheres Oberflächenmaterial Ausreichende Bewegungsfreiheit Problemlose Höhenüberwindbarkeit

30 Literaturverzeichnis b171008access.jsp Betriebswirtschaftslehre der Nachhaltigen Unternehmung von Burschel, Losen& Wiendl Erfolgsfaktor Innovation (Ideen systematisch generieren, bewerten und umsetzen) von Heinz-Kurt Wahren Universal Design (Lösung für einen barrierefreien Alltag) von Oliver Herwig (Hrsg.) Wachstumsmarkt Alter (Innovationen für die Zielgruppe 50+) von Oliver Gassmann& Gerrit Reepmeyer Zukunfts(t)räume? (Wege zur barrierefreien Mobilität) von Katja Friebel

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