VERTRAUEN VERTRAUEN UND VERLÄSSLICHKEIT SIND EINE BASIS FÜR UNSEREN ERFOLG. UNSER HANDELN IST VON EINER POSITIVEN GRUNDHALTUNG GEPRÄGT.

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1 VERTRAUEN VERTRAUEN UND VERLÄSSLICHKEIT SIND EINE BASIS FÜR UNSEREN ERFOLG. UNSER HANDELN IST VON EINER POSITIVEN GRUNDHALTUNG GEPRÄGT.

2 AFG Geschäftsbericht 2014 Holding 53 VERGÜTUNGS- BERICHT Dieser erläutert das Vergütungssystem der AFG (Kapitel A) und dessen Anwendung im Berichtsjahr 2014 (Kapitel B). Der entspricht den heutigen Corporate Governance-Standards und ist gemäss der Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften (VegüV) und dem Anhang 1 des Swiss Code of Best Practice for Corporate Governance verfasst worden. Die quantitativen Angaben gemäss Art VegüV finden sich in Kapitel B. Diese Angaben wurden von der Revisionsstelle der AFG geprüft. Die entsprechende Prüfbestätigung ist auf den Seiten 66 / 67 zu finden.

3 54 Holding A DAS VERGÜTUNGSSYSTEM DER AFG 1 GRUNDSÄTZE DES VERGÜTUNGSSYSTEMS Das Vergütungssystem und die Ausgestaltung der beruflichen Vorsorge basiert auf der Überzeugung, dass der Erfolg eines Unternehmens wesentlich von der Qualität und dem Engagement der Mitarbeitenden abhängt. Die AFG möchte mit ihrem Vergütungssystem und mit den darauf basierenden Gesamtvergütungen Mitarbeitende mit den nötigen Fähigkeiten und Eigenschaften gewinnen, behalten und motivieren, Leistungen auf konstant hohem Niveau zu erbringen. Das Vergütungssystem ist so ausgestaltet, dass die Interessen der Spitzenkräfte mit den Interessen des Konzerns und denen der Aktionäre übereinstimmen. Vergütungsmodell für Verwaltungsrat und Konzernleitung Fixe Vergütung Variable Vergütung Vorsorge / Nebenleistungen Verwaltungsrat Basishonorar plus Zulagen für Mitgliedschaften in Ausschüssen und Ausschusspräsidien, mind. 50 % des Honorars in auf 4 Jahre gesperrten Aktien Keine Pauschalspesen Konzernleitung Basissalär inkl. Lohnnebenleistungen in bar aufgrund der individuellen Einstufung (Funktion, Erfahrung, Fähig keiten) Vergütung in % vom Basissalär abhängig von finanziellen Unternehmenszielen und persönlichen Zielen. 1/3 der variablen Vergütung in auf 4 Jahre gesperrten Aktien Pauschalspesen, Geschäftswagenregelung, Altersvorsorge

4 Holding 55 2 ORGANISATION UND KOMPETENZEN Der Verwaltungsrat hat im Berichtsjahr 2014 entschieden, den Entschädigungsausschuss (EA) und den Nominierungs- und Governanceausschuss (NGA) zum Nominations- und Vergütungsausschuss (NVA) zusammenzufassen. Dieser kümmert sich um die Vergütungspolitik des Konzerns, insbesondere auf oberster Unternehmensebene. Er unterstützt den Verwaltungsrat bei der Identifikation und Auswahl von Kandidaten für den Verwaltungsrat und die Konzernleitung. Die Aufgaben und Kompetenzen des Nominations- und Vergütungsausschusses sind in den Statuten, im Organisations- und im Kompetenzreglement festgelegt. Der Ausschuss stellt Anträge zum Entscheid an den Verwaltungsrat bzw. gibt Vorschläge und Empfehlungen ab. Zu den Aufgaben gehören u.a.: Periodische Überprüfung der Gehaltspolitik und des Vergütungssystems Jährliche Überprüfung der festen Vergütung des Verwaltungsrats Jährliche Überprüfung der festen und variablen Vergütung der Konzernleitung Leistungsbeurteilung der Konzernleitungsmitglieder Identifizierung von Kandidaten für den Verwaltungsrat und die Konzernleitung Festlegung der Grundsätze für die Führung und Entwicklung der Mitglieder des Verwaltungsrats und die Konzernleitung Der Ausschuss setzt sich aus zwei oder mehr nicht exekutiven und unabhängigen Mitgliedern des Verwaltungsrats zusammen. Die Mitglieder werden jährlich je einzeln durch die Generalversammlung für ein Jahr gewählt. Der Präsident des Verwaltungsrats hat das Recht, als Gast (ohne Stimmrecht) an den Ausschusssitzungen teilzunehmen, sofern er nicht selber Mitglied des Ausschusses ist. Der Chief Executive Officer (CEO), der Chief Financial Officer (CFO) und der Head of Corporate HR werden bei Bedarf zu den Sitzungen des Nominations- und Vergütungsausschusses eingeladen. Die dem Ausschuss nicht angehörenden Mitglieder des Verwaltungsrats nahmen im Berichtsjahr nicht an den Sitzungen des Ausschusses teil, erhalten aber die entsprechenden Sitzungsprotokolle und werden vom Vorsitzenden des Nominations- und Vergütungsausschusses anlässlich der jeweils nächsten Sitzung des Gesamtverwaltungsrats über die wesentlichen Beschlüsse und Massnahmen in Bezug auf den Vergütungsprozess und das Vergütungssystem informiert. Der Nominations- und Vergütungsausschuss tagt in der Regel dreimal im Kalenderjahr.

5 56 Holding 3 DIE VERGÜTUNG DES VERWALTUNGSRATS Da die Aktionäre erstmals an der Generalversammlung 2015 über die Genehmigung der Vergütungen abstimmen werden, wurden die Vergütungen der Mitglieder des Verwaltungsrats im Berichtsjahr vom Verwaltungsrat selber festgelegt. Sie setzen sich aus folgenden Bestandteilen zusammen: 3.1 Fixe Vergütung Die Vergütungen der Mitglieder des Verwaltungsrats sind leistungsunabhängig. Die Mitglieder des Verwaltungsrats erhalten für ihre gesamte Verwaltungstätigkeit eine fixe Vergütung. Die Honorarbasis des Verwaltungsratspräsidenten beläuft sich auf CHF und hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Auch die Basishonorare der anderen Verwaltungsratsmitglieder blieben unverändert. Der Vizepräsident erhält ein Honorar von CHF Die übrigen Mitglieder des Verwaltungsrats haben einen unveränderten Anspruch auf ein Honorar von CHF Zusätzlich zu dieser Entschädigung erhalten der Vorsitzende des Nominations- und Vergütungsausschusses und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses für ihre Tätigkeit im jeweiligen Ausschuss je CHF und jedes weitere Mitglied eines Ausschusses hat Anspruch auf CHF pro Amtsjahr. Der Vorsitzende des im Berichtsjahr eingeführten und nach der Einarbeitungszeit des neuen CEO wieder aufgehobenen Strategieausschusses erhielt eine Entschädigung von CHF während dem dem Ausschuss ebenfalls angehörenden Verwaltungsratspräsidenten und CEO ad interim für die Tätigkeit im Ausschuss keine weitere Entschädigung ausgerichtet wurde. Der Verwaltungsrat hat die Höhe der Honorierung aufgrund eines Ermessensentscheids festgesetzt. Bei der Festsetzung der Höhe werden die Erfahrungswerte der einzelnen Mitglieder des Verwaltungsrats berücksichtigt. Um die externe Angemessenheit der Honorare beurteilen zu können, wurde zusätzlich die Studie «Executive Compensation & Corporate Governance» von PwC zu Rate gezogen. Die Honorare der Verwaltungsräte werden periodisch überprüft und wurden letztmals in den Jahren 2008, 2011 und 2013 angepasst. 3.2 Variable Vergütung Die Mitglieder des Verwaltungsrats erhalten keine variable Vergütung. 3.3 Spesen und Sachleistungen Die Mitglieder des Verwaltungsrats erhalten Pauschalspesen. Der Verwaltungsratspräsident erhält Pauschalspesen im Betrag von CHF p.a., die übrigen Verwaltungsratsmitglieder erhalten Pauschalspesen im Betrag von CHF 6000 p.a. Diese Spesen decken Kleinausgaben und Reisekosten innerhalb der Schweiz ab. Kosten für Auslandsreisen und Übernachtungen werden von der Gesellschaft getragen. Die Spesen sind in den ausgewiesenen anderen Vergütungen der Amtsperiode enthalten. Die Mitglieder des Verwaltungsrats erhalten keine Sachleistungen.

6 Holding Aktien und Optionen Die Vergütungen an die Mitglieder des Verwaltungsrats, einschliesslich der Vergütungen an die Mitglieder von Ausschüssen, erfolgen mindestens zu 50 % in gesperrten AFG-Aktien. Die restlichen 50 % können entweder in bar oder in gesperrten AFG-Aktien bezogen werden. Durch die teilweise Ausrichtung des Verwaltungsratshonorars in Form von gesperrten Aktien soll das Anreizsystem auf das langfristige Wohlergehen des Unternehmens, eine risikogerechte Unternehmensführung und eine Gleichschaltung mit den Aktionärsinteressen ausgerichtet werden. Das vom Verwaltungsrat genehmigte Aktienbeteiligungsprogramm trat per 1. Januar 2012 in Kraft und wurde per 1. Juli 2013 sowie per 1. Mai 2014 angepasst. Danach wird das Netto-Verwaltungsratshonorar, d.h. das Verwaltungsratshonorar abzüglich der Pauschalspesen und Quellensteuern, zu mindestens 50 % in gesperrten AFG-Aktien ausgerichtet. Bei Verwaltungsräten mit ausländischem Wohnsitz wird die schweizerische Quellensteuer als Barvergütung abgerechnet. Demzufolge setzt sich im Berichtsjahr die Entschädigung der Mitglieder des Verwaltungsrats aus einem Honorar-Baranteil und einem Honorar-Aktienanteil zusammen. Die Zuteilung der gesperrten AFG-Aktien erfolgte gemäss dem Aktienbeteiligungsprogramm. Die Ermittlung der Anzahl Aktien erfolgt auf Basis des volumengewichteten durchschnittlichen Börsenkurses von 20 Handelstagen abzüglich eines Abschlags von 20 % für die Sperrfrist. Die so zugeteilten Aktien unterliegen einer Sperrfrist von 4 Jahren, welche jedoch bei Ausscheiden aus dem Verwaltungsrat aufgehoben werden kann. Für die Mitglieder des Verwaltungsrats besteht kein Optionenprogramm bei der AFG. 3.5 Sitzungsgelder Die Mitglieder des Verwaltungsrats erhalten keine Sitzungsgelder. Für die Vorbereitung und die Teilnahme an den ordentlichen und den ausserordentlichen Sitzungen des Verwaltungsrats, des Prüfungsausschusses, des Nominations- und Vergütungsausschusses und des Strategieausschusses werden keine weiteren Vergütungen entrichtet. 3.6 Darlehen und Kredite Es werden keine Darlehen und Kredite an die Mitglieder des Verwaltungsrats gewährt. 3.7 Vergütungen, Darlehen und Kredite an nahestehende Personen Es werden weder Darlehen noch Kredite an nahestehende Personen der Mitglieder des Verwaltungsrats gewährt. Weiter werden keine Vergütungen an nahestehende Personen der Mitglieder des Verwaltungsrats ausgerichtet. 3.8 Antrittsprämien und Abgangsentschädigungen Dem Verwaltungsrat werden weder Antrittsprämien noch Abgangsentschädigungen gewährt.

7 58 Holding 4 DIE VERGÜTUNG DER KONZERNLEITUNG Die Vergütungen der Konzernleitung werden gemäss der Kompetenzregelung vom Nominations- und Vergütungsausschuss beantragt und vom Verwaltungsrat festgelegt. Sie setzen sich aus folgenden Bestandteilen zusammen: 4.1 Fixe Vergütung Die Vergütung der Mitglieder der Konzernleitung ist abhängig von der individuellen Funktion sowie der Qualifikation und der Erfahrung des Funktionsinhabers. Im Geschäftsjahr 2014 wurden die Konzernleitungsfunktionen sowie weitere ca. 350 Funktionen in der AFG-Gruppe mit Hilfe des Hay Group Grading System bewertet. Das System beinhaltet acht Dimensionen, die für die Bewertung der Stellen angewendet werden. Aufgrund dieser Bewertung orientiert sich die AFG bei Salärvergleichen an Marktstudien der Hay Group. Weiterhin wurde zusätzlich die PwC-Studie «Executive Compensation & Corporate Governance» zu Rate gezogen. 4.2 Variable Vergütung Die variable Vergütung beträgt bei Mitgliedern der Konzernleitung 50 bis 60 % des Grundgehalts und beim CEO beträgt der variable Anteil rund 100 % des Grundgehalts. Die Höhe der variablen Vergütung ist von der Erreichung der Ziele abhängig, die auf Vorschlag des CEO vom Verwaltungsrat genehmigt werden. Gemäss dem im Berichtsjahr geltenden Bonusreglement des Konzerns beinhalten die vom Verwaltungsrat festzusetzenden Ziele quantitative und persönliche Ziele. Bei 100 %-iger Zielerreichung erhält ein Mitglied der Konzernleitung die einzelvertraglich bestimmte variable Vergütung (Nominalbonus). Quantitative Ziele werden gemäss ihrem Zielerreichungsgrad bewertet, wobei im besten Fall 120 % der betreffenden Bonuskomponente erreicht werden können. Wenn ein quantitatives Ziel nicht zu mindestens 40 % erreicht wird, entfällt die entsprechende Bonuskomponente vollständig. Bei den persönlichen Zielen wird die Zielerreichung in den Kategorien «erfüllt» (Erfüllungsgrad von mindestens 80 %), «teilweise erfüllt» (Erfüllungsgrad zwischen 40 bis 80 %) und «nicht erfüllt» (Erfüllungsgrad von weniger als 40 %) bemessen. Bei einer Beurteilung als «erfüllt» wird die entsprechende Bonuskomponente mit 100 % bemessen, bei «teilweise erfüllt» mit 50 % und bei «nicht erfüllt» entfällt die entsprechende Bonuskomponente vollständig.

8 Holding 59 Im Berichtsjahr wurden für den damaligen CEO zunächst quantitative Ziele in Bezug auf Wachstum (20 %), EBIT-Marge (30 %) und Free Cashflow (30 %) des Konzerns festgesetzt. Somit wurden dem damaligen CEO für das Berichtsjahr quantitative Ziele für 80 % des Bonus und persönliche Ziele für 20 % des Bonus gesetzt. Die persönlichen Ziele des damaligen CEO setzten sich für das Berichtsjahr aus drei Zielsetzungen, welche mit je 6 bis 8 % bewertet wurden, zusammen. Allerdings wurde im Berichtsjahr die variable Vergütung des damaligen CEO bis zum Vertragsende aufgrund seines Ausscheidens im Verlaufe des Berichtsjahres schliesslich gestützt auf das Bonusreglement auf 80 % des Zielbonus pro rata temporis festgesetzt. Der Bonus des neuen CEO für die zwei Monate ab Stellenantritt bis zum Ende des Berichtsjahres wurde dann eben falls gestützt auf die Bestimmung des Bonusreglements betreffend unterjährigen Eintritt bei 80 % des Zielbonus pro rata temporis festgesetzt. Bei der Festsetzung der Ziele für den CFO wurden als quantitative Ziele EBIT- Marge (35 %) und Free Cashflow des Konzerns (35 %) sowie persönliche Ziele (30 %) gesetzt. Bei den übrigen Mitgliedern der Konzernleitung errechnet sich die variable Vergütung anhand der EBIT-Marge (15 %) und des Free Cashflow (15 %) des Konzerns, der EBIT-Marge (25 %) und des Free Cashflow (25 %) der vom jeweiligen Konzernleitungsmitglied geführten Division sowie dem Erreichen von persönlichen Zielen (20 %). Die Beurteilung der persönlichen Ziele wird grundsätzlich vom CEO vorgenommen, sofern es nicht um dessen eigene Beurteilung geht. Der Nominations- und Vergütungsausschuss überprüft die vom CEO durchgeführte Beurteilung. Bei den persönlichen Zielen stehen spezifische Aufgaben wie das erfolgreiche Durchführen von Projekten, das Umsetzen von Change-Prozessen usw. sowie Soft Skills wie Führungsfähigkeiten, soziale Kompetenzen, Motivation und Coaching der Mitarbeitenden, Konfliktmanagement usw. im Vordergrund. Die effektive Höhe der leistungsabhängigen Vergütung der Mitglieder der Konzernleitung wird auf Antrag des CEO und gestützt auf das Bonusreglement vom Verwaltungsrat festgelegt. Die leistungsabhängige Vergütung des CEO wird vom Verwaltungsrat in Abwesenheit des Betreffenden festgelegt. Die Auszahlung der variablen Vergütung erfolgt zu zwei Dritteln in bar und zu einem Drittel in Form einer Aktienzuteilung gemäss dem Aktienbeteiligungsprogramm (siehe Ziffer 4.4). Der Verwaltungsrat hat im Berichtsjahr auf Antrag des Nominationsund Vergütungsausschusses Anpassungen des Bonusreglements für das Geschäftsjahr 2015 beschlossen (vgl. dazu Ziffer 5.2 im Corporate Governance-Bericht auf Seite 46).

9 60 Holding 4.3 Spesen und Sachleistungen Die Mitglieder der Konzernleitung erhalten Pauschalspesen im Betrag von CHF p.a. Ab Januar 2015 wird für die Mitglieder der Konzernleitung die Spesenpauschale auf CHF reduziert. Der im Novem - ber 2014 eingetretene CEO erhält bereits Pauschalspesen im Betrag von CHF p.a. Weiterhin werden den Mitgliedern der Konzernleitung ein Geschäftsfahrzeug und ein Mobiltelefon zur Verfügung gestellt. Der Privatanteil des Geschäftsfahrzeugs wird den Mitgliedern der Konzernleitung gemäss den jeweils für das Land gültigen steuerlichen Vorschriften angerechnet. 4.4 Aktien und Optionen Die Auszahlung der variablen Vergütung erfolgt zu zwei Dritteln in bar und zu einem Drittel in Form einer Aktienzuteilung gemäss dem Aktienbeteiligungsprogramm. Die Ermittlung der Anzahl Aktien erfolgt auf Basis des volumengewichteten durchschnittlichen Börsenkurses von 20 Handelstagen abzüglich eines Abschlags von 20 % für die Sperrfrist. Die Aktien unterliegen einer vierjährigen Veräusserungssperrfrist, welche bei einem Ausscheiden grundsätzlich bestehen bleibt. Der Verwaltungsrat kann jedoch die Veräusserungssperre der unter dem Beteiligungsprogramm zugeteilten Aktien im Falle eines Kontrollwechsels aufheben. In Anwendung des Bonusreglements wurde jedoch dem früheren CEO aufgrund seines unterjährigen Ausscheidens im Berichtsjahr der Bonus in bar und nicht in gesperrten Aktien ausgerichtet. Für die Mitglieder der Konzernleitung besteht kein Optionenprogramm bei der AFG. 4.5 Vergünstigungen Die Mitglieder der Konzernleitung können, genau wie alle anderen Mitarbeitenden, von verschiedenen Mitarbeitendenvergünstigungen pro fitieren, z.b. von um 20 % vergünstigten REKA-Checks bis maximal CHF 600 (nur Mitglieder mit Schweizer Arbeitsverträgen) oder von Rabatten beim Bezug von AFG-Produkten. 4.6 Darlehen und Kredite Es werden keine Darlehen und Kredite an die Mitglieder der Konzernleitung gewährt. 4.7 Vertragsdauer Der Arbeitsvertrag des CEO ist auf unbefristete Dauer mit einer Kündigungsfrist von 12 Monaten festgelegt. Die Verträge der restlichen Konzernleitungsmitglieder sind auf unbefristete Dauer mit einer Kündigungsfrist von 6 Monaten abgeschlossen.

10 Holding Vergütungen, Darlehen und Kredite an nahestehende Personen Es werden weder Darlehen noch Kredite an nahestehende Personen der Mitglieder der Konzernleitung gewährt. Weiter werden keine Vergütungen an nahestehende Personen der Mitglieder der Konzernleitung ausgerichtet. 4.9 Antrittsprämien, Abgangsentschädigungen und Kontrollwechsel klauseln Kein Mitglied der Konzernleitung hat Anspruch auf eine Antrittsprämie, eine Abgangsentschädigung oder eine Vergütung infolge eines Kontrollwechsels («goldener Fallschirm») Vorsorgeleistungen Die Mitglieder der Konzernleitung mit Schweizer Arbeitsverträgen sind in der AFG-Vorsorge sowie in der AFG-Kadervorsorge versichert. In der AFG-Kadervorsorge werden der in der Basisvorsorge nicht versicherte Fixlohn sowie 80 % des vertraglichen Nominalbonus gegen die Risiken Alter, Tod und Invalidität versichert. Der maximal zu berücksichtigende Lohn inkl. Bonus wird gemäss BVG auf CHF (Stand 1. Januar 2013) begrenzt, der versicherte Lohn inkl. Anteil Bonus auf CHF Der Arbeitgeberanteil ist in allen drei zur Wahl stehenden Plänen konstant und beträgt 27.3 % des versicherten Lohnes. Knut Bartsch, einziges Mitglied der Konzernleitung mit einem deutschen Arbeitsvertrag, hat eine Vorsorgezusage nach den Regularien des Essener Verbands.

11 62 Holding B AN DIE MITGLIEDER DES VERWALTUNGSRATES UND DER KONZERN- LEITUNG GELEISTETE VERGÜTUNGEN IN VERWALTUNGSRAT 5.1 Veränderungen im Verwaltungsrat Dr. Edgar Oehler ist im Berichtsjahr 2014 aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden und Peter Barandun sowie Heinz Haller sind dem Verwaltungsrat beigetreten. Peter Barandun hat den Vorsitz des Nominations- und Vergütungsausschusses übernommen und ist weiterhin Mitglied im Prüfungsausschuss. Heinz Haller ist Mitglied im Nominations- und Vergütungsausschuss. Ausserdem hat der Verwaltungsrat im Berichtsjahr während der Zeit, in welcher der Verwaltungsratspräsident interimistisch die Funktion des CEO übernahm, zu dessen Unterstützung einen Strategieausschuss eingesetzt und Peter E. Bodmer als Vorsitzenden des Ausschusses bezeichnet.

12 Holding Tabellarische Darstellung ausgeübte Funktionen in TCHF Honorar Baranteil Honorar Aktien Aufwendungen für Vorsorge 1 Andere Vergütungen 2 Total Rudolf Graf Präsident CEO a.i Mitglied SA Rudolf Graf 3 Vergütung für die Tätigkeit als CEO a.i. und die Einarbeitung des neuen CEO Christian Stambach 4 Vizepräsident Edgar Oehler Mitglied bis Mitglied NGA bis Andreas Gühring Mitglied Vorsitz EA bis Mitglied NVA ab Peter E. Bodmer 5 Mitglied Mitglied PA Vorsitz SA Markus Oppliger 6 Mitglied Vorsitz PA Peter Barandun Mitglied ab Vorsitz NVA ab Mitglied PA ab Heinz Haller Mitglied ab Mitglied NVA ab Total Vergütungen an Mitglieder des Verwaltungsrats Arbeitgeberbeiträge an Sozialversicherungen 2 Pauschalspesen sowie Dienstleistungen 3 Die Vergütung als CEO a.i. und für die Einarbeitung des neuen CEO ist hier aus Transparenzgründen aufgeführt. Diese Vergütung fliesst jedoch nicht in das Total der Verwaltungsratsvergütung, sondern ist in den Vergütungen der Konzernleitung in Kap. 6.2 erfasst. 4 Christian Stambach ist Partner der Kanzlei Bratschi Wiederkehr & Buob AG, welche im Berichtsjahr zu marktüblichen Konditionen verschiedene Rechtsberatungsdienstleistungen für die AFG erbracht hat, die nicht im Zusammenhang mit seinem Verwaltungsratsmandat stehen. Vgl. zu den Honoraren für die Dienstleistungen der Anwaltskanzlei die Seiten 185 / Die Vergütungen an Peter E. Bodmer für die Amtsperiode 2014 / 2015 werden an die Beka-Küsnacht AG ausgerichtet, welche für die Abrechnung und Abführung der Sozialabgaben zuständig ist. 6 Beinhaltet unter Andere Vergütungen CHF für Dienstleistungen, welche Oppliger Management Consulting im Auftrag des Verwaltungsrates im Zusammenhang mit der Koordinierung, Aufbereitung und Erstellung der zusätzlichen Erläuterungen zum Geschäftsbericht 2013 erbracht hat.

13 64 Holding ausgeübte Funktionen Honorar Baranteil Honorar Aktien Total in TCHF Rudolf Graf Präsident ab Christian Stambach Vizepräsident Präsident a.i Edgar Oehler Mitglied Mitglied NGA ab Mitglied PA bis Andreas Gühring Mitglied Mitglied PA bis Vorsitz EA (bis ENA) Peter E. Bodmer Mitglied ab Mitglied PA ab Mitglied EA ab Markus Oppliger Mitglied ab Vorsitz PA Paul Witschi Präsident bis Mitglied ENA bis Georg Früh Mitglied bis Vorsitz PA bis Total Vergütungen an Mitglieder des Verwaltungsrats Die wesentlichen Änderungen im Vergleich zum Berichtsjahr 2013 sind auf die Erhöhung der Anzahl der Mitglieder des Verwaltungsrats und auf die Vergütung des im Berichtsjahr eingesetzten Strategieausschusses zurückzuführen.

14 Holding 65 6 KONZERNLEITUNG 6.1 Veränderungen in der Konzernleitung Daniel Frutig, damals CEO, ist per 19. Februar 2014 aus der Konzernleitung ausgeschieden. Der Verwaltungsratspräsident Rudolf Graf hat das CEO-Mandat ad interim vom 19. Februar 2014 bis zum 31. Oktober 2014 ausgeübt und stand darüber hinaus für die Einarbeitung des neuen CEO bis Ende Jahr zur Verfügung. Am 1. November 2014 hat William J. Christensen als CEO den Vorsitz der Konzernleitung übernommen. Thomas Gerosa, Divisionsleiter Gebäudehülle, ist per 30. Juni 2014 aufgrund Erreichung des Pensionsalters aus der Konzernleitung ausgeschieden, seine Nachfolge in der Konzernleitung hat Roman Hänggi per 1. Juli 2014 übernommen. 6.2 Tabellarische Darstellung Konzernleitung davon an Daniel Frutig, CEO 2014 Konzernleitung 2013 davon an Daniel Frutig, CEO 2013 in TCHF Basisvergütung Variable Vergütung (Baranteil) Variable Vergütung (Aktien) Honorare Aufwendungen für Vorsorge Andere Vergütungen Total Anzahl Mitglieder Arbeitgeberbeiträge an Sozialversicherungen, berufliche Vorsorge, Unfall- und Krankenversicherung 2 Beinhaltet Pauschalspesen, Privatanteil Geschäftsfahrzeug bzw. Fahrzeugpauschale sowie weitere Dienst- und Sachleistungen 3 Die Vergütung von Knut Bartsch wird in Euro ausgerichtet. Der zugrunde gelegte Umrechnungskurs ist In der Gesamtsumme der Vergütung der Konzernleitung ist die bereits in Kap. 5.2 aufgeführte Vergütung von Rudolf Graf als CEO a.i. und für die Einarbeitung des neuen CEO von insgesamt CHF mit eingeschlossen. Die CHF setzen sich zusammen aus CHF Basisvergütung, CHF variable Vergütung (Baranteil), CHF Aufwendungen für Vorsorge und CHF andere Vergütungen. 5 In der Gesamtsumme ist die Vergütung von William J. Christensen von insgesamt CHF mit eingeschlossen. Die CHF setzen sich zusammen aus CHF Basisvergütung, CHF variable Vergütung (Baranteil), CHF variable Vergütung (Aktien), CHF Aufwendungen für Vorsorge und CHF andere Vergütungen. Die wesentlichste Änderung im Vergleich zum Berichtsjahr 2013 ist der Anstieg in der Gesamtsumme der Vergütung der Konzernleitung, der durch den Stellenantritt des neuen CEO William J. Christensen während der Vertragslaufzeit des früheren CEO Daniel Frutig sowie durch die Vergütung von Rudolf Graf als CEO a.i. begründet ist.

15 66 Holding BERICHT DER REVISIONSSTELLE ZUM VERGÜTUNGSBERICHT AN DIE GENERALVERSAMMLUNG AFG ARBONIA-FORSTER-HOLDING AG, ARBON St. Gallen, 18. Februar 2015 Wir haben die Seiten des beigefügten es vom 18. Februar 2015 der AFG Arbonia-Forster-Holding AG für das am 31. Dezember 2014 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. Verantwortung des Verwaltungsrates Der Verwaltungsrat ist für die Erstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung des s in Übereinstimmung mit dem Gesetz und der Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften (VegüV) verantwortlich. Zudem obliegt ihm die Verantwortung für die Ausgestaltung der Vergütungsgrundsätze und die Festlegung der einzelnen Vergütungen. Verantwortung des Prüfers Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zum beigefügten abzugeben. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Schweizer Prüfungsstandards durchgeführt. Nach diesen Standards haben wir die beruflichen Verhaltensanforderungen einzuhalten und die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der dem Gesetz und den Art. 14 bis 16 der VegüV entspricht. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im enthaltenen Angaben zu den Vergütungen, Darlehen und Krediten gemäss Art. 14 bis 16 VegüV zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemässen Ermessen des Prüfers. Dies schliesst die Beurteilung der Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im ein. Diese Prüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bewertungsmethoden von Vergütungselementen sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des s.

16 Holding Bericht der Revisionsstelle zum 67 Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Prüfungsurteil Nach unserer Beurteilung entspricht der der AFG Arbonia-Forster-Holding AG für das am 31. Dezember 2014 abgeschlossene Geschäftsjahr dem Gesetz und den Art. 14 bis 16 der VegüV. PricewaterhouseCoopers AG Beat Inauen Revisionsexperte Leitender Revisor Martin Knöpfel Revisionsexperte

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