Von den Hausaufgaben zur Gestaltung von Lernzeiten im Ganztag. Herbert Boßhammer und Birgit Schröder Berlin am

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1 Von den Hausaufgaben zur Gestaltung von Lernzeiten im Ganztag Herbert Boßhammer und Birgit Schröder Berlin am

2 Hausaufgaben in der Ganztagsschule Hausaufgaben sind zentrales Thema in allen Ganztagsschulen. Schnittstelle zwischen Unterricht und außerunterrichtlichen Angeboten Verschiedene Professionen arbeiten mit unterschiedlichen Blickwinkeln am Thema Hausaufgaben.

3 Sicht der Kinder Kinder mögen Hausaufgaben, wenn sie etwas selbstständig erforschen oder ausprobieren können. Aufgaben so gestellt sind, dass sie zunehmend eigenständig arbeiten können. sie Erfolg bei ihren Bemühungen haben. ihre Leistungen auch eine Wertschätzung erfahren.

4 Sicht der Kinder Kinder mögen Hausaufgaben nicht, wenn sich ihnen der Sinn nicht erschließt. sie keine Wertschätzung erfahren. sie die gestellten Aufgaben nicht ohne Hilfe erledigen können.

5 Sicht der LehrerInnen Lehrkräfte fühlen sich kontrolliert durch eine andere Berufsgruppe. Andere Berufsgruppe erfährt viel über die Stärken und Schwächen von Lehrkräften, Qualität von Unterricht, Kreativität von Aufgabenstellungen Hausaufgaben verschaffen Transparenz.

6 Sicht der pädagogischen MitarbeiterInnen Fühlen sich häufig im Spannungsfeld zwischen Kindern, Lehrkräften und Eltern. Ich kann es Niemandem recht machen! Rollenverständnis ist in Bezug auf die Hausaufgaben oft unklar. Bin ich NachhilfelehrerIn oder LernbegleiterIn? Darf ich Tipps geben und wenn, in welcher Form?

7

8 Sicht der Eltern Entlastung für die Familien am Nachmittag Hausaufgabenangebot ist Teil der Akzeptanz der Ganztagsschulen. Hausaufgaben müssen fertig und fehlerfrei sein. Erledigung und Anleitung zu den Hausaufgaben als leitendes Motiv für die Anmeldung ihres Kindes in Ganztagsschulen. Erleben einen Kontrollverlust, wenn alle Lernphasen an der Schule verbleiben.

9 Übrigens Keine Hausaufgaben aufgeben ist nicht verboten!

10 Professioneller Blick Lehrkräfte: Was muss die Lehrkraft bei der Aufgabenstellung berücksichtigen, damit das Kind diese erledigen kann? In welcher Art und Weise kann die Lehrkraft die Arbeit des Kindes würdigen?

11 Professioneller Blick Pädagogische Fachkräfte: Wie muss die Arbeit des Kindes von den päd. Fachkräften organisiert werden? Was können die päd. Fachkräfte tun, um die Arbeit des Kindes zu unterstützen?

12 Von Hausaufgaben zu Schulaufgaben Unterricht Aufgaben stellen Unterricht Aufgaben Unterricht würdigen Lernzeit SchülerInnen begleiten

13 Aufgaben stellen integrierter Bestandteil der Unterrichtsplanung Zeitpunkt des Stellens Qualität statt Quantität Individuell (differenziert, sinnvoll, anregend ) visualisieren Medienvielfalt Arbeitsformen

14 SchülerInnen begleiten organisieren pünktliches Erscheinen angenehme Arbeitsatmosphäre Team- und Gruppenarbeit Kontinuität sinnvolle Zeitnutzung Materialpflege

15 SchülerInnen begleiten unterstützen Fördern der Selbstständigkeit Emotional unterstützen und bekräftigen Sozialbeziehungen fördern Direktes Einmischen vermeiden Impulse geben

16 Aufgaben würdigen Unmittelbare Rückmeldung ergebnisorientiert prozessorientiert Nachbesprechungen organisieren Diskussionsmöglichkeiten schaffen

17 Erstellen eines gemeinsamen Konzeptes Beteiligte Personen Organisatorische Vorgehensweise Elemente des Konzeptes

18 Beteiligte Personen LehrerInnen Pädagogische Fachkräfte SchülerInnen Eltern

19 Organisatorische Vorgehensweise Nutzung der schulischen Gremien Schulkonferenz Schulpflegschaft Lehrerkonferenz Klassenpflegschaft (Team) (Klassenrat)

20 Elemente des Konzeptes nach Höhmann u.a., Hausaufgaben an der Ganztagsschule, 2007, S.44

21 Handlungsschritte konkretisieren Erstellung eines Aktionsplanes Schritte zur Zielerreichung Verankerung der Verantwortlichkeiten Zeitplanung

22 Von der Zielformulierung zur Umsetzung in die Praxis: Aktionsplan (verändert nach: Booth, T./Ainscow, M./Kingston, D.: Index für Inklusion. Frankfurt/M. 2006, S. 65) 1. Was möchten wir erreichen? HANDLUNGS- ZIEL 2. Welche Schritte können wir unternehmen? 3. Wer ist verantwortlich dafür und wird dies tun? 4. Was ist notwendig für die Umsetzung? 5. Welche Kosten fallen an? 6. Was ist passiert? Was hat sich verändert? 7. Wann werden wir die Umsetzung evaluieren?

23 Beispiele Logbuch Lerntagebücher Wochenarbeitsplan Lerndosen

24 Wir danken für Ihre Aufmerksamkeit!

25 Serviceagentur Ganztägig lernen in Nordrhein-Westfalen ein gemeinsames Angebot von: Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen Deutsche Kinder- und Jugendstiftung ggmbh Institut für soziale Arbeit e.v.

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