Gibt es eine Neigung zum Lügen? Ist Lügen eine Persönlichkeitseigenschaft? Entwicklung eines Lügentests

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1 Universität Regensburg WS 2008/2009 Institut für Experimentelle Psychologie Lehrstuhl Prof. Dr. H. Lukesch Pflichtwahlpraktikum: Empirische Erhebungen zur pädagogischen Psychologie und zur Medienpsychologie Gibt es eine Neigung zum Lügen? Ist Lügen eine Persönlichkeitseigenschaft? Entwicklung eines Lügentests Eva Brückner Thomas Dorfner Christine Heydolph-Breindl Daniela Schiller

2 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis 0. ZUSAMMENFASSUNG EINLEITUNG DEFINITION VON LÜGEN NACH SCHMID (2000) LÜGENNEIGUNG ALS PERSÖNLICHKEITSEIGENSCHAFT MACHIAVELLISMUS LÜGE ALS LEISTUNG MOTIVE GEGENSTAND DER UNTERSUCHUNG METHODE VERSUCHSPERSONEN UNTERSUCHUNGSINSTRUMENT UNTERSUCHUNGSABLAUF DATENAUSWERTUNGSMETHODEN ERGEBNISSE ITEMKENNWERTE Höflichkeit Selbstschutz Schutz des Anderen Selbstdarstellung Manipulation Rache Machiavellismus SELBSTEINSCHÄTZUNG DES EIGENEN LÜGENVERHALTENS ÜBERSICHT ÜBER DIE SKALENKENNWERTE ZUSAMMENHÄNGE DER LÜGENSKALEN MIT DEN VALIDITÄTSKRITERIEN Höflichkeit Selbstschutz Schutz des Anderen Selbstdarstellung Manipulation Rache Machiavellismus Selbsteinschätzung des eigenen Lügenverhaltens WEITERE MÖGLICHE EINFLUSSGRÖßEN Studienfach

3 Inhaltsverzeichnis Geschlecht Unterschiede in der Akzeptanz der Motive DISKUSSION LITERATUR ANHANG A

4 Zusammenfassung 0. Zusammenfassung Die vorliegende Untersuchung beschäftigt sich mit der Frage, ob es eine grundlegende Neigung zum Lügen gibt bzw. ob Lügen als Persönlichkeitseigenschaft bezeichnet werden kann. Hierzu wurde ein Fragebogen mit 129 Items generiert, der Situationen aus folgenden sechs Lügenbereichen beschreibt: Lügen zum Selbstschutz, Lügen zum Schutz des Anderen, Lügen aus Rache, Lügen zur Manipulation, Lügen aus Höflichkeit und Lügen zur Selbstdarstellung. Diese mussten hinsichtlich der eigenen Bereitschaft zum Lügen in der jeweiligen Situation subjektiv bewertet werden. Um die Güte des Fragebogens zu überprüfen, wurden am Ende zusätzlich Fragen eingefügt, die als Validitätskriterien dienen. Erfasst wurden hierfür eine Selbsteinschätzung des eigenen Lügenverhaltens sowie Einstellungen, welche sich an den Dimensionen des Machiavellismus orientieren. Insgesamt konnten Daten von 173 StudentInnen aus unterschiedlichen Studiengängen ausgewertet werden. Auf dieser Grundlage wurden die Items hinsichtlich ihrer Trennschärfe untersucht, mit dem Ergebnis, dass der verwendete Fragebogen in Bezug auf seine Reliabilität gut geeignet ist, um die Einstellung gegenüber den sechs Lügenmotiven, dem eigenen Lügenverhalten und den machiavellistischen Grundgedanken zu erfassen. Die Frage, ob Lügen eine fest verankerte Persönlichkeitseigenschaft sei, kann auf Basis der vorliegenden Fragebogenergebnisse zwar nicht zweifelsfrei beantwortet werden, jedoch zeigen die Ergebnisse deutlich, dass die Machiavellimus-Skala ein geeignetes Kriterium ist, um der Frage nachzugehen, ob es Menschen mit einer Neigung zum Lügen gibt oder nicht. Dies erlaubt die Schlussfolgerung, dass es Lügner aus bestimmten Motivgruppen heraus gibt. 4

5 Einleitung 1. Einleitung Omnis homo mendax. (Alle Menschen lügen). (Psalm 116,11) Der bekannten Kinderbuchfigur Pinocchio des italienischen Autors Carlo Collodi sah man es an der wachsenden Nasenspitze an, wenn sie die Unwahrheit gesagt hatte. Ein solch eindeutiger Hinweis auf eine Lüge lässt sich jedoch bei unseren Mitmenschen leider selten finden. Nach Dietz (2003) gelten Lügen im Allgemeinen als niederträchtig, teilweise sogar als schwerer Verrat. Wenn jemand gelogen hat, wiegt das in den Augen anderer häufig noch schwerer als das Fehlverhalten, welches durch die Lüge vertuscht werden sollte. Es stellt sich die Frage, warum Lügen einen so schlechten Ruf haben und die Bezeichnung Lügner als Schimpfwort oder Beleidigung gilt. Vertrauen scheint für uns Menschen ein hohes Gut zu sein und Lügen zerstört das Vertrauen zwischen den Menschen. Die Wahrhaftigkeit scheint also eine wichtige Grundregel für das Verhalten zwischen Menschen zu sein (Dietz, 2003). Nach einer Studie der University of South Carolina in Los Angeles lügt jeder Mensch im Durchschnitt alle acht Minuten (Frankfurter Rundschau vom , zitiert nach Dietz, 2003, S. 8). De Paulo et al. (1996) kamen in ihrer Tagebuchstudie zu dem Ergebnis, dass Studenten etwa zweimal pro Tag und in einer von drei Interaktionen lügen. Demnach belügen Studenten innerhalb einer Woche 38 % ihrer Interaktionspartner (zitiert nach Ausserbauer, Beck, Phillipp & Wartlsteiner, 2003). Bereits seit der Antike diskutieren Philosophen und Theologen darüber, dass man auf der einen Seite die Überzeugung hat, niemanden täuschen zu dürfen und auch niemand will getäuscht werden, dass es aber auf der anderen Seite doch auch berechtigte und gerechtfertigte Lügen geben kann. Lügen, die niemandem schaden, würdenwürden als zulässig angesehen. Auch die Lüge gegen seinen Feind sei legitim. Wer z. B. dem Räuber ehrlich antwortet, wo er sein Geld versteckt hat, wird wohl eher als dumm eingeschätzt; wer dagegen den Unschuldigen durch eine Lüge vor seinem Mörder rettet, wird dagegen hoch gelobt (Dietz, 2003). 5

6 Einleitung 1.1 Definition von Lügen nach Schmid (2000) Lügen ist die Kommunikation einer subjektiven Unwahrheit mit dem Ziel, im Gegenüber einen falschen Eindruck zu erwecken oder aufrecht zu erhalten. Diese Definition integriert sowohl die Definitionen von Knapp und Comadena (1979), als auch jene von De Paulo, Epstein und Wyer (1993). Entscheidende Merkmale dieser Definition sind also die subjektive Unwahrheit und der Wille und das Ziel, im Gesprächspartner einen falschen Glauben zu erzeugen. Hinsichtlich der Wahrheit der Behauptung lässt sich diskutieren, ob es Themen gibt, zu denen Lügen gar nicht möglich ist, z.b. weil der Sender im Moment der Behauptung nicht weiß, dass seine Aussage falsch ist. Wenn ein Paar beispielsweise zu Weihnachten die Absicht äußert, im nächsten Sommer heiraten zu wollen, und sich das Paar im Frühjahr trennt, ist es schwierig, dies als Lüge zu interpretieren. Entscheidend wäre hier für den Empfänger herauszufinden, ob das Paar zum Zeitpunkt der Aussage schon vermutet hatte, dass dies nicht zutreffen werde. 1.2 Lügenneigung als Persönlichkeitseigenschaft Es scheint eine alltagspsychologische Grundannahme zu sein, dass es generell ehrliche und generell unehrliche Menschen gibt. So untersuchten Reeder und Spores (1983) durch Beobachtungen des Verhaltens die alltägliche Zuschreibung von Persönlichkeitseigenschaften und verwendeten hierfür oftmals das Merkmal Ehrlichkeit. Anderson (1968) ließ 555 Eigenschaftsbegriffe nach dem Grad der Erwünschtheit ordnen. Dabei lagen an erster und zweiter Stelle Aufrichtigkeit (sincere) und Redlichkeit (honest) und an letzter Stelle lügnerisch (liar). Auch in der Erziehung begegnet uns dieser hohe Stellenwert von Ehrlichkeit. Bereits als Kind wird den meisten Menschen eingebläut, niemals zu lügen und immer die Wahrheit zu sagen. Der Philosoph Immanuel Kant glaubte sogar, es sei unsere Pflicht, niemals zu lügen, egal, wie schlimm die Folgen auch wären. Lindskold und Walters (1983) erstellten mit Hilfe von Fragebögen eine Reihenfolge der Verwerflichkeit von Lügen. An erster Stelle standen hier Lügen, um anderen zu schaden und dadurch einen Gewinn zu erzielen (Lügen aus Rache), und an zweiter Stelle Lügen, um eigennützig andere zu Handlungen zu verleiten, die ihnen schaden würden (in diese Kategorie sind Lügen, um andere zu manipulieren, einzuordnen). Am wenigsten anstößig wurde Lügen eingestuft, die andere vor Verletzung, Tadel und Scham schützen sollen. 6

7 Einleitung Es wird deutlich, dass der Begriff der Lüge eng mit moralischen Vorstellungen verknüpft ist und es vor allem darum geht, Lügen zu erkennen und zu verhindern. Sozialpsychologen sehen in der Lüge eher eine Variante der Kommunikation. In der neueren Forschung wird deshalb das Augenmerk auf die Bedingungen der Fähigkeit zur Lüge (Machiavellismus) und die Motive für die Lüge gerichtet. 1.3 Machiavellismus Im Umgang mit Menschen ist es am besten, ihnen das zu sagen, was sie hören wollen. (Henning & Six, 1977, Konstruktion einer Machiavellismus-Skala, Item1) Nach Niccolo Machiavelli ( ), einem Staatsmann und politischen Philosophen, ist es für den Fürsten notwendig, zu täuschen und sich zu verstellen. Er war davon überzeugt, dass es für einen großen Herrscher absolut notwendig und legitim sei zu lügen. Christie und Geis (1970) stellten auf der Suche nach erfolgreichen Führungspersönlichkeiten fest, dass diese vor allem vier Eigenheiten besitzen: diese Personen bringen wenig Gefühle in zwischenmenschliche Beziehungen ein, sie fühlen sich keiner Ideologie verbunden, sie zollen der gängigen Moral wenig Beachtung und sie weisen keine psychopathologischen Auffälligkeiten auf. Christie und Geis schufen ein Messinstrument und entnahmen aus Machiavellis Werk Il Principe die Items für ihre Skala. Dabei stellten sie fest, dass Personen mit einer hohen Ausprägung auf dieser Skala (sog. High Machs ) taktisch klüger verhandelten und sich nicht an Absprachen hielten (Christie & Geis, 1970). De Paulo und Rosenthal (1979) gingen der Frage nach, ob diese Personen nicht nur besser, sondern auch bereitwilliger lügen. Dafür führten sie Experimente zur Lügendetektion durch, bei denen Versuchspersonen unter anderem für eine andere Person positive Gefühle zeigen sollten, obwohl sie diese nicht leiden konnten, und umgekehrt ihre Gefühle negativer darstellen sollten für eine Person, die sie mochten. High Machs waren die besseren Lügner, vor allem bei der Variante, jemanden nicht leiden zu können, den sie in Wirklichkeit mochten. Machiavellisten scheinen demnach eine höhere Geschicklichkeit im Lügen aufzuweisen. Dies allein vermag jedoch noch nicht das Phänomen der Lüge abschließend zu erklären. 7

8 Einleitung 1.4 Lüge als Leistung Schmid (2000) unterscheidet bei einer Lüge zwei Phasen: Die Planungsphase und die Ausführungsphase. Während der Planungsphase wird eine geeignete Täuschungsstrategie ausgewählt, in der Ausführungsphase verbirgt der Lügner dann die wahren Zustände und versucht sein Täuschungsmanöver zu kaschieren. Erfolgreiches Lügen setzt eine Reihe von kognitiven Fähigkeiten voraus, zu denen unter anderem ein gutes Gedächtnis und die Fähigkeit, die Erwartungen des Kommunikationspartners zu registrieren, gehört. Um die stattfindende Täuschung zu kaschieren, ist auch die Fähigkeit der physischen Kontrolle notwendig, um beispielsweise Hinweise durch den Gesichtsausdruck zu unterdrücken. 1.5 Motive Stiegnitz (2001) fand heraus, dass 41 % der Menschen lügen, um sich Ärger zu ersparen, 14 % um sich das Leben leichter zu machen, 8,5 % um geliebt zu werden und 6 % aus Faulheit. Schmid (2000) hat die Motive für die Lüge genauer untersucht. Sie unterscheidet zwischen verschiedenen Motiven, mit welchen Menschen ihr Lügen entschuldigen und unterteilt die Motive in o o o senderorientiert, empfängerorientiert und beziehungsorientiert. Senderorientierte Motive sind hauptsächlich auf das Wohl des Senders ausgerichtet, der sich dadurch Vorteile oder Bequemlichkeit verschafft oder sein Ansehen erhöht. Nach Schmid betrifft diese Kategorie Lügen, die das Ziel haben, den Lügner vor Peinlichkeit, Gesichtsverlust oder davor zu bewahren, einen schlechten Eindruck zu machen, getadelt oder verletzt zu werden; Lügen, Sorgen, Konflikte oder andere Unerfreulichkeiten vom Lügner fernzuhalten; Lügen, die den Privatbereich des Lügners schützen sollen, Lügen, die ihn besser (oder anders) erscheinen lassen sollen, als er ist und Lügen, die helfen sollen, die Gefühle und Stimmungen des Lügners zu regulieren (Schmid, 2000, S. 164). In diese Kategorie fallen Selbstschutzlügen und Lügen zur Selbstdarstellung. Zu den empfängerorientierten Motiven (auch als prosoziale Lüge bezeichnet) gehören Lügen, die den Empfänger vor der Wahrheit schützen und ihm somit Unangenehmes ersparen sollen. In diese Kategorie fallen unter anderem Höflichkeitslügen, vor 8

9 Einleitung allem in Situationen, in denen gelogen wird, um eine gesellschaftliche Etikette (z. B. das Essen im Restaurant zu loben) oder einen anderen Menschen nicht zu verletzen (z. B. die neue Frisur zu loben). Auch Lügen zum Schutz der anderen sind hier einzuordnen (Schmid, 2000). Beziehungsorientierte Motivrollen dienen dazu, Beziehungen aufrechtzuerhalten und Konflikte oder Belastungen zu vermeiden. Partner entscheiden sich häufiger für Lügen, wenn sie Streit vermeiden wollen. Daneben dienen Lügen auch der Interaktionssteuerung, also der Aufrechterhaltung, der Richtungsänderung oder Beendigung der Interaktion (Turner et al., 1975, zitiert nach Schmid, 2000, S ). 1.6 Gegenstand der Untersuchung Bei der nachfolgenden Untersuchung soll die Hypothese überprüft werden, ob es eine Neigung zum Lügen gibt bzw. ob Lügen als Persönlichkeitseigenschaft bezeichnet werden kann. Hierzu wurde ein Fragebogen entwickelt, der aus zwei Teilen besteht. Im ersten Teil wurden Items zu den Motiven Höflichkeit, Selbstschutz, Schutz der anderen, Selbstdarstellung, Manipulation und Rache erarbeitet. Für den zweiten Teil wurden Items für die Skala Machiavellismus sowie die Skala Einschätzung des eigenen Lügens entworfen. Diese beiden Skalen werden als Validitätskriterien herangezogen, da sie z. B. Fragen über die Einstellung zum Lügen, über die Notwendigkeit der Lüge, die Rechtfertigung des Lügens und über das eigene Lügenverhalten beinhalten. Findet man nun jeweils einen entsprechend hohen Zusammenhang zwischen dem Itemkomplex eines Motivs und dem Außenkriterium, also den beiden Skalen, kann davon ausgegangen werden, dass es tatsächlich eine Neigung zum Lügen gibt. Daneben werden die Hypothesen aufgestellt, dass es sowohl bei den Faktoren Geschlecht als auch beim Studienfach keine Unterschiede bei der Neigung zum Lügen gibt. Bei der Beantwortung des Fragebogens (siehe Anhang) sollten sich die Versuchspersonen für den ersten Fragebogenteil anhand von kurzen, frei erfundenen Alltagssituationen in die verschiedenen Situationen hineinversetzen und das vorgegebene Handeln auf einer Skala von 1 ( würde ich niemals tun ) bis 5 ( würde ich tun ) bewerten. Für den zweiten Teil sollten sie die Aussagen auf einer Skala von 1 ( stimme ü- berhaupt nicht zu ) bis 5 ( stimme völlig zu ) bewerten. Die Fragebogenenerhebung wurde anonym durchgeführt. Nach Schmid (2000) hängt Ehrlichkeit im Zusammenhang mit der Beantwortung von Fragebögen sehr mit Offenheit zusammen, da hier auch die Möglichkeit besteht, nicht zu antworten bzw. einfach etwas anzukreuzen. 9

10 Methode 2. Methode 2.1 Versuchspersonen Die Gesamtstichprobe von 173 Personen setzt sich aus 68 Studenten der Psychologie, 29 der Pädagogik / Erziehungswissenschaften, 68 Lehramtstudenten, 3 Studenten der Wirtschaftswissenschaften und 5 Studenten aus sonstigen Bereichen zusammen. Die Testung wurde mit Teilnehmern der interdisziplinären Vorlesungen Pädagogische Psychologie und Statistik I für Sozialwissenschaftler durchgeführt. Insgesamt konnten Angaben von 137 Frauen und 36 Männern ausgewertet werden, deren Alter zwischen 18 und 45 Jahren variiert, der Mittelwert liegt bei Jahren. Die Teilnahme an der Studie war freiwillig und es gab keine Selektionskriterien. 2.2 Untersuchungsinstrument Zur Datenerhebung wurde ein Fragebogen mit 129 Items verwendet, die sich auf folgende sechs Lügenbereiche aufteilten: Lügen zum Selbstschutz, Lügen zum Schutz des Anderen, Lügen aus Rache, Lügen zur Manipulation, Lügen aus Höflichkeit und Lügen zur Selbstdarstellung. Um die Güte des Fragebogens zu überprüfen, wurden am Ende zusätzlich Fragen eingefügt, die als Validitätskriterien dienen. Hierbei sollten die Versuchspersonen eine Selbsteinschätzung des eigenen Lügenverhaltens vornehmen und Fragen, die sich an den Dimensionen des Machiavellismus orientieren, beantworten. Zu Beginn des Fragebogens gab es eine kurze Instruktion, die den Probanden darüber aufklärte, dass der folgende Fragebogen das Thema Lügen in alltäglichen Situationen behandelt. Anschließend wurde der Versuchsperson erklärt, dass der erste Teil des Fragebogens aus Reaktionen auf unterschiedliche Situationen besteht, in die sie sich hineinversetzen und das vorgegebene Handeln möglichst wahrheitsgetreu auf einer Skala von 1 ( würde ich niemals tun ) bis 5 ( würde ich tun ) bewerten sollte. Darüber hinaus wurde dargestellt, dass der zweiten Teil aus Aussagen besteht, die auf einer Skala von 1 ( stimme überhaupt nicht zu ) bis 5 ( stimme völlig zu ) zu bewerten sind. Außerdem wurden die Probanden darauf hingewiesen, dass sämtliche Daten anonym erfasst und nicht an Dritte weitergegeben werden. Nach dieser Instruktion sollten von der Versuchsperson Angaben bezüglich ihres Geschlechts, ihres Alters in Jahren, ihres Studienfachs und der Anzahl der Semester gemacht werden. Anschließend folgten 90 Items aus den sechs Lügenbereichen, die auf der bereits erwähnten fünfstufigen Skala bewertet werden sollten, danach wurden 10

11 Methode die 39 Items zur Selbsteinschätzung des eigenen Lügenverhaltens präsentiert. Am Ende des Fragebogens sollte der Proband schätzen, wie oft er in der Woche lügt. 2.3 Untersuchungsablauf Die Studenten der verschiedenen Fachrichtungen wurden am Ende ihrer jeweiligen Vorlesungen getestet, die Dozenten stellten die letzte Viertelstunde für die Durchführung des Tests zur Verfügung. Vor dem Verteilen der Fragebögen wurde den Probanden kurz erklärt, worum es bei der Testung geht und wie sie bei der Bearbeitung vorgehen sollten. Die Durchführung des Tests dauerte ca. 20 Minuten und von den 180 ausgeteilten Fragebögen wurden 173 gemäß der Instruktion ausgefüllt und zurückgegeben. 2.4 Datenauswertungsmethoden Die gewonnenen Daten wurden von Hand in den Computer eingegeben, hierzu wurde das Programm SPSS 16 für Windows verwendet. Zunächst wurde für jede Lügendimension ein Gesamtsummenwert über alle Items gebildet, anschließend wurden für alle Items Mittelwerte und Standardabweichungen sowie Trennschärfe-Koeffizienten ermittelt. Die Trennschärfe ist dabei definiert als Korrelation des Itemwertes mit dem Gesamtsummenwert der Dimension. Es wurde eine bivariate Korrelation nach Pearson durchgeführt und untersucht, in welchem Ausmaß Unterschiede zwischen den verschiedenen Studienfächern sowie zwischen Frauen und Männern existieren. Zusätzlich wurden Varianzanalysen zwischen den verschiedenen Lügenmotiven berechnet. 11

12 Ergebnisse 3. Ergebnisse 3.1 Itemkennwerte Um die Güte der gewonnenen Daten zu überprüfen, wurde zu Beginn der Datenanalyse eine Auswertung hinsichtlich dertrennschärfe durchgeführt. Ausschlusskriterium für ein Item war hierbei eine Trennschärfe (als Korrigierte Item-Skala-Korrelation bezeichnet) geringer als.200. Hinsichtlich der verschiedenen Lügenmotive ergaben sich die folgenden Ergebnisse Höflichkeit Tabelle 3.1 Itemkennwerte der Dimension Höflichkeit Item Höflichkeit Korrigierte Item-Skala- Korrelation Mittelwerte Standardabweichung

13 Ergebnisse Unter den Fragen bezüglich der Dimension Höflichkeit wurde Item Nummer neun aufgrund einer zu geringen Trennschärfe von aus den weiteren Auswertungen ausgeschlossen Selbstschutz Tabelle 3.2 Itemkennwerte der Dimension Selbstschutz Selbstschutz Item Korrigierte Item-Skala- Korrelation Mittelwerte Standardabweichung Alle dem Selbstschutz zugeordneten Items konnten in die Analyse miteinbezogen werden. 13

14 Ergebnisse Schutz des Anderen Tabelle 3.3 Itemkennwerte der Dimension Schutz des Anderen Schutz des Anderen Item Korrigierte Item-Skala- Korrelation Mittelwerte Standardabweichung Aufgrund einer Trennschärfe von.147 (Item 1) und.197 (Item 4) mussten zwei Fragen ausgeschlossen werden. 14

15 Ergebnisse Selbstdarstellung Tabelle 3.4 Itemkennwerte der Dimension Selbstdarstellung Selbstdarstellung Item Korrigierte Item- Skala-Korrelation Mittelwerte Standardabweichung Bezüglich des Motivs Selbstdarstellung genügten alle vorliegenden Items der gesetzten Qualitätsforderung. 15

16 Ergebnisse Manipulation Tabelle 3.5 Itemkennwerte der Dimension Manipulation Manipulation Item Korrigierte Item-Skala- Korrelation Mittelwerte Standardabweichung Sämtliche Fragen zur Manipulation konnten in die weitere Analysen mit aufgenommen werden. 16

17 Ergebnisse Rache Tabelle 3.6 Ergebnisse der Trennschärfeüberprüfung der Dimension Rache Rache Item Korrigierte Item-Skala- Korrelation Mittelwert Standardabweichung Auch die Fragen zum Motiv Rache konnten vollständig in die weitere Analyse mit aufgenommen werden. 17

18 Ergebnisse Machiavellismus Tabelle 3.7 Itemkennwerte der Dimension Machiavellismus Machiavellismus Item Korrigierte Item-Skala- Korrelation Mittelwerte Standardabweichung Alle Items genügten den Anforderungen. 18

19 Ergebnisse 3.2 Selbsteinschätzung des eigenen Lügenverhaltens Tabelle 3.8 Itemkennerte der Dimension Selbsteinschätzung des Lügenverhaltens Selbsteinschätzung Item Korrigierte Item-Skala- Korrelation Mittelwerte Standardabweichung

20 Ergebnisse Hinsichtlich des zweiten Vailiditätskriteriums Selbsteinschätzung mussten Item Nummer 9 (Trennschärfe von.166), Item Nummer 16 (Trennschärfe von.055) und Nummer 23 (Trennschärfe von.176) ausgeschlossen werden. Die eigenen Angaben zur durchschnittlichen Häufigkeit der Lügen pro Woche betrug im Mittelwert mit einer Standardabweichung von Übersicht über die Skalenkennwerte Tabelle 3.9 Skalenkennwerte Skala N Anzahl Items Min Max M SD Schiefe Kurtosis Cronbach s α Höflichkeit Selbstschutz Schutz des Anderen Manipulation Rache Selbstdarstellung Machiavellismus Zusammenhänge der Lügenskalen mit den Validitätskriterien Um eine Aussage darüber machen zu können, in welchem Maß die Bereitschaft zum Lügen bezüglich eines Lügenmotivs mit der in einem anderen Bereich zusammenhängt, wurde eine bivariate Korrelation nach Pearson berechnet. Hierfür wurden für jede Dimension Korrelationskoeffizienten mit jeder anderen Dimension errechnet und 20

21 Ergebnisse als Maß für den Grad des linearen Zusammenhangs verwendet. Bei dem Korrelationskoeffizienten nach Pearson sind Werte zwischen -1 und +1 möglich. Bei einem Wert von +1 (bzw. 1) besteht ein vollständig positiver (bzw. negativer) linearer Zusammenhang zwischen den betrachteten Merkmalen. Wenn der Korrelationskoeffizient den Wert 0 aufweist, hängen die beiden Merkmale überhaupt nicht linear voneinander ab. Eine Übersicht über die Ergebnisse bietet Tabelle 3.10 (Seite 21) Höflichkeit Es zeigten sich durchgehend positive Korrelationen mit allen anderen Lügenmotiven, wobei vor allem jene mit den Motiven Selbstschutz (.351), Selbstdarstellung (.362) und vor allem Schutz des Anderen (.526) besonders hohe Werte aufzeigten Selbstschutz Eine leicht negative Korrelation ergab sich mit der Selbsteinschätzung der eigenen Lügenhäufigkeit (-.023). Sämtliche anderen Korrelationen zeigen deutlich positive Korrelationen, wobei die Motive Selbstdarstellung (.609), Manipulation (.618) und Rache (.634) die höchsten Werte haben Schutz des Anderen Auffallend hohe positive Korrelationen zeigten sich mit den Motiven Höflichkeit (.526), Selbstschutz (.572) und Selbstdarstellung (.602) Selbstdarstellung Das Motiv Selbstdarstellung korreliert leicht negativ mit der Selbsteinschätzung der eigenen Lügenhäufigkeit (-.006) und auffallend hoch mit den Motiven Rache (.571), Selbstschutz (.609) und Schutz des Anderen (.602) Manipulation Die höchsten Korrelationen des Motivs Manipulation ergaben sich für die Selbstdarstellung (.571), den Selbstschutz (.634) und ausgesprochen hoch mit dem Motiv Rache (.792) Rache Bezüglich dieses Motivs weisen der Selbstschutz (.634), die Selbstdarstellung (.571) und die Rache (.792) die am deutlichsten erhöhten Korrelationen auf Machiavellismus Hohe positive Korrelationen ergaben sich hinsichtlich Manipulation (.565), Rache (.562) und Selbsteinschätzung (.677). 21

22 Ergebnisse Selbsteinschätzung des eigenen Lügenverhaltens Das zweite Validitätskriterium weist hohe Korrelationen mit dem ersten Validitätskriterium Machiavellismus (.677) und dem Motiv Selbstschutz (.516) auf. Tabelle 3.10 Korrelationen (nach Pearson) zwischen den Lügeninidikatoren Korrelationen Selbsteinschätzung der Lügenhäufigkeit Höflichkeit Selbstschutz Schutz des Anderen Selbstdarstellung Manipulation Rache Machiavellismus Selbsteinschätzung Selbsteinschätzung der Lügenhäufigkeit Höflichkeit **.526**.362** **.266**.259** Selbstschutz ** 1.572**.609**.618**.634**.532**.516** Schutz des Anderen **.572** 1.602**.439**.439**.470**.413** Selbstdarstellung **.609**.602** 1.534**.571**.471**.331** Manipulation **.439**.534** 1.792**.565**.485** Rache **.634**.439**.571**.792** 1.562**.486** Machiavellismus **.532**.470**.471**.565**.562** 1.677** Selbsteinschätzung **.516**.413**.331**.485**.486**.677** 1 ** Die Korrelation ist auf dem Niveau von 0,01 signifikant 22

23 Ergebnisse 3.5 Weitere mögliche Einflussgrößen Zusätzlich wurde überprüft, in welchem Ausmaß Unterschiede zwischen den verschiedenen Studienfächern sowie zwischen Frauen und Männern existieren Studienfach Signifikante Unterschiede fanden sich bei den Motiven Selbstschutz (.019), Manipulation (.000), Rache (.000) sowie den beiden Validitätskriterien Machiavellismus (.001) und Selbsteinschätzung des eigenen Lügenverhaltens (.003). Tabelle 3.11 Itemkennwerten der Entwicklung des Motivs Rache Abhängige Variable: Rache Fach Mittelwert Stichprobengröße Standardfehler 95% Konfidenzintervall Untergrenze Obergrenze Psychologie ,070 EZW/ Pädagogik Lehramt

24 Ergebnisse Tabelle 3.12 Machiavellismus Abhängige Variable: Machiavellismus Fach Mittelwert Stichprobengröße Standardfehler 95% Konfidenzintervall Untergrenze Obergrenze Psychologie EZW/ Pädagogik Lehramt Tabelle 3.13 Selbsteinschätzung Abhängige Variable: Selbsteinschätzung Fach Mittelwert Stichprobengröße Standardfehler 95% Konfidenzintervall Untergrenze Obergrenze Psychologie EZW/ Pädagogik Lehramt

25 Ergebnisse Tabelle 3.14 Selbstschutz Abhängige Variable: Selbstschutz Fach Mittelwert Stichprobengröße Standardfehler 95% Konfidenzintervall Untergrenze Obergrenze Psychologie EZW/ Pädagogik Lehramt Tabelle 3.15 Manipulation Abhängige Variable: Manipulation Fach Mittelwert Stichprobengröße Standardfehler 95% Konfidenzintervall Untergrenze Obergrenze Psychologie EZW/ Pädagogik Lehramt Geschlecht Es ergaben sich signifikante Unterschiede hinsichtlich des Motivs Manipulation mit.004 (Männer mit mehr als Frauen mit 23.37), Machiavellismus mit.001 (Männer mit mehr als Frauen mit 33.61) sowie bei der Selbsteinschätzung mit.036 (Männer mit mehr als Frauen mit 54.27). 25

26 Ergebnisse Tabelle 3.16 Unterschiede bzgl. der Geschlechter bei Motiv Manipulation Motiv: Manipulation Geschlecht Mittelwert Standardabweichung Frauen Männer Signifikanz:.004 Tabelle 3.17 Unterschiede bzgl. der Geschlechter bei Kriterium Machiavellismus Kriterium: Machiavellismus Geschlecht Mittelwert Standardabweichung Frauen Männer Signifikanz:.001 Tabelle 3.18 Unterschiede bzgl. der Geschlechter bei Kriterium Selbsteinschätzung Kriterium: Selbsteinschätzung Geschlecht Mittelwert Standardabweichung Frauen Männer Signifikanz:

27 Ergebnisse Unterschiede in der Akzeptanz der Motive Zur tiefergehenden Darstellung der Akzeptanz der Motive wurden signifikante Unterschiede der Mittelwerte berechnet. Anhand einer ANOVA mit Messwiederholung wurden die Unterschiede der einzelnen Skala auf Signigikanz überprüft. Dabei ergaben sich für fast alle Skalen höchst signifikante Unterschiede (p <.001). Lediglich der Unterschied der beiden Skalen Selbstdarstellung und Machiavellismus war signifikant (p =.029) und der Unterschied zwischen den Skalen Höflichkeit und Selbstschutz war nicht signifikant (p =.808). Tabelle 3.19 Mittelwerte der Summenwerte der einzelnen Lügenbereiche Motive Mittelwerte Standardabweichung Summe Höflichkeit Summe Selbstschutz Summe Schutz des Anderen Summe Selbstdarstellung Summe Rache Summe Manipulation 24, Die Akzeptanz gliedert sich deshalb absteigend wie folgt: 1. Höflichkeit 2. Selbstschutz 3. Schutz des Anderen 4. Selbstdarstellung 5. Manipulation 6. Rache 27

28 Diskussion 4. Diskussion Mit dem entwickelten Fragebogen sollte herausgefunden werden, ob es eine Neigung zum Lügen gibt. Anders als Reeder und Spores (1983), die die Versuchspersonen das moralische Verhalten von anderen beurteilen ließen, wurden hier die Versuchspersonen selbst über ihr eigenes Verhalten befragt. Als Validitätskriterien wurden eine Selbsteinschätzungsskala und eine Machiavellismus-Skala verwendet, da z. B. schon De Paulo und Rosenthal (1970) feststellten, dass High Machs die besseren und bereitwilligeren Lügner sind und diese außerdem der Meinung sind, dass Lügen durchaus gerechtfertigt sein kann. Aufgrund der fast ausnahmslos sehr hohen Trennschärfe kann davon ausgegangen werden, dass der Fragebogen im Hinblick auf die Reliabilität durchaus gut geeignet ist, um die Einstellung gegenüber den sechs Lügenmotiven, dem eigenen Lügen und den machiavellistischen Grundgedanken zu erfassen. Dennoch müsste man in Betracht ziehen, die wenigen Items mit der geringen Trennschärfe aus dem Fragebogen zu entfernen und gegebenenfalls durch neue zu ersetzen. Bei der Brauchbarkeit der Items bezüglich der Korrelationen fällt eine eindeutige Aussage schwer. So korrelieren beispielsweise alle Skalen mit der Skala Selbsteinschätzung negativ bis sehr gering. Im anderen Extrem korrelieren z. B. alle Skalen (außer Selbsteinschätzung ) auffallend hoch mit der Skala Selbstschutz. Alle anderen Skalen weisen in der Regel zumindest positive, teilweise aber auch hohe Korrelationen mit den anderen Skalen auf. Als Validitätskriterium scheint zumindest die Skala Selbsteinschätzung des eigenen Lügens nicht geeignet. Die verwendete Machiavellismus-Skala erscheint dagegen mit geringen bis mittleren Korrelationen geeigneter, wobei auch hier Verbesserungsmöglichkeiten bzw. Verbesserungsmöglichkeiten der Motivskalen in Erwägung zu ziehen sind. Im Vergleich der einzelnen Skalen hat sich gezeigt, dass die Versuchspersonenen nach unterschiedlichen Motiven differenzieren, d.h. die Häufigkeit des Lügens wird vom Motiv abhängig gemacht. Ein erster Verbesserungsvorschlag wäre, die Selbsteinschätzungsskala zu überarbeiten. Unter Umständen könnten die Motivfragen, bei denen sich die Versuchspersonen in spezifische Situationen hineinversetzen sollen, in anderer Art und Weise beantwortet oder aufgefasst werden als die allgemein gehaltenen und abstrakteren Fragen der Selbsteinschätzungsskala. So könnte eine Versuchsperson z. B. auf der Selbsteinschätzungsskala angeben, beim Lügen keine Details wegzulassen. Wird ihr aber eine entsprechende konkrete Situation zur Bewertung vorgelegt, könnte sie dieses spezifische Item trotzdem entgegen diesem Grundsatz bewerten. Dies würde aber wiederum dafür sprechen, dass es keine Tendenz zum Lügen gäbe, sondern dass Menschen je 28

29 Diskussion nach Situation darüber entscheiden, ob sie besser lügen oder die Wahrheit sagen sollen. Ein anderer Vorschlag wäre, für die Validierung lediglich die Machiavellismus-Skala heranzuziehen. Auch Skalen mit niedrigen Korrelationen zu anderen Skalen könnten noch überarbeitet werden. Verbesserungsmöglichkeiten wären auch hier, festzustellen, ob die Items das gleiche Abstraktionsniveau besitzen und die Items für die Versuchspersonen verständlich sind. Des Weiteren könnte ermittelt werden, ob nicht einige Lügenitems innerhalb einer einzigen Skala als völlig harmlose Lüge betrachtet werden und andere wiederum als richtig schlimme Lüge, und somit eine Skala als nicht konsistent empfunden würde. Bisher besteht der Fragebogen aus 130 Items und zusätzlich aus den üblichen demographischen Angaben. Für jedes der sechs Motive wurden 15 Fragen entwickelt. Um die damit recht lange Bearbeitungszeit und damit auftretende Effekte wie Ermüdung oder Langeweile zu vermeiden, könnte unter Umständen bei einer Weiterentwicklung des Fragebogens versucht werden, sich auf weniger, aber dafür sehr trennscharfe Items zu beschränken. Um sich noch klarer über die Erfüllung der Gütekriterien zu werden, sollte der Fragebogen erneut an einer größeren und repräsentativeren Stichprobe durchgeführt werden. Ein weiterer Punkt zur Verbesserung der Ergebnisse wäre eine andere Art der Befragung. So könnte man z. B. als Antwortmöglichkeiten statt der fünfstufigen Skala, auch nur die Antwortmöglichkeiten würde ich tun und würde ich nicht tun, um die Probanden zu eindeutigeren Entscheidungen zu bewegen. Die signifikanten Unterschiede von Studenten der Studienfachrichtung Wirtschaftsinformatik zu allen anderen Studienrichtungen in den oben genannten Skalen scheint wohl auf die mit drei Personen sehr geringe Beteiligung von Wirtschaftsinformatikern zusammenzuhängen. Bei den Geschlechterunterschieden bei den Skalen Manipulation, Machiavellismus und Selbsteinschätzung müsste durch weitere Untersuchungen ermittelt werden, ob dieser Effekt stabil ist oder nur mit Besonderheiten der vorliegenden Stichprobe zusammenhängt. Darüber hinaus scheint bei der Tendenz zu lügen kein Unterschied zwischen sendeorientierten, empfängerorientierten und beziehungsorientierten Motiven (Schmid, 2000) zu bestehen. So sind z. B. keine Unterschiede zwischen den Motivskalen, die auf das Wohl des Senders gerichtet sind (z. B. Selbstschutz und Selbstdarstellung) und denen, die auf das Wohl des Empfängers gerichtet sind (z. B. Schutz des anderen), ersichtlich. Ob man also behaupten kann, dass Lügen eine Persönlichkeitseigenschaft sei, ist allein auf Basis der vorliegenden Fragebogenergebnisse nicht eindeutig zu beantwor- 29

30 Diskussion ten. Die gewonnenen Ergebnisse zeigen aber, dass es deutliche positive Zusammenhänge zum einen zwischen den Motivskalen und zum anderen zwischen den Motivskalen und der Machiavellismus-Skala gibt. Damit scheint die Machiavellismus-Skala eine geeignete Dimension zu sein, um zu erheben, ob es Menschen mit Neigung zum Lügen gibt oder nicht. Daraus kann man zwar nicht automatisch schlussfolgern, dass es den generellen Lügner gibt, aber zumindest dass es Lügner aus bestimmten Motivgruppen heraus gibt: Es finden sich beispielsweise jeweils hohe Korrelationen zwischen den miteinander verbundenen Bereichen Manipulation und Rache, Selbstschutz und Selbstdarstellung oder auch Manipulation und Selbstschutz. Personen also, die aus einem bestimmten Motiv heraus lügen, scheinen auch bei verwandten Motiven eher zu lügen als aus völlig anderen Motiven heraus. Dies würde, wie auch Lindskold und Walters (1983) fanden, auf eine Reihenfolge bei der Verwerflichkeit von Lügen bzw. auf eine Differenzierung von Lügenmotiven und ihrer Bewertung hinweisen, was gegen Lügen als generelle Persönlichkeitseigenschaft sprechen würde. Des Weiteren kann aufgrund der Korrelationen der Motivskalen mit der Machiavellismus-Skala, nicht wie bei Dietz (2003) davon ausgegangen werden, dass Lügen ganz allgemein als niederträchtig gelten, aber auch nicht, dass Lügen als absolut notwendig und legitim betrachtet werden, wie Machiavelli der Ansicht war. 30

31 Literatur 5. Literatur Anderson, N. H. (1968). Likeableness ratings of 555 personality-trait words. Journal of Personality and Social Psychology, 9, Ausserbauer, S., Beck, I., Philipp, K. & Wartlsteiner, S. (2003). Die Häufigkeit von Lügen im Alltag. Universität Regensburg: Unveröffentlichter Bericht. Christie, R. & Geis, F. L. (1970). Studies in machiavellianism. New York: Academic Press. De Paulo, B. M., Epstein, J. A. & Wyer, M. M. (1993). Sex differences in lying: How women and men deal with the dilemma of deceit. In M. Lewis & C. Saarni (Hrsg.), Lying and deception in everyday life (S ). New York: The Guilford Press. DePaulo, B. M. & Rosenthal, R. (1979). Telling lies. Journal of Personality and Social Psychology, 37, Dietz, S. (2003). Die Kunst des Lügens. Eine sprachliche Fähigkeit und ihr moralischer Wert. Reinbek: Rowohlt. Henning, H. & Six, B. (1977). Konstruktion einer Machiavellismus-Skala. Zeitschrift für Sozialpsychologie, 8, Knapp, M. L. & Commadena, M. E. (1979). Telling it like it isn`t: A review of theory and research on deceptive communications. Human Communication Research, 5, Lindskold, S. & Walters, P. S. (1983). Categories for the accaptability of lies. Journal of Social Psychology, 120, Reeder, G. D. & Spores, J. M. (1983). The attribution of morality. Journal of Personality and Social Psychology, 44, Schmid, J. (2000). Lügen im Alltag Zustandekommen und Bewertung kommunikativer Täuschungen. Münster: LIT Verlag. Stiegnitz, P. (2001). Die Wahrheit: Wir lügen alle. Zugriff am , verfügbar unter: [Stand: ]. 31

32 Anhang A 6. Anhang A 32

33 33 Anhang A

34 34 Anhang A

35 35 Anhang A

36 36 Anhang A

37 37 Anhang A

38 38 Anhang A

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