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1 Trends Institutional Monthly Investment Strategy & Research Institutionelle Anleger Fokus Covered Calls: Mittel zur Maximierung des Aktienertrags Seite 5 Anlagestragie und Asset Allocation Update Immobilien Denkanstösse Geopolitische Sorgen dämpfen vorübergehend den Risikoappetit Anlagechancen mit nachhaltigen Immobilien Annahmen zu den Kapitalmärkten für die nächsten fünf Jahre Seite 3 Seite 8 Seite 10 Dieses Material stellt aus regulatorischer Sicht weder Anlage-Research noch eine Research-Empfehlung dar. Weitere wichtige Informationen finden Sie am Ende dieses Dokuments. Diese Unterlagen richten sich an professionelle Anleger und institutionelle Kunden der Credit Suisse. Empfänger, die nicht qualifizierte oder institutionelle Kunden der Credit Suisse sind, sollten vor der Tätigung einer Transaktion prüfen, ob diese für ihre spezifischen Umstände und Zielsetzungen geeignet ist.

2 Editorial Credit Suisse - Trends Institutional Monthly In dieser Ausgabe Nannette Hechler-Fayd'herbe Head of Investment Strategy Anlagestragie und Asset Allocation Geopolitische Sorgen dämpfen vorübergehend den Risikoappetit Seite 3 Fokus Covered Calls: Mittel zur Maximierung des Aktienertrags Seite 5 Update Immobilien Robert J Parker Research Strategic Advisory Anlagechancen mit nachhaltigen Immobilien Seite 8 Denkanstösse Annahmen zu den Kapitalmärkten für die nächsten fünf Jahre Seite 10 Forecast Summary Seite 11 Glossar Glossar Die Anleger, die am diesjährigen Fed-Symposium in Jackson Hole auf «dovishe» Töne gehofft hatten, wurden von Janet Yellens Rede enttäuscht. Die Fed-Vorsitzende äusserte sich ausgewogen und wies darauf hin, dass die Unterauslastung am amerikanischen Arbeitsmarkt signifikant bleibe, aber dass sich dieser auch schneller erholt habe als von der Fed erwartet. Wir sind der Meinung, dass die Konjunkturdaten in den USA nach wie vor für eine erste Zinserhöhung Mitte 2015 sprechen. Deshalb könnte bei den USTreasury-Renditen gegen Ende des «Tapering» der Fed im Oktober eine Anpassung nach oben einsetzen. Für Fixed Income die Anlagekategorie, die dieses Jahr mit Zuflüssen von über USD 113 Mrd. wiederum das grösste Interesse verzeichnete, verglichen mit knapp USD 72 Mrd. bei globalen Aktien präsentieren sich die weiteren Aussichten somit nicht mehr besonders attraktiv. Für Aktien sind die Aussichten unseres Erachtens wesentlich besser, obwohl aufgrund erhöhter geopolitischer Spannungen temporäre Rückschläge möglich sind. Zudem wurden Aktien als Rendite generierende Anlagekategorie grösstenteils übergangen. Die Unternehmen sind immer noch mit reichlich Liquidität ausgestattet, und die Ausschüttungsquoten sind nicht ausgereizt. In den USA blieben nicht nur die Gewinne solide, sondern auch das Umsatzwachstum hat angezogen. Daher dürften dividendenstarke Aktien in vielen Fällen eine attraktive Alternative zu Unternehmensanleihen darstellen. Covered-Call-Strategien hierbei wird eine kurzfristige Call-Option auf eine Aktien-Longposition verkauft sind eine weitere Möglichkeit, um im Umfeld geringer Volatilität Zusatzrenditen zu erzielen. Unser «Fokus»-Artikel befasst sich diesen Monat mit Covered Calls. In der Rubrik «Update Immobilien» legen wir die Argumente für nachhaltige Immobilienfonds dar. «Denkanstösse» enthält einen Überblick über die aktuellen Capital Market Assumptions (CMA) der Credit Suisse, eine Reihe von durchschnittlichen 5-Jahres-Prognosen für Renditen und Volatilität für über 80 Anlageklassen. Unseres Wissens wird dies nur von wenigen Anbietern so umfassend abgedeckt. Fordern Sie bitte unsere ausführlichen Update- und Methodologie-Berichte an. Seite 12 Redaktionsschluss: 01. September 2014

3 3 Anlagestragie und Asset Allocation Credit Suisse - Trends Institutional Monthly Anlagestragie und Asset Allocation Geopolitische Sorgen dämpfen vorübergehend den Risikoappetit Europas Daten enttäuschten, doch positive Wirtschaftsnachrichten aus den USA und China deuten auf Verbesserungen in Europa im späteren Jahresverlauf hin. Unseres Erachtens sollten Anleger weiter Aktien den Vorzug gegenüber Anleihen geben und zwecks zusätzlicher Portfoliodiversifikation Positionen in Alternative Investments aufbauen. Anja Hochberg CIO Europe & CH Russland) sind uns Grund genug, weiter von einer leichten Wachstumsbeschleunigung auszugehen. Unseres Erachtens wird die Europäische Zentralbank (EZB) nach Bekanntgabe ihres grossen Unterstützungspakets Anfang Juni nun eine abwartende Haltung einnehmen. Sie wird zunächst einmal die Auswirkungen der geopolitischen Lage und ihrer kürzlich ergriffenen Massnahmen auf das Wachstum beurteilen wollen. Positiv einzuschätzen sind die aktuellen Kreditdaten, die eine spürbare Verbesserung in diesem äusserst wichtigen Bereich bestätigen. Für die Schweizer Wirtschaft impliziert dies nach der aktuellen Schwäche auch eine verbesserte Exportdynamik, was sich positiv auf das Gesamtwachstum auswirken dürfte. Angesichts der geringen Inflationsdynamik und des starken Schweizer Frankens sehen wir jedoch keine Notwendigkeit für die Schweizerische Nationalbank (SNB), die Zinsen in naher Zukunft zu erhöhen. Trotz dieses anhaltenden Niedrigzinsumfelds dürften die Kapitalmarktzinsen wieder leicht ansteigen, da (1) sich die erneute Wachstumsschwäche zwangsläufig umkehren wird, sofern sich die geopolitische Lage nicht noch deutlich zuspitzt, (2) die Wachstumsdynamik zugenommen hat und (3) die US-bedingten Zinsbewegungen zum Teil zu einem leicht höheren, aber historisch weiterhin niedrigen Zinsniveau führen dürften. Abbildung 1: Globale PMIs Globale Stimmung nach Markt. Einkaufsmanagerindex Dez 05 Dez 07 Dez 09 Dez 11 Dez 13 Global China Deutschland USA Quelle: Datastream, PMIPremium, Credit Suisse/IDC Das Wirtschaftsumfeld ist nach den Sommerferien von einem Mix aus positiven Wirtschaftsnachrichten (aus den USA und China), enttäuschenden Konjunkturdaten (vor allem aus Kerneuropa) und geopolitischen Sorgen geprägt. Die weit verbreitete Unsicherheit sorgte an den Aktienmärkten anfänglich vor allem Anfang August für Kursverluste. Die US-Konjunkturdaten deuten weiterhin auf eine robuste Dynamik auf dem Arbeits- und Immobilienmarkt hin. Frühindikatoren wie der PMI signalisieren eine Fortsetzung dieses Trends, sodass 2015 ein reales BIP-Wachstum von 3% erzielt werden dürfte. Wir erwarten daher nach wie vor, dass die US-Notenbank ihr Tapering bis Ende Oktober beenden wird. Eine erste kleine Zinsanhebung dürfte im Juni 2015 erfolgen. Die aktuelle Schwäche der europäischen Daten ist grösstenteils durch die Wachstumspause in den USA und die Ängste um das chinesische Wachstum Anfang des Jahres bedingt. Ausserdem hat sich insbesondere in Deutschland das Wirtschaftsklima durch die Krise zwischen der Ukraine und Russland und die darauffolgenden Sanktionen verschlechtert. Angesichts der aktuellen Daten haben unsere Ökonomen ihre Wachstumsprognosen für Europa leicht gesenkt. Im Gegenzug wurden die Prognosen für die USA und China erhöht. Der anhaltend positive Ausblick für die USA und die sichtbare Wachstumsverbesserung in China (Deutschland exportiert fast genauso viel nach China wie nach Fixed Income Über den Sommer sind die Renditen der Benchmark-Staatsanleihen um rund 30 Basispunkte (Bp) in den USA und der Eurozone und um etwa 20 Bp in der Schweiz gesunken. Darin widerspiegeln sich eine begrenzte, durch geopolitische Unsicherheiten ausgelöste Flucht in angeblich sichere Häfen (ersichtlich an den historisch hohen Kapitalabflüssen an den europäischen Aktienmärkten) sowie eine Spreadausweitung (im Hochzinsbereich). In Europa (einschliesslich der Schweiz) wurde der Renditerückgang noch durch Wachstumsängste verstärkt. Unserem wirtschaftlichen Basisszenario zufolge wird es zu keiner weiteren geopolitischen Eskalation grösseren Ausmasses kommen. Daher gehen wir davon aus, dass auch die Wachstumssorgen in Europa zum Jahresende hin nachlassen werden. Obgleich die EZB und die SNB die Zinsen extrem niedrig halten werden, rechnen wir in diesen Regionen auch weiterhin mit einem erneuten leichten Anstieg der Kapitalmarktzinsen. In den USA ist eine erste Zinserhöhung im Juni 2015 offenbar noch nicht vollständig eingepreist, was Raum für einen möglichen Anstieg der Kapitalmarktzinsen lässt. Dafür sprechen auch die aktuelle Wachstums- und Inflationsdynamik.

4 4 Anlagestragie und Asset Allocation Credit Suisse - Trends Institutional Monthly Abbildung 2: Renditen zehnjähriger Staatsanleihen 5-Jahres-Performance % Aug 09 Aug 10 Aug 11 Aug 12 Aug 13 Aug 14 USA Deutschland Schweiz UK Quelle: Datastream, Credit Suisse/IDC Obligationen halten wir derzeit vor allem im direkten Vergleich mit Aktien insgesamt für unattraktiv. Die Renditen sind niedrig. Zudem besteht das Risiko eines Anstiegs um rund 30 Bp (in Europa) bzw. 50 Bp (in den USA). Wir schätzen US-Staatsanleihen mit Underperform ein und sehen nach wie vor Wertpotenzial bei Anleihen der europäischen Peripherie. Dies gilt vor allem für italienische Papiere. Aus Fair-Value-Sicht ist deren Bewertung unseres Erachtens noch nicht ausgereizt, was Raum für eine weitere Spreadverengung zulässt. Die aktuellen Wirtschaftsdaten waren zwar enttäuschend. Daher könnte das italienische Wirtschaftswachstum zeitweilig wieder ins Minus rutschen. Auch daran sind grösstenteils externe Faktoren (d.h. schwache Exporte) schuld. Eine globale Erholung wird somit helfen, das Wachstum wieder leicht ins Plus zu drehen. Ausserdem trägt sie dazu bei, die mit der politischen Reformagenda von Ministerpräsident Renzi verbundenen Belastungen etwas abzufedern. Obwohl spanische Anleihen durch eine bessere Wirtschaftsdynamik gestützt werden, erscheinen sie aus reiner Fair-Value-Sicht weniger attraktiv. In der Eurozone erscheinen uns deutsche Bunds weiterhin am wenigsten attraktiv. Die Renditen sind niedrig, womit die Gefahr eines deutlichen Anstiegs besteht, sollten die geopolitischen Risiken nachlassen. Bei den Unternehmensanleihen hat sich die Entscheidung, unsere Einschätzung für Hochzinsanleihen vor dem Sommer von Outperform auf Neutral zu ändern, als richtig erwiesen. Wenngleich sich die Spreads seitdem ausgeweitet haben, halten wir einen Wiedereinstieg noch für zu früh. Wegen des negativen Ausblicks unserer charttechnischen Analysten und einiger bevorstehender Ereignisrisiken (Asset Quality Review der EZB) haben wir unsere Einschätzung für Finanzanleihen von Outperform auf Neutral geändert. Unsere allgemeine Bevorzugung von Unternehmensanleihen (Neutral) gegenüber Staatsanleihen (Underperform) bleibt unverändert. Aktien Angesichts geopolitischer Risiken und einiger regionaler Wachstumsängste erfuhren die Aktienmärkte eine Sommerkorrektur. Zum Redaktionszeitpunkt war ein Grossteil der Verluste jedoch bereits wieder wettgemacht. Solange sich die grundlegenden Fundamentalfaktoren nicht ändern, die für die geringe Volatilität verantwortlich sind, liegt das maximale Verlustpotenzial des US-Marktes bei etwa 6% (vgl. Abb. 3). Leicht höher ist das Verlustpotenzial in der Eurozone, da diese über ein höheres Beta verfügt. In unserem Hauptszenario gehen wir weiter von einer Wiederbelebung der globalen Wirtschaft und einer Verbesserung der Unternehmensgewinne aus. Daher bestätigen wir unsere Outperform-Einschätzung für Aktien, wobei wir Japan und Europa weiter bevorzugen. Während sich Japan relativ gut behaupten konnte, wurden die europäischen Aktienmärkte stark von Wachstumsängsten und geopolitischen Gefahren belastet. Dies gilt vor allem für den deutschen Aktienindex (DAX). Mit der langsamen Rückkehr des Wachstums werden sich unseres Erachtens die Gewinnaussichten verbessern, wozu auch der sinkende Euro beiträgt. Überdies steht die EZB bereit, um die Erholung in Europa bei Bedarf mit weiteren Massnahmen zu unterstützen. Dies bestätigte EZB-Präsident Draghi kürzlich in seiner Rede auf der Konferenz in Jackson Hole. Da die europäischen Märkte überverkauft sind, sehen wir gutes Potenzial für eine sichtbare Erholung vom aktuellen Tiefstand aus. Bei den Schwellenländern sind wir nun positiver gegenüber China. Erwähnenswert sind hierbei nicht nur die stärkere technische Unterstützung und die deutlich verbesserten Kapitalzuflüsse, sondern auch die Fortschritte, die bei der Umsetzung der Strukturreformen erzielt werden. Auch auf Unternehmensseite deuten die Zahlen auf eine verbesserte Gewinndynamik hin. Abbildung 3: Monatliche Verluste des S&P in Abhängigkeit vom mittleren monatlichen VIX-Niveau 4% 2% 0% -2% -4% -6% -8% -10% -12% 1.41% 1.20% 1.22% -2.0% -4.6% -2.0% -6.1% -2.6% -9.2% -0.67% -3.9% -9.4% -1.10% < VIX level (Median level over 1M) Monthly median return since 1990 Monthly median drawdown since 1990 Monthly max drawdown since 1990 Quelle: Bloomberg, Credit Suisse Alternative Investments Die Zuspitzung des geopolitischen Risikos im Juli und August hat wieder einmal deutlich vor Augen geführt, wie wichtig es ist, das Portfolio auch in einem guten Wirtschaftsumfeld zu diversifizieren. Hedge-Fonds, die wir mit Outperform einschätzen, können dazu beitragen, das Risiko-Ertrags-Profil eines Portfolios zu verbessern. Es geht aber nicht nur um eine breitere Streuung des Portfolios. Wir sind auch der Meinung, dass das aktuelle Anlageumfeld günstig für diese Anlageklasse ist. Unser Hedge-Fonds-Barometer, das die Risiken misst, die eine erfolgreiche Umsetzung von Hedge-Fonds-Strategien verhindern können, hat sich erneut spürbar verbessert. Überdies bieten sich Hedge-Fonds-Managern derzeit überaus attraktive Chancen. Die Korrelation zwischen einzelnen Aktien, Sektoren und Ländern ist zurückgegangen. Daher können durch eine Sektorrotation und die richtige Titelauswahl leichter Renditen generiert werden. Angesichts der aktuellen Risiken können die Manager das Gesamtrisiko erheblich reduzieren, indem sie ihr Portfolio gegen das Marktrisiko (teil-)absichern. Eine solche Absicherung ist insofern wichtig, als Hedge-Fonds dadurch einstweilen eine viel bessere Sharpe Ratio erzielen können als Long-only-Strategien. Dies ist sowohl für Anleihen- als auch für Aktienanleger von Belang. Unsere Einschätzungen für Rohstoffe und Immobilien halten wir unverändert bei. ( ) -8.2% -16.9%

5 5 Fokus Credit Suisse - Trends Institutional Monthly Fokus Covered Calls: Mittel zur Maximierung des Aktienertrags schwindenden Zahl verfügbarer Anlageinstrumente jagt. In der Folge hat sich das Rendite-Risiko-Verhältnis in vielerlei Hinsicht zuungunsten der Anleger verschoben. Abbildung 1: Historischer Tiefststand der Renditen 10- jähriger Staatsanleihen % Jan 84 Jan 88 Jan 92 Jan 96 Jan 00 Jan 04 Jan 08 Jan 12 US EMU Switzerland UK Japan Quelle: Datastream, Credit Suisse/IDC Angesichts des Tiefzinsumfelds weiten die Anleger ihre Suche nach regelmässigen Ertragsströmen aus. Mit einem Options-Overlay können Aktienportfolios attraktive Ertragsströme generieren, ohne dass dafür die Liquidität beeinträchtigt würde. Filippo Rima Head Equities of Asset Management Auf der Suche nach Renditen über sämtliche Anlagekategorien hinweg Die Zentralbanken rund um den Globus haben in den letzten Jahren ihre Geldpolitik gelockert, um nach der Finanzkrise ein bisher beispielloses, höchst akkommodatives Umfeld zu schaffen. Dies resultierte in anhaltend ultraniedrigen Zinsen, was wiederum hartnäckig tiefe Erträge auf vielen der Vermögenswerte zur Folge hatte, in denen sich die Anleger traditionell zur Generierung von Erträgen engagierten. Auf ihrer Suche nach Renditen und Erträgen waren diese Investoren gezwungen, sich vermehrt Anlagen zuzuwenden, die riskanter und/oder illiquider sind als der Gesamtmarkt. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Fixed-Income-Markt, an dem der Pool an verfügbaren Schuldtiteln mit Nominalrenditen von über 5% kontinuierlich schrumpfte. Heute beschränken sich derartige Verbindlichkeiten praktisch auf Junkbonds und Emerging-Market-Papiere und damit auf Segmente, die mit höheren Risiken behaftet sind und in denen in gewissen Fällen die Liquidität rasch versiegen kann. Hinzu kommt, dass derartige Vermögenswerte, die nach wie vor ansprechende Renditen bieten, in den letzten Jahren phänomenale Kapitalzuflüsse erlebten. Dies ist Ausdruck der hohen Nachfrage von Anlegern nach Renditen und Erträgen, was einen intensiven Wettbewerb um solche Anlagen auslöste. Dieser Wettbewerb drückt wiederum auf die Kurse, weil immer mehr Geld nach einer Auf der Suche nach Aktienrenditen auf hohe Dividenden ausgerichtete Strategien Angesichts der immer weiter fallenden Renditen an den Fixed-Income-Märkten begannen die Anleger, in anderen Anlagekategorien nach Ertragsquellen Ausschau zu halten. Im Rahmen eines Trends, der in Japan seinen Anfang nahm, begannen auf hohe Dividenden ausgerichtete Strategien zunehmend die Aufmerksamkeit vieler Marktteilnehmer auf sich zu ziehen. Weltweit waren die Zinsen damals noch nicht auf historische Tiefststände gefallen, doch japanische Anleger hatten bereits seit einiger Zeit mit sehr niedrigen Zinsen zu kämpfen, während ein unterentwickelter Unternehmensanleihenmarkt die Situation zusätzlich verschärfte. Japans Investoren gehörten deshalb zu den ersten, die sich für High-Dividend-Strategien zu interessieren begannen. Damals wurden Aktien in anderen Märkten noch weitgehend als Instrument für Kapitalgewinne betrachtet, und die Idee, sie als Quelle von Einkommen oder regelmässigen Ertragsströmen einzusetzen, musste erst noch Fuss fassen. Mittlerweile hat sich dieses Konzept weltweit besser etabliert. Dividendenstarke Produkte haben im vergangenen Jahrzehnt deutlich an Beliebtheit gewonnen. In der Folge sind sich zahlreiche Marktteilnehmer auch einer der interessanteren Charakteristiken des Einsatzes von High-Dividend-Strategien bewusst geworden. Bei anderen Anlagekategorien geht ein Fokus auf regelmässige Erträge oder höhere Renditen tendenziell mit einem erhöhten Risiko und/oder einer niedrigeren Liquidität einher. Dies trifft auf dividendenstarke Aktien nicht notwendigerweise zu, und oft ist effektiv sogar das Gegenteil der Fall. Die Auswahl von Aktien mit nachhaltig hohen Dividendenrenditen bedingt einen Fokus auf Unternehmen mit robusten Geschäftsmodellen, stabilen Cashflows und regelmässigen Erträgen, die ihnen die Ausschüttung solcher Dividenden erlauben. Mit anderen Worten ergibt sich dabei automatisch eine Auswahl grosser, solider, beinahe konservativer Unternehmen mit guter Liquidität, die allgemein geringeren Turbulenzen ausgesetzt sind.

6 6 Fokus Credit Suisse - Trends Institutional Monthly In welchen Szenarien zahlt sich eine Covered-Call- Strategie aus? Ertragsmaximierung mittels Optionsstrategien Im Zuge ihrer zunehmenden Beliebtheit haben High-Dividend-Strategien bewiesen, dass sich mit Aktienanlagen erfolgreich laufende Ertragsströme erzielen lassen. Da die Nachfrage nach Erträge generierenden Anlagen zudem nicht nachgelassen hat, haben zahlreiche Strategen nach bessern Mitteln und Wegen gesucht, um mit Aktien Ertragsströme zu generieren. Dies führte zuerst ebenfalls in Japan zu einer Weiterentwicklung der High-Dividend-Idee in Richtung eines renditestarken Portfolios mit einem Call-Options- Overlay. Mittels Festlegung der Parameter dieses Options-Overlay lassen sich die Merkmale des ursprünglichen Portfolios anpassen und beeinflussen. Die Grundidee besteht darin, den Ertrag eines dividendenstarken Portfolios weiter zu verbessern, indem Optionen auf die einzelnen Portfoliotitel ausgestellt werden, und zwar in diesem Fall gedeckte Calls. Im Prinzip geht es dabei um eine Abwägung zwischen Aufwärtspotenzial und Ertragsgenerierung. Mit anderen Worten: Die Anleger verzichten (teilweise) auf eine Partizipation an Kapitalgewinnen, die der Basiswert möglicherweise generieren wird, um von einem höheren und konstanteren Ertragsstrom zu profitieren. Folgerichtig eignet sich diese Idee vor allem für Anleger, die an laufenden Erträgen interessiert sind. Das Options-Overlay kann mehr oder weniger aggressiv angelegt werden, d.h. es kann mehr oder weniger Ertrag generieren und gleichzeitig das Aufwärtspotenzial des zugrundeliegenden Portfolios in unterschiedlichem Ausmass reduzieren. Bei einem aggressiven Overlay stellt der Manager Call-Optionen auf einen Grossteil seiner Basiswerte aus und/oder legt den Ausübungspreis sehr nahe am Kassakurs der Aktie fest. Die Strategie lässt sich schnell an verschiedene Marktsituationen anpassen, indem bei sich seitwärts bewegenden oder keinen Trend zeigenden Märkten Call-Optionen auf das gesamte zugrundeliegende Portfolio ausgestellt werden, während bei starken Aufwärtstrends nur Calls auf einen geringeren Teil des Portfolios verkauft werden. High-Dividend- und Ertragsmaximierungsstrategien im Vergleich 1 Unter der Annahme, dass im Zeitraum keine Dividenden ausgeschüttet werden. 2 Aktie + ausgestellte Call-Option. Historische Performance-Angaben oder Finanzmarktszenarien sind keine verlässlichen Indikatoren für die aktuelle oder künftige Wertentwicklung. Performance einer Covered-Call-Strategie - Eine Strategie mit gedeckten Kaufoptionen (Covered Calls) entwickelt sich positiv, wenn die Aktienkurse steigen oder nur moderat nachgeben. - Eine Covered-Call-Strategie entwickelt sich negativ, wenn die Aktienkurse stark einbrechen. Performance einer Covered-Call-Strategie relativ zur Aktienperformance - Eine Covered-Call-Strategie entwickelt sich besser als eine Aktienposition, wenn die Aktie eine negative oder moderat positive Performance zeigt. - Eine Covered-Call-Strategie entwickelt sich schlechter als eine Aktienposition, wenn die Aktie eine stark positive Performance zeigt. Portfolio Options-Overlay Aufwärtspotenzial Regelmässiger Ertrag Liquidität High-Dividend Dividendenstarke Aktien, REITs usw. Nein Ja Dividenden Hoch Optimierter Covered Call Dividendenstarke Aktien, REITs usw. Ja Beschränkt Erhöht (um 8% 15% p.a.) Hoch, von Umsetzung abhängig Portfolio an Basiswerten bleibt entscheidend Neben der Auslegung des Overlay d.h. je nachdem, wo bei der Abwägung zwischen Aufwärtspotenzial und Ertragsgenerierung angesetzt wird ist die Wahl des zugrundeliegenden Portfolios für den Erfolg der Strategie oder die Erreichung der Anlageziele ausschlaggebend. Ideale Basiswerte sind liquide Wertschriften mit defensivem Charakter, einer gewissen impliziten Volatilität und einem stabilen Ertragsstrom. Gute Beispiele hierfür sind dividendenstarke Aktien und Real Estate Investment Trusts (REITs). Was bedeutet dies für den Anleger? Die erste Erfolgskomponente ist ein sorgfältig zusammengestelltes Portfolio mit Basiswerten, die eine hohe Dividendenrendite generieren und eine gewisse Volatilität aufweisen, um den Verkauf von Optionen attraktiv zu machen. Die zweite Komponente ist das Options-Overlay. Abhängig von der Struktur desselben und den aktuellen Marktbedingungen kann ein solches Portfolio mit Options-Overlay einen Ertrag von 5% 15% jährlich generieren. Warum Covered Calls? Ein Covered Call ist eine Optionsstrategie, bei der sich ein Investor, der ein Aktie physisch besitzt, verpflichtet, diesen Basiswert zu einem bestimmten Kurs (Ausübungskurs) an den Käufer der Call-Option zu verkaufen. Im Gegenzug erhält er hierfür eine fixe Optionsprämie. Im Vergleich zu einer einfachen Anlage in einer Aktie erhöht eine Covered-Call-Strategie den mit dem Basiswert erzielten Ertrag, der sich neben der Dividende zusätzlich aus der Prämie für die Kaufoption zusammensetzt. Diese Strategie reduziert zudem tendenziell das Risiko (d.h. die Volatilität) einer Aktienanlage, da das Abwärtsrisi-

7 7 Fokus Credit Suisse - Trends Institutional Monthly ko durch die erhaltene Prämie teilweise reduziert wird, während das Aufwärtspotenzial der Anlage beschränkt wird. Die Strategie lässt sich optimieren, indem den Markttrends, den Bewertungen und den Dividendenerwartungen Rechnung getragen wird. Die Umsetzung ist zentral Im Zuge des steigenden Interesses an diesem Konzept wurde auch seine Umsetzung zunehmend verfeinert. Heute gehen die besten Angebote über eine lediglich mechanistische Kombination eines zugrundeliegenden Aktienportfolios mit einem Options-Overlay hinaus. Vielmehr werden beide Komponenten für sich genommen optimiert, hinsichtlich der wechselseitigen Effizienz aufeinander abgestimmt und letztlich laufend überwacht. Finanzinstitute, die beide Komponenten (Management eines zugrundeliegenden Portfolios und Options-Overlay) anbieten können, verfügen über einen substanziellen Vorteil, und zwar nicht nur mit Blick auf die Performance (da sich der Anlageprozess wirklich integrieren und optimieren lässt), sondern auch aus operativer Perspektive. Solche Anbieter operieren kostengünstiger, was letztlich eine bessere Rendite und höhere Erträge für den Anleger bedeutet. Wenn die Strategie mit Total-Return-Swaps umgesetzt wird, kann sogar eine sehr raffinierte Version mit einem UCITS-konformen Vehikel und täglicher Liquidität angeboten werden. Dies räumt einen Hauptvorbehalt gegenüber vielen Anlagen mit zurzeit noch ansprechenden Renditen aus, nämlich ihren Mangel an Liquidität. Zusammenfassung Angesichts der in den letzten zehn Jahren äusserst akkommodativen Geldpolitik sind die Zinsen stark gesunken und die Ertragsströme versiegt, wodurch sich die Jagd nach Renditen intensivierte. Die Anleger wendeten sich in der Folge oft unkonventionellen Ertragsquellen zu, was letztlich jedoch mit einer reduzierten Liquidität, einem höheren Risiko oder beidem einherging. In Japan, wo sich die Anleger früher als der Rest der Welt mit niedrigen Zinsen konfrontiert sahen, wurden Strategien entwickelt, die der Nachfrage der Anleger nach laufenden Erträgen aus Aktienanlagen nachkommen. Nachdem High-Dividend-Strategien stark an Beliebtheit gewonnen haben, treiben wir diese Idee einen Schritt weiter: Eine Kombination renditestarker Vermögenswerte, wie z.b. Aktien mit hoher Dividende oder REITs, mit einem professionellen Overlay ermöglicht es, die Aktienerträge zu maximieren, wobei auf einen Teil des Aufwärtspotenzials verzichtet wird. Diese Strategie ist für Anleger interessant, die wiederkehrende Erträge wünschen. Im Gegensatz zu anderen renditestarken Strategien kann dieser Ansatz solche Erträge generieren, ohne dass dabei zusätzliche Liquiditätsrisiken eingegangen werden müssten. Dies erklärt seine weltweit gestiegene Beliebtheit. Das Ergebnis lässt sich auf unterschiedliche Art und Weise erzielen, sowohl mit sehr einfachen, mechanistischen Ansätzen als auch mit äusserst raffinierten und effizienten Versionen. Integrierte Finanzinstitute, die sämtliche Bereiche von der Aktienauswahl und der Vermögensverwaltung bis hin zur Ausstellung und Kalkulation von Optionen unter einem Dach anbieten können, verfügen über einen deutlichen Vorteil, wenn es darum geht, im Rahmen dieses Konzepts wirklich optimierte Lösungen anzubieten. ( ) Credit Suisse setzt auf Basis von asiatischen Aktien- und REIT-Portfolios Strategien mit Options-Overlays. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Ihren Relationship Manager.

8 8 Update Immobilien Credit Suisse - Trends Institutional Monthly Update Immobilien Anlagechancen mit nachhaltigen Immobilien Nachhaltige Immobilien bieten ein hohes Exposure gegenüber dem Thema Energie- und Ressourceneffizienz. Die Nachfrage nach Transparenz und Systematisierung in Bezug auf die Nachhaltigkeit von Immobilien nimmt zu. Roger Baumann COO & Head Sustainability of Real Estate Asset Management Andreas Wiencke Business Management & Sustainability Trend zu nachhaltigen Anlagegelegenheiten dauert an Die Nachfrage nach nachhaltigen Investments vonseiten institutioneller Anleger ist in den letzten zehn Jahren stark gestiegen. Das Volumen des Marktes für nachhaltige Anlagen in der Schweiz wird auf rund CHF 57 Mrd. geschätzt, und seine Wachstumsrate wird sich in den nächsten Jahren auf voraussichtlich rund 20% p.a. belaufen. Viele institutionelle Investoren haben sich einer nachhaltigen Anlagestrategie verschrieben und suchen daher nach Gelegenheiten für entsprechende Investments. Dieser Trend dürfte sich künftig noch verstärken. Credit Suisse verwaltet zurzeit auf Nachhaltigkeit fokussierte Vermögen im Umfang von CHF 7.3 Mrd. Hohes Exposure gegenüber dem Thema Energie- und Ressourceneffizienz Nachhaltige Immobilienanlagen reagieren äusserst sensibel auf Verbesserungen der Energie- und Ressourceneffizienz. Als Anlagegelegenheit für institutionelle Investoren tragen nachhaltige Immobilien substanziell zur Erreichung der globalen Emissionsreduktionsziele im Kampf gegen den Klimawandel bei. Mit Blick auf den operativen Aufwand von Unternehmen machen Immobilien rund 20% 30% der Geschäftskosten aus und werden damit lediglich von den Löhnen übertroffen. Gebäude gehören zu den grössten Verbrauchern natürlicher Ressourcen, und auf sie entfällt ein beträchtlicher Anteil der Treibhausgasemissionen, die für den Klimawandel verantwortlich sind. Darüber hinaus verursachen Gebäude 35% des globalen Primärenergieverbrauchs. Die Sensibilität gegenüber Verbesserungen der Ressourceneffizienz wird des Weiteren dadurch untermauert, dass 40% des weltweiten Rohstoffverbrauchs und mehr als 13% des Trinkwasserverbrauchs auf Immobilien entfallen. Eine Analyse des Energieverbrauchs nach Sektoren ergibt, dass 41% des globalen Energieverbrauchs auf das Konto von Immobilien gehen, während die Sektoren Industrie und Transport auf Anteile von 30% bzw. 29% kommen. Substanzielle Gelegenheiten in Immobilieninvestments Nachhaltige Immobilien oder sogenannte «grüne Gebäude» sind äusserst energieeffizient, stossen weniger Treibhausgase aus, produzieren weniger Abfall und verbrauchen weniger Wasser. Bis 2015 werden (wertmässig) 40% 48% der neuen Gewerbebauten grüne Gebäude sein. Dies entspricht einem Investitionsvolumen von rund CHF Mrd. Unter Berücksichtigung aller wirtschaftlichen Aspekte weist der Immobiliensektor das grösste Sparpotenzial auf. Er ist damit von grösster Bedeutung für die Erreichung der globalen Klimaschutzziele und für die nationalen Energiestrategien. Mit Blick auf die Erreichung der globalen Klimaschutzziele bieten energieeffiziente Gebäude Anlagegelegenheiten im Umfang von USD 300 Mrd. jährlich. Zudem wird damit gerechnet, dass sich dieses Investitionspotenzial positiv auf die Wirtschaft und die Beschäftigung auswirken wird. Abbildung 1: Steigende Nachfrage nach nachhaltigen Immobilien wird anhand der Anzahl der «Minergie»-zertifizierten Objekte in der Schweiz ersichtlich 35'000 30'000 25'000 20'000 15' ' ' Number of Minergie certified properties (kum.) Quelle: Minergie-Gruppe 2014, Credit Suisse Certified Space (Mill sqm kum.) Zunehmende Transparenz und Vergleichbarkeit von Immobilieninvestments Für viele Investoren ist eine hohe Transparenz Voraussetzung dafür, dass verschiedene Gelegenheiten in Immobilienanlagen miteinander verglichen werden können. Insbesondere mit Blick auf die Nachhaltigkeit gibt es grosse Unterschiede zwischen den regionalen Immobilienmärkten. Der Jones Lang LaSalle Sustainability Transparency Index bietet Richtlinien für die Auswahl geeigneter Märkte. Länder mit hoher Benotung in diesem Index weisen regelmässig die höchsten Transaktionsquoten von Immobilienanlagen auf, was für institutionelle Investoren entscheidend ist. Zur Verbesserung der Transparenz und der Vergleichbarkeit von Immobilien als Anlagekategorie wurden weltweit Qualitätslabels und Zertifikationssysteme geschaffen. Die international renommiertesten Labels sind «LEED» und «Energy Star» (USA), «BREEAM» (Grossbritannien), «DGNB» (Deutschland) und «Miner

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