Z.plus Serie Hinter den Kulissen. Was sich hinter Zertifikaten verbirgt und wie sie funktionieren. Januar Inhalt. Einleitung

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1 Inhalt 2 Einleitung 3 Entstehungsprozess von Zertifikaten 4 Strukturierung von Zertifikaten 6 Bausteine von Zertifikaten 8 Optionen und ihre Bedeutung 10 Preisbestimmende Faktoren bei Zertifikaten 12 Garantie-Papiere 14 Bonus-Papiere 16 Express-Papiere 18 All-Time-High-Papiere 20 Zusammenfassung Z.plus Serie Hinter den Kulissen Januar 2008 Was sich hinter Zertifikaten verbirgt und wie sie funktionieren

2 SEITE 2 Einleitung Serie hinter den kulissen Und: Wie ist es eigentlich möglich, mit Zertifikaten in jeder Marktsituation Gewinne zu erzielen? Anleger sollten nur in das investieren, was sie verstehen. Denn wer will schon die Katze im Sack kaufen? Deshalb informiert die HVB über ihre Finanzprodukte so verständlich und transparent wie irgend möglich. Und dazu ist es hilfreich, über den Hintergrund der Produkte und das Handwerkszeug der Emittentin zu berichten. Was Sie erwartet In der ersten Folge der Serie erfahren Sie auf der nächsten Seite etwas darüber, wie ein Zertifikat bei der HVB entsteht. Die kommenden Z.plus-Ausgaben behandeln dann die folgenden Themen: Was sich hinter Zertifikaten verbirgt Start der Z.plus Serie: Wie funktionieren die Finanzprodukte? Wie entstehen eigentlich Zertifikate, aus welchen Komponenten setzen sie sich zusammen und wie funktionieren sie? Fragen wie diese beantwortet die HVB mit der heute beginnenden Serie. Noch vor ein paar Jahren waren strukturierte Produkte, zu denen Zertifikate und strukturierte Anleihen gehören, vielen Privatanlegern völlig unbekannt. Inzwischen jedoch haben sie sich neben den Klassikern Aktien, Renten und Immobilien etabliert. Das beweist das derzeit investierte Anlagevolumen (»Open Interest«). Der deutsche Markt für strukturierte Produkte hat sich von Anfang 2005 bis Ende 2006 auf rund 110 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Aktuell liegt das Marktvolumen bei rund 120 Milliarden Euro und ein Ende des Booms ist nicht abzusehen. Kostbares Wissen Obwohl sich Zertifikate etabliert haben, wissen viele Privatanlegern immer noch nicht, wie sie im Detail funktionieren. Je mehr aber ein Anleger über eine Anlageklasse weiß, desto fundierter kann er seine Anlageentscheidungen treffen. Zwar ist es sinnvoll, sich von Experten beraten zu lassen. Doch letztlich ist der im Vorteil, der sich selbst ein Bild machen kann. Und genau diesen Nutzwert bietet Ihnen die HVB mit der heute startenden Serie»Hinter den Kulissen«. Das Wissen über Zertifikate und strukturierte Anleihen kann sich buchstäblich auszahlen. Denn gerade mit diesen Instrumenten ist es Anlegern möglich, individuellen Anlagestrategien und konkrete Ziele umzusetzen.»informierte Anleger können die Chancen von strukturierten Produkten optimal nutzen.«transparenz als Devise Birgit Lutzenberger HVB Zertifikate-Expertin Mit Zertifikaten finden Anleger je nach Chance- und Risikoprofil die passenden Papiere, die ihren individuellen Markterwartungen entsprechen. Ob bei steigenden, stagnierenden oder fallenden Kursen mit Zertifikaten können Anleger in jeder Marktlage Renditen erwirtschaften. Doch was verbirgt sich genau hinter einem Zertifikat? - Was genau bedeutet Produkt-Strukturierung und welche Rolle spielt dabei der Emittent? Warum kann ich mir nicht selbst ein Zertifikat bauen? - Aus welchen Einzelbausteinen setzen sich Zertifikate zusammen? - Was sind»optionen«und welche Faktoren beeinflussen den Preis der Zertifikate? - Woraus setzen sich Klassiker wie Bonus-, Express-, Power- und Garantie-Zertifikate zusammen? Wovon hängt deren Preisentwicklung während der Laufzeit ab? Service Sie finden die Serie interessant und verpassen eine Folge? Kein Problem, denn die HVB stellt die bereits im Z.plus erschienenen Folgen der neuen Serie auf ihrer Homepage zur Verfügung. Wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, etwas zu unserer neuen Serie»Hinter den Kulissen«anmerken möchten, sind Sie dazu herzlich eingeladen. Ob Lob, Tadel oder Anregung: Ihre Resonanz interessiert uns sehr! Und falls Sie Fragen haben, nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf. Denn darin liegt genau der Sinn und Zweck der Serie: Ihnen Antworten auf offene Fragen zu geben. weitere informationen Kontakt:

3 Die Wiege der HVB Zertifikate Von der Idee ins Anlegerdepot: So entstehen die Zertifikate der HypoVereinsbank Wir beginnen unsere neue Serie mit einem Blick hinter die Kulissen des Orts, an dem alle HVB Papiere ihren Anfang nehmen: die Handelsräume der Hypo- Vereinsbank in München. Rund 200 Mitarbeiter sind bei der HVB mit der Konzeption und Produktion von strukturierten Anlageprodukten beschäftigt. Sie arbeiten in großen Handelsräumen, die mit zahlreichen Monitoren und Hochleistungsrechnern bestückt sind. Kommunikation ist in diesem Beruf alles. Der Austausch der Mitarbeiter untereinander sowie mit Vertriebspartnern und Kunden ist das A und O bei der Entwicklung der Finanzprodukte. Genauso wichtig ist natürlich die Beobachtung der Entwicklungen an den einzelnen Finanzmärkten und das Erkennen von aktuellen Trends. Die Entstehung eines HVB Zertifikats lässt sich in drei Phasen einteilen: 1. Beratung In der Beratung sitzen die Ansprechpartner für Kundenberater und Vertriebspartner. Die Vertriebsmitarbeiter tauschen sich mit den Beratern darüber aus, welche Wünsche und Bedürfnisse Anleger haben. Die HVB bindet die Impulse bei der Ideenfindung mit ein und entwickelt die Idee weiter. 2. Konzeption Aufgabe der Konzeption ist es nun, aus diesen Ideen Finanzlösungen zu machen. Können bewährte Mechanismen wie beispielsweise der Bonus-Mechanismus auf die neue Idee angewendet oder müssen neue Wege gefunden werden? Welche Möglichkeiten gibt es, die gewünschten Ertrags- und Absicherungsmechanismen attraktiv zu gestalten? So werden Szenarien analysiert, um herauszufinden, welches Rendite-Risiko-Profil das Zertifikat mit Blick auf eine bestimmte Marktmeinung abbildet. 3. Produktion In der Produktion arbeiten Finanzmathematiker, Programmierer und Händler. Sie beobachten die Märkte, handeln mit Aktien und Optionen, bauen Zertifikate und integrieren sie in die Softwaresysteme. So berechnen Finanzmathematiker mithilfe komplexer Computerprogramme die Preise für die unterschiedlichen Zertifikate. Die Programmierer passen die komplexe Software an und integrieren die neuen Produkte in die Systeme. Die Händler stellen durch Finanzmarkt-Geschäfte sicher, dass die HVB ihren zugesicherten Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. So entstehen strukturiert e A n lageprodukte b e i d er H V B Aufsichtsbehörde In diesem Bereich werden die neuen Produkt ideen entwickelt. Kundenberater/ Vertriebspartner Beratung Konzeption Anleger An die Produktion gekoppelt sind die Bereiche»Backbook«und»Frontbook«. Im Backbook bestimmen und konsolidieren die Händler die sich aus den jeweiligen Produkten ergebenden Zahlungsverpflichtungen und Einzelrisiken. Das heißt: Neben der Kapitalrückzahlung muss die Emittentin zur Fälligkeit natürlich auch die Erträge zahlen, die das Auszahlungsprofil des Produkts dem Anleger zusichert. Um mögliche Risiken für die Bank abzudecken, sichert sich die Emittentin deshalb über so genannte Options- und Futures-Positionen ab. Details hierzu erwarten Sie in den nächsten Ausgaben von Z.plus. Im Frontbook organisieren und überwachen die Händler den Handel mit den HVB Zertifikaten an der Börse, bei Direktbanken und Vertriebspartnern. Schließlich wird das neue Produkt in die verschiedenen internen und externen Informations-, Handels- und Abrechnungssysteme eingebunden. Parallel dazu trägt die Emittentin alle Informationen für die Kunden zusammen, korrespondiert mit Genehmigungs- und Aufsichtsbehörden und fertigt ausführliche Produktinformationen an. Und erst, wenn alles aufeinander abgestimmt ist, kann die HVB das neue Zertifikat emittieren. Schnell und flexibel SEITE 3 Insgesamt dauert es nur wenige Tage bis aus einer Idee ein handelbares Zertifikat entstanden ist. Danach stellt die Bank laufend marktgerechte Kaufund Verkaufskurse. Der Anleger kann börslich oder außerbörslich somit jederzeit zum aktuellen Kurs Zertifikate kaufen und verkaufen. Damit greift er auf das geballte Know-how und die Abwicklungskompetenz der HypoVereinsbank zurück und das ist schon mit kleinen Anlagebeträgen möglich. Einleitung 1 Entstehung Ausblick Backbook Produktion Frontbook In der nächsten Z.plus-Ausgabe erfahren Sie, warum Zertifikate in jeder Marktsituation profitabel sein können und wie der Emittent es schafft, solche Finanzprodukte zu bauen. Weiterhin lesen Sie, welche Rolle die Emittentin übernimmt und warum es für den Anleger problematisch ist, selbst Zertifikate zu konstruieren. Die Grafik zeigt ein stark vereinfachtes Schema. Damit Sie den Ablauf noch besser überblicken können, haben wir die Bezeichnungen der Abteilungen vereinfacht.

4 SEITE 4 2 Struktur Serie Zertifikate sind Alleskönner. Mit den unterschiedlichen Zertifikate-Kategorien können Anleger in jeder Marktsituation profitieren. Das ist mit traditionellen Anlageklassen wie Aktien oder Anleihen nicht möglich. Immer wieder fragen Anleger kritisch, wie das eigentlich gehen soll, beispielsweise auch bei fallenden Kursen Geld zu verdienen. Das geschieht durch das»strukturieren«, wie es im Fachjargon heißt. Das Wort»Struktur«kommt aus dem Lateinischen (»structura«) und bedeutet so viel wie»zusammenfügung«. Die Banken kombinieren innerhalb des Mantels von Zertifikaten und strukturierten Anleihen gezielt verschiedene Komponenten, was die jeweiligen Auszahlungsprofile ermöglicht. Diese Kombinationen gewährleisten beispielsweise Mechanismen wie Sicherheitspuffer, Bonusschwellen oder überproportionale Teilnahme an Kurssteigerungen der Basiswerte. Wie ein Chamäleon seine Hautfarbe der Umwelt anpassen kann, können die Banken Zertifikate entsprechend einer ganz bestimmten Markterwartung ausrichten. So setzen beispielsweise Power-Zertifikate auf steigende Kurse, Express-Papiere auf stagnierende und Reverse-Papiere auf fallende Kurse. Ein weiterer Vorzug von vielen Zertifikaten: Woran verdient nun die Bank? Für die Dienstleistung, dem Kunden ein strukturiertes Finanzprodukt zusammenzuhinter den kulissen Intelligente Anpassungskünstler Kombination cleverer Mechanismen macht Zertifikate flexibel Sie bieten (Teil-)Absicherung gegen Kapitalverluste und vermindern so das Anlagerisiko.»Zertifikate sind moderne Finanzinstrumente, die sich dem Markt und auch den Anlegerbedürfnissen anpassen lassen.«birgit Lutzenberger HVB Zertifikate-Expertin Dividenden für die Struktur Wird das alles dem Anleger geschenkt? Nein, diese Mechanismen kosten Geld. Die Emittenten finanzieren sie mit den Dividenden der entsprechenden Basiswerte der Zertifikate. Während der Aktionär beispielsweise eine Dividende für die Aktie X erhält, verzichtet der Zertifikate-Anleger, der auf die gleiche Aktie setzt, darauf. Der Kunde tauscht also seinen Anspruch auf Dividendenzahlungen beispielsweise gegen Ansprüche auf Risikopuffer, Seitwärtsrenditen, teilweisen oder vollständigen Kapitalschutz. Im Gegenzug ist sein Investment zumeist weniger riskant als ein Direktinvest- ment oder beschert ihm beispielsweise Renditen in Seitwärtsmärkten. Dividenden als Finanzierungsinstrument legen somit das Fundament für jedes strukturierte Produkt. Damit ist auch die häufig gestellte Anlegerfrage zu beantworten, warum es nur sehr wenig strukturierte Zertifikate auf den DAX gibt. Denn der DAX ist ein Performance-Index, bei dessen Wertentwicklung die Dividenden mit einfließen und der Bank nicht zur Finanzierung der Strukturierung zur Verfügung stehen. Bei Preisindizes hingegen wie dem Dow Jones EURO STOXX 50 werden Dividenden nicht in die Berechnung mit einbezogen. Dargestellt wird hier lediglich der reine Kursverlauf der im Index enthaltenen Aktien. Die Dividenden stehen somit den Emittenten für die Finanzierung des Ertragsmechanismus zur Verfügung. Die Rolle der Bank Welche Rolle spielt der Emittent? Eine immer wieder geäußerte Vermutung ist, die Bank würde gegen den Anleger spekulieren und somit die Gegenposition einnehmen. Dem ist nicht so. Die Bank nimmt eine neutrale Position gegenüber der Marktentwicklung ein. Entscheidend für die Bank ist beim Geschäft mit den strukturierten Produkten das sogenannte Risiko-Management. Die Händler der Emittenten überwachen ständig die Positionen der Bank und sichern die Risiken mit Aktien- oder Optionsgeschäften ab. Der Fachjargon spricht dabei von»hedging«(vom englischen»to hedge«, absichern, begrenzen). Die Emittentin stellt damit sicher, dass sie den Zahlungsverpflichtungen aus dem Auszahlungsprofil nachkommen kann. Schließlich muss die Bank bei Fälligkeit des Zertifikats gegenüber dem Anleger eine Rückzahlung oder eine laufende Ertragszahlung leisten. Ob der Anleger mit seinem Zertifikat Geld gewinnt oder verliert, spielt zumindest finanziell für den Emittenten keine Rolle. Zugleich hat die Bank natürlich ein Interesse daran, dass der Anleger mit deren Zertifikaten Erfolg hat. Denn zufriedene Kunden kommen bekanntlich eher wieder als unzufriedene. Einleitung 1 Entstehung

5 SEITE 5 2 Struktur stellen, erhält die Bank vom Kunden Geld. Das heißt: Die Bank stellt ein Zertifikat zusammen und verlangt dafür einen etwas höheren Preis als die eigentliche Herstellung gekostet hat. Wie bei fast allen Wirtschaftsgütern kostet also die Produktion auch bei Zertifikaten Geld. Die Einzelbausteine Die Emittenten verwenden verschiedene Einzelbausteine, aus denen sie strukturierte Produkte zusammensetzen. Bei der Strukturierung von Zertifikaten werden Basiswerte wie Aktien oder Indizes mit verschiedenen Optionsarten kombiniert. Bei strukturierten Anleihen hingegen kommen Anleihen genauer gesagt so genannte Zero Bonds und verschiedene Optionen zum Einsatz. Durch die Einbindung der Anleihenkomponente sichert hier der Emittent die 100-prozentige Rückzahlung des Nominalwerts zum Laufzeitende ab. In der nächsten Folge der Serie erfahren Sie, aus welchen Gundbausteinen Klassiker wie Bonus-, Express-, Powerund Kapitalschutz-Zertifikate bestehen. Zertifikate selbst bauen? Die Konstruktionen der Zertifikate- Klassiker haben sich bewährt. Zugleich sind regelmäßig kritische Stimmen zu vernehmen, die Kostenstruktur sei nur schwer durchschaubar. Mancher Anleger mag sich fragen, ob er die strukturierten Pakete nicht selber schnüren und so die Kosten besser kontrollieren kann. Das mag bei sehr einfachen Strukturen wie etwa bei Index- oder Discount-Zertifikaten noch machbar sein. So kann der Privatanleger ein Index-Papier auf den DAX nachbilden, indem er alle 30 Aktien mit der entsprechenden Gewichtung kauft. Aber auch das ist problematisch. Die Aktien müssten gestückelt werden, um die richtige Gewichtung zu erhalten. Ein Beispiel: Die Aktie der Allianz ist im DAX mit 9,12 Prozent gewichtet. Folglich müsste der Anleger 9,12 Prozent seines Kapitals in diese Aktie investieren. Angenommen sein Gesamtkapital für die DAX -Anlage beträgt Euro, müsste der Anleger also 912 Euro für die Allianz-Papiere anlegen. Die Allianz-Aktie kostet derzeit etwa 163 Euro. (Stand: 22. Mai 2007) Das heißt: Der Anleger müsste 5,595 Aktien kaufen, um die Gewichtung exakt einzuhalten. Jedoch werden die Wertpapiere nur zu ganzen Stücken gehandelt. Und weiter: Der Anleger müsste alle 30 Aktien kaufen und später wieder verkaufen, was mit erheblichen Transaktionskosten verbunden wäre. Das wären 30 einzelne Geschäfte, die den Anleger allein schon viel Geld kosten und die Ertragschance erheblich schmälern würden. Mit dem Index-Zertifikat einer Bank kann der Anleger hingegen problemlos in einen Index wie den DAX investieren. Das Papier ermöglicht es Anlegern, 1:1 an der Entwicklung des Index teilzuhaben, ohne umständliche Gewichtungsberechnungen, Indexanpassungen und hohe Transaktionskosten. Der Nachbau von etablierten Klassikern wie etwa Bonus- und Express-Zertifikaten ist für Privatanleger jedoch nicht möglich. Der Grund hierfür liegt in der besonderen Art der Optionen, die hier verwendet werden: Es kommen keine so genannten Standardoptionen mehr zum Einsatz, die auch für Privatanleger an der Derivatebörse EUREX handelbar wären. Hier wird fast ausschließlich mit so genannten exotischen Optionen gearbeitet. Zwischen professionellen Finanzmarktteilnehmern, wie es beispielsweise die Emittenten sind, werden diese Optionsarten teilweise gehandelt. Das geschieht häufig außerbörslich. Es kommen jedoch auch Optionen zum Einsatz, die nicht gehandelt werden können. In diesen Fällen konstruiert der Emittent die Optionen synthetisch. Für Privatanleger hingegen sind exotische Optionen generell nicht handelbar. Emittenten haben so im Gegensatz zu Privatanlegern die Möglichkeit, für jeden Anlegertyp und jede Marktmeinung das entsprechende Zertifikat zu bauen. Dazu kommt, dass die meisten der Strukturen inzwischen so komplex sind, dass nur Fachleute in der Lage sind, die Zertifikate in ihre einzelnen Komponenten zu zerlegen. Dahinter stehen aufwändige finanzmathematische Modelle, die nur mit Hilfe erheblicher Rechnerkapazitäten umsetzbar sind. Der Anleger ist also gut beraten, sich auf das Know-how der Bank zu verlassen. Durch den enormen Wettbewerb der mehr als 35 konkurrierenden Zertifikate-Anbieter kann er außerdem Produkte vergleichen und sich für das seiner Meinung nach beste entscheiden. Ausblick Wie funktioniert die Strukturierung bei einzelnen Zertifikate-Typen? Und welche Einzelbausteine verwenden die Emittenten dabei im Einzelnen? Das erfahren Sie in der kommenden Z.plus- Ausgabe. Bereits erschienene Folgen der Serie»Hinter den Kulissen«stehen Ihnen auf der Zertifikate-Website der HVB zur Verfügung. weitere informationen Kontakt: Einleitung 1 Entstehung für j e de markterwa rt u n g gibt e s die e n t s prechende Z e rt i f i k at e - kat e g orie Kategorie Power-Zertifikate Index-Zertifikate Express-Zertifikate Bonus-Zertifikate Reverse-Zertifikate Favorit-Zertifikate Markterwartung für Kursverlauf - steigend - moderat steigend - steigend - moderat steigend - moderat steigend - stagnierend - moderat steigend - stagnierend - moderat fallend - fallend - moderat fallend - marktneutral Gesamtlaufzeit ca. 5 Jahre ohne Laufzeitbegrenzung ca. 4 Jahre + Chance auf vorzeitige Rückzahlung ca. 3-5 Jahre ca. 3-5 Jahre + Chance auf vorzeitige Rückzahlung ca. 3-5 Jahre + Chance auf vorzeitige Rückzahlung

6 SEITE 6 3 Bausteine Serie hinter den kulissen Papier mit Kapitalerhalt zurückzahlen kann. Damit tauscht der Anleger quasi seinen Anspruch auf Verzinsung gegen die Chance auf ein Plus an Erträgen und vollen Kapitalerhalt zum Laufzeitende. Die Rendite-Komponente Was macht die Bank mit den übrigen 17,81 Euro, die ihr zur Verfügung stehen? Das Geld investiert sie je nach Produkttyp in eine oder mehrere Optionskomponenten, die dem Anleger die Chance auf attraktive Erträge bieten. Einleitung 1 Entstehung 2 Struktur Auf die Bausteine kommt es an Anleihe und Zero-Strike-Call In der vergangenen Z.plus-Ausgabe haben wir darüber berichtet, dass Emittenten Zertifikate aus verschiedenen Komponenten zusammenfügen. Im Fachjargon nennt man das strukturieren. Doch wie funktioniert das und welche Bausteine werden dazu verwendet? Es gibt zwei Wege, Zertifikate zu strukturieren. Dabei ist zu unterscheiden, ob es sich um ein Produkt mit vollem Kapitalerhalt zum Laufzeitende handelt beispielsweise um ein Garantie-Zertifikat oder eine strukturierte Anleihe oder ob das Papier nicht kapitalgarantiert, also ein Teilschutz-Papier wie beispielsweise Bonus- oder Express- Zertifikate, ist. Zertifikate mit Kapitalerhalt Um den vollständigen Kapitalschutz bei den Produkten mit Kapitalerhalt zum Laufzeitende zu gewährleisten, investiert der Emittent den Großteil des Anlegereinsatzes in eine Anleihe, die am Laufzeitende genau den Nominalbetrag des Zertifikats oder der strukturierten Anleihe ausbezahlt. Diese Anleihe wird Nullkupon-Anleihe oder Zero Bond genannt. Sie schüttet während der Laufzeit keine Zinsen aus. Der Ertrag ergibt sich vielmehr durch einen Kurszuwachs bis zum Ende der Laufzeit, also der Differenz zwischen Rückzahlungs- und Kaufkurs. Der Kaufkurs liegt somit vor Laufzeitende unter dem Anleihenkurs, der bei Fälligkeit 100 Prozent entspricht. Der Kaufkurs eines Zero Bonds, auch Barwert genannt, lässt sich mit folgender Formel berechnen: Barwert=Nominalwert:(1+Zinssatz) Für einen Zero Bond mit einem Nominalwert von 100 Euro, einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Zinssatz von vier Prozent pro Jahr ergibt sich: 100 Euro:(1 + 4 %) 5 = 82,19 Euro. Aus der Differenz zum Nominalwert von 100 Euro resultiert somit nach fünf Jahren ein Ertrag von exakt 17,81 Euro. Das entspricht quasi der Verzinsung und bedeutet im Umkehrschluss, der Wert der Nullkupon-Anleihe beträgt zum Laufzeitbeginn 100 Euro minus 17,81 Euro = 82,19 Euro. Die Garantie-Komponente Laufzeit Und genau diese 82,19 Euro investiert der Emittent in die Nullkupon-Anleihe, damit er nach fünf Jahren exakt 100 Euro zurückerhält und so dem Anleger in jedem Fall den Nominalwert für sein Generell gilt: Je höher der aktuelle Zinssatz und je länger die Laufzeit, desto geringer ist durch die Abzinsung der Wert der Nullkupon-Anleihe zu Beginn der Laufzeit. Und: Je geringer der Wert der Anleihe, desto mehr Geld bleibt dann für die Optionskomponenten übrig. Das heißt wiederum: Je höher der Zinssatz und je länger die Laufzeit, desto höher ist der Betrag, der für den Kauf von Optionskomponenten zur Verfügung steht.»mithilfe der Bausteine bieten Emittenten den Anlegern vielfältige Auszahlungs- und Chance-Risiko- Profile an.«teilschutz-zertifikate Birgit Lutzenberger HVB Zertifikate-Expertin Grundlage der meisten Teilschutz-Zertifikate hingegen sind Optionen, die den Kursverlauf der Basiswerte, wie etwa Aktien und Indizes, abbilden. Die Bank stellt die Entwicklung des Basiswerts häufig mit einem so genannten Zero-Strike-Call dar. Der Wert des Zero- Strike-Calls ist der Wert der Aktie abzüglich der abgezinsten erwarteten Dividenden, denn mit dem Zero-Strike- Call ist kein Anspruch auf Dividenden verbunden. Ein Beispiel: Ein Teilschutz-Zertifikat setzt auf die Siemens-Aktie als Basiswert. Angenommen, der Kurs beträgt 100 Euro und die für ein Jahr abgezinste erwartete Dividende 1,50 Euro. Die Bank kauft in dem Fall den

7 SEITE 7 3 Bausteine Zero-Strike-Call auf die Siemens-Aktie mit einjähriger Laufzeit für 98,50 Euro (100 Euro - 1,50 Euro). In einem Jahr hat die Bank mit dieser Call-Option das Recht, die Aktie zum vereinbarten Basispreis von null Euro (Zero) zu kaufen. Die Aktien sind jedoch kein»geschenk«. So lag der Preis der Option nahe dem tatsächlichen Kurs der Aktie zum Kaufzeitpunkt eben bereinigt um die abgezinste, erwartete Dividende. Durch den Verzicht auf Dividendenzahlungen ist der Zero-Strike-Call billiger als die Aktie. Mit einem Zero-Strike- Call nimmt der Anleger somit zum Laufzeitende 1:1 an Kursbewegungen nach oben und unten teil. Von den Dividenden bezahlt der Emittent dann die Optionen, mit deren Hilfe die Ertragsund Absicherungsprofile der Zertifikate gestaltet werden. Somit tauscht der Anleger die Dividenden, die ihm bei einem direkten Aktieninvestment zustehen würden, gegen die Sicherheits- und Ertragsausstattungen der entsprechenden Zertifikate. Kapitalerhalt vs. Teilschutz Bei beiden Produkt-Kategorien tauschen Anleger ihre Ertragsansprüche gegen ein besonderes Plus: Bei der Wahl von Papieren, die Kapitalerhalt bieten, verzichten Anleger auf Zinszahlung zugunsten des Kapitalschutzes am Laufzeitende und der Chance auf ein Plus an Ertrag. Entscheiden sich Anleger für Teilschutz-Papiere, tauschen sie ihren Dividendenanspruch für ein marktnahes Investment mit der Chance auf ein Mehr an Ertrag, erwerben damit aber keine vollständige Kapitalabsicherung. Wie viel für die Chance auf Mehrertrag verwendet werden kann, hängt also bei Produkten mit Kapitalerhalt im Wesentlichen vom aktuellen Zinsniveau bei Anleihen und bei Teilschutz-Produkten hauptsächlich vom Dividendenniveau bei den Basiswerten des Zero-Strike- Calls ab. Jeder Anleger kann je nach individuellem Chance-Risiko-Profil das passende Papier wählen, das zu seiner Markterwartung und zu seiner Risikoneigung passt. Wichtig ist für ihn dabei zu wissen, dass sich die verschiedenen Produkt-Kategorien in einem Anleger- Portfolio nicht gegenseitig ausschließen. Im Gegenteil, sie können sich vielmehr ergänzen und für ein ausgewogenes Depot sorgen. Lineare Zertifikate Während bei strukturierten Zertifikaten und Anleihen die Dividenden und Zinsen für die Strukturierung verwendet werden, können sie bei linearen Zertifikaten bekannter als Index-Zertifikate dem Anleger zugutekommen. Das ist dann der Fall, wenn Anleger mit einem linearen Zertifikat auf einen Performance-Index setzen, wie beispielsweise den Deutschen Aktienindex (DAX ). Denn hier werden die Dividenden in den Index miteingerechnet. Preis-Indizes hingegen bilden lediglich die Kursentwicklung der Aktien ohne Dividendenanrechnung ab. Ein prominentes Beispiel für einen Preis-Index ist der Dow Jones EURO STOXX 50. Die passende Kategorie Welche Zertifikate-Kategorie der Anleger schließlich bevorzugt, hängt von seinen Anlagebedürfnissen und nicht zuletzt von der Marktmeinung ab, die er über den jeweiligen Basiswert hat. Zertifikate sind flexible Finanzinstrumente. Anleger können für jede Marktsituation das passende Produkt wählen. ZUM THEMA Finanzierung der Optionen Warum setzen strukturierte Zertifikate in der Regel auf Aktien mit hohen Dividendenrenditen? Erstens: Je höher die erwartete Dividendenausschüttung ist, desto mehr Geld kann in die Sicherungs- und Ertragsmechanismen der Produkte investiert werden. Zweitens: Eine hohe Dividende gilt als Merkmal für Substanz und eine gute Geschäftsentwicklung der betreffenden Gesellschaften. Unternehmen, die kontinuierlich hohe Dividenden zahlen, stellen ihre Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis. In der Vergangenheit haben sich viele Aktien, die nach diesem Verfahren ausgewählt wurden, stabiler und besser entwickelt als der Gesamtmarkt. Ausblick Was sind eigentlich genau»optionen«und welche Grundarten gibt es? In der nächsten Z.plus-Ausgabe erfahren Sie mehr über die Finanzinstrumente, die als Hauptbestandteil strukturierter Produkte fungieren. weitere informationen Kontakt: Einleitung 1 Entstehung 2 Struktur Nullkupon-Anleihe: Einfluss von Zinssatz und Restlaufzeit Kurswert in % Zinssatz 3 % Zinssatz 4% Zinssatz 5% Laufzeit 5 J. 4 J. 3 J. 2 J. 1 J. Laufzeitende Je höher der Zinssatz und je länger die Laufzeit einer Nullkupon-Anleihe, desto niedriger ist der Kurs der Anleihe zu Beginn der Laufzeit. Bei einer Nullkupon-Anleihe mit einem Zinssatz von vier Prozent und einer fünfjährigen Laufzeit beträgt der Kaufkurs rund 82 Prozent. Zum Ende der Laufzeit beträgt der Kurs 100 Prozent.

8 Serie Optionen: Über Calls und Puts Welche Rolle Sie bei Zertifikaten spielen In der vergangenen Ausgabe berichteten wir über die Hauptbestandteile von strukturierten Produkten. Dabei wurde deutlich, dass Emittenten die Finanzprodukte unter anderem mithilfe von verschiedenen Optionsarten konstruieren. Doch was genau sind Optionen und warum sind sie so wichtig für die Konstruktion von Zertifikaten? Der Käufer einer Option erwirbt das Recht, einen Basiswert, beispielsweise eine Aktie, zu einem im Voraus vereinbarten Preis und Termin zu kaufen oder zu verkaufen. Dafür zahlt er eine Optionsprämie. Die Erfüllung eines Termingeschäfts liegt in der Zukunft und tritt somit eine bestimmte Zeit nach Vertragsabschluss in Kraft. Optionen sind so genannte bedingte Termingeschäfte.»Bedingt«bedeutet, dass der Käufer der Option das Recht erwirbt, den Basiswert zu kaufen oder zu verkaufen. Er ist jedoch nicht dazu verpflichtet. Falls ein Investor seine Option nicht ausübt, verfällt sie und der Verlust beschränkt sich auf die gezahlte Optionsprämie. Während der Käufer einer Option also die freie Wahl hat, die Option auszuüben oder nicht, muss der Options-Verkäufer dem Wunsch des Options-Käufers in jedem Fall nachkommen. Der Verkäufer hat somit die Pflicht und nicht das Recht die Bedingungen der Option zu erfüllen, sofern der Käufer es wünscht. hinter den kulissen Darüber hinaus gibt es»unbedingte Termingeschäfte«, beispielsweise sogenannte Futures. Hier kann sich weder der Käufer noch der Verkäufer aussuchen, ob er das Geschäft erfüllen will oder nicht, beide müssen es tun. Long-Call Eine Kaufoption bezeichnet man als Call. Der Kauf eines Calls (»Long-Call«) umfasst das Recht, einen Basiswert zu einem im Voraus bestimmten Preis (= Basispreis, englisch: strike) und Termin zu kaufen. Damit setzt der Anleger auf steigende Kurse. Ein Beispiel: Die Aktie X hat einen aktuellen Kurs von 100 Euro. Der Anleger kauft einen Call, mit dem er das Papier in einem Jahr zu 105 Euro kaufen darf. Für den Call bezahlt er eine Optionsprämie von 2 Euro. Der Kurs der Aktie steigt in einem Jahr auf 110 Euro. Der Anleger übt seine Option aus und kauft die Aktie für 105 Euro, um sie dann für 110 Euro zu verkaufen. Sein Gewinn beträgt 110 Euro (Kurs zum Fälligkeitstag) minus 105 Euro (Basispreis) minus 2 Euro (Optionsprämie), per Saldo also 3 Euro. Mit einem Call kann der Investor erst einen Gewinn erzielen, wenn der Kurs des Basiswerts über dem Break-Even steht. Das ist der Kurs, bei dem der Anleger aus der Verlust- in die Gewinnzone kommt. In dem Beispiel berechnet sich der Break-Even so: 105 Euro Basispreis plus 2 Euro Optionsprämie = 107 Euro. Steht die Aktie am Ausübungstag über 107 Euro, erzielt der Anleger einen Gewinn. Notiert sie zwischen 105 und 107 Euro, kann er seinen Verlust durch die Ausübung minimieren. Bei einem Kurs unter 105 Euro ist es sinnvoll, die Option verfallen zu lassen. Short-Call Anders verhält es sich beim Verkauf eines Calls (»Short-Call«). Der Verkäufer dieser Position wird auch Stillhalter genannt, da er der passive Vertragspartner ist. Er wartet, ob der Käufer der Option sein Recht ausübt oder nicht. Seine maximale Einnahme beziffert sich aus der Höhe der Optionsprämie. Sie vereinnahmt er in jedem Fall. Sein Verlust hingegen ist theoretisch unendlich, da der Basiswert einen unendlich hohen Wert erreichen kann, sich der Stillhalter aber zum Verkauf zum Basispreis verpflichtet hat. Der Verkäufer eines Calls erwartet somit seitwärts tendierende Kurse im Gegensatz zum Käufer eines Calls, der auf steigende Kurse setzt. Der in Folge 3 der Serie vorgestellte Zero-Strike-Call fällt in die Kategorie der Call-Optionen. Er ist nichts anderes als eine Kaufoption mit dem Basispreis 0, die zum Laufzeitende 1:1 die Entwicklung des Basiswerts abbildet. Der Käufer der Option hat das Recht, den Basiswert für 0 Euro zu kaufen. Er hat aber bereits beim Kauf der Option den Aktienwert abzüglich der Dividenden als Optionsprämie bezahlt. Terminmärkte SEITE 8 Viele Investoren unterschätzen die Möglichkeiten, an Terminmärkten Risiken abzusichern oder zu begrenzen. Was viele Anleger nicht wissen: Mit Terminmarktgeschäften können sowohl spekulative als auch konservative Strategien verfolgt werden. Übrigens sind Terminmärkte keine Erfindung des modernen Finanzmarkts. Sie werden seit langem schon in der Landwirtschaft eingesetzt. Einleitung 1 Entstehung 2 Struktur 3 Bausteine 4 Optionen Kauf eines Calls (Long-Call) und Verkauf eines Calls (Short-Call) Gewinn/Verlust in Euro 5 4 LONG-CALL BE (OP) B SHORT-CALL Euro Kurs Aktie X in Euro Gewinnzone Verlustzone OP Optionsprämie B Basispreis BE Break-Even Die Grafik bezieht sich auf die Beispiele für die Call-Szenarien bei Ausübung der Option. Steht die Aktie X (= Basiswert) bei 107 Euro (Break- Even), so verlässt der Käufer eines Calls die Verlustzone. Bei einem Stand von 110 Euro erzielt er einen Gewinn von 3 Euro. Der Verlust bei einem Long-Call ist auf die gezahlte Optionsprämie begrenzt. Beim Verkauf eines Calls ist der Gewinn dagegen auf die Optionsprämie begrenzt. Der Verlust hingegen ist theoretisch unbegrenzt.

9 Long-Put ein Newsletter der HypoVereinsbank Eine Verkaufsoption bezeichnet man als Put. Der Kauf eines Puts (»Long- Put«) beinhaltet das Recht, einen Basiswert zu einem im Voraus bestimmten Preis zu verkaufen. Damit setzt der Anleger auf fallende Kurse. Ein Beispiel: Die Aktie X hat einen aktuellen Kurs von 100 Euro. Der Anleger kauft einen Put, mit dem er das Papier in einem Jahr für 95 Euro verkaufen darf. Die Optionsprämie beträgt 2 Euro. Der Kurs der Aktie fällt nach einem Jahr auf 90 Euro. Der Anleger erwirbt das Papier zu diesem Preis und übt anschließend seine Option aus, die Aktie für 95 Euro zu verkaufen. Sein Gewinn beträgt abzüglich der Prämie 3 Euro (95 Euro Basispreis minus 90 Euro Kurs zum Fälligkeitstag minus 2 Euro Optionsprämie). Bei einem Put muss der Kurs des Basiswerts unter den Break-Even fallen, damit der Investor Gewinne erzielt. Der Break-Even berechnet sich in diesem Beispiel aus der Differenz zwischen dem Basispreis von 95 Euro und der Optionsprämie von 2 Euro. In dem Beispiel muss der Kurs der Aktie also unter 93 Euro fallen. Notiert die Aktie zwischen 93 und 95 Euro kann der Anleger durch Ausübung seinen Verlust wieder minimieren. Ab einem Kurs über 95 Euro, kann er die Option verfallen lassen und sein Verlust ist auf die Höhe der Optionsprämie von 2 Euro begrenzt. Short-Put Der Verkäufer eines Puts (»Short-Put«) hingegen ist zur Abnahme des Basiswerts zu den vereinbarten Konditionen verpflichtet, wenn der Käufer eines Puts die Option ausübt. Dafür vereinnahmt er in jedem Fall die Optionsprämie. Das ist gleichzeitig sein maximaler Gewinn. Wie auch beim Verkauf eines Calls, geht der Verkäufer eines Puts von seitwärts tendierenden Kursen aus. Wie eine Versicherung Anleger können auch Papiere, die bereits in ihrem Depot sind, mit dem Kauf einer Put-Option gegen fallende Kurse absichern. Ist der Börsenkurs unter den Basispreis gefallen, kann der Käufer eines Puts die Papiere zum vereinbarten Preis an den Verkäufer der Put- Option geben. Mit dem Kauf eines Puts können sich Anleger so quasi»mindestverkaufskurse«sichern. Im Prinzip funktioniert ein Put wie eine Versicherung. Der Käufer eines Puts nimmt die Stellung eines Versicherungsnehmers ein, der sich mit der Option gegen fallende Kurse absichert. Er zahlt dafür eine Art Versicherungsprämie, nämlich die Options-Prämie. Der Verkäufer eines Puts nimmt quasi die Position der Versicherungsgesellschaft ein und sorgt im Fall der Fälle für den Ausgleich des»schadens«. Dafür streicht er die Prämie ein. Vier Grundgeschäftsarten Zusammenfassend gibt es also vier Grundgeschäftsarten bei Optionen: - Long-Call (Kauf einer Kaufoption) - Short-Call (Verkauf einer Kaufoption) - Long-Put (Kauf einer Verkaufsoption) - Short-Put (Verkauf einer Verkaufsoption)»Long gehen«bedeutet in der Börsensprache, Werte zu kaufen,»short gehen«, Werte zu verkaufen. Für alle vier Varianten gilt, dass weder Käufer noch Verkäufer der Optionen einen Anspruch auf Dividenden haben. Auszahlungsprofile Emittenten nutzen die Funktionen von Optionen und verwenden sie bei der Zusammenstellung der strukturierten Produkte. So sind die meisten Auszahlungsprofile erst über den Einsatz von Optionen möglich. Das ermöglicht Erträge bei steigenden, fallenden oder seitwärts verlaufenden Kursen. Calls und Puts sind die einfachsten Beispiele für Optionen und werden als Standardoptionen bezeichnet. Inzwischen verwenden Emittenten häufig auch sogenannte exotische (komplexere) Optionen, mit denen die Anlegerbedürfnisse erfüllt werden. Die Zahl der Einsatzmöglichkeiten und Kombinationen ist dabei sehr groß. Der Hebeleffekt Mit Optionen können Anleger überproportional an Kursveränderungen des Basiswerts teilnehmen. Das wird als Hebeleffekt (englisch: leverage) bezeichnet. Der Hebel zeigt an, in welchem Verhältnis eine Option die entsprechende Kursbewegung nachvollzieht. In den Call- und Put-Beispielen macht der Anleger einen Gewinn von 3 Euro, das sind 150 Prozent seines Kapitaleinsatzes von 2 Euro. Ein Aktien-Anleger hätte in dem Szenario, bei dem die Aktie von 100 auf 110 Euro steigt, 10 Euro Gewinn gemacht. Das sind»nur«10 Prozent seines Kapitaleinsatzes von 100 Euro. Der Call-Käufer erzielt hingegen prozentual gesehen den 15fachen Gewinn des Aktienkäufers, dies ergibt einen Hebel von 15. So ist es möglich, mit geringem Kapitaleinsatz große Erträge zu erzielen. Andererseits: Sollte sich der Kurs nicht wie gewünscht entwickeln, verzichtet der Anleger auf die Ausübung der Option und seine Investition, die Optionsprämie, ist komplett verloren. Ausblick In der nächsten Z.plus-Ausgabe lesen Sie, welche wesentlichen Faktoren die Optionspreise und somit die Zertifikatepreise beeinflussen. weitere informationen SEITE 9 Kontakt: Einleitung 1 Entstehung 2 Struktur 3 Bausteine 4 Optionen Kauf eines Puts (Long-put) und Verkauf eines Puts (Short-Put) Gewinn/Verlust in Euro 5 4 LONG-PUT BE (OP) SHORT-PUT B Euro Kurs Aktie X in Euro Gewinnzone Verlustzone OP Optionsprämie B Basispreis BE Break-Even Die Grafik bezieht sich auf die Beispiele für die Put-Szenarien bei Ausübung der Option. Steht die Aktie X (= Basiswert) bei 93 Euro (Break- Even), so verlässt der Käufer des Puts die Verlustzone. Bei einem Stand von 90 Euro hat er einen Gewinn von 3 Euro. Der Verlust bei einem Long-Put ist auf die gezahlte Optionsprämie begrenzt. Beim Verkauf eines Puts ist der Gewinn dagegen auf die Optionsprämie begrenzt. Der Verlust hingegen ist theoretisch unbegrenzt.

10 SEITE 10 5 Faktoren Serie hinter den kulissen die erwartete Schwankungsbreite in der Zukunft. Da bei Optionen der Kurs des Basiswerts sowie Laufzeit, Zinsen und Basispreis bekannt sind, können Experten über ein Optionspreismodell die implizite Volatilität aus den gehandelten Optionspreisen ableiten. Ein bekanntes Barometer für die Volatilität des DAX ist der VDAX-NEW der Deutschen Börse, der die erwartete Schwankungsbreite des DAX in den folgenden 30 Tagen abbildet. 4 Optionen 3 Bausteine 2 Struktur Der Wert der Zertifikate Über die Faktoren, die den Preis der Papiere bestimmen»wovon hängt die Preisentwicklung meines Zertifikats während der Laufzeit ab?«so mancher Anleger mag sich diese wichtige Frage stellen. Die Antwort fällt etwas länger aus. Wie das eben bei komplexen Zusammenhängen ist, lautet der erste Satz: Das hängt von mehreren Faktoren ab. Wie in der vergangenen Folge unserer Serie beschrieben, arbeiten Emittenten bei der Zertifikate-Konstruktion mit Optionsstrukturen, die Anlegern Erträge und Teilabsicherungen bieten können. (Lesen Sie dazu auch die Folge der vergangenen Ausgabe zum Thema»Optionen«.) Wie viel das Zertifikat wert ist, hängt vom Wert der in den Papieren enthaltenen Optionen ab. Wovon hängen aber nun die Preise der Optionen ab? Es gibt fünf Hauptfaktoren, die Optionspreise beeinflussen: der Basiswert, die Volatilität, die Zinsen, die Dividenden und die Restlaufzeit. Der Basiswert Der wichtigste Einflussfaktor für Optionspreise ist der jeweilige Basiswert der Option. Für die Call-Option (Kaufoption) gilt: Steigt der Kurs des Basiswerts, dann gewinnt auch der Call an Wert. Denn der sogenannte»innere Wert«der Option nimmt zu. Dieser ergibt sich bei Call-Optionen aus der Differenz zwischen dem Kurs des Basiswerts und dem Ausübungspreis. Der innere Wert einer Call-Option kann jedoch nie kleiner als Null werden. Fällt der Kurs des Basiswerts hingegen, nimmt der innere Wert der Call-Option ab, die Option verliert an Wert. Bei der Put-Option (Verkaufsoption) ist es genau umgekehrt: Der Käufer setzt auf fallende Märkte. Der innere Wert ergibt sich aus der Differenz von Ausübungspreis und Kurs des Basiswerts. Der Wert der Put-Option nimmt somit bei fallendem Basiswert zu, bei steigendem Basiswert hingegen verliert er an Wert. Die Volatilität Die Schwankungsfreudigkeit eines Basiswerts nennt man Volatilität. Sie hat sich an der Börse als ein wichtiges Risikomaß durchgesetzt. Neben dem Basiswert hat sie den größten Einfluss auf die Optionspreise. Die Experten unterscheiden zwischen historischer und impliziter (erwarteter) Volatilität: Die historische Volatilität ist das Maß für die Schwankungsbreite in der Vergangenheit. Diese Kennzahl wird aus historischen Kursverläufen berechnet. Die implizite Volatilität ist ein Maß für Wie beeinflusst die Volatilität den Preis einer Standard-Option? Steigt die Schwankungsbreite, steigt auch der Preis. Bei einem Call besteht durch die größere Schwankungsintensität eine größere Chance, dass der Kurs des Basiswerts stärker nach oben ausschlägt und der Call am Ausübungstag eine höhere Rendite erzielt. Der Wert des Puts steigt ebenfalls bei einer erwarteten steigenden Volatilität. Mit einer starken Schwankungsbreite steigt auch die Chance, dass der Kurs des Basiswerts nach unten ausschlägt und somit der Put am Ausübungstag mehr wert ist. So steigt also sowohl der Wert des Calls als auch der des Puts bei steigender Volatilität. das Black-Scholes-Modell Fischer Black und Myron Scholes entwickelten 1973 ein mathematisches Modell zur Berechnung von Optionspreisen. Das sogenannte Black-Scholes- Modell gilt als Meilenstein der Finanzwirtschaft. Es besagt unter anderem: Der faire Preis einer Option ist derjenige, bei dem sich Gewinn- und Verlustwahrscheinlichkeit genau die Waage halten. Die Formel berücksichtigt die fünf wichtigsten Faktoren für den Optionspreis: den Kurs des Basiswerts, die Volatilität, die Zinsen, die Dividenden und die Restlaufzeit. Neben den beiden Wirtschaftswissenschaftlern war auch Robert Merton an der Ausarbeitung der Formel beteiligt erhielten Scholes und Merton dafür den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften, Fischer Black war zu der Zeit bereits verstorben. 1 Entstehung Einleitung

11 SEITE 11 5 Faktoren Die Zinsen Der Käufer eines Calls muss zunächst nur die Optionsprämie bezahlen und nicht den vollen Preis für den Basiswert, den er erst bei Ausübung der Option kauft. Bis zur Ausübung kann der Käufer den restlichen Betrag fest anlegen. Diesen Vorteil bekommt der Käufer jedoch nicht umsonst. Er muss dem Verkäufer des Calls der bereits in den Basiswert investiert hat, um ihn zur Verfügung zu stellen einen Preisaufschlag bezahlen. Je höher der Marktzins, desto größer ist der Vorteil für den Käufer und desto teurer wird auch der Call. Daraus folgt: Steigende Zinsen führen zu höheren Call-Optionspreisen. Bei Puts ist es genau umgekehrt. Der Käufer eines Puts verkauft seinen Basiswert erst zum Ausübungstag. Das während der Laufzeit an den Basiswert gebundene Kapital kann er also nicht zinsbringend anlegen. Im Gegenzug bekommt der Käufer eines Puts dafür einen Preisabschlag. Das heißt: Steigende Zinsen führen zu sinkenden Put- Optionspreisen. Die Dividenden Bei der Dividendenzahlung schüttet eine Aktiengesellschaft einen Teil ihres Gewinns an die Anteilseigner (Aktionäre) aus. Am Ausschüttungstag verringert sich dann der Preis der Aktie um den Betrag der pro Aktie ausgezahlten Dividende. Je höher die Dividende, desto höher der Kursabschlag der Aktie an diesem Tag. Wie beschrieben, verliert ein Call bei fallenden Kursen an Wert der Put hingegen steigt. Daraus folgt: Steigende Dividenden führen zu sinkenden Call-Optionspreisen, fallende Dividenden führen dagegen zu steigenden Call-Optionspreisen. Bei Puts ist es nun wieder umgekehrt: Steigende Dividenden führen zu fallenden Kursen und damit zu steigenden Put-Optionspreisen. Fallende Dividenden bewirken genau das Gegenteil: Sie führen zu fallenden Put-Optionspreisen. Die Restlaufzeit Auch die Restlaufzeit einer Option hat Einfluss auf ihren aktuellen Wert: Je geringer die Restlaufzeit einer Option, desto kleiner ist die Wahrscheinlichkeit, dass es noch zu starken Kursschwankungen sowohl nach oben als auch nach unten kommt. Eine sinkende Restlaufzeit führt somit tendenziell zu sinkenden Call- und Put-Optionspreisen. Zusammenhänge verstehen Wie Sie sehen, hängt die Entwicklung der Optionspreise von einer ganzen Reihe von Faktoren ab. So wird auch verständlich, warum sich viele strukturierte Zertifikate nicht immer im Einklang mit ihrem Basiswert bewegen. Die unterschiedlichen Einflussgrößen können sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken oder abschwächen. Das Auszahlungsprofil der Papiere bezieht sich jedoch immer auf das Ende der Laufzeit. Der Anleger sollte sich unterm Strich auch darauf konzentrieren, welches Auszahlungsprofil zum Ende der Laufzeit zu Buche steht. Es ist jedoch für Anleger hilfreich, grundsätzlich nachvollziehen zu können, welche Einflüsse in welcher Form auf Optionen und somit auf die Zertifikate während der Laufzeit einwirken. Ausblick In der nächsten Z.plus-Ausgabe lesen Sie, aus welchen Komponenten kapitalgarantierte Zertifikate und strukturierte Anleihen bestehen und wie Markteinflüsse auf deren Preise wirken. weitere informationen Kontakt: optionen: Standard oder exotisch Die Wirkung der aufgeführten Einflussfaktoren bezieht sich auf die sogenannten Standard-Optionen. Das sind»einfache«calls und Puts, bei denen der Halter das Recht hat, einen Basiswert zu einem vereinbarten Preis an einem künftigen Termin zu kaufen oder zu verkaufen (wir berichteten in der vergangenen Folge»Optionen«). Neben den Standard-Optionen gibt es sogenannte exotische Optionen. Sie besitzen im Allgemeinen kompliziertere Auszahlungsstrukturen. So kann bei einer exotischen Option zum Beispiel die Auszahlung nicht nur vom Kurs des Basiswerts bei Fälligkeit abhängen, sondern von dessen Kursverlauf während der gesamten Laufzeit. Das ist etwa bei sogenannten Downand-Out-Put-Optionen der Fall, die beispielsweise bei der Konstruktion von Bonus-Zertifikaten verwendet werden. Berührt oder unterschreitet der Basiswert die festgelegte Barriere, verfällt die Option, die Anlegern in sich seitwärts bewegenden und moderat fallenden Märkten Renditen sichern kann. Steigt nun beispielsweise die Volatilität, steigt auch das Risiko, dass die Barriere gerissen wird und der Downand-Out-Put verfällt. Mit steigender Volatilität verliert dieser Put (=exotische Option) also an Wert. Im Gegensatz zum Standard-Put, bei dem eine starke Schwankungsbreite für einen steigenden Preis sorgt. Denn hier gilt stets die Regel: Steigt die Wahrscheinlichkeit für fallende Märkte, steigen auch die Preise der Standard-Puts. Einleitung 1 Entstehung 2 Struktur 3 Bausteine 4 Optionen Preisbeeinflussende Faktoren Veränderung eines Faktors Einfluss auf den Preis eines Calls Einfluss auf den Preis eines Puts Basiswert implizite Volatilität Zinsen Dividenden Restlaufzeit Bei einer negativen Veränderung des jeweiligen Faktors verkehrt sich auch der Einfluss auf den Preis der Calls oder Puts ins Gegenteil.

12 Serie hinter den kulissen SEITE 12 6 Garantie-Papiere Hundert Prozent sicher Wie Emittenten bei Garantie-Papieren das AnlageKapital sichern Über die Funktion von Kapitalschutz- Produkten, aus welchen Komponenten sie sich zusammensetzen und welche Markteinflüsse den Preis während der Laufzeit bestimmen. Garantie-Papiere sind nach wie vor die Favoriten der Privatanleger. Der überwiegende Teil des 135 Milliarden Euro großen Marktvolumens ist laut Derivate Forum in diese Kategorie investiert. Garantie-Papiere liegen mit rund 33 Prozent an erster Stelle noch vor Teilschutz- und Bonus-Zertifikaten mit etwa 21 Prozent. Ganz klar, der Grund für die Beliebtheit ist die 100%ige Absicherung gegen Verluste und die Chance, eine höhere Rendite zu erzielen als mit festverzinslichen Anlagen. Zwei konkrete Beispiele veranschaulichen die Zusammensetzung dieser Papiere. Das Garant-Zertifikat Das HVB Garant Zertifikat (WKN HV2CDA) setzt auf den Dow Jones EURO STOXX 50. Maßgeblich für die Rückzahlung zum Laufzeitende ist die Entwicklung des europäischen Börsenbarometers seit Auflage. Ist sie nach der gut fünfjährigen Laufzeit positiv, erhalten Zertifikate-Anleger den Nominalbetrag und zusätzlich die positive Kursentwicklung zurückgezahlt. Liegt der Wert dagegen unter dem Startniveau, erhalten Anleger durch das Zertifikat den eingezahlten Nominalbetrag zurück und vermeiden dadurch einen Verlust. Die strukturierte Anleihe Ein anderes Auszahlungsprofil zeigt die HVB 10/3 Anleihe (WKN ), die ebenfalls auf den DJ EURO STOXX 50 setzt und eine Mindestverzinsung von 3 Prozent pro Jahr bietet. Liegt jedoch die jährliche Steigerung des Index zwischen 6 und 20 Prozent, so erhalten Anleger stattdessen den halben Wertzuwachs des Index als Verzinsung. Bei einer jährlichen Indexsteigerung von 16 Prozent würde die Verzinsung beispielsweise 8 Prozent betragen. Maximal kann eine Verzinsung von 10 Prozent erreicht werden. Verfehlt der Index in einem Jahr die 6-Prozent-Hürde oder übertrifft die Wertentwicklung 20 Prozent pro Jahr, erhalten Anleger die Mindestverzinsung von 3 Prozent. Hinterlegte Struktur Die Emittenten setzen unterschiedliche Komponenten ein, um diese Auszahlungsprofile zu gewährleisten. Das HVB Garant Zertifikat setzt sich beispielsweise aus einer Nullkupon-Anleihe (siehe auch Folge 3»Bausteine«) und aus einem Call (siehe auch Folge 4,»Calls und Puts«) zusammen. Die Nullkupon-Anleihe sichert dem Anleger den vollständigen Erhalt seines Kapitals zum Laufzeitende. In diese Anleihe investiert die Bank den Großteil des Anlegerkapitals. Mit dem restlichen Teil kauft sie einen Call auf den Basiswert, der für die Renditechance sorgt. Der Basispreis des Calls entspricht dem Startwert des Index. Das ermöglicht zum Laufzeitende die Teilnahme an einer positiven Entwicklung des Basiswerts. Ein Beispiel: Der Startwert des DJ EURO STOXX 50 beträgt Punkte. Zum Laufzeitende steht er bei Punkten. Bei einem Bezugsverhältnis von 100:1 hat der Emittent nun das Recht, den DJ EURO STOXX 50 für 40 Euro zu kaufen (Startwert = Basispreis = Punkte). Da der Index 50 Euro wert ist, ergibt sich ein Plus von 10 Euro, der Anleger nimmt somit 1:1 an der Entwicklung des Basiswerts teil. Kommt es beim Basiswert zu Verlusten, ist der Call zum Laufzeitende wertlos und Anleger erhalten lediglich den Nominalbetrag zurück. Die renditechance Je nachdem wie viel Geld für den Kauf des Calls zur Verfügung steht und wie teuer der Call ist, ist eine Partizipation am Basiswert von über oder unter 100 Prozent möglich. Bei hohen Zinsen kostet die Nullkupon-Anleihe beispielsweise weniger als bei niedrigen Zinsen. In diesem Fall bleibt mehr Geld für den Kauf des Calls übrig. Je mehr Calls der Emittent kaufen kann, desto höher ist damit auch die Partizipationsrate. Steht dem Emittenten für die Option hingegen weniger Geld zur Verfügung (etwa bei niedrigen Zinsen), können weniger Calls gekauft werden, wodurch die Partizipationsrate niedriger ist. Eine strukturierte Anleihe wie beispielsweise die HVB 10/3 Anleihe setzt sich aus ähnlichen Finanzinstrumenten zusammen. Die Kapitalabsicherungskomponente besteht in diesem Fall aus einer klassischen Anleihe, in die der Großteil des Anlegerkapitals investiert wird. Anders als das Garant-Zertifikat hat die Anleihe einen Kupon. Im obigen Beispiel schüttet sie jährlich 3 Prozent aus und stellt so die Mindestverzinsung Einleitung 1 Entstehung 2 Struktur 3 Bausteine 4 Optionen 5 Faktoren

13 sicher. Die Anleihe ist teurer als die Nullkupon-Anleihe, folglich bleibt weniger Geld für die Optionskomponente übrig. Um das gesamte Auszahlungsprofil darzustellen, muss die Option bei positiven Indexentwicklungen zwischen 6 und 20 Prozent die Hälfte der erreichten Indexentwicklung minus 3 Prozent (Kupon der Anleihe) ausbezahlen. Verfehlt der Index die 6-Prozent- Hürde oder übertrifft er 20 Prozent, erfolgt keine Auszahlung aus der Option. Preisentwicklung Das Auszahlungsprofil des Garant-Zertifikats und der strukturierten Anleihe zum Laufzeitende ist klar und einfach nachvollziehbar. Der Anleger hat mit beiden Produkten ein sicheres Investment getätigt, denn er bekommt in jedem Fall seinen eingezahlten Nominalbetrag zurück. Während der Laufzeit kann der Preis der Papiere allerdings unter den Nominalbetrag fallen. Warum das so ist, zeigt das Beispiel des Garant-Zertifikats. Zinsen Während der Laufzeit ist der Wert der Nullkuponanleihe stark von der aktuellen Zinsentwicklung abhängig. Steigen die Zinsen, dann sinkt der Wert der Anleihe, da sich der Abzinsungsfaktor erhöht (siehe auch Folge 3»Bausteine«). Fallen hingegen die Zinsen, steigt der Wert der Nullkupon-Anleihe. Zum Laufzeitende zahlt die Anleihe jedoch immer den Nominalbetrag zurück. Basiswert Sollte der Basiswert während der Laufzeit stark fallen, sinkt die Chance auf Rendite. Dadurch verlieren der Call und damit auch das Zertifikat an Wert. Bei einem steigenden Basiswert gewinnt der Call tendenziell an Wert. Steigt jedoch der Basiswert gleich zu Beginn der Laufzeit um beispielsweise 20 Prozent, entwickelt sich das Garant- Zertifikat nicht 1:1 mit. Diese Rückzahlung wäre nur zum Laufzeitende gültig. Auch wenn der Basiswert zunächst nach oben schießt, besteht während der restlichen Laufzeit immer noch die Gefahr, dass er wieder an Wert verliert. Der Call entfaltet seine volle Wirkung also erst zum Ende der Laufzeit. Die Haupteinflussparameter auf den Preis während der Laufzeit sind Zins- und Kursveränderungen des Basiswerts. Anleger von kapitalgarantierten Produkten genießen trotz dieser Markteinflüsse die Sicherheit, zum Laufzeitende mindestens ihr eingesetztes Kapital zurückzubekommen. Frage Welchen Einfluss haben steigende Zinsen (bei sonst unveränderten Parametern) auf kaptialgarantierte Produkte? A) keinen Einfluss B) steigende Kurse C) fallende Kurse (Die Lösung finden Sie unten auf dieser Seite.*) Ausblick In der nächsten Z.plus-Ausgabe lesen Sie, aus welchen Komponenten sich Bonus-Zertifikate zusammensetzen und wie sie Renditen in Seitwärtsmärkten ermöglichen. weitere informationen Kontakt: Kurz-interview mit Birgit Lutzenberger Birgit Lutzenberger, Zertifikate- Expertin der HVB SEITE 13 Für welche Anleger eignen sich kapitalgarantierte Produkte? Die Papiere sind in erster Linie etwas für sicherheitsorientierte Anleger. Sie erhalten zum Laufzeitende den eingezahlten Nominalbetrag zurück und haben darüber hinaus die Chance auf eine attraktive Rendite, die über dem üblichen Geldmarktzins liegt, beispielsweise bei Tagesgeldern. Auf was sollten Anleger achten? Wichtig ist in jedem Fall, dass sich Anleger über ihren Anlagehorizont Gedanken machen. Der Kapitalschutz bezieht sich bekanntlich auf das Laufzeitende des Produkts. Das heißt: Anleger sollten planen, das Papier bis zum Laufzeitende zu halten. So sind sie auf der sicheren Seite. Wie werden Garantie-Zertifikate steuerlich behandelt? Bislang ist es so, dass Gewinne mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden, in der Spitze bis zu 42 beziehungsweise 45 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Mit dem Wirksamwerden der Abgeltungssteuer ab 1. Januar 2009 beträgt die Steuerbelastung des Anlegers in der Regel pauschal 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer. Für viele Anleger werden Garantie-Zertifikate dadurch attraktiver, da die Steuerbelastung auf die Gewinne sinkt. Einleitung 1 Entstehung 2 Struktur 3 Bausteine 4 Optionen 5 Faktoren 6 Garantie-Papiere Auszahlungsprofil des HVB garant zertifikats (WKN HV2CDA) Rückzahlung in % 100% Partizipation nach oben % Kapitalschutz Indexentwicklung in % Das HVB Garant Zertifikat (WKN HV2CDA) bietet zum Laufzeitende in jedem Fall 100%igen Kapitalschutz, der Nominalbetrag wird unabhängig von der Entwicklung des Basiswerts zurückgezahlt. Entwickelt sich der DJ EURO STOXX 50 positiv, partizipieren Anleger daran 1:1. Der Kapitalschutz wird gesichert, indem der Großteil des Anlagekapitals in eine Nullkupon-Anleihe investiert wird. Der restliche Teil des Kapitals fließt in einen Call auf den DJ EURO STOXX 50. (Beispiel siehe Text) * Richtig ist Antwort c.

14 Serie hinter den kulissen SEITE 14 7 Bonus-Papiere Der Bonus-Baukasten Welche Komponenten die Renditechancen bei Bonus-Zertifikaten möglich machen Bonus-Zertifikate setzen sich aus mehreren Optionen zusammen. Welche sind das und welche Auswirkungen haben Markteinflüsse auf die Optionen und somit auf den Preis der Papiere während der Laufzeit? Bonus-Zertifikate gehören zu den Lieblingen der Anleger. Die Papiere stellen auch dann attraktive Gewinne in Aussicht, wenn die Basiswerte während der Laufzeit keine nennenswerten Kurssteigerungen verzeichnen. Sogar in moderat fallenden Marktphasen erzielen sie Renditen. Das Auszahlungsprofil von klassischen Bonus-Zertifikaten ist eingängig. Es gibt für diese Papiere zwei entscheidende Merkmale: das Bonusniveau und die Sicherheitsschwelle (Barriere). Solange der Basiswert während der Laufzeit stets oberhalb der Barriere verläuft, bekommt der Anleger bei Fälligkeit eine Bonuszahlung. Notiert der Basiswert am Laufzeitende über dem Bonusniveau, nimmt der Anleger an der Wertsteigerung uneingeschränkt teil. Folglich sind die Ertragsmöglichkeiten nach oben offen. Wird jedoch die Barriere verletzt, entfällt die Bonuszahlung und Anleger partizipieren wie bei einem Direktinvestment zum Laufzeitende 1:1 an Kursgewinnen und -verlusten. Wie aber schaffen es die Emittenten, dieses Auszahlungsprofil zu ermöglichen? Wie bei allen Zertifikaten nutzen sie dafür unterschiedliche Optionen. Ein Bonus-Zertifikat setzt sich aus zwei Komponenten zusammen. Aus einem Zero-Strike-Call (siehe Folge 3»Bausteine«) und einem Down-and-Out-Put (D&O-Put). Zero-Strike-Call Mit dem Zero-Strike-Call stellt die Bank sicher, dass der Anleger an den Kurssteigerungen des Basiswerts vollständig teilnehmen kann. Dieser Call berechtigt den Emittenten, am Laufzeitende den Basiswert zum Basispreis (»Strike«) von null (»Zero«) Euro zu kaufen. Der Kauf der Option ist dagegen nicht umsonst. Denn der Preis für den Zero- Strike-Call berechnet sich aus dem aktuellen Kurs des Basiswerts abzüglich der zu erwartenden abgezinsten Dividendenzahlungen. Ein Beispiel: Die Aktie X kostet 100 Euro, die abgezinste erwartete Dividende für ein Jahr beträgt 5 Euro. Der Emittent erwirbt mit dem Zero-Strike-Call das Recht, die Aktie nach einem Jahr unentgeltlich zu erhalten. Diese Option kostet 95 Euro (100 minus 5). Down-and-Out-Put Den Preisabschlag für die erwartete Dividende investiert der Emittent in die zweite Komponente des Bonus- Zertifikats: den D&O-Put. Er sichert in Kombination mit dem Zero-Strike- Call die Zahlung des Bonusbetrags in Seitwärtsmärkten. Dieser Put hat stets einen Basispreis in Höhe des Bonusniveaus und eine Barriere in Höhe der Sicherheitsschwelle des Zertifikats. Der D&O-Put hat bis zur Barriere die Funktionsweise eines typischen Puts: Unterhalb des Basispreises bis zur jeweiligen Barriere gewinnt er an Wert. Fällt er hingegen unter die Barriere, verfällt der Put wertlos. So lässt sich auch der englische Begriff»down and out«erklären, der soviel heißt wie»runter und raus«. Das Beispiel eines Bonuspapiers (Nominalwert = 100 Euro) auf die Aktie X mit einem Bonusniveau von 140 Euro und einer Sicherheitsschwelle von 50 Prozent stellt das Zusammenspiel beider Komponenten dar. Zum Laufzeitende gibt es mehrere Rückzahlungsszenarien: 1. Der Kurs der Aktie beträgt zum Ende der Laufzeit 80 Euro, die Sicherheitsschwelle wurde während der Laufzeit nicht verletzt. Damit beträgt die Rückzahlung aus dem Zero-Strike-Call ebenfalls 80 Euro. Für die zu leistende Bonuszahlung fehlen dem Emittenten aber noch 60 Euro. Der D&O-Put ist nun bei einem Aktienkurs von 80 Euro exakt 60 Euro wert (Basispreis 140 Euro minus aktueller Aktienkurs 80 Euro = 60 Euro). Der Wert des Puts ergänzt so die Differenz zwischen Bonusniveau und Kurs des Basiswerts. 2. Liegt die Aktie zum Laufzeitende über dem Bonusniveau von 140 Euro, also beispielsweise bei 160 Euro, so zahlt der Zero-Strike-Call 1:1 die Aktienperformance. Der D&O-Put ist in diesem Fall wertlos. 3. Berührt die Aktie während der Laufzeit die Barriere, so erfolgt keine Auszahlung aus dem D&O-Put, da dieser wertlos verfällt. Die Rückzahlung zum Laufzeitende ergibt sich hier nur aus dem Zero-Strike-Call, der 1:1 die Aktienperformance des Basiswerts abbildet. Preisänderungen Das Auszahlungsprofil von Bonus-Zertifikaten ist zum Laufzeitende klar nachvollziehbar. Während der Laufzeit kann es allerdings zu Abweichungen zwischen Basiswert und Zertifikate-Preis kommen, da verschiedene Parameter auf die enthaltenen Optionskomponenten wirken. Welche sind das und welche preislichen Folgen hat das für die Bonus-Papiere? Basiswert Kursveränderungen des Basiswerts können sich unterschiedlich auf den Preis des Zertifikats auswirken. Folgende Szenarien sind möglich: 1. Der Basiswert steigt oder fällt zu Beginn der Laufzeit. Das Zertifikat bewegt sich bei sonst gleich bleibenden Marktparametern tendenziell in die gleiche Richtung. Doch warum verliert das Zertifikat zu Beginn der Laufzeit bei fallenden Kursen an Wert, obwohl Anleger bei moderaten Kursverlusten zum Laufzeitende einen Ertrag ausgezahlt bekommen? Je länger die Restlaufzeit, desto wahrscheinlicher ist eine Verletzung der Barriere. Der Wert der Option für die Bonuszahlung entfaltet sich deshalb erst voll gegen Laufzeitende. 2. Der Basiswert steigt zum Laufzeitende stark über den Bonusbetrag hinaus. Das Zertifikat hält nahezu mit der Kursentwicklung des Basiswerts mit, da die Chance zu diesem Zeitpunkt relativ groß ist, 1:1 an der Kursentwicklung teilzuhaben. 3. Der Basiswert verletzt die Barriere. Damit verfällt der D&O-Put und der An- Einleitung 1 Entstehung 2 Struktur 3 Bausteine 4 Optionen 5 Faktoren 6 Garantie-Papiere

15 leger ist nur noch in den Zero-Strike- Call investiert. Da die Rückzahlung zum Laufzeitende 1:1 entsprechend der Entwicklung des Basiswerts erfolgt, wird sich das Zertifikat während der verbleibenden Laufzeit nahezu 1:1 zum Basiswert entwickeln. Aufgrund des Dividendenabschlags wird der Kurs des Zertifikats jedoch leicht darunter notieren, da sich der Wert des Zero-Strike-Calls während der Laufzeit aus dem Basiswert minus der erwarteten abgezinsten Dividende ergibt. Gegen Laufzeitende nähert sich der Wert des Papiers dem Basiswert an, da der Wert des Zero- Strike-Calls zum Laufzeitende exakt dem Kurs des Basiswerts entspricht. Insgesamt entwickelt sich das Bonus- Zertifikat bei einem steigenden Basiswert also tendenziell positiv. Volatilität Eine Veränderung der Volatilität (Schwankungsbreite) hat vor allem Auswirkung auf den Wert des D&O-Puts. So führt eine stärkere Schwankungsbreite des Basiswerts zu einer höheren Wahrscheinlichkeit, dass die Barriere verletzt wird. Deshalb sinkt der Wert des D&O-Puts bei steigender Volatilität und damit auch der Preis des Zertifikats. Dividenden Auch eine Veränderung der Dividenden kann verschiedene Auswirkungen auf den Zertifikate-Preis haben. Die Dividenden wirken sowohl auf den D&O- Put wie auch auf den Zero-Strike-Call: 1. Bei steigenden Dividenden sinkt der Wert des Zero-Strike-Calls während der Laufzeit, da sich dessen Wert aus dem Basiswert minus der abgezinsten Dividende errechnet. Je höher also die Dividenden, desto weniger ist der Call wert. 2. Je höher die Dividende, desto höher ist der Preisabschlag am Zahltag der Dividende. Durch fallende Aktienkurse gewinnt der klassische Put in der Regel an Wert (siehe Folge 5»Über Calls und Puts«). Beim D&O-Put ist es allerdings umgekehrt: Fällt der Basiswert und nähert sich dieser der Barriere, so verliert der D&O-Put an Wert. Beide Optionskomponenten und damit auch das Zertifikat verlieren bei steigenden Dividenden an Wert. Zinsen Eine Veränderung der Zinsen wirkt sich ebenfalls auf beide Optionskomponenten aus. Bei steigenden Zinsen steigt auch der Wert des Zero-Strike-Calls. Das hängt mit dem Abzinsungsfaktor zusammen: Der Barwert der erwarteten Dividende ist bei einem höheren Zinssatz geringer als bei einem niedrigen Zinssatz. Steigen also die Zinsen, ist die abgezinste erwartete Dividende weniger wert. Ein fiktives Beispiel: Der Barwert der in Zukunft erwarteten Dividende von 4,50 Euro beträgt bei einem Zinssatz von 2 Prozent 4 Euro, bei einem Zinssatz von 5 Prozent beträgt der Barwert der Dividende nur noch 3,80 Euro. Das heißt: Der Wert des Zero-Strike-Calls hat bei steigenden Zinsen einen höheren Wert, da weniger vom Kurs des Basiswerts abgezogen wird (Zero-Strike-Call = Aktie minus abgezinste Dividende). Steigende kurzfristige Zinsen führen bei Put-Optionen allerdings zu tendenziell sinkenden Preisen. Der Grund: Der Put- Käufer verkauft seinen Basiswert erst zum Ausübungstag. Das zuvor durch den Besitz des Basiswerts gebundene Kapital kann er somit nicht gewinnbringend anlegen. Dafür erhält er einen Ausgleich in Form eines geringeren Optionspreises. Der Preisabschlag ist umso größer, je höher die Zinsen sind. Die Zinsen wirken sich somit unterschiedlich auf die Optionskomponenten aus. Da der Verlust beim D&O-Put in der Regel größer ist als der Gewinn beim Zero-Strike-Call, verlieren Bonus-Zertifikate bei steigenden Zinsen tendenziell an Wert. Restlaufzeit Mit abnehmender Restlaufzeit steigt der Wert des D&O-Puts, da sich das Risiko, frage Wo steht der Kurs des Bonus-Zertifikats im Vergleich zum Kurs des Basiswerts während der Laufzeit, wenn die Sicherheitsschwelle (Barriere) durchbrochen wird?* A) Leicht höher B) Leicht tiefer C) Gleich hoch Ausblick SEITE 15 die Barriere zu berühren oder zu unterschreiten, verringert. Auch auf den Zero-Strike-Call hat eine abnehmende Restlaufzeit einen positiven Einfluss: Er nähert sich dem Wert der Aktie an. Verständnis entwickeln Am Beispiel des Bonus-Zertifikats wird klar, wie komplex das Zusammenspiel der einzelnen Markteinflüsse bei strukturierten Produkten ist. Und: Verändern sich mehrere Parameter, können sich die Auswirkungen gegenseitig aufheben oder ins Gegenteil verkehren. Grundsätzlich sollten sich Anleger bei ihren Anlagezielen auf das Laufzeitende konzentrieren. Denn das Auszahlungsprofil des Zertifikats gibt genau Auskunft, welche Erträge für welchen Fall ausgezahlt werden. Gleichzeitig sollten sie sich bewusst sein, dass es aufgrund unterschiedlicher Parameter zu Abweichungen zwischen Basiswert und Kurs des Zertifikats während der Laufzeit kommen kann. Dabei ist es hilfreich, ein grundlegendes Verständnis für mögliche Kursbewegungen zu haben. Und besonders bei den beliebten Bonus-Zertifikaten dürfte das für viele Anleger von Interesse sein. In der nächsten Z.plus-Ausgabe lesen Sie, aus welchen Komponenten sich Express-Zertifikate zusammensetzen und wie die einzelnen Markteinflüsse auf deren Preise wirken. weitere informationen 6 Garantie-Papiere 7 Bonus-Papiere Einleitung 1 Entstehung 2 Struktur 3 Bausteine 4 Optionen 5 Faktoren Bonus-Zertifikat: Preisbeeinflussende Faktoren Kontakt: Veränderung eines Faktors Preis des Bonus-Zertifikats + Basiswert Volatilität Zinsen Dividenden Restlaufzeit Steigt der Basiswert, steigt der Preis des Zertifikats. Das gilt auch für abnehmende Restlaufzeiten. Bei steigender Volatilität, Dividendenrendite und Zinssatz fällt der Preis des Papiers. Bei einer negativen Veränderung des jeweiligen Faktors verkehrt sich auch der Einfluss auf den Preis des Bonus-Zertifikats ins Gegenteil. * Richtig ist Antwort B. Leicht tiefer als der Basiswert, da der Dividendenabschlag eingepreist ist.

16 Serie Die Tempomacher Was hinter Express-Zertifikaten steckt Express-Zertifikate werden immer beliebter. Das belegt die Marktvolumen- Statistik des Derivate Forums. Demnach ist die Kategorie in den ersten neun Monaten des Jahres 2007 um knapp 75 Prozent gewachsen und hat Bonus- oder Garantie-Zertifikate hinter sich gelassen. Doch wie funktionieren die Lieblinge der Anleger und wie verhalten sich ihre Preise während der Laufzeit? Anleger können mit Express-Zertifikaten innerhalb kurzer Zeit attraktive Erträge erzielen selbst wenn sich die Kurse der Basiswerte kaum von der Stelle bewegen. Der klassische Express- Mechanismus funktioniert immer gleich (siehe Grafik Seite 6). Das Beispiel-Zertifikat hat eine maximale Laufzeit von 4 Jahren, einen pro Stichtag um 8 Euro steigenden Express-Ertrag und eine Sicherheitsschwelle von 75 Prozent. Nach der Auflage des Zertifikats gibt hinter den kulissen es 4 festgelegte jährliche Stichtage, an denen Anleger die Chance auf vorzeitige Rückzahlung (Nominalbetrag plus Express-Ertrag) haben. Das ist der Fall, wenn der Basiswert am Stichtag auf oder über seinem Startwert schließt. Schließt der Basiswert an keinem dieser Stichtage auf oder über seinem Startniveau von 100 Prozent, aber zum Laufzeitende auf mindestens 75 Prozent, erhalten Anleger zumindest ihren eingezahlten Nominalbetrag zurück. Liegt der Basiswert am Ende der Laufzeit unter der Sicherheitsschwelle von 75 Prozent, erfolgt die Auszahlung 1:1 entsprechend der Entwicklung des Basiswerts und es kommt zu einem Verlust. Komplexe Struktur Express-Zertifikat: Preisbeeinflussende Faktoren Die Zerlegung eines Express-Zertifikats in seine Einzelteile ist aufgrund seiner Basiswert Volatilität Zinsen Dividenden Restlaufzeit Veränderung + eines Faktors Preis des Express- Zertifikats Struktur und der flexiblen Laufzeit um einiges komplexer als die eines Bonus- Zertifikats und stellt bei der Analyse des Preisverhaltens keine Hilfe dar. Monte-Carlo-Simulation Stattdessen werden unzählige fiktive Einzelprodukte in einem mathematischen Modell untersucht und daraus allgemeingültige Rückschlüsse auf das Preisverhalten gezogen. Das als»monte-carlo-simulation«bekannte Verfahren überprüft etliche Zufallsszenarien und analysiert diese mithilfe der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Dem Verfahren liegt das»gesetz der großen Zahlen«zugrunde: Je häufiger ein Zufallsexperiment durchgeführt wird, desto weiter nähert sich die relative Häufigkeit eines Zufallsergebnisses an die theoretische Wahrscheinlichkeit für das Ergebnis an. Das Verfahren hat sich vorallem durch die modernen computergenerierten Zufallsvorgänge bewährt und etabliert. Basiswert SEITE 16 Entscheidend für die Preisentwicklung eines Express-Zertifikats sind die beiden Faktoren Basiswert und Volatilität. Steigt der Basiswert, steigt auch der Wert des Express-Zertifikats, da die Chance auf die Ertragszahlung größer wird. Allerdings übertrifft der Wert des Papiers niemals den im Auszahlungsprofil festgelegten Ertrag. Steigt beim obigen Beispiel der Basiswert im ersten Jahr um 30 Prozent, beträgt der Kurs des Zertifikats 108 Prozent seines Startwerts, abgezinst über die noch verbleibende Laufzeit. Das Papier ist also maximal 108 Euro wert, unabhängig davon, wie stark der Kurs des Basiswerts ansteigt. Fallende Kurse führen zu Beginn der Laufzeit nahezu 1:1 zu einem fallenden Zertifikate-Preis. Kurz vor Laufzeitende liegt der Preis sofern die Sicherheitsschwelle nicht verletzt und die Bedingung für eine Ertragszahlung nicht erfüllt wurde in der Nähe des Nominalbetrags von 100 Euro. Bei einer Barriereverletzung bewegt sich der Zertifikate-Preis hingegen im gleichen Verhältnis wie der Kurs des Basiswerts. Bei einer negativen Veränderung des jeweiligen Faktors verkehrt sich auch die Preisentwicklung des Express-Zertifikats ins Gegenteil. Einleitung 1 Entstehung 2 Struktur 3 Bausteine 4 Optionen 5 Faktoren 6 Garantie-Papiere 7 Bonus-Papiere 8 Express-Papiere

17 Volatilität ein Newsletter der HypoVereinsbank Eine steigend erwartete Schwankungsbreite (implizite Volatilität) des Basiswerts führt zu Kursrückgängen beim Express-Zertifikat, da sich die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass der Kurs des Basiswerts nach oben und unten ausschlägt. Dadurch besteht auch die Gefahr der Barriereverletzung, was den Preis des Zertifikats sinken lässt. Bei moderaten Schwankungen wird die vorzeitige Rückzahlung dagegen wahrscheinlicher. Geringe Volatilitäten sind somit vorteilhaft für die Preisentwicklung der Express-Papiere. Dividenden und Zinsen Eine Veränderung der Dividenden und Zinsen hat auf die Preisstruktur des Express-Papiers nur wenig Einfluss. Tendenziell führen jedoch steigende Zinsen und Dividenden zu einem Preisverlust des Zertifikats. Restlaufzeit Auch die Restlaufzeit hat einen Einfluss und spielt für die Preisentwicklung des Express-Zertifikats eine wichtige Rolle. Dazu muss man wissen, dass die statistische Rückzahlungswahrscheinlichkeit eines Express-Zertifikats im ersten Jahr am höchsten ist. Ein Beispiel: Die Aktie X fungiert als Basiswert eines Express-Zertifikats und hat einen Startwert von 100 Euro. Am ersten Beobachtungsstichtag nach einem Jahr steht die Aktie bei 95 Euro, der Startwert wurde nicht erreicht oder übertroffen, das Papier geht in die zweite Runde. Bis zum nächsten Stichtag in einem Jahr muss die Aktie nicht mehr»nur«ihr Wertniveau halten, sondern die verlorenen fünf Euro erst einmal wieder wettmachen, damit die Rückzahlung zum Stichtag erfolgt. Mit der eingetretenen Laufzeitverlängerung verringert sich also die Rückzahlungswahrscheinlichkeit des Papiers. Dabei kommt es tendenziell zu einem Rückgang des Zertifikate-Preises. Eine weitere Folge der Laufzeitverlängerung: Der Anleger verzichtet im Gegensatz zum Direktinvestment auf eine weitere Dividendenzahlung. Auch das führt bei den Papieren zu Wertminderungen und somit zu Preisabschlägen. Drei wichtige Faktoren Alles in allem sind bei Express-Zertifikaten also besonders drei Faktoren wichtig für die Preisentwicklung wäh- Auszahlungsprofil e ines k l a s sischen Express- Z e rtifikat s Auflagedatum 1. Stichtag 2. Stichtag 3. Stichtag 4. Stichtag Festlegung des Index-Startniveaus Index schließt auf/über seinem Startniveau nein Index schließt auf/über seinem Startniveau nein Index schließt auf/über seinem Startniveau nein Index schließt auf/über seinem Startniveau nein Index schließt auf/über 75 % seines Startniveaus nein ja ja ja ja ja Kaufpreis: 100 Euro Rückzahlung: 108 Euro Rückzahlung: 116 Euro Rückzahlung: 124 Euro Rückzahlung: 132 Euro Rückzahlung: 100 Euro rend der Laufzeit. Steigt der Basiswert, erhöht sich der Wert des Papiers, maximal jedoch auf den im Auszahlungsprofil festgelegten Ertrag. Fällt der Basiswert, sinkt auch der Wert des Zertifikats. Eine steigende Volatilität führt zu Kursrückgängen des Papiers, moderate Schwankungen wirken sich hingegen positiv aus. Und: Wird ein Papier nicht zum ersten Stichtag fällig, verliert es tendenziell an Wert. Mit dem entsprechenden Wissen können Anleger die Wertentwicklung der Papiere während der Laufzeit besser nachvollziehen. Dennoch ist bei allen Express-Zertifikaten die Situation an den jeweiligen Stichtagen entscheidend und über die jeweilige Ertragschance gibt das Auszahlungsprofil Auskunft. frage Wo steht der Kurs des Express-Zertifikats aus dem Beispiel (siehe Grafik) wenige Tage vor dem ersten Beobachtungstermin, wenn der Basiswert seit Auflage um 12 oder 7 Prozent gestiegen ist?* Die hvb express studie Die HVB analysiert in regelmäßigen Abständen die Entwicklung der von ihr emittierten Express-Zertifikate. Bis zum Stichtag, dem 31. August 2007, hat die HVB 286 Express-Papiere emittiert. Davon wurden bis zu diesem Tag 123 Zertifikate fällig. 92,68 Prozent wurden bereits zum ersten Stichtag und 4,88 Prozent der Papiere am zweiten Stichtag ausbezahlt. Nur jeweils 0,81 Prozent wurden an den Stichtagen drei bis fünf zurückbezahlt. Von den 123 fälligen Zertifikaten erzielten 94 Papiere eine jährliche Rendite von mehr als 6,5 Prozent. Mehr als 90 Prozent aller HVB Express Zertifikate hatten einen Index als Basiswert. Dabei sticht der Dow Jones EURO STOXX 50 in rund 65 Prozent aller Emissionen als häufigster Basiswert hervor. Ausblick SEITE 17 In der nächsten Z.plus-Ausgabe lesen Sie, was sich hinter den HVB All Time High Zertifikaten verbirgt und welche Faktoren bei diesen Papieren den Preis während der Laufzeit beeinflussen. weitere informationen Einleitung 1 Entstehung 2 Struktur 3 Bausteine 4 Optionen 5 Faktoren 6 Garantie-Papiere 7 Bonus-Papiere 8 Express-Papiere Rückzahlung 1:1 entsprechend der Indexentwicklung, d. h. kleiner 75 Euro Kontakt: * In beiden Fällen bei knapp 108 Euro.

18 Serie hinter den kulissen SEITE 18 9 All-Time-High-Papiere Gewinne sichern Wie All-Time-High-Zertifikate Kurshöchststände einfrieren Je höher der Aufstieg, desto tiefer der Fall. Börsianer wissen ein Lied davon zu singen. Mit All-Time-High-Papieren können sich Anleger dagegen wehren. Wer weiß, wie Banken die Finanzinstrumente konstruieren und welche Faktoren den Preis beeinflussen, kann die Chancen und Risiken des Investments besser einschätzen. Das ständige Hoch und Runter an der Börse bringt so manchen Anleger zur Verzweiflung. Bestes Beispiel ist der Verlauf des diesjährigen Aktienmarktes. Im Sommer noch wurden die alten Höchststände der Jahrtausendwende überholt. So erreichte der DAX mit Punkten im Juli seinen Rekordstand. Anschließend befand sich der Aktienmarkt in einem ständigen Auf und Ab. All-Time-High-Zertifikate sind probate Instrumente, mit denen Anleger gegen die Launen der Börse gewappnet sind. Denn: All-Time-High-Zertifikate lösen für den Anleger das Timingproblem und sie frieren während der Laufzeit die Monatshöchststände der Basiswerte ein. Daraus resultierende Gewinne können Anlegern nicht mehr genommen werden auch wenn die Kurse anschließend in den Keller gehen sollten. Bereits der Name All-Time-High was im Deutschen so viel wie»allzeithoch«bedeutet verrät die Strategie dieser Papiere. Die Funktionsweise Anhand eines konkreten HVB-Produkts lassen sich zwei mögliche Rückzahlungsszenarien darstellen. Das HVB All Time High Zertifikat auf den Dow Jones EURO STOXX 50 (WKN HV2AWC) legte die HVB im Januar 2007 auf, fällig wird es im Februar Das Papier sichert Anlegern automatisch 88 Prozent des höchsten Monatsendstands des europäischen Index, der während der Laufzeit erreicht wird. Szenario 1: Ein optimistisches Marktumfeld mit steigendem Index führt zu Gewinnen. Der höchste während der Laufzeit festgestellte Monatsendstand des Index beträgt 175 Prozent des Indexstartwerts. Anleger erhalten am Laufzeitende pro Zertifikat den Nominalwert von 100 Euro x 88% x 175%, also 154 Euro. Sie erzielen somit einen Gewinn von 54 Euro. Szenario 2: Ein schwaches Marktumfeld mit fallendem Index führt zu Verlusten. Der höchste während der Laufzeit festgestellte Monatsendstand des Index beträgt 95 Prozent des Indexstartwerts und der wird während der Laufzeit nicht übertroffen. Anleger erhalten am Laufzeitende pro Zertifikat eine Rückzahlung von 100 Euro x 88% x 95%, also knapp 84 Euro. Bezogen auf das eingesetzte Kapital kommt es hier zu einem Verlust. Look-Back-Optionen Um solch ein Auszahlungsprofil darzustellen, erwirbt der Emittent sogenannte Look-Back-Optionen (Look- Back = zurückschauen). Die in einem All-Time-High-Zertifikat eingebaute Look-Back-Option sichert dem Käufer, also dem Emittenten, das Recht, am Laufzeitende der Option (= letzter Beobachtungstermin des Zertifikats) den Basiswert zum höchsten Monatsendwert zu verkaufen. In dem Beispiel-Zertifikat stellt sich nun die Frage, warum Anleger nur zu 88 Prozent am Höchststand des DJ EURO STOXX 50 teilnehmen und nicht zu 100 Prozent.»Der eingezahlte Nominalbetrag reicht nicht aus, um Optionen für eine 100-prozentige Partizipation zu finanzieren«, erläutert die HVB-Expertin Birgit Lutzenberger. Basiswert Die Auszahlungsprofile von Zertifikaten beziehen sich stets auf das Laufzeitende. Das gilt auch für Zertifikate mit Höchststandsicherung. Doch wie bewegt sich der Preis des All-Time-High-Zertifikats während der Laufzeit? Steigt der Basiswert, steigt auch der Zertifikate-Preis. Der Grund: Die Wahrscheinlichkeit, dass der Basiswert einen neuen Höchststand erreicht, vergrößert sich. Und das hätte zur Folge, dass zum Laufzeitende eine neue (höhere) Rückzahlung erfolgt. Volatilität Bei einer steigenden Schwankungsbreite des Basiswerts (Volatilität) werden höhere Kursausschläge nach oben und unten erwartet. Dadurch werden künftige neue Höchststände und somit höhere Einleitung 1 Entstehung 2 Struktur 3 Bausteine 4 Optionen 5 Faktoren 6 Garantie-Papiere 7 Bonus-Papiere 8 Express-Papiere

19 Rückzahlungen wahrscheinlicher. Rückschläge wirken sich in der Regel weniger aus, da die Höchststände eingefroren werden. Dividenden Emittenten finanzieren mit den Dividenden der im Basiswert enthaltenen Aktien den Zertifikate-Mechanismus. All-Time-High-Zertifikate beziehen sich daher in der Regel auf Preisindizes wie etwa den DJ EURO STOXX 50. Im Gegensatz zu Performanceindizes wie etwa den DAX fließen bei ihrer Preisberechnung die Dividenden der enthaltenen Einzelwerte nicht mit ein. Das heißt für Preisindizes: Steigende Dividenden führen zu höheren Kursabschlägen. Die Chance auf einen höheren Indexstand verringert sich. Tendenziell führt dies zu einem fallenden Preis bei All-Time-High-Papieren. Zinsen Steigende Zinsen führen zu einem geringeren Barwert der jeweils aktuellen Mindestrückzahlung. Dabei kommt der Abzinsungsfaktor ins Spiel. Ein Beispiel: Die aktuelle Mindestrückzahlung des All-Time-High-Zertifikats beträgt zum Laufzeitende in zwei Jahren bei einem Zinssatz von zwei Prozent 100 Euro. Der heutige Barwert beträgt rund 96 Euro. Das heißt: Wenn ich heute etwa 96 Euro zu einem Zinssatz von zwei Prozent investiere, ist das Papier in zwei Jahren rund 100 Euro wert. Bei einem Zinssatz von vier Prozent beträgt der heutige Barwert desselben Papiers aber nur rund 92,50 Euro. Wenn ich also heute etwa 92,50 Euro zu einem Zinssatz von vier Prozent investiere, ist das Papier in zwei Jahren rund 100 Euro wert. Aus diesem Beispiel wird klar, warum steigende Zinsen während der Laufzeit einen fallenden Preis des All-Time-High- Zertifikats bewirken. Restlaufzeit Mit abnehmender Restlaufzeit werden künftige neue Höchststände des Index immer unwahrscheinlicher. Das All- Time-High-Zertifikat nähert sich seinem abgezinsten Mindestrückzahlungsbetrag an. Daraus folgt: Lange Restlaufzeiten können die Preisentwicklung positiv beeinflussen. Kurze Restlaufzeiten wirken dem entgegen. Häufig taucht die Frage auf, warum All-Time-High-Zertifikate während der Laufzeit weit über der Mindestrückzahlung notieren können? Das ist besonders bei langen Restlaufzeiten der Fall. Denn je mehr Zeit verbleibt, desto höher ist die Chance, dass der Basiswert künftig neue Höchststände und somit höhere Mindestrückzahlungen erzielt. Zusammenhänge verstehen All-Time-High-Papiere richten sich an Anleger, die von steigenden Kursen ausgehen und sich zugleich gegen Kurseinbrüche absichern möchten (siehe Interview). Mit etwas Hintergrundwissen können Anleger die Kursverläufe der Papiere während der Laufzeit nachvollziehen. Zugleich können sich Anleger vorab ein Bild davon machen, was in welchem Szenario eintreten könnte. frage Wie hoch ist der Mindestbetrag, den Anleger zum Laufzeitende erhalten?* Ausblick In der nächsten Ausgabe endet unsere Serie»Hinter den Kulissen«. In der letzten Folge lassen wir diese in groben Zügen noch einmal Revue passieren. Außerdem blicken wir voraus auf die neue Serie, die Sie ab der Februar- Ausgabe des Z.plus erwartet. weitere informationen Kontakt: All-time-high-Zertifikat: Preisbeeinflussende Faktoren Veränderung + eines Faktors Preis des All-Time- High-Zertifikats Basiswert Volatilität Zinsen Dividenden Restlaufzeit * Antwort: Für den Anleger ist die Festlegung des ersten Monatsendwerts entscheidend. Aus diesem Wert errechnet sich die erste Mindestrückzahlung zum Laufzeitende. Kurz-interview mit Birgit Lutzenberger Birgit Lutzenberger, HVB-Expertin für Zertifikate SEITE 19 Für welche Anleger eignen sich All- Time-High-Zertifikate? Die Papiere sprechen Anleger an, die mit steigenden Kursen des entsprechenden Basiswerts rechnen. Zugleich schließen sie Kurseinbrüche nicht aus. Die Höchststandsicherung schützt Anleger davor, nicht realisierte Gewinne während der Laufzeit wieder zu verlieren. Auf was sollten Anleger achten? Anleger sollten bedenken, dass sie bei leichten Kurssteigerungen des Basiswerts nicht automatisch in die Gewinnzone kommen. Im Gegenzug haben Anleger die Möglichkeit, von einem optimierten Ausstiegszeitpunkt zu profitieren. Wie werden die Papiere steuerlich behandelt? Das kommt auf den Kauf- und Veräußerungs- beziehungsweise Fälligkeitszeitpunkt an. Wer All-Time-High-Zertifikate vor dem 15. März 2007 gekauft hat, kann die Papiere nach Einhaltung der zwölfmonatigen Spekulationsfrist steuerfrei veräußern. Das gleiche gilt für Papiere, die nach dem 14. März 2007 gekauft wurden, aber noch vor dem 1. Juli 2009 verkauft oder fällig werden (unter Berücksichtigung der einjährigen Spekulationsfrist). Bei einer negativen Veränderung des jeweiligen Faktors verkehrt sich auch die Preisentwicklung des All-Time-High-Zertifikats ins Gegenteil. Einleitung 1 Entstehung 2 Struktur 3 Bausteine 4 Optionen 5 Faktoren 6 Garantie-Papiere 7 Bonus-Papiere 8 Express-Papiere 9 All-Time-High-Papiere

20 Serie Obwohl strukturierte Anlageprodukte in der Anlegerwelt angekommen sind, ist die eigentliche Funktionsweise der Papiere für viele immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. Wie kann es sein, dass Anleger mit Zertifikaten zugleich in fallenden und steigenden Märkten Gewinne erzielen? Wie entstehen die Papiere und aus welchen Komponenten setzen sie sich zusammen? Der letzte Teil der Serie»Hinter den Kulissen«fasst nun die Antworten, die sie in den vergangenen Z.plus-Ausgaben gegeben hat, im Zeitraffer zusammen. Emittenten setzen Zertifikate und strukturierte Anleihen aus verschiedenen Komponenten zusammen. Im Fachjargon nennt man das»strukturieren«. Privatanlegern sind die relativ jungen Finanzinstrumente seit den 90er-Jahren zugänglich. Bausteine Bei den Komponenten handelt es sich unter anderem um Kauf- und Verkaufsoptionen, also Calls und Puts, die auch als Standardoptionen bezeichnet werden. Inzwischen verwenden Emittenten häufig komplexere Optionen. Ein Bonus-Zertifikat setzt sich beispielsweise aus einem Zero-Strike-Call und einem Down-and-out-Put zusammen. Kapitalerhalt und Teilschutz Eine weitere, oft verwendete Komponente ist die Nullkupon-Anleihe, auch Zerobond genannt. Mit ihr sichern Emittenten die Rückzahlung des Nominalbetrags bei Zertifikaten mit Kapitalerhalt. In die Nullkupon-Anleihe investiert die Bank den Großteil des Anlagekapitals. Der kleinere Rest fließt in eine Optionskomponente, mit der die Bank die Renditechance darstellt. Im hinter den kulissen die serie im Zeitraffer Der letzte Teil der Serie fasst die Erkenntnisse zusammen»strukturierte Anlageprodukte sind ausgeklügelte Investmentinstrumente, die nach den Gesetzen des Finanzmarktes funktionieren.«birgit Lutzenberger, HVB-Zertifikate-Expertin Gegensatz zu Papieren mit Kapitalerhalt setzen sich Teilschutz-Zertifikate ausschließlich aus Optionen zusammen. Daher ist bei ihnen auch keine vollständige Absicherung des Anlagekapitals möglich. Andererseits ermöglichen die hinterlegten Optionen größere Renditechancen. Konkrete Beispiele für die Konstruktion von Teilschutz-Zertifikaten sind Bonus-, Express- und All- Time-High-Papiere. Preisbeeinflussende Faktoren Wie erwähnt, bestimmen verschiedene Komponenten, wie etwa Zerobonds und Optionen, letztlich die Preisentwicklung der strukturierten Papiere während der Laufzeit. Doch wovon hängt der Wert dieser Komponenten ab? Zu den preisbeeinflussenden Faktoren gehören Basiswert, Volatilität, Zinsen, Dividenden und Restlaufzeit. Ein aktuelles Beispiel für den Einfluss der Marktfaktoren auf den Wert der strukturierten Produkte ist die Subprime-Krise. Die derzeit hohe Volatilität (Schwankungsbreite) der Aktienmärkte beeinflusst den Preis strukturierter Produkte. Eine höhere Volatilität führt beispielsweise zu tendenziell fallenden Preisen von Bonusund Express-Papieren, weil die Gefahr steigt, dass die Sicherheitsschwelle verletzt wird. Eine erhöhte Volatilität lässt dagegen die Preise von All-Time- High-Zertifikaten steigen. Der Grund: Die Chance auf höhere Kursstände erhöht die Chance auf höhere Erträge. Insofern wird klar, dass sich dieselben preisbeeinflussenden Faktoren bei verschiedenen Zertifikate-Typen unterschiedlich auswirken können. Abschließend bleibt festzuhalten: Strukturierte Anlageprodukte sind ausgeklügelte Investmentinstrumente, die individuelle Rendite-Risiko-Profile ermöglichen. Anleger können selbst bestimmen, wie viel Risiko sie eingehen, und wissen, was sie in welchem Szenario erwartet. Sollten Sie eine Serie verpasst haben, ist das kein Problem. Interessierte können sich die einzelnen Folgen der Serie»Hinter den Kulissen«per Mausklick herunterladen. Die entsprechenden Verlinkungen finden Sie im Kasten»Die Serie im Überblick«. die Serie im überblick Einleitung 1. Entstehungsprozess von Zertifikaten 2. Strukturierung von Zertifikaten 3. Bausteine von Zertifikaten 4. Optionen und ihre Bedeutung 5. Preisbestimmende Faktoren bei Zertifikaten 6. Garantie-Papiere 7. Bonus-Papiere 8. Express-Papiere 9. All-Time-High-Papiere start der neuen serie Der Markt für strukturierte Anlageprodukte wächst in rasantem Tempo. Zugleich verändern sich die rechtlichen Rahmenbedingungen. Die HVB stellte sich diesen Herausforderungen und entwickelte eine neue Produktklasse: die strukturierten Fonds. Was sich dahinter verbirgt, welche Vorteile Anleger durch sie haben und vieles mehr erfahren Sie ab der nächsten Ausgabe. weitere informationen SEITE 20 Kontakt: Einleitung 1 Entstehung 2 Struktur 3 Bausteine 4 Optionen 5 Faktoren 6 Garantie-Papiere 7 Bonus-Papiere 8 Express-Papiere 9 All-Time-High-Papiere 10 Zusammenfassung

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