Indikatoren nicht Alles oder alles Nichts?

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1 Indikatoren nicht Alles oder alles Nichts? Technische Analyse mit einem neuen Indikator!

2 Trendfolgeindikatoren Gleitende Durchschnitte MACD Trendbestimmungs -indikatoren Momentum Oszillatoren Bollinger Bands Momentum RSI Stochastik ADX Fibonacci (Kursprognose)

3 MACD (Moving Average Convergence-Divergence Indicator) Formel MACD(t) = [kurzfr. EMA langfr. EMA] / langfr. EMA

4 MACD

5 Stochastik Beurteilt, wo der Kurs in seiner eigenen Historie notiert Differenz zwischen heutigem Schlusskurs und dem Beobachtungstief verglichen mit der Handelsspanne (High/Low) des Beobachtungszeitraums Fast Stochastik %K = aktueller Kurs - Low n-tage High n Low n Triggerlinie %D = i.d.r. ein 3er-, 5er- oder 8er-GD von %K Slow Stochastik = (%D+2) + %K 3

6 Stochastik Quelle: IS Teledata

7 MACD und Stochastik Quelle: IS Teledata

8 MACD im Kursverlauf Quelle: IS Teledata

9 Divergenzen bei den Indikatoren Quelle: IS Teledata

10 Divergenzen bei den Indikatoren Quelle: IS Teledata

11 Divergenzen bei den Indikatoren Quelle: IS Teledata

12 Divergenzen bei den Indikatoren sind keine Garantie!!! Quelle: IS Teledata

13 Aktuelle Situation bei Kupfer Quelle: IS Teledata

14 Der Wick-Indikator Quelle: IS Teledata

15 Berechnungs-Formel: Wick Der Indikator misst das Verhältnis der Dochtlänge Hierbei werden die absoluten Werte des oberen (upperwick = UW) und unteren Dochtes (lowerwick = LW) separiert. UW = High MAX (open, close) LW = MIN (open, close) low Als nächstes werden aus diesen Werten zwei geglättete Durchschnitte und die Summe dieser Durchschnitte errechnet. Wick für die oberen Wendepunkte = SMA (UW, Periode) Wick für die unteren Wendepunkte = SMA (LW, Periode) Wick Sum = Wick obere Wendepunkte + Wick untere Wendepunkte Der Wick oben wird rot dargestellt und der Wick unten grün.

16 Wick-Indikator Quelle: ProRealTime

17 Berechnungs Formel: TWick Der Kerzenkörper einer Tages-Kerze wird ins Verhältnis zur Gesamtlänge der Kerze gesetzt Außerdem wird berücksichtigt, ob eine Kerze ausgefüllt ist oder nicht was zu einem negativen oder positiven Tagesergebnis führt. starker Trend = Kerzen ohne Dochte Berechnungsformel: 100*(close-open)/(high-low) Aus diesem Wert wird ein gleitender Durchschnitt gebildet. Dem Durchschnitt wurde der Wert 20 Einheiten gegeben. Nach dieser Formel erhält man eine um den Wert 0 oszillierende Linie.

18 TWick Quelle: ProRealTime

19 Wick und TWick Quelle: ProRealTime

20 Der Wick-Indikator Quelle: ProRealTime

21 Der Wick-Indikator Quelle: ProRealTime

22 Der Wick-Indikator Quelle: ProRealTime

23 Der Wick-Indikator Quelle: ProRealTime

24 Der Wick-Indikator vor einigen Wochen im DAX Quelle: ProRealTime

25 Der Wick-Indikator aktuell im DAX Quelle: ProRealTime

26 Ist das Put/Call-Ratio in seiner heutigen Form noch verwendbar? Eine kritische Betrachtung des klassischen Put/Call-Ratios

27 Ein Call stellt das Recht dar in einer bestimmten Frist, ein bestimmtes Underlying, zu einem bestimmten Preis zu kaufen.

28 Ein Put stellt das Recht dar in einer bestimmten Frist, ein bestimmtes Underlying, zu einem bestimmten Preis zu verkaufen.

29 Das gesamte Optionsgeschäft besteht aus zwei verschiedenen Optionen: Kauf - und Verkaufsoption Da man diese jeweils kaufen oder verkaufen kann, gibt es vier Geschäftsarten: Kauf Call Verkauf Call Kaufoption Kauf Put Verkauf Put Verkaufsoption

30 Käufer und Verkäufer stehen sich in Rechten und Pflichten und Chancen/Risiken spiegelbildlich gegenüber. Käufer Kauft ein Recht - Call: Aktien zu kaufen - Put: Aktien zu verkaufen Verkäufer Geht Verpflichtung ein: - Call: Aktien zu verkaufen - Put: Aktien zu kaufen Chance: - unbegrenzt Risiko: - auf den Kapitaleinsatz (Optionsprämie) begrenzt Chance: - erhaltene Optionsprämie Risiko: - unbegrenzt (unter Umständen mehr als die erhaltene Optionsprämie)

31 Verschiedene Motivationen beim long Call Kauf Call Spekulation Positionserweiterung Übernahme Anlegermotivation Sicherung Kursniveau für geplanten Aktienkauf Portfoliomanager Positionsaufbau Schließung short Call mit Gewinn Schließung short Call mit Verlust Steigender Markt leicht steigender Markt Markterwartung gleichbleibend leicht fallender Markt Fallender Markt

32 Verschiedene Motivationen beim short Call Anlegermotivation Markterwartung Steigender Markt leicht steigender Markt gleichbleibend leicht fallender Markt Fallender Markt Verkauf Call Veroptionierung von Beständen im Gewinn Veroptionierung von Beständen als Zusatzeinnahme profitieren von fallenden Kursen ohne Kapitaleinsatz Spekulation auf fallende Vola Schließung long Call mit Gewinn Schließung long Call mit Verlust

33 Verschiedene Motivationen beim long Put Anlegermotivation Markterwartung Steigender Markt leicht steigender Markt gleichbleibend leicht fallender Markt Fallender Markt Kauf Put Absicherung Bestand Absicherung Bestand trotz noch steigender Kurse Spekulation Bestand neutralisieren (absichern) Schließung short Put mit Gewinn Schließung short Put mit Verlust

34 Verschiedene Motivationen beim short Put Verkauf Put covered verkauf Put Spekulation uncovered verkauf Put Anlegermotivation Postitionserhöhung mit short Put Spekulation auf fallende Vola Schließung long Put mit Gewinn Schließung long Put mit Verlust Steigender Markt leicht steigender Markt Markterwartung gleichbleibend leicht fallender Markt Fallender Markt

35 Verschiedene Motivationen verschiedene Kombinationen Anlegermotivation Markterwartung Steigender Markt leicht steigender Markt gleichbleibend leicht fallender Markt Fallender Markt gleichzeitiger Kauf u. Verkauf Call Kauf Call + Verkauf Call mit höherer Basis Verkauf Call + Kauf Call mit höherer Basis gleichzeitiger Kauf u. Verkauf Put Kauf Put + Verkauf Put mit niedrigerer Basis Verkauf Put + Kauf Put mit niedrigerer Basis

36 Klassische Berechnung des Put/Call-Ratio 1000 gehandelte Calls 2000 gehandelte Puts Puts / Calls = Ratio 2000 / 1000 = 2,0 nur für diesen Tag!

37 Null-Summen-Spiel Short Calls + long Puts / Long Calls + short Puts = faires Put/Call Ratio / = 1 immer 1!

38 Möglichkeiten Separierung von Anleger-Gruppen z.b. nur Privatanleger Beispiel 500 gehandelte long Calls 50 gehandelte short Calls 300 gehandelte long Puts 30 gehandelte short Puts

39 Möglichkeiten Separierung von Anleger-Gruppen z.b. nur Privatanleger Beispiel 500 gehandelte long Calls 50 gehandelte short Calls 300 gehandelte long Puts 30 gehandelte short Puts / = 350 / 530 = 0,66 faires P/C-Ratio Auch nur auf Tagesbasis

40 Berechnung des fairen P/C auf Bestandsbasis Problem: Meinung bei Positionen im Bestand eine andere emotionale Lage als ohne Bestand

41 Fazit Das Put/Call-Ratio darf nicht ohne zusätzliche Indikatoren oder anderer Hilfsmittel angewendet werden Verfeinerungsversuche haben nicht den gewünschten Erfolg erzielt Die unterschiedlichen Interessen der verschiedenen Anleger beim Öffnen oder Schließen von Positionen widersprechen der Annahme, dass ein Call immer Long und ein Put immer short zu interpretieren ist

42

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