Die steuerbilanzielle Erfassung von Finanzinstrumenten

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Die steuerbilanzielle Erfassung von Finanzinstrumenten"

Transkript

1 Holger Häuselmann Die steuerbilanzielle Erfassung von Finanzinstrumenten Bilanzsteuerliche Aspekte des Wertpapierhandels der Kreditinstitute 10. Auflage

2 Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Holger Häuselmann Bockenheimer Anlage Frankfurt am Main T E Diese Informationen sind nicht als umfassende Darstellung gedacht und können eine individuelle Rechtsberatung nicht ersetzen. Freshfields Bruckhaus Deringer LLP 2010

3 3 Inhalt A. Die Geschäftsbereiche der Kreditinstitute... 9 I. Die Gegenstände des Wertpapierhandels... 9 II. Der Wertpapiereigenhandel der Kreditinstitute B. Der Ansatz von Finanzinstrumenten I. Allgemeine und besondere Ansatzvorschriften bei Kreditinstituten II. Die steuerliche Gewinnermittlung bei Kreditinstituten Die Maßgeblichkeit der Handelsbilanz ( 5 Abs. 1 EStG) Bankspezifische GoB Die Maßgeblichkeit der Bankbilanz ( 340ff. HGB) III. Ansatzfragen bei Vermögensgegenständen Begriff des Vermögensgegenstandes Bilanzierung von Sachgesamtheiten IV. Persönliche Zuordnung von Finanzinstrumenten Allgemeines Personenmehrheiten Sicherungsrechte Treuhandverhältnisse Kommissionsgeschäfte V. Zeitliche Zuordnung von Finanzinstrumenten Allgemeines Rückwirkende Vereinbarungen Zugang und Abgang von Wertpapieren Aktivierung von Zinsansprüchen Aktivierung von Dividendenansprüchen Ausschüttungen aus Investment-Anteilscheinen C. Die Bewertung von Finanzinstrumenten I. Die Bewertung des Wertpapierbestandes bei Kreditinstituten Die Wertpapierkategorien des Bankbilanzrichtlinie-Gesetzes Die Wertpapierkategorien des KWG ( 1 Abs. 12 KWG) Handelsrechtliche Bewertungsgrundsätze ( 253ff. HGB) Steuerrechtliche Bewertungsgrundsätze ( 6 EStG)... 42

4 4 II. Verluste aus Termingeschäften Regelungsinhalt Sachlicher Anwendungsbereich Eingeschränkter Anwendungsbereich für Kreditinstitute Ermittlung des Verlusts aus Termingeschäften Rechtsfolgen D. Kompensatorische Bewertung I. Kompensatorische Bewertung in der Handelsbilanz Grundsatz der Einzelbewertung ( 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB) Micro-Hedge Macro-Hedge Portfolio-Bewertung II. Kompensatorische Bewertung in der Steuerbilanz Maßgeblichkeit der Handelsbilanz ( 5 Abs. 1 EStG) Die Rechtsprechung zur kompensatorischen Bewertung Micro-Hedge Macro-Hedge Bewertung des Währungsergebnisses ( 340h HGB) Portfolio-Bewertung III. Kompensatorische Bewertung und steuerliche Bemessungsgrundlagen Einkunftskategorien Kapitalertragsteuer (Zinsabschlag) Ausländische Einkünfte ( 34d EStG) Doppelbesteuerungsabkommen Gewerbesteuer IV. Interne Geschäfte Der Begriff des internen Geschäfts Wertpapiereigenhandel, Global Trading und interne Geschäfte Steuerliche Fragen im Zusammenhang mit internen Geschäften E. Finanzinstrumente I. Wertpapierdarlehensgeschäfte Grundlagen Rechtscharakter Bilanzierung beim Darlehensgeber Bilanzierung beim Darlehensnehmer Sonderfälle... 83

5 5 II. Repogeschäfte Der Begriff des Repo- bzw. Pensionsgeschäftes Das echte Pensionsgeschäft mit Wertpapieren ( 340b Abs. 2) Das unechte Pensionsgeschäft mit Wertpapieren ( 340b Abs. 3 HGB) III. Optionsgeschäfte Grundlagen Bilanzierung und Bewertung von Optionsrechten Bilanzierung und Bewertung von Stillhalterverpflichtungen Die bilanzielle Erfassung von Aktienoptionen Zinsoptionen Zinsbegrenzungsvereinbarungen IV. Termingeschäfte Grundlagen Aktien-Termingeschäfte Zinsfutures Forward Rate Agreements V. Swaps Grundlagen Bilanzielle Erfassung von Swap-Geschäften Handelsbestände Nichthandelsbestände VI. Kreditderivate Grundlagen Credit Linked Notes Credit Default Options und Credit Default Swaps Total Return Swaps F. Strukturierte Produkte I. Compound Instruments Erscheinungsformen strukturierter Produkte Bilanzrechtliche Maßstäbe zur Beurteilung von Compound Instruments Echte Compound Instruments Unechte Compound Instruments Verbundene Wertpapiere II. Convertibles und Exchangeables Merkmale Erscheinungsformen Rechtliche Einordnung

6 6 III. Optionsanleihen Bilanzierung beim Emittenten Bilanzierung beim Investor IV. Wandelanleihen Bilanzierung beim Emittenten Bilanzierung beim Investor V. Umtauschanleihen (Exchangeables) Bilanzierung beim Emittenten Erfassung beim Investor VI. Aktienanleihen (Reverse Convertibles) Erfassung beim Emittenten Erfassung beim Investor VII. Repackaged Bonds Erscheinungsformen Steuerliche Fragestellungen VIII. Stripped Bonds G. Steuerbilanzielle Erfassung von Investment-Anteilscheinen I. Fondstypen Inländische Investmentvermögen Auslandsfonds II. Bilanzierung von inländischen Investment-Anteilscheinen Erfassung in der Handelsbilanz Erfassung in der Steuerbilanz Die Anschaffungskosten von Investmentanteilen Die Bewertung von Investmentanteilen Ausschüttungen auf Investmentanteile Thesaurierende Fonds Die Veräußerung und Rückgabe von Anteilscheinen III. Anteile an Spezialfonds Rechtliche Rahmenbedingungen Rechtliche Grenzen der Beteiligung an Spezial-Sondervermögen Vorteile der Anlage in Spezialfonds Bilanzielle Erfassung Steuerbilanzielle Erfassung Erträge aus Spezialfondsanteilen Reorganisation von Spezialfonds-Engagements Master-KAG

7 7 IV. Börsengehandelte Fonds (Exchange Traded Funds) Der Markt für börsengehandelte Fonds Handelsbilanzielle Erfassung Steuerbilanzielle Erfassung von ETF Termingeschäfte auf ETF H. Steuerliche Erfassung von Eigenkapitalinstrumenten I. Genußrechte Grundlagen Bilanzielle Erfassung beim Emittenten Steuerliche Erfassung beim Emittenten Bilanzielle Erfassung beim Investor Steuerliche Erfassung beim Investor II. Stille Beteiligungen Rechtliche Rahmenbedingungen Aufsichtsrechtliche Einordnung Handelsbilanzielle Erfassung beim Geschäftsherren Steuerliche Erfassung beim Geschäftsherrn Handelsbilanzielle und steuerliche Erfassung beim stillen Gesellschafter I. Handel mit eigenen Emissionen I. Handel mit eigenen Anleihen Erwerb eigener Zinsscheine Erwerb eigener Anleihen II. Handel mit eigenen Aktien

8 8

9 9 A. Die Geschäftsbereiche der Kreditinstitute Das seit dem geltende Bankbilanzrichtlinie-Gesetz 1, genauer gesagt die 340ff. HGB, hat neue Begriffskategorien für den Wertpapierhandel der Kreditinstitute eingeführt. Ein kurzer Blick auf diese soll dazu dienen, eine leichtere Einordnung der jeweiligen Geschäfte im Hinblick auf die Bilanzierung und Bewertung zu erlauben. I. Die Gegenstände des Wertpapierhandels Die Geschäftsaktivitäten der Kreditinstitute lassen sich gegenständlich unterscheiden in: Geschäfte mit Wertpapieren 2 Geschäfte mit Finanzinstrumenten 3 Geschäfte mit Devisen 4 Geschäfte mit Edelmetallen Die Geschäfte mit Wertpapieren werden - auch innerhalb der Geschäftsbereiche der Kreditinstitute - dabei regelmäßig unterteilt in die Bereiche Eigenkapitalinstrumente (equities), namentlich Aktien, und Zinsinstrumente (fixed income), namentlich Anleihen. Besonders ausgeprägt ist regelmäßig der Bereich fixed income, indem sich - neben den Derivaten - die größte Anzahl von Finanzinnovationen feststellen läßt: eigenkapitalbezogene Anleihen (Optionsanleihen, Wandelanleihen) strukturierte eigenkapitalbezogene Anleihen, wie z.b. synthetische Wandelanleihen Umtauschanleihen (Exchangeables) Anleihen mit abtrennbaren Zinsscheinen (Stripped bonds) besicherte Schuldverschreibungen (Collateralised Loan Obligations) forderungsunterlegte Wertpapiere, wie z.b. Asset Backed Securities strukturierte Anleihen Repackaged bonds Credit linked notes Bei den Derivaten ( 2 Abs. 2 WpHG) lassen sich der Struktur nach regelmäßig unterscheiden: Optionen Termingeschäfte (Forwards, Futures) Swaps Hinsichtlich des Risikos sind für die Bilanzierung und Bewertung die Marktpreisrisiken von besonderer Bedeutung: Zinsänderungsrisiko Bankbilanzrichtlinie-Gesetz v , BGBl. I 1990, Zum Begriff der Wertpapiere vgl. 7 Abs. 1 RechKredV. Er ist weitgehend deckungsgleich mit dem Begriff Wertpapiere im Sinne des 2 Abs. 1 WpHG. Es handelt sich dabei um einen unbestimmten Begriff, der weder im HGB noch in der RechKredV definiert ist. Unter den Begriff sind u.a. folgende Geschäftsarten zu subsumieren: Zinstermingeschäfte, Zinsoptionen, Finanzswaps, Aktien- und Indexoptionen. Er darf insofern nicht mit dem weitergehenden Begriff Finanzinstrumente im Sinne des 1 Abs. 11 KWG verwechselt werden. Zu den Devisenhandelsgeschäften gehören u.a. Devisenkassageschäfte, Devisentermingeschäfte und Devisenoptionen.

10 10 Währungsrisiko Aktienkursrisiko Als weitere Risikokategorien sind zu erwähnen 5 Kreditrisiko (auch als Adressenausfallrisiko oder Bonitätsrisiko bezeichnet) Liquiditätsrisiko Länderrisiko II. Der Wertpapiereigenhandel der Kreditinstitute Bei den Geschäftsaktivitäten der Kreditinstitute ist zwischen dem Kundengeschäft und dem Eigengeschäft zu unterscheiden. Beim Eigengeschäft ist weiter zu differenzieren - was letztlich insbesondere Bedeutung für die Bewertung hat, insbesondere auch im Falle der Absicherung von Positionen (Hedge- Geschäfte): Geschäfte, die der Anlage bzw. Aufnahme von Mitteln dienen (Vermögensanlage); Geschäfte, die der (aktiven) Beteiligungspolitik dienen (strategische Anlagen); Geschäfte, die der Liquiditätssteuerung dienen; Eigenhandelsaktivitäten, die der Erzielung von Gewinnen durch die Ausnutzung von aktuellen oder zu erwartenden Preis- bzw. Wertdifferenzen dienen (proprietary trading). B. Der Ansatz von Finanzinstrumenten I. Allgemeine und besondere Ansatzvorschriften bei Kreditinstituten Für Kreditinstitute gelten gemäß 340a Abs. 1 HGB ohne Ausnahme die allgemeinen Ansatzvorschriften des ersten und zweiten Abschnitts des 3. Buches des HGB. Vorbehaltlich der Regelungen der 340ff. HGB haben Kreditinstitute die für große Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungs- und Jahresabschlußvorschriften des HGB zu beachten. Nach dem auch für Kreditinstitute geltenden Vollständigkeitsgebot, als in 246 Abs. 1 HGB fixiertem GoB, müssen im Jahresabschluß sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten sein. Ausnahmen von diesem Grundsatz sind nur im Falle anderweitiger gesetzlicher Bestimmung möglich. So sind z.b. sicherungshalber übertragene Vermögensgegenstände nicht zu erfassen ( 246 Abs. 1 Satz 2 HGB), es sei denn, es handelte sich um Barsicherheiten ( 246 Abs. 1 Satz 3 HGB). Ausnahmen vom Vollständigkeitsgrundsatz ergeben sich aus den gesetzlichen Ansatzwahlrechten und Ansatzverboten, des weiteren aus den GoB und aufgrund richterlicher Rechtsfortbildung 6. Das Saldierungsverbot ( 246 Abs. 2 HGB), das grundsätzlich auch für Kreditinstitute gilt ( 340a Abs. 2 Satz 3 HGB) 7, ist Ausfluß des Vollständigkeitsgebotes des 246 Abs. 1 HGB Im einzelnen vgl. Scharpf/Luz, Risikomanagement, Bilanzierung und Aufsicht von Finanzderivaten, 2. Aufl. 2000, S. 81ff. Adler/Dürig/Schmaltz, 6. Aufl. 1998, 246 HGB Rn Zum Saldierungsverbot im einzelnen und seinen Durchbrechungen nach 10 RechKredV, 16 Abs. 4 RechKredV, 340c HGB und 33 RechKredV, sowie 340f HGB, ferner Krumnow, Rechnungslegung der Kreditinstitute, 2. Aufl. 2004, 340a HGB Rn. 69;

11 11 Zu dem für das Handelsgeschäft der Kreditinstitute wichtigsten handelsrechtlichen Ansatzwahlrecht gehört die Möglichkeit nach 250 Abs. 3 HGB ein Disagio als aktiven Rechnungsabgrenzungsposten auszuweisen, sowie die Möglichkeit zur Nominalwertbilanzierung nach 340e Abs. 2 HGB. II. Die steuerliche Gewinnermittlung bei Kreditinstituten 1. Die Maßgeblichkeit der Handelsbilanz ( 5 Abs. 1 EStG) Nach 5 Abs. 1 Satz 1 EStG ist bei Gewerbetreibenden, die auf Grund gesetzlicher Vorschriften verpflichtet sind, Bücher zu führen und regelmäßig Abschlüsse zu machen, für die steuerliche Gewinnermittlung für den Schluß des Wirtschaftsjahres das Betriebsvermögen anzusetzen, das nach den handelsrechtlichen GoB auszuweisen ist. Dieser sog. Grundsatz der Maßgeblichkeit der Handelsbilanz für die Steuerbilanz (Maßgeblichkeitsgrundsatz) gilt uneingeschränkt auch für die Gewinnermittlung bei nach 340ff. HGB rechnungslegungspflichtigen Kreditinstituten. Der Ansatz für Vermögensgegenstände und Schulden, die nach Handelsrecht zu bilanzieren sind, muß grundsätzlich auch für die Zwecke der Besteuerung zugrundegelegt werden 9. Die GoB-konformen Bewertungsregeln des HGB sind nur von subsidiärer Bedeutung. Sie sind nur dann und insoweit maßgeblich, als die gemäß 5 Abs. 6 EStG vorrangigen steuerlichen Bewertungsregelungen der 6ff. EStG, einschließlich der steuerlichen Regelungen über die Entnahmen und Einlagen ( 4 Abs. 1 EStG), wegen Lückenhaftigkeit nicht greifen Abs. 1 Satz 1 EStG verweist nicht auf die Handelsbilanz selbst, sondern auf das nach handelsrechtlichen GoB anzusetzende Betriebsvermögen. In seinem Beschluß vom hat der Große Senat des BFH noch einmal ausdrücklich festgestellt, daß der in 5 Abs. 1 EStG normierte Maßgeblichkeitsgrundsatz in der Bindung an die GoB besteht, und damit nicht in einer Bindung an das HGB und schon gar nicht in einer Bindung an die konkrete Handelsbilanz 11. Nach dem Maßgeblichkeitsgrundsatz seien die für alle Kaufleute verbindlichen GoB zu beachten. Für die Erstellung der Steuerbilanz i.s. des 60 Abs. 2 Satz 2 EStDV ist daher festzustellen, inwieweit die in der Handelsbilanz eines Kreditinstitutes nach Maßgabe der 340ff. HGB bzw. der RechKredV vorgenommenen Ansätze GoB-konform sind. Handelsrechtliche GoB Naumann, Bewertungseinheiten im Gewinnermittlungsrecht der Banken, Düsseldorf 1995, 48f.; Ausschuß für Bilanzierung des BdB, Bankbilanzrichtlinie-Gesetz, Arbeitsmaterialien zur Anwendung von Bilanzrichtlinien-Gesetz und Rechnungslegungsverordnung, Köln 1993, S. 71ff.; Birck/Meyer, Die Bankbilanz, 3. Aufl. 1989, S. II 140ff. Förschle/Kroner, in: Beck Bil-Komm., 5. Aufl. 2003, 246 HGB Rn. 80. BFH v , GrS 7/89, BStBl. II 1991, 691. Im einzelnen dazu BFH v , IV R 87/92, BStBl. II 1994, 176; Weber-Grellet, Handelsrechtliche Bewertungswahlrechte in der Steuerbilanz, DB 1994, 2405; Weber- Grellet, in: L. Schmidt, 24. Aufl., 5 EStG Rn. 35; Glanegger, in: L. Schmidt, 24. Aufl., 6 EStG Rn. 17f.; Dziadkowski, in: Beck HdR B 120 Rn. 23ff.; Herzig, in: Küting/Weber, Handbuch der Rechnungslegung, 5. Aufl. [2002], Kap 3 Rn. 21ff.; Förschle, in: Beck Bil-Komm., 5. Aufl. 2003, 243 HGB Rn. 112; Stobbe, in: Herrmann/Heuer/Raupach [1994], 6 EStG Rn. 47 und 79, jeweils m.w.n. BFH v , GrS 2/93, BStBl. II 1997, 735 (mit Anm. Weber-Grellet, DStR 1997, 1446).

12 12 sind jene Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB, die für alle Kaufleute gelten 12. Nach allgemeinem Verständnis sind GoB rechtsform-, branchen- und konzernunabhängig 13. Dies folgt nicht zuletzt aufgrund des Gebots der Gleichmäßigkeit der Besteuerung. Die wichtigsten dieser Grundsätze sind in den HGB kodifiziert worden 14, ohne daß jedoch damit das Schicksal der sog. ungeschriebenen GoB berührt worden wäre. Umgekehrt werden nicht alle Vorschriften des Dritten Buches, auch des Ersten Abschnitts ( HGB), als GoB angesehen 15. Nicht zu den GoB zählen nach h.m. die in den 264ff. HGB enthaltenen Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften 16. Gleiches gilt für die geschäftszweigbezogenen Regelungen der 340ff. HGB 17, die nach Ansicht der Literatur allenfalls im Wege der Analogie auf das Bilanzsteuerrecht übertragen werden, sofern dafür im Einzelfall die Voraussetzungen vorliegen 18. Die Stellungnahmen des IDW sind keine GoB 19. Sie können lediglich als Entscheidungshilfe für die Findung von GoB dienen 20. Insbesondere sind die jüngeren Stellungnahmen des IDW, die durch eine Umwertung des HGB in Richtung IAS gekennzeichnet sind, für die steuerliche Gewinnermittlung ohne Bedeutung 21. Die International Accounting Standards (IAS) bzw. die International Financial Reporting Standards (IFRS) gehören nicht zu den GoB 22, auch wenn sie gestützt auf die VO (EG) Nr. 1606/2002 vom übernommen wurden und den Konzernabschlüssen für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1. beginnen, zugrunde zu legen sind ( 315a HGB) 24. Gleiches gilt für die die US-GAAP Schreiber, in: Blümich, EStG/KStG/GewStG [2003], 5 EStG Rn. 206; Christiansen, Zum Grundsatz der Einzelbewertung insbesondere zur Bildung so genannter Bewertungseinheiten, DStR 2003, 264; Küting/Kessler, Handels- und steuerbilanzielle Rückstellungsbildung, DStR 1989, 656; Söffing, Für und Wider den Maßgeblichkeitsgrundsatz, FS Budde, S. 635, 642. Ballwieser, in: MK-HGB, 1. Aufl. 2001, 243 HGB Rn. 68. Ebenso Herzig, in: Küting/Weber, 5. Aufl. 2002, Kap. 3 Rn. 6. Vgl. Förschle, in: Beck Bil-Komm., 5. Aufl. 2003, 243 HGB Rn. 31. Dziadkowski, in: Beck HdR B 120 Rn. 3. Vgl. Schreiber, in: Blümich, EStG/KStG/GewStG [2003], 5 EStG Rn. 207; Glanegger, in: L. Schmidt, 24. Aufl., 6 EStG Rn. 17. Anders Abschn. 29 Abs. 1 Satz EStH Schreiber, in: Blümich, EStG/KStG/GewStG [2003], 5 EStG Rn. 207; Plewka/Schmidt, in: Lademann, Kommentar zum Körperschaftsteuergesetz, 5 KStG [1998] Rn Weber-Grellet Handelsrechtliche Bewertungswahlrechte in der Steuerbilanz, DB 1994, Hüffer, in: GK-Bilanzrecht, 1. Aufl. 2002, 238 HGB Rn. 45. So auch WP-Handbuch 2000, Bd. I, 12. Aufl. 2000, Rn. E 5. Vgl. insbesondere IDW, Zur Bilanzierung strukturierter Produkte (IDW RH BFA 1.003), WPg 2001, 916; IDW, Zweifelsfragen der Bilanzierung von asset-backed-securities- Gestaltungen und ähnlichen Transaktionen (IDW RS HFA 8), WPg 2002, Schreiber, in: Blümich, EStG/KStG/GewStG [2003], 5 EStG Rn. 209; Budde/Steuber, Verfassungsrechtliche Voraussetzungen zur Transformation internationaler Rechnungslegungsgrundsätze, DStR 1998, 504, 506. VO (EG) Nr. 1606/2002 v , ABl. L 243 v , S. 1. Nach Art. 4 VO (EG) Nr. 1606/2002 v ist dies der Fall, wenn es sich um eine Gesellschaft handelt, deren Wertpapiere in einem EG-Mitgliedsstaat zum Handel im geregelten Markt (i.s. des Art. 1 Abs. 13 der RL 93/22/EWG v

13 13 Die vom Bundesjustizministerium im Bundesanzeiger bekannt gemachten Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) des Deutschen Rechnungslegungs Standards Comittee (DRSC) 26 haben nach 342 Abs. 2 HGB die widerlegbare 27 - Vermutung für sich, daß sie die die Konzernrechnungslegung betreffenden GoB beachten. Damit mag zwar eine mittelbare Beeinflussung der GoB verbunden sein, für die steuerliche Gewinnermittlung haben die DRS jedoch keine Bedeutung 28. Die Beschränkung der Vermutung auf die Fälle der Konzern-Rechnungslegung war jedenfalls genau aus diesem Grunde getroffen worden Bankspezifische GoB Basierend auf der Grundthese, GoB könnten nur jene Grundsätze sein, die für alle Kaufleute gelten, wird die Frage, ob es branchenspezifische und insbesondere bankspezifische GoB gibt, von der h.m. negativ beantwortet 30. Wenn von einer bankenspezifischen Konkretisierung von GoB die Rede ist 31, steht dies der Grundaussage nicht entgegen. Dies beruht allein darauf, daß in einer Branche wie der Kreditwirtschaft sich bestimmte Arten von Geschäftsvorfällen häufen (z.b. Devisengeschäfte) oder bestimmte Fragestellungen nur für bestimmte Branchen relevant sind. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um branchenspezifische GoB, sondern um geschäftsspezifische GoB 32, die dann auch der steuerlichen Gewinnermittlung zugrunde zu legen sind. Dies gilt beispielsweise für die Rechnungslegung von derivativen Finanzinstrumenten Wertpapierdienstleistung-Richtlinie) zugelassen sind. Handelt es sich bei den börsennotierten Wertpapieren nicht um Aktien, sondern nur um Schuldtitel, gilt dies für die Geschäftsjahre ab dem (Art. 57 EGHGB). Schreiber, in: Blümich, EStG/KStG/GewStG [2003], 5 EStG Rn Vgl. dazu Krumnow, Rechnungslegung der Kreditinstitute, 2. Aufl. 2004, 340a HGB Rn. 30. Zur Kommentierung der bankrelevanten Rechnungslegungsstandards DRS 2-10, 3-10, 5-10 und 6 vgl. Krumnow, Rechnungslegung der Kreditinstitute, 2. Aufl. 2004, Kapitel III, S Vgl. Ebke, in: MK-HGB, 1. Aufl. 2001, 342 HGB Rn. 23. Hoffmann, in: Littmann/Bitz/Pust, Das Einkommensteuerrecht [2001], 4,5 EStG Rn Vgl. Ernst, KonTraG und KapAEG sowie aktuelle Entwicklungen zur Rechnungslegung und Prüfung in der EU, WPg 1998, Vgl. Ballwieser, Zur Frage der Rechtsform-, Konzern- und Branchenunabhängigkeit der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, in: FS Budde, München 1995, 43, 58ff. m.w.n.; Krumnow, Rechnungslegung der Kreditinstitute, 2. Aufl. 2004, 340e HGB Rn. 68; Finne, Bilanzielle Berücksichtigung von Kurssicherungen, Bilanzielle Berücksichtigung von Kurssicherungen, BB 1991, 1295, 1301; Windmöller, Deckungsgeschäfte und Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, in: IDW, Bericht über die Fachtagung 1988, Düsseldorf 1989, 89, 101. Naumann, Bewertungseinheiten im Gewinnermittlungsrecht der Banken, Düsseldorf 1985, S. 40ff.; Windmöller, Deckungsgeschäfte und Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, in: IDW-Fachtagung 1988, Düsseldorf 1989, S. 89, 101. So zu recht Elkart, Die Finanzinstrumente in der (externen) Rechnungslegung, in: IDW- Fachtagung 1994, Düsseldorf 1985, S. 365, 368; Naumann, Bewertungseinheiten im Gewinnermittlungsrecht der Banken, Düsseldorf 1985, S. 43. Ebenso Krumnow, Rechnungslegung der Kreditinstitute, 2. Aufl. 2004, 340e HGB Rn. 328.

14 14 Das KWG enthält keine GoB. Seine Vorschriften sind ohne Auswirkung auf die steuerliche Gewinnermittlung 34. Richtlinien und Verlautbarungen der Bankaufsichtsbehörden können Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung Geltung verschaffen 35. Dies bedeutet jedoch nur, daß ihnen wie auch z.b. der Rechtsprechung des BFH GoB entnommen werden können, nicht jedoch, daß sie per se solche begründen Die Maßgeblichkeit der Bankbilanz ( 340ff. HGB) a) Maßgeblichkeit der 340ff. HGB In der Literatur wird vereinzelt die Ansicht vertreten, aufgrund des Maßgeblichkeitsgrundsatzes ( 5 Abs. 1 EStG) seien die Sondervorschriften der 340 bis 340h HGB auch bei der steuerlichen Gewinnermittlung zu beachten 37. Die These, die 340ff. HGB insgesamt seien GoB, deren Geltung jedoch infolge der Anwendungsregelung des 340 HGB auf den Kreis der Kreditinstitute i.s. des 1 Abs. 1 KWG und der Zweigstellen nach 53 Abs. 1 KWG beschränkt sei, könnte mit Verweis auf die Versicherungsbilanz-Normen der 341ff. HGB belegt werden. Die Sonderregelung des 20 Abs. 1 KStG 1977 zur versicherungstechnischen Rückstellung in der Steuerbilanz wurde nämlich durch das Versicherungsbilanzrichtlinie-Gesetz vom mit der Begründung aufgehoben, die Norm sei wegen des für die Steuerbilanz maßgeblichen 341e Abs. 1 Satz 1 HGB überflüssig geworden 39. Entsprechendes müßte dann für die Maßgeblichkeit der 340ff. HGB gelten. Daran müssen jedoch Zweifel angemeldet werden. Nach allgemeinen Grundsätzen über den Wirkungsgrad von GoB für die steuerliche Gewinnermittlung und aufgrund des steuerlichen Bewertungsvorbehalts ( 5 Abs. 6 EStG) können die Bewertungsvorschriften 340e-g HGB grundsätzlich keine Bedeutung für die Steuerbilanz haben 40. b) Einlagen stiller Gesellschafter ( 25 Abs. 1 Satz 1 RechKredV) Im Jahresabschluß der Kreditinstitute sind Einlagen stiller Gesellschafter als Unterposten des Eigenkapitals auszuweisen ( 25 Abs. 1 Satz 1 RechKredV). Dies ist jedenfalls dann der Fall, wenn die Kriterien des 10 Abs. 4 KWG erfüllt sind, d.h. die stille Einlage bis zur vollen Höhe am Verlust teilnimmt, nachrangig ist und eine Mindestlaufzeit von 5 Jahren hat 41. Nach Ansicht der Literatur soll dies auch dann gelten, wenn eine stille Beteiligung nicht als bankaufsichtsrechtliches Eigenkapital eingeordnet werden kann 42. Die Regelung des 25 Abs. 1 Satz 1 RechKredV hat keine Bedeutung für die Steuerbilanz. Ob es sich um Eigenoder Fremdkapital handelt, bestimmt sich nach GoB, nicht nach dem Ausweis in der BFH v , I R 92/94, BStBl. II 1995, 594; EStG/KStG/GewStG [2003], 5 EStG Rn BFH v , I R 157/85, BStBl. II 1990, 639. Schreiber, in: Blümich, Döllerer, Grundsätze ordnungsmäßiger Bilanzierung, deren Entstehung und Ermittlung, WPg 1959, 653. Balmes, in: Herrmann/Heuer/Raupach [2002], 8 KStG Rn. 26 Kreditinstitute ; Holzmüller/Laube, Steuerpraxis der Kreditinstitute (StPK), Allgemeine Bilanzierungsfragen, Rn (Seite 3); Schreiber, in: Blümich, EStG/KStG/GewStG, 6 EStG Rn. 98, 207. BGBl. I 1994, BT-Drs. 12/7646 v , S. 7. Grewe, in: Hofbauer/Kupsch [1994], 340f HGB Rn. 34. Krumnow, Rechnungslegung der Kreditinstitute, 2. Aufl. 2004, 25 RechKredV Rn. 6. Vgl. Bieg, Die externe Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute, 1. Aufl. 1998, S. 291.

15 15 Bankbilanz. Von daher sind auch bei Kreditinstituten typisch stille Einlagen als Fremdkapital zu erfassen 43. c) Pensionsgeschäfte ( 340b HGB) 340b HGB über die handelsbilanzielle Erfassung von Pensionsgeschäften wird von zahlreichen Autoren als eine Vorschrift angesehen, die eine Kodifizierung von GoB darstellt. Insoweit würden diese Regelungen soweit sie Pensionsgeschäfte im engeren Sinne betreffen - für alle Kaufleute gelten und wären damit maßgeblich für die Steuerbilanz - auch für die von Kreditinstituten 44. d) Währungsumrechnung ( 340h HGB) Von einzelnen Autoren in der Fachliteratur wird für die Währungsumrechnung nach 340h HGB angenommen, daß es sich um eine Kodifizierung von GoB handele, so daß im Ergebnis die Norm maßgeblich für die steuerliche Gewinnermittlung sei 45. Zumindest sei dem zu folgen, wenn Unternehmen anderer Branchen ihre Währungsgeschäfte auf dieselbe Art und Weise betrieben wie Kreditinstitute 46. Die herrschende Meinung und wohl auch der BFH 47 teilt diese Ansicht jedoch nicht und sieht in 340h HGB eine Sondervorschrift für Kreditinstitute 48. e) Nominalwertbilanzierung ( 340e Abs. 2 HGB) 340e Abs. 2 HGB räumt Kreditinstituten das Wahlrecht 49 ein, Forderungen insbesondere aus Schuldscheindarlehen, Namensschuldverschreibungen und Hypothekendarlehen in Abweichung vom Anschaffungskostenprinzip ( 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) zum Nennbetrag anzusetzen und den Unterschiedsbetrag passiv abzugrenzen. Dies gilt unabhängig davon, ob Ebenso BMF v (Az. IV C 6 S 2742a 10/99) mit Verweis auf BMF v , BStBl. I 1995, 25 Tz. 28 (Anwendungsschreiben zu 8a KStG). Vgl. auch OFD Kiel v , FR 2001, 43. Weber-Grellet, in: L. Schmidt, 24. Aufl., 5 EStG Rn. 56; Krumnow, Rechnungslegung der Kreditinstitute, 2. Aufl. 2004, 340b HGB Rn. 44; Grewe, in: Hofbauer/Kupsch [1994], 340b HGB Rn. 67, 91. Weber-Grellet, in: L. Schmidt, 24. Aufl., 5 EStG Rn. 56; Schreiber, in: Blümich, EStG/KStG/GewStG [2003], 5 EStG Rn. 232; Claussen, Das neue Rechnungslegungsrecht der Kreditinstitute, DB 1991, 1129, 1132; Finne, Bilanzierung von Fremdwährungstransaktionen im handelsrechtlichen Jahresabschluß, DB 1992, 338, 339. Scharpf, Handbuch Bankbilanz, 2. Aufl. 2004, S Vgl. Christiansen, Zum Grundsatz der Einzelbewertung insbesondere zur Bildung so genannter Bewertungseinheiten, DStR 2003, 264 (Wiedergabe des nicht rechtskräftig gewordenen Gerichtsbescheids v , I R 87/00). Selchert, in: Küting/Weber, Handbuch 5. Aufl. [2002], 252 HGB Rn. 73; Krumnow, Rechnungslegung der Kreditinstitute, 2. Aufl. 2004, 340h HGB Rn. 1f.; Grewe, in: Hofbauer/Kupsch [1994], 340b HGB Rn. 2; Gebhardt/Breker, Bilanzierung von Fremdwährungstransaktionen im handelsrechtlichen Jahresabschluß, DB 1992, 339; Berger/M. Ring, in: Beck Bil-Komm., 5. Aufl. 2003, 249 HGB Rn. 100 'Devisentermingeschäfte'. Vgl. auch Christiansen, Zum Grundsatz der Einzelbewertung insbesondere zur Bildung so genannter Bewertungseinheiten, DStR 2003, 264. Art. 35 Abs. 3 Buchstabe a EG-BBRL (RL 86/635/EWG v , ABl. EG L 372, 1) geht vom Anschaffungskostenprinzip aus, eröffnet jedoch ein Mitgliedsstaatenwahlrecht zur Nominalwertbilanzierung. Zur Nominalwertbilanzierung vgl. auch Scharpf, Handbuch Bankbilanz, 2. Aufl. 2004, S. 84 und 118ff.

16 16 das Kreditinstitut die Forderungen originär begründet oder im Zweiterwerb im Markt angekauft hat. Für Wertpapiere gilt das Prinzip der Nominalwertbilanzierung nicht 50. Wertpapiere, die mit einem umlaufbedingten Agio oder einem umlaufbedingten Disagio erworben werden, sind mit den Anschaffungskosten anzusetzen; ein Ansatz zum Nominalwert und die Bildung eines Rechnungsabgrenzungspostens für den Disagio- bzw. Agio-Betrag sind nicht zulässig 51. Namensschuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen 52 gehören zum Kreis der sog. Buchforderungen, die einer Nominalwertbilanzierung nach 340e Abs. 2 HGB zugänglich sind. Auch sog. vinkulierte Inhaberpapiere, d.h. Inhaberpapiere die im Wege der Umschreibung in Namenspapiere umgewandelt wurden, gehören zum Kreis der "Buchforderungen". Im Ergebnis bestehen beim derivativen Erwerb von Buchforderungen über dem Nennbetrag (Über-pari-Erwerb) handelsrechtlich folgende drei Erfassungsvarianten: Die Forderungen werden nach allgemeinen Grundsätzen mit den Anschaffungskosten aktiviert ( 253 Abs. 1 Satz 1 HGB). Die Folgebewertung richtet sich nach 253 Abs. 2 oder 3 HGB. Die Forderungen werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt ( 340e Abs. 2 Satz 1 HGB). Der Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten und Nennbetrag wird als Rechnungsabgrenzungsposten auf die Aktivseite aufgenommen und über die Restlaufzeit aufwandswirksam aufgelöst ( 340e Abs. 2 Satz 3 HGB). Die Forderungen werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt ( 340e Abs. 2 Satz 1 HGB). Der Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten und Nennbetrag wird sofort aufwandswirksam 53. Die steuerliche Beurteilung der Nominalwertbilanzierung ist noch nicht abschließend geklärt: Nach Ansicht zahlreicher Autoren handelt es sich bei den in 340e Abs. 2 HGB zum Ausdruck kommenden Prinzipien um GoB 54, die zumindest bei Kreditinstituten auch bei der steuerlichen Gewinnermittlung zu beachten seien 55. Es gibt dazu jedoch auch ablehnende Stimmen 56. Die Finanzverwaltung hat bislang weder zur Frage der Anwendung der 340ff. HGB im allgemeinen noch zur Anwendung des 340e Abs. 2 HGB im besonderen Stellung genommen BT-Drs. 11/6786, S. 26; Kröll/Balzer, in: Heymann, 2. Aufl. 1999, 340e HGB Rn. 14. Birck/Meyer, Die Bankbilanz, 3. Aufl. 1989, S. V 256. Vgl. ferner Scharpf/Luz, Risikomanagement, Bilanzierung und Aufsicht von Finanzderivaten, 2. Aufl. 2000, S Vgl. Krumnow, Rechnungslegung der Kreditinstitute, 2. Aufl. 2004, 340e HGB Rn. 54. Krumnow, Rechnungslegung der Kreditinstitute, 2. Aufl. 2004, 340e HGB Rn. 57. Krumnow, Rechnungslegung der Kreditinstitute, 2. Aufl. 2004, 340e HGB Rn. 49f. ; Kröll/Balzer, in: Heymann, 2. Aufl. 1999, 340e HGB Rn. 13. So Schreiber, in: Blümich, EStG/KStG/GewStG [2003], 5 EStG Rn. 98, 920 Wechsel ; Ellrott/Schmidt-Wendt, in: Beck Bil-Komm., 5. Aufl. 2003, 255 HGB Rn. 255; Kleinle, in: Herrmann/Heuer/Raupach [2000], 6 EStG Rn. 938; Krumnow, Rechnungslegung der Kreditinstitute, 2. Aufl. 2004, 340e HGB Rn. 55; Marsch-Barner/Schröer, in: GK-HGB, 340e HGB Rn. 11. Vgl. Wiedemann, Bilanzrecht, 2. Aufl. 2003, 340e HGB Rn. 22. Ablehnend zur Nominalwertbilanzierung auch Birck/Meyer, Die Bankbilanz, 3. Aufl. 1989, S. V 131. Offen gelassen von Heuer, in: Herrmann/Heuer/Raupach [1995], 6 EStG Rn

17 17 Der BFH hatte sich in seinem Wechseldiskont-Urteil vom für das Anschaffungskostenprinzip beim Erwerb von Forderungen ausgesprochen. Im Hinblick auf den nicht entscheidungserheblichen 340e Abs. 2 HGB merkte er an: Es kann dahingestellt bleiben, welche Auswirkungen der erweiterte Anschaffungskostenansatz i.s. des 340e Abs. 2 HGB auf den Anschaffungskostenbegriff des 6 Abs. 1 Nrn. 1 und 2 EStG und damit auf die Steuerbilanz hat. Im Rahmen der steuerlichen Analyse kann an 25 HBG a.f. erinnert werden. Durch 25 HBG war die Erlaubnis zur Nominalwertbilanzierung für Hypothekenbankforderungen auch für sekundär erworbene Forderungen 58 explizit geregelt. Der Gesetzgeber des Bilanzrichtlinie-Gesetzes hat 340e Abs. 2 HGB als Fortsetzungsnorm des 25 HBG verstanden 59. Damit fallen auch in den Anwendungsbereich des 340e Abs. 2 HGB nicht nur vom Kreditinstitut originär begründete Forderungen, sondern auch von Dritten erworbene Forderungen 60. Zu 25 HBG wurde in der Vergangenheit regelmäßig die Ansicht vertreten, daß er nach den Grundsätzen der Maßgeblichkeit der Handelsbilanz auch für die steuerliche Gewinnermittlung gelte durchaus auch im Sinne einer Abgrenzungspflicht 61. Auch der Bundesfinanzhof hatte in seinem Urteil vom die Ansicht vertreten, die zeitliche Verteilung nach 25 HBG sei als Grundsatz ordnungsmäßiger Bilanzierung anzusehen und damit bei der steuerlichen Gewinnermittlung zu berücksichtigen. Die Finanzverwaltung war dem zunächst gefolgt, hatte dann aber später davon Abstand genommen 63. Woraus sich der GoB-Charakter der Nominalwertbilanzierung ableitet, ist nur schwer nachvollziehbar, insbesondere vor dem Hintergrund des BFH-Urteils vom (Wechseldiskont-Urteil), das noch einmal das Anschaffungskostenprinzip für Forderungen ausdrücklich festschrieb 65. Von daher ist für die Steuerbilanz unabhängig vom BFH v , I R 92/94, BStBl. II 1995, 594, 596. Vgl. Bellinger/Kerl, Hypothekenbankgesetz, 2. Aufl. 1979, 25 HBG Anm. 2. BT-Drs. 11/6275 v , S. 22. So auch Grewe, in: Bonner Handbuch der Rechnungslegung, 340e HGB Rn. 34; Krumnow, Rechnungslegung der Kreditinstitute, 2. Aufl. 2004, 340e HGB Rn. 52. Grewe, in: Bonner Handbuch der Rechnungslegung, 340e HGB Rn. 39; Kröll/Balzer, in: Heymann, 2. Aufl. 1999, 340e HGB Rn. 14. Vgl. Bellinger/Kerl, Hypothekenbankgesetz, 2. Aufl. 1979, 25 HBG Anm. 14. BFH v , I 52/64, BStBl. II 1969, 18, 22. Ablehnend dazu Bauer, in: Kirchhof/Söhn/Mellinghoff, Einkommensteuergesetz [2001], 5 EStG Rn. F 263. OFD Frankfurt v (LX ); FM Nordhein-Westfalen (koo. Ländererlaß) v (LX ); FM Baden-Württemberg (koo. Ländererlaß) v (LX ). Hierzu ist jedoch anzumerken, daß 25 Abs. 1 HBG keine ratierliche Auflösung, sondern eine Fünftel-Auflösung vorsah. Ab dem wollte die Finanzverwaltung von dieser Abstand nehmen und nach 5 Abs. 4 EStG eine kapitalanteilige Abgrenzung auf den Zinsfestschreibungszeitraum vornehmen. Dies spricht m.e. jedoch nicht von vornherein für die Behauptung, daß die Finanzverwaltung insgesamt Abschied vom Konzept der Nominalwertbilanzierung des 25 HBG a.f. bzw. des 340e Abs. 2 HGB genommen hat. BFH v , I R 92/94, BStBl. II 1995, 595. Kritisch dazu u.a. Weber-Grellet, in: L. Schmidt, 24. Aufl., 5 EStG Rn. 270 Wechselforderungen. Wenngleich der BFH ausführte: Es kann dahingestellt bleiben, welche Auswirkungen der erweiterte Anschaffungskostenbegriff i.s. des 340e Abs. 2 HGB auf den

18 18 Handelsbilanzausweis nach allgemeinen GoB zu bilanzieren, d.h. nach dem Anschaffungskostenprinzip im Sinne des 255 HGB bzw. 6 EStG 66. III. Ansatzfragen bei Vermögensgegenständen 1. Begriff des Vermögensgegenstandes a) Vermögensgegenstand und Wirtschaftsgut Neben Rechnungsabgrenzungsposten ( 250 HGB), Bilanzierungshilfen, derivativer Firmenwerte ( 255 Abs. 4 HGB) und der 'Nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag' ( 268 Abs. 3 HGB) sind nur Vermögensgegenstände aktivierbar. Der Begriff des Vermögensgegenstandes ist gesetzlich nicht definiert, obgleich sich aus dem HGB, namentlich aus den Bestimmungen zum Inventar ( 240 Abs. 1 HGB) und zum Bilanzgliederungsschema ( 266 Abs. 2 HGB), Anhaltspunkte dafür ergeben, was als Vermögensgegenstand i.s. des 246 Abs. 1 HGB anzusehen ist 67. Der handelsrechtlichen Begriff des Vermögensgegenstandes stimmt nach allgemeinem Verständnis mit dem steuerlichen Begriff des Wirtschaftsguts überein 68. Nach überwiegender handelsrechtlicher Auffassung ist ein Vermögensgegenstand jedes nach der Verkehrsanschauung individualisierbare Gut, das sich bei wirtschaftlicher Betrachtung einzeln verwerten läßt 69. Der Inhalt des unbestimmten Rechtsbegriffs im einzelnen wird zum Teil sehr unterschiedlich ausgefüllt 70, auch wenn - gerade im Hinblick auf das Merkmal der selbständigen Verwertbarkeit - in einer Gleichstellung des Vermögens im Sinne des Bilanzrechts mit dem der Zwangsvollstreckung nach 803ff. ZPO zugänglichen Vermögen eine hinreichend präzise Begriffsbestimmung möglich wäre 71. Die steuerrechtliche Betrachtung ist weitergehend: es genügt danach, daß ein wirtschaftlicher Wert vorliegt, der nach der Verkehrsanschauung einer besonderen Bewertung zugänglich ist und im jeweiligen Einzelfall geschätzt werden kann 72. Es muß sich um eine werthaltige greifbare Einzeleinheit handeln (Greifbarkeitsprinzip). Eine selbständige Nutzbarkeit ist nicht erforderlich; auch die Anschaffungskostenbegriff des 6 Abs. 1 Nrn. 1 und 2 EStG und damit auf die Steuerbilanz hat. Für eine steuerbilanzielle Erfassung je nach dem in der Handelsbilanz nach 340e Abs. 2 HGB oder 341c Abs. 2 HGB ausgeübten Wahlrecht Ellrott/Schmidt-Wendt, in: Beck Bil- Komm., 5. Aufl. 2003, 255 HGB Rn Adler/Düring/Schmaltz, 6. Aufl. 1998, 246 HGB Rn. 10. BFH v , GrS 2/99, BStBl. II 2000, 632; BFH v , GrS 2/86, BStBl. II 1988, 348; IDW, Zur Frage der Bedeutung aktienrechtlicher Bewertungsvorschriften für das Steuerrecht, WPg 1967, 666, 668. Dazu auch Weber-Grellet, in: L. Schmidt, 24. Aufl., 5 EStG Rn. 93ff.; Schreiber, in: Blümich [2003], 5 EStG Rn. 304; Tiedchen, in: Herrmann/Heuer/Raupach [2002], 5 EStG Rn So Adler/Düring/Schmaltz, 6. Aufl. 1998, 246 HGB Rn. 26. Vgl. dazu Hachenburg/Goerdeler/Müller 42 GmbHG Rn. 50ff.; Knapp, Was darf der Kaufmann als seine Vermögensgegenstände bilanzieren?, DB 1971, 1121; Lutz, in: HdJ, Abt. I/4 [1998] Rn. 21ff.; Westerfelhaus, Zwei-Stufen-Ermittlung zum bilanzierungsfähigen Vermögensgegenstand, DB 1995, 885; Ballwieser, in: Beck HdR B 131 [2002] Rn. 10ff.; Kußmaul, in: Küting/Weber, Handbuch der Rechnungslegung, 5. Aufl. [2003], Kap 36 Rn. 1ff.; jeweils m.w.n. So Tiedchen, Der Vermögensgegenstand im Handelsbilanzrecht, Köln 1991, S. 176f. Vgl. BFH v , VIII R 28/95, BStBl. II 1998, 505.

19 19 Übertragbarkeit soll kein zwingendes Tatbestandsmerkmal eines Wirtschaftsguts sein 73. Für Kreditinstitute ergibt sich auch vor dem Hintergrund ihrer Branche bzw. ihrer spezifischen Geschäftstätigkeit nichts anderes, selbst wenn der Begriff des Vermögensgegenstandes als "wirtschaftlicher Begriff" zu verstehen ist. b) Zusammenfassung selbständiger Vermögensgegenstände Die Vereinbarung eines Gesamtkaufpreises für mehrere einzelne Vermögensgegenstände, selbst wenn sie funktionell und technisch so aufeinander abgestimmt sind, daß sie eine wirtschaftliche Einheit (Sachinbegriff) bilden, rechtfertigt beim Erwerber keine Bilanzierung als ein Vermögensgegenstand 74. Umgekehrt werden allein durch die Vereinbarung einzelner Kaufpreise für Teile eines Vermögensgegenstandes nicht mehrere Vermögensgegenstände geschaffen 75. Wird unter Abweichung von der strengen Einzelbewertung von verschiedenen Vermögensgegenständen und schwebenden Geschäften eine kompensatorische Bewertung vorgenommen (Bildung einer sog. Bewertungseinheit), so entsteht damit kein neuer Vermögensgegenstand, da die in eine Bewertungseinheit eingehenden Vermögensgegenstände weiterhin selbständig verwertbar bleiben 76. Auch ein Handelsportfolio oder ein Handelsbuch bildet demnach keinen eigenständigen Vermögensgegenstand. Dem Ansatz eines Vermögensgegenstandes, insbesondere einer Forderung, steht nicht entgegen, daß dessen Wert nur geschätzt werden kann 77, es sei denn, es fehlte jeglicher Anhaltspunkt für eine vorsichtige kaufmännische Schätzung 78. Dementsprechend kann bei einer Abrechnung von geschriebenen Optionen, die im sog. Future-Style-Verfahren abgerechnet werden, d.h. die Prämie wird erst bei Verfall, Ausübung oder Glattstellung gezahlt 79, nicht auf eine Aktivierung verzichtet werden 80. Bei sog. Contingent Premium Options wird bei Geschäftsabschluß zwar eine zu zahlende Prämie vereinbart, die Zahlungsverpflichtung tritt jedoch nur bei Eintritt einer im vorhinein bestimmten Bedingung ein, z.b. daß die Option im Geld ist. Der Anschaffungsvorgang ist in diesem Fall durch Ausweis einer entsprechenden Verbindlichkeit neutral zu halten 81. Eine "Saldierung" von Optionsrecht und Verbindlichkeit und damit im Ergebnis eine Behandlung wie ein schwebendes Geschäft ist unzulässig 82 ; eine solche Vorgehensweise verstößt gegen das Vollständigkeitsgebot Vgl. Schreiber, in: Blümich [2003], 5 EStG Rn. 306 m.w.n. Dazu auch Tiedchen, in: Herrmann/Heuer/Raupach [2002], 5 EStG Rn. 345 m.w.n. Adler/Düring/Schmaltz, 6. Aufl. 1998, 246 HGB Rn. 35. Zum Begriff des Gesamtpreises und dessen Aufteilung vgl. Adler/Düring/Schmaltz, 6. Aufl. 1995, 255 HGB Rn. 104ff.; Winkeljohann, in: Herrmann/Heuer/Raupach [1995], 6 EStG Rn. 304ff. So zu recht Winkeljohann, in: Herrmann/Heuer/Raupach [1995], 6 EStG Rn Ebenso Schneider, Bilanzierung von festverzinslichen Wertpapieren und Zinsfutures durch Kreditinstitute bei gemeinsamer Bewertung, BB 1995, Ellrott/St. Ring, in: Beck Bil-Komm., 5. Aufl. 2003, 247 HGB Rn. 88. BFH v , IV R 210/61, BStBl. II 1968, 411. Dazu Thießen/Gith, Neues Abrechnungsverfahren bei Optionen auf Futures, Die Bank 1992, 87. Ebenso Scharpf/Luz, Risikomanagement, Bilanzierung und Aufsicht von Finanzderivaten, 2. Aufl. 2000, S Krumnow, Rechnungslegung der Kreditinstitute, 2. Aufl. 2004, 340e HGB Rn. 429; Prahl/Naumann, in: HdJ, Abt. II/10 [2000] Rn So auch Förschle, in: Beck Bil-Komm., 5. Aufl. 2003, 246 HGB Rn. 111.

20 20 2. Bilanzierung von Sachgesamtheiten Die Vereinbarung eines Gesamtkaufpreises für mehrere einzelne Vermögensgegenstände, selbst wenn sie funktionell und technisch so aufeinander abgestimmt sind, daß sie eine wirtschaftliche Einheit (Sachinbegriff) bilden, rechtfertigt beim Erwerber keine Bilanzierung als ein Vermögensgegenstand 83. Umgekehrt werden allein durch die Vereinbarung einzelner Kaufpreise für Teile eines Vermögensgegenstandes nicht mehrere Vermögensgegenstände geschaffen 84. Mehrere Anteile an Kapitalgesellschaften (z.b. Aktienpakete einer Aktiengesellschaft), die eine Beteiligung bilden und zu verschiedenen Zeitpunkten angeschafft wurden, werden zum Teil als ein einziges Wirtschaftsgut angesehen oder zumindest für die Bilanzierung und Bewertung als ein Wirtschaftsgut behandelt 85. Dies ist regelmäßig bei einer in Aktien verkörperten Beteiligung zutreffend. Mehrere Geschäftsanteile an einer GmbH bilden jedoch angesichts ihrer rechtlichen Selbständigkeit ( 15 Abs. 2 GmbHG) einzelne Vermögensgegenstände 86, was jedoch für den Beteiligungsausweis ( 18 RechKredV) bzw. die Beteiligungsvermutung in 271 Abs. 1 Satz 3 HGB ohne Bedeutung ist. Bei der Anschaffung von Anteilen an Kapitalgesellschaften (Aktien, GmbH-Anteile) bilden das Stammrecht und noch nicht entstandene Gewinnansprüche einen einheitlichen Vermögensgegenstand 87. Eine Abspaltung des Gewinnbezugsrechts ist nicht zulässig, auch wenn die Vertragsparteien ausdrücklich ein Entgelt für den noch nicht festgestellten Gewinn des laufenden bzw. abgelaufenen Geschäftsjahres vereinbart haben 88. Entsprechendes gilt für den Erwerb von Aktien mit Dividendenschein 89. Wie bei Forderungen sind auch bei festverzinslichen Wertpapieren im Bestand die am Bilanzstichtag noch nicht fälligen (Stück-) Zinsen für die laufende Zinszahlungsperiode als getrennter Vermögensgegenstand zu aktivieren 90. Die Tatsache, daß die so abgegrenzten Zinserträge bei effektiver Auszahlung dem Zinsabschlag unterliegen werden, ist dabei nicht zu berücksichtigen 91. Bei den nach 35 Abs. 1 Nr. 1 RechKredV über börsennotierte Wertpapiere zu machenden Aufgliederungen schließt der Wertansatz der festverzinslichen Wertpapiere die Stückzinsen jedoch ein Adler/Dürig/Schmaltz, 6. Aufl. 1998, 246 HGB Rn. 35. Zum Begriff des Gesamtpreises und dessen Aufteilung vgl. Adler/Dürig/Schmaltz, 6. Aufl. 1995, 255 HGB Rn. 104ff.; Winkeljohann, in: Herrmann/Heuer/Raupach [1995], 6 EStG Rn. 304ff. So zu recht Winkeljohann, in: Herrmann/Heuer/Raupach [1995], 6 EStG Rn So BFH v , I R 76/71, BStBl. II 1973, 397; v , I R 62/80, BStBl. II 1985, 311; anders BFH v , I R 104/84, BStBl. II 1989, 276. Vgl. Herrmann/Heuer/Raupach [1985], 6 EStG Rn. 804; Weber, Grundsätze ordnungsmäßiger Bilanzierung für Beteiligungen, Düsseldorf 1980, S. 198f. BFH v , I R 190/81, BStBl. II 1986, 815; BMF v , BStBl. I 1980, 146. WP-Handbuch 2000, Bd. I, 12. Aufl. 2000, Rn. E 390f.. Birck/Meyer, Die Bankbilanz, 3. Aufl. 1989, S. V 269; Zu getrennten Veräußerung und Erwerb von Stammrecht und Gewinnanspruch bzw. Dividendenschein ausführlich Dötsch, in: Dötsch/Eversberg/Jost/Pung/Witt [1995], 20 EStG Rn. 179ff., 234ff. jeweils m.w.n. 11 RechKredV; BFH v , VI 22/61 S, BStBl. III 1964, 184; BMF v , DB 1972, 20. OFD Frankfurt v , DB 1994, Ausschuß für Bilanzierung des BdB, Bankbilanzrichtlinie-Gesetz, Arbeitsmaterialien zur Anwendung von Bilanzrichtlinien-Gesetz und Rechnungslegungsverordnung, Köln 1993,

Maßgeblichkeitsprinzip und grundsåtzliche Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz*

Maßgeblichkeitsprinzip und grundsåtzliche Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz* Maßgeblichkeitsprinzip und grundsåtzliche Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz* O Sachverhalt H und W sind Gesellschafter einer OHG, die einen Großhandel mit Motorrad-Ersatzteilen betreibt.

Mehr

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis... XVII. Abkürzungsverzeichnis... XIX

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis... XVII. Abkürzungsverzeichnis... XIX IX Abbildungs- und Tabellenverzeichnis... XVII Abkürzungsverzeichnis... XIX A. Grundlagen der Untersuchung... 1 I. Einführung... 1 1. Einleitung und Problemstellung... 1 2. Untersuchungsziel... 2 3. Untersuchungsaufbau...

Mehr

140 3 Jahresabschluss der Kreditinstitute nach HGB

140 3 Jahresabschluss der Kreditinstitute nach HGB 140 3 Jahresabschluss der Kreditinstitute nach HGB 3.5.1.2 Buchungen beim Kauf und Verkauf von festverzinslichen Wertpapieren einschließlich Stückzinsberechnung Bedingungen für die Geschäfte an den deutschen

Mehr

Anschaffungskosten sind gleich Kaufpreis zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten

Anschaffungskosten sind gleich Kaufpreis zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten 1. Teil: Einleitung Anschaffungskosten sind gleich Kaufpreis zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten 1. Dies führte Hast bereits im Jahr 1935 aus. An der Richtigkeit dieser Aussage hat sich bis zum heutigen

Mehr

Die Besteuerung von Optionsgeschäften

Die Besteuerung von Optionsgeschäften Die Besteuerung von Optionsgeschäften von Dipl.-Kfhn. Dr. jun Rainer Schick Rechtsanwalt 1998 Verlag DnOttoSchmidt Köln Inhaltsübersicht Vorwort Inhaltsverzeichnis., Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Mehr

Lehrstuhl für Steuerrecht Dr. Marcel Krumm

Lehrstuhl für Steuerrecht Dr. Marcel Krumm Bilanzierungsgrundsätze Prüfungsreihenfolge (für die Aktivseite) Bilanzierung dem Grunde nach (Ansatzfrage) Abstrakt bilanzierungsfähiges Sachliche, persönliche und zeitliche Zurechnung des es Kein Ansatzverbot

Mehr

Copyright 2001 Kammer der Wirtschaftstreuhänder All rights reserved

Copyright 2001 Kammer der Wirtschaftstreuhänder All rights reserved Fachgutachten-RL.qxd 23.01.2007 20:36 Seite 1 Stellungnahme des Fachsenats für Handelsrecht und Revision zur Verwirklichung der Erträge aus thesaurierenden Anteilscheinen von Kapitalanlagefonds (Investmentfonds)

Mehr

Anwendung des Teileinkünfteverfahrens in der steuerlichen Gewinnermittlung ( 3 Nummer 40, 3c Abs. 2 EStG)

Anwendung des Teileinkünfteverfahrens in der steuerlichen Gewinnermittlung ( 3 Nummer 40, 3c Abs. 2 EStG) Postanschrift Berlin: Bundesministeriu m der Finanzen, 11016 Berlin POSTANSCHRIFT Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin Per E-Mail Oberste Finanzbehörden der Länder HAUSANSCHRIFT Wilhelmstraße 97,

Mehr

Christian Gaber. Bankbilanz nach HGB. Praxisorientierte Darstellung der Bilanzierung von Bankgeschäften

Christian Gaber. Bankbilanz nach HGB. Praxisorientierte Darstellung der Bilanzierung von Bankgeschäften Christian Gaber Bankbilanz nach HGB Praxisorientierte Darstellung der Bilanzierung von Bankgeschäften Inhaltsverzeichnis XIX 1.3.11.2.6 Kapitalerhöhung... 464 1.3.11.2.7 Kapitalherabsetzungen... 466 1.3.11.3

Mehr

Oberste Finanzbehörden der Länder

Oberste Finanzbehörden der Länder Postanschrift Berlin: Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin POSTANSCHRIFT Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin Oberste Finanzbehörden der Länder HAUSANSCHRIFT TEL Wilhelmstraße 97, 10117

Mehr

Steuerrechtliche Behandlung des Erwerbs eigener Anteile

Steuerrechtliche Behandlung des Erwerbs eigener Anteile Postanschrift Berlin: Bundesministeriu m der Finanzen, 11016 Berlin POSTANSCHRIFT Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin Nur per E-Mail Oberste Finanzbehörden der Länder HAUSANSCHRIFT Wilhelmstraße

Mehr

Gesellschafter: Nichtgeltendmachen eines Aufwendungsersatzanspruchs in der Krise als darlehensähnliche Kreditierung

Gesellschafter: Nichtgeltendmachen eines Aufwendungsersatzanspruchs in der Krise als darlehensähnliche Kreditierung BUNDESFINANZHOF Gesellschafter: Nichtgeltendmachen eines Aufwendungsersatzanspruchs in der Krise als darlehensähnliche Kreditierung Verbürgt sich ein wesentlich an einer GmbH beteiligter Gesellschafter

Mehr

Geschäftsanteil: Erhöhung der Anschaffungskosten einer GmbH- Beteiligung durch verlorenes Sanierungsdarlehen

Geschäftsanteil: Erhöhung der Anschaffungskosten einer GmbH- Beteiligung durch verlorenes Sanierungsdarlehen BUNDESFINANZHOF Geschäftsanteil: Erhöhung der Anschaffungskosten einer GmbH- Beteiligung durch verlorenes Sanierungsdarlehen Das Sanierungsprivileg des 32a Abs. 3 Satz 3 GmbHG schließt den Ansatz von Darlehensverlusten

Mehr

Projekt im Schwerpunkt A

Projekt im Schwerpunkt A Projekt im Schwerpunkt A Studiengang Wirtschaftsrecht Wintersemester 2003 / 2004 Christian Ferstl / Lothar Ihrig Finanzinstrumente IAS 39 Ansatz und Bewertung von Finanzinstrumenten Prof. Dr. Friedemann

Mehr

Veräußerung von Anteilen an einer GmbH im Zusammenhang mit inkongruenter Gewinnausschüttung

Veräußerung von Anteilen an einer GmbH im Zusammenhang mit inkongruenter Gewinnausschüttung 20Nr. 1/2011 Jg. 2011 EStG Veräußerung von Anteilen an einer GmbH im Zusammenhang mit inkongruenter Gewinnausschüttung 16, 17, 20 EStG, 29, 46 GmbHG DStP EStG Jg. 2011 20 Nr. 1/2011 A. Grundsätzliche Anmerkungen

Mehr

Jahrestagung der Fachhochschullehrer. 29. April 2008 Osnabrück

Jahrestagung der Fachhochschullehrer. 29. April 2008 Osnabrück Jahrestagung der Fachhochschullehrer 29. April 2008 Osnabrück Agenda A. Überblick B. Aufgabe des Dualismus von Kapitalertrags- und Vermögensebene C. Besteuerung von Derivaten D. Vermeidung von Strukturen

Mehr

Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögenswerte des AV nach BilMoG

Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögenswerte des AV nach BilMoG 20084642-0 Entwicklungskosten in der Handelsbilanz Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögenswerte des AV nach BilMoG von WP/StB Lothar Schulz, Reutlingen und WP/StB Klaus Weber, München* Nach

Mehr

Bachelorarbeit. Latente Steuern nach dem BilMoG. Das neue HGB im Vergleich zum HGB a.f. und den IFRS. Jens Michael Neumann

Bachelorarbeit. Latente Steuern nach dem BilMoG. Das neue HGB im Vergleich zum HGB a.f. und den IFRS. Jens Michael Neumann Bachelorarbeit Jens Michael Neumann Latente Steuern nach dem BilMoG Das neue HGB im Vergleich zum HGB a.f. und den IFRS Bachelor + Master Publishing Jens Michael Neumann Latente Steuern nach dem BilMoG

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Vorwort 9

Inhaltsverzeichnis. Vorwort 9 Inhaltsverzeichnis Vorwort 9 1 Vorschriften zur Rechnungslegung, Prüfungund Offenlegung 11 1.1 Funktionen der Rechnungslegung 12 1.2 Rechtliche Grundlagen der Rechnungslegung 18 1.3 Informationsinstrumente

Mehr

SKRIPT GRUNDSÄTZE ORDNUNGSGEMÄSSER BUCHFÜHRUNG

SKRIPT GRUNDSÄTZE ORDNUNGSGEMÄSSER BUCHFÜHRUNG 16/10/03 www.tmmy-tdeskante.cm Page 1 f 5 SKRIPT GRUNDSÄTZE ORDNUNGSGEMÄSSER BUCHFÜHRUNG INHALTSVERZEICHNIS 1. Grundsätze rdnungsgemäßer Buchführung... S.2 5 1.1 Allgemeines... S.1 1.2 Grundsatz der Bilanzklarheit

Mehr

Beteiligung im Inland

Beteiligung im Inland Erläuterungen zur Jahreserhebung Kapitalverflechtungen mit dem - INA Übersicht Die in diesem Arbeitsblatt gegebenen Antworten legen den weiteren Ablauf der Erhebung fest. Die folgende Grafik zeigt in einem

Mehr

Termingeschafte im Steuerrecht

Termingeschafte im Steuerrecht Joachim Dahm / Rolfjosef Hamacher Termingeschafte im Steuerrecht Optionsgeschafte und Futures steuerrechtlich beraten und einordnen GABLER Inhaltsiibersicht Vorwort 5 Einfiihrung 15 1 Einkommensteuer/Abgeltungsteuer

Mehr

Zuordnung von Darlehenszinsen als Werbungskosten bei gleichzeitiger Finanzierung eigengenutzter und vermieteter Wohnungen

Zuordnung von Darlehenszinsen als Werbungskosten bei gleichzeitiger Finanzierung eigengenutzter und vermieteter Wohnungen BUNDESFINANZHOF Zuordnung von Darlehenszinsen als Werbungskosten bei gleichzeitiger Finanzierung eigengenutzter und vermieteter Wohnungen 1. Finanziert der Steuerpflichtige die Herstellung von Eigentumswohnungen,

Mehr

Darlehen und Zinsen in der. Betriebsprüfung. Ulrich Breier

Darlehen und Zinsen in der. Betriebsprüfung. Ulrich Breier Darlehen und Zinsen in der Betriebsprüfung Ulrich Breier 1 Darlehensabschreibung und Zinsen nach FG Münster, EFG 2014, 375 (abgewandelt) anhängig BFH I R 5/14 100 % T -GmbH 01 Darl.Ford EM 800.000 Ehefrau

Mehr

Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS)

Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) www.boeckler.de Mai 2011 Copyright Hans-Böckler-Stiftung Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) Kapitel 7 Wertpapiere Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse: Informationen

Mehr

Die Bilanzierung von Tochterunternehmen in Handels- und Steuerbilanz

Die Bilanzierung von Tochterunternehmen in Handels- und Steuerbilanz Die Bilanzierung von Tochterunternehmen in Handels- und Steuerbilanz StB Sebastian Loosen WP/StB Marco Schmedt WWS Wirtz, Walter, Schmitz GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Mehr

Arbeitsgemeinschaft im Steuerrecht Wintersemester 2010/2011 Fall 1

Arbeitsgemeinschaft im Steuerrecht Wintersemester 2010/2011 Fall 1 Fall 1 Nach Abschluss der Ausbildung zum staatlich geprüften Maschinenbautechniker arbeitete der polnische Staatsangehörige T zunächst fünf Jahre als Sachbearbeiter für technische Beschreibungen von Betriebsanlagen.

Mehr

6 Die Bilanzierung von selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens

6 Die Bilanzierung von selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens Vorlesungsgliederung 6 Die Bilanzierung von selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens 61 Begriff und Arten von immateriellen Vermögensgegenständen 62 Die Bilanzierung von

Mehr

BFH v. 8.2.2011, VIII R 18/09 Wertpapiere als gewillkürtes Betriebsvermögen einer freiberuflichen Praxis. Tatbestand

BFH v. 8.2.2011, VIII R 18/09 Wertpapiere als gewillkürtes Betriebsvermögen einer freiberuflichen Praxis. Tatbestand BFH v. 8.2.2011, VIII R 18/09 Wertpapiere als gewillkürtes Betriebsvermögen einer freiberuflichen Praxis Tatbestand 1 I. Die Beteiligten streiten über die gewinnmindernde Berücksichtigung von Verlusten

Mehr

Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS)

Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) www.boeckler.de Mai 2011 Copyright Hans-Böckler-Stiftung Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) Kapitel 4 Leasing Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse: Informationen

Mehr

Besonderheiten der Rechnungslegung Spenden sammelnder Organisationen IDW RS HFA 21

Besonderheiten der Rechnungslegung Spenden sammelnder Organisationen IDW RS HFA 21 Besonderheiten der Rechnungslegung Spenden sammelnder Organisationen IDW RS HFA 21 Berlin 27. April 2010 Wirtschaftsprüfer Steuerberater Gliederung I. Einführung II. Einzelfragen zur Rechungslegung Spenden

Mehr

J A H R E S A B S C H L U S S

J A H R E S A B S C H L U S S J A H R E S A B S C H L U S S zum 31. Dezember 2014 der PSI Nentec GmbH Berlin Anlage 1 PSI NENTEC GMBH, KARLSRUHE BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2014 A K T I V A ANLAGEVERMÖGEN P A S S I V A 2014 2013 2014 2013

Mehr

Wesentliche Bilanzierungsunterschiede zwischen HGB und IFRS dargestellt anhand von Fallbeispielen

Wesentliche Bilanzierungsunterschiede zwischen HGB und IFRS dargestellt anhand von Fallbeispielen www.boeckler.de Juli 2014 Copyright Hans-Böckler-Stiftung Christiane Kohs Wesentliche Bilanzierungsunterschiede zwischen HGB und IFRS dargestellt anhand von Fallbeispielen Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Mehr

Rechnungslegung nach deutschem Handelsrecht (HGB)

Rechnungslegung nach deutschem Handelsrecht (HGB) www.boeckler.de September 2010 Copyright Hans-Böckler-Stiftung Rechnungslegung nach deutschem Handelsrecht (HGB) Kapitel 1 Einführung und rechtliche Grundlagen Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse:

Mehr

Inhaltsübersicht VII. Vorwort...V Inhaltsübersicht... VII Inhaltsverzeichnis...IX

Inhaltsübersicht VII. Vorwort...V Inhaltsübersicht... VII Inhaltsverzeichnis...IX VII Inhaltsübersicht Vorwort...V Inhaltsübersicht... VII Inhaltsverzeichnis...IX Erster Teil: Erstellung des Jahresabschlusses 1. Kapitel: Wesen und Grundlagen des Jahresabschlusses...3 2. Kapitel: Basiselemente

Mehr

Werbungskostenabzug bei nur teilweiser Weiterverwendung eines Darlehens für neuen Immobilienkauf

Werbungskostenabzug bei nur teilweiser Weiterverwendung eines Darlehens für neuen Immobilienkauf BUNDESFINANZHOF Werbungskostenabzug bei nur teilweiser Weiterverwendung eines Darlehens für neuen Immobilienkauf Veräußert ein Steuerpflichtiger seine bisher selbst genutzte und durch ein Darlehen finanzierte

Mehr

Investmentbesteuerung; Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 8. September 2010 - I R 90/09 -

Investmentbesteuerung; Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 8. September 2010 - I R 90/09 - Postanschrift Berlin: Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin POSTANSCHRIFT Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin Nur per E-Mail Oberste Finanzbehörden der Länder HAUSANSCHRIFT Wilhelmstraße

Mehr

Auswirkung von Geschäftsvorfällen auf das Eigenkapital

Auswirkung von Geschäftsvorfällen auf das Eigenkapital Auswirkung von Geschäftsvorfällen auf das Eigenkapital Bedeutung des Ob und Wie der Bilanzierung 1. Der Kaufmann erwirbt am 2.1. einen LKW für 50 (betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer = 5 Jahre) und eine

Mehr

Erfassung und Kontierung von Geschäftsvorfällen

Erfassung und Kontierung von Geschäftsvorfällen 64 Der Geldstrom können. Dabei werden die wesentlichen Bestandteile des Jahresabschlusses die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und die Kapitalflussrechnung behandelt. Erfassung und Kontierung von

Mehr

Spezialfonds und Bilanzierung nach IAS/US-GAAP

Spezialfonds und Bilanzierung nach IAS/US-GAAP Spezialfonds und Bilanzierung nach IAS/US-GAAP Johann Wolfgang Goethe-Universität, 3. Juli 2001 Dr. Oliver Fink Veronika Gloßner Gliederung Das Investmentgeschäft Einordnung Rechtliche Grundlagen Marktumfeld

Mehr

Lösung des Sachverhalts ohne Berücksichtigung latenter Steuern: Ohne die Berücksichtigung latenter Steuern ergäbe sich damit folgende GuV:

Lösung des Sachverhalts ohne Berücksichtigung latenter Steuern: Ohne die Berücksichtigung latenter Steuern ergäbe sich damit folgende GuV: 3.1 Gravierende Änderungen 57 3.1.5.2 Beispielhafte Verdeutlichung der Wirkungsweise latenter Steuern Bevor im Folgenden die konzeptionellen und methodischen Fragen der latenten Steuern sowie die gesetzlichen

Mehr

Entwurf einer Fortsetzung der IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung: Einzelfragen zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IFRS (IDW RS HFA 9)

Entwurf einer Fortsetzung der IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung: Einzelfragen zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IFRS (IDW RS HFA 9) Entwurf einer Fortsetzung der IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung: Einzelfragen zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IFRS (IDW RS HFA 9) (Stand: 04.05.2015) 1 Der Hauptfachausschuss (HFA) des

Mehr

Finanzinstrumente. Erstmalige Bewertung. Anschaffungskosten AVAILABLE FOR SALE

Finanzinstrumente. Erstmalige Bewertung. Anschaffungskosten AVAILABLE FOR SALE 1 Finanzinstrumente Finanzaktiva (Financial Assets) Finanzpassiva (Financial Liabilities) Erstmalige Bewertung Folgebewertung Erstmalige Bewertung Folgebewertung Anschaffungskosten + Transaktionskosten

Mehr

Rechnungsabgrenzungsposten

Rechnungsabgrenzungsposten Rechnungsabgrenzungsposten Sinn und Zweck der Rechnungsabgrenzung ist die zutreffende Ermittlung des Periodengewinns, indem Aufwendungen und Erträge dem Wirtschaftsjahr zugerechnet werden, durch das sie

Mehr

ecolutions Trading GmbH Jahresabschluss 2010 (HGB)

ecolutions Trading GmbH Jahresabschluss 2010 (HGB) ecolutions Trading GmbH Jahresabschluss 2010 (HGB) Ecolutions Trading GmbH, Frankfurt am Main Bilanz zum 31. Dezember 2010 AKTIVA 31.12.2010 Vorjahr EUR TEUR A. Umlaufvermögen I. Forderungen und sonstige

Mehr

Commerz Business Consulting GmbH. Frankfurt am Main. Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013

Commerz Business Consulting GmbH. Frankfurt am Main. Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 Commerz Business Consulting GmbH Frankfurt am Main Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 Commerz Business Consulting GmbH, Frankfurt am Main Bilanz zum 31. Dezember

Mehr

Änderungen im Umwandlungsrecht und Folgeänderungen anlässlich der Aktienrechtsnovelle 2012

Änderungen im Umwandlungsrecht und Folgeänderungen anlässlich der Aktienrechtsnovelle 2012 Herren MD Dr. Hubert Weis MR Dr. Hans-Werner Neye Bundesministerium der Justiz Referat III A 1 11015 Berlin Düsseldorf, 14. Januar 2013 565 vorab per E-Mail: neye-ha@bmj.bund.de Änderungen im Umwandlungsrecht

Mehr

Anhang 1 Konkordanztabelle Österreich

Anhang 1 Konkordanztabelle Österreich Anhang 1 Konkordanztabelle Österreich Zeile Valorenereignisse Zuordnung Zuordnung Zuordnung Zuordnung Bemessungsgrundlage ZBStA Bemessungs- Nr.1 aus Aktien Ertragsart EStG Ertragsart Abkommen Abgeltungssteuer

Mehr

IWW Studienprogramm. Aufbaustudium. Modul XIII: Internationale Rechnungslegung. Lösungshinweise zur Musterklausur

IWW Studienprogramm. Aufbaustudium. Modul XIII: Internationale Rechnungslegung. Lösungshinweise zur Musterklausur Institut für Wirtschaftswissenschaftliche Forschung und Weiterbildung GmbH Institut an der FernUniversität in Hagen IWW Studienprogramm Aufbaustudium Modul XIII: Internationale Rechnungslegung zur Musterklausur

Mehr

Vorwort... V Inhaltsübersicht... VII Inhaltsverzeichnis... IX Abkürzungsverzeichnis... XIII

Vorwort... V Inhaltsübersicht... VII Inhaltsverzeichnis... IX Abkürzungsverzeichnis... XIII VII Inhaltsübersicht Vorwort... V Inhaltsübersicht... VII Inhaltsverzeichnis... IX Abkürzungsverzeichnis... XIII Erster Teil Erstellung des Jahresabschlusses 1. Kapitel: Wesen und Grundlagen des Jahresabschlusses...3

Mehr

Mehr als die Wiedergabe der Erklärung zur Unternehmensführung ist auch praktisch nicht möglich, da ihre Bestandteile keine Ableitung zulassen.

Mehr als die Wiedergabe der Erklärung zur Unternehmensführung ist auch praktisch nicht möglich, da ihre Bestandteile keine Ableitung zulassen. Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz: Die Erklärung zur Unternehmensführung und die Verlustübernahmepflichten des Mutterunternehmens bedürfen keiner Veränderung! Stellungnahme des Deutschen Aktieninstituts

Mehr

Informationsbrief. zum 3. November 2009. Inhalt

Informationsbrief. zum 3. November 2009. Inhalt Informationsbrief zum 3. November 2009 Inhalt 1. Allgemeines 5. Geschenke 2. Verluste aus typisch stillen Beteiligungen a) Geschenkegrenzen a) Allgemeines b) Steuerpflicht der Geschenke b) Verlustausgleich

Mehr

Die steuerlichen Spielregeln der Investment-Anlage

Die steuerlichen Spielregeln der Investment-Anlage Fonds Die steuerlichen Spielregeln der Investment-Anlage von Dr. Friedrich E. Harenberg, Barsinghausen, Vorsitzender Richter am Niedersächsischen FG und Lehrbeauftragter der Universität Hannover Die Besteuerung

Mehr

Wesentliche Bilanzierungsunterschiede zwischen HGB und IFRS dargestellt anhand von Fallbeispielen

Wesentliche Bilanzierungsunterschiede zwischen HGB und IFRS dargestellt anhand von Fallbeispielen www.boeckler.de Juli 2014 Copyright Hans-Böckler-Stiftung Christiane Kohs Wesentliche Bilanzierungsunterschiede zwischen HGB und IFRS dargestellt anhand von Fallbeispielen Finanzinstrumente: Finanzielle

Mehr

E Fund Management (Hong Kong) Co., Limited Hong Kong. Bekanntmachung der Besteuerungsgrundlagen gemäß 5 Abs. 1 Investmentsteuergesetz (InvStG)

E Fund Management (Hong Kong) Co., Limited Hong Kong. Bekanntmachung der Besteuerungsgrundlagen gemäß 5 Abs. 1 Investmentsteuergesetz (InvStG) PwC FS Tax GmbH Seite 1/6 E Fund Management (Hong Kong) Co., Limited Hong Kong Bekanntmachung der Besteuerungsgrundlagen gemäß 5 Abs. 1 Investmentsteuergesetz (InvStG) E Fund Management (Hong Kong) Co.,

Mehr

BFH-Leitsatz-Entscheidungen

BFH-Leitsatz-Entscheidungen BFH-Leitsatz-Entscheidungen Heute neu: Erbschaftsteuer: Pflicht des Testamentsvollstreckers zur Abgabe einer Erbschaftsteuererklärung Urteil vom 11.06.2013, Az. II R 10/11 Grunderwerbsteuer: Verwertungsbefugnis

Mehr

Auswirkungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) auf den Jahresabschluss. Limburg, 18. Juni 2009. Prof. Dr.

Auswirkungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) auf den Jahresabschluss. Limburg, 18. Juni 2009. Prof. Dr. Auswirkungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) auf den Jahresabschluss Limburg, 18. Juni 2009 Prof. Dr. Andreas Birk 1 Ziele und Notwendigkeit der Reform des Bilanzrechts 1. Erleichterungen

Mehr

BBP / Sonderbilanz 1. Sonderbilanz. Abgrenzung zur Gesamthands-Bilanz und Ergänzungsbilanz

BBP / Sonderbilanz 1. Sonderbilanz. Abgrenzung zur Gesamthands-Bilanz und Ergänzungsbilanz BBP / Sonderbilanz 1 Sonderbilanz A Abgrenzung zur Gesamthands-Bilanz und Ergänzungsbilanz 2A01 2A02 2A03 2A04 In der Handelsbilanz und über den Grundsatz der Maßgeblichkeit ebenso in der steuerlichen

Mehr

Der Film in der Bilanz: Neue Bilanzierung für die Medienwirtschaft - Chancen und Risiken

Der Film in der Bilanz: Neue Bilanzierung für die Medienwirtschaft - Chancen und Risiken Advisory Der Film in der Bilanz: Neue Bilanzierung für die Medienwirtschaft - Chancen und Risiken Dr. Markus Kreher Medientage München 30. Oktober 2008 1 Agenda Stand des Gesetzgebungsverfahrens zum BilMoG

Mehr

Wichtige Ertrags- und Sicherheitskennzahlen 2012 der ALTE LEIPZIGER Leben im Vergleich zu den 20 größten Lebensversicherungen in Deutschland

Wichtige Ertrags- und Sicherheitskennzahlen 2012 der ALTE LEIPZIGER Leben im Vergleich zu den 20 größten Lebensversicherungen in Deutschland Wettbewerb August 2013 Wichtige Ertrags- und Sicherheitskennzahlen 2012 der Leben im Vergleich zu den 20 größten Lebensversicherungen in Deutschland Wichtige Ertrags- und Sicherheitskennzahlen auf einen

Mehr

Agenda. Factoring und Forfaitierung. Grundlagen. Bilanzierung im Jahres- und Konzernabschluss nach HGB

Agenda. Factoring und Forfaitierung. Grundlagen. Bilanzierung im Jahres- und Konzernabschluss nach HGB 4. Structured FINANCE Deutschland IFRS-Bilanzabgang bei ABS-Transaktionen Karlsruhe, 04. November 2008, 12:45 14:00 Uhr Christian Bauer Wirtschaftsprüfer, Partner, Audit, Financial Services KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Mehr

Betriebliches Rechnungswesen

Betriebliches Rechnungswesen Betriebliches Rechnungswesen Betriebliches Rechnungswesen Finanzrechnung Betriebsrechnung Sonderrechnungen Buchhaltung Bilanz GuV-Rechnung Kostenrechnung Leistungsrechnung Sonderbilanzen betriebswirtlschaftl.

Mehr

Inhaltsçbersicht. Teil A: Einfçhrung. Teil B: Kommentierung

Inhaltsçbersicht. Teil A: Einfçhrung. Teil B: Kommentierung Inhaltsçbersicht Vorwort... V Inhaltsverzeichnis... IX Autorenverzeichnis... XV Abkçrzungsverzeichnis... XVII Teil A: Einfçhrung Kapitel I: Deutsche Vorschriften... 3 Kapitel II: Internationale Vorschriften...

Mehr

Die Kapitalerhaltungsgarantie in Altersvorsorgeverträgen Risiken aus bilanzieller Sicht

Die Kapitalerhaltungsgarantie in Altersvorsorgeverträgen Risiken aus bilanzieller Sicht Die Kapitalerhaltungsgarantie in Altersvorsorgeverträgen Risiken aus bilanzieller Sicht Humboldt-Universität zu Berlin I. Einführung Fokus: Probleme der bilanziellen Erfassung finanzwirtschaftlicher Garantien

Mehr

Entwurf eines FAQ zur Anlage von Eigenmitteln gemäß 25 Abs. 7 KAGB

Entwurf eines FAQ zur Anlage von Eigenmitteln gemäß 25 Abs. 7 KAGB Entwurf eines FAQ zur Anlage von Eigenmitteln gemäß 25 Abs. 7 KAGB Einführung Nach 25 Abs. 7 KAGB hat eine Kapitalverwaltungsgesellschaft ihre Eigenmittel entweder in liquiden Mitteln zu halten oder in

Mehr

II. Bewertung von Personengesellschaften 1. Kreis der Gesellschaften des 97 Abs. 1 Nr. 5 BewG

II. Bewertung von Personengesellschaften 1. Kreis der Gesellschaften des 97 Abs. 1 Nr. 5 BewG II. Bewertung von Personengesellschaften 1. Kreis der Gesellschaften des 97 Abs. 1 Nr. 5 BewG Gemåß 97 Abs. 1 Nr. 5 BewG bilden alle WirtschaftsgÅter einen Gewerbebetrieb, die Gesellschaften i. S. des

Mehr

Recht elektronischer Kapitalmärkte

Recht elektronischer Kapitalmärkte Recht elektronischer Kapitalmärkte Bedeutung, Einordnung und spezifische Fragen des Anlegerschutzes Von Stefan Roth Duncker & Humblot Berlin Inhaltsverzeichnis A. Einführung - Konkretisierung der Fragestellung

Mehr

White Paper WINLine "BilMoG"

White Paper WINLine BilMoG White Paper WINLine "BilMoG" Copyright 2011 Seite 2 Inhaltsverzeichnis 1. WINLine "BilMoG"...3 1.1. Einführung...3 1.2. Formale Änderungen der Bilanzerstellung durch BilMoG...3 1.3. Wesentliche Änderungen

Mehr

4.2.3. Besonderheiten bei Total Return Swaps...8 4.2.4. Besonderheiten bei Credit Linked Notes...9 5. Bilanzvermerk und Anhangangaben...

4.2.3. Besonderheiten bei Total Return Swaps...8 4.2.4. Besonderheiten bei Credit Linked Notes...9 5. Bilanzvermerk und Anhangangaben... Entwurf einer Neufassung der IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung: Handelsrechtliche Behandlung von Kreditderivaten im Nichthandelsbestand (IDW ERS BFA 1 n.f.) (Stand: 22.08.2014) 1 Der Bankenfachausschuss

Mehr

; Inhaltsverzeichnis. 1. Grundschema der Leistungserbringung / -verwertung 119 2. Erlöse 120 3. Sachgüter 125

; Inhaltsverzeichnis. 1. Grundschema der Leistungserbringung / -verwertung 119 2. Erlöse 120 3. Sachgüter 125 ,QKDOWVYHU]HLFKQLV,(LQI KUXQJLQGDV5HFKQXQJVZHVHQ 1. Begriff, Aufgaben und Gliederung des Rechnungswesens 1 1.1. Begriff des Rechnungswesens 1 1.2. Aufgaben des Rechnungswesens 3 1.3. Gliederung des Rechnungswesens

Mehr

Abkürzungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis A AB ABS ADS AfA AK AktG AO AV Anfangsbestand Asset Back Securities Adler/Düring/Schmaltz (Kommentarband) Absetzung für Abnutzung Anschaffungskosten Aktiengesetz Abgabenordnung Anlagevermögen B BB BBK

Mehr

Tradegate AG Wertpapierhandelsbank Ausführungsgrundsätze für Wertpapiergeschäfte Bereich Vollbank

Tradegate AG Wertpapierhandelsbank Ausführungsgrundsätze für Wertpapiergeschäfte Bereich Vollbank Tradegate AG Wertpapierhandelsbank Ausführungsgrundsätze für Wertpapiergeschäfte Bereich Vollbank Ausführungsgrundsätze für Wertpapiergeschäfte Die TGAG (nachfolgend Bank ) hat als Wertpapierdienstleistungsunternehmen

Mehr

Bilanzierung von Rückdeckungsversicherungen nach BilMoG unter Einbeziehung von IDW RS HFA 30

Bilanzierung von Rückdeckungsversicherungen nach BilMoG unter Einbeziehung von IDW RS HFA 30 nach BilMoG unter Einbeziehung von IDW RS HFA 30 Andreas Thierer, Leben Zentral- und Osteuropa 2 Agenda Allgemeiner Bewertungsansatz Bewertung verpfändeter Rückdeckungsversicherungen Bewertung kongruenter

Mehr

4 Der Einstieg in die Bilanz Zeitaufwand: 30 Minuten

4 Der Einstieg in die Bilanz Zeitaufwand: 30 Minuten 4 Der Einstieg in die Bilanz Zeitaufwand: 30 Minuten In dieser Lektion gehen wir weiter ins Detail des Jahresabschlusses. Zentrales Thema sind die Grundlagen der Bilanz. Wie Sie im letzten Kapitel gelernt

Mehr

Rechnungslegung von Derivaten

Rechnungslegung von Derivaten 27 Rechnungslegung von Derivaten Literatur: Adler/Düring/Schmaltz (ADS), Rechnungslegung und Prüfung der Unternehmen, 6. Aufl., 2007; Auerbach/Fischer, Bilanzierung von Kreditderivaten nach HGB, in: Burghof

Mehr

Kompaktwissen für Berater. Wilhelm Krudewig. Einnahme-Überschuss-Rechnung oder Bilanz? Neue Grenzwerte durch das BilMoG

Kompaktwissen für Berater. Wilhelm Krudewig. Einnahme-Überschuss-Rechnung oder Bilanz? Neue Grenzwerte durch das BilMoG Wilhelm Krudewig Wechsel der Gewinnermittlungsart Einnahme-Überschuss-Rechnung oder Bilanz? Neue Grenzwerte durch das BilMoG Kompaktwissen für Berater DATEV eg, 90329 Nürnberg Alle Rechte, insbesondere

Mehr

2. Gesetzliche Grundlagen der Buchführung

2. Gesetzliche Grundlagen der Buchführung Lernziel: Wer ist buchführungspflichtig? Was sind Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung? Welche Bewertungsgrundsätze gibt es? 1 Der FALL Xaver Als ich meinen Dackel von der Züchterin abholte und bezahlte,

Mehr

Unternehmens- und Kapitalmarktrecht Teil 7

Unternehmens- und Kapitalmarktrecht Teil 7 Unternehmens- und Kapitalmarktrecht Teil 7 Universität Hamburg, WS 2012/2013 von Rechtsanwalt Dr. Ingo Janert Dr. Ingo Janert, 2012 1. Bedeutung und rechtliche Grundlagen des Investmentrechts a. Investmentfonds

Mehr

Buchführung und Bilanz

Buchführung und Bilanz Buchführung und Bilanz Inhaltsverzeichnis aller Lernhefte Lernheft 1: Rechtliche Grundlagen der Buchführung 1. 1 Einleitung 1. 2 Kurze betriebswirtschaftliche Einführung 1. 3 Rechtliche Grundlagen der

Mehr

Inventur des. Anlagevermögens. Universität Hannover - Info Anlageninventur 1. uni2001 Projektgruppe

Inventur des. Anlagevermögens. Universität Hannover - Info Anlageninventur 1. uni2001 Projektgruppe Inventur des Anlagevermögens Universität Hannover - Info Anlageninventur 1 Inventur des Anlagevermögens 1. Rechtliche Grundlagen der Anlageninventur 2. Abgrenzung zwischen Anlage- und Umlaufvermögen 3.

Mehr

Basiswissen ABGELTUNGSTEUER

Basiswissen ABGELTUNGSTEUER Basiswissen ABGELTUNGSTEUER Was Unternehmen beachten müssen Die Regeln für den Quellensteuer-Abzug auf Kapitalerträge wurden mit Einführung der Abgeltungsteuer zum 01. Januar 2009 umfassend geändert. Wie

Mehr

Wertpapiere an Bank 120 T. Bank an Wertpapiere 120 T

Wertpapiere an Bank 120 T. Bank an Wertpapiere 120 T Lösungen zu Kapitel 17: Finanzinstrumente Aufgabe 1 Teilaufgabe a) Aktien A (Available-for-sale, Anlagevermögen) HGB: 01.02.13 Wertpapiere an Bank 120 T AK als Wertobergrenze keine Buchung 03.07.14 Bank

Mehr

Der sogenannte "Komponentenansatz", die neue Bewertung von Anlagevermögen (insbesondere Gebäude) nach IDW RH HFA 1.016

Der sogenannte Komponentenansatz, die neue Bewertung von Anlagevermögen (insbesondere Gebäude) nach IDW RH HFA 1.016 Der sogenannte "Komponentenansatz", die neue Bewertung von Anlagevermögen (insbesondere Gebäude) nach IDW RH HFA 1.016 Fachtagung Dienstleistungsmanagement 11. Oktober 2010 WP/StB Friedrich Lutz Folie

Mehr

Berufungsentscheidung

Berufungsentscheidung Außenstelle Wien Senat 11 GZ. RV/0799-W/05 Berufungsentscheidung Der unabhängige Finanzsenat hat über die Berufung des Dkfm. GF, W, vom 7. Jänner 2005 gegen den Bescheid des Finanzamtes für den 12., 13.

Mehr

11.4.5 Auflösung des Investitionsabzugsbetrags

11.4.5 Auflösung des Investitionsabzugsbetrags Es können natürlich auch konkrete Bezeichnungen verwendet werden, wie z. B. Bürostuhl, Wandregal, Schreibtisch oder PKW. Begünstigt ist dann allerdings auch nur genau diese Anschaffung. Die Summe aller

Mehr

Sanierungsmaßnahmen. Aktuelle gesellschafts- und steuerrechtliche Aspekte einzelner Sanierungsmaßnahmen. Institut für Insolvenzrecht e.v. 05.11.

Sanierungsmaßnahmen. Aktuelle gesellschafts- und steuerrechtliche Aspekte einzelner Sanierungsmaßnahmen. Institut für Insolvenzrecht e.v. 05.11. Aktuelle gesellschafts- und steuerrechtliche Aspekte einzelner Sanierungsmaßnahmen Institut für Insolvenzrecht e.v. 05.11.2009 Grundfall Eine GmbH gerät in eine wirtschaftliche Krise, die zu einer insolvenzrechtlichen

Mehr

Praktische Fragen zum BilMoG Dr. Friedemann Lucius / Stefan Oecking. IVS-Forum 2010, 4. November, 2010, Köln

Praktische Fragen zum BilMoG Dr. Friedemann Lucius / Stefan Oecking. IVS-Forum 2010, 4. November, 2010, Köln Praktische Fragen zum BilMoG Dr. Friedemann Lucius / Stefan Oecking IVS-Forum 2010, 4. November, 2010, Köln Agenda Verlautbarungen des HFA: Entwicklung der Meinungsbildung zu... Passivierungswahlrecht

Mehr

Februar 2006. Stellungnahme. Vorsitzender der Arbeitsgruppe: Werner Fleischer

Februar 2006. Stellungnahme. Vorsitzender der Arbeitsgruppe: Werner Fleischer Februar 2006 Stellungnahme Bilanzierung von CO 2 -Emissionszertifikaten gemäß österreichischem HGB der Arbeitsgruppe CO 2 -Emissionszertifikate Vorsitzender der Arbeitsgruppe: Werner Fleischer Mitglieder

Mehr

Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS)

Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) www.boeckler.de Mai 2011 Copyright Hans-Böckler-Stiftung Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) Kapitel 2 Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte Jahresabschluss

Mehr

Der Ausweis von Software im Jahresabschluss (HGB)

Der Ausweis von Software im Jahresabschluss (HGB) Newsletter Mai 2005 Der Ausweis von Software im Jahresabschluss (HGB) Problematik / Anlass Allgemein gilt: Software ist, wenn entgeltlich erworben, unter den immaterielles Vermögensgegenständen zu aktiven.

Mehr

Auswirkung von Geschäftsvorfällen auf das Eigenkapital

Auswirkung von Geschäftsvorfällen auf das Eigenkapital Bilanz zum 31.12.07 Bilanz zum 31.12.08 = 10 EK = 5 FK = 5 Geschäftsvorfälle (Buchhaltung) = 10 EK = 7 FK = 3 Gewinn ist die Veränderung des Eigenkapitals zwischen zwei Bilanzstichtagen Gewinn = 2 23 Erfolgsneutraler

Mehr

1. Ziele des Standards im Überblick

1. Ziele des Standards im Überblick Inhalt 1. Ziele des Standards im Überblick... 2 2. Definition... 3 3. Anwendungsbereich... 7 4. Negativabgrenzung... 8 5. Wesentliche Inhalte... 9 I. Erstmalige Erfassung von Finanzinstrumenten... 9 II.

Mehr

Bundesministerium der Finanzen Ministerialrat Michael G i e r l i c h Leiter Referat IV C 1 Wilhelmstraße 97 11017 Berlin

Bundesministerium der Finanzen Ministerialrat Michael G i e r l i c h Leiter Referat IV C 1 Wilhelmstraße 97 11017 Berlin Deutscher Derivate Verband Pariser Platz 3 10117 Berlin Bundesministerium der Finanzen Ministerialrat Michael G i e r l i c h Leiter Referat IV C 1 Wilhelmstraße 97 11017 Berlin 4. Februar 2009 Fragen

Mehr

Internationale Besteuerung I: Grundzüge der Internationalen Besteuerung

Internationale Besteuerung I: Grundzüge der Internationalen Besteuerung Professor Dr. Dietmar Wellisch, StB International Tax Institute (IIFS), Hamburg Internationale Besteuerung I: Grundzüge der Internationalen Besteuerung Sommersemester 2006 I.1 Einführung I.1.1 I.1.2 Zum

Mehr

Bilanz- und Bilanzsteuerrecht Wintersemester 2013/2014

Bilanz- und Bilanzsteuerrecht Wintersemester 2013/2014 Bilanz- und Bilanzsteuerrecht Wintersemester 2013/2014 Dr. Marcel Krumm Akademischer Rat a. Z. Lehrstuhl für Steuerrecht (Prof. Dr. Roman Seer) Marcel.Krumm@rub.de Vermögen und Erfolg des Kaufmanns Grundüberlegungen

Mehr

Offenlegungsbericht der. Stadtsparkasse Porta Westfalica. per 31.12.2008

Offenlegungsbericht der. Stadtsparkasse Porta Westfalica. per 31.12.2008 Offenlegungsbericht der Stadtsparkasse Porta Westfalica per 31.12.2008 gemäß den Anforderungen der Solvabilitätsverordnung (SolvV) Inhaltsverzeichnis 1. ALLGEMEINES... 3 2. RISIKOMANAGEMENT... 3 3. ANWENDUNGSBEREICH...

Mehr

1. Änderungen beim Ansatz und bei der Bewertung von Bilanzposten zum 01.01.2010 BilMoG-Eröffnungsbilanz

1. Änderungen beim Ansatz und bei der Bewertung von Bilanzposten zum 01.01.2010 BilMoG-Eröffnungsbilanz Anpassungen der Bilanz zum 01.01.2010 aufgrund des Gesetzes zur Modernisierung des Bilanzrechts (Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz BilMoG) vom 25.05.2009 1. Änderungen beim Ansatz und bei der Bewertung

Mehr

Erläuterungen zum Lehrplan RECHNUNGSWESEN, Jgst. 11 (Rechtsstand 30. Juni 2010) Seite 1

Erläuterungen zum Lehrplan RECHNUNGSWESEN, Jgst. 11 (Rechtsstand 30. Juni 2010) Seite 1 Erläuterungen zum Lehrplan RECHNUNGSWESEN, Jgst. 11 (Rechtsstand 30. Juni 2010) Seite 1 Lerngebiet 10 Personalwirtschaft 35 Stunden Die Schüler erwerben die Fähigkeit, Lohn- und Gehaltsabrechnungen unter

Mehr

Halbjahresfinanzbericht HALLHUBER Beteiligungs GmbH zum 30. Juni 2015

Halbjahresfinanzbericht HALLHUBER Beteiligungs GmbH zum 30. Juni 2015 Halbjahresfinanzbericht HALLHUBER Beteiligungs GmbH zum 30. Juni 2015 München Bilanz zum 30. Juni 2015 AKTIVA PASSIVA 30.06.2015 31.12.2014 30.06.2015 31.12.2014 T T T T T T A. Anlagevermögen A. Eigenkapital

Mehr