WIRTSCHAFTLICHE MITTEILUNGEN

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1 IBERO-AMERIKA VEREIN 1 WIRTSCHAFTLICHE MITTEILUNGEN Nr. 12/2006 Inhaltsverzeichnis Impressum Aktuelle Lateinamerika-Termine Transparenzliste des Gesprächskreises Lateinamerika der Lateinamerika-Initiative der deutschen Wirtschaft Argentinien Bruttoinlandsprodukt Industriesektor Wechselkurs Handelsbilanz Gesetz über Sicherstellung der Versorgung Preis- und Exportkontrollen Innenpolitik Außenbeziehungen anhaltend hohes Wirtschaftswachstum einstellige Inflationsrate Finanzmärkte im Aufschwung Staatsfinanzen steigende Investitionen Kredite Unternehmen Kraftfahrzeuge weitere Branchen Informationen Brasilien Bruttoinlandsprodukt Industriesektor Wechselkurs Handelsbilanz Innenpolitik Außenbeziehungen gedämpftes Wachstum abnehmende Inflation Leitzinssatzsenkungen Boom auf Finanzmärkten Staatsfinanzen Investitionsanstieg BRIC-Land Brasilien Kredite Unternehmen Automobilsektor weitere Branchen Informationen Kolumbien Bruttoinlandsprodukt Industriesektor Wechselkurs Handelsbilanz Innenpolitik neuer Handelsminister Freihandel mit Chile, EU, USA umfassende Steuerreform anhaltender Wirtschaftsboom soziale Situation Rückgang des Inflationstempos Finanzmärkte starker Investitionszufluss Kredite Unternehmen Branchen Informationen Kuba Bruttoinlandsprodukt Wechselkurs Handels- und Dienstleistungsbilanz unabhängige Gallup-Umfrage Kuba in Übergangsphase neue Minister strategischer Partner Venezuela sonstige Außenbeziehungen anhaltender Wirtschaftsboom Wirtschaftsstruktur Außenhandel wächst Unternehmen Branchen Internationale Messe Havanna Informationen Paraguay Bruttoinlandsprodukt Wechselkurs Handelsbilanz Innenpolitik Außenbeziehungen zufriedenstellendes Wirtschaftswachstum Außenhandel zieht an Inflation / Wechselkurs Staatsfinanzen Kredite Unternehmen Branchen Informationen Uruguay Bruttoinlandsprodukt Industriesektor Wechselkurs Handelsbilanz 16. Ibero-Amerikanisches Gipfeltreffen Tiefpunkt in Beziehungen zu Argentinien vollkommene Demokratie Uruguay Freihandelsvertrag mit USA Stärkung der Beziehungen zu China Inflation IWF-Schulden zurückgezahlt Länderrisiko gesunken Wirtschaftsentwicklung Außenhandel Kredite Unternehmen Branchen Informationen Venezuela Bruttoinlandsprodukt Industriesektor Wechselkurs Handelsbilanz Wiederwahl von Hugo Chávez Abschneiden der Opposition Außenbeziehungen Wachstumstempo nimmt zu Inflation Finanzmärkte Staatsfinanzen Unternehmen Erdöl weitere Branchen Informationen Buchbesprechung: Export von Dienstleistungen: Potenziale und Strategien beim Going International Stammdatenänderungsformular IBERO-AMERIKA VEREIN Hamburg, den 15. Dezember 2006 Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 12/2006

2 IBERO-AMERIKA VEREIN e.v. Wirtschaftsvereinigung für Lateinamerika, Spanien und Portugal Asociación de la Economía Privada para América Latina, España y Portugal Associação da Economia Privada para a América Latina, Espanha e Portugal Business Association for Latin America, Spain and Portugal Alsterglacis Hamburg Herausgeber: Christoph G. Schmitt Nachdruck oder Vervielfältigung der Texte nur mit Genehmigung des Ibero-Amerika Vereins und Quellenangabe

3 IBERO-AMERIKA VEREIN 1 TRANSPARENZLISTE des Gesprächskreises Lateinamerika (GLA) Stand: Zusammengestellt vom Ibero-Amerika Verein Datum Art der Veranstaltung/Veranstalter 2006 Januar 15. Schiedsgerichtsstandort Hamburg - Streitbeilegung im Lateinamerika-Geschäft, in der Handelskammer Hamburg (Weitere Informationen: Petra Sandvoß, Handelskammer Hamburg Tel.: 040 / , Neujahrsempfang des Ibero-Amerika Vereins für das konsularische Korps Hamburg, im Ibero-Amerika-Haus, Alsterglacis 8, Hamburg Februar Panama Maritime VIII - World Conference & Exhibition in Panama City, (Informationen: Trinidad and Tobago Petroleum Conference "Energy and People" in Port of Spain (Informationen: Fruit Logistica in Berlin, (Informationen: EU Unternehmertreffen AL-Invest AMBIENTE 2007 in Frankfurt, für Unternehmen aus der Konsumgüterbranche (Anmeldung bis zum und weitere Informationen: Chu Consulting GmbH, Fr. Chu, Tel: , Andinatraffic - Fachmesse für Verkehrstechnik und -planung (www.andinatraffic.com ) EU Unternehmertreffen AL-Invest Renewable Energies 2007 in Madrid/Spanien (Anmeldung bis zum und weitere Informationen: Chu Consulting GmbH, Fr. Josowic, Tel: , März Delegationsreise "Biokraftstoffe" nach Brasilien in Kooperation mit WECO Consult GmbH und der Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag (Weitere Informationen: Hr. Arnd Helmke, Weco Consult GmbH, Tel: , AMBIENTEC 2007 in Bogotá/Kolumbien, internationaler Kongress und Umweltfachausstellung (Weitere Informationen: AHK Kolumbien, Hr. Thomas Kneidl, Tel: , April AUTOMEC - Internationale Messe für Autoersatzteile, Ausrüstungen und Wartungstechnik in São Paulo/Brasilien (www.automecfeira.com.br) FIMEC - Maschinen und Zubehör für die Schuhfabrikation und Lederausstattung in Novo Hamburgo/Brasilien (www.fenac.com.br/fimec2007/) ElectronicAmericas - International Trade Fair for Components, Assemblies and Electronic Production, Laser Technology and Technical Optics (www.global-electronics.net/?id=21315) Mai FEIMAFE - Brasilianische Fachmesse für Werkzeugmaschinen und Werkzeuge in São Paulo, Brasilien (www.feimafe.com.br) Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 12/2006 Transparenzliste (15.12.)

4 2 IBERO-AMERIKA VEREIN Juni 12. Sitzung des Vorstandes, des Präsidiums und Mitgliederversammlung des Ibero-Amerika Vereins, in Hamburg FISPAL Technologia / Techno Plus - International Exhibition for Food Processing and Packaging in São Paulo/Brasilien (www.fispal.com) HORTITEC - Ausstellung für Gartenbautechnik, Pflanzenschutz und -anbau in Holambra, Brasilien (www.hortitec.com.br) World of Concrete Mexiko in Mexico City (www.worldofconcretemexico.com) BRASIL OFFSHORE Internationale Messe und Konferenz der Erdöl- und Erdgasindustrie, in Macaé/Brasilien (Weitere Informationen: EXPO PACK/PROCESA - Internationale Ausstellung der Verpackungsindustrie in Mexico City (www.expopack.com.mx) Expo Ferretera in Buenos Aires/Argentinien (www.expoferretera.ixmf.com) September EXPOCRUZ Industrie- und Landwirtschaftsausstellung in Santa Cruz/Bolivien (www.fexpocruz.com.bo) ANALÍTICA Latin America - International Exhibition of Laboratory Technology, Analysis, Biotechnology and Quality Control in São Paulo/Brasilien (www.analiticanet.com.br) Oktober BioFach América Latina in São Paulo/Brasilien (www.biofach-americalatina.com) FIHAV 2007 Feria Internacional de La Habana, Havanna/Kuba, Bedeutendste Industrie- und Handelsmesse Kubas (Kontakt: PABEXPO Pabellon de Exposiciones, Tel: , Fax: , November ANDINA-PACK Verpackungsmesse in Bogota/Kolumbien (www.andinapack.com) Deutsch-Brasilianische Wirtschaftstage 2007 in Blumenau/Brasilien Alle Angaben ohne Gewähr Die Aufstellung über Messen in Lateinamerika ist erhältlich beim: Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.v. (AUMA) Lindenstr. 8 D Köln Tel.: 0221 / Fax: 0221 / Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 12/2006 Transparenzliste (15.12.)

5 IBERO-AMERIKA VEREIN 1 Argentinien Argentinien: Bruttoinlandsprodukt / Industriesektor / Wechselkurs BIP-Wachstum September 2006 Statistikinstitut Indec: EMAE 8,0 % BIP-Wachstum Januar-September 2006 Indec: EMAE 8,4 % BIP-Wachstum 2006 Prognosen von Experten der Privatwirtschaft 8,5 % BIP-Wachstum 2006 Prognose Zentralbank 8,0 % BIP-Wachstum Statistikinstitut Indec: EMAE 9,2 % Industrieproduktion 2006 Unternehmerprognose lt. CEP-Umfrage 7,0 % Industrieproduktion Januar-Oktober 2006 Indec: EMI 7,6 % Industrieproduktion Indec: EMI 7,7 % Wechselkurs US$/Peso ( ) Arg$ 3,040 Argentinien: Handelsbilanz (Indec) Jahr 2006 gegenüber 2005 Export September US$ 4,017 Mrd 17 % Export Oktober US$ 4,225 Mrd 25 % Export kumuliert US$ 38,224 Mrd 15 % Import September US$ 3,170 Mrd 28 % Import Oktober US$ 3,254 Mrd 30 % Import kumuliert US$ 28,167 Mrd 20 % Handelsbilanzsaldo Januar-Oktober US$ 10,057 Mrd 2 % Gesetz über Sicherstellung der Versorgung Im Oktober 2006 drohte die argentinische Regierung den Managern der im Lande ansässigen Erdölunternehmen mit Gefängnis, sollte die Dieselknappheit weiter anhalten. Außerdem sollen die Unternehmen gezwungen werden, den Großteil der Kosten einer von der Regierung angekündigten neuen Raffinerie (General Mosconi II) zu übernehmen. Die dafür die veranschlagte Investition beläuft sich auf insgesamt US$ 2,25 Mrd.; die Regierung will dazu lediglich US$ 600 Mio. aus dem Pensionsfonds der Mitarbeiter der Öffentlichen Hand (AFJP) beitragen. - Anfang Dezember wurde Shell mit einer Geldstrafe von umgerechnet US$ 7,5 Mio. dafür belegt, dass an 23 Tankstellen der von Shell zu liefernde Dieseltreibstoff ausgegangen war. - Die gesetzliche Grundlage für solche Maßnahmen ist ein Gesetz über die Sicherstellung der Versorgung und der Unterdrückung von Aufpreisen aus dem Jahr Dieses Gesetz sieht nicht nur Gefängnisstrafen von sechs Jahren für Verstöße vor sondern auch präventives Gefängnis bis zu 90 Tagen. Preis- und Exportkontrollen Die staatlichen Preis- und Exportkontrollen stützen sich ebenfalls auf dieses Gesetz. Preiskontrollen z.t. bis Ende des Jahres 2007 wurden im Oktober und November 2006 für folgende Produkte vereinbart: Obst, Gemüse, Personenkraftwagen, Arzneimittel (Verlängerung), Baumaterialien und Softdrinks. Mit den Einzelhandelsunternehmen für Bekleidung wurde eine 10%-ige Verringerung der Preise abgesprochen. Die Groß- und Einzelhändler für Lebensmittel und Getränke verpflichteten sich, ihre Preise bis Ende des Jahres 2007 beizubehalten. Für die Mais-Exporte wurde eine mengenmäßige Begrenzung verfügt. Alles dies geschieht offiziell auf freiwilliger Basis, aber mit dem Gesetz als Drohung im Hintergrund. - Bei dieser Kampagne zur Kontrolle der Preise und zur Verbesserung der Versorgung engagiert sich Präsident Kirchner immer wieder auch persönlich. Dies steht wohl damit im Zusammenhang, dass im kommenden Jahr Präsidentschaftswahlen statt- Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 12/2006 Argentinien 7 (15.12.)

6 2 IBERO-AMERIKA VEREIN finden werden. - Die zahlreichen ausländischen Firmen, die nach den Privatisierungen in den 90er Jahren massiv im öffentlichen Dienstleistungssektor Argentiniens engagiert sind, warten seit Jahren auf die Erlaubnis, ihre Tarife anheben zu können, um aus den roten Zahlen zu kommen. Stattdessen sind sie regelmäßig mit Forderungen der argentinischen Regierung konfrontiert, Modernisierungs- und Erweiterungsinvestitionen vorzunehmen. Im November kündigte Planungsminister Julio De Vido an, dass es im öffentlichen Dienstleistungsbereich Tariferhöhungen geben werde. Allerdings müsste die Rentabilitätsmarge in Übereinstimmung mit der sozialen und wirtschaftlichen Realität des Landes bleiben. - Die Preiskontrollen und Exportbeschränkungen werden nicht von allen Sektoren unwidersprochen hingenommen. Anfang Dezember 2006 traten die Landwirte Argentiniens in einen einwöchigen Proteststreik gegen die Ausfuhrbeschränkungen für Rindfleisch. Erstmalig schlossen sich diesem Streik alle Verbände des Agrarsektors an. Weitere Streiks sollen folgen, wenn die Regierung die Exportkontrollen für Rindfleisch aufrechterhält. Die Interventionspolitik der Regierung ändere ständig die Rahmenbedingungen, so dass eine längerfristige Planung nicht mehr möglich sei. Innenpolitik Am genehmigte der Senat die von der Regierung beantragte Verlängerung des wirtschaftlichen Notstands. Dies ist bereits das vierte Mal seit Januar 2002, dass die Regierung außerordentliche Vollmachten in den Bereichen Wirtschaft, Soziales und Finanzen erhält. Bei den Wahlen zur gesetzgebenden Versammlung der argentinischen Provinz Misiones musste die Regierung Kirchner eine Niederlage hinnehmen: Die Opposition siegte mit einer Mehrheit von 57 zu 43 % der Stimmen. Damit wird es die vom Gouverneur Carlos Rovira angestrebte unbegrenzte Wiederwahl in dieser Provinz nicht geben. Im November 2006 gab Präsident Kirchner bekannt, dass er bei den voraussichtlich im Oktober 2007 stattfindenden Präsidentschaftswahlen nicht kandidieren wolle. Stattdessen soll seine Frau Cristina die offizielle Präsidentschaftskandidatin der Kirchner-Mehrheitsfraktion der regierenden Peronisten werden. Mitte November 2006 trennte sich Präsident Kirchner von einem seiner engsten Mitarbeiter, dem Führer der von der Regierung gesteuerten Streikpostenbewegung (Piquetes), Luis D Eliá. Grund für diese drastische Maßnahme war die Teilnahme D Eliás an einer pro-iranischen Kundgebung, auf der er die argentinische Justiz beschuldigte, dem Druck Israels und der USA nachgegeben zu haben. Zuvor hatte die argentinische Staatsanwaltschaft einen internationalen Haftbefehl gegen den früheren iranischen Präsidenten Rafsandschani und weitere sieben hochrangige politische Vertreter des Irans beantragt. Ihnen wird vorgeworfen, für den Anschlag im Jahr 1994 gegen eine jüdische Einrichtung in Buenos Aires verantwortlich gewesen zu sein, bei der 85 Personen ums Leben kamen. Sowohl die Entlassung D Eliás als auch der Haftbefehl gegen iranische Politiker führten zu einer Verstimmung zwischen den Regierungen Argentiniens und Venezuelas, da der venezolanische Botschafter wegen der engen Beziehungen seines Landes zum Iran gegen beide Maßnahmen Stellung bezogen hatte. Zur Überwindung dieser Spannungen ersetzte Caracas seinen Botschafter in Buenos Aires. Außenbeziehungen Bolivien: Ende Oktober 2006 einigten sich Argentinien und Bolivien über die Fortführung der bolivianischen Erdgaslieferungen in das Nachbarland. Bolivien wird somit 20 Jahre lang Erdgas an Argentinien liefern und dafür US$ 17 Mrd. erhalten. Das derzeitige Liefervolumen wird bis zum Jahr 2009 von 6 auf 7,7 Mio. m³ Gas pro Tag ausgebaut. In der Zwischenzeit wird Argentinien eine Gaspipeline mit einer Transportkapazität von täglich 27,3 Mio. m³ errichten. Der Export dieser Menge beginnt im Jahr 2010 und dauert dann bis zum Jahr Eingeschlossen ist auch der Bau einer Erdgasfilteranlage auf bolivianischem Gebiet sowie die Stellung einer argentinischen Kreditlinie über US$ 70 Mio. für die Ausrüstung des bolivianischen Agrarsektors, mit landwirtschaftlichen Maschinen. Brasilien: Die staatliche brasilianische Entwicklungsbank BNDES wird in Argentinien im Energiebereich Projekte in Höhe von US$ 3 Mrd. finanzieren. Europäische Union: Die argentinische Regierung hat gegen die Endscheidung der Europäischen Union protestiert, die Malwinen (Falkland- Inseln), Südgeorgien und die Sandwich-Inseln offiziell zu Übersee- Territorien der Europäische Union zu erklären. Alle drei Inselgruppen werden von Argentinien beansprucht. Die Europäische Union wird die Strukturen zum Schutz der Menschenrechte in Argentinien mit Mitteln in Höhe von US$ 5 Mio. stärken. Dazu gehört die Einrichtung von acht Menschenrechts-Überwachungsbüros im Innern des Landes. Mexiko: Am einigten sich Argentinien und Mexiko darauf, 110 Zollpositionen im Bereich der Kfz-Teile von Importzöllen und sonstigen Importbeschränkungen zu befreien. Dieses Abkommen ergänzt die bereits existierende Liberalisierung des bilateralen Kfz-Handels. Russland: Ende Oktober 2006 verabschiedete die argentinische Abgeordnetenkammer im Rahmen eines Gesetzes den Vertrag über technisch-militärische Zusammenarbeit zwischen Argentinien und Russland. Ziel dieser Vereinbarung ist die gemeinsame Entwicklung von Waffentechnik im Interesse der Verbesserung der Verteidigungssicherheit und der Überwindung von Naturkatastrophen. Auch der Ausbau der Überwachung des Luftraums ist Bestandteil dieser Zusammenarbeit. Darüber hinaus wird Argentinien aus Russland Militärhubschrauber beschaffen. Auf der Verhandlungsliste stehen ferner Radarsysteme, Transportflugzeuge und Raketentechnik. Attraktiv seien neben der hochentwickelten Technik der russischen Militärerzeugnisse auch die wettbewerbsfähigen Preise. Präsident Kirchner kündigte Mitte Dezember an, Russland als Marktwirtschaft anerkennen zu wollen. Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 12/2006 Argentinien 7 (15.12.)

7 IBERO-AMERIKA VEREIN 3 Anhaltend hohes Wirtschaftswachstum Nach Angaben des nationalen Statistikinstitutes INDEC erzielte Argentinien im September 2006 ein Wirtschaftswachstum von 8 %. Kumuliert ergab sich damit für die ersten 9 Monate des Jahres ein BIP- Zuwachs von 8,4 %. Die Zentralbank schließt mittlerweile für das Gesamtjahr ein Wirtschaftswachstum von 8 % nicht mehr aus. Experten der Privatwirtschaft halten sogar 8,5 % für möglich. Für das Jahr 2007 prognostiziert die Asociación Empresaria Argentina ein Wirtschaftswachstum von 8,5 %. Andere Vertreter der Privatwirtschaft gehen von einer Zunahme des BIP im nächsten Jahr von 7 % aus. Unterstützt werden diese günstigen Prognosen von Umfragen unter den Unternehmern Argentiniens, die in ihrer großen Mehrheit ein Anhalten des Wirtschaftsbooms erwarten. Die Industrieproduktion legte in den ersten 10 Monaten 2006 um 7,6 % zu; dies entspricht genau dem Ergebnis des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Besonders positiv hatten sich die Bereiche Kfz, Baumaterialien, Lebensmittel, Chemie und Kunststoffe entwickelt. In den ersten 10 Monaten des Jahres 2006 konnte Argentinien Waren im Wert von US$ 38,2 Mrd. exportieren. Das waren 15 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Importe zeigten mit einer Zunahme um 20 % auf US$ 28,2 Mrd. eine noch höhere Dynamik. Dadurch lag der Überschuss der Handelsbilanz mit etwas über US$ 10 Mrd. nur um 2 % über dem Vorjahresergebnis. Bei den Exporten standen pflanzliche Öle und Fette an der Spitze, gefolgt von Erdöl, Getreide und Landfahrzeugen. Bei den Importen dominierten Vorprodukte sowie Maschinen und Anlagen für die Industrieunternehmen Argentiniens. Im dritten Quartal 2006 lag die offizielle Arbeitslosenrate bei 10,2 %. Dies waren 0,9 Prozentpunkte weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Löhne hatten im Zwölfmonatszeitraum bis Oktober 2006 durchschnittlich um 18,6 % zugelegt. Ihre Kaufkraft blieb aber weiterhin unter dem Niveau von Als Ergebnis des Wirtschaftswachstums lebten im ersten Halbjahr 2006 nur noch 31 % der Argentinier in Armut. Im Jahr 2002 seien es nach Angaben der Regierung 57,5 % gewesen. Einstellige Inflationsrate Im Oktober 2006 wurde in Argentinien eine monatliche Inflationsrate von 0,9 % registriert und im November von 0,7 %. Dadurch ergab sich für die ersten 11 Monate des Jahres eine kumulierte Rate von 8,8 %. Somit ist nicht mehr auszuschließen, dass es Argentinien im laufenden Jahr gelingen wird, das angestrebte Ziel einer einstelligen Inflationsrate zu erreichen. Am stärksten hatte zur Inflationsentwicklung der letzten Monate der Bereich Lebensmittel beigetragen. Argentinien: Inflation 2005 (Quelle: Indec) Januar 1,3 % Februar 0,4 % März 1,2 % April 1,0 % Mai 0,5 % Juni 0,5 % Juli 0,6 % August 0,6 % September 0,9 % Oktober 0,9 % November 0,7 % kumuliert 8,8 % Zwölfmonatsrate 10,0 % Inflation ,3 % Finanzmärkte im Aufschwung Seit Ende November 2006 bewegt sich der Merval-Index der Börse Buenos Aires von einem Rekordhoch zum anderen. Am erreichte er den bisherigen Höchststand von 2.032,74 Punkten. - Auch die aus der von der Regierung vor zwei Jahren verordneten Umschuldung hervorgegangenen Anleihen verzeichnen kräftige Kurszuwächse. Am überraschendsten schnitt dabei der Coupon der Anleihe ab, deren Verzinsung an das BIP-Wachstum gekoppelt ist: Der Kurswert dieses Coupons verzeichnete im laufenden Jahr einen Rekordzuwachs um 156 %. Mittlerweile werden Stimmen laut, die fordern, bei einer möglichen erneuten Umschuldungsaktion für die noch nicht erfassten privaten Gläubiger diesen Anleihentyp wegen der hohen Rendite nicht mehr anzubieten. Die Rating-Firma Standard & Poor s hat die Bonitätsbewertung langfristiger argentinischer Anleihen von B auf B+ angehoben. Als Begründung nannte die Agentur die Verbesserung der Finanzlage Argentiniens. - Der Risikoaufschlag für argentinische Anleihen ging bis zum auf einen neuen historischen Tiefstand von 255 Punkten herunter. - Ende November platzierte Argentinien eine Anleihe in Höhe von US$ 500 Mio. auf den Finanzmärkten. Die Laufzeit beträgt sieben Jahre und die Verzinsung hat mit 8,03 % das niedrigste Niveau des Jahres erreicht. Die Verwaltung der Hauptstadt Buenos Aires konnte bereits im Oktober des Jahres eine Anleihe in Höhe von US$ 475 Mio. unterbringen. In diesem Fall betrug die Laufzeit 12 Jahre und die Verzinsung 9,75 % p.a. Staatsfinanzen Die argentinische Steuerbehörde AFIP meldete für die ersten 11 Monate 2006 ordentliche Steuereinnahmen von Arg$ 135,89 Mrd. Dieser Betrag lag um etwa 25 % über dem Vorjahresergebnis und um 3 % über dem Budgetziel. Der Primärüberschuss der Regierung stieg in den ersten 10 Monaten 2006 um 17,8 % auf Arg$ 21,239 Mrd. an. Bis zum erholten sich die Devisenreserven der argentinischen Zentralbank auf US$ 31,03 Mrd. Allerdings entsprach diese Summe nur rund 24 % der gesamten öffentlichen Verschuldung Argentiniens von US$ 130,65 Mrd. Argentinien hat sich mit Spanien darauf geeinigt, seine gesamten bilateralen Schulden von rund US$ 1 Mrd. vorzeitig zurückzuzahlen. Im Rahmen dieser Vereinbarung wurde Argentinien die Zahlung von US$ 80 Mio. erlassen. Dabei gilt allerdings die Auflage, dass dieser Betrag in den Bildungsbereich zu investieren ist. Steigende Investitionen Nach Angaben des argentinischen Wirtschaftsministeriums lag der Zuwachs der Bruttoanlageninvestitionen in den ersten neun Monaten 2006 bei 22,4 % des Bruttoinlands- Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 12/2006 Argentinien 7 (15.12.)

8 4 IBERO-AMERIKA VEREIN produkts. - Die von den argentinischen Unternehmen in den ersten sieben Monaten des Jahres angekündigten Investitionsprojekte beliefen sich auf insgesamt US$ 13,591 Mrd. - Auch die ausländischen Direktinvestitionen werden nach Einschätzung des Centro de Estudios para la Producción des argentinischen Wirtschaftsministeriums im laufenden Jahr um rund 40 % höher liegen als im Vorjahr. Im Jahr 2005 waren von ausländischen Unternehmen Investitionen in Höhe von US$ 10,208 Mrd. angekündigt worden. - Nach Angaben der UNO- Konferenz für Handel und Entwicklung beliefen sich im vergangenen Jahr die in Argentinien realisierten ausländischen Direktinvestitionen auf insgesamt US$ 4,662 Mrd.; das war gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs um 9 %. Kredite 1. bewilligt DEG: US$ 13 Mio. für die Erhöhung der Produktionskapazitäten von kostengünstigen Generika des Unternehmens Monte Verde S.A. Europäische Union: 9,79 Mio. für die institutionelle Unterstützung des nationalen Amtes für Lebensmittelsicherheit und qualität. Projektträger: Senasa, Weltbank: US$ 300 Mio. im Rahmen des Plan Nacer zur Verbesserung der Gesundheitsfürsorge von Müttern und Kindern mit niedrigem Einkommen. Interamerikanische Entwicklungsbank: US$ 50 Mio. für ein Vorhaben zur Verbesserung der Erdüberwachung durch Satelliten-Systeme. Projektträger: Comisión Nacional de Actividades Especiales, Fax: / , Internet:www.conae.gov.ar Interamerikanische Entwicklungsbank: US$ 180 Mio. für ein Vorhaben zur Verbesserung der sozialen Bedingungen in der Provinz Córdoba (sozialer Wohnungsbau, Modernisierung der Provinzverwaltung sowie Verbesserungen im Schulwesen und bei der Gesundheitsfürsorge). Projektträger: Agencia Córdoba de Inversión y Financiamiento, Córdoba, Argentinien Andenentwicklungsbank CAF: US$ 300 Mio. für die Finanzierung des Elektroverbundes Interconexión Eléctrica Rincón Santa María-Rodríguez. Projektträger: Secretaría de Energía, Ministerio de Planificación Federal, Inversión Pública y Servicios, Buenos Aires Interamerikanische Entwicklungsbank: US$ 580 Mio. für den Bau einer km langen 500-KV-Hochspannungsleitung zwischen dem Nordwesten und dem Nordosten des Landes einschließlich Umspannwerke. Projektträger: Comité de Administración del Fondo Fiduciario para el Transporte Eléctrico Federal, Buenos Aires 2. beantragt Bei der Weltbank stellte Argentinien folgende Finanzierungsanträge: US$ 45 Mio. für die Förderung von Kleinbauern und die Armutsbekämpfung in ländlichen Regionen US$ 37 Mio. für die Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit argentinischer Agrarprodukte Projektträger: Secretaría de Agricultura, Ganadería, Pesca y Alimentos, Tel.: / , verantw. Agraringenieur Santiago Campos Bei der Interamerikanischen Entwicklungsbank beantragte Argentinien folgende Darlehen: US$ 60 Mio. für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von kleinen- und mittleren Unternehmen einschließlich Finanzierung US$ 15 Mio. für die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in der argentinischen Region Norte Grande US$ 20 Mio. für ein drittes multisektorales Preinvestment- Programm, u.a. Ausarbeitung von Studien zur Wirtschaftsund Sozialentwicklung Kontaktanschrift: Banco Interamericano de Desarrollo, Buenos Aires, Fax: / Unternehmen Nach Zeitungsberichten aus Argentinien ist die Mahle- Gruppe an der Übernahme des argentinischen Armaturenherstellers Edival interessiert. Für 53 % der Anteile des argentinischen Unternehmens soll Mahle US$ 58 Mio. geboten haben. Die Siemens AG erhielt den Zuschlag für die Lieferung und den Bau von zwei Gas- und Dampfkraftwerken mit einer Gesamtkapazität von rund MW. Der Auftragswert von rund US$ 1,1 Mrd. lag zwar leicht über den Angeboten der Konkurrenten Alstom und Mitsubishi. Ausschlaggebend war die kürzere Lieferfrist. Die Regierung Argentiniens will sich mit mehr als der Hälfte der Investitionskosten beteiligen. Offizieller Auftraggeber ist ein Konsortium von privaten Energieerzeugern, dessen Endscheidung allerdings von Buenos Aires in starkem Maße mitbeeinflusst war. Das deutsche Software Unternehmen SAP will mit Investitionen von 2,5 Mio. in Argentinien rund Spezialisten ausbilden. Der französische Sekthersteller Chandon wird für US$ 5,5 Mio. die Produktion von Rotwein in Argentinien ausbauen. Das aus Norwegen finanzierte Erdölunternehmen El Trébol hat für US$ 40,2 Mio. zwei Erdölkonzessionen in der argentinischen Provinz Mendoza erworben, die nachgewiesenermaßen Erdöl enthalten. Das schwedische Unternehmen Tetra Pak beabsichtigt, die Produktionskapazitäten in Argentinien in den nächsten beiden Jahren mit Investitionen von US$ 35 Mio. auszubauen. Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 12/2006 Argentinien 7 (15.12.)

9 IBERO-AMERIKA VEREIN 5 Das britische Getränkeunternehmen Diageo hat Investitionen von US$ 20 Mio. in die Verdoppelung der Rotweinproduktion in Argentinien angekündigt. Mit US$ 100 Mio. wird Rio Tinto in Bahía Blanca eine neue Kaliumchloridspeicheranlage errichten. Die spanische Telecom hat für das Jahr 2007 Investitionen von US$ 430 Mio. in den Ausbau der Aktivitäten in Argentinien angekündigt. Etwa die Hälfte dieses Betrages wird auf die Mobiltelefontochter Movistar entfallen. Mit Investitionen von US$ 85 Mio. wird die spanische Immobiliengruppe Salvago in Mendoza einen Hotel- und Bürokomplex errichten. Die spanische Bankengruppe Santander wird US$ 290 Mio. in Argentinien investieren. Darin eingeschlossen sind die Kosten für die Propagierung der Marke Santander, die nach der Ü- bernahme des Banco Río die Marke Río ersetzen soll. Die spanische Gas Natural ist bereit, in Argentinien US$ 100 Mio. in die Ausweitung ihrer Aktivitäten zu investieren. Allerdings warte man auf ein Signal der Regierung hinsichtlich einer Anpassung des Tarifgefüges. Repsol YPF wird in der Provinz Chubut in den Jahren 2007 bis 2009 insgesamt US$ 630 Mio. in die Off-Shore-Erdölexploration und förderung investieren. In den ersten neun Monaten 2006 erzielte die argentinische Tochter von Repsol YPF einen Gewinn von umgerechnet US$ 1,22 Mrd. Dieser Betrag lag um 7 % unter dem des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Die spanische Aceitunas Guadalquivir wird in der Provinz Catamarca mit US$ 9 Mio. eine Fabrik zur Weiterverarbeitung von Oliven errichten. Die spanische Gruppe Isolux Corsan hat 50 % der argentinischen Ingenieurfirma Tecna ü- bernommen, die Dienstleistungen für Erdöl- und Erdgasunternehmen anbietet. CocaCola wird im Jahr 2007 in Argentinien US$ 133 Mio. in den Ausbau der Infrastruktur, Kühlsysteme, Abfüllanlagen und den Vertrieb investieren. In den nächsten drei Jahren wird der US-Kfz-Teilehersteller Tenneco US$ 20 Mio. in den Ausbau der Produktionskapazitäten seiner argentinischen Tochter Fric Rot investieren. Amitech Argentina hat Investitionen von US$ 11 Mio. in die Polyesterröhrenfabrik in Córdoba angekündigt. Das US-Telekommunikationsunternehmen Global Crossing hat für insgesamt US$ 336 Mio. die argentinische Imsat übernommen. Telmex wird im nächsten Jahr in die Mobiltelefonaktivitäten in Argentinien US$ 268 Mio. investieren. Darüber hinaus will das Unternehmen auch mit US$ 5 Mio. in den Telefonbuchsektor einsteigen. Für US$ 27 Mio. hat die brasilianische JBS-Gruppe über ihre argentinische Tochter Swift Armour von Cepa in Pontevedra ein Kühlhaus übernommen. Außerdem erwarb JBS ein weiteres Kühlhaus für US$ 16 Mio. in Venado Puerto. Die brasilianische Hamburgo Energia will für US$ 100 Mio. drei mit Bioabfällen gefeuerte Kraftwerke in der Provinz Corrientes errichten. Mitte November hat Petrobrás in Caleta Paola einen Seehafen eingeweiht. Die Investitionen dafür beliefen sich auf US$ 15 Mio. Der argentinische Stahlhersteller Aceros Bragado wurde für US$ 150 Mio. von der brasilianischen Gerdau übernommen. Die brasilianische Unternehmergruppe Camargo Corrêa hat Investitionen von US$ 115 Mio. in den Ausbau der Produktionskapazität ihres argentinischen Zementwerkes Loma Negra und der Potasium-Fabrik von Ferrosur angekündigt. Die argentinische Regierung hat bis Ende November 2006 einen Anteil von 5 % an der privatisierten nationalen Fluglinie Aerolíneas Argentinas zurückgekauft. Das argentinische Molkereiunternehmen SanCor wurde mit einem Kredit in Höhe von US$ 135 Mio. von der venezolanischen Regierung vor der Illiquidität bewahrt. Die Regierung in Caracas hatte sich zu diesem Schritt bereit erklärt, weil sonst das zweitgrößte Unternehmen dieser Branche vom USamerikanischen Investor Soros übernommen worden wäre. SanCor sei aber ein Verbund von milchproduzierenden Kooperativen. Diese seien nach Meinung der venezolanischen Regierung unbedingt schützenswert. Zurückgezahlt wird der Kredit mit der Lieferungen von Molkereiprodukten (z.b. Trockenmilch). Nach einer Ankündigung von Planungsminister De Vido soll am Río Turbio ein weiteres Wärmekraftwerk mit einer Kapazität von 240 MW errichtet werden. Das Kraftwerk wird Mitte des Jahres 2007 zur Ausschreibung kommen. Das staatliche argentinische Wasserversorgungsunternehmen Aguas y Saneamientos Argentinos S.A. will bis zum Jahr 2020 Investitionen in Höhe von rund US$ 6 Mrd. vornehmen. In einer ersten Phase sollen im Großraum Buenos Aires 1,5 Mio. Personen Zugang zur Trinkwasserversorgung erhalten und an das Abwassernetz angeschlossen werden. Weitere argentinische Investitionsprojekte Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 12/2006 Argentinien 7 (15.12.)

10 6 IBERO-AMERIKA VEREIN Dreyfus: US$ 45 Mio. in die Sojaverarbeitung Centro Azucarero Regional Tucumán: US$ 100 Mio. in die Zuckerproduktion Dolphin: US$ 100 Mio. in die Verdoppelung der Stromerzeugungskapazität des Kraftwerkes Güernes Weinkellerei CGBV: US$ 20 Mio. in die Ausweitung der Weinproduktion CGC: US$ 130 Mio. in Erdölaktivitäten in der Provinz Santa Cruz Bauerei Quilmes: US$ 17 Mio. in die Softdrinkherstellung, US$ 30 Mio. in die Ausweitung der Brauerei Norte in Tucumán und US$ 120 Mio. in zwei neue Brauereien in Tucumán und der Provinz Buenos Aires Pampa Holding: US$ 36,1 Mio. für die Übernahme der zwei Wasserkraftwerke Nihueles und Diamante von der französischen EDF Aceitera General Deheza: US$ 15 Mio. in die Errichtung einer Biodieselfabrik Libra Group: US$ 250 Mio. in verschiede Immobilienprojekte in Argentinien Atanor: US$ 30 Mio. in eine Fabrik für kaustisches Chlor und Soda Grupo Newside: US$ 180 Mio. in das Projekt Madero Harbour (Ladenpassage, Supermärkte, Büros, Hotels usw. Cristalerías Rosario: US$ 10 Mio. in einen neuen Ofen zur Verdoppelung der Glasproduktion. Kraftfahrzeuge Im November wurden in Argentinien Kraftfahrzeuge gefertigt. Das waren 36,5 % mehr als im Vorjahresmonat und bedeutet für den 11. Monat des Jahres einen neuen Rekord. Kumuliert waren somit in den ersten 11 Monaten des Jahres Einheiten produziert worden. Dies bedeutet einen Zuwachs um 32,3 %. In fast ähnlicher Höhe entwickelten sich auch die Exporte mit einem Anstieg um 28,7 % auf Einheiten. Beim Inlandsabsatz war der Zuwachs mit 12,9 % geringer; insgesamt wurden Kfz verkauft. - Auch die Umsätze gebrauchter Kfz waren kräftig in die Höhe gegangen. Nach Angaben der Cámara del Comercio Automotor stiegen die Verkäufe gebrauchter Kraftfahrzeuge in den ersten 10 Monaten 2006 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 22,5 % auf 1,03 Mio. an. Kfz (Quelle: ADEFA) 2006 Produktion September Produktion Oktober Produktion November Kumuliert Veränd. zu ,3 % Absatz an Händler September Absatz an Händler Oktober Absatz an Händler November Kumuliert Veränd. zu ,9 % Export September Export Oktober Export November kumuliert Veränd. zu ,7 % Gesamtjahr Prognose Absatz an Händler 2006 Absatz an Händler 2005 Weitere Branchen In den ersten acht Monaten 2006 legten die Umsätze der Supermärkte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8 % zu. Im September des Jahres folgte ein Rekordumsatz um 12,2 %. Dazu hatten u.a. Elektrohaushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik mit einem Anstieg der Umsätze um 20 % beigetragen. Für das Jahr 2007 erwartet der argentinische Einzelhandel eine Zunahme der Umsatzzahlen um 6 bis 9 %. Nach Angaben der Aufsichtsbehörde des Versicherungssektors (SSS) nahm der Prämienumsatz der Branche im ersten Halbjahr 2006 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,4 % auf umgerechnet rund US$ 5 Mrd. zu. Davon entfielen 31 % auf Kfz-Versicherungen, 20 % auf Lebensversicherungen, 16 % auf Arbeitsunfallversicherungen und 10 % auf private Altersversicherungen. In den ersten neun Monaten 2006 nahm der Elektrizitätsverbrauch in Argentinien gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,1 % zu. Wie der argentinische Verband für Biotreibstoffe (AABH) mitteilte, sind in den Jahren 2005 und 2006 bereits 13 Projekte zur Produktion von Biotreibstoffen in Angriff genommen worden. Die Gesamtinvestition liegt bei US$ 285,5 Mio. Der argentinische Kosmetik- Sektor wird im laufenden Jahr einen Umsatz von rund US$ 820 Mio. erreichen. Das sind rund 8 % mehr als im Vorjahr. Der argentinische Bausektor erzielte nach Angaben des Statistikinstitutes INDEC in den ersten neun Monaten 2006 ein Wachstum von 20 %. Allerdings wies die Branchenorganisation CAC darauf hin, dass sich die Wachstumsrate im August und September des Jahres abgeflacht hätte. Diese Entwicklung habe sich auch im Oktober fortgesetzt, obwohl gegenüber dem Vorjahresmonat noch ein Zuwachs um 5,8 % erzielt wurde. Gegenüber September 2006 bedeutete dies aber einen Rückgang um 2 %. Wie die Kammer der Softwarefirmen Argentiniens (CESSI) mitteilte, werden sich die Softwareexporte im laufenden Jahr um rund 20 % auf US$ 300 Mio. erhöhen. Nach Angaben der Beratungsfirma AC Nielsen stieg der mengenmäßige Konsum von Lebensmitteln in den ersten neun Monaten 2006 in Argentinien um 7 % an. Gleichzeitig erhöhten sich aber die Umsätze in diesem Bereich um 15 %. Dies widerspiegelt die kräftige Zunahme der Preise des Sektors. Das argentinische Bergbauministerium rechnet damit, dass Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 12/2006 Argentinien 7 (15.12.)

11 IBERO-AMERIKA VEREIN 7 im Jahr 2006 der Export von Bergbauprodukten dem Land Erlöse in Höhe von US$ 2 Mrd. bringen wird. Die Branche ist nach einer Umfrage von KPMG zuversichtlich über die weitere Entwicklung; die Unternehmen erwarten mindestens für die nächsten fünf Jahre ein kräftiges Wachstum. Nach Angaben des Statistikinstitutes INDEC kamen in den ersten neun Monaten 2006 fast 1,5 Mio. ausländische Touristen über den Flughafen der Hauptstadt Buenos Aires ins Land. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum war dies ein Zuwachs um 15,7 %. Als Herkunftsländer bzw. regionen stehen Brasilien und die EU mit jeweils etwas über 21 % an der Spitze. - Nimmt man die Gesamtzahl der ausländischen Touristen, die auf dem Landund Luftweg nach Argentinien kommen, sei für das Gesamtjahr mit einem Zustrom von ü- ber 4 Mio. ausländischen Besuchern zu rechnen. Die gesamten Deviseneinnahmen des Sektors werden in diesem Jahr um US$ 0,6 Mrd. auf US$ 3,7 Mrd. ansteigen. Zur Attraktivität Argentiniens als Tourismusziel trägt derzeitig auch der günstige Wechselkurs des Peso bei. Ebenfalls nach Angaben von INDEC blieben Soja- und Sojaderivate im ersten Halbjahr 2006 das wichtigste argentinische Exportprodukt sowohl insgesamt als auch die Landwirtschaft betreffend. Die Exporterlöse des ersten Semesters erfuhren somit eine Zunahme um 10,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zweitwichtigstes Agrarexportprodukt war Weizen mit Einnahmen von US$ 722,6 Mio. Dies war ein Rückgang der Exporterlöse um 21,96 %. Die Mais-Exporterlöse verringerten sich um 17,1 % auf US$ 605,7 Mio. Bei den Rindfleischexporten war die Verringerung um 24,6 % auf US$ 481 Mio. vor allem auf die Exportbeschränkungen zurückzuführen. Weitere Exportprodukte Frischgemüse: Zuwachs um 29 % auf US$ 205,5 Mio. (Januar bis September 2006) Wein und Moste: Zunahme um 15 % auf US$ 350 Mio. (Januar bis September 2006) Molkereiprodukte: Zuwachs um 30 % auf US$ 668,2 Mio. (Januar bis Oktober) Honig: Zunahme um 4 % auf US$ 105,3 Mio. (Januar bis August 2006) Fluss- und Meeresfische, Meeresfrüchte: Zunahme um 49 % auf US$ 957,6 Mio. (Januar bis September 2006) Informationen Die Nachrichten für Außenhandel veröffentlichten vom bis folgende Argentinien- Artikel: S & P hebt Rating auf B+ an Milliardenauftrag für Siemens Kreditkartenfirmen steigern den Umsatz Buenos Aires setzt auf Golf- Tourismus Regierung verschärft Kampf gegen den Preisanstieg Argentinien und Bolivien vereinbaren Erdgas-Handel Wasserversorger kündigt Investitionen an Touristen bringen mehr ein als Rindfleisch und Getreide Buenos Aires greift zu Anti- Dumping-Maßnahmen Wirtschaft setzt auf Biokraftstoffe Neue Gaspipeline über die Anden Große Landtechnikmessen bündeln ihr Angebot Ansprechpartner: Peter Rösler Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 12/2006 Argentinien 7 (15.12.)

12 IBERO-AMERIKA VEREIN 1 Brasilien Brasilien: Bruttoinlandsprodukt / Industriesektor / Wechselkurs BIP-Wachstum Prognose Finanzministerium 5,0 6,,0 % BIP-Wachstum Prognose Finanzexperten (Zentralbank-Umfrage Mitte Dez. 2006) 3,5 % BIP-Wachstum Prognose OECD 3,1 % BIP-Wachstum Prognose Finanzministerium 3,0 % BIP-Wachstum 2006 Prognose Forschungsinstitut Ipea 2,8 % BIP-Wachstum Prognose Finanzexperten (Zentralbank-Umfrage Mitte Dez. 2006) 2,8 % BIP-Wachstum Januar-September 2006 Statistikinstitut IBGE 2,5 % BIP-Wachstum 2005 IBGE 2,3 % Industrieproduktion Januar-Oktober IBGE 2,9 % Industrieproduktion IBGE 3,1 % Industrieumsätze Januar-Oktober 2006 Industriedachverband CNI 1,43 % Industrieumsätze CNI 2,03 % Wechselkurs US$ / Real ( ) R$ 2,148 Brasilien: Handelsbilanz (Quelle: Ministério do Desenvolvimento) Jahr 2006 Vergleich zu 2005 Export Oktober US$ 12,659 Mrd 21,7 % Export November US$ 11,866 Mrd 10,0 % Export kumuliert US$ 125,236 Mrd 16,6 % Import Oktober US$ 8,744 Mrd 33,7 % Import November US$ 8,672 Mrd 29,1 % Import kumuliert US$ 84,162 Mrd 25,6 % Handelsbilanzsaldo Januar-November US$ 41,074 Mrd 1,7 % Innenpolitik Mitte Dezember 2006 gestand Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva der Presse, dass er sich nicht länger als Linker fühlte, sondern sich als Sozialdemokraten sieht. Gründe dafür seien das zunehmende Alter und seine Erfahrung als Staatsoberhaupt seines Landes. Wörtlich sagte er: Solche Dinge entwickeln sich mit der Zahl der weißen Haare und der Verantwortung, die man hat. - Mitte Dezember 2006 ratifizierte der brasilianische Präsident das Gesetz, das Steuererleichterungen und andere Fördermaßnahmen für kleine und mittlere Unternehmen vorsieht. - Am wurde Antônio Francisco de Lima Neto zum neuen Präsidenten der Zentralbank Brasiliens (Banco do Brasil) ernannt. Bis dahin war er als Vizepräsident der Zentralbank für den Vertrieb tätig gewesen. Sein Vorgänger Maranhão war zurückgetreten, um eine Funktion in der Privatwirtschaft zu übernehmen. Außenbeziehungen Argentinien: Im Oktober 2006 gab die brasilianische Regierung bekannt, dass sie dem Antrag Argentiniens auf eine Neuauflegung der freiwilligen Exportbeschränkungen für brasilianische Haushaltselektrogeräte nicht zustimmen werde. Diese Exportbeschränkungen waren Mitte des Jahres ausgelaufen. Nach Meinung Brasiliens hätten die argentinischen Hersteller seit 2004 ausreichend Zeit gehabt, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Das Abkommen habe aber im wesentlichen nur dazu geführt, Handelsströme umzuleiten. So hätten die Argentinier nicht mehr argentinische Elektrogeräte gekauft, sondern solche aus Drittländern, u.a. aus Asien. Über einen zweiten Antrag Argentiniens zur Fortsetzung der Beschränkungen für brasilianische Schuhexporte sei noch keine Entscheidung gefallen. Bolivien: Am einigten sich das brasilianische Erdölunternehmen Petrobras und die bolivianische Regierung über eine Fortführung der Erdgaslieferungen nach Brasilien. Danach wird Brasilien täglich 30 Mio. cbm Erdgas erhalten. Über den Preis wollen sich die beiden Erdölunternehmen Petrobras und die bolivianische YPFB später einigen. Durch die zwischenzeitlich von der bolivianischen Regierung verfügte Erhöhung der Erdölsteuer Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 12/2006 Brasilien 7 (15.12.)

13 2 IBERO-AMERIKA VEREIN von 18 % auf 50 % der Gewinne fließen pro Jahr US$ 500 Mio. in die bolivianische Staatskasse. Zuvor waren es US$ 250 Mio. gewesen. Die neue bolivianische Gesetzgebung sieht generell eine Anhebung der Abführungsquote an den Staat (einschl. Lizenzgebühren, Steuern und andere Abgaben) auf 82 % vor. Petrobras konnte diesen steilen Anstieg der Besteuerung durch die Vereinbarung verhindern, dass nach 30 Jahren die Gasfördereinrichtungen des brasilianischen Unternehmens in das Eigentum der staatlichen bolivianischen YPFB übergehen. Petrobras hat bisher US$ 1,5 Mrd. in Bolivien investiert. Der nun vereinbarte Zeitraum von 30 Jahren bis zum Übergang in öffentliches bolivianisches Eigentum dürfte ausreichen, um die Investitionssumme und die erforderlichen Ersatzinvestitionen zu amortisieren. Petrobras wird auch weiterhin für den Betrieb der Gasförderungsanlagen in Bolivien verantwortlich sein. Europäische Union: Der EU- Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz, Markus Kyreanou, teilte Brasilien Mitte Oktober 2006 mit, dass das Embargo der EU für den Import brasilianischen Rindfleischs aufrechterhalten bleibe. Das Embargo war anlässlich eines Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche etwa ein Jahr zuvor verfügt worden. Von der EU wurde insbesondere bemängelt, dass es bis heute nicht möglich sei, die Herkunft brasilianischen Rindfleischs genau bis zur Farm, auf der das Tier gezüchtet wurde, zurückzuverfolgen. Auch die Vorschriften über die Kontrolle der Spuren von toxischen Substanzen, Insektenvertilgungsmitteln, Fungiziden, Hormonen und veterinärmedizinischen Medikamenten in den exportierten Produkten könnten bisher nicht von der brasilianischen Seite eingehalten werden. Am wurden die Gespräche zwischen der Europäischen Union und dem Mercosur über ein Assoziierungsabkommen und über den Freihandel wieder aufgenommen. Allerdings wurden kaum greifbare Fortschritte erreicht, da grundsätzlich die gleichen unterschiedlichen Positionen vorgetragen wurden, wie schon im September Das Ergebnis des Treffens wurde als moderat positiv bezeichnet. Eine Einigung sei noch nicht in Sicht. Russland: Bei einem Treffen der Wirtschaftsminister Brasiliens und Russlands in Moskau Mitte November 2006 vereinbarten beide Länder, das bilaterale Handelsvolumen bis zum Jahr 2010 auf US$ 10 Mrd. anzuheben. Im Jahr 2005 hatte es bei US$ 3 Mrd. gelegen. Eine engere Zusammenarbeit ist im Bereich der Energie, der Weltraumtechnik und der Industrie geplant. So soll bald ein erstes Kraftwerk russischer Technologie in Brasilien errichtet werden. Auch im militärtechnischen Bereich ist eine Vertiefung der Kooperation geplant. - Im Jahr 2005 war Brasilien mit 82 % an den russischen Zuckerimporten beteiligt, mit 71 % an den Schweinefleischimporten, mit 44 % an den Rindfleischimporten und mit 30 % am Import von Pulverkaffee. USA: Die US-amerikanische Abgeordnetenkammer stimmte am einem Gesetz zu, das das Importpräferenzsystem für brasilianische Produkte um weitere zwei Jahre verlängert. - Im laufenden Jahr wird Brasilien Waren im Wert von US$ 3,8 Mrd. im Rahmen dieser Präferenzvereinbarung in die USA geliefert haben. Bei der Entscheidung der US-Abgeordneten spielte eine Rolle, dass 75 % der von den Importpräferenzen begünstigten Güter Zulieferprodukte für USamerikanische Industrieunternehmen sind. Gedämpftes Wachstum Im dritten Quartal 2006 erzielte Brasilien gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum nach Angaben des Statistikinstitutes IB- GE ein Wirtschaftswachstum von 3,2 %. Für die ersten neun Monate des Jahres ergab sich damit ein kumulierter BIP-Zuwachs von 2,3 %. Die Regierung hat deshalb ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr auf 3 % verringert. Bei einer Umfrage der Zentralbank unter Finanzexperten der Privatwirtschaft Mitte Dezember 2006 wurde eine durchschnittliche Wachstumserwartung von 2,8 % registriert. Auch das Forschungsinstitut Ipea verringerte seine Wachstumsprognose auf 2,8 %. Im dritten Quartal 2006 war die Landwirtschaft mit einem Plus von 7,8 % der Wachstumsmotor. Es folgte der Industriesektor mit 3 % und der Dienstleistungssektor mit 2,2 %. Für das Jahr 2007 erwartet das brasilianische Finanzministerium ein Wirtschaftswachstum zwischen 5 und 6 %. Das Planungsministerium liegt mit einer Prognose von 4,75 % unter diesen Wert. Die Spezialisten der Privatwirtschaft rechnen für das Jahr 2007 mit einem BIP-Wachstum von 3,5 %. Die Industrieproduktion hatte in den ersten 10 Monaten 2006 ein kumuliertes Wachstum von 2,9 % erzielt. Die Umsätze des Industriesektors hatten gemäß Angaben des Industriedachverbandes CNI real um 1,43 % zugelegt. Allerdings habe sich eine deutliche Aufwärtstendenz durchgesetzt: In den sechs Monaten bis Oktober 2006 hätten die Umsätze der Industrie um 5,6 % zugenommen. Vergleicht man Oktober 2006 mit Oktober 2005, ergab sich sogar ein Rekordzuwachs von 10,74 %. Zugelegt hatten auch die Kapazitätsauslastung und die Arbeitsstunden. Die Mehrheit der Industrieunternehmen geht davon aus, dass das Jahr 2007 bessere Ergebnisse bringen wird, als das laufende Jahr. Der brasilianische Exportboom hielt weiter an. Bis November 2006 erzielte Brasilien Exporterlöse in Höhe von US$ 125,2 Mrd. Das waren 16,6 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig hatten allerdings die Importe mit einem Zuwachs um 25,6 % auf US$ 84,2 Mrd. eine noch höhere Dynamik gezeigt. Aus diesem Grund lag der Handelsbilanzüberschuss von US$ 41 Mrd. nur um rund 2 % über dem Vorjahresergebnis. Bei der Erhöhung der Importe hatten die Zulieferungen für die Industrie sowie Maschinen und Anlagen einen nicht unwesentlichen Anteil. - In den ersten 10 Monaten 2006 erzielte Brasilien einen Leistungsbilanzüberschuss von US$ 11,662 Mrd. Das waren 1,95 % weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die im Ausland ansässigen Brasilianer werden im laufenden Jahr rund US$ 3,7 Mrd. an ihre Angehörigen in der Heimat überweisen. Die offizielle Arbeitslosenrate Brasiliens reduzierte sich im Oktober 2006 gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 9,8 %. Gleichzeitig stiegen die Einkommen um 1,2 % Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 12/2006 Brasilien 7 (15.12.)

14 IBERO-AMERIKA VEREIN 3 an. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds ist es Brasilien gelungen, die Armutsrate zwischen den Jahren 2003 und 2005 von 28 % auf 23 % zu verringern. - Nach Zahlen des Arbeitsministeriums stieg die Kaufkraft der 39 % Brasilianer mit einem Einkommen bis zu vier Mindestlöhnen in der ersten Regierungszeit von Präsident Lula da Silva um 11 % an. Abnehmende Inflation Nach Angaben des Statistikinstitutes IBGE betrug die monatliche Inflationsrate im Oktober ,33 % und im November 0,31 %. Dadurch ergab sich eine kumulierte Inflationsrate von 2,65 %, die deutlich unter den 5,31 % der ersten 11 Monate 2005 lag. Die Zwölfmonatsrate ging bis Ende November auf 3,02 % zurück. Im Jahr 2005 hatte die Inflationsrate bei 5,69 % gelegen. Brasilien: Inflation 2006 (IPCA) Quelle: IBGE Januar 0,59 % Februar 0,41 % März 0,43 % April 0,21 % Mai 0,10 % Juni - 0,21 % Juli 0,19 % August 0,05 % September 0,21 % Oktober 0,33 % November 0,31 % kumuliert 2,65 % Zwölfmonatsrate 3,02 % Inflation ,69 % Leitzinssatzsenkungen Das geldpolitische Komitee der Zentralbank (COPOM) verfügte im Oktober und November zwei weitere Senkungen des Leitzinssatzes Selic um jeweils 0,5 Prozentpunkte. Im November hatte sich das Komitee zum letzten Mal in diesem Jahr getroffen. Dadurch schließt das Jahr 2006 nunmehr mit einem Leitzinssatz von 13,25 % ab. Dies war zwar von den Marktteilnehmern erwartet worden. Trotzdem zeigten sich sowohl die Industrie als auch der Handel enttäuscht von den geringen Zinssatzsenkungen, da das Realzinsniveau immer noch bei 8,7 % und damit weltweit an der Spitze bleibt. Präsident Lula strebt an, das Realzinsniveau bis Ende des Jahres 2007 auf 5 % zu verringern. Der durchschnittliche Ausleihungszinssatz für natürliche Personen hatte sich bis Oktober des Jahres auf 53,1 % pro Jahr verringert. Für Unternehmen galt ein durchschnittlicher Zinssatz für Kredite von 27,4 % p.a. Die Scheckzinsen fielen bis Oktober des Jahres auf 142,6 %. Boom auf Finanzmärkten Die rasante Aufwärtsentwicklung der Börse São Paulo führte im Dezember 2006 mehrmals hintereinander zu neuen Rekordhöhen des Bovespa-Index. Am schloss der Index mit seinem bisherigen Höchstwert von Punkten ab. Anfang des Jahres hatte der Börsenindex bei Punkten gestanden. Seit Beginn der Regierungszeit von Präsident Lula da Silva Ende des Jahres 2002 ist der Bovespa-Index somit um 260 % angestiegen. Die Börsenexperten erwarten, dass sich dieser positive Trend auch im Jahr 2007 fortsetzt. - Mitverantwortlich für die Hausse- Entwicklung im Dezember war die starke Zunahme der ausländischen Börseninvestitionen. Nach Angaben der Börsenverwaltung überschritt der Nettozufluss alleine in den ersten acht Tagen des Monats Dezember einen Betrag von US$ 450 Mio. Im November 2006 platzierte die brasilianische Regierung eine Anleihe von US$ 1,5 Mrd. auf den internationalen Finanzmärkten. Die Anleihe hat eine Laufzeit bis 2017 und eine Rendite von 6,249 %. Im Dezember folgte eine Real-Anleihe über R$ 750 Mio. (ca. US$ 346 Mio.). Diese Anleihe wird im Jahr 2022 fällig und hat eine Rendite von % p.a. In diesem Fall liegt die Rendite höher wegen des Währungsrisikos. Staatsfinanzen In den ersten 10 Monaten 2006 stiegen die ordentlichen Steuereinnahmen der brasilianischen Regierung inflationsbereinigt um 5 % auf R$ 324,99 Mrd. an. Diese Nachricht ist allerdings für die Unternehmen des Landes weniger erfreulich. Nach einer Untersuchung von KPMG liegt Brasilien bei der Steuerbelastung der Unternehmen weltweit an 17. Stelle: In Brasilien muss ein Unternehmen im Durchschnitt 34 % des Umsatzes an den Fiskus abführen, während der weltweite Durchschnitt bei 27,1 % liegt. Der Primärüberschuss der brasilianischen Zentralregierung lag in den ersten neun Monaten des Jahres bei R$ 48,28 Mrd. Das entsprach 3,17 % des Bruttoinlandsprodukts. Die Regierung ist aber trotzdem zuversichtlich, dass sie das diesjährige Ziel von 4,25 % des BIP erreichen kann, da im September bereits der 13. Monatslohn an die öffentlichen Bediensteten überwiesen worden ist. Aufgrund der Verringerung der BIP- Wachstumsprognose für das laufende Jahr beschloss die brasilianische Regierung im November 2006 eine Kürzung der Ausgaben um R$ 486 Mio. Mitte November 2006 erreichten die Devisenreserven der brasilianischen Zentralbank einen neuen Rekordstand von US$ 81,44 Mrd. Die Staatsverschuldung Brasiliens verringerte sich im Oktober 2006 um 0,4 Prozentpunkte auf R$ 1,042 Billionen. Das entsprach 49,5 % des Bruttoinlandsprodukts. Investitionsanstieg In den ersten neun Monaten 2006 flossen ausländische Direktinvestitionen in Höhe von US$ 11,905 Mrd. nach Brasilien. Das waren nach Angaben der Zentralbank 2,1 % mehr als im Vorjahr. Wie die nationale Entwicklungsbank BNDES mitteilte, kündigten Unternehmen aus dem Bereich der Industrie, der Infrastruktur und der Bauwirtschaft zwischen den Jahren 2007 und 2010 in Brasilien Investitionen von R$ 1 Billion (rund US$ 465 Mio.) an. Bis Ende des Jahres 2005 belief sich der Gesamtbetrag der brasilianischen Direktinvestitionen im Ausland nach Angaben der Zentralbank des Landes auf US$ 79,259 Mrd. In den ersten 10 Monaten 2006 kamen weitere rund US$ 22,8 Mrd. dazu. Brasilien hat sich damit zum führenden lateinamerikanischen Exporteur produktiver Investitionen entwickelt. Auch weltweit nimmt das südamerikanische Land inzwischen eine wichtige Position als Direktinvestitionsquelle ein. Im Oktober beschloss der geldpolitische Rat der Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 12/2006 Brasilien 7 (15.12.)

15 4 IBERO-AMERIKA VEREIN Zentralbank, dass Exporteure bis zu 30 % der im Ausland verdienten Devisen dort investieren dürfen. Außerdem dürfen brasilianische Privatpersonen und Unternehmen direkt im Ausland Aktien erwerben. BRIC-Land Brasilien Nach einer Analyse des American Chamber of Commerce nimmt Brasilien in der Gruppe der sogenannten BRIC plus M-Länder, zu denen noch China, Indien, Russland und Mexiko gehören, hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit zusammen mit Mexiko den vierten Platz ein. Grund dafür sei das hohe Kostenniveau im fiskalischen, institutionellen und operativen Bereich. Brasilien ist unter den BRIC-Staaten außerdem das Land mit der niedrigsten BIP- Zuwachsrate. Nach Einschätzung der OECD sind die größten Wachstumsbarrieren Brasiliens darin zu sehen, dass das Land seinen Haushaltsüberschuss zu Lasten der Investitionen erzielt, dass die Unternehmen zu wenig in Forschung und Entwicklung investieren und dass der Staat die Ausbildung seiner Bürger vernachlässigt. Außerdem müsse die hohe Informalität des Arbeitsmarktes abgebaut werden. - Auch das brasilianische Forschungsinstitut Ipea, das dem Planungsministerium untersteht, sieht Hindernisse für eine Beschleunigung der Wachstumsrate auf mindestens 5 % pro Jahr. Eins der Probleme sei der Elektrizitätssektor, der heute eine kontinuierliche Expansion der brasilianischen Wirtschaft nicht mittragen könne. Der zweite Faktor ist die immer noch viel zu niedrige Investitionsrate des Landes. - Präsident Lula da Silva erklärte nach seiner Wiederwahl, dass das schwache Wirtschaftswachstum vor allem auf die vielen bürokratischen Auflagen und sonstigen Hindernisse zurückzuführen sei. So sei die Entwicklung der Wirtschaft nach allen Seiten hin eingeschränkt, z.b. durch Gesetze, Umweltschutzauflagen, öffentliche Bürokratie, Oppositionspolitiker, Gerichte usw. Angesichts dieser vielen kritischen Einschätzungen überraschen die großen Erfolge Brasiliens der letzten Jahre als Agrarweltmacht und zunehmend erfolgreicher Industrienation. In nur wenigen Jahren ist Brasilien zum weltweit größten Exporteur von Zucker, Kaffee, Orangensaft, Treibstoff, Alkohol, Soja, Rindfleisch, Tabak und Geflügel geworden. Bei Flugzeugen steht Brasilien an dritter Stelle hinter den USA und der EU. Bei der Tiefsee-Erdölexploration und produktion sowie bei der Ethanol- Antriebstechnik für Fahrzeuge ist Brasilien ebenfalls Weltmarktführer. Kredite 1. beantragt Die Europäische Union bewilligte Brasilien die folgenden Darlehen: 6 Mio. zur Förderung eines Umweltschutzvorhabens zur Vorbeugung und Kontrolle der Entwaldung in der brasilianischen Amazonasregion 7,5 Mio. für die Unterstützung ausgewählter brasilianischer Gemeinden bei der Bekämpfung von Armut, Ungleichheit und sozialer Ausgrenzung Kontaktanschrift: Delegação da Comissão Européia. Fax: / , Interamerikanische Entwicklungsbank: US$ 800 Mio. für die Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Situation von Personen mit niedrigem Einkommen in ausgewählten brasilianischen Gemeinden. Eingeschlossen sind Investitionen in die Gemeinde-Infrastruktur und die Verbesserung der Wohnverhältnisse. 2. beantragt Weltbank: US$ 65 Mio. für die Verbesserung der Effizienz des Straßennetzes im Bundesstaat Goiás unter besonderer Berücksichtigung ökologischer Aspekte. Projektträger: Agência Goiania de Transportes e Obras, Fax: / Weltbank: US$ 30 Mio. für ein Vorhaben zur Verringerung der Armut im Bundesstaat Pernambuco. Projektträger: Secretaria de Desenvolvimento Social e Cidadania, Fax: / , Weltbank: US$ 235 Mio. zur Verbesserung der Gesundheitsfürsorge, Krankheitsbekämpfung und Senkung der Sterblichkeitsrate. Projektträger: Ministério da Saúde, Fax: / Interamerikanische Entwicklungsbank: US$ 32,2 Mio. für ein Modernisierungs- und Integrationsprogramm des Kongresses. Projektträger: Secretaria Especial do Interlegis Senado Federal, Fax: / Interamerikanische Entwicklungsbank: US$ 54 Mio. für Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität von Familien mit niedrigem Einkommen in Fortaleza, einschließlich Infrastrukturmaßnahmen. Projektträger: Prefeitura Municipal de Fortaleza. Kontaktanschrift: Banco Interamericano de Desenvolvimento, Fax: / Unternehmen Nach der Unterzeichnung über die Restrukturierung der Aktivitäten der Volkswagen AG in Brasilien gab das Unternehmen Mitte Oktober umfangreiche Investitionspläne für Brasilien bekannt. Danach will VW do Brasil in den nächsten fünf Jahren umgerechnet US$ 1,2 Mrd. in die Entwicklung und Produktion neuer Fahrzeuge investieren. Ein Ziel sei es, den Exportanteil von jetzt 40 % auf 30 % zu verringern, um die Abhängigkeit von Wechselkursschwankungen zu verringern. Anglo American hat Investitionen von US$ 1,2 Mrd. in eine Nickelmine im Inneren des Bundesstaates Goiás angekündigt. Damit soll die Produktionskapazität der Mine Barro Alto bis 2010 auf t Nickel pro Jahr vervierfacht werden. Die französisch-belgische Suez-Gruppe gab bekannt, dass sie in Brasilien Stromlieferverträge mit einer Gesamtsumme von 2 Mrd. vereinbaren konnte. Den Strom wird sie aus Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 12/2006 Brasilien 7 (15.12.)

16 IBERO-AMERIKA VEREIN 5 dem neuen Wasserkraftwerk São Salvador liefern, den das Unternehmen am Tocatins- Fluss errichten wird. Bis zum Jahr 2009 will Renault do Brasil die Produktionskapazitäten für Pkw von derzeitig Einheiten pro Jahr auf ausbauen. Dafür sind Investitionen von US$ 360 Mio. vorgesehen. Die spanische Telefónica hat für 365 Mio. den drittgrößten Fernsehabonnement-Betreiber Brasiliens, TVA, übernommen. Die spanische CIE Automotive hat mit dem brasilianischen Unternehmen Enercom die Bildung des Joint Ventures Naturoil vereinbart, das Biodiesel herstellen wird. Das spanische Unternehmen ist an dem Joint Venture mit 80 % beteiligt. Nach verschiedenen Dementis hat Telecom Italia Anfang November 2006 offiziell bestätigt, dass das Unternehmen die brasilianische Mobiltelefontochter TIM verkaufen will. Als Interessenten haben sich bereits die mexikanische América Móvil, die spanische Telecom und die brasilianische Telecom (BrT) gemeldet. América Móvil hat Mitte Dezember ein Kaufangebot über US$ 10 Mrd. abgegeben. Das indische Stahlunternehmen Mittal Steel musste nach der Ü- bernahme des Luxemburger Stahlkonzerns Arcelor auf Geheiß der brasilianischen Börsenaufsichtsbehörde CVM den Minderheitsaktionären von Arcelor in Brasilien (ca. 33 %) ein Pflichtübernahmeangebot unterbreiten. Ende Oktober gab Mittal bekannt, bis zu US$ 3,26 Mrd. für diese Minderheitsanteile ausgeben zu wollen. Diese Kaufofferte wurde aber von einigen brasilianischen Minderheitsaktionären als viel zu niedrig zurückgewiesen. Unabhängig vom Ausgang dieser Verhandlungen will Arcelor Mittal die Produktionskapazitäten des Unternehmens in Brasilien mit Investitionen von US$ 4,5 Mrd. ausweiten. U.a. soll ein neues großes Stahlwerk in Brasilien errichtet werden. Im November 2006 übernahm die mexikanische Telmex für US$ 780 Mio. 238,4 Mrd. Aktien des brasilianischen Telefonunternehmens Embratel. AmBev, die zur belgischen InBev-Gruppe gehört, errichtet für US$ 75 Mio. in Campo Grande eine neue Bierflaschenfabrik. Die brasilianische Bergbaugesellschaft Companhia Vale do Rio Doce (CVRD) wird für rund US$ 17 Mrd. den kanadischen Nickelproduzenten INCO Ltd. übernehmen. Bis Anfang Dezember 2006 hatte Vale bereits mehr als 90 % der INCO-Aktien erworben. Durch die Übernahme wurde CVRD zum zweitgrößten Bergbauunternehmen der Welt nach der britischaustralischen BHP Billiton. Gleichzeitig bedeutet diese Ü- bernahme auch eine Diversifizierung: CVRD ist nunmehr nicht mehr nur der weltgrößte Hersteller von Eisenerz, sondern auch der zweitgrößte Nickelproduzent. Der Börsenwert des Unternehmens liegt heute bei US$ 77 Mrd. In Minas Gerais nahm CVRD Anfang Oktober 2006 die größte Eisenerzmine der Welt in Betrieb. Dafür hatte das Unternehmen US$ 1,1 Mrd. investiert. In den ersten neun Monaten 2006 erzielte Vale einen Gewinn nach Steuern von R$ 10,1 Mrd. Das waren 29 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Mitte November platzierte CVRD zwei Anleihen in Höhe von insgesamt US$ 3,75 Mrd. auf den internationalen Märkten. Die Nachfrage ü- berstieg diesen Betrag um das 3,4-fache. Die beiden Anleihen werden im Jahr 2017 und 2036 fällig. Ende November 2006 unterschrieb CVRD mit ThyssenKrupp einen Liefervertrag, der vorsieht, 15 Jahre lang jährlich 2,7 Mio. t Pellets und 5,9 Mio. t Eisenerz zu liefern. Auch mit chinesischen Stahlunternehmen wurden neue Verträge vereinbart. Danach wird CVRD von 2007 bis 2017 jährlich weitere 19,4 Mio. t nach China liefern und zwischen 2018 und 2031 jährlich 8,1 Mio. t. Die brasilianische Stahlgesellschaft CSN will die britischholländische Corus für US$ 9,6 Mrd. übernehmen. Damit übertraf sie das Angebot des indischen Konkurrenten Tata Steel um US$ 0,4 Mrd. Sollte CSN am Ende erfolgreich sein, würde das Unternehmen weltweit den fünften Platz im Ranking der großen Stahlgesellschaften einnehmen. Für US$ 104 Mio. erwarb Gerdau in den USA ein Stahlwerk der Pacific Coast Steel. Nach einem Ranking der Columbia- Universität der USA ist Gerdau das am meisten internationalisierte brasilianische Unternehmen. Auf dem zweiten Platz folgt Norberto Odebrecht und auf dem dritten Vale do Rio Doce. In den ersten neun Monaten 2006 erzielte die brasilianische Erdölgesellschaft Petrobras einen Gewinn nach Steuern von R$ 20,7 Mrd. Das waren 33 % mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Einen Rekord erzielte das Unternehmen auch bei der Produktion und dem Export von Erdöl: Die tägliche Produktionsmenge stieg auf 1,913 Mio. Fass an und die Exportmenge auf 484 Mio. Fass pro Tag. Derzeitig verfügt Petrobras über 95 Hochsee- Ölplattformen; weitere 16 befinden sich im Bau oder sind fest geplant. Bis zum Jahr 2010 beabsichtigt das Unternehmen, US$ 56,4 Mrd. in die Erhöhung der Produktionsmenge von Erdöl und in die Erdgasexploration zu investieren. Im Großraum São Paulo ist die Errichtung eines Pipelinenetzes für Benzin, Diesel und Gas mit einer Gesamtlänge von 500 km geplant. Dazu sind Investitionen von US$ 1 Mrd. vorgesehen. Eletrobrás hat für das Jahr 2007 Investitionen von US$ 2,6 Mrd. in die Ausweitung der Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 12/2006 Brasilien 7 (15.12.)

17 6 IBERO-AMERIKA VEREIN Stromversorgungskapazitäten angekündigt. Der brasilianische Flugzeughersteller Embraer hat inzwischen seinen kanadischen Konkurrenten Bombardier sowohl hinsichtlich des Auftragswertes als auch hinsichtlich der Anzahl der bestellten Flugzeuge überholt. Damit nimmt Embraer als Lieferant von Zivilflugzeugen heute den dritten Platz hinter Boeing und Airbus ein. - Im Oktober 2006 erhielt das Unternehmen einen Auftrag über 60 weitere Düsenflugzeuge des Modells Phenom von der spanischen Wondair, der US-amerikanischen Avantair und der ebenfalls USamerikanischen Eagle Creek A- viation Services. Im November lieferte Embraer des erste von sechs Flugzeugen des Typs 190 an die Air France-Tochter Régional aus. Die kolumbianische Luftwaffe erhielt im Dezember fünf Flugzeuge des Typs Super Tucano. In den ersten neun Monaten 2006 erzielte der Banco do Brasil einen Gewinn nach Steuern von R$ 4,8 Mrd. Das waren 40,4 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Es folgte Bradesco mit R$ 3,4 Mrd. und Itaú mit R$ 3 Mrd. Bei der Gesamtsumme der Aktiva setzte sich Itaú Ende September an die Spitze der brasilianischen Privatbanken: Sie erreichten einen kumulierten Wert von R$ 201,3 Mrd. und wurden nur noch von den Aktiva des Banco do Brasil mit R$ 281,6 Mrd. übertroffen. - Im November 2006 gab Itaú den Erwerb der Bank Boston-Töchter in Miami und Nassau bekannt. Die brasilianische Brauereigruppe Schincariol wird für rund US$ 60 Mio. eine neue Getränkefabrik im Bundesstaat Ceará errichten. Die brasilianische Fluglinie TAM will von Airbus 37 neue Flugzeuge kaufen. Ihr Konkurrent Gol hat bereits bei Boeing einen Auftrag über 20 Flugzeuge des Typs platziert. Die beiden brasilianischen Lebensmittelproduzenten Sadia und Perdigão wollen im Jahr 2007 ihre Aktivitäten mit Investitionen von insgesamt US$ 600 Mio. ausweiten. Die spanische Elecnor-Gruppe hat bisher 210 Mio. in die ersten beiden Ausbauphasen des Windparks von Osorio in Brasilien investiert. Für die Realisierung des Investitionsprogramms von Brasil- Telecom (BrT) bis 2008 gewährte die nationale brasilianische Entwicklungsbank BNDES einen Kredit von R$ 2,1 Mrd. Das ist einer der fünf größten Einzelkredite, die die Entwicklungsbank bisher zur Verfügung gestellt hat. Automobilsektor Nach Einschätzung des Branchenverbandes Anfavea wird die Produktion und der Export von Kraftfahrzeugen im Jahr 2006 einen neuen Rekord erreichen. Bei den Exporterlösen wird ein Zuwachs um rund 8 % auf US$ 12 Mrd. erwartet. Zu Beginn des Jahres hatte der Verband wegen der Aufwertung der Landeswährung Real nur mit einem Zuwachs von 3 % gerechnet. Allerdings werden die Exporte mengenmäßig um fast 6 % zurückgehen. Bei der Produktion wird sich ein Zuwachs um 4 % auf rund 2,63 Mio. Fahrzeuge ergeben. Beim Inlandsabsatz wird ein Anstieg der verkauften Kraftfahrzeuge um rund 12 % auf 1,9 Mio. Einheiten erwartet. Für das Jahr 2007 sieht die Prognose ebenfalls sehr gut aus. Bei den Inlandsverkäufen wird eine Zunahme um 7,7 % auf 2,06 Mio. Fahrzeuge prognostiziert. Diese Zahl würde die Rekordmarke des Jahres 1997 übertreffen und somit einen neuen Verkaufsrekord darstellen. Bei der Produktion wird ein Anstieg um 3,8 % auf 2,73 Mio. Fahrzeuge vorausgesagt. Die Exporte werden wahrscheinlich wertmäßig auf dem Niveau des laufenden Jahres bleiben. Mengenmäßig wird mit einem Rückgang um 2,4 % gerechnet. Kfz (Quelle: ANFAVEA) 2006 Produktion September Produktion Oktober Produktion November kumuliert Veränderung zu ,2 % Kfz-Neuanmeldungen September Kfz-Neuanmeldungen Oktober Kfz-Neuanmeldungen November kumuliert Veränderung zu ,5 % Export September / Einheiten Export Oktober / Einheiten Export November / Einheiten kumuliert Veränderung zu ,6 % Export September/ US$ 1,03 Mrd Export Oktober / US$ 1,08 Mrd Export November / US$ 0,97 Mrd kumuliert 11,10 Mrd Veränderung zu ,5 % Gesamtjahr Prognose Produktion 2,63 Mio 2006 Produktion Weitere Branchen In den ersten 10 Monaten 2006 stieg der Absatz von Motorrädern und Mopeds in Brasilien um 25,3 % auf Einheiten an. Gleichzeitig erhöhten sich die Produktionszahlen um 18,8 % auf Einheiten. In den ersten neun Monaten 2006 stiegen die Umsätze des brasilianischen Einzelhandelssektors nach Angaben des Statistikinstitutes IBGE um 5,83 % an. Dagegen meldeten die Supermärkte des Landes nach Angaben des Branchenverbandes Abras einen Rückgang ihrer Umsätze um 2,18 %. Nach Angaben der Zentralbank nahm das Gesamtvolumen der Kredite in Brasilien im Oktober gegenüber dem Vormonat um 1,9 % auf R$ 697,3 Mrd. zu. Das entsprach 33,1 % des Bruttoinlandsprodukts. Im Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 12/2006 Brasilien 7 (15.12.)

18 IBERO-AMERIKA VEREIN 7 Zwölfmonatszeitraum bis Oktober 2006 hatte sich somit ein Zuwachs um 21,1 % ergeben. Die zehn größten Banken Brasiliens konzentrieren in diesem Jahr rund 85 % der Kreditvergabe auf sich. In den ersten 10 Monaten 2006 nahm die Zahl der Mobiltelefonanschlüsse in Brasilien um 11,8 % auf 96,641 Mio. zu. Bis Ende des Jahres wird so mit großer Wahrscheinlichkeit eine Gesamtzahl von 100 Mio. Anschlüssen überschritten werden. Nach Angaben des Branchenverbandes Eletros stiegen in den ersten neun Monaten 2006 die Umsätze von Elektrohaushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik um 11,8 % an. Der brasilianische Bausektor wird nach einer Prognose des Branchenverbandes des Bundesstaates São Paulo, Sindus- Con-SP ein Wachstum von 5 % erreichen. Auch für das Jahr 2007 wird ein entsprechend hohes Ergebnis für den Sektor erwartet. Dies gilt allerdings nur, wenn das Bruttoinlandsprodukt des Landes insgesamt um mindestens 3,5 % zunimmt. In den ersten neun Monaten 2006 stieg die Aluminiumerzeugung in Brasilien gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,9 % auf 1,2 Mio. t an. Brasilien ist inzwischen zum weltweit fünfgrößten Produzenten von Bergbauerzeugnissen geworden. Das Potential des Landes ist aber noch längst nicht ausgeschöpft, da nur ein relativ kleiner Teil der riesigen Fläche des Landes bisher ü- berhaupt untersucht wurde. Darüber hinaus befinden sich die meisten der bisher erschlossenen Minen an der O- berfläche. Was sich tiefer in Brasiliens Erde befindet, ist weitgehend unbekannt. Derzeitig werden in Brasilien pro Jahr 18 Mrd. Liter Bioalkohol produziert. Gemäß dem nationalen Energieplan Brasiliens soll die Produktionsmenge bis zum Jahr 2030 auf 55 Mrd. Liter pro Jahr ansteigen. In der Erntesaison 2006/07 wird Brasilien nach einer Prognose der Companhia National de A- bastecimento rund 476 Mio. t Zuckerrohr produzieren. Das wäre eine Zunahme um 10,3 % und würde einen neuen Rekord bedeuten. Fast 90 % der Erntemenge ist für die Bioalkoholproduktion vorgesehen. Für die nächsten sechs Jahre wird ein Anstieg der Zuckerrohrproduktion um 55 % vorausgesagt. Die Exporterlöse des brasilianischen Agrobusiness-Sektors stiegen in den ersten 11 Monaten 2006 um rund 14 % auf US$ 45,3 Mrd. an. Damit wurde bereits das Gesamtergebnis des Jahres 2005 um 4 % überschritten. Bis Ende des Jahres dürften die Ausfuhreinnahmen des Sektors US$ 50 Mio. übersteigen. Diesem Betrag werden Importe in Höhe von US$ 6,5 Mrd. gegenüberstehen. Damit wird Brasiliens Agrobuisiness- Sektor einen Exportüberschuss von rund US$ 43 Mrd. realisieren. Damit hat Brasilien die USA als Agrarexporteur weit hinter sich gelassen: Zwar exportieren die US-amerikanischen Produzenten jährlich Agrobusiness-Produkte im Wert von US$ 62 Mrd; da sie aber gleichzeitig fast genauso viel importieren, bleibt ihnen lediglich ein kleiner Überschuss von US$ 3 Mrd. Die Rindfleisch-Exporterlöse Brasiliens stiegen in den ersten 11 Monaten des Jahres um 27 % auf US$ 3,475 Mrd. an. Die Geflügel-Exporterlöse Brasiliens gingen in den ersten 10 Monaten 2006 um 10,2 % auf US$ 2,571 Mrd. zurück. Grund ist u.a. der Rückgang des Geflügelkonsums in Europa und Asien als Folge der Geflügelgrippe. Nach Angaben der Companhia Nacional de Abastecimento, die dem Landwirtschaftsministerium untersteht, wird sich die Ernte von Körner-, Hülsen- und Ölfrüchten in der Erntesaison 2006/07 auf 120,2 Mio. t belaufen. Dies würde eine Zunahme um 1,1 % bedeuten und einen neuen Rekord darstellen. Für das Jahr 2006 sagt das staatliche brasilianische Statistikinstitut IBGE eine Erntemenge in diesem Bereich von 115,9 Mio. t voraus. Dies wäre eine Zunahme um 3 %. Informationen Die Nachrichten für Außenhandel veröffentlichten vom bis folgende Brasilien-Beiträge: Deutsche Holzbearbeitungsmaschinen gefragt EU prüft Sicherheit von Nahrungsexporten Aluminiumerzeugung bis September um 7,9 % gestiegen VW investiert 1 Mrd. in neue Modelle Gerdau erwägt Beteiligung an Stahlwerk Zollfreizone Manaus entwickelt sich dynamisch Aufschwung zum größten Pharmamarkt Lateinamerika Flughafen Cumbica bei São Paulo bekommt dritten Terminal Wahlgewinner Lula setzt auf Stabilität Energieeffizienz wird künftig gefördert Wichtigster Hafen wird ausgebaut Konzerne planen Verdoppelung der Stahlproduktion bis 2011 Großübernahme am Mobilfunkmarkt wird vorbereitet Stahlproduktion könnte 2010 auf 50 Mio. t steigen CVRD beliefert Werk von Thyssen/Krupp mit Eisenerz Standort bietet auch künftig gute Geschäftschancen Wachstum gewinnt an Dynamik Wirtschaft verdoppelt Import von Glasprodukten Ansprechpartner: Peter Rösler Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 12/2006 Brasilien 7 (15.12.)

19 IBERO-AMERIKA VEREIN 1 Kolumbien Kolumbien: Bruttoinlandsprodukt / Industriesektor / Wechselkurs BIP-Wachstum 2007 Zentralbank 4,3 5,7 % BIP-Wachstum 2007 Bankenverband (Asociación Bancaria) 5,5 % BIP-Wachstum 2006 Prognose Regierung und Nationale Planungsbehörde 5,3 % BIP-Wachstum 3.Quartal 2006 Nationale Planungsbehörde (vorläufig) 6,1 % BIP-Wachstum 1. Halbjahr 2006 Statistikbehörde Dane 5,74 % BIP-Wachstum 2005 Statistikbehörde Dane 5,13 % Wachstum Industrieproduktion Januar-September 2006 Industrieverband Andi 6,4 % Wachstum Industrieproduktion 2006 Prognose Andi 6,0 % Wachstum Industrieproduktion 2005 Andi 7,6 % Wachstum Industrieumsätze Januar-Juli 2006 Andi 7,6 % Wachstum Industrieumsätze 2005 Andi 6,6 % Wechselkurs US$/Peso ( ) Col$ 2.279,82 Kolumbien: Handelsbilanz (Dane) Jahr Export Januar-September US$ 17,887 Mrd US$ Mrd Import Januar-September US$ Mrd US$ 14,516 Mrd Handelsbilanzsaldo Januar-September US$ 0,172 Mrd US$ 1,120 Mrd Innenpolitik Gemäß der letzten Gallup-Umfrage von Ende Oktober 2006 genießt Präsident Álvaro Uribe weiterhin die Unterstützung von 66 % der Bevölkerung. Gegenüber der Umfrage im Juni des Jahres bedeutet dies allerdings einen Rückgang um 11. Prozentpunkte. Begründet wurde dieser Rückgang seiner Popularität mit zwei Faktoren: Zum einen stieg trotz des hohen Wirtschaftswachstums die Arbeitslosenrate weiter an. Zum anderen nimmt die Sorge über die Entwicklung des Friedensprozesses zu. Ein von der Guerilla-Organisation FARC organisiertes Bombenattentat in Bogotá veranlasste Präsident Uribe, die Verhandlungen mit dieser Organisation abzubrechen. Auch der Friedensprozess mit den Paramilitärs ist ins Stocken geraten. Ein kolumbianischer Senator hatte vor kurzem offengelegt, dass 40 Parlamentsabgeordnete bereits im Jahr 2001 eine Absichtserklärung mit den Paramilitärs über die Einleitung eines Friedensprozesses unterschrieben hatten. Führer der liberalen Oppositionspartei versuchten, aus dieser Tatsache Präsident Uribe einen Strick zu drehen. - Unabhängig davon erließ das O- berste Gericht Kolumbiens Anfang November Haftbefehle gegen drei dem Regierungslager angehörende Parlamentarier wegen des Verdachts der illegalen Zusammenarbeit mit den Paramilitärs. Gegen weitere sechs Kongressabgeordnete wurde ebenfalls ein Untersuchungsverfahren eröffnet. Das Oberste Gericht des Landes ist völlig unabhängig und zuständig für Politiker, die sonst durch parlamentarische Immunität geschützt wären. - Anfang Dezember wurden 59 inhaftierte Anführer der Paramilitärs in ein Hochsicherheitsgefängnis überführt. Daraufhin kündigten sie den Friedensprozess mit der Regierung auf. Seit Beginn der Demobilisierung vor zwei Jahren haben allerdings Mitglieder dieser Milizen ihre Waffen niedergelegt; zum Teil sind sie erfolgreich in das Zivilleben integriert worden. Somit wird es trotz der Aufkündigung der Friedensvereinbarung keine Rückkehr zur früheren Situation geben. Neuer Handelsminister Mitte Oktober 2006 wurde der Betriebswirt Luis Guillermo Plata zum neuen Handelsminister ernannt. Plata hatte bis dahin die kolumbianische Außenhandelsförderungsorganisation ProExport geleitet. Zuvor hatte er diese Organisation in Tokio und Taipeh vertreten. Sein Vorgänger Botero hatte bereits zum Zeitpunkt der Wiederwahl Uribes seinen Rücktritt beantragt, um sich privaten Angelegenheiten zu widmen. Auf Bitten des Präsidenten hatte er sich bereit erklärt, noch bis zur Unterzeichnung des Freihandelsabkommens mit den USA im Amt zu bleiben. Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 12/2006 Kolumbien 7 (15.12.)

20 2 IBERO-AMERIKA VEREIN Freihandel Chile: Am unterschrieben Chile und Kolumbien das einen Monat zuvor vereinbarte bilaterale Freihandelsabkommen. Es handelt sich dabei um das umfangreichste Abkommen, das Chile mit einem lateinamerikanischen Land abgeschlossen hat. Es beinhaltet die folgenden 12 Kapitel: Investitionen, arbeitsrechtliche Angelegenheiten, öffentliche Aufträge, phytosanitäre Maßnahmen, Ursprungsregeln, Umwelt, institutionelle Strukturen, Lösung von Streitfällen, Zusammenarbeit, Erleichterung des Handels, Mechanismen zur Verteidigung z.b. gegen unlauteren Wettbewerb, Dienstleistungen und technische Handelshemmnisse. Der Außenhandel zwischen beiden Ländern wird im laufenden Jahr ein Volumen von US$ 700 Mio. überschreiten. Die chilenischen Investitionen in Kolumbien nähern sich inzwischen der Grenze von US$ 4 Mrd. Europäische Union: Die Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und der Andengemeinschaft über ein Assoziierungsabkommen soll im Februar 2007 beginnen. Allerdings warnte Brüssel Kolumbien und Ekuador Anfang Dezember 2006 vor der Einleitung eines WTO- Schlichtungsverfahrens wegen der EU-Bananenmarktordnung. Nach Meinung von Handelskommissar Peter Mandelson würde ein solches Verfahren die Verhandlungen sehr stark erschweren, wenn nicht sogar unmöglich machen. Kolumbien und Ecuador sehen aber keinen anderen Ausweg. Hauptsächlich durch die Anhebung des Importzolls um 134 % hat alleine Kolumbien in diesem Jahr 6 Prozentpunkte seines Marktanteils in der EU verloren. Bedroht ist insbesondere die Existenz von kleinen Bananenproduzenten in den Gebieten Urabá und Magdalena, deren Lebensbedingungen sich durch das EU-Bananenmarktregime nachhaltig verschlechtert haben. USA: Kolumbien und die USA unterschrieben am das zwischen beiden Ländern ausgehandelte Freihandelsabkommen. Dies bedeutet aber noch nicht, dass das Abkommen auch in Kraft treten wird. Als Ergebnis der Zwischenwahlen in USA verfügen die Demokraten nunmehr über eine Mehrheit in beiden Häusern. Die Regierung Bush hatte bei der Verhandlung des Freihandelsabkommens alle Einwürfe und Änderungswünsche der demokratischen Parlamentsminderheit ignoriert. Nunmehr wollen zahlreiche Abgeordnete der demokratischen Partei die Verhandlungen wieder öffnen, um z.b. arbeitsrechtliche Mindestanforderungen in Kolumbien zum Bestandteil des Abkommens zu machen. Sonst würden die Demokraten dagegen stimmen. Die kolumbianische Regierung hat sich bereits auf Verzögerungen beim Inkrafttreten des Freihandelsabkommen eingestellt. Mit Erleichterung nahm sie zur Kenntnis, dass die beiden Kammern des US- Parlaments die Zollpräferenzen für die vier Andenländer Kolumbien, Peru, Bolivien und Ecuador bis zum verlängerten. Bogota hofft, dass danach das Freihandelsabkommen in Kraft tritt. Umfassende Steuerreform Am verabschiedete die kolumbianische Abgeordnetenkammer die von Präsident Uribe eingebrachte Steuerreform. Ein Tag später erteilte auch der Senat seine Zustimmung. Wichtige Bestandteile der Reform sind: Die neue Steuer für die Finanzierung der Sicherheit im Land von 1,2 % wird vier Jahre lang auf Vermögen von Col$ 3 Mrd. oder mehr erhoben. Aktien oder Anteile an kolumbianischen Unternehmen werden nicht berücksichtigt. Die Abzugsmöglichkeit für die Reinvestition von Gewinnen in unbewegliche Aktiva wird von 25 % auf 40 % angehoben. Die ursprünglich als vorübergehend eingeführte Finanztransaktionssteuer von 0,004 % für Beträge von mehr als Col$ 7 Mio. pro Monat bleibt erhalten. Zahlreiche Banktransaktionen bleiben von der Steuer befreit. Der Einkommensteuersatz für Personen mit einem Einkommen von mehr als vier Mindestlöhnen reduziert sich bis zum Jahr 2008 stufenweise von jetzt 35 % auf 33 %. Neben dem allgemeinen Mehrwertsteuertarif von 16 % gibt es 7 Spezialtarife: 1,6 % für Wachund Reinigungsgesellschaften, 3 % für Bier, 5 % für Glücksspiele, 10 % für Kaffee, Zucker, Kakao, Schokolade und andere ausgewählte Produkte, 20 % für Mobiltelefone und % für Luxusautos. 52 % der Waren des Grundbedarfskorbs (canasta familiar) bleiben von der Mehrwertsteuer IVA befreit. Die Stempelsteuer von 1,5 % wird innerhalb von drei Jahren stufenweise abgeschafft. Der 2 %-ige Mehrwertsteuerabzug bei Kreditkartenkäufen wird ebenfalls abgeschafft. Anhaltender Wirtschaftsboom Nach vorläufigen Angaben der nationalen Planungsbehörde nahm das Bruttoinlandsprodukt Kolumbiens im dritten Quartal 2006 um 6,1 % zu. Bereits im ersten Halbjahr hatte Kolumbien ein Wirtschaftswachstum von mehr als 5,7 % erzielt. Die Regierung Kolumbiens und die nationale Planungsbehörde haben entsprechend die BIP-Wachstumsprognose für das Gesamtjahr vorsichtigerweise auf 5,3 % heraufgesetzt. Es ist aber zu erwarten, dass diese Wachstumsrate noch übertroffen wird. Für das Jahr 2007 rechnet der Bankenverband des Landes mit einem BIP-Wachstum von 5,5 %. Die Zentralbank hat mehrere Wachstumsszenarien entworfen, die von 4,3 % bis 5,7 % reichen. Nach Angaben des Industrieverbandes ANDI nahm die Industrieproduktion in den ersten neun Monaten 2006 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,4 % zu. Die Umsätze des Sektors stiegen gleichzeitig um 7,6 % an. Die Kapazitätsauslastung lag bei 83,7 %. Fast alle Industriesektoren wiesen Wachstum auf. Aus diesem Grund wollen auch 67 % aller befragter Mitgliedsunternehmen des Verbandes Modernisierungs- und Erweiterungsinvestitionen vornehmen. In den ersten neun Monaten 2006 nahmen die Exporterlöse Kolumbiens um 14,4 % auf US$ 17,9 % zu. Da gleichzeitig die Importe um 22 % auf US$ 17,7 Mrd. angestiegen waren, verringerte sich der Handelsbilanzüberschuss auf 172 Mio. Das war weniger als ein Sechstel des Vorjahreswertes. Beigetragen hatte zur Belebung der Importtätigkeit der starke Anstieg Wirtschaftliche Mitteilungen Nr. 12/2006 Kolumbien 7 (15.12.)

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