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1 Ausgehend von einem «Leitfossil» der Jugendkultur, dem sog. DMPlayer (meist MP3Player genannt), wird die Geschichte der Tonaufzeichnung und anschliessend die Geschichte eines Gegenstandes aus der Konsumgüterwelt erarbeitet. Das übergeordnete Ziel des Projektes besteht darin, Texte für eine eigene Webseite über eine technische Errungenschaft zu formulieren. Wichtige Schwerpunkte zum Erreichen dieses Ziels sind die Förderung des Leseverstehens und das eigenständige Formulieren, welche grundlegend sind für die Realisierung einer Webseite. Das Projekt verläuft in drei Schritten, die auch einzeln durchführbar sind, aber in ihrer Gesamtheit modellhaft für das Erarbeiten von Unterrichtsinhalten in einer Klasse zu verstehen sind. So orientiert sich der Aufbau der drei Unterrichtsblöcke am Modell der adaptiven Lehrbegleitung. Je nach Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler kann es sinnvoll sein, parallel dazu Methoden zum Leseverstehen zu erarbeiten. (Um der Unart des unreflektierten Kopierens von Inhalten aus dem Internet vorzubeugen, hat sich die Methode des «Reciprocal Teaching» bewährt. Thema, Projektziele Thema: Schülerinnen und Schüler dokumentieren auf einer eigenen Webseite technische Errungenschaften. Ziele: Texte mit «Reziprokem Lehren» erarbeiten Training des Leseverstehens und des eigenständigen Formulierens Aufbau und die Funktionsweise des DigitalmediaPlayers kennen Die Geschichte der Tonaufzeichnung kennen Eine technische Errungenschaft auf einer eigenen Webseite dokumentieren und kommentieren Erfolgreich recherchieren im Internet Präsentieren und Dokumentieren von Arbeitsergebnissen mit ICT Altersempfehlung: Dauer: ien: Ab 7. Klasse Teilpropjekt «DMPlayer»: 8-10 Lektionen Teilprojekt «Geschichte der Tonaufzeichnung»: 8 10 Lektionen Teilprojekt «Erstellen der eigenen Webseite»: Lektionen Computer mit Internetzugang, Beamer, Arbeitsblätter, Präsentation, Schellackplatte, defekte DMPlayer Informationen zum «Reziproken Lehren» finden Sie beispielsweise hier (eine kurze Einführung und Unterrichtshilfen finden Sie in den Unterrichtsmaterialien):

2 Projektverlauf 1. Teilprojekt: Der Digital Media Player Teilziele Inhalt Darstelungs- / 1. Lektion Sensibilisieren, Projektübersicht Erkennen, dass Wissen eigene Erfahrungen, Nachforschungen, Experimente voraussetzt. Kennen die Absicht des Unterrichtsvorhabens Vorlesen/anhören der Geschichte «Die Erde ist rund». Klassengespräch zum Thema «Warum wissen wir?» Erklären des Unterrichtsvorhabens. Hausaufgabe: Vorhandene Handys und DMPlayer in die nächste Stunde mitbringen. Unterrichtsgespräch Präsentation Bichsel, Peter: Kindergeschichten, Frankfurt, Suhrkamp, 1997 Beamer, Folien Lektion Vorwissen DMPlayer Kennen und verstehen die Bezeichnung DMPlayer Die mitgebrachten Geräte werden ausgelegt, die Schülerinnen und Schüler erklären die Möglichkeiten ihres Gerätes. Ev. Folien 3, 4 Sichern des Vorwissens Leitfrage: Wie funktioniert ein DMPlayer? Erarbeiten eines kurzen Textes zur Leitfrage. 3. Lektion Recherche Erster Versuch, die Leitfrage zu beantworten Erarbeiten und festhalten von Folgefragen Bilden von Zweiergruppen. Die Schülerinnen und Schüler versuchen sich im Internet über die Funktionsweise zu informieren. (Hier muss man allenfalls die «Erweiterte Suche» und die Regeln für die erfolgreiche Recherche wiederholen, wie sie im Modul «Ich finde Google» erarbeitet werden). Partnerarbeit Computer, Internetzugang Die gefundenen Informationen werden auf Zetteln festgehalten. (Es ist entscheidend, dass die Texte mit eigenen Worten formuliert werden). Die Zettel werden im Klassenzimmer aufgehängt. Überprüfen der Antwortvorschläge auf Verständlichkeit. Erläutern, dass die Antwort auf die Leitfrage von einer Person, die noch nie mit einem DMPlayer zu tun hatte verstanden werden sollte. In Partnerarbeit werden nun die Fragen formuliert, die geklärt sein müssen, damit die Leitfrage beantwortet werden kann. Partnerarbeit

3 Teilziele Inhalt Darstellungs- / 4. Lektion Die Teile eines DMPlayers DMPlayer auseinanderbauen Die Einzelteile benennen können. Auseinanderbauen eines defekten DMPlayers. Benennen der einzelnen Teile. Erfolgskontrolle: Arbeitsblatt: «Teile eines DMPlayers», ev. Defekte DMPlayer Folien 5-13 Arbeitsblatt: «Teile eines DMPlayers» Folien Korrektur der Arbeit 5./6. Lektion Kurzvortrag Plakat Antwort auf die Leitfrage auf einem Plakat und in einer Skizze festhalten. Erarbeiten einer Kurzpräsentation. Die Zweiergruppen erstellen ein Plakat und einen Kurzvortrag zur Leitfrage. Das Plakat muss eine Skizze enthalten. Partnerarbeit Computer, Internetzugang, Blätter A2 7. Lektion Lernkontrolle Präsentieren Die Zweiergruppen präsentieren ihr Plakat. (Beurteilungskriterien: Verständlichkeit der Erklärungen (nicht Richtigkeit), Darstellung des Plakats, Sprache und Gestaltung des Vortrags.), Partnerarbeit Plakate 8. Lektion Technische Vertiefung Funktionsweise der einzelnen Teile erarbeiten Erklären der Funktionsweise der einzelnen Teile des DMPlayers Repetition: Teile des DMPlayers benennen. Aufteilen der Klasse in 8 Gruppen. Jede Gruppe recherchiert und beschreibt die Funktion eines Bauteils. Präsentation Folien Handzettel aus Präsentation. Folien Ev. Folien Ergebnissicherung: Auf einem Plakat werden die Beschreibungen zu einem Gesamtbild zusammengefügt. Blatt A0 Erfolgskontrolle: Die Klasse beantwortet die Leitfrage gemeinsam mit Hilfe der Angaben auf dem Plakat. Klassengespräch 9. Lektion Lernkontrolle Erstellen eines Hefteintrags mit einer Skizze zur Funktion des DMPlayers Erstellen eines Textes mit Skizze über die Bestandteile und die Funktion des DMPlayers. (Beurteilungskriterien: Die Bestandteile und die Funktion werden richtig erklärt. Der Text enthält nur eigenständige Sätze. Die Skizze ist korrekt. Plakat aus Lektion 6, Hefteintrag aus Lektion 7.

4 2. Teilprojekt: Geschichte der Tonaufzeichnung Teilziele Inhalt Darstellungs- / 1. Lektion Der DMPlayer in Bezug zu anderen Audioabspielgeräten bringen. Erkennen, dass aktuelle Technologie das Produkt einer Entwicklung ist. Vorwissen festhalten. «DMPLayer» an Wandtafel. Abspielen der Audiodatei. «Erste Tonaufnahme von T. A. Edison» an WT. Die Schülerinnen und Schüler erstellen ein individuelles Mind Map. Zusammentragen der Ergebnisse. Wandtafelprotokoll der Beiträge aus der Klasse Audiodatei: «Mary had a little lamb» (http://www.gutenb erg.org/etext/ 10137) Arbeitsblatt «Tonaufzeichnung... Mind Map» Folie 32 Wandtafel 2. Lektion Einführung «Reziprokes Lehren» Erkennen, dass Lesen können noch nicht verstehen heisst. Einführen der vier Schritte des «Reziproken Lehrens». Vertiefen des Textverstehens durch darstellen in einer anderen Präsentationsebene. Erste Leseübung «Reziprokes Lehren» (Zeilen 1 6), Lehrer moderiert. Einführung in die vier Schritte des «Reziproken Lehrens». Zweite Leseübung «Reziprokes Lehren» (Zeilen 7 22), Schülerin oder Schüler moderiert. Die Schülerinnen und Schüler erstellen eine Skizze zum Gerät von Edison. Die Skizzen werden unter der Jahrzahl 18. Juli 1877 aufgehängt. Text: Vom Phonographen zum Grammophon. Kurzeinführung, Lesezeichen und Karten zu den vier Schritten des «Reziproken Lehrens» (Im Verlauf der Unterrichtseinheit kann diese Darstellung ständig mit weiteren Jahrzahlen und Errungenschaften ergänzt werden). 3. Lektion «Reziprokes Lehren» Verinnerlichen der vier Schritte des «Reziproken Lehrens» Vertiefen des Textverstehens durch Darstellen in einer anderen Präsentationsebene. Dritte Leseübung «Reziprokes Lehren» (Zeilen 23 28), Schülerin oder Schüler moderiert Vierte Leseübung «Reziprokes Lehren» (Zeilen 29 43), Lesen in Vierergruppen, Schülerin oder Schüler moderiert Individuelles Erstellen einer Skizze zur verbesserten Version des Phonographen. Text: Vom Phonographen zum Grammophon. Die Skizzen werden unter der Jahrzahl 29. November 1877 aufgehängt.

5 Teilziele Inhalt Darstellungs- / 4. Lektion «Reziprokes Lehren» «Reziprokes Lehren» in Kleingruppen zum Verstehen von Texten einsetzen können. Fünfte Leseübung «Reziprokes Lehren» (Zeilen 44 59), Lesen in Vierergruppen, Schülerin oder Schüler moderiert. Sechste Leseübung «Reziprokes Lehren» (Zeilen 60 77), Lesen in Vierergruppen, Schülerin oder Schüler moderiert. Ergebnissicherung: Anhören der Tonaufnahme aus Lektion 1. Die Unterschiede der beiden Geräte werden an der Wandtafel in einer Tabelle festgehalten. Klassengespräch Text: Vom Phonographen zum Grammophon Audiodatei: «Mary had a little lamb» (http://www.gutenb erg.org/etext/ 10137) Ev. Folie Lektion Ergebnissicherung. Entwicklung des Grammophons Festhalten der Verbesserungen im ersten Entwicklungsschritt von Edisons Phonographen. Recherche zur Entwicklung des Grammophon Internetrecherche: In Vierergruppen erarbeiten die Schülerinnen und Schüler das Arbeitsblatt. Alle notwendigen Informationen finden sie auch im Text «Vom Phonograph zum Grammophon», den sie sich mit «Reziprokem Lehren» erschliessen können. Arbeitsblatt: «Vom Phonograph zum Grammophon» Text: «Vom Phonograph zum Grammophon» (Sie müssen sich hier als Lehrkraft entscheiden, ob sie die Recherche im Internet und das Lernen mit You Tube oder eher das «Reziproke Lehren» forcieren wollen). 6. Lektion Ergebnisse sichern, Zusammenfassung, Internetrecherche Recherche zu technischen Errungenschaften zur Geschichte der Tonaufzeichnung Kontrolle des Arbeitsblattes. Beantworten von Fragen. Erweitern des Mind Maps um die Einträge Grammophon und Schallplatte Arbeitsblatt «Meilensteine der Geschichte der Tonaufzeichnung», Erstellen einer zeitlichen Abfolge als Klassenauftrag. Die Angaben werden fortlaufend aufgehängt, so dass ein Geschichtsfries entsteht. Klassengespräch Arbeitsblatt: «Vom Phonograph zum Grammophon» Folie 33 Arbeitsblatt «Tonaufzeichnung... Mind Map» Arbeitsblatt «Meilensteine der Geschichte der Tonaufzeichnung» Folie 34 (Die Klasse oder die Lehrkraft entscheiden nun, welche Gegenstände oder Errungenschaften näher angeschaut werden sollen)., Computer, Beamer, Internetzugang

6 Teilziele Inhalt Darstellungs- / 7./8. Lektion Zusammenfassen der Erkenntnisse Die Unterrichtsarbeit in der Schule zeigen Die in der vorangehenden Lektion festgelegten Geräte und Errungenschaften werden auf die Schülerinnen und Schüler verteilt. Erstellen einer Dokumentation gemäss Arbeitsblatt «Geschichtsfries». Ev. Folie (Die einzelnen Blätter ergeben kombiniert mit alten Geräten und Medien eine interessante Ausstellung im Schulhaus.)

7 Projektverlauf 3. Teilprojekt: Gestalten einer eigenen Webseite zu einer technischen Entwicklung In Anlehnung an die vorausgegangene Arbeit könnte als Unterrichtsgegenstand ein Gegenstand aus der Konsumgüterindustrie (z.b. Toaster, Waschmaschine, Nähmaschine...) oder die Entwicklung einer technischen Errungenschaft (z.b. Film, Telefon, Fernsehen...) gewählt werden. Soll der Schwerpunkt auf der Schulung des Leseverstehens und der sprachlichen Arbeit liegen, wird man sich an vorhandener Literatur orientieren (Buchtipp: Bücher aus der Kinder-Uni-Bibliothek). Im Vordergrund steht die Absicht, die Schülerinnen und Schüler eigenverantwortlich zu einem Unterrichtsgegenstand lesen und recherchieren zu lassen und die Ergebnisse mit Hilfe einfacher Werkzeuge aus dem Internet (Ajax basierte Webseitengeneratoren) zu präsentieren. Damit die Arbeit durch die Lehrkraft überprüft und moderiert werden kann, führen die Schülerinnen und Schüler einen Blog als Lerntagebuch. Vorarbeiten: Die Lehrkraft erstellt auf weebly.com die Anmeldeinformationen für die Schülerinnen und Schüler. Anleitungen für Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler finden Sie in im Modul «Lernen mit Web Berufswahlvorbereitung». Teilziele Inhalt Darstellungs- / 1. Lektion Festlegen der Projektinhalte, Aufzeigen möglicher Teilthemen Begriff «MP3» an Wandtafel. Die Schülerinnen und Schüler erstellen ein Mind Map zum Begriff. Mit der Präsentation wird aufgezeigt, dass eine technische Errungenschaft gesellschaftliche Auswirkungen haben kann und die Entwicklung einer ganzen Reihe von Geräten auslöst. Folie Lektion Einführung in die Arbeit mit dem Webseitengenerator Die Schülerinnen und Schüler erstellen mit Hilfe des vorbereiteten Logins und der Anleitung eine eigene Webseite. Je nach Klasse kann es nützlich sein, gewisse Seitentitel (z.b. Technische Entwicklung, gesellschaftliche Auswirkungen...) vorzugeben. Eine Seite soll als Blogseite angelegt sein, auf der die Schülerinnen und Schüler nach jeder Arbeitsstunde ihre Arbeit reflektieren. Dabei sollen sie sich am «Reziproken Lehren» orientieren: Die geleistete Arbeit zusammenfassen Neu gelernte Ausdrücke festhalten und erklären Die Arbeit für die nächste Lektion planen (Damit die Webseiten multimedial und interaktiv werden, verlangen Sie das Einfügen einer Anzahl Videos oder Audio Dateien und das Erstellen einer Umfrage oder eines Quiz. Bitten Sie die Eltern, die Mitschülerinnen und Mitschüler, Kommentare und Feedback direkt auf der Webseite abzugeben). Anleitung Weebly für Schülerinnen und Schüler aus den Unterlagen zum Modul «Lernen mit Web Berufswahlvorb ereitung» Weitere Lektionen Eigenständige Arbeit Die Schülerinnen und Schüler arbeiten selbständig. Die Lehrkraft ist als Coach unterwegs und gibt über den Blog individuelle Feedbacks.

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