ASP.NET Grundlagen. Was ist ASP.NET

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1 ASP.NET Grundlagen ASP.NET Grundlagen...1 Was ist ASP.NET...1 Webseiten mit ASP.NET...3 Ereignisse...4 Zustandsverwaltung...5 Die Eigenschaften Request und Response....6 Was ist ASP.NET ASP steht für Active Server Page. ASP.NET ist ein Framework, mit dem serverseitiger Code für Webanwendungen entwickelt werden kann. Es gibt zwei Arten von Webanwendungen: ASPX Seiten (HTML) Webservices (XML) Eine Webanwendung erzeugt auf Serverseite HTML oder XML Code. Häufig finden dabei Datenbankzugriffe statt. Eine Webanwendung stellt daher eine Softwareschicht zwischen HTML oder XML Darstellung und der Datenhaltung dar. Beispiele: Bahnauskunft und Buchungssystem. Suchmaschinen. Onlineshops wie Amazon. Da ASP.NET ein Bestandteil der Standardbibliothek des.net Frameworks. Daher können alle.net Sprachen wie C# oder VB.NET verwendet werden. Code kann in IL kompiliert werden. Eine Webanwendung liegt dann als DLL Assembly vor, die von einem Webserver geladen werden kann. Wenn eine Webanwendung ausgeführt wird, dann wird für sie eine eigene Application Domain angelegt. Verschiedene Webanwendungen können sich also nicht gegenseitig stören oder zum Absturz bringen. Als Webserver wird i. A. der IIS verwendet. Eine Webanwendung wird in einem extra Prozess, einem sogenannten IIS Arbeitsprozess, ausgeführt. Es kann mehrere solche Prozesse geben. Diese enthalten die Application Domains.

2 (Quelle: doktor.de) Ein Framework besitzt eine Klassenbibliothek. Ihre Klassen stehen in gewissen Beziehungen zueinander. Diese können Assoziationen oder Vererbungsbeziehungen sein. Häufig wird ein Framework verwendet, indem ihre Klassen abgeleitet werden. Das Framework stellt also nicht nur Klassen zur Verfügung, sondern auch eine Architektur. Folgendes Diagramm zeigt einige beispielhaft ausgewählte Klassen, ihre Vererbungsbeziehungen und zwei wichtige Assoziationen:

3 1 1 ControlCollection Control 1 * HtmlControl WebControl TemplateControl Page UserControl Button Textbox Checkbox Panel BaseDataList Radiobutton Datagrid Datalist Webseiten mit ASP.NET Eine aspx Datei enthält: HTML. XML Deklarationen von Serversteuerelementen. Code einer.net Sprache wie C#. Der Code in einer.net Sprache kann und sollte in einer Codebehinddatei ausgelagert werden. Durch die aspx Datei und die gegebenenfalls vorhandene Codebehinddatei wird eine Klasse deklariert bzw. definiert, die von System.Web.UI.Page abgeleitet ist. Serversteuerelemente werden durch.net Klassen mit Methoden, Eigenschaften und Ereignissen repräsentiert. Sie sind von der Klasse Webcontrol abgeleitet. Einem Webformular können Serversteuerelemente zugefügt werden. Diese werden dann in der Controlsauflistung aufgenommen. Da jedes Steuerelement die Controlsauflistung von der Klasse Control erbt, kann jedes Steurelement als Container dienen. Einige Steuerelemente wie Panel sind sogar ausdrücklich als Container ausgelegt und erfüllen keinen anderen Zweck, andere wiederum wie TextBox besitzen zwar auch eine Controlsauflistung, ihre Einträge werden jedoch nicht angezeigt. Ein Webformular enthält eine Hierarchie von Webserversteuerelementen. Diese Baumstruktur spiegelt sich in der XML Struktur wieder.

4 Auf der aspx Seite werden Serversteuerelemente durch Tags mit dem Präfix asp deklariert. Sie haben ein Attribut runat, das auf den Wert server gesetzt werden muss. Der Wert des Attributs id gibt den Namen des Objektes (Bezeichner der Instanz) im Quellcode an. Eine Deklaration eines Serversteuerelemente in der aspx seite hat also immer die zwei Attribute runat und id. Die Attribute eines Servertags sind keine HTMl Attribute, sondern Attribute eines Serversteuerelementes. Wie wird nun aus einem Webformular HTML erzeugt? Sowohl die Klasse Page als auch die Serversteuerelemente erben die Methode Render von System.Web.UI.Control. Ihr wird ein HTMLTextwriterobjekt übergeben. Da ein Webformular Serversteuerelmente enthalten kann, und diese wiederum welche usw., entseteht eine Baumstruktur. Diese spiegelt sich in dem erzeugten HTML Code wieder. Jedes Steuerelement erzeugt sein eigenes HTML, das als Knoten in den Baum eingefügt wird. Dabei können beispielsweise Browserspezifische Besonderheiten berücksichtigt werden. Auf dem Server kann auch entschieden werden, ob HTML, DHTML (HTML mit Scriptcode), WML (Wireless Markup Language) oder chtml (compact HTML) erzeugt wird. Neben der Serversteuerelementen gibt es noch HTML Steuerelemente. Diese werden in HTML deklariert. Serverseitige code kann i. A. nicht aus sie zugreuifen. Es findet auch kein Rendern statt, sondern das deklarierte HTML wird so ausgegeben. Es können jedoch die Attribute id und runat gesetzt werden. In diesem Fall spricht man von HTML Serversteuerelemten. Sie verhalten sich so wie Serversteuerelemente, nur ihre HTML Darstellung steht statisch fest, und wird nicht dynamisch zur Laufzeit erzeugt. Eigenschaften der Serversteuerelemente spiegeln i. A. Attribute in HTML wieder. Der Name des entsprechenden Objekte ist in dem Attribut id abgelegt. Wie sieht es aber mit den Ereignissen aus? Ereignisse Da HTTP ein zustandsloses Protokoll ist, können Benutzerereignisse nicht unmittelbar behandelt werden. Diese werden vielmehr auf dem Server verarbeitet. Daher können auch Ereignisse wie Mausereignisse nicht behandelt werden. Weiterhin muss zur Ereignisbehandlung eine erneut HTTP Anfrage gestellt werden. Ein Ereignis, dass eine solche Anfrage auslöst, heißt ein Postbackereignis. Benutzereingaben sowie die anderen Ereignisse werden nach einem Postbackereignis an den Server geschickt. Auf dem Server werden die Serversteuerelemente durch Objekte dargestellt. Ihre Eigenschaften werden entsprechend der Benutzeingaben initialisiert. Weiterhin werden die übertragenen Ereignisse ausgelöst. Die Klasse Page stellt die Eigenschaft ispostback zur Verfügung. Aus ihr kann ermittelt werden, ob eine Anfrage durch ein Postbackereignis ausgelöst wurde. Es gibt zwei Arten von Ereignissen: Seitenereignisse, die während gewisser Verarbeitungsschritte einer aspx Seite ausgelöste werden (z. B. das Load Ereignis). Steuerelementereignisse, die durch den Benutzer ausgelöst werden (z. B Click Ereignis einer Schaltfläche.)

5 Die Seitenereignisse werden von System.Web.UI.Control geerbt. Daher haben auch Steuerelemente die Ereignisse. Wenn ein Webformular oder Steuerelement ein Seitenereignis auslöst, dann wird die zugeordnete Ereignisbehandlungsmethode (oder Methoden) unmittelbat danach aufgerufen. Während der Verarbeitung treten der Reihe nach folgende Ereignisse auf: Init Load Prerender Unload Es können wiederum zwei Arten von Steuerelementereignissen unterschieden werden: Postbackereignisse Zustandsänderungen Durch ein Postbackereignis wird ein Roundtrip zum Server ausgelöst. Dort wird kann dann eine entsprechende Ereignisbehandlungsmethode in Echtzeit aufgerufen werden. Ereignisse, die der Benutzer auf dem Formular auslöst, basieren auf einer Zustandsänderung des entsprechenden Objektes. Sie heißen entsprechend TextChanged, SelectedIndexChanged, etc.. Der ursprüngliche Zustand wird in einem versteckten Feld, dem Viewstate, gespeichert. Zustandsverwaltung Unter Zustandsverwaltung versteht man das anfrageübergreifende Zwischenspeichern von Status und Seiteninformation. Wie wir gesehen haben, können Zustände von serverseitigen Objekten im Viewstate gespeichert werden. Damit haben wir schon ein Beispiel für eine Zustandsverwaltung kennen gelernt. Man kann unterscheiden, ob Status oder Seiteninformationen auf dem Server oder dem Client gespeichert werden. Folgende clientseitigen Zustandsverwaltungsoptionen unterstützt ASP.NET: Viewstate Ausgeblendete Felder Cookies Abfragezeichenfolgen Folgende serverseitige Zustandsverwaltungsoptionen unterstützt ASP.NET: Anwendungszustand Sitzungszustand Datenbankunterstützung Die Klasse Control besitzt eine geschützte Eigenschaft Viewstate. Diese Eigenschaft ist ein Dictionary, das Schlüssel Wert Paare speichern kann. Wird der Ansichtsstatus deaktiviert, dann ist der Wert dieser Eigenschaft null. Dennoch weerden Zustandsinformationen einezelner Objekte gespeichert, um Ereignisse auslösen zu könne, die auf einer Zustandsänderung beruhen.

6 Der Ansichtsstatus kann nur solche Informationen anforderungsübergreifend speichern, wenn die gleiche Seite angefordert wird. Wird eine andere Seite angefordert, dann gehen die Informationen des Ansichtsstatus verloren. Zur Sicherung von seitenübergreifenden Informationen kann der Sitzungsstatus verwendet werden. Er ist ebenfalls ein Dictionary. Die Klasse Page vererbt die Eigenschaft Session, die den Sitzungsstatus darstellt. Er ist eindeutig einer Sitzung zugeordnet. Die Eigenschaft SessionID stellt eine eindeutige Bezeichnung der Sitzung dar. Sie wird meistens in einem Cooky gespeichert, kann aber auch in der URL übergeben werden. Mit der Methode Abandon kann durch einen Methodenaufruf die aktuelle Sitzung verlassen werden. Sollen Informationen sitzungsübergreifend gespeichert werden, dann kann die Eigenschaft Application verwendet werden. Die Eigenschaften Request und Response. Sie werden von Page vererbt und stellen Eigenschaften und Methoden von HTTP Anfragen zur Verfügung. So kann z. B. auf Cookies oder Abfrageparameter zugegriffen werden oder es kann direkt in den HTML Ausgabestrom geschrieben werden. Sogar auf den binären Ausgabestrom kann zugegriffen werden. Oder die Anfrage kann weitergeleitet werden.

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