Dokumentation. MC Frog von André Klonz, Rico Andrich und Steve Schneider

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1 Dokumentation MC Frog von André Klonz, Rico Andrich und Steve Schneider Aufgabenstellung: Die Aufgabe bestand darin, einen offline Editor für Multiple-Choice-Tests im QTI 2 Format zu schreiben, der Eigenschaften und Funktionen des schon vorhandenen Web- Editors beinhaltet. Damit sollte es möglich sein, auch ohne Internet Verzögerung, schnell und einfach einen MC-Test zu erstellen. Grundideen: Die Grundidee war es, eine einfache und übersichtliche Benutzeroberfläche zu erstellen, wodurch es möglich ist, schnell einen MC-Test zu erstellen und zu bearbeiten. Als allgemeine Übersicht, schien die Darstellung des Testes als Baumstruktur als optimal. Diese wird dann am linken Rand des Programms dargestellt. So sollte es möglich sein, schnell Elemente des Testes zu bearbeiten bzw. zu verschieben. Rechts neben der Baumstruktur, sollte dann ein übersichtlicher Bereich, zur Bearbeitung der jeweiligen Eigenschaften, vorhanden sein. Als letztes Programm Element fehlte nur noch eine Symbolleiste, in der die grundlegenden Funktionen des Programms (wie: Neu, Speichern, Laden, Vorschau, Test Elemente einfügen ) enthalten sind. Aufbau und Funktionsweise: In der Baumstruktur werden die einzelnen Elemente der geladenen Tests strukturiert dargestellt. Man hat eine Übersicht über die vorhanden Gruppen, Fragen und Antworten des jeweiligen Tests. Des Weiteren hat man die Möglichkeit, schon in der Baumstruktur Veränderungen am Test vorzunehmen. Es ist möglich einzelne Elemente zu verschieben, um zum Beispiel Gruppen zu vereinen oder auch nur die Reihenfolge der Elemente zu verändern, oder auch Antworten schon als Richtig oder Falsch zu markieren. Durch entsprechende Buttons in der Symbolleiste, kann man neue Fragen bzw. Gruppen im ausgewählten Testbereich einfügen. Bei jeder neuen Frage wird automatisch eine neue Antwort hinzugefügt. Sobald diese bearbeitet bzw. verändert wird, erscheint automatisch eine neue leere Antwort in der aktuellen Frage. Somit enthält jede Frage immer eine leere Antwort und es ist nicht nötig eine neue Antwort manuell hinzuzufügen. Beim Speichern des Testes werden die vorhandenen leeren Antworten nicht berücksichtigt.

2 MC Frog Programmfenster Der Bearbeitungsbereich enthält drei Tabs. Diese enthalten die Eigenschaften für den aktuellen Test, die aktuelle Gruppe (falls vorhanden) und die aktuelle Frage. Bei Auswahl eines Elementes aus dem Baum, wird automatisch der zugehörige Tab geöffnet. Wählt man zum Beispiel eine Frage aus dem Baum aus, öffnet sich der Tab Frage mit den Eigenschaften der selektierten Frage. Nun hat man die Möglichkeiten diese Eigenschaften zu ändern oder einen anderen Tab auszuwählen. Der Nutzer hat auch die Möglichkeit die Texte entsprechend der HTML-Spezifikation zu formatieren. Hierbei ist es freigestellt ob man dies direkt im Plain-Text oder über Formatierungs- Widgets erledigt. Alle grundlegenden Funktionen des Programmes sind auch über entsprechende Tastenkombinationen ausführbar. Ctrl + U erstellt zum Beispiel eine neue Frage und Ctrl + G eine neue Gruppe. Durch Alt + P und Alt + N kann man durch die Elemente des Baumes wandern. Natürlich sind auch alle allgemein bekannten Tastenkombinationen im Programm implementiert. Das Programm beinhaltet noch weitere nützliche Features. Wie zum Beispiel die Vorschau Funktion. Somit ist es möglich, sich den Test anzuschauen, ohne ihn erst veröffentlichen zu müssen. Des Weiteren stehen einem die Funktion 'Undo' und 'Redo' zur Verfügung. Vorschaufenster

3 Wie bereits erwähnt, bietet das Programm auch die Möglichkeit schon vorhandene Tests zu laden und erstellte Tests zu speichern. Die Tests werden in ZIP Dateien zusammengefasst. In diesem Archiv werden dann alle Elemente des Tests, nach der vorgegebenen QTI Spezifikation, in einzelnen xml Dateien abgelegt. Somit kann man die gespeicherten Tests aus unserem Editor ohne Probleme mit dem Web-Editor laden und veröffentlichen Implementierungsdetails: Als Programmiersprache benutzen wir Python2.3.4 und für die Umsetzung der Benutzeroberfläche wählten wir die Phyton-Bibliothek von Qt3.x (PyQt) und den QtDesigner. Klassenstruktur Bis auf einige wenige Dialoge sind alle GUI-Elemente mit Hilfe des Qt-Designers erzeugt und durch den Qt-Linguist auf mehrere Sprachen ausgelegt worden. Damit aber auch die restlichen Dialoge sich der System-Sprache anpassen werden deren Inhalte (mit einem Umweg über die Klasse Defaults) aus einem unsichtbaren Hintergrundfenster geladen. Da dieses Fenster ebenfalls mehrsprachenfähig ist, und alle wichtigen Dialogtexte enthällt sind auch die restlichen Dialoge an die System- Sprache angepasst. Für das Event-Handling nutzen wir das Signal- und Slotsystem von Qt. Damit wir aber auch Events an eigene Methoden weiterleiten können haben wir unsere Event- Basisklasse myeventclass von QTextEdit abgeleitet. Dadurch können alle Klassen, welche von dieser erben, vollständig in das Qt-Eventsystem integriert werden und durch den connect-befehl auf einfache Weise mit beliebigen Objekten und Events verknüpft werden.

4 EventHandling Gespeicherte Daten werden in einem QListView (Baumstruktur) in der GUI dargestellt. Jedes Element im Baum ist vom Typ myitem, wodurch die automatische Sortierung unterdrückt wird. Weiterhin sind alle Elemente durch einen ItemHandler mit der Eventverarbeitung (myitemeventhandler) und ihrem korrspondierendem container verbunden. Wenn im Baum irgendwelche Events stattfinden, wird das betroffene Item ermittelt und in dessen ItemHandler die entsprechenden Methoden aufgerufen. Bei speziellen Events, die mehrere Elemente betreffen (z.b. drag&drop), wird die Eventverarbeitung an data weitergeleitet. EventHandling im Baum Für die Synchronisation der GUI und der internen Datenstruktur ist data verantwortlich. Diese Klasse baut aus den containern den Projekt-Baum auf und verknüpft diese durch ItemHandler miteinander. Da data Zeiger auf momentan aktiven Elemente (test, group, question, answer) hat, ist es möglich jede Änderung in der GUI umgehend in dem entsprechenden container zu sichern. Falls ein Zeiger geändert wird werden die neuen Daten in die GUI kopiert. Dadurch sind sowohl die Oberfläche als auch die container immer auf dem gleichen Stand.

5 Da QTI-Elemente ja grundlegende Formatierungen unterstützen (HTML) haben wir in die GUI einige Formatierungs-Widgets eingebaut und mit den Textfeldern (Testbeschreibung, Gruppenbeschreibung, Frage, Antwort, Antwort-Feedback) des Editors verknüpft. Die Klasse TextFormat überwacht nonstop welches der Felder gerade aktiv ist und gleicht dessen Daten (Schriftart, Größe...) der aktuellen Cursor- Position mit den entsprechenden Widgets ab. Ähnlich dem EventHandling bei data funktioniert auch der Datenabgleich bei der Formatierung. Somit sind auch hier die Formatierungstools immer mit dem aktuellen Textfeld synchron.selbstverstänlich kann man diese Funktionen auch deaktivieren und die Texte direkt im Plain-Format bearbeiten. XML ist zwar eine gute Möglichkeit mit Daten umzugehen, aber leider nicht auf die Bedürfnisse unserer GUI zugeschnitten. Deshalb haben wir uns bei der internen Datenverarbeitung für eine eigene Baumstruktur entschieden. Alle Knoten des Baumes sind vom Typ container. Durch spezielle Methoden ist es Möglich jedem Knoten ohne grossen Aufwand neue Kinder hinzuzufügen. Weiterhin können die Knoten untereinander agieren und so Daten austauschen, ihre Position im Baum ändern oder mit anderen Knoten verschmelzen. Bei all diesen Funktionen wird natürlich immer darauf geachtet, das die gewünschte Aktion auch mit der "Logik" des Baumes übereinstimmt. Das Verschmelzen einer Antwort mit einer Gruppe ist beispielsweise nicht möglich. Neben den eigentlichen Test-Daten enthalten die container auch Daten zu ihrem Typ (Test, Gruppe, Frage, Antwort), ihrem Status im ProjektBaum und die Information, ob etwas an ihnen geändert wurde. Über die toxml Methode kann jeder Knoten den XML-Code erzeugen, den er repräsentiert. Ferner kann ein Knoten vom Typ Test auch durch die fromxml Methode einen kompletten Test aus XML-Daten erzeugen. Für das speichern und laden der XML-Daten nutzen wir den xml.dom.minidom. Die container können nicht direkt auf das Dateisystem zugreifen, deshalb wird die XML-Ein-/Ausgabe mit Hilfe von Dictionarys ( dict[filename] = file ) umgesetzt. interne Datenstruktur Zum Laden und Speichern nutzen wir die Klasse myio. Sie enthällt nicht nur Methoden für die Datei-Ein-/Ausgabe sondern auch einen EventHandler und Dialoge. Der EventHandler überwacht die Lade- und Speicher-Buttons und die Menü-Einträge und führt bei Aktionen die entsprechende Methode aus. Beim Laden bzw. Speichern

6 werden je nach den übergebenen Daten Dialoge angezeigt um die fehlenden Informationen (z.b. Dateiname) zu ersetzen. Ferner wird bei (hoffentlich selten) auftretenden Fehlern der Benutzer durch entsprechende Meldungen informiert. Die Kommunikation zwischen myio und der internen Datenstruktur erfolgt über Dictionarys. Auswertung: Wir schafften es fast alle Ideen in das Programm zu implementieren. Es wurden auch alle Eigenschaften, die der Web-Editor zur Verfügung stellt, in unserem Programm integriert. Natürlich haben wir auch noch einige Ideen, die wir versuchen werden in der Zukunft in das Programm zu integrieren.

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