Asiatische Anleihen eine wachsende Asset-Klasse

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1 Asien Asiatische Anleihen eine wachsende Asset-Klasse Asiatische Staats- und auch Unternehmensanleihen spielen im Portfoliokontext eine immer wichtigere Rolle.

2 PortfolioPraxis: Akademie Entscheidende Einblicke für vorausschauende Anlagestrategien 2

3 Asien Inhalt 4 Asiatische Anleihen eine wachsende Asset-Klasse 9 Von einer Verschuldungs intoleranz zu einer zunehmenden Gleichbehandlung 11 Einfluss von Bonitätsverbesserungen auf Anleiherenditen 12 Attraktive Renditen bei asiatischen Staats- und Unternehmensanleihen 12 Historisch niedrige Zinsaufschläge 14 Der Markt für asiatische Anleihen 19 Asiatische Anleihen zur Portfoliodiversifikation 2 Währungsperspektiven 22 Fazit Impressum Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft mbh Mainzer Landstraße Frankfurt am Main Global Capital Markets & Thematic Research Hans-Jörg Naumer (hjn), Dennis Nacken (dn), Stefan Scheurer (st) Unsere aktuellen Studien finden Sie unter Alle Publikationen sind abonnierbar unter 3

4 Asien Asiatische Anleihen eine wachsende Asset-Klasse Aus Historikerbrille betrachtet sind sie noch gar nicht so lange her die Krisen in Argentinien, Mexiko, Russland oder Asien. Genau gesagt war es 1997, dass Asien nach langen Jahren hohen Wachstums plötzlich von einer Währungskrise ungeahnten Ausmaßes getroffen wurde. Ihren Ursprung nahm sie in Thailand, und sie machte dabei auch vor den Nachbarländern Indonesien, Malaysia, den Philippinen, Singapur und Südkorea nicht Halt. Mittlerweile haben sich diese Staaten nicht nur erholt, sondern gelangten durch tiefgreifende Strukturreformen zu neuer Stärke. Während Asien schon immer im Fokus internationaler Aktieninvestoren stand, finden zunehmend auch die asiatischen Anleihemärkte Interesse bei den Anlegern. Was charakterisiert den Markt für asiatische Anleihen? Wie wird sich dieser Markt zukünftig entwickeln? Lesen Sie auch unsere Publikation Asien im Aufbruch Gravitationszentrum des 21. Jahrhunderts unter www. allianzglobalinvestors.de Entscheidende Einblicke Asiatische Länder kennzeichnen sich u. a. durch ein höheres Wirtschaftswachstum und ein niedrigeres Verschuldungsniveau gegenüber den Industriestaaten. Diese zum Teil deutlich verbesserte Verschuldungssituation asiatischer Länder, relativ betrachtet zu vielen Industriestaaten, war u. a. auch das Hauptargument der Ratingagenturen für die stetige Bonitätsverbesserung der letzten Jahre. Der Rückgang der sogenannten Emerging-Markets-Prämie ist somit Ausdruck einer fundamentalen Entwicklung der Wachstumsländer mit positivem Effekt auf deren Anleiherenditen. Zudem spielen asiatische Staats- und Unternehmensanleihen auch im Portfoliokontext eine immer wichtigere Rolle. Und: Die positiven Wachstumsaussichten des neuen Gravitationszentrums des 21. Jahrhunderts erhöhen den Aufwertungsdruck der lokalen Währungen, wovon Anleger zusätzlich profitieren könnten. 4

5 Schwellenländer die neue Wachstumslokomotive der Welt Viele Wachstumsländer, allen voran diejenigen aus Asien, haben in den vergangenen Jahren wirtschaftlich deutlich gegenüber den etablierten Industrienationen aufgeholt. Dass diese Entwicklung auch in den nächsten Jahren Bestand haben könnte, zeigt ein Blick auf die erwarteten Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Allianz Economic Research geht zum Beispiel für China von einem durchschnittlichen jährlichen Wirtschaftswachstum von 7,8 % für die Jahre 212 bis 221 aus. Für Indien werden 7,5 % pro Jahr geschätzt, gefolgt von Indonesien (5,1 %) und Malaysia (4,7 %). Industriestaaten wie die USA oder Japan liegen mit 2,3 % bzw. 1,7 % am unteren Ende der prognostizierten Wachstumsraten (siehe Schaubild 1). Nicht nur die im Vergleich deutlich höheren Wachstumsraten der asiatischen Länder, sondern auch die strukturellen Entwicklungen dieser Staaten scheinen für sich zu sprechen. Schaubild 1: Schwellenländer die neue Wachstumslokomotive der Welt Erwartetes BIP-Wachstum im Zeitraum 212 bis 221 (in % p. a.) China 7,8 % Indien Indonesien Malaysia Singapur Hongkong Philippinen Taiwan Thailand Welt Südkorea USA Japan Europa Deutschland 2,3 % 1,7 % 1,6 % 1,5 % 4,3 % 4,3 % 4,3 % 4,1 % 4,1 % 3,7 % 5,1 % 4,7 % 4,7 % 7,5 % % 1 % 2 % 3 % 4 % 5 % 6 % 7 % 8 % Quelle: Allianz Economic Research, März 212, Allianz Global Investors Capital Markets & Thematic Research 5

6 Asien Asiatische Staaten verfügen über 6 % der weltweiten Devisenreserven Vom Kapitalnehmer zum Kapitalgeber Der rasante Wachstumsprozess der Schwellenländer wird größtenteils von einer regen Exporttätigkeit getragen. Dadurch entwickelte sich diese Ländergruppe vom Kapitalnehmer zum Kapitalgeber. Verfügten die aufstrebenden Staaten noch Mitte der 199er Jahre über lediglich rund 3 % der weltweiten Devisenreserven, so sind es mittlerweile knapp 7 %. Die Schwellenländer Asiens (ex Hong Kong, Japan, Singapur, Südkorea und Taiwan) stellen davon mit etwa 4 % den Großteil der Devisenreserven von Schwellenländern. Rechnet man die weiteren asiatischen Staaten (Hong Kong, Japan, Singapur, Südkorea und Taiwan) mit ein, so sind es über 6 % der weltweiten Devisenreserven. Spiegelbildlich sind die Anteile der Industriestaaten an den Devisenreserven zurückgegangen (siehe Schaubild 2). Damit hat nun auch eine der Hauptursachen für Krisen an Bedeutung verloren: Denn genau die Leistungsbilanzdefizite, welche mit einer zu geringen Deckung an Devisenreserven einhergingen, waren es ja, die die Schwellenländer mit ihren starren Wechselkursregimen so anfällig für Krisen machten. Heute haben sich die Leistungsbilanzdefizite in Überschüsse verkehrt und die Devisenreserven schwollen infolge an. Devisenreserven Wie stark die Devisenreserven anstiegen, veranschaulicht Schaubild 3. Vor allem China konnte seit 25 seine Devisenreserven durch Export- und Haushaltsüberschüsse beachtlich steigern. Lagen diese 25 noch bei circa 65 Milliarden US-Dollar, stiegen sie über die Jahre auf bis zu 3,2 Billionen US- Dollar an. Das entspricht einem Zuwachs von knapp 4 % oder absolut betrachtet mehr als 2,5 Billionen US-Dollar. Aggregiert betrachtet, konnten jene zehn asiatischen Länder aus Schaubild 3 ihre Devisenreserven über den gleichen Zeitraum um über 3,5 Billionen US-Dollar oder gut 2 % auf fast 5,2 Billionen US-Dollar steigern. Zum Vergleich: Durch den absoluten Zuwachs wären laut Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) die Staatsschulden von Frankreich und Italien getilgt oder 13 % der Gesamtschulden der G-7-Staaten. Sinkende Bruttostaatsverschuldung Auch wenn sich die asiatischen Länder nicht gänzlich von der Wirtschaftsentwicklung in den USA und Europa abkoppeln können, so scheint jedoch die Konjunktur in Asien resistenter gegenüber externen Einflüssen geworden zu sein. Ein kräftig wachsender Binnenmarkt und über die letzten Jahre hin- Schaubild 2: Asiatische Länder: vom Kapitalnehmer zum Kapitalgeber Anteil Industrie-, Schwellen-, asiatischer Länder und Chinas an den weltweiten Devisenreserven (in %) Industrieländer Schwellenländer* Schwellenländer Asien (inkl. China)* China * Schwellenländer Asien = Asien ex Hong Kong, Singapur, Taiwan, Südkorea, Japan. Quelle: Datastream, Allianz Global Investors Capital Markets & Thematic Research, Mai 212 6

7 Schaubild 3: Offizielle Devisenreserven Devisenreserven asiatischer Länder von 25 und 212 (in Mrd. USD)* China 2634,2 335, ,8 5 5 China Hong Kong Indonesien Indien 25 April 212 Korea Malaysia Singapur Thailand Taiwan Philippinen 25 Zuwachs seit * Nicht aufgeführt: Vietnam: 9,2 Mrd. USD (25), 16,8 Mrd. USD (212); Pakistan: 13, Mrd. USD (25), 16,6 Mrd. USD (212) Quelle: Datastream, Allianz Global Investors Capital Markets & Thematic Research, Mai 212 weg erwirtschaftete Überschüsse in der Leistungsbilanz ließen nicht nur die Währungsreserven anschwellen, sie trugen auch zur größeren Krisenresistenz bei. Zudem bewegt sich die Staatsverschuldung der asiatischen Länder im Vergleich zu den Staatsschulden der G-7-Staaten oder den Staaten der EU- Peripherie auf zum Teil deutlich niedrigerem Niveau. Liegt die vom IWF prognostizierte durchschnittliche Verschuldungsquote (im Verhältnis zum BIP) ausgewählter asiatischer Länder 1 für 212 bei circa 46 %, erreicht die durchschnittliche Verschuldungsquote für Staaten der EU-Peripherie u. a. Griechenland, Irland, Portugal und Spanien bereits über 12 %. Die Verschuldungssituation der G-7-Staaten (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und USA) dürfte laut IWF für 212 eine Marke von im Durchschnitt bereits 115 % erreichen, bei Einzelbetrachtung der Länder liegt sie sogar noch deutlich höher. 1 China, Indien, Indonesien, Malaysia, Pakistan, Philippinen, Singapur, Südkorea, Taiwan, Thailand, Vietnam. 7

8 Asien Schaubild 4: Asiatische Länder konnten ihre Bruttostaatsverschuldung (in % des BIP) reduzieren 24 % 22 % 2 % 18 % 16 % 14 % 12 % 1 % 8 % 6 % 4 % 2 % % 24 % 22 % 2 % 18 % 16 % 14 % 12 % 1 % 8 % 6 % 4 % 2 % % China Südkorea Taiwan Vietnam Indonesien Thailand Malaysia Philippinen Pakistan Indien Singapur Spanien Irland UK Deutschland Frankreich USA Portugal Kanada Italien Griechenland 212 Ø Bruttostattsverschuldung (in % des BIP) Minimum (21 212) Maximum (21 212) Japan Quelle: IWF, Allianz Global Investors Capital Markets & Thematic Research, Mai 212 Und noch ein weiterer Trend ist zu erkennen: Liegen die Verschuldungsquoten der Länder der sieben wichtigsten Industrienationen (G7) sowie der PIIGS-Staaten (Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien) am oberen Rand der von uns betrachteten letzten 1 Jahre, scheint sich in den asiatischen Ländern die Entwicklung umzukehren. Die Bruttostaatsverschuldungsquote dieser Länder liegt größtenteils am unteren Rand und könnte somit auf einen zukünftigen weiteren Abbau der durchschnittlichen Staatsverschuldung hindeuten (siehe Schaubild 4). Diese zum Teil deutlich verbesserte Verschuldungssituation asiatischer Länder, relativ betrachtet zu vielen Industriestaaten, war neben einem starken Wirtschaftswachstum auch das Hauptargument der Ratingagenturen für die stetige Bonitätsverbesserung der letzten Jahre. Das Ende von Triple-A? Wer sich jedoch die Ratingentwicklung der Industriestaaten über die letzten Monate vergegenwärtigt, dem drängt sich die Frage auf: Ist das Ende von Triple-A, also das Ende von Industriestaaten bester Bonität, nahe? Eine insgesamt paradoxe Situation, denn während Investoren mit einem Sicherheitsgedanken nach Anlagemöglichkeiten suchen, werden Staatsanleihen bester Bonität immer knapper. Die USA mussten sich bereits Mitte 211 davon verabschieden, Frankreich und Österreich folgten (gemäß Standard & Poor s). Unter den G-7-Staaten bleiben somit nur noch Deutschland, Großbritannien und Kanada, die über die Bestnote verfügen. Dabei fällt auf: Die Bonitätsnoten der Industrie staaten blieben im Zuge der über 8

9 die letzten Jahrzehnte gestiegenen öffentlichen Schulden hinweg bestenfalls stabil. Die sogenannten Wachstumsländer hingegen konnten sich diesem negativen Ratingtrend entziehen und in der Gesamtsicht ihre Verschuldungssituation sogar verbessern. So verbesserten vor allem die asiatischen Länder ihre Bonität über die letzten 1 Jahre zum Teil deutlich (siehe Schaubild 5). Solide Finanzpolitik, überzeugende Fundamentaldaten und wirtschaftliche Reformen werden als Gründe genannt. So verbesserte China seine Bonitätseinschätzung seit 22 von BBB auf AA- (S&P Nomenklatur). Hong Kong gelang es im Jahr 21 auch das begehrte Triple-A-Rating (Schuldner höchster Bonität) zu erlangen, das Singapur bereits seit 1995 besitzt. Neben positiveren Ausblicken seitens der Ratingagenturen scheinen sich auch bessere Bonitätsnoten durchzusetzen. Nach Brasilien wurde zum Beispiel Indonesien erstmals seit 15 Jahren wieder von zwei der drei großen US-Ratingagenturen auf Investment Grade hochgestuft. Und: Mittlerweile besitzt Taiwan die gleiche Bonität wie zum Beispiel Japan. Von einer Verschuldungsintoleranz zu einer zunehmenden Gleichbehandlung Die Wahrnehmung von Schwellenländeranleihen scheint sich in den letzten Jahren verändert zu haben. Indonesien oder die Philippinen können sich mittlerweile günstiger refinanzieren als zum Beispiel Spanien oder Italien. Singapur oder Taiwan müssen weniger Zinsen am Kapitalmarkt aufrufen als zum Beispiel Frankreich. Doch das war nicht immer so. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Investoren für das Eingehen eines höheren Risikos eine höhere Rendite auf Staatsanleihen der Wachstumsländer verlangten als für jene der Industrieländer. Und das selbst dann, wenn die Staatsverschuldung vieler Industriestaaten zum Teil deutlich höher ausfiel aus die jener (asiatischer) Wachstumsländer. Das Gegenteil wäre mit Blick auf die Verschuldungs situation zu vermuten. Den Zusammenhang zwischen der Staatsverschuldung (in % des BIP) und den durchschnittlichen Kreditausfallversicherungen (CDS: Credit Default Swaps, in Basispunkten) von Schwellenländern der Jahre 25 und 212 zeigen die Schaubilder 6 und 7. 2 Wachstumsländer konnten sich dem negativen Ratingtrend entziehen und in der Gesamtsicht ihre Verschuldungssituation sogar verbessern. Die Wahrnehmung von Schwellenländeranleihen scheint sich in den letzten Jahren verändert zu haben. Schaubild 5: Stetige Bonitätsverbesserung asiatischer Länder AAA AA+ AA AA A+ A A BBB + BBB BBB BB + BB BB B + B B <B /SD China Hong Kong Singapur Thailand Indien Philippinen Malaysia Südkorea Indonesien Taiwan Vietnam Pakistan Rating 22* Rating Mai 212 * 22 = Ausgewiesenes Rating (Long-Term Foreign Debt) zu Beginn des Jahres 22; Quelle: Bloomberg, Standard & Poor s, Allianz Global Investors Capital Markets & Thematic Research, Juni Siehe auch: Internationaler Währungsfonds (IWF), Global Financial Stability Report, April

10 Asien Asiatische Anleihen könnten ein Zeichen der Stabilität in konjunkturell schwierigen Zeiten sein. 25 galt: Die Kreditausfallversicherungen diverser Industriestaaten liegen nahe der Nulllinie. Das heißt deren Ausfallwahrscheinlichkeit wird eine geringe Wahrscheinlichkeit zugerechnet, auch wenn Länder wie Belgien (circa 9 %) oder Italien (über 1 %) hohe Verschuldungsniveaus aufweisen. Im Vergleich dazu stehen die hohen Kreditausfallversicherungen von asiatischen Ländern wie zum Beispiel Indonesien, Vietnam oder den Philippinen trotz einer relativ geringeren Staatsverschuldung (Beispiel: Indonesien 46 %). Zum Teil lässt sich diese Entwicklung auch anhand der Historie erklären. So hatte Indonesien zu dieser Zeit einen teilweisen Zahlungsausfall, weshalb Investoren skeptisch waren, dem Land ihr Geld zu leihen und wenn, dann nur zu relativ hohen Zinsen (siehe Schaubild 6). Schaubild 6: 25: Verschuldungsintoleranz Wachstumsländer: Hohe Kreditausfallversicherungen trotz teils niedrigerer Verschuldung CDS in Basispunkte VE PE CO VN ID RUS KZ ZA MX RO KR BE IT CL CN DE IE ES PT FR 8 1 Bruttostaatsverschuldung (in % des BIP) PH PA BR AR Emerging Markets Prämie 12 Schwellenländer Industriestaaten Trend Schwellenländer Trend Industrieländer Schaubild 7: 212: Zunehmende Gleichbehandlung Geringere Kreditausfallversicherungen bei Wachstumsländern als bei Industrieländern spiegeln fundamentale Entwicklung wider PT CDS in Basispunkte KZ RU CL CN AR Bruttostaatsverschuldung (in % des BIP) VE RO VN POL PH MAL BR ES HU AT DE FR BE IE IT Schwellenländer Industriestaaten Trend Schwellenländer Trend Industrieländer Industriestaaten = Österreich (AT), Belgien (BE), Dänemark, Portugal (PT), Irland (IE), Italien (IT), Spanien (ES), Frankreich (FR), Deutschland (DE), Hong Kong. Wachstumsländer = Argentinien (AR), Brasilien (BR), Chile (CL), Kolumbien (CO), Ungarn (HU), Kasachstan (KZ), Mexiko (MX), Panama (PA), Peru (PE), Polen (POL), Rumänien (RO), Russland (RUS), Südafrika (ZA), Venezuela (VE), China (CN), Indonesien (ID), Malaysia (MAL), Philippinen (PH), Thailand, Vietnam (VN), Korea Quelle: IWF, Datastream, Allianz Global Investors Capital Markets & Thematic Research, Mai 212 1

11 Schaubild 8: Veränderung der Staatsanleiherenditen asiatischer Länder* im Umfeld von Bonitätsverbesserungen Basispunkte Monat vor Upgrade 1 Monat nach Upgrade 6 Monate nach Upgrade 12 Monate nach Upgrade Durchschnitt Max Min * Betrachtete Länder: China, Hong Kong, Thailand, Indien, Philippinen, Malaysia, Südkorea, Indonesien. Quelle: Datastream, Allianz Global Investors Capital Markets & Thematic Research 212 die Welt sieht anders aus: Mittlerweile haben sich die Kreditausfallversicherungen der Industriestaaten deutlich erhöht und liegen wie bei Portugal, Irland, Italien und Spanien zum Teil deutlich über jenen der Schwellenländer (siehe Schaubild 7). Das heißt: Die Prämie ( Emerging-Markets-Prämie ), die in den Jahren zuvor von Investoren gezahlt werden musste, scheint sich im Vergleich zu diversen Industriestaaten deutlich reduziert zu haben und dürfte auch in Zukunft weiter sinken. Der Rückgang der Emerging-Markets- Prämie ist dabei Ausdruck der fundamentalen Entwicklung der Wachstumsländer: Basierend auf den positiven Einschätzungen, sollte sich zunehmend eine aus Investorensicht Gleichbehandlung zwischen Wachstumsund Industrieländern entwickeln 3. Einfluss von Bonitätsverbesserungen auf Anleiherenditen Der Wandel, den die asiatischen Wachstumsländer in den letzten Jahren durchlebt haben, hatte auch Einfluss auf die Renditen der Staatsanleihen (siehe Schaubild 8). Mit zunehmender Nachfrage nach jenen Staatsanleihen stiegen die Kurse und die Renditen gingen zurück. Um diese Wirkung zu quantifizieren, untersuchten wir die Veränderung der Staatsanleiherenditen (in Basispunkten) nach einer verbesserten Bonitätseinschätzung der Ratingagentur Standard & Poor s (S&P). Zu Grunde gelegt wurde der Zeitraum 22 bis 212. Es ergab sich folgender direkter Zusammenhang: Im Vorfeld einer Bonitätsverbesserung (1 Monat vor Heraufstufung) veränderten sich Staatsanleiherenditen im Durchschnitt kaum. Einen Monat nach einer Heraufstufung der Bonität durch die Ratingagentur S&P waren sinkende Renditen in Höhe von durchschnittlich 7 Basispunkten (entspricht,7 %) zu beobachten. Nach 6 Monaten zeigte sich die Nachfrage der Investoren nach Staatsanleihen asiatischer Länder noch deutlicher: Die Renditen sanken im Durchschnitt um knapp 28 Basispunkte wenngleich sie, wie das Beispiel von Indonesien zeigt, weit stärker, um mehr als 1 Basispunkte und damit einen Prozentpunkt, zurückgehen konnten. Nach einem Jahr verstärkte sich diese Entwicklung nochmals leicht. Die Renditen sanken im Schnitt um circa 33 Basispunkte. Für Indonesien (knapp 13 Basispunkte) oder die Philippinen (knapp 9 Basispunkte) war die Nachfragetendenz noch ausgeprägter. 3 Brookings Papers on Economic Activity, C. Reinhart, K. Rogoff, M. Savastano (IWF), Debt intolerance,

12 Asien Schaubild 9: Asiatische Staaten bieten attraktive Staatsanleiherenditen Asiatische Staatsanleiherenditen (in %, lokale Währung) attraktiver als Staatsanleihen der G7-Staaten Ø Asien (4,2 %) Ø G7 (2,2 %) USA Dezember 26 Juni 212 UK Italien Kanada Frankreich Deutschland Japan Indonesien Indien Philippinen Thailand Südkorea Malaysia China Singapur Taiwan Quelle: Datastream, Allianz Global Investors Capital Markets & Thematic Research Schaubild 1: Zinsaufschläge von Schwellenländeranleihen: historisch niedrig in Basispunkte Renditezuschlag EM-Anleihen nach JPMorgen EMBI+ Durchschnitt des Renditezuschlag für EM-Anleihen JPMorgen EMBI+ (Total Return, rechte Skala) in Indexpunkten Quelle: Datastream, Allianz Global Investors Capital Markets & Thematic Research, Juni 212 Attraktive Renditen bei asiatischen Staats- und Unternehmensanleihen Anleihen asiatischer Staaten werfen im Durchschnitt eine Rendite in lokaler Währung von 4,2 % pro Jahr ab (siehe Schaubild 9). Damit sind sie per Juni 212 attraktiver als die Durchschnittsverzinsung der Anleihen der G-7-Staaten (2,2 %). Staatsanleihen aus Indonesien oder den Philippinen rentieren sogar bei circa 6 %, jene aus Indien bei über 8 %. Bei Betrachtung der Realverzinsung zeigen sich, mit Ausnahme Singapurs, alle von uns analysierten asiatischen Staaten positiv, das bedeutet: Kaufkrafterhalt (Stand: Mai 212). Historisch niedrige Zinsaufschläge Nicht nur die Renditen, sondern auch die Risiko prämien ( Spreads gegenüber US-amerikanischen Staatsanleihen) sind aufgrund eines besseren Konjunktur- und Kapitalmarktumfeldes gesunken. Diese liegen mittlerweile basierend auf dem breiten Index für Schwellenländeranleihen, dem JPMorgan Emerging Market Bond Index Plus (EMBI+) unter ihrem langfristigen Durchschnitt der letzten 1 Jahre von knapp 4 Basispunkten und damit auf historisch niedrigem Niveau. Somit scheinen sich die Risikoprämien historisch gesehen bereits weit ein- 12

13 Schaubild 11: Attraktive Renditen auch im Credit -Bereich Renditen (in %, USD) sowie Risikoprämien (gegenüber 1j-US-Staatsanleihen) diverser asiatischer Länder im Credit -Bereich Pakistan China Indien Asiatische Unternehmensanleihen Taiwan Vietnam Thailand JPMorgan JACI Index Indonesien Phillippinen Asiatische Staatsanleihen Malaysia Südkorea Anleihen asiatischer staatlicher Organisationen Singapur % 2 % 4 % 6 % 8 % 1 % 12 % 14 % Durchschnitt (1 Jahre) Mai 212 in bp Asiatische Unternehmensanleihen Anleihen asiatischer staatlicher Organisationen Asiatische Staatsanleihen Credit Index Quelle: Datastream, Allianz Global Investors Capital Markets & Thematic Research, Juni 212 geengt zu haben. Dennoch ist anzunehmen, dass sich die Spreads in Zukunft, basierend auf den positiven strukturellen Veränderungen, weiter einengen könnten. Nicht zu vergessen ist jedoch, dass auch in diesem Segment Ausfallrisiken drohen könnten wie es die immer noch höheren Risikoprämien widerspiegeln. Neben gesunkenen Spreads (siehe Schaubild 1) gingen zumeist die Renditen asiatischer Staaten (in US-Dollar), sowohl seit Anfang des Jahres als auch im Vergleich zum Durchschnitt der letzten 1 Jahre, zurück (siehe Schaubild 11). Beispiel: Asiatische Unternehmensanleihen rentieren aktuell mit einer Durchschnittsrendite von knapp 5,4 % gegenüber dem langfristigen Durchschnitt von 6,6 % und damit auch höher als Unternehmensanleihen aus den Industriestaaten. 13

14 Asien Schaubild 12: Zusammensetzung JPMorgan Asia Credit Index Asiatische Unternehmensanleihen 21 % China 12,8 % Hong Kong 16,3 % Indonesien 12,5 % Asiatische Staatsanleihen 58 % Anleihen asiatischer staatlicher Organisationen 21 % Indien 7,5 % Korea 22,5 % Sri Lanka,8 % Macau,3 % Malaysia 4,3 % Philippinen 12,6 % Pakistan,4 % Singapur 7,3 % Thailand 1,8 % Taiwan,3 % Vietnam,6 % Quelle: JPMorgan, Allianz Global Investors Capital Markets & Thematic Research Der Markt für asiatische Anleihen Der Anleihen aufstrebender asiatischer Volkwirtschaften abbildende JP Morgan Asia Credit Index (siehe auch Schaubild 12 Zusammensetzung JPMorgan Asia Credit Index ) konnte in den vergangenen Jahren deutlich zunehmen, wenngleich von einer niedrigeren Basis. Seine, in US-Dollar gemessene, Marktkapitalisierung verdoppelte sich auf über 3 Milliarden US-Dollar Tendenz steigend (siehe Schaubild 13). Schaubild 13: Starkes Wachstum bei Schwellenländeranleihen Marktkapitalisierung diverser Indizes von Schwellenländeranleihen (in Mrd. US-Dollar) Sep. 5 Dez. 5 Mrz. 6 Jun. 6 Sep. 6 Dez. 6 Mrz. 7 Jun. 7 Sep. 7 Dez. 7 Mrz. 8 Jun. 8 Sep. 8 Dez. 8 Mrz. 9 Jun. 9 Sep. 9 Dez. 9 Mrz. 1 Jun. 1 Sep. 1 Dez. 1 Mrz. 11 Jun. 11 Sep. 11 Dez. 11 Mrz. 12 JPM GBI EM BROAD JPM GBI EM GLOBAL JPM GBI EM JPM JACI INDEX Quelle: Datastream, Allianz Global Investors Capital Markets & Thematic Research, Juni

15 Schaubild 14: Größe des Local-Bond-Markets * (in Mrd. US-Dollar) Jährliche Wachstumsrate: +27 % Hong Kong Korea Thailand Singapur China Indonesien Malaysia Philippinen Vietnam * inkl. Anleihen von Unternehmen und Staaten Quelle: Asian Development Bank, Allianz Global Investors Capital Markets & Thematic Research Interessant ist auch, wie sich der gesamte asiatische Anleihemarkt, also der Anleihemarkt sowohl für inländische als auch ausländische Währungen, entwickelt hat. Der Markt für Anleihen inländischer Währungen (Local Bonds) umfasste per Ende 211 ein Volumen von über 5,6 Billionen US-Dollar 1995 lag dieser noch bei gerade einmal 126 Milliarden US-Dollar. Den größten Anteil nimmt dabei der chinesische Anleihemarkt ein (3,4 Billionen US-Dollar). Hierbei ist allerdings zu unterscheiden, dass sowohl Unternehmensals auch Staatsanleihen mit eingerechnet sind. Und Staatsanleihen machen fast 75 % des gesamten chinesischen Anleihemarktes aus. An zweiter Stelle folgt Korea mit circa 1,2 Billionen US-Dollar, wovon gut 4 % auf Staats- und knapp 6 % auf Unternehmensanleihen (in lokaler Währung) entfallen (siehe Schaubild 14). 15

16 Asien Schaubild 15: Größe des Foreign Bond Marktes * (in Mrd. US-Dollar) Jährliche Wachstumsrate: +13 % Hong Kong Korea Thailand Singapur China Indonesien Malaysia Philippinen Vietnam * inkl. Anleihen von Unternehmen und Staaten Quelle: Asian Development Bank, Allianz Global Investors Capital Markets & Thematic Research, Mai 212 Auf den Markt für asiatische Anleihen in ausländischen Währungen (Foreign Bonds) entfallen gut 4 Milliarden US-Dollar. Dominiert wird der Markt von Südkorea (35 %), gefolgt von Hong Kong (2 %). Auffällig: China spielt hier noch eine untergeordnete Rolle, das heißt sein Volumen erreichte per Ende 211 nur knapp 3 Milliarden US-Dollar bzw. einen Anteil von mehr als 6 % am Gesamtvolumen (siehe Schaubild 15). Interessant ist auch die Betrachtung des Marktes für Unternehmensanleihen asiatischer Staaten (siehe Schaubild 16): Wenngleich der Markt für handelbare asiatische Unternehmensanleihen eher noch in den Kinderschuhen steckt, war in den letzten Jahren zum Beispiel bei Anleihen von Unternehmen aus Ländern wie Indien und Südkorea eine starke Emission zu beobachten. Dabei zeigt sich aber auch, dass chinesische Unternehmen in den letzten fünf Jahren knapp 14 Milliarden US-Dollar an lokalen Anleihen begeben haben das sind knapp 3 % der über diesen Zeitraum emittierten asiatischen Unternehmensanleihen 4. Schaubild 16: Emission asiatischer Unternehmensanleihen* (in Mrd. US-Dollar) China Taiwan Indien Indonesien Südkorea Philippinen Malaysia Thailand Andere * nach Herkunftsland des Emittenten, bis September 211 Quelle: Bank for international Settlements (BIS), Allianz Global Investors Capital Markets & Thematic Research, Mai Siehe auch: Internationaler Währungsfonds (IWF), Global Financial Stability Report, September

17 Zusammensetzung von Anleiheindizes aus den Schwellenländern Weltweit beziffert die US-amerikanische Großbank JPMorgan das Volumen lokaler Staatsanleihen der Schwellenländer auf fast 1,5 Billionen US-Dollar gemäß JPMorgan Government Bond Index-Emerging Markets (GBI-EM Broad). Davon entfallen knapp 5 % bzw. über 7 Milliarden US-Dollar auf asiatische Staatsanleihen. Einen Großteil dessen wiederum machen vor allem die beiden Länder China (23, %) und Indien (14,1 %) aus. Zur Erläuterung: Die dargestellten Indizes für Schwellenländeranleihen bilden Anleihen lokaler Währung von Schwellenländern ab. JPMorgan Government Bond Index-Emerging Markets (GBI-EM Broad): Der Index ist ein allumfasssender Index, d. h. auch Länder mit Kapitalverkehrskontrollen und Schwierigkeiten beim Marktzugang werden eingeschlossen. JPMorgan Government Bond Index-Emerging Markets (GBI-EM Global): Der Index beinhaltet einzig jene Länder, die internationalen Investoren zugängig sind jedoch keine Staaten mit Kapitalverkehrskontrollen (z. B. China und Indien). JPMorgan Government Bond Index-Emerging Markets (GBI-EM): Der Index beinhaltet jene Länder, in die internationale Investoren direkt investieren können bzw. in denen es keine Hindernisse (z. B. Höhe der Anleihebestände von ausländischen Investoren) für Anleger gibt. Staaten, in denen kein direkter Zugang für den lokalen Markt besteht, werden ausgeschlossen. JPMorgan Emerging Markets Bond Index Plus (EMBI+): Der Index ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Index, der sowohl US-Dollar denominierte Brady Bonds, Eurobonds sowie Anleihen staatlicher Organisationen abbildet. Schaubild 17 zeit die regionale Zusammensetzung der jeweiligen Indizes. Schaubild 17: Zusammensetzung von Anleiheindizes aus den Schwellenländern JPMorgan GBI-EM Broad JPMorgan GBI-EM Global JPMorgan GBI-EM JPMorgan EMBI+ China 23, % Indien 14,1 % Indonesien 4, % 6,8 % 6,8 % Thailand 2,3 % 4, % Philippinen,2 %,3 %,5 % 9,2 % Malaysia 4,6 % 7,8 % 12,4 % Ungarn 1,9 % 3,2 % 5, % 1,9 % Polen 6,8 % 11,5 % 18,3 % Russland 3,1 % 5,2 % 8,3 % 11,9 % Türkei 4, % 6,8 % 1,9 % 12,4 % Bulgarien,5 % Kroatien 1,4 % Ukraine 1,7 % Brasilien 15,2 % 25,7 % 1,4 % 13,4 % Chile 1,2 %,1 %,2 % Kolumbien 4,2 % 2,2 % 1, % 5,7 % Mexiko 9, % 15,3 % 24,4 % 13, % Peru,7 % 1,3 % 2, % 4,1 % Argentinien 2,3 % Ecuador,2 % Panama 3,2 % Venezuela 9,4 % Südafrika 5,7 % 9,8 % 15,5 % 2,7 % Quelle: JPMorgan, Allianz Global lnvestors Capital Markets & Thematic Research 17

18 Asien Zur Illustration: Der globale Markt für Unternehmensanleihen betrug per Ende 211 circa 4 Billionen US-Dollar (siehe Schaubild 18). Aufstrebende Staaten nehmen davon allerdings nur knapp 9 % ein (353 Milliarden US-Dollar). Bei der Segmentierung dieses Bereiches auf Schwellenländer entfallen gut 36 % oder fast 13 Milliarden US-Dollar auf Unternehmensanleihen im asiatischpazifischen Raum. Darin sind vor allem Unternehmensanleihen von Staaten wie Indien (31 Milliarden US-Dollar) oder Südkorea (46 Milliarden US-Dollar) vertreten, analog ihrer Emissionstätigkeit. Werden diverse Initiativen seitens asiatischer Regierungen weiter vorangetrieben, so dürfte in Zukunft der Markt sowohl für asiatische Staats- als auch Unternehmensanleihen durch eine zunehmende Handelsliberalisierung weiter anziehen und zu einer zunehmenden Emissionstätigkeit führen. 5 Allerdings spiegelt sich diese strukturelle Veränderung, wie zum Beispiel die Bonitätsstärke, in den globalen Kapitalmärkten nicht wider. Obwohl sie an der globalen Wertschöpfung einen Anteil von knapp 49 % (kaufkraftadjustiert) haben, kommen sie bei Schaubild 18: Der Markt für Unternehmensanleihen Ausstehende Unternehmensanleihen nach Herkunftsland des Emittenten* (in Mrd. USD) Welt Emerging Markets Asien Industriestaaten Aufstrebende Staaten 353 Offshore-Finanzplätze 47 Asien-Pazifik 129 EM Europa 42 Südamerika 127 Afrika & mittl. Osten 54 Südkorea 46 Indien 31 China 15 Taiwan 9 Philippinen 8 Malaysia 6 Indonesien 4 Thailand 4 Andere 4 *China ex. Hong Kong; Andere beinhaltet: Aserbaidschan, Bangladesch, Britische Überseegebiete, Brunei, Französisch Polynesien, Georgien, Kasachstan, Kirgisistan, Laos, Myanmar, Nauru, Neukaledonien, Nordkorea, Pakistan, Papua Neu Guinea, Sri Lanka, Turkmenistan, Usbekistan, Vietnam Quelle: BIS, Allianz Global Investors Capital Markets & Thematic Research, Mai 212 Schaubild 19: Emerging Markets spielen an den Kapitalmärkten bislang noch die zweite Geige. BIP Weltmarktanteile (kaufkraftadjustiert) 211 Aktien: Marktkapitalisierung nach Regionen 211 Anleihen: Marktkapitalisierung nach Regionen ,99 % 12,98 % 4,39 % 51,1 % 87,2 % 95,61 % Restliche Welt Emerging Markets Quelle: IWF, Bank for International Settlement (BIS), Datastream, Allianz Global Investors Capital Markets & Thematic Research, Mai Bank for International Settlements (BIS), BIS Papers No. 63, Weathering Financial Crisis: Bond Markets in Asia and the Pacific, Januar

19 Exkurs: Unternehmens- vs. Staatsanleihen: Decoupling? Sinkende Renditen in Folge der gestiegenen Nachfrage sowohl bei asiatischen Staats- als auch bei asiatischen Unternehmensanleihen scheinen einen Zusammenhang aufzuzeigen: Verbessert sich die Einschätzung auf Länderebene, scheint es auch eine Verbesserung der Einschätzung auf Unternehmensebene zu geben. Diese Beziehung zwischen Staats- und Unternehmensanleihen lässt sich quantifizieren: Durch eine (lineare) Regressionsanalyse lässt sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen den Renditen asiatischer Unternehmens- und Staatsanleihen feststellen. So ergibt sich auf Basis täglicher Renditen von asiatischen Staats- und Unternehmensanleihen ein linearer Zusammenhang in Höhe von R 2 =,84 (siehe dazu auch Kasten zur Regression ). der Marktkapitalisierung von Aktien nur auf einen Anteil von circa 13 %, bei Anleihen sind es sogar nur knapp 4,5 % (siehe Schaubild 19). Demnach kann es unter Allokationsaspekten sinnvoll erscheinen, sich statt nach der Marktkapitalisierung besser nach dem Anteil am Bruttoinlandsprodukt zu richten. Asiatische Anleihen zur Portfoliodiversifikation Gestützt von einem positiven strukturellen Wachstum sowie besseren fiskalischen Rahmenbedingungen, stechen asiatische Anleihen auch durch ihr Rendite-Risiko-Profil Schaubild 2: Unternehmens- vs. Staatsanleihen: Decoupling? Starker Zusammenhang zwischen den Renditen von asiatischen Unternehmens- und Staatsanleihen. 14 JPMorgan JACI Staatsanleihen (in %) y =,782x + 1,2569 R 2 =, JPMorgan JACI Unternehmensanleihen (in %) Quelle: Datastream, Allianz Global Investors Capital Markets & Thematic Research, Mai 212 Regression Die Regression gibt an, welcher gerichtete lineare Zusammenhang zwischen zwei oder mehr Variablen besteht. Dabei wird anstelle des Korrelationskoeffizienten (r) das Bestimmtheitsmaß R 2 angegeben. R 2 drückt dabei aus, wie gut die Regressionsgerade den Zusammenhang zwischen zwei (unabhängiger und abhängiger) Variablen wiedergibt. Hier gilt, je näher das Bestimmtheitsmaß R 2 an 1 liegt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit des linearen Zusammenhangs. Ist R 2 = liegt kein Zusammenhang vor. 19

20 Asien heraus (siehe Schaubild 21). Auf Basis monatlicher Daten haben asiatische Anleihen in der Vergangenheit, je nach Index, eine durchschnittliche jährliche Rendite zwischen circa 6 % und 12 % gebracht bei einem vergleichsweise geringen Risiko von im Durchschnitt circa 5 % p. a. Zum Vergleich: Europäische sowie globale Staatsanleihen rentierten bei durchschnittlich 4,6 % p. a. Die Standardabweichung (Risiko) betrug dabei pro Jahr 3,5 %. Ergo: Unter Diversifikationsgesichtspunkten können asiatische Unternehmens- wie auch Staatsanleihen für ein breit diversifiziertes Portfolio sinnvoll sein. Dies zeigt auch die Korrelationsmatrix (Schaubild 22). Die asiatischen Anleihen boten neben einer höheren Rendite auch ein, im Vergleich zu Anleihen Korrelation Die Korrelation ist eine Maßzahl für den Gleichlauf zweier Variablen. Sie kann Werte von -1 bis +1 annehmen. Bei einem Wert von -1 entwickeln sich die Variablen genau gegenläufig und bei +1 in die gleiche Richtung. Ein Wert von sagt aus, dass sich die Variablen unabhängig voneinander entwickeln. aus den Industriestaaten, relativ moderates Risiko, wenngleich Wertentwicklungen der Vergangenheit keine Prognose für die Zukunft erlauben. Diese Idee scheint jedoch keine neue zu sein, wie eine kürzlich veröffentlichte Publikation 6 zeigt. Aufgelegt 1868 investierte bereits der erste UK-Investmentfonds 1913 zu 93 % in Ländern wie Ägypten, Lateinamerika und der Türkei den heutigen Wachstumsländern. Währungsperspektiven Die strukturelle Stärke der asiatischen Wirtschaften also hohes Wachstum, hohe Wettbewerbsfähigkeit, Außenhandels- und Leistungsbilanzüberschüsse sprechen für einen strukturellen Aufwertungstrend bei asiatischen Währungen. So könnten mögliche Wechselkursgewinne bei Währungen wie dem chinesischen Renminbi, der indonesischen Rupiah oder dem malaysischen Ringgit Anlegern aus dem Euro- oder US-Dollar- Raum langfristig zusätzliche Opportunitäten ermöglichen. Und Währungsgewinne scheinen möglich, denn eine Vielzahl von asiatischen Währungen sind laut dem Big- Mac-Index wohl deutlich unterbewertet (Schaubild 23). Schaubild 21: Asiatische Anleihen zur Portfoliodiversifikation 14 Aktien 12 1 Asiatische Anleihen JPM GBI-EM Global JPM EMBI+ MSCI Schwellenländer (USD) Rendite p. a. 8 6 JPM GBI-EM Broad JPM GBI-EM JPM GBI-EM Broad Asien JPM JACI MSCI Asien (USD) 4 2 JPM GBI Global JPM EMU Government MSCI Welt (USD) MSCI Europa (EUR), % 5, % 1, % 15, % 2, % 25, % 3, % Risiko p. a. Quelle: Datastream, Total Return Indizes, Zeitraum: 1/22 5/212, Allianz Global Investors Capital Markets & Thematic Research 6 David Chambers (Judge Business School) und Rui Esteves (Oxford Universität), The First Global Emerging Markets Investor, März

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