kann, der, wie ein normaler Fragebogen das bewusste Selbstkonzept erfasst

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1 FaQs zum ViQ Was bedeutet es, wenn die zwei gegenüberliegende Dimensionen (S und A oder O und P) gleich stark ausgeprägt und breit sind? So wie manche Menschen beidhändig sind bzw. zwei gleich starke Füße haben, können einige Personen zwei komplementäre Systeme im Gehirn gleichermaßen stark verwenden sie haben einen leichten Zugang zu diesen Systemen. Im ViQ drückt sich das dann darin aus, dass die sog. Amplitude breit ist, also beide Dimensionen starke Ausprägungen haben. Diese Personen sind dann verschiedenen Situationen mal durch die eine bzw. die gegenüberliegende Dimension in ihrem Verhalten bestimmt. Was bedeutet es, wenn zwei gegenüberliegende Dimensionen (S und A oder O und P) beide gering ausgeprägt sind? Das bedeutet, dass eine Person zu beiden neuropsychischen Systemen keinen leichten Zugang findet und sie daher auch beide nicht oft benutzt. Das muss aber keineswegs ein Nachteil sein bspw. haben Studien gezeigt, dass Menschen, die geringe Ausprägungen bei S und A haben, oft eine erstaunlich gute menschliche Anpassungsfähigkeit zeigen. Wie wirkt sich eine breite und starke Amplitude auf das FoF und die DoD aus? Je breiter und stärker die Amplitude bei einer Person ist, desto größer werden auch FoF und DoD. Das bedeutet, dass der Person sowohl unter Entspannung als auch unter Stress ein breiteres Verhaltenspektrum zur Verfügung steht. Das kann sehr vorteilhaft sein, weil so mehr Verhaltensoptionen bestehen. Es kann aber auch von Nachteil sein, weil das Verhalten der Person dadurch inkonsistent und weniger vorhersagbar bzw. glaubwürdig wirkt.

2 Wieso kommt es manchmal vor, dass das Ergebnis bei einem Fragebogen (bspw. dem MBTI, dem GPoP oder Kersey) inhaltlich ganz anders ausfällt? Das liegt an der unterschiedlichen Methodik, mit der ViQ (implizit) und Fragebögen (explizit) messen. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass das explizite, bewusste Selbstkonzept und die implizite Persönlichkeit einer Person sich mehr oder weniger stark unterscheiden. Fragebogen wie der MBTI erfassen das bewusste Selbstkonzept, während der ViQ die impliziten, d.h. in Teilen unbewussten oder nur schwer in Worte fassbaren Anteile der Persönlichkeit erfasst. Bei vielen Menschen gibt es eine Diskrepanz zwischen diesen beiden Anteilen der Persönlichkeit. Was ist wichtiger im alltäglichen Leben die bewusste Selbsteinschätzung oder die implizite Persönlichkeit? Beide sind wichtig. Durch das bewusste Selbstkonzept drücken wir aus, wie wir sein wollen bzw. wie unser Umfeld uns gerne haben möchte. Das hat natürlich viele Auswirkungen. Die implizite Persönlichkeit ist aber unser eigentlicher Kern der Verhaltensorientierung, der letztlich berücksichtigt werden muss, auch dann, wenn das Selbstkonzept oder das Umfeld dagegen angehen. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass eine hohe Diskrepanz zwischen bewusstem Selbstkonzept und impliziten Persönlichkeitsanteilen zu Stress und anderen negativen Symptomen führen. Interessante Beiträge dazu haben vor allem Prof. Brunstein und Prof. Schultheiss von der Universität Giessen geliefert. Stimmen alle Menschen Ihrem ViQ-Ergebnis zu? Fast alle. Untersuchungen zeigen, dass ca. 90% mit ihrem Ergebnis übereinstimmen. Bei den restlichen 10% liegt eine sehr starke Diskrepanz zwischen Selbstkonzept und impliziter Persönlichkeit vor. Wir haben an Einzelfällen die Erfahrung gemacht, dass nach längerer Zeit bei diesen Menschen die Erkenntnis wächst, dass das ViQ-Ergebnis im Kern doch richtig lag.

3 Was kann ich mit dem ViQ in der praktischen Arbeit mit Menschen machen? Im weitesten Sinne Passung herstellen! Passung zwischen dem bewussten Selbstkonzept und dem impliziten Teil der Persönlichkeit schon dies ist für das emotionale Wohlergehen und den Erfolg im Beruf für eine Person oft sehr wichtig. Passung zwischen der Person und den Anforderungen des Berufs ist dann ein weiterer Schritt. Sodann Passung zwischen Person und Organisation. Passung in Teams usw. Letztlich wirkt sich Passung positiv auf alle wichtigen Maßnahmen der Motivation und der Personalauswahl und entwicklung aus (siehe mehr dazu im Buch von Scheffer und Kuhl, das im Hogrefe Verlag erschienen ist. Titel: Erfolgreich motivieren ). Daneben ist der ViQ aber auch als Instrument für das Marketing und die Markenbildung geeignet. So wurde der ViQ bspw. in Zusammenarbeit mit der NORDAKADEMIE als Methode für das Employer Branding verwendet. Employer Branding erhöht die Effizienz und Qualität der Personalrekrutierung, stärkt die Motivation und das Commitment der Mitarbeiter und erhöht die Konsistenz und Glaubwürdigkeit der Markenbotschaft. Werden Menschen durch die Typologie in eine Schublade gesteckt, aus der sie nicht mehr herauskommen? Im Prinzip eindeutig nein. Aber es liegt in der Verantwortung aller Verwenderinnen und Verwender des ViQ, das allzumenschliche Bedürfnis nach Stereotypen nicht zu bedienen. Die Amplitude jedes Menschen im ViQ ist einzigartig. Insofern sollte jeder einzelne Mensch in seiner individuellen Dynamik beachtet und wertgeschätzt werden. Das trotzdem jeder Amplitude einer von 16 Typen zugeordnet wurde, hat einen einfachen praktischen Grund: Um Passung zu optimieren, muss irgendwann eine klare Entscheidung getroffen werden, auch wenn sie nicht alle Informationen vollständig berücksichtigen kann. Wenn ein

4 Personalverantwortlicher glaubt, dass ein SO2-Typ am besten auf eine bestimmte Stelle passt, dann sollte auch ein SO2-Typ genommen werden, selbst wenn ein AO2-Typ sehr viel Ähnlichkeiten mit dem SO2-Typen aufweisen kann. An irgendeinem Punkt im Entscheidungsprozess müssen wir einfach einen Schnitt machen. Solange wir dabei berücksichtigen, dass wir es mit einzigartigen Individuen zu tun haben, ist diese Vereinfachung gerechtfertigt. Individualisierung in Unternehmensprozessen ist letztlich immer nur als Annäherung möglich wir dürfen dabei nur nicht vergessen, dass trotz all des Effizienzdenkens jeder Mensch letztlich einzigartig ist und sich natürlich auch weiterentwickelt. Wie stabil ist das vom ViQ ausgewiesene Persönlichkeitsprofil? Relativ stabil. D.h. Veränderungen in der impliziten Persönlichkeit brauchen ihre Zeit. Einschneidende Erlebnisse wie ein wirksames Coaching oder auch eine chronische Krankheit können jedoch die Ausprägungen der Persönlichkeit und damit die Gesamtkonstellation sehr stark verändern. In normalen Situationen ändert sich die implizite Persönlichkeit nur sehr langsam. Wie stark weicht das Ergebnis beim zweiten Mal vom ersten Mal ab? Im Durchschnitt verändern sich die Ausprägungen bei den einzelnen Dimensionen nur um ca. 10%. Das liegt in dem aufgrund der zufriedenstellenden Reliabilität des ViQ erwarteten Schwankungsbereich. Bereits bei einer solchen Schwankung können jedoch andere Typenzuweisungen die Folge sein besonders dann, wenn eine Person bei zwei gegenüberliegenden Dimensionen vorher in etwa gleich stark war oder bei St und Se eine mittlere Ausprägung hatte. Allgemein gilt, dass das zweite Ergebnis umso stärker vom ersten abweicht, je mehr die Person in der Zwischenzeit über den ViQ gelernt hat. Das liegt daran, dass der ViQ durch das Lernen schleichend zu einem explizitem Test werden

5 kann, der, wie ein normaler Fragebogen das bewusste Selbstkonzept erfasst Ist das Ergebnis beim ViQ genetisch bedingt? Zum Teil, ja. Viele Untersuchungen mit eineiigen und zweieiigen Zwillingen sprechen dafür, dass die Grenzen in denen sich eine Person von ihren Persönlichkeitszügen her entwickeln kann, etwa zur Hälfte durch die genetische Grund-Austattung festgelegt ist. Innerhalb dieser durch die Gene abgesteckten Bereiche wird sich der Mensch jedoch, je nach Umwelt, ganz unterschiedlich entwickeln. Dabei spielen sowohl die Kultur, die Eltern und Freunde bzw. Gleichaltrige eine wichtige Rolle. Ich habe den ViQ einem Kunden zugeschickt, er ist dort jedoch nicht angekommen. Manche Firewalls bzw. Spam-Filter lassen bestimmte Betreffzeilen nicht zu. Es gibt jedoch im Administratorbereich die Möglichkeit, die Betreffzeile zu verändern. Kann man den ViQ wirklich auch in anderen Kulturen einsetzen? Definitiv ja dies ist sogar einer der größten Vorteile des ViQ. Weil der ViQ nicht über Worte, sondern graphische Strukturen und Wahrnehmungsmuster misst, sind kulturelle Überformungen ausgeschlossen. Dies konnte in einer weltweiten Untersuchung empirisch nachgewiesen werden, indem die Homogenität der Faktorenstruktur und die Äquivalenz der Validität in verschiedenen Ländern wie USA, Brasilien, Argentinien, China, Japan, England, Deutschland, Frankreich, Polen und der Schweiz statistisch abgesichert wurde. Eignet sich der ViQ dazu, Gruppenprofile zu erstellen? Sehr gut sogar Gruppenprofile sind die Grundlage von Zielgruppentypologisierungen, die vor allem im Marketing mit großem erfolg eingesetzt werden.

6 Eignet sich der ViQ für die Berufsberatung? Auch hier ist die Antwort eindeutig ja mit einer Einschränkung: Ein und derselbe Beruf kann in unterschiedlichen Unternehmungen verschiedene Persönlichkeitsprofile erfordern. Passung entsteht immer in Bezug auf die Anforderungen der Tätigkeit und die Kultur des Unternehmens. Wenn zwei Personen z.b. AP4 mit den fast gleich hohen Prozentanteilen z.b. S 20%, A 73%, O 95 %, P 96% sind, sind dann auch die Balken der Zusatzskala genau gleich groß? Bei GENAU gleichen Werten auf den Dimensionen (S,A,O,P) wird die Mehrzahl (nicht alle) der Zusatzskalen genau gleich groß sein. Abweichen werden nur die Skalen, in die auch die Dimensionen Se und St hineinspielen (siehe die Formeln für die Zusatzskalen). Wenn die Werte auf den Dimensionen (S,A,O,P) nur FAST GLEICH sind, dann weichen auch die Werte der Zusatzskalen leicht voneinander ab. Die Zusatzskalen sind also empirisch begründete Ableitungen aus den Basis-Dimensionen des ViQ.

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