Fachbereich Elektrotechnik / Informatik Fachgebiet Datenbanken / Interaktive Systeme Sebastian Pape SS Projektarbeit: Linux Server

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1 Basis-Installation Nach der Bearbeitung der Aufgabe sind die Teilnehmer (TN) in der Lage ein Basis-System einzurichten, Benutzer anzulegen, System Updates durchzuführen und die Netzwerkumgebung zu testen. Basis-Installation von Debian GNU/Linux, Anlegen von Benutzern, erster Einsatz des Update-Mechanismus, Test der Netzwerkumgebung Basisinstallation [F12] um das Boot-Device auszuwählen, booten von CD Partitionieren: 2GB swap, 10GB /, 20GB /var, 10GB /tmp, 25GB /srv, 50GB /home und den Rest für /usr oder eine andere sinnvolle Partitionierung nach eigenem Ermessen (Vorsicht, lässt sich später nur schwer ändern) Rechnername: projektx, mit X=1,2,3,6,7 oder 8 je nach Rechnernummer Netzwerk manuell konfigurieren, dazu entwder nach der DHCP- Konfiguration zurueck gehen oder spaeter die Anpassungen unter /etc/network selbst vornehmen Domainname: db.informatik.uni-kassel.de IP: X, mit X als Rechnernummer Netmask: Broadcast: Default Gateway: DNS: , Netzwerkspiegel: ja, anschliessend einen in Deutschland aussuchen Paket-Auswahl: keine vorkonfigurierten Paketgruppen auswählen Anlegen von Benutzern Für jedes Gruppenmitglied ein eigenes Konto anlegen Gruppe "extgroup" anlegen 6 Benutzer extusery mit Y=1,2,3,6,7,8 für die jeweiligen Gruppen in der Gruppe "extgroup" anlegen jeweils der Gruppe Y das Passwort für den Account extusery mitteilen oder von der Gruppe setzen lassen Gruppe "gast" mit einem Benutzer gast anlegen Netzwerktest mit ping host, traceroute host, ifconfig, route vertraut machen (manpage lesen, ausprobieren)

2 Update-Mechanismus Für ein Release entscheiden (lenny, squeeze) Dann /etc/apt/sources.list anpassen Auf den Mirror der Uni Kassel setzen Die Bereiche contrib non-free zufügen z.b. (fuer Lenny): deb ftp://ftp.uni-kassel.de/mirrors1/ftp.de.debian.org/debian/ lenny main contrib non-free und deb lenny/updates main non-free System z.b. mit aptitude update, dann aptitude safe-upgrade, dann aptitude dist-upgrade. Was ist der Unterschied zwischen einer logischen und einer primären Partition? Was bewirkt der Befehl man -k user grep -i add? Wie sieht ein normaler Benutzer- oder Gruppenname aus? Wofür sind die Befehle ping, traceroute, ifconfig und route? Wofür ist die Datei /etc/apt/sources.list nützlich? Was ist der Unterschied der Bereiche main contrib und non-free? Wie verhalten sich lenny, sid und squeeze zu stable, testing und unstable? Was ist der Unterschied zwischen apt-get/aptitude update, safeupgrade und dist-upgrade?

3 Web-Server (Vorschlag apache) Nach der Bearbeitung der Aufgabe sind die TN in der Lage einen Webserver zu installieren und kennen die wichtigsten Konfigurationsoptionen. Installation eines Webservers, der dynamischen erzeugte Webseiten ausliefert und es befugten Usern erlaubt eine eigene Homepage in Ihrem Homeverzeichnis abzulegen. Weiterhin sollen die User die Möglichkeit bekommen Verzeichnislistings zuzulassen, eigene Fehlerseiten zu erstellen und den Zugriff auf Verzeichnisse einzuschränken. PHP und CGI sollen aktiviert sein Bei Aufruf eines Verzeichnisses soll die erste vorhandene Datei von index.html, index.php und Default.html angezeigt werden User-Homepage aktivieren sodass jedes Mitglied die eigene Homepage in dem Unterverzeichnis $HOME/public-html ablegen kann Für extgroup-mitglieder soll dies abgestellt sein Eine Startseite für den Web-Server und eine "Visitenkarte" für jedes Mitglied erstellen (*) Erlauben Sie Usern, explizit den Inhalt eines Verzeichnisses mit dem Internet-Browser anzeigen zu lassen - per default sollen Verzeichnisse nicht angezeigt werden (*) Erlauben Sie Usern, den Zugriff auf ein Verzeichnis einzuschränken (*) Erlauben Sie Usern, eigene Fehlerseiten (z.b. 404) anzulegen und zu nutzen

4 Was sind PHP und CGI? Welche Pakete werden für den Webserver und die Auslieferung dynamischen Inhalts benötigt? Wo befinden sich die Konfigurationsdateien des Webservers? Wie sind die die Konfigurationsdateien aufgebaut? Mit welcher Konfigurationsoption lässt sich einstellen, was der Webserver beim Aufruf eines Verzeichnisses zurück liefert? In welcher Konfigurationsdatei findet sich die Option? Wie bringt man den Webserver dazu seine Konfigurationsdatei erneut einzulesen? Was ist der Unterschied zwischen der Startseite des Webservers und einer User-Homepage? Welchen Zweck erfüllt eine.htaccess-datei? Was ist der Unterschied zwischen Konfigurationsdirektiven in der.htaccess-datei und Konfigurationsdirektiven in den Konfigurationsdateien des Webservers? Was wird benötigt, um.htaccess-datei funktionsfähig zu machen?

5 SSH-Server Nach der Bearbeitung der Aufgabe sind die TN in der Lage einen SSH-Server zu installieren, zu konfigurieren und kennen sicherheitsrelevante Konfigurationsdirektiven. Installation eines SSH-Servers, Einschränkung des Zugriffs für unerwünschte Benutzer und root. Der Server soll nur sichere Protokollversionen erlauben und Fehl-Logins protokolieren. Weiterhin soll der Server allen Benutzern eines anderen Rechners erlauben sich ohne Passwort in den Account desselben Benutzernamens einzuloggen. Jeder User außer root und den Mitgliedern der Gruppe Gast soll sich einloggen können Nur SSH2 soll erlaubt sein (kein SSH1) Fehl-Logins ins syslog protokollieren (*) hostbasedauthentication aktivieren und für den Rechner einer anderen Gruppe einrichten Welche Pakete werden für den SSH-Server benötigt? Warum macht es Sinn dem root-account den Zugang per SSH zu verwehren? Was spricht gegen den Einsatz von SSH in der Version 1? Welchen Sinn macht es nur Fehllogins zu protokollieren? Worin unterscheidet sich hostbased Authentication von public key Authentication? Was bewirkt die Konfigurationsoption -v beim SSH-Client? Was kann man mit den Hilfsprogrammen ssh-keyscan und sshkeysign machen? Welche Änderungen sind auf Seiten des Clients am System notwendig?

6 Secure Web-Server (Vorschlag apache-module) Nach der Bearbeitung der Aufgabe sind die TN in der Lage SSL- Zertifikate zu erstellen und dem Webserver zu erlauben verschlüsselte Verbindungen zu akzeptieren. Weiterhin haben die TN einen ersten Einblick in die Benutzung von virtuellen Hosts gewonnen. Erstellen eines Zertifikates und Aktivierung der sicheren Übertragung von Daten von und zum Webserver. Eigenes Zertifikat erstellen Dienst aktivieren und konfigurieren Wie wirkt sich die Benutzung eines Passworts für das Zertifikat aus? Was ist der Unterschied zwischen den bei der Zertifikatserstellung generierten Dateien mit den Endungen crt und key? Auf welchem Port läuft HTTPS per default? Wie helfen virtuelle Hosts des Webservers hier weiter? Wie reagiert der Browser auf das Zertifikat und warum reagiert er so?

7 Nameserver (Vorschlag bind9) Nach der Bearbeitung der Aufgabe haben die TN die Funktionsweise eines Nameservers samt dazugehörigen Abfragen verstanden und sind in der Lage einen Nameserver einzurichten. Einrichtung eines primary Nameservers für die eigene Gruppe und Weiterleitung der Anfragen an die primary Namerver anderer Gruppen. Konfiguration des Servers, dass der eigene Nameserver benutzt wird. Eigene Zone gruppex mit Einträgen projekty für alle Gruppen einrichten, d.h. eigenes Auflösen der Anfrage projekty.gruppex. Mit X als eigene Gruppennummer und Y für alle Gruppen (1,2,3,6,7,8) Forwarding von Anfragen an die Zonen gruppey (ausser der eigenen) an die jeweiligen Nameserver der anderen Gruppen (1,2,3,6,7,8 ohne die eigene) (*) Server als Secondary Nameserver für uni-kassel.de und reverse lookup einrichten (*) Weiterleiten aller anderen Anfragen an der Nameserver der Uni Kassel (IP siehe unter Installation) Was wird in der Datei resolv.conf angegeben? Was steht in der Datei hosts? Wo sind die Konfigurationsdateien des Nameservers? Was sind Zonen-Dateien, wo liegen sie und wie ist ihre Struktur? Wie ist das Zusammenspiel von Konfigurationsdateien und Zonen- Dateien? Was ist der Unterschied zwischen primary, secondary und forwarding Zonen? Welche zwei Sorten von Nameserverabfragen gibt es?

8 FTP (Vorschlag proftp) Nach der Bearbeitung der Aufgabe haben die TN die Fähigkeit einen FTP-Server aufzusetzen und einfache Konfigurationseinstellungen vorzunehmen. Einrichtung eines FTP-Servers, der befugte Nutzer nur in ihr Homeverzeichnis lässt und ein Verzeichnis per anonymous FTP frei gibt. Weiterhin die Einrichtung eines nur FTP-Users. Jeder User außer root und den Mitgliedern der Gruppe Gast soll sich einloggen können und darf nur auf sein Home-Verzeichnis zugreifen Lesezugriff für anonymous (ohne Passwort) auf ein Verzeichnis /srv/ pub erteilen (*) Neuen user "ftpuser" anlegen, der auf ein bestimmtes Verzeichnis zugreifen (Lesen/Schreiben) darf aber keine anderen Dienste (SSH, ,...) des Servers benutzen darf Wie schliesst man einen Benutzer von der Verwendung des FTP- Servers aus? Wie sorgt man dafür, dass Benutzer nur auf ihr Homeverzeichnis zugreifen können? Was unterscheidet anonymous FTP von regulären FTP-Zugängen? Welche Möglichkeiten gibt es, um für den anonymous FTP-Zugang das Verzeichnis festzulegen? Was ist zu beachten, um einen nur FTP-User anzulegen?

9 SAMBA Nach der Bearbeitung der Aufgabe sind die TN in der Lage einen Samba-Server aufzusetzen und sich im Konfigurationsfile bzw. bei den Konfigurationsoptionen zurecht zu finden. Einrichten eines Samba Servers, der befugten Benutzern Zugriff auf ihr Homeverzeichnis erlaubt, Lesezugriff auf ein öffentliches Verzeichnis erlaubt und den Webmastern die Pflege des Dokumentenverzeichnisses des Webservers erlaubt. Weiterhin die Einrichtung eines Aliases für einen Notebook User und die Einschränkung verschiedener Merkmale zur Erhöhung der Sicherheit. Jeder User außer root und den Mitgliedern der Gruppe Gast soll auf sein Home-Verzeichnis zugreifen können Jeder soll auf /srv/pub Lesezugriff erhalten Mitglieder der Gruppe www sollen Lese/Schreibzugriff auf das Dokumentenverzeichnis des Web-Servers erhalten. Zugriff auf das Verzeichnis soll mit den root Rechten erfolgen.die neu angelegten Dateien und Verzeichnisse sollen dem User root und der Gruppe root gehören. Neu angelegte Dateien sollen die Rechte 644 und neu angelegte Verzeichnisse die Rechte 755 erhalten Der Samba-Server soll durchsuchbar sein (*) der Notebook-User "Notebook User" soll sich als einer der Unix- User (lokal) einloggen können (*) Aus Sicherheitsgründen soll Links nicht gefolgt werden. (*) Aus Sicherheitsgründen soll auf der Freigabe /srv/pub auf keine unter Windows ausführbaren Dateien (*.exe,*.bat,*.com) zugegriffen werden können. Was zeigt man smb.conf? Wie sucht man in der Ausgabe von man? Wofür sind die [Abschnittstitel]? Welche besondere Bedeutung haben [homes] und [global]? Wie lassen sich bestimmte Rechte oder Besitzer erzwingen (force)? Welche Optionen gibt es für die Konfiguration security? Wo werden die Passwörter für den Zugriff auf Sambafreigaben verwaltet? Sind diese identisch mit dem Linux-Zugang? Wie lassen sich Usernamen mappen?

10 Mail-Server (Vorschlag postfix) Nach der Bearbeitung der Aufgabe können die TN einen einfachen Mailserver aufsetzen und sicher stellen, dass dieser nicht als Spamschleuder missbraucht wird. Einrichtung eines Mailservers, der jedem User einen Account bereitstellt und Sonderregeln für Rollenaccounts (root, webmaster) beherrscht. Sicherstellung des Zugriffs aus den Server sowie Sperrung von missbräuchlich genutzten Servern. Für jeden User einen -Account anlegen root- s sollen an einen User weitergeleitet werden webmaster- s sollen an einen User weitergeleitet werden (webmaster soll kein UNIX-User sein) Mail-Größe sinnvoll einschränken User auf dem Rechner sollen von überall Mails empfangen können User auf dem Rechner sollen an jeden Mails senden können Der Rechner soll kein offenes Relay sein, d.h. Mails die von einem anderen Rechner kommen und an einen anderen Rechner gerichtet sind, sollen nicht angenommen werden. (*) Der Rechner soll keine Mails an die nächste Gruppe senden oder von ihr empfangen Für welche Hostnamen sollte der Mailserver Mails entgegen nehmen? Siehe dazu auch die Nameserver-Aufgabe. Was muss getan werden, um jedem User einen Mailaccount anzulegen? Wie erstellt man Aliases? Was muss man nach dem ändern der Aliases noch tun? Was ist ein offenes Relay? Wie testet man, ob der Rechner ein offenes Relay ist? Wo werden die Zugriffsrechte festgelegt?

11 POP3 und IMAP (Vorschlag dovecot) Nach der Bearbeitung der Aufgabe kennen die TN den Unterschied zwischen POP3 und IMAP und sind in der Lage die entsprechenden Dienste sicher einzurichten. Einrichtung eines POP3 bzw. IMAP-Servers. Dabei ist darauf zu achten, dass Passwörter nicht im Klartext über das Netzwerk übertragen werden. Jeder User außer root und den Mitgliedern der Gruppe Gast soll eigene s über mindestens einen der Dienste abrufen können. Passwörter sollen nicht im Klartext übertragen werden. (*) Beide Dienste sollen parallel laufen Wie untersagt man Benutzern den Zugriff auf die beiden Dienste? Welche der passdb-optionen ist hier nützlich? Wo wird festgelegt ob die Verbindung verschlüsselt oder im Klartext erfolgt?

12 SPAM und Antivirus für Mails (Vorschlag spamassassin, amavis, clamav) Ziel Nach der Bearbeitung der Aufgabe kennen die TN verschiedene Massnahmen zur Spambekämpfung und können diese in den Mailserver einbinden. Einrichtung von Massnahmen zur Bekämpfung von Spam auf dem Mailserver. Dienste konfigurieren (Minimal: scoring basierter Spamfilter mit Schutz vor Viren) Dienste testen (ohne einen Virus! ) (*) Konfiguration und Test einer Blackhole Lists (RBL oder DNSBL) oder (*) Zusätzliche Einrichtung von Greylisting oder (*) Konfiguration und Test von userseitigen Filtermassnahmen Welchen Weg durchläuft eine Mail auf dem Mailserver bis sie dem User zugestellt wird? Was ist der Unterschied zwischen White-, Grey- und Blacklisting? Was sind Realtime Blackhole Lists (RBL) und DNS-based Blackhole Lists (DNSBL)? Was ist Scoring im Zusammenhang mit Spamfiltern? An welcher Stelle ist White-, Grey- und Blacklisting möglich? Wie können RBL und DNSBL bei Blacklisting bzw. Scoring helfen? Wie ist das Zusammenspiel von Amavis, Spamassassin und Clamav? Was ist Bayes sches Lernen und in wie weit macht es für einen Serverfilter Sinn? Wie stellt man Benutzern die Möglichkeit zur Verfügung eigene Filter einzusetzen? Was ist procmail?

13 Datenbank(Vorschlag MySQL + phpmyadmin) Nach der Bearbeitung der Aufgabe können die TN eine Datenbank mit einem passenden Konfigurationstool aufsetzen und eine Beispielanwendung auf dem Webserver aufsetzen. Einrichtung einer Datenbank mit dazugehörigem Administrationstool sowie Installation einer Beispielapplikation (moregroupware). Datenbank mit Administrations-Frontend konfigurieren, so dass sie über den Web-Server administrierbar ist. moregroupware von runterladen, installieren und konfigurieren, so dass die Module "Kalender", "Kontakte" und "Notizen" funktionsfähig sind (*) Weitere Module z.b. "WebMail" konfigurieren Module für einen User einrichten (Termine und Notizen einfügen usw.) Nach Rücksprache kann auch gerne Postgresql mit phppgadmin und einer anderem Beispielapplikation (Groupware, CMS (z.b. typo3, joomla, drupal),...) oder nur eine andere Beispielapplikation aufgesetzt werden. Sind der SQL-root und der Systemuser root identisch? Falls nicht, worin unterscheiden sie sich? Wie vergibt man Zugriffrechte auf dem SQL-Server und wo werden sie gespeichert? Welches Verzeichnis ist geeignet um das tar-archiv von moregroupware zu entpacken? Wie sind die Rechte des Verzeichnisses zu setzen? Was ist ein Alias beim Webserver? Wo kann man die Optionen von PHP setzen? Welche Daten benötigt man, damit moregroupware auf die Datenbank zugreifen kann? Ist es sinnig moregroupware root-rechte zu geben? Wie installiert man weitere Module?

14 Quota, Userbeschränkungen Ziel Nach der Bearbeitung der Aufgabe können die TN die den Usern zur Verfügung stehenden Ressourcen sinnvoll einschränken und so die Stabilität des Systems sichern. Einschränkung der Systemressourcen für die Benutzer des Systems um die Stabilität zu erhöhen. den für jeden User zur Verfügung stehenden Plattenplatz sinnvoll beschränken (*) die jedem User zur Verfügung stehenden Ressourcen (Prozesszahl, Anzahl gleichzeitiger Logins, etc.) sinnvoll einschränken Welche Pakete werden benötigt? Wo wird die Benutzung des Quota aktiviert? Wie richtet man den Quota für einen Benutzer ein? Was ist der Unterschied zwischen hard und soft limits? Was ist die grace period? Wie überträgt man die Einstellungen für einen Benutzer auf andere? Welche Accounts sollten nicht limitiert werden? Wie kann man sich die Quotaeinstellungen ansehen? Was hat PAM mit der jedem User zur Verfügung stehenden Prozesszahl zu tun? Wo kann man die jedem User zur Verfügung stehenden Ressourcen setzen? Welche Werte sind sinnvoll und warum? Wie kann man Werte für Gruppen setzen und für wen gelten diese dann? Wie testet man das Ergebnis? Was ist eine Forkbombe?

15 Firewall(Vorschlag netfilter) Nach der Bearbeitung der Aufgabe haben die TN die Funktionsweise eines Paketfilters und die dazu notwendigen Grundlagen der Netzwerkprotokolle verstanden und sind in der Lage eine Firewall sinnvoll aufzusetzen. Aufsetzen einer Firewall zum Absichern des Rechners. Hinweis: Per Default sollen eingehende Pakete verworfen und ausgehende erlaubt werden eingehende Pakete zu bestehenden Verbindungen sollen akzeptiert werden Protokoll ICMP (z.b. ping) allen erlauben der Web-Server soll für alle erreichbar sein allen anderen Gruppenrechnern Nameserverabfragen erlauben -Dienste für das Subnetz freigeben Allen anderen Gruppenrechnern SSH erlauben Webserver für den Rechner badhost.net verbieten eigene IP freigeben und alles was über das Loopback-Interface kommt Weitere installierte Dienste je nach Sinnhaftigkeit entweder für alle, für das Subnetz, für die anderen Gruppen oder nur für einzelne Rechner freigeben. (*) -Dienste für das Gateway verbieten (*) Verworfene Pakete protokollieren (in der Anzahl limitiert, um ein volllaufen der Logpartition zu verhindern und nur die verworfenen protokollieren) (*) Nur eine neue SSH-Verbindung pro Minute erlauben (bezogen auf alle erlaubten SSH-Verbindungen) (*) SSH für ein Notebook freigeben. Zu beachten: Notebooks erhalten eine dynamische IP-Adresse (*) FTP nur auf dem eigenen Subnetz freigeben (Hinweis: FTP wählt seinen Datenport dynamisch) Da nicht alle Gruppen alle aufgeführten Dienste installieren, sollen so im Zweifelsfall auch Dienste freigegeben werden, die momentan nicht auf dem Server laufen (z.b. SSH, FTP). Nach Rücksprache können die Dienste aber unter Umständen auch gegen wirklich installierte Dienste getauscht werden.

16 Wie heisst das Binary zu netfilter? Wie ist das Zusammenspiel von Binary und Kernel? Wo und wie wird die Konfiguration gespeichert? Was ist dabei zu beachten? Wo bindet man Startskripte ein? Wie wirkt sich die Reihenfolge der Filterregeln aus? Wie kann man Regeln löschen? Was ist der Unterschied zwischen einer Regel und einer Policy? Was sind Netfilter-Targets? Wie realisiert man eine ODER-Verknüpfung von zwei Regeln? Wie eine UND-Verknüpfung? Wie lassen sich die beiden kombinieren? Was sind Module und wofür sind sie gut?

17 VPN (Vorschlag OpenVPN) Nach der Bearbeitung der Aufgabe haben die TN die Funktionsweise eines VPN verstanden und sind in der Lage einen Server sicher zu konfigurieren. Einrichtung eines VPN-Servers, der unbefugte Benutzer so früh wie möglich abweist. VPN-Zugang fuer Notebooks so bereitstellen, dass auch von ausserhalb des Netzwerkes auf alle Dienste zugegriffen werden kann Entscheidung treffen ob Routed oder Bridged VPN-Tunnel Sicher stellen, dass nur authentifizierte User mit dem Dienst kommunizieren können, d.h. für Aussenstehende soll es so aussehen, als ob auf dem Port kein Dienst lauscht. (*) Auch Zugriff auf die Rechner der anderen Gruppen ermöglichen; allerdings ohne dass dabei Zugriff auf das komplette Subnetz ermöglicht wird. Vor Bearbeitung der Aufgabe Rücksprache halten, damit der entsprechende Port freigeschaltet werden kann und gegebenenfalls weitere IPs zugewiesen werden können. Dazu muss vor der Rücksprache die Entscheidung getroffen werden, ob ein Routed oder Bridged VPN-Tunnel eingerichtet werden soll. Wie funktioniert ein VPN? Was ist der Unterschied zwischen Routed und Bridged VPN-Tunneln? Mit welcher Technik verschlüsselt OpenVPN? Welche Dateien/Schlüssel werden wo (Client / Server) benötigt? Auf welchen Clients läuft der VPN-Client? Welches Netzwerkprotokoll (TCP/UDP) verwendet man sinniger Weise? In welchen Situationen macht es Sinn allen Traffic des Clients durch das VPN zu leiten? Ist es sinnvoll mehrere Verbindungen pro Schlüssel zuzulassen? Wie erkennt man vor der Authentifizierung, ob der Client authentifiziert ist? Was ist eine HMAC signature? Wie erlaubt man den Zugriff auf andere Rechner? Und wie schränkt man ihn sinnvoll ein?

18 Intrusion Detection Ziel Nach der Bearbeitung der Aufgabe kennen die TN verschiedene Möglichkeiten zur automatisierten Überwachung eines Servers. Installation und Konfiguration verschiedener Tools zur automatisierten Überwachung des Servers Installation und Konfiguration von logcheck. Anpassung der Regeln von logcheck an das eigene System. Installation und Konfiguration von rkhunter. Installation und Konfiguration von integrit. Aufbau der Vergleichsdatenbank. Installation und Konfiguration von john oder crack. Einrichtung automatischer Tests. Installation und Konfiguration von SNORT. An wen schickt man sinnigerweise die Ergebnismails? Was macht logcheck? Welches Filterlevel biete sich bei logcheck an? Was haben Gandhi und Attila der Hunne mit logcheck zu tun? Wo findet sich die Konfiguration von logcheck? Wie sind die logcheck-regeln aufgebaut? Was macht rkhunter? Was macht integrit? Wie initialisiert man integrit? Wie beeinflusst dies spätere Änderungen am System? Was machen john bzw. crack und wozu ist dies gut? Was macht SNORT? Wie sehen SNORT-Regeln aus und wie werden sie eingebunden? Was muss dazu vorher noch gesetzt werden?

19 Traffic Shaper Nach der Bearbeitung der Aufgabe können die TN Traffic priorisieren und haben ein Verständnis von der grundlegenden Funktionsweise von Traffic Shaping. Garantie und Begrenzung der Bandbreite für verschiedene Benutzer des Servers. Aufteilung der zur Verfügung stehenden Bandbreite wie folgt: Administration / Notebook (10 Mbit sicherstellen, darf unbenutzte Bandbreite anderer nutzen) Subnetz (1 Mbit sicher und maximal) Je Gruppe (200 kbit sicherstellen, maximal jedoch 500kbit) Rest / Alle anderen (50 Mbit sicherstellen, darf unbenutzte Bandbreite anderer nutzen) 3 Klassen einrichten und ihnen Bandbreite garantieren: Interaktive: (z.b. SSH) Strukture (z.b. DNS) Bulk (z.b. Mail-, Webserver) andere Dienste entsprechend einordnen Priorität und Bandbreite sinnvoll entsprechend der eingeordneten Dienste wählen (*) Setzen der TOS-Bits für ausgehende Pakete: Für SSH auf Minimize-Delay Für HTTP auf Maximize-Throughput (*) Anhand der Statistiken des Trafic-Tools eine Möglichkeit schaffen den Traffic zu visualisieren Hinweis: Zum Testen kann es sinnvoll sein mit deutlich niedrigerem Durchsatz zu arbeiten, um die prinzipielle Funktionalität zu prüfen.

20 Wofür steht die Abkürzung LARTC? Auf welche Art von Traffic kann man mit Traffic Control gut Einfluss nehmen? Welche Queueing Disciplines gibt es? Welche davon ist am besten für die obige Aufgabe geeignet und warum? Wie legt man verschiedene Klassen an? Welche Parameter gibt es dabei? Wie teilt man einer Klasse bestimmten Traffic / bestimmte Pakete zu? Was sind TOS-Bits und wofür sind sie gut? Welche Tools gibt es bereits um Traffic zu visualisieren?

21 Java Servlets (Vorschlag Tomcat) Nach der Bearbeitung der Aufgabe sind die TN in der Lage einen Tomcat-Server aufzusetzen. Aufsetzen eines Tomcat-Servers und Einbindung über Apache- Modul Tomcat und Java installieren Einbindung über entsprechendes Apache-Modul Test durch Sample-Servlets von Tomcat So einrichten, dass mind. ein User in einem Unterverzeichnis seines Homeverzeichnisses Servlets ausführen kann Was sind Servlets und was unterscheidet sie von Applets? Wo finden sich die Konfigurationsfiles von Tomcat? Wie arbeitet Tomcat mit dem Apache-Server zusammen? Welche Logfiles sind alle involviert? Welche Direktiven gibt es für das Apache-Modul? Was macht Jk(Un)Mount?

22 LDAP / Kerberos Nach der Bearbeitung der Aufgabe kennen die TN die grobe Funktionsweise eines zentralen Verzeichnis- und Authentifizierungsdienstes und sind in der Lage bestimmte Services an die Dienste anzubinden. Anbindung von Unix-Nutzer-Authentifizierung an LDAP/Kerberos in Verbindung mit der Bereitstellung des Homeverzeichnisses per NFS. Weiterhin die Anbindung von Samba- und Apache- Authentifizierung an das System. Anbindung des Systems an LDAP und Kerberos-Server des HRZ Unix User Authentifizierung via LDAP/Kerberos NFS-Mount der User-Homeverzeichnisse (*) Samba User Authentifizierung via LDAP/Kerberos (*) Apache User Authentifizierung via LDAP/Kerberos Vor Bearbeitung der Aufgabe Rücksprache halten, damit die entsprechenden Daten vom HRZ besorgt werden können und der Zugang für den Laborrechner freigeschaltet werden kann. Was ist der Unterschied zwischen LDAP und Kerberos? Was ist PAM? Wie werden LDAP-Server und Kerberos-Server an PAM angebunden? Welche Konfigurationsoptionen benötigt Samba um mit LDAP/Kerberos zusammenzuarbeiten? Welche Module werden benötigt, um den Apache mit LDAP/Kerberos zum Laufen zu bringen? Wo werden sie konfiguriert?

23 (HA-)Clustering (Vorschlag heartbeat) Nach der Bearbeitung der Aufgabe haben die TN einen Einblick in die Prinzipien von Failover und sind in der Lage ein rudimentäres Failover-System aufzusetzen. Absicherung des Apache-Webservers im Falle eines Ausfalls durch einen zweiten Server. Alternative statt heartbeat: Wackamole HA-Daemon installieren und konfigurieren Apache-Server replizieren Dienst testen (*) einen weiteren Dienst replizieren Vor Bearbeitung der Aufgabe Rücksprache halten, damit wir einen zweiten Rechner organisieren können. Wie verständigen sich die beiden Server und wie bekommen sie mit, ob der jeweils andere Server noch aktiv ist? Was versteht man unter einer Watchdog? Wofür wird das haresources-file benutzt? Was macht ipfail?

24 IRCd (Vorschlag dancer-ircd) Nach der Bearbeitung der Aufgabe sind die TN in der Lage einen IRC-Server mit entsprechenden Services aufzusetzen. Installation und Konfiguration eines IRC-Servers, der den Benutzern weitere Services zur Verfuegung stellt und sich mit einem anderen Server verbindet. Adminnamen und -kontakt, Servernamen, MOTD anpassen Sicher stellen, dass jeder aus der eigenen Gruppe IRC-Admin-Status mit vollen Rechten erhalten kann wenn er sich vom eigenen Rechner zum Server verbunden hat. (*) Fuer ein Mitglied einer anderen Gruppe einen (sinnvoll) weniger privilegierten IRC-Admin anlegen Verbindung zum IRC-Server wie folgt einschraenken: Von jedem Rechner einer anderen Gruppe sind maximal 5 Clients erlaubt Von jedem anderen Rechner im Subnetz ist nur 1 Client erlaubt. Vom eigenen Rechner sind beliebig viele Verbindungen erlaubt. (*) Rechner aus der naechsten Gruppe duerfen sich nur mit einem Passwort und laufendem Identd zum Server verbinden. Verbindungen eines Users als root sollen mit einer entsprechenden Meldung abgewiesen werden. Installation eines Nickserv- und Chanserv-Services mit dem die Benutzer des Servers sich Nicks und Channels reservieren koennen. Den Zeitraum bis die entsprechenden Services Registrierungen und andere Werte wieder vergessen soll 3 Monate betragen. (*) Zum Schutz der Privatsphaere sollen die Services kein seen -Kommando zur Verfuegung stellen. (*) den IRC-Server mit einem zweiten IRC-Server verbinden. Vorzugsweise dem einer anderen Gruppe, falls keine andere Gruppe einen IRC-Server aufsetzen moechte, eine zweite Instanz des IRC-Servers auf Port 6668 starten und die beiden Server verbinden.

25 Was sind I-, Y- und O-Lines? Was sind C-, H-, L- und N-Lines? Was sind K und R-Lines? Was ist der Unterschied zwischen einem o IRC-Admin und einem O IRC-Admin? Wie schafft es ein Service seine Dienste zur Verfuegung zu stellen? Auf welche Weise verbindet er sich zum Server? Was ist zu beachten, wenn mehrere Gruppen Services in einem Netzwerk zur Verfuegung stellen? Wie wird bei mehreren Servern die Moeglichkeit gegeben auf die Netzwerkstruktur Einfluss zu nehmen?

26 Jabber (Vorschlag: jabber) Nach der Bearbeitung der Aufgabe haben die TN einen Einblick in die Funktionsweise von Jabber und dem XMPP und haben den Zusammenhang zwischen verschiedenen Messenger-Diensten und so genannten Transports verstanden. Installation und Konfiguration eines Jabber-Servers mit Anbindung an proprietäre Netzwerke. Servername und Kontaktinformationen setzen. Neuen Benutzers erlauben sich am Server zu registrieren. Sicher stellen, dass keine Passwoerter im Klartext uebertragen werden. Dafuer sorgen, dass die Benutzer ueber Jabber auch mit IRC-, MSNund AIM-Benutzern kommunizieren koennen. (*) Kommunikation mit ICQ-Benutzern ermoeglichen. (*) Jabber Multi-User-Chat einrichten. Wie setzt sich eine Jabber-Adresse zusammen? Was ist das XMPP? Was sind Transports? Was ist an ICQ anders als an IRC, MSN und AIM (bezogen auf jabber)? Wofuer ist der Multi-User-Chat?

27 Inhalt: Milestone Deadline Milestones Milestone 1: (W6) 1 Pflichtthema 1 Wahlthema Statusbericht Milestone 2: (W10) 3 Pflichtthemen 3 Wahlthemen Statusbericht Milestone 3: (W15) Statusbericht Abgabe Dokumentation: Pflichtthemen >= 10 AE Termine: Milestone Abgabe Statusbericht bei Abgabe Doku bis Feedback am bei Abgabe Doku bis Feedback am Milestone 1: (W6) Milestone 2: (W10) Milestone 3: (W15) Abgabe des Statusberichts nach der Veranstaltung Abgabe der Dokumentation per Mail an Format: PS, PDF oder Open Office kompatibel, alternativ gedruckt abgeben.

Fachbereich Elektrotechnik / Informatik Fachgebiet Datenbanken / Interaktive Systeme Sebastian Pape WS 2008 / 2009. Projektarbeit: Linux Server

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