Dokumentation der Umsetzung BGWgesu.per Betriebliche Gesundheitsförderung durch Personalentwicklung

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1 Dokumentation der Umsetzung BGWgesu.per Betriebliche Gesundheitsförderung durch Personalentwicklung Projekt: Betriebliche Gesundheitsförderung durch Personalentwicklung (BGWgesu.per) Einrichtung: Asklepios Fachklinikum Stadtroda Zeitraum: von September 2009 bis März 2010 Durchgeführt von: Birgit Waterstrat Erstellungsdatum: Juni 2010

2 1. Die Einrichtung Obligatorisch: Anzahl Mitarbeiter (Köpfe): Gesamt: 690 dar. Ärzte 57 Pflege 367 Auszubildende 23 Anzahl Patienten: 372,39 ø stationäre Belegung 52,16 ø teilstationäre Belegung 424,55 ø Belegung Behandlung von ca Pat /Jahr. Schwerpunkte Allgemeine Psychiatrie Suchterkrankungen Gerontopsychiatrie Forensische Psychiatrie Neurologie Schlafmedizin Tagesklinik Erwachsene Tagesklinik KJJ Psychiatrische Institutsambulanz Institutsambulanz KJJ

3 2. Ablauf/ Projektplan PROJEKTPLAN (Ergebnis des Erstgesprächs) TrainerIn: Birgit Waterstrat Erstgespräch: Datum Steuerkreisbildung/Bedarfsermittlung: Datum Bildungsplanung: Datum Transfertraining/Umsetzung Bausteine: Siehe Anlage 1 Anzahl der Teilnehmer / Gruppen: 20 Trainings/Umsetzung: Siehe Anlage 1 Durchführung der Trainings: Zeitraum: Oktober 2009 März 2010 Erfolgskontrolle/Abschlussgespräch: März Für November 2010 wurde auf Wunsch der TeilnehmerInnen ein zusätzlicher Transfertermin vereinbart

4 3. Bedarfsermittlung und Bildungsplan Bedarfsermittlung: TeilnehmerInnen Steuerkreis Stationsleitungen Termin: Zeitlicher Umfang: 4 Stunden Diskrepanzen/Probleme bei d. Ermittlung: Siehe Anlage 2/ Anlage 1 Grundlage: Bedarfsermittlung für die Stationsleitungen (siehe Anlage 2) Baustein Vorgesehener Zeitaufwand Zeitplan Anzahl der Teilnehmer Kommunikation bewusst gestalten 2 Beratertage 17./ Effektive Dienstbesprechungen 2 Beratertage 21./ Delegation von Aufgaben 2 Beratertage 21./ Formale und informelle Mitarbeitergespräche 1 Beratertag Stressprävention und Stressmanagement 2 Beratertage Transfersicherung 1 Beratertag

5 4. Erfolgskontrolle/ Abschlussgespräch Termin: TeilnehmerInnen: 20 Stationsleitungen Ablauf/Inhalte: Zusammenfassung/Auswertung: Thematische Gruppenarbeiten (analog den Trainingsbausteinen) Was konnten Sie umsetzen? Wo gab es Schwierigkeiten? Wo gibt es noch Trainingsbedarf? Moderierte Auswertung der Ergebnisse Das Training wurde von allen Stationsleitungen und den PDL als sehr erfolgreich bewertet. Es wurde vereinbart, im November zwei weitere Transfertage durchzuführen, um die Nachhaltigkeit zu bewerten und ggf. weiteren Trainingsbedarf abzuleiten. Ablauf: Erfolgskontrolle (was fanden Sie an dem Projekt Positiv/ Negativ?): Positiv: hoher Praxisbezug und Trainingseffekt, Förderung des Teamgedankens der Stationsleitungen untereinander, Optimierung der Zusammenarbeit zwischen mittlerer und höherer Führungsebene Regeln für die Durchführung von Dienstbesprechungen Hilfe zur Selbsthilfe (z.b. Methode der kollegialen Beratung) sehr gute Rahmenbedingungen (Ort, Zeit, Versorgung, Abendgestaltung..) sehr gute Chemie zwischen Gruppe und Trainerin, Dokumentation: Siehe Anlagen

6 Rückblick: Welche Entwicklungen haben Sie in den? Monaten in der täglichen Arbeit wahrgenommen? Formulierter Bedarf Schlechter Gleich Wenig besser Deutlich besser Offene, konfliktfreie Kommunikation zwischen Stationsleitungen und MA (formale und informelle Strukturen) Effektive Dienstbesprechungen Mehr Delegation von Aufgaben X X X Achten auf die eigene phys. und psych. Gesundheit X

7 Anlage 1 : Trainingsprogramm: Betriebliche Gesundheitsförderung durch Personalentwicklung Bausteine Inhaltliche Schwerpunkte Datum Kommunikation bewusst gestalten (16 LE) Effektive Dienstbesprechungen (16LE) Delegation von Aufgaben als Führungsinstrument (16 LE) Formale und informelle Mitarbeitergespräche (8LE) Stressprävention und Stressmanagement (16 LE) Transfersicherung und Zusammenfassung (4 LE) Allgemeine Grundlagen der Kommunikation Komunikation von Veränderungswünschen/ Konfliktfreie Kommunikation mit verschiedenen Anspruchsgruppen Besprechungen als wichtige Form der innerbetrieblichen Kommunikation Besprechungen leiten/moderieren Von der Lust des Gebrauchtwerdens Formale Anforderungen bei der Delegation von Aufgaben Anleiten und Unterweisen - das A und O für erfolgreiches Delegieren Kontrolle im Delegationsprozess Konstruktiv Rückmeldung geben Formale und informelle Zielvereinbarungen Betriebliche und persönliche Handlungsfelder Bewusst Ja und Nein Sagen/ Strategien der Stressvermeidung Stressimmunisierungstraining (SIT) 17./18.Okt.09 Bad Salzungen 21./22.Nov.09 Bad Salzungen 21./22.Jan Febr Febr /07. März März 10 Stand

8 Anlage 2 Darstellung der Ergebnisse der Bedarfserhebung Problem Ursachen Delegation Fehlende Bereitschaft der MA Fehlende klare Struktur der Aufgabe Angst vor Misserfolg Zeitmangel Sucht nach Gebrauchtwerden Unsicherheit über formales Vorgehen beim Anleiten Unsicherheit über möglichen Handlungsspielraum Hoher Anspruch an die Qualität Dienstbesprechungen Zeitmangel, kein feststehender Turnus für DB; möglich, dass MA immer fehlen Kaum geeignete Räumlichkeiten Unterschiedliche Inhalte bzw. Themen auf den einzelnen Stationen DB läuft durch Emotionalität der MA oft aus dem Ruder Unterschiedliche Dauer auf den einzelnen Stationen Weitergabe von Informationen Weitergabe der Informationen an fehlende MA gelingt nur schwer Kleinigkeiten gehen oft unter MA sehen nicht ihre Holschuld (fehlendes Interesse an den Ergebnissen der DB Rückmeldung über Arbeitsleistung der MA Leistung ist Selbstverständlichkeit Arbeitsalltag schafft kaum Möglichkeit Unsicherheit über gute und angemessene Form des Lobens Formalisierte Gespräche machen den MA Angst Zu geringe Präsenz der Leitung (Indikator für Wertschätzung der Arbeit der MA) Durchsetzung und Kooperation Pflicht zur Umsetzung von Maßnahmen ohne eigene Überzeugung Harmoniebestreben Angst vor Einsamkeit und fehlenden Rückhalt durch unpopuläre Entscheidungen Unklarheit über angemessenes Verhältnis von Distanz und Nähe zu den MA Psych. Belastung durch Angst nicht richtig verstanden zu werden

9 Problem Ursachen Einschätzung körperlicher u. psychischer Ressourcen Falsche Rücksichtnahme, Verantwortungsbewusstsein hindert daran, Grenzen zu setzen Schlechtes Gewissen gegenüber den MA, deshalb zusätzlich Übernahme von Pflegetätigkeiten Abgrenzung der Aufgaben der Stationsleitungen noch zu wenig mit den MA kommuniziert Abschalten fällt schwer, fehlende Distanz zu beruflichen Problemen, Verhältnis von Belastung und indiv. Beanspruchung hat zuwenig Augenmerk Umgang mit der eigenen Gesundheit Belastung durch emotionale Situation mit MA ( Botschaften werden anders verstanden) Es fehlen Entspannungsrituale bzw. Möglichkeiten, Auszeiten bewusst zu gestalten Falsch genutzte Pausen Kreativität und Flexibilität Blockierung durch eingefahrene Strukturen Motivierung der MA fällt schwer Probleme beim Schnittstellenmanagement Fehlendes Gremium für Kommunikation der verschiedenen Berufsgruppen mit entsprechender Moderation

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