Arzneimitteltherapiesicherheit beim älteren Patienten

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Arzneimitteltherapiesicherheit beim älteren Patienten"

Transkript

1 PHARMAZEUTISCHE WISSENSCHAFT Dr. Constanze Schäfer MHA, Apothekerin Mülheim/Ruhr Arzneimitteltherapiesicherheit beim älteren Patienten Multimorbide ältere Patienten werden häufig von mehreren Fachärzten betreut. Fachärzte orientieren sich bei der Diagnose und Therapie ihrer Patienten an Leitlinien. Dem betreuenden Hausarzt obliegt dann oft die Aufgabe, die Therapie weiterzuführen. 8 Nicht selten sind Krankenhausaufenthalte notwendig, die dann weitere therapeutische Konsequenzen nach sich ziehen und deren Fortführung und Abschluss wegen der verkürzten Liegedauern ebenfalls in die Obhut des Hausarztes gelegt werden. Darüber hinaus möchte auch der Patient selbst noch etwas Gutes für sich tun, ein paar Vitamine und Mineralstoffe, etwas zur Stärkung des Herzens oder gegen die Schlafstörungen. Das Ergebnis ist eine überbordende Hausapotheke mit Dauer- und Bedarfsmedikation, mit einem kaum überschaubaren Risiko für Interaktionen und unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW). Zur Erhöhung der Patientensicherheit empfahl deshalb der Sachverständigenrat im Gesundheitswesen bereits 2007 die unangemessene Medikation bei älteren Patienten als Indikator für die Versorgungsqualität zu definieren [1]. Das Risikobewusstsein von Patienten über 65 Jahre, so das Ergebnis einer Versicherten-Umfrage des Wissenschaftlichen Instituts der Ortskrankenkassen (WIdO) zu Fragen der Arzneimitteltherapiesicherheit, ist unzureichend. So erwartet zwar etwa die Hälfte der Befragten, dass bei der Einnahme mehrerer Medikamente Interaktionen auftreten können, dass aber insbesondere ältere Menschen von unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) durch eine potenziell inadäquate Medikation (PIM) betroffen sind, ist nur einem Viertel bekannt. Als eine der Ursachen wird eine zu geringe Beratungsaktivität durch Ärzte und Apotheker gesehen, denn nur 40 Prozent der Patienten, die ein in der PRISCUS-Liste aufgeführtes Arzneimittel erhielten, Der typische Patient (?) Auch wenn bei zwei Dritteln der Menschen über 65 Jahre mindestens zwei chronische Erkrankungen diagnostiziert sind und mehr als ein Drittel dieser Altersgruppe neun Wirkstoffe [5], 20 Prozent sogar mehr als 13 Wirkstoffe [6] als Dauertherapie verordnet bekommen, ist damit der typische multimorbid-geriatrische Patient allein nicht beschrieben, da die damit verbundenen individuellen Einschränkungen stark variieren. Dies ist zur Beurteilung der Gesamtsituation eines Patienten auch im Hinblick auf Fragen der individuellen Präferenzsetzung innerhalb der Therapie von Bedeutung. Als geriatrietypische Multimorbidität [7] ist definiert, wenn gleichzeitig mindestens zwei der folgenden Kriterien erfüllt sind: 1. Immobilität 2. Sturzneigung und Schwindel 3. kognitive Defizite 4. Inkontinenz 5. Dekubitalulzera 6. Fehl- und Mangelernährung 7. Störungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt 8. Depression, Angststörung 9. chronische Schmerzen 10. Sensibilitätsstörungen 11. herabgesetzte Belastbarkeit 12. starke Seh- oder Hörbehinderung 13. Medikationsprobleme 14. hohes Komplikationsrisiko wurden dazu von ihrem Hausarzt beraten, nur gut 16 Prozent bei der Abgabe des Präparates in der Apotheke. Je ein Viertel der Patienten konnte sich nicht erinnern, der Rest gab an, keine Beratung oder Information dazu erhalten zu haben. Auch wenn erfreulicherweise nur bei 84 der Befragten ein als potenziell inadäquat eingestuftes Arzneimittel verordnet wurde, ist die Beratungshäufigkeit gering [2]. Nach aktuellen Zahlen aus Nordrhein-Westfalen werden in dortigen Krankenhäusern jährlich rund Todesfälle auf Arzneimitteltherapieprobleme zurückgeführt. Die NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens begrüßt deshalb Aktivitäten zu Medikationsplänen [3]. Auch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe forciert mit dem e-health- Gesetz die Weiterentwicklung der elektronischen Gesundheitskarte [4], um die Arzneimitteltherapiesicherheit von polypharmakotherapierten Patienten zu erhöhen. Das Nierenleistungsrisiko Unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) sind häufig die Folge von einer Überdosierung einzelner Wirkstoffe, da die nachlassende Nierenleistung, die sich zum Teil bis zur Niereninsuffizienz steigern kann (s. Tabelle 1), unzureichend berücksichtigt wird. Eine nachlassende Nierenleistung führt nicht selten zur Kumulation von Wirkstoffen oder ihren Abbauprodukten im Körper. Deshalb muss bei nachlassender Nierenleistung eine individuelle Dosisanpassung (s. u.) erfolgen. Man orientiert sich dabei am extrarenal ausgeschiedenen bioverfügbaren Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion, der mit dem Q 0 -Wert zwischen 1 und 0 angegeben wird, wobei ein hoher Q0-Wert für eine geringe und ein niedriger für eine hohe renale Elimination spricht. Je höher der Anteil der renalen Elimination ist, desto wichtiger ist die individuelle Dosisanpassung. Beispiele [8] für notwendige Dosisanpassungen sind: Ramipril (Prodrug), dessen aktiver Metabolit Ramiprilat bei der Dosisanpassung mit einem Q 0 -Wert von 0,15 berücksichtigt wird, Triamteren, dessen aktiver Metabolit p-hydroxy-triamterensulfatester in zehnmal höherer Konzentration verfügbar ist, so dass es insgesamt zu einer verlangsamten Ausscheidung kommt, die beide mit Q 0 von 0,7 berücksichtigt werden oder Paroxetin, dessen inaktiver Metabolit vermutlich den Abbau von Paroxetin hemmt und dieser Wirkstoff trotz seines hohen Q 0 -Wertes von 0,95 im Fall einer Niereninsuffizienz individuell dosiert werden sollte. Um eine individualisierte Dosisanpassung durchführen zu können, wird zunächst die Nierenleistung anhand der Kreatinin-Clearance Stadium GFR (ml x min -1 x [1,73 m 2 ] -1 ) < 15 Nierenerkrankung gesund milde Funktionseinschränkung mittelgradige Insuffizienz hochgradige Insuffizienz terminales Nierenversagen Tabelle 1: Stadien der Einschränkung der Nierenleistung [9]

2 Zertifizierte Fortbildung (CRCL), alternativ der glomerulären Filtrationsrate (GFR) berechnet. Die CRCL berücksichtigt sowohl die glomeruläre als auch die tubuläre Kreatinin-Ausscheidung, sodass die Werte über der tatsächlichen GFR liegen. Dies kann vor allem bei Patienten über 70 Jahre Dosisanpassungsprobleme nach sich ziehen (zu den verschiedenen Berechnungsmöglichkeiten vgl. [10]); an dieser Stelle soll jedoch nur auf die Formel nach Cockgroft und Gault zur Berechnung der CRCL Bezug genommen werden. Die Formel lautet: Mann CRCL = (140-Alter) x KG / (72 x Serumkreatinin) Frau CRCL = (140-Alter) x KG x 0,85 / (72 x Serumkreatinin) KG = Körpergewicht in kg CRCL = Kreatininclearance Bei adipösen Patienten bleibt so das überschüssige Fettgewebe bei der Dosisfindung unberücksichtigt. Deshalb wird in diesen Fällen zur Berechnung der benötigten Dosis das individuelle Körpergewicht (IGK) zugrunde gelegt. Die Berechnung erfolgt: Frau IKG [kg] = 45,5 kg + 0,91 kg/cm x (Körpergröße [cm]) 152 cm) Mann IKG [kg] = 50 kg + 0,91 kg/cm x (Körpergröße [cm]) 152 cm) Das ermittelte Ergebnis wird in die bereits oben erwähnte Formel zur Berechnung der Kreatinin-Clearance (CLCR) nach Cockgroft und Gault für das Körpergewicht eingesetzt. Mit dem ermittelten Wert für die CLCR lässt sich dann der individuelle Korrekturfaktor wie folgt berechnen: Q = (1 - Q 0 ) x CLCL ((ml/min))/100 + Q 0 Q = individueller Korrekturfaktor Q 0 = extrarenal ausgeschiedener bioverfügbarer Dosisanteil bei normaler Nierenfunktion CLCR = Kreatininclearance Zu den Auswirkungen der nachlassenden Plasmaeiweißbildung und der damit geringeren Bindungsmöglichkeiten von Wirkstoffen mit hoher Bindungskapazität, der nachlassenden Leberclearance sei hier nur hingewiesen, ebenso auf die Veränderung der Rezeptorendichte zum Beispiel am Herz oder im ZNS (vgl. dazu z. B. [11]). Das Interaktionsrisiko Nebenwirkungen oder Unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) können nicht nur eine Folge von nachlassender Nierenleistung, sondern auch von Kontraindikationen oder einer Interaktionen sein. Besitzt der Patient einen Medikationsplan (s. dazu den Vorschlag des Aktionsbündnisses Patientensicherheit [12]) oder wird alternativ ein Brown-Bag-Review durchgeführt, lassen sich Interaktionen mit Hilfe von Datenbankrecherchen detektieren. Die Detektion dient der Beurteilung der Arzneimitteltherapiesicherheit, da sich mit jedem neuen Wirkstoff in der Therapie auch die mögliche Zahl an Interaktionen erhöht. Die potenzielle Anzahl an Interaktionen lässt sich mit der folgenden Formel berechnen [13]: potenzielle Zahl Interaktionen = [WZ x (WZ-1)]/2 WZ = Wirkstoffzahl Das Leitlinienrisiko Die hohe Zahl an verordneten Wirkstoffen und damit auch der potenziellen Interaktionen sind der Tatsache geschuldet, dass es zwar evidenzbasierte Leitlinien der Fachgesellschaften zu spezifischen Krankheitsbildern gibt, jedoch kaum Empfehlungen zu finden sind, was bei geriatrischen Patienten und Comorbiditäten vor allem alterstypischen wie Demenz, Parkinson, Krebs u.a. zu beachten ist. Aspekte wie Nieren- oder Leberinsuffizienz berücksichtigen die Leitlinien, sofern dies für die Behandlung von Relevanz ist; bei einigen Erkrankungen, z.b. die dem metabolischen Syndrom zugeordnet sind, werden in den Leitlinien die typischen Comorbiditäten berücksichtigt. Bei multimorbiden Patienten kann jedoch unter Berücksichtigung der Interaktionsrisiken nicht immer leitliniengerecht therapiert werden, sonst kommt es zu dem von Scheffler als Ergebnis einer Studie beschriebenen Effekt: Fast immer treten im Verlauf der Krankheit neue Beschwerden auf, gesellen sich weitere Krankheiten hinzu und addieren sich in Folge zusätzlicher oder neuer Krankheitsphänomene neue Medikamente zum bestehenden Regime hinzu. Auch sie werden oft nicht sorgfältig aufeinander abgestimmt, sodass sich negative Interaktionseffekte einstellen. [ ] Ebenso häufig kommt es vor, dass die neu verordneten Medikamente Nebenwirkungen hervorrufen. Nicht eben selten werden Nebenwirkungen mit weiteren Medikamenten behandelt, anstatt das Regime neu zu justieren. [14] Unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) lösen unter Umständen also Verschreibungskaskaden zur Behandlung unerwünschter Arzneimittelwirkungen (s. Tabelle 2), die als Symptome einer neuen Erkrankung oder als dem Alter geschuldet interpretiert werden, aus. Beispiele [15] für solche Verschreibungskaskaden sind: NSAR -> schlechte Blutdruckkontrolle -> Antihypertensivum Anticholinergikum -> Abnahme der Darmmotilität -> Laxans Antipsychotikum -> extrapyramidale Störungen -> Antiparkinsonpräparat. Die PIM-Chance Interaktionscheck und Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz sind zwei Säulen, um die Therapiesicherheit für ältere Patienten zu erhöhen. Die dritte Säule sind Zusammenstellungen von potenziell inadäquaten Medikamenten (PIM) für diese Zielgruppe. Angeregt durch die amerikanische Beers-Liste haben sich auch in anderen Ländern Arbeitsgruppen gefunden, die Arzneimittel, die zur Therapie älterer Menschen ungeeignet oder besonders häufig unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) auslösen, zu identifizieren und zum Teil auch Therapiealternativen vorzuschlagen (z.b. Handler [22], STOPP- und START-Liste [23], French Consensus Panel List [24]). In Deutschland steht dafür die PRISCUS-Liste [25, 26] seit 2010 zur Verfügung (zum Vergleich der PRISCUS-Liste mit Beers, STOPP- und START-Liste s. [27]). Daneben hat sich das Arzneimittelklassifikationssystem FORTA (Fit for the Aged) [28] etabliert, das anders als die PRISCUS-Liste auch die jeweilige Diagnose berücksichtigt (s. Tabelle 3). All diesen Listen ist gemeinsam, dass sie fehlende (Zulassungs-)Studien an älteren Patientenkollektiven auszugleichen versuchen. Sie führen aber nicht dazu, dass sich die Anzahl der verordneten Wirkstoffe tatsächlich reduziert. Auch wenn zu erwarten ist, dass sich bei der Auswahl altersadäquater Wirkstoffe die Zahl an unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) wegen Berücksichtigung der Kontraindikation Alter reduziert, bleibt das Interaktionsrisiko jedoch weiterhin bestehen. Durch die Berücksichtigung der Kontraindikation Alter können aber die bereits erwähnten Verschreibungskaskaden zur Behandlung nebenwirkungstypischer Syndrome (s. o.) vermieden werden. Die Anzahl der als therapiewürdig diagnostizierten Symptome und damit der verordneten Arzneimittel für ältere Patienten müsste demnach auf längere Sicht rückläufig sein. Die Multimedikations-Leitlinien-Chance Zusammengefasst zeigt sich, dass zur Beurteilung der Therapiesicherheit oder vielmehr umgekehrt des möglichen Auftretens von unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) oder Interaktionen, die ebenfalls den Therapieerfolg negativ beeinflussen, schlimmstenfalls sogar vollkommen ausschließen, eine komplexe pharmakologischphänomenologische Beurteilung für jeden Patienten mit mehr als 9

3 PHARMAZEUTISCHE WISSENSCHAFT Bezeichnung Anticholinerges Syndrom Schwindel und Stürze Parkinsonoide Erhöhung des zerebrovaskulären Risikos Beispiele für auslösende Wirkstoffe (nach [16, 17, 18, 19, 20, 21]) Antiarrhythmika (z. B. Chinidin, Ipatropiumchlorid), Neuroleptika (z. B. Haloperidol, Fluspurilen), Antihistaminika (z. B. Diphenhydramin, Clemastin), Antidepressiva (z. B. Amitryptilin, Imipramin, Doxepin), Antiemetika (z. B. Meclozin), Antiparkinsonmitteln (z. B. Biperiden) sowie Furosemid, Digitalis oder Codein Sedativa, Hypnotika, Antihypertensiva, Antiepileptika, Antidepressiva, Antidiabetika Neuroleptika ohne Clozapin und Quetipin, Antiemetika außer Domperidon, zentral wirksame Antihypertensiva, Calcium- Antagonisten, Lithium, Antiepileptika, Analgetika, Antibiotika und selektive Serotonin Reuptake Hemmer (SSRI) der ersten Generation Neuroleptika bei Demenzerkrankten Typische Symptome ZNS: Schwäche, Benommenheit; motorische Unruhe, Agitiertheit, Gedächtnisstörungen, Verwirrtheit; Ataxie, Halluzinationen, Krampfanfälle; Schock, Koma Peripherie: Mundtrockenheit; Obstipation, Miktionsstörungen, Mydriasis, Tachykardie; Schluck- und Sprechstörungen, Harnverhalt, Arrhythmie, massive Akkomodationsstörungen; paralytischer Ileus Schwindelanfälle, Stürze, z. T. auch Einschränkung kognitiver Fähigkeiten Kleinschrittigkeit, Tremor und andere an Parkinson erinnernde Symptome Schlaganfall Tabelle 2: Typische unerwünschte Arzneimittelwirkungen, die bei älteren Patienten beobachtet werden dikation für einen der Wirkstoffe dar? Sind Kreatinin-Clearance des Patienten bekannt und wurden entsprechend die Dosierungen der Wirkstoffe angepasst? Sind Interkationen zwischen den eingesetzten Wirkstoffen bekannt? Gibt es Laborwerte, die für die Beurteilung der unerwünschten Arzneimittelwirkung (UAW) relevant sind? Kann ein zeitlicher Zusammenhang zwischen der Anwendung des Wirkstoffs und dem Auftreten der unerwünschten Arzneimittelwirkung (UAW) hergestellt werden? (vgl. dazu [30]) Es sollte demnach aus therapeutischer Verantwortung und für eine möglichst hohe Patientensicherheit eine Priorisierung in der Behandlung und der Arzneimittelauswahl erfolgen [31]. Eine erste spezifünf Arzneimitteln sinnvoll wäre. Methodisch kann an diese Fragestellung unterschiedlich herangegangen werden (ein interessanter Artikel dazu mit dem Fokus Pharmakovigilanz vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte und Paul-Ehrlich-Institut (BfArM/ PEI [29]). An dieser Stelle sei nur auf einige Punkte hingewiesen, die für die Durchführung einer pharmakologisch-phänomenologischen Plausibilitätsprüfung zwingend erforderlich sind diese Angaben werden auch für die optimale Beurteilung der Meldungen von Zwischenfällen an die Arzneimittelkommission (AMK) benötigt. Welche Begleiterkrankungen hat der Patient und welche Begleitmedikation? Stellen Erkrankung oder die Begleiterkrankungen eine Kontrain- Liste aller Arzneimttel Indikationscheck evtl. Arzneimittel aussortieren Zielsetzungen der Therapien überprüfen Mortalität Verbesserung der Lebenserwartung Morbidität Verbesserung der Lebensqualität Leitfragen Patient Welche Beschwerden stehen im Vordergrund? Welche Nebenwirkungen sind intolerabel? Was soll mit der Therapie erreicht werden? Schmerzlinderung Verbesserung der Prognose Leitfrage Arzt Welche Medikation ist unentbehrlich? Welche Medikation ist zum Erreichen der Therapieziele des Patienten unentbehrlich? Ziele Höhere Lebenserwartung Funktionsfähigkeit Symptomverbesserung 10 Abbildung 1: Individuelle Präferenzierung der Therapie nach DEGAM

4 Zertifizierte Fortbildung Kategorie A Kategorie B Kategorie C Kategorie D Arzneimittel schon geprüft an älteren Patienten in größeren Studien, Nutzenbewertung eindeutig positiv Wirksamkeit bei älteren Patienten nachgewiesen, aber Einschränkungen bezüglich Sicherheit und Wirksamkeit Ungünstige Nutzen-Risiko-Relation für ältere Patienten. Erfordern genaue Beobachtung von Wirkungen und Nebenwirkungen, sind nur ausnahmsweise erfolgreich. Bei > 3 Arzneimitteln gleichzeitig als erste weglassen, Alternativen suchen Diese Arzneimittel sollten fast immer vermieden werden, Alternativen finden Tabelle 3: Forta-Klassifikationssystem Model Foto: Colourbox.de ell für die Behandlung geriatrischer Patienten ausgerichtete Leitlinie Multimedikation [32] gibt es von der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) aus dem Jahr In dieser Leitlinie werden neben den bereits beschriebenen Punkten wie Medikationsbewertung, Kontraindikations- und Interaktionscheck, Berücksichtigung der diversen Empfehlungen wie PRISCUS, STOPP/START usw. jedoch noch ohne Berücksichtigung der FORTA- Klassifikation Erstellen eines Medikationsplanes, das Schnittstellenmanagement nach einer Krankenhausentlassung, auch die individuelle Präferenzsetzung angesprochen (s. Abb. 1). Dabei steht die offene Kommunikation in gegenseitigem Vertrauen mit dem Patienten im Mittelpunkt. Neben einer sorgfältigen Anamnese zu den Symptomen, Beeinträchtigung durch die Erkrankung oder die Therapie, gefühlten Einschränkungen, aber auch bezüglich sozialer Einbettung sowie psychosozialer Aktivitäten und psychischer Belastungen müssen für die kritischen Arzneimittel auch Fragen, welche Bedeutung eine lebensverlängernde Prognose sofern diese für die betroffene Altersgruppe überhaupt evidenzbasiert besteht für den Patienten hat, gestellt werden. So kann ein Patient mit massiven Schmerzen und großen körperlichen Einschränkungen eine möglicherweise um ein Jahr verlängerte Überlebenszeit für weniger erstrebenswert halten, als eine intensive Schmerztherapie, die vielleicht sogar von einigen schwerwiegenden Nebenwirkungen begleitet ist. Last but not least, das Arzneimittel muss für den Patienten auch in einer passenden Arzneiform angeboten werden. Auch hierbei sind eine Reihe von Faktoren zu berücksichtigen (s. Tabelle 4). Zu ergänzen sind an dieser Stelle die Auswirkungen der Rabattverträge, die Personen, die sich selbst versorgen, aber auch Pfleger im ambulanten und stationären Bereich vor Probleme stellen. In einem Survey wurde erfasst, inwiefern die Einnahmetreue der Patienten durch veränderte Packungen, andere Farbe oder Form der Tablette beeinflusst wird. Die Verunsicherung der Patienten, hinsichtlich möglicher Verwechslungen oder Zuordnungen betrug bei Patienten, die lediglich ein Arzneimittel erhielten immerhin schon 53,7 Prozent, bei Patienten, die zwischen sechs und elf Präparate verordnet bekamen, etwas mehr als 70 Prozent [34]. Damit erhöht sich das Risiko eines Therapieabbruchs. Interessanterweise hängt die Therapietreue auch von den jeweiligen Arzneimitteln ab, so beträgt sie beispielsweise 66 Prozent bei oralen Antidiabetika, 57 Prozent bei Statinen und 47 Prozent bei Prostaglandinanaloga-Augentropfen [35]. Fokus: Therapie der Herzinsuffizienz Etwa zehn Prozent der Bevölkerung über 80 Jahre leidet an einer Körperliche Einschränkungen eingeschränkte Sehleistung eingeschränkte Motorik der Hände Demenz Applikationseinschränkungen Schluckstörungen Magensonde/ Dünndarmsonde Stomaversorgung Soziales Umfeld des Patienten Lebt alleine/mit Partner/in im familiären Umfeld Ambulanter Pflegedienst o. ä. kümmert sich um Arzneimittelversorgung Stationäre Pflege Tabelle 4: Wichtige Kriterien, die bei der Auswahl der Arzneiform zu berücksichtigen sind (vgl. dazu u.a. [33]) Herzinsuffizienz, viele der Patienten sind multimorbid und das Mortalitätsrisiko liegt unabhängig vom Schweregrad nach den Kriterien der NYHA von I bis IV [36] eingeteilt bei 50 Prozent innerhalb von fünf Jahren [37]. Wegen der ausgeprägten Atemnot-Symptomatik liegt der Schwerpunkt der Behandlung eher auf der Verbesserung der Lebensqualität. So sind Therapien, die die Symptome der Herzinsuffizienz verstärken bei der individuellen Präferenzierung auf den Prüfstand zu stellen. Zur Behandlung werden Diuretika, ACE-Hemmer oder Angiotensin-Rezeptor-Antagonisten, Betablocker, Mineralokortikoidantagonisten und Digitalispräparate eingesetzt. Die Arzneimitteltherapie erfolgt nach der Nationalen Versorgungsleitlinie Chronische Herzinsuffizienz in Abhängigkeit des Schweregrades (s. dazu [38]). Am Beispiel von einigen Wirkstoff(grupp)en zur Behandlung der Herzinsuffizienz soll im Folgenden aufgezeigt werden, welche spezifischen Probleme in der Therapie von älteren Patienten zum Tragen kommen können. Die Therapie mit Herzglykosiden wird demnach sowohl von PRISCUS, Beers, FORTA als auch START/STOPP als kritisch eingestuft. Spironolacton wird bei deutlich reduzierter Nierenleistung von den Experten der Beers- und FORTA-Gruppe als nicht mehr indiziert angesehen und zudem deutlich auf das Risiko einer Hyperkaliämie aufmerksam gemacht. START/STOPP beurteilt bei Patienten mit Gichtanamnese den Verzicht auf Thiaziddiuretika als empfehlenswert, auch bei Schleifendiuretika wird die Evidenz der Wirkung bei Ödemen an den Fußknöcheln als nicht ausreichend angesehen in der Liste wird sogar auf den möglicherweise besseren Effekt von Kompressionsstrümpfen hingewiesen. FORTA klassifiziert die Diuretika mit B, während die anderen Listen keine Empfehlung dazu abgeben. ACE-Hemmer und Betablocker bleiben somit durchweg bei allen Listen Therapeutika der ersten Wahl, wenn auch FORTA auf die Problematik des Reizhustens beim Einsatz von ACE-Hemmern und die Problematik der poor Metaboliezer beim Metoprolol hinweist. Wichtig bei der Behandlung dieser Patientengruppe ist so weit möglich vor allem der Verzicht auf Pioglitazon und Rosiglitazon zur Behandlung des Diabetes mellitus, die Antirheumatika CO-2-Hemmer und NSAR sowie Corticoide, die allesamt einen Einfluss auf die Wasser- und Salzretention haben. Die Behandlung von chronischen Schmerzen oder rheumatischen Beschwerden kann deshalb nur kurzzeitig oder mit dem Risiko einer weiteren Verschlechterung der Herzinsuffizienz erfolgen. Calciumkanalblocker, wie z.b. Nifedipin, Antiarrhythmika außer Amiodaron, sowie Diltiazem und Verapamil gelten wegen ihrer negativ inotropen Wirkung bei bestehender Herzinsuffizienz ebenfalls als kontraindiziert. Trizyklische Antidepressiva (insbesondere Amitryptilin und Nortryptilin), die QT-Zeitverlängerungen auslösen können, sind kontraindiziert. Für die Behandlung von Depressionen, die auch eine Folge der Herzinsuffizienz sein können, stehen mit einer Klassifizierung von B nach FORTA die SSRI Citalopram, Escitalopram und Sertralin zur Verfügung, in der Beers-Liste sind diese Empfehlungen nicht berücksichtigt, nach PRISCUS sind SSRI außer Fluoxetin und Citalopram mit einer Maximaldosis von 20 mg als mögliche therapeutische Optionen genannt. Größte Vorsicht ist bei bestehender Herzinsuffizienz auch bei der Anwendung von Phosphodiesterase-Hemmern, Carbamazepin, und Alphablockern (z. B. Doxazosin, Prazosin und Terazosin) geboten [44]. 11

5 PHARMAZEUTISCHE WISSENSCHAFT Wirkstoff PRISCUS [39] STOPP/START [40] Beers [40] FORTA [42, 43] ACE-Hemmer/ Angiotensin-Rezeptor-Antagonisten START x A nach längerer Therapiedauer bei ACE-Hemmern oft anhaltender Husten Betablocker A (sehr hohes Alter B) Metoprolol wird über CYP 2D6 metabolisiert 5-10 % der Europäer -> poor Metabolizer Besondere Vorsicht wegen Erhöhung des Sturzrisikos Thiaziddiuretika (nur bei CRCL > 3mL/ min wirksam) Schleifendiuretika STOPP x Bei Gichtpatienten (auch in der Krankheitsgeschichte) vermeiden STOPP x B Bei leichter und mittelgradiger Form der Herzinsuffizienz und bei chronischer Herzinsuffizienz keine Evidenz für Wirksamkeit bei Herzinsuffizienz Aldosteronantagonisten: Spironolacton bei Patienten mit CRCL < 30mL/min bei Herzinsuffizienz erhöhtes Risiko für Hyperkaliämie im Vgl. zu anderen Patienten bei Dosen > 25 mg/d B Hyperkaliämie-Risiko bei gleichzeitiger Therapie mit ACE-Hemmer; besondere Vorsicht bei Niereninsuffizienz Herzglykoside Erhöhte Glykosidempfindlichkeit, Frauen > Männer Erhöhtes Sturzrisiko Erhöhtes Toxizitätsrisiko KI Niereninsuffizienz, Hypothyreose, Elektrolytstörungen, kardiale Erkrankungen bei Herzinsuffizienz Diuretika, ACE-Hemmer usw. Möglicherweise Digitoxin geringere Toxizitätsrate > 125 μg/d bei gleichzeitiger Niereninsuffizienz (GFR < 50 ml/min) höhere Dosen (> 0,125 μg/d) führen nicht zu einer Verbesserung, dafür steigt das Intoxikationsrisiko C Erhöhte Toxizität bei chronischer Nierenerkrankung Tabelle 5: Check auf potenziell inadäquate Medikation Übersicht, ob der jeweilige Wirkstoff (Wirkstoffgruppe) in ausgewählten Empfehlungslisten für ältere Menschen berücksichtigt wird (x = inadäquat, ABCD bei FORTA, KI = Kontraindikation) 12 Ein weiteres großes Risiko stellt bei einer Herzinsuffizienz im fortgeschrittenen Stadium eine unzureichende Energiezufuhr dar. Zur Deckung des Grundumsatzes benötigen diese Patienten eine zwischen 25 und 100 Prozent erhöhte Energiezufuhr, um einer Mangelernährung vorzubeugen [45]. Als Instrument zur Beurteilung des Ernährungsstatus wird die Kurzform des Mininutritional Assessments (MNA) als Standard empfohlen [46]. Folgt man den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) bezüglich der Präferenzierung kann deshalb aus Sicht des Patienten zum Erhalt seiner ohnehin schon eingeschränkten Funktionsfähigkeit und der allgemeinen Symptomverbesserung die Verordnung von hochkalorischer Trinknahrung als Ergänzungskost eine für ihn wichtige Maßnahme sein, unabhängig davon, ob sich auch seine Mortalitätsprognose dadurch bessert. Ein weiteres Problem, dass Herzinsuffizienzpatienten massiv belastet, sind Schlafstörungen. Allerdings belegt eine japanische Studie, das die Einnahme von Benzodiazepinen bei Herzinsuffizienzpatienten mit erhaltener Auswurffraktion das Risiko für eine kardiovaskuläre Komplikation um das Achtfache steigert. Als mögliche Ursache wird diskutiert, dass die bereits bestehende Schlafapnoe durch die

6 Zertifizierte Fortbildung Relaxation der Muskeln durch Benzodiazepine verstärkt wird. Empfohlen wird auf jeden Fall Herzinsuffizienzpatienten unter Benzodiazepinen hinsichtlich kardiovaskulärer Verschlechterungen engmaschig zu beobachten [47]. Inwiefern diese Ergebnisse auch auf die Z-Substanzen übertragbar sind, bleibt abzuwarten. In diesem Fall müsste nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) zwischen einem erhöhten Sterberisiko, dafür aber einer allgemeinen Symptomverbesserung, die für den Patienten prioritär sein kann, abgewogen werden. Zusammenfassung Die Arzneimitteltherapie älterer und multimorbider Patienten stellen den Arzt, den Patienten und unter Umständen auch die ihn Versorgenden, sowie die beratende Apotheke vor große Herausforderungen. Neben der Überprüfung von Kontraindikationen, dem Ausschluss von Doppelverordnungen, dem Austausch potenziell inadäquater Medikamente gegen besser verträgliche, der Recherche nach möglichen Interaktionen der verordneten Wirkstoffe und der sich daran anschließenden Dosisanpassung im Fall einer Niereninsuffizienz, muss beim Neuauftreten von Symptomen die Möglichkeit einer unerwünschten Arzneimittelwirkung (UAW) in Betracht gezogen werden. Hier kommen die von der Arzneimittelkommission (AMK) empfohlenen Instrumente zur Durchführung einer pharmakologisch-phänomenologischen Plausibilitätsprüfung zum Tragen. Arzneimittelinduzierte Verschreibungskaskaden lassen sich so vermeiden. Doch dies allein ist oft nicht ausreichend, um die individuelle Arzneimitteltherapie zu optimieren. Dazu gehört auch, wenn wegen der Anzahl der Arzneimittel die möglichen Risiken nur noch unzureichend abgeschätzt werden können und die therapeutischen Begleiterscheinungen die Adhärenz des Patienten reduzieren, sich mit einer individuellen Präferenzierung der Maßnahmen zu beschäftigen. Hierfür bietet die Hausärztliche Leitlinie Multimedikation der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) eine Hilfestellung. Conclusion/Abstract The drug therapy of older patients and those with multimorbidities are challenging for the physician, the patient and also for his or her carers and the advising pharmacy. If new symptoms are observed, the possibility of an adverse drug effect has to be considered. In that case, contraindications have to be reviewed, duplicate prescriptions excluded and potentially inappropriate medications exchanged for ones that are better tolerated. A search for interactions of prescribed drugs has to be performed. In the event of renal failure the dose needs to be adjusted. The Drug Commission (AMK) recommends tools for checking the pharmacological-phenomenological plausibility. These tools help to avoid drug-induced prescribing cascades. But this alone is often not sufficient to optimize individual drug therapy. It is necessary to prioritize the individual drug therapy because risks cannot be assessed adequately due to the large number of drugs and the varying adherence of the patient. The practice guideline "Multimedication" of the German Society of General Practice and Family Medicine (DEGAM) provides valuable support. Interessenkonflikterklärung Es bestehen keine Interessenskonflikte. Literaturverzeichnis 1 Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen. Kooperation und Verantwortung Voraussetzungen einer zielorientierten Gesundheitsversorgung. Kurzfassung. Beiträge zur Gesellschaftspolitik (BzG), Berlin, 2007, 67 2 Zok, K. Einstellungen älterer Menschen zur Arzneimitteltherapie. WIdO-monitor, 2012, 9(1), dpa: 4300 Tote durch falsche Arznei-Cocktails; Neue Ruhr Zeitung, , 1 4 Fricke A. Regierung drückt bei E-Card auf die Tube. Ärzte Zeitung online aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/gesundheitskarte/article/877070/e-health-gesetz-regierungdrueckt-e-card-tube.html (Zugriff am ). 5 Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen. Koordination und Integration Gesundheitsversorgung in einer Gesellschaft des längeren Lebens. Zusammenfassung des Gutachtens Berlin, Beiträge zur Gesellschaftspolitik (BzG), Berlin, , 7. 6 Glaeske G, Hoffmann F. Der Wettbewerb der Leitlinien bei älteren Menschen Multimorbidität und Polypharmazie als Problem. NeuroGeriatrie, 2009 (6 (3)) Borchelt M. Wichtige Aspekte der Pharmakotherapie beim geriatrischen Patienten. Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz 2005 (48) Haefeli, WE. Dosing. Heidelberg [www.dosing.de] 9 Das Nierenportal. [http://www.dgfn.eu/patienten/was-nieren-krank-macht/chronisches-nierenversagen-chronische-niereninsuffizienz.html] 10 Kaag D, Hamouda NH. Auswirkungen verschiedener Formeln zur Nierenfunktionsberechnung auf die Arzneimitteldosierung bei älteren Patienten. Krankenhauspharmazie, 2014 (3) Liekweg A, Jaehde U. Pharmakologische Besonderheiten im Alter. In: Schäfer C, Liekweg A, Eisert A (Hrsg.). Geriatrische Pharmazie. DAV, Stuttgart, 2015, Aktionsbündnis Patientensicherheit. Download Medikationsplan (Rubrik für Patienten) [http:// 13 Schlenger R. Alter und Multimorbidität als Therapierisiko. DAZ, 2002; 142; Schaeffer D, Müller-Mundt G, Haslbeck Jörg. Bewältigung komplexer Medikamentenregime bei chronischen Erkrankungen Herausforderungen aus Sicht der Gesundheitsprofessionen. Bielefeld: Veröffentlichungsreihe des Instituts für Pflegewissenschaften der Universität Bielefeld (IPW) 2007, Jaehde, Ulrich et al. Mehr Überblick trotz Polymedikation Arzneimitteltherapie im Alter. Pharmazeutische Zeitung, 2008, 153, S Estler C-J. Arzneimittel im Alter. WVG, Stuttgart Mutschler E, Geisslinger G, Kroemer HK. Arzneimttelwirkungen.WVG, Stuttgart Armour D, Cairns C (Hrsg.). Medicines in the Elderly. Pharmaceutical Press, London Zerres M. Sturz. In: Schäfer C, Liekweg A, Eisert A (Hrsg.). Geriatrische Pharmazie. DAV, Stuttgart, 2015, Csoti I, Fornadi F. Medikamentöse Interaktionen in der Parkinson-Therapie. NeuroGeriatrie, 2008 (5) arznei-telegramm. Demenz: Sterblichkeit unter allen Neuroleptika erhöht. arznei-telegramm, 2008 (39), Handler SM, Hanlon JT, Perera S, et al. Consensus List of Signals to Detect Potential Adverse Drug Reactions in Nursing Homes. The American Journal of Geriatric Pharmacotherapy, 2008 (5) Gallagher P, O Mahony D. STOPP (Screening Tool of Older Persons potentially inappropriate Prescriptions) an START (Screening Tool to Alert Doctors to right Treatment): consensus validation. International Journal of clinical Pharmacology and Therapeutics, 2008 (46) Laroche M-L, Charmes J-P, Merle L. Potentially inappropriate medications in the elderly: a French consensus panel list. European Journal of Clinical Pharmacology, 2007 (63) Holt S, Schmiedl S, Thürmann PA. Potenziell inadäquate Medikation für ältere Menschen: die PRISCUS-Liste. Dtsch Ärztebl Int, 2010 (107) Siebert S, Elkeles B, Hempel G, Kruse J. Die Priscus-Liste im Test. DAZ, 2012 (37) Kuhn-Thiel A, Wehling M. FORTA Arzneimittelklassifikationssystem für ältere Patienten. DAZ, 2012 (32) Bergner S, Claus K, Von Mallek D, Paeschke N. Pharmakovigilanz bei Älteren Herausforderungen der Kausalitätsbewertung anhand von Fallbeispielen aus der Nebenwirkungsdatenbank des BfArM. In: BfArM/PEI. Bulletin zur Arzneimittelsicherheit, 2014 (4), Baum S, Hempel G (Hrsg.). Geriatrische Pharmazie. Govi-Verlag, Eschborn, 2011, Korzilius H. Es geht nicht um den Schuldigen, sondern um Fehler im System. Deutsches Ärzteblatt, 2007 (104) A DEGAM. Hausärztliche Leitlinie Multimedikation. Version Stand [[http://www. awmf.org/leitlinien/detail/ll/ html]] 33 Goodyer, L I: Compliance, concordance and polypharmacy in the elderly. In: Armour, D; Cairns, C: Medicines in the Elderly. London, Pharmaceutical Press 2002, Gröber-Gratz D, Gulich M. Die medikamentöse Therapie in der hausärztlichen Versorgung unter dem Aspekt der Rabattverträge der Krankenkassen Patientensurvey. Z Evid Fortbild Qual Gesundheitswesen, 2010 (104) Beck T. Preise, Form und Farbe: Fallstricke zwischen Verordnung und Einnahme von Arzneimitteln. Arzneiverordnung in der Praxis, 2015 (42) American Heart Association. NYHA-Klassifikation. [http://www.heart.org/heartorg/conditions/ HeartFailure/AboutHeartFailure/Classes-of-Heart-Failure_UCM_306328_Article.jsp] 37 Wehling M. Herzinsuffizienz. In: Wehling M, Burkhardt H. Arzneitherapie für Ältere. Springer, Heidelberg, 2011, 29, Nationale Versorgungsleitlinie Chronische Herzinsuffizienz Stand 2009, Fassung August 2013, im Überarbeitung [http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/nvl-006.html] 39 Holt S, Schmiedl S, Thürmann PA. Potenziell inadäquate Medikation für ältere Menschen: die PRISCUS-Liste. Dtsch Ärztebl Int, 2010 (107) NHS. STOPP START Toolkit. Stand Februar [http://www.cumbria.nhs.uk/professionalzone/ MedicinesManagement/Guidelines/StopstartToolkit2011.pdf] 41 Beers-List in stets aktualisierter Fassung (Stand 2012) [https://www.dcri.org/trial-participation/ the-beers-list] 42 Wehling M. Herzinsuffizienz. In: Wehling M, Burkhardt H. Arzneitherapie für Ältere. Springer, Heidelberg, 2011, 38, FORTA-Liste [www.umm.uni-heidelberg.de/ag/forta/forta_liste_deutsch.pdf] 44 Hobe S von, Eisert A, Füsgen I. Chronische Herzinsuffizienz im Alter. Geriatrische Pharmazie. DAV, Stuttgart, 41, 2015, Volkert D. Ernährung im Alter. Quelle und Meyer Verlag, Wiesbaden, 1997, Kolb C. Ernährungsmanagement in Pflegeeinrichtungen. Urban & Fischer, München, 2014, Heart Failure 2014 Congress oft he European Society of Cardiology (ESC). 17. Bis , Athen, Griechenland. Setoguchi M et al. Abstract P450 [www.escardio.org/congresses/heartfailure-2014/pages/welcome.aspx] Die Autorin Dr. Constanze Schäfer MHA Dr. rer. nat. Constanze Schäfer MHA (geb. 1966); Studium der Pharmazie, Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz; 1993 Approbation; Volontariat, Govi-Verlag, Eschborn; 2008 Promotion in Pharmaziegeschichte, Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf; 2010 Abschluss Master of Health Administration (MHA), Universität Bielefeld; 2012 Zertifikat E-Learning-Moderatorin und -Gestalterin, Universität Hamburg; seit 1999 Abteilungsleiterin für den Bereich Aus- und Fortbildung bei der Apothekerkammer Nordrhein, Düsseldorf. Anschrift: Dr. Constanze Schäfer MHA, Apothekerkammer Nordrhein, Poststr. 4, Düsseldorf, 13

Der geriatrische Patient. im Spannungsfeld von. Polypharmazie, Leitlinien und Behandlungspriorisierung

Der geriatrische Patient. im Spannungsfeld von. Polypharmazie, Leitlinien und Behandlungspriorisierung Der geriatrische Patient im Spannungsfeld von Polypharmazie, Leitlinien und Behandlungspriorisierung 9. Diskussionsforum / 13. Dezember 2012 in Dortmund Dr. Friedemann Ernst Kompetenz-Centrum Geriatrie

Mehr

Pharmakovigilanz Basics und Beispiele Gemeinsame Fortbildungs- und Informationsveranstaltung von AkdÄ und AMK am 11.07.

Pharmakovigilanz Basics und Beispiele Gemeinsame Fortbildungs- und Informationsveranstaltung von AkdÄ und AMK am 11.07. Pharmakovigilanz Basics und Beispiele Gemeinsame Fortbildungs- und Informationsveranstaltung von AkdÄ und AMK am 11.07.2015 in Berlin Dr. med. Thomas Stammschulte 13. Juli 2015 Interessenkonflikte Referent

Mehr

Interaktionspotenzial bei Psychopharmaka Verordnungen

Interaktionspotenzial bei Psychopharmaka Verordnungen Interaktionspotenzial bei Psychopharmaka Verordnungen Dr. rer. nat. Christian Franken Chief Pharmacist DocMorris Dr. rer. nat. Friederike Geiss Senior Pharmacist DocMorris Ing. Bogdan Vreuls Corporate

Mehr

Sicherer verschreiben ein Beitrag zur Arzneimitteltherapiesicherheit

Sicherer verschreiben ein Beitrag zur Arzneimitteltherapiesicherheit Sicherer verschreiben ein Beitrag zur Arzneimitteltherapiesicherheit Petra A. Thürmann HELIOS Klinikum Wuppertal / Universität Witten/Herdecke Offenlegung potentieller Interessenkonflikte Beratungstätigkeit:

Mehr

Einsatz von Medikamenten bei alten Menschen

Einsatz von Medikamenten bei alten Menschen Einsatz von Medikamenten bei alten Menschen Zercur, 27.09.2013 K. Hager Zentrum für Medizin im Alter Diakoniekrankenhaus Henriettenstiftung Folgen aus den Veränderungen mit zunehmendem Alter Multimorbidität

Mehr

HELIOS Kliniken Schwerin. Fallbeispiele. Potentiell inadäquate Medikation im Alter. Lutz M. Drach. HELIOS Kliniken GmbH

HELIOS Kliniken Schwerin. Fallbeispiele. Potentiell inadäquate Medikation im Alter. Lutz M. Drach. HELIOS Kliniken GmbH HELIOS Kliniken Schwerin Fallbeispiele Potentiell inadäquate Medikation im Alter Lutz M. Drach Frau M. T. 83J. Anamnese: Alleine lebende Patientin, versorgte sich selbst, bisher keine kognitiven oder andere

Mehr

Verständnis als Voraussetzung von Handeln -

Verständnis als Voraussetzung von Handeln - Verständnis als Voraussetzung von Handeln - Die aktuelle Versorgungssituation der Demenzkranken in Deutschland Prof. Dr. H. Gutzmann Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie 1 Die

Mehr

Zwei Versorgungsstudien zur Verbesserung der Betreuung chronisch Kranker in Forschungshausarztpraxen

Zwei Versorgungsstudien zur Verbesserung der Betreuung chronisch Kranker in Forschungshausarztpraxen Zwei Versorgungsstudien zur Verbesserung der Betreuung chronisch Kranker in Forschungshausarztpraxen IQuaB: IQuaB Improving Quality by Benchmarking PRIMA: Polypharmacy: Reduction of Inappropriate Medication

Mehr

Einsatz neuer Medikamente: GLP1-Analoga & DPP4-Hemmer

Einsatz neuer Medikamente: GLP1-Analoga & DPP4-Hemmer 16. Welt Diabetes Tag an der Charité Einsatz neuer Medikamente: GLP1-Analoga & DPP4-Hemmer Lenka Bosanska Was bedeutet: GLP-1 DPP-4 Hormone des Glucosestoffwechsels Pankreas (Bauchspeicheldrüse) Insulin

Mehr

Programm Geriatrische Pharmazie

Programm Geriatrische Pharmazie Programm Geriatrische Pharmazie Freitag 01. Februar 2013 7 Stunden 9:30 Allgemeine Einführung Dörte Schröder-Dumke 9:30 bis 12:00 Einführung in die geriatrische Pharmazie Bereiche der Seniorenversorgung/Lebensumfeld

Mehr

Sturzprävention im Pflegeheim

Sturzprävention im Pflegeheim Sturzprävention im Pflegeheim Vortrag für Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen www.heimversorger.de 1 Häufigkeit von Stürzen: Zahlen und Fakten Etwa 30% der über 65-Jährigen stürzen mind. 1 x pro Jahr,

Mehr

Medikamentöse Langzeittherapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit in der hausärztlichen Praxis-Versuch einer Kosten-Nutzen-Analyse

Medikamentöse Langzeittherapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit in der hausärztlichen Praxis-Versuch einer Kosten-Nutzen-Analyse Andreas Lindenau Dr. med. Medikamentöse Langzeittherapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit in der hausärztlichen Praxis-Versuch einer Kosten-Nutzen-Analyse Geboren am 30.01.1965 in Diepholz

Mehr

Evidenzbasierte Medizin und electronic Decision Support

Evidenzbasierte Medizin und electronic Decision Support e-health KIS electronic Decision Support Grenzen und Möglichkeiten Evidenzbasierte Medizin und electronic Decision Support Wird der Computer zum Arzt? A. Sönnichsen Institut für Allgemein-, Familien- und

Mehr

Informationen zum Thema Arzneimitteldokumentation und Arzneimitteltherapiesicherheit

Informationen zum Thema Arzneimitteldokumentation und Arzneimitteltherapiesicherheit Gesundheitskarte AKTUELL Informationen zum Thema Arzneimitteldokumentation und Arzneimitteltherapiesicherheit Arzneimittel sind ein elementarer Bestandteil in der modernen medizinischen Behandlung. Bei

Mehr

Internationales Tinnitus Symposium

Internationales Tinnitus Symposium Internationales Tinnitus Symposium Samstag, 11. Dezember 2010 Anlässlich der Veröffentlichung des Buches Textbook of Tinnitus 09:00 Begrüßung J Strutz, G Hajak INTERNATIONALES TINNITUS SYMPOSIUM 2010 09:10-09:45

Mehr

Gibt es eine Palliative Geriatrie?

Gibt es eine Palliative Geriatrie? Gibt es eine Palliative Geriatrie? Oder geht es um Palliative Care in der Geriatrie? Wenn ja, wann beginnt dann Palliative Care? Oder ist Geriatrie gleich Palliative Care? Dr. med. Roland Kunz Chefarzt

Mehr

Mag.pharm Martina Anditsch ahph. Klinische Pharmazeutin Donauspital martina.anditsch@wienkav.at

Mag.pharm Martina Anditsch ahph. Klinische Pharmazeutin Donauspital martina.anditsch@wienkav.at Mag.pharm Martina Anditsch ahph Klinische Pharmazeutin Donauspital martina.anditsch@wienkav.at Patientin vergiftet- Zwei Ärzte verurteilt NöN 03/2011 Die 85-jährige Hollabrunnerin war am 14. Mai des Vorjahres

Mehr

Ausfüllanleitung. zum indikationsspezifischen Datensatz. für das strukturierte Behandlungsprogramm KHK

Ausfüllanleitung. zum indikationsspezifischen Datensatz. für das strukturierte Behandlungsprogramm KHK Ausfüllanleitung zum indikationsspezifischen Datensatz für das strukturierte Behandlungsprogramm KHK Stand der letzten Bearbeitung: 10-11-2014 Version 4.1 Anamnese- und Befunddaten Angina pectoris Bitte

Mehr

Fragebogen mit generellen Fragen zum medizinischen Kontext

Fragebogen mit generellen Fragen zum medizinischen Kontext Frühe Nutzenbewertung von Arzneimitteln Fragebogen mit generellen Fragen zum medizinischen Kontext für externe Sachverständige () 1 Allgemeine Informationen Im Rahmen des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes

Mehr

Compliance bei der Therapie chronischer Krankheiten am Beispiel der Heimbeatmungstherapie

Compliance bei der Therapie chronischer Krankheiten am Beispiel der Heimbeatmungstherapie Diplomarbeit von Dipl.-Ökonom Dan Litvan, vorgelegt am 27. August 2008, XOPA Compliance bei der Therapie chronischer Krankheiten am Beispiel der Heimbeatmungstherapie A U S Z U G 6. Zusammenfassung und

Mehr

DMP - Intensiv Seminar. Lernerfolgskontrolle

DMP - Intensiv Seminar. Lernerfolgskontrolle DMP - Intensiv Seminar Lernerfolgskontrolle A DIABETES 1. Für einen 84 jährigen Mann mit Diabetes mellitus Typ 2, Herzinsuffizienz bei Z.n. 2-maligem Myokardinfarkt, art. Hypertonie, M. Parkinson, Kachexie

Mehr

Grundsatzpapier zur Medikationsanalyse und zum Medikationsmanagement

Grundsatzpapier zur Medikationsanalyse und zum Medikationsmanagement Grundsatzpapier zur Medikationsanalyse und zum Medikationsmanagement Überblick über die verschiedenen Konzepte zur Medikationsanalyse und zum Medikationsmanagement als apothekerliche Tätigkeit Erstellt

Mehr

Versorgungsanalysen ein ganz neues Anwendungsgebiet für Data Mining im Gesundheitswesen: SAS Predictive Health and Condition Management

Versorgungsanalysen ein ganz neues Anwendungsgebiet für Data Mining im Gesundheitswesen: SAS Predictive Health and Condition Management Versorgungsanalysen ein ganz neues Anwendungsgebiet für Data Mining im Gesundheitswesen: SAS Predictive Health and Condition Management Ulrich Reincke SAS Deutschland Copyright 2010 SAS Institute Inc.

Mehr

PHV-issue: Codein for the treatment of cough or cold in paediatric patients

PHV-issue: Codein for the treatment of cough or cold in paediatric patients BASG / AGES Institut LCM Traisengasse 5, A-1200 Wien Datum: Kontakt: Abteilung: Tel. / Fax: E-Mail: Unser Zeichen: Ihr Zeichen: 27.05.2015 Mag. pharm. Dr. Ulrike Rehberger REGA +43 (0) 505 55 36258 pv-implementation@ages.at

Mehr

Einsatz von Medikamenten bei alten Menschen

Einsatz von Medikamenten bei alten Menschen Einsatz von Medikamenten bei alten Menschen Zercur, 12.10.2012 K. Hager Zentrum für Medizin im Alter Diakoniekrankenhaus Henriettenstiftung Ausgaben für Arzneimittel in Deutschland im Jahr 2007 insgesamt

Mehr

Anlage 4a Versorgungsinhalte Modul HI

Anlage 4a Versorgungsinhalte Modul HI Anlage 4a Versorgungsinhalte Modul HI zu dem Vertrag zur Durchführung des Strukturierten Behandlungsprogramms (DMP) nach 137f SGB V Koronare Herzkrankheit (KHK) zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung

Mehr

Polymedikation: Blick in eine Blackbox

Polymedikation: Blick in eine Blackbox Polymedikation: Blick in eine Blackbox Dr. med. Chrigel Marti, medix Gruppenpraxis Zürich Dr. med. Felix Huber, medix Gruppenpraxis Zürich Oliver Strehle, MedSolution AG, Zürich Jahreskongress Swiss Family

Mehr

Die unterschätzte Bedrohung: Öffentliche Wahrnehmung zur Fettleibigkeit in Europa

Die unterschätzte Bedrohung: Öffentliche Wahrnehmung zur Fettleibigkeit in Europa Die unterschätzte Bedrohung: Öffentliche Wahrnehmung zur Fettleibigkeit in Europa ZUSAMMENFASSUNG FÜR DEUTSCHLAND Durchgeführt von der unabhängigen Strategieberatung Opinium in Zusammenarbeit mit der Europäischen

Mehr

Versorgung der Patienten - Anspruch und Wirklichkeit -

Versorgung der Patienten - Anspruch und Wirklichkeit - Versorgung der Patienten - Anspruch und Wirklichkeit - Joachim Kugler Univ.-Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Lehrstuhl Gesundheitswissenschaften / Public Health Medizinische Fakultät der TU Dresden Erst das

Mehr

Gemeinsamkeit im Alter Da frag ich mal die Frau Doktor Zum Verhältnis ältere PatientInnen - Ärztin/Arzt

Gemeinsamkeit im Alter Da frag ich mal die Frau Doktor Zum Verhältnis ältere PatientInnen - Ärztin/Arzt Gemeinsamkeit im Alter Da frag ich mal die Frau Doktor Zum Verhältnis ältere PatientInnen - Ärztin/Arzt Elisabeth Bandi-Ott Institut für Hausarztmedizin, Universität Zürich 1 Übersicht 1. Definitionen

Mehr

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Gebrauchsinformation: Information für Anwender Gebrauchsinformation: Information für Anwender Vitagutt Vitamin E 670 mg, Weichkapsel Zur Anwendung bei Erwachsenen Wirkstoff: 1000 mg all-rac-alpha-tocopherolacetat (entsprechend 670 mg RRR-alpha- Tocopherol-Äquivalente).

Mehr

Arbeitskreis Pharmakotherapie der Ärztekammer Krefeld -

Arbeitskreis Pharmakotherapie der Ärztekammer Krefeld - Arbeitskreis Pharmakotherapie der Ärztekammer Krefeld - zur Prophylaxe von Thrombosen und Schlaganfällen und Therapie bei thromboembolischen Erkrankungen Ersatz für Marcumar oder Heparin? Seit 2011 werden

Mehr

Akutbehandlung und Sekundärprophylaxe der Lungenembolie zugelassen

Akutbehandlung und Sekundärprophylaxe der Lungenembolie zugelassen Als einziges der neuen oralen Antikoagulanzien: Rivaroxaban (Xarelto ) jetzt auch zur Akutbehandlung u Als einziges der neuen oralen Antikoagulanzien Rivaroxaban (Xarelto ) jetzt auch zur Akutbehandlung

Mehr

Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette.

Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette. Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette. Die gezielte Vitaminergänzung bei medikamentös behandeltem Morbus Parkinson. Schließen Sie Ihre Vitaminlücken ganz gezielt. Hinweis PARKOVIT ist

Mehr

Patienteninformation Blutverdünnung bei Vorhofflimmern

Patienteninformation Blutverdünnung bei Vorhofflimmern Patienteninformation Blutverdünnung bei Vorhofflimmern Über diese Patienteninformation Vorhofflimmern ist die häufigste Herz-Rhythmusstörung, sie tritt bei 1 2 % der Bevölkerung auf. Die Häufigkeit des

Mehr

Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl

Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl Patientenschulung bei Herzinsuffizienz internationale Ergebnisse / Vorerfahrungen - Das neue Schulungsprogramm der AG Patientenschulung der DGPR / Zentrum Patientenschulung

Mehr

Diabetes und Depression. von Dr. Andrea Benecke, Universität Mainz 10. Oktober 2013

Diabetes und Depression. von Dr. Andrea Benecke, Universität Mainz 10. Oktober 2013 Diabetes und Depression von Dr. Andrea Benecke, Universität Mainz 10. Oktober 2013 Gliederung 2 Einfluss von Stimmung auf das Wohlbefinden Was ist eine Depression? Beschwerdebild, Auftreten, Entstehung

Mehr

Rivaroxaban. Indikation. Empfehlungen zur wirtschaftlichen Verordnungsweise (1 5)

Rivaroxaban. Indikation. Empfehlungen zur wirtschaftlichen Verordnungsweise (1 5) Ausgabe 2/2013 Wirkstoff AKTUELL Gemäß internationalen Leitlinien zählen VitaminKAntagonisten wie Phenprocoumon zum Standard in Indikation Alter 75 Jahre Schlaganfall Empfehlungen zur wirtschaftlichen

Mehr

Sekundärprävention von TVT/LE

Sekundärprävention von TVT/LE Sekundärprävention von TVT/LE Sekundärprävention TVT/ LE Studienlage Rivaroxaban (Xarelto ) Dabigatranetexilat (Pradaxa ) Apixaban (Eliquis ) Edoxaban (Lixiana ) Vergleich der 4 Substanzen bezogen auf

Mehr

emedikation und Arzneimitteltherapie: Welche Prozesse können integrierte IT-Lösungen unterstützen?

emedikation und Arzneimitteltherapie: Welche Prozesse können integrierte IT-Lösungen unterstützen? Vortrag conhit 2011 emedikation und Arzneimitteltherapie: Welche Prozesse können integrierte IT-Lösungen unterstützen? Dr. Stefan Schwenzer, ID Berlin Grundlagen Warum wird emedikation wichtig? emedikation

Mehr

Neue Antikoagulantien. Innere Medizin Aus der Klinik für die Praxis

Neue Antikoagulantien. Innere Medizin Aus der Klinik für die Praxis Neue Antikoagulantien Innere Medizin Aus der Klinik für die Praxis Klinikum Traunstein Samstag, 17.11.2012 Pharmakologische Eigenschaften der Neuen Antikoagulantien ESC Working Group JACC 2012, 59 : 1413

Mehr

Morbus Bosporus. Dr. Senol Elmas Ev. Krankenhaus Weende-Göttingen Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie

Morbus Bosporus. Dr. Senol Elmas Ev. Krankenhaus Weende-Göttingen Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie Morbus Bosporus Dr. Senol Elmas Ev. Krankenhaus Weende-Göttingen Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie Inhalt Aktuelle Studien Arzt-Patienten-Verhältniss Beeinflusst ein türkischer Migrationshintergrund

Mehr

Dossierbewertung A13-38 Version 1.0 Teriflunomid Nutzenbewertung gemäß 35a SGB V 20.12.2013

Dossierbewertung A13-38 Version 1.0 Teriflunomid Nutzenbewertung gemäß 35a SGB V 20.12.2013 2 Nutzenbewertung 2.1 Kurzfassung der Nutzenbewertung Hintergrund Der G-BA hat das IQWiG mit der Nutzenbewertung des Wirkstoffs Teriflunomid gemäß 35a SGB V beauftragt. Die Bewertung erfolgte auf Basis

Mehr

Schließen Sie gezielt Vitaminlücken bei Epilepsie.

Schließen Sie gezielt Vitaminlücken bei Epilepsie. Schließen Sie gezielt Vitaminlücken bei Epilepsie. Weitere Fragen zum Thema Vitaminlücken bei Epilepsie beantworten wir Ihnen gerne: Desitin Arzneimittel GmbH Abteilung Medizin Weg beim Jäger 214 22335

Mehr

BAnz AT 11.11.2014 B1. Beschluss

BAnz AT 11.11.2014 B1. Beschluss Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über eine Änderung der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL): Anlage XII - Beschlüsse über die Nutzenbewertung von Arzneimitteln mit neuen Wirkstoffen nach 35a SGB

Mehr

Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette.

Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette. Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette. Die gezielte Vitaminergänzung bei medikamentös behandelter Epilepsie. Schließen Sie Ihre Vitaminlücken ganz gezielt. Hinweis EPIVIT ist ein ernährungsmedizinisch

Mehr

Potenziell inadäquate Medikation für ältere Menschen: Die PRISCUS-Liste

Potenziell inadäquate Medikation für ältere Menschen: Die PRISCUS-Liste ORIGINALARBEIT Potenziell inadäquate Medikation für ältere Menschen: Die PRISCUS-Liste Stefanie Holt, Sven Schmiedl, Petra A. Thürmann ZUSAMMENFASSUNG Hintergrund: Wegen eines erhöhten Risikos an unerwünschten

Mehr

Pharmastreiflichter 2013. Etzel Gysling / Peter Ritzmann Ärztekongress Arosa 2013 23. März 2013

Pharmastreiflichter 2013. Etzel Gysling / Peter Ritzmann Ärztekongress Arosa 2013 23. März 2013 Pharmastreiflichter 2013 Etzel Gysling / Peter Ritzmann Ärztekongress Arosa 2013 23. März 2013 Infomed 2013 1 ASS und Makuladegeneration: was stimmt? Es gibt keinen bekannten Zusammenhang zwischen der

Mehr

Begleitmedikation bei gefäßkranken Patienten Was ist evidenzbasiert? N. Attigah Klinischer Abend 27.07.2007 Therapieerfolg -Strenge Indikation -Akkurate OP-Technik -Konsequente Nachsorge -(Best Medical

Mehr

Verlassen Sie den Teufelskreislauf

Verlassen Sie den Teufelskreislauf Verlassen Sie den Teufelskreislauf Wir begleiten Sie! Den Teufelskreislauf verlassen: Wo ist der Ausgang? Menschen mit chronischen Schmerzen haben einen großen Leidensdruck. Ihr Alltag insbesondere ihre

Mehr

1. ÖSTERREICHISCHER PATIENTENBERICHT RHEUMATOIDE ARTHRITIS 2009

1. ÖSTERREICHISCHER PATIENTENBERICHT RHEUMATOIDE ARTHRITIS 2009 1. ÖSTERREICHISCHER PATIENTENBERICHT RHEUMATOIDE ARTHRITIS 2009 Bedürfnisse Interessen Wünsche Anliegen EINE INITIATIVE DES BUNDESMINISTERIUMS FÜR GESUNDHEIT, DES BUNDESMINISTERIUMS FÜR ARBEIT, SOZIALES,

Mehr

Lithium? Und sonstige?

Lithium? Und sonstige? Lithium? Und sonstige? Renate Schepker Pharmageld? Für Vorträge von Astra - Zeneca von Janssen-Cilag Keine Studien, keine Gremien, keine Aktien Lithium immer noch 1. Wahl in den kinder-jugendpsychiatrischen

Mehr

agnes zwei Schulungskonzept 1. Fachkonferenz Berlin, 22.10.2013

agnes zwei Schulungskonzept 1. Fachkonferenz Berlin, 22.10.2013 agnes zwei Schulungskonzept 1. Fachkonferenz Berlin, 22.10.2013 nach 219 SGB V der Vortragsschwerpunkte Was heißt agnes zwei überhaupt? Welche Rolle hat die agnes zwei Fachkraft? Welche Basis-Qualifikation

Mehr

Dschungel Psychotherapie - Antworten auf die wichtigsten Fragen

Dschungel Psychotherapie - Antworten auf die wichtigsten Fragen Dschungel Psychotherapie - Antworten auf die wichtigsten Fragen von Dr. Christine Amrhein und Fritz Propach In diesem Dossier behandeln wir u.a. folgende Themen: Was ist Psychotherapie? Was ist ein Psychotherapeut?

Mehr

Orale Antikoagulation

Orale Antikoagulation A. Plehn? Orale Antikoagulation NOAC Rivaroxaban (Xarelto) // Faktor-Xa-Hemmung Dabigatran (Pradaxa) // Faktor-IIa-Hemmung (Thrombin) Apixaban (Eliquis) // Faktor-Xa-Hemmung (Edoxaban // Faktor-Xa-Hemmung)

Mehr

Anlage 2 zum Vertrag zur Verbesserung der patientenorientierten medizinischen Versorgung in Bremen

Anlage 2 zum Vertrag zur Verbesserung der patientenorientierten medizinischen Versorgung in Bremen Anlage 2 zum Vertrag zur Verbesserung der patientenorientierten medizinischen Versorgung in Bremen zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen (nachfolgend KVHB genannt) und der Techniker Krankenkasse

Mehr

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER. Normhydral - lösliches Pulver

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER. Normhydral - lösliches Pulver GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER Normhydral - lösliches Pulver p 1/5 Wirkstoffe: Wasserfreie Glucose, Natriumchlorid, Natriumcitrat, Kaliumchlorid Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage

Mehr

Effizientere Versorgungsprozesse und mehr Lebensqualität mit Home Monitoring

Effizientere Versorgungsprozesse und mehr Lebensqualität mit Home Monitoring Effizientere Versorgungsprozesse und mehr Lebensqualität mit Home Monitoring Dr. Jens Günther leitender Arzt und Partner am Kardiologischen Centrum / Klinik Rotes Kreuz Frankfurt 17.10.2014 ehealth-konferenz

Mehr

Gesundheitsausgaben Nach Gesundheitsausgaben

Gesundheitsausgaben Nach Gesundheitsausgaben Nach Gesundheitsausgaben Ausgabenträgern, in Millionen Euro und Anteile in Prozent, 2011 Nach Ausgabenträgern, in Millionen Euro und Anteile in Prozent, 2011 Arbeitgeber 12.541 [4,3%] private Haushalte,

Mehr

V I N VerordnungsInfo Nordrhein

V I N VerordnungsInfo Nordrhein V I N VerordnungsInfo Nordrhein Vitamin-K-Antagonisten (VKA*) oder neue orale Antikoagulantien (NOAK**) bei nicht valvulärem Vorhofflimmern? Seit der Einführung der neuen oralen Antikoagulantien (NOAKs)

Mehr

Überweisung ist Vertrauenssache!

Überweisung ist Vertrauenssache! Überweisung ist Vertrauenssache! Verhaltenskodex für Überweisungsfälle zur endodontischen (Weiter-)Behandlung Erster Diskussionsentwurf der AGET Präambel Die Überweisung eines Patienten von einem Zahnarzt

Mehr

Neue (direkte) orale Antikoagulantien. (DOAKS): Wie damit umgehen? - Copyright nur zum direkten persönlichen Nachlesen bestimmt-

Neue (direkte) orale Antikoagulantien. (DOAKS): Wie damit umgehen? - Copyright nur zum direkten persönlichen Nachlesen bestimmt- Neue (direkte) orale Antikoagulantien (DOAKS): Wie damit umgehen? - Copyright nur zum direkten persönlichen Nachlesen bestimmt- vor drei Wochen im Op 67 j. Patient, Jurist, 183 cm, 79 kg latente Bluthochdruckerkrankung

Mehr

Ist geriatrische Rehabililtation wirksam?

Ist geriatrische Rehabililtation wirksam? Ist geriatrische Rehabililtation wirksam? Dr. med. Stefan Bachmann Chefarzt Rheumatologie/muskuloskelettale Rehabilitation Rehabilitationszentrum Klinik Valens Leiter Forschung Geriatrie Universität Bern

Mehr

Paola Santini. Die Therapietreue bei polypharmakologisch behandelten Geriatriepatienten. Eine qualitative Studie im Tessin.»

Paola Santini. Die Therapietreue bei polypharmakologisch behandelten Geriatriepatienten. Eine qualitative Studie im Tessin.» Paola Santini Master Public Management and Policy (PMP) Wirtschaftwissenschaftliche Fakultät und kommunikationswissenschaftliche Fakultät Universität der italienischen Schweiz, Lugano Swiss Public Administration

Mehr

Big Data und patientenindividuelle Versorgung am Beispiel der Arzneimitteltherapiesicherheit

Big Data und patientenindividuelle Versorgung am Beispiel der Arzneimitteltherapiesicherheit Big Data und patientenindividuelle Versorgung am Beispiel der Arzneimitteltherapiesicherheit Agenda Big Data big picture aus Sicht einer Krankenkasse Lernende Praxis das Modellprojekt Risiko-Radar plötzlicher

Mehr

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Gebrauchsinformation: Information für Patienten Gebrauchsinformation: Information für Patienten Esberitox -Tabletten Trockenextrakt aus einer Mischung von Lebensbaumspitzen und -blättern, Purpursonnenhutwurzel, Blassfarbener Sonnenhutwurzel und Färberhülsenwurzel

Mehr

Vorwort... V Inhalt... VII Abkürzungen... XIII

Vorwort... V Inhalt... VII Abkürzungen... XIII Inhalt VII Inhalt Vorwort.... V Inhalt...... VII Abkürzungen....... XIII A Einführung... 1 1. Interaktionen zwischen Arzneimitteln und Mikronährstoffen.... 1 1.1 Transport- und Stoffwechselwege........

Mehr

NOAC s und NOPAI s. Manfred Gütl Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin

NOAC s und NOPAI s. Manfred Gütl Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin NOAC s und NOPAI s Manfred Gütl Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin Medizinische Universität Graz, Auenbruggerplatz 2, A-8036 Graz, www.medunigraz.at NOAC s New Oral Anticoagulants DOAC s Direct

Mehr

Gutartige Vergrößerung der Prostata (BPH) - was nun?

Gutartige Vergrößerung der Prostata (BPH) - was nun? Gutartige Vergrößerung der Prostata (BPH) - was nun? Ursachen Untersuchungen Behandlungsmöglichkeiten Früher oder später trifft es fast jeden Mann: die gutartige Prostatavergrößerung, medizinisch BPH genannt.

Mehr

Information und Beratung des Patienten bei der Abgabe von Arzneimitteln Erst- und Wiederholungsverordnung

Information und Beratung des Patienten bei der Abgabe von Arzneimitteln Erst- und Wiederholungsverordnung Leitlinie Kommentar Arbeitshilfe Leitlinie der Bundesapothekerkammer zur Qualitätssicherung Information und Beratung des Patienten bei der Abgabe von Arzneimitteln Erst- und Stand der Revision: 13.11.2013

Mehr

Schweres und Schwieriges Asthma. Marisa Hübner Universitätsmedizin Mainz III.Medizinische Klinik, Schwerpunkt Pneumologie

Schweres und Schwieriges Asthma. Marisa Hübner Universitätsmedizin Mainz III.Medizinische Klinik, Schwerpunkt Pneumologie Schweres und Schwieriges Asthma Marisa Hübner Universitätsmedizin Mainz III.Medizinische Klinik, Schwerpunkt Pneumologie Late-onset Asthma Eosinophiles Asthma Schweres Asthma Th-2 dominiertes Asthma Allergisches

Mehr

3. Symposium zur Versorgungsforschung, Bern

3. Symposium zur Versorgungsforschung, Bern 3. Symposium zur Versorgungsforschung, Bern Oliver Reich, PhD, Leiter Gesundheitswissenschaften, Helsana-Gruppe, 4. November 2014 Mathias Früh, Department of Health Sciences, Helsana-Group, P.O. Box, 8081

Mehr

Empfohlene konventionelle Laxanzien. Von diesen Laxanzien rät die Leitlinie ab. Neue Ansätze: Leitlinie empfiehlt Prucaloprid.

Empfohlene konventionelle Laxanzien. Von diesen Laxanzien rät die Leitlinie ab. Neue Ansätze: Leitlinie empfiehlt Prucaloprid. 03 Mär Zusammengefasst Leitliniengerechte Therapie bei chronischer Obstipation Die chronische Obstipation ist eine behandlungsbedürftige Erkrankung. Das Therapiespektrum reicht von Allgemeinmaßnahmen wie

Mehr

E.He.R. erkannt E.He.R. versorgt

E.He.R. erkannt E.He.R. versorgt E.He.R. erkannt E.He.R. versorgt E.He.R. ist ein Projekt zur Etablierung eines Versorgungskonzeptes für Patientinnen und Patienten mit Herzinsuffizienz und Herzrhythmusstörungen in Rheinland Pfalz. Das

Mehr

Remote Patient Management beim herzinsuffizienten Patienten

Remote Patient Management beim herzinsuffizienten Patienten Remote Patient Management beim herzinsuffizienten Patienten Prof. Dr. med. Friedrich Köhler Charité-Universitätsmedizin Berlin conhit 08. Mai 2014 Chronische Herzinsuffizienz eine demographische Herausforderung

Mehr

Antikoagulation bei Niereninsuffizienz. J. Jacobi Medizinische Klinik 4, Universität Erlangen-Nürnberg

Antikoagulation bei Niereninsuffizienz. J. Jacobi Medizinische Klinik 4, Universität Erlangen-Nürnberg Antikoagulation bei Niereninsuffizienz J. Jacobi Medizinische Klinik 4, Universität Erlangen-Nürnberg das Dilemma der Nephrologen das Dilemma der Nephrologen Nierenfunktionseinschränkung regelhaft Ausschlußkriterium

Mehr

Ausdruck 1 Kuchendiagramm Drogen

Ausdruck 1 Kuchendiagramm Drogen Ausdruck 1 Kuchendiagramm Drogen 1 Ausdruck 2 Auflösung Kuchendiagramm Drogen 2 Ausdruck 3 Gebrauchsinformation Alkohol A l k o h o l Wirkstoff: Ethanol C2H5OH Arzneimittel müssen für Kinder unzugänglich

Mehr

Anlage 2 Vertrag zur Überweisungssteuerung

Anlage 2 Vertrag zur Überweisungssteuerung Anlage 2 Vertrag zur Überweisungssteuerung zum Rahmenvertrag nach 73a SGB V zur Verbesserung der patientenorientierten medizinischen Versorgung in Thüringen zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen

Mehr

Szenariotechnikin der Entwicklung von Gesundheitssystemen

Szenariotechnikin der Entwicklung von Gesundheitssystemen Szenariotechnikin der Entwicklung von Gesundheitssystemen Priv.-Doz. Dr. med. Horst Christian Vollmar, MPH 20.10.2014, Berlin PD Dr. Horst Christian Vollmar, MPH Seite 1 Zu meiner Person FA für Allgemeinmedizin,

Mehr

Inhalt Aktuelles: Gesetze... 1. Betäubungsmittelrecht... 1 Aktuelles: Arzneimittel... 4

Inhalt Aktuelles: Gesetze... 1. Betäubungsmittelrecht... 1 Aktuelles: Arzneimittel... 4 Ausgabe 5, September-Oktober 2012 APM Newsletter Neuigkeiten von Arzneimittel in der Palliativmedizin APM Inhalt Aktuelles: Gesetze... 1 Betäubungsmittelrecht... 1 Aktuelles: Arzneimittel... 4 Bisphosphonate...

Mehr

Donau-Symposium der Österreichischen Gesellschaft für Allgemeinmedizin

Donau-Symposium der Österreichischen Gesellschaft für Allgemeinmedizin Donau-Symposium der Österreichischen Gesellschaft für Allgemeinmedizin EBM, DMP und Leitlinien: Verlust der Therapiefreiheit oder Chance für die Allgemeinmedizin? A. C. Sönnichsen Institut für Allgemein-,

Mehr

MS 10 Fragen und Antworten

MS 10 Fragen und Antworten Hintergrundinformation MS 10 Fragen und Antworten Was ist MS? Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Erkrankung des Zentralen Nervensystems (ZNS), d.h. des Gehirns und des Rückenmarks. Bei der MS handelt

Mehr

Medikamenten-Verschreibungen und problematischer Gebrauch von Benzodiazepinen

Medikamenten-Verschreibungen und problematischer Gebrauch von Benzodiazepinen Medikamenten-Verschreibungen und problematischer Gebrauch von Benzodiazepinen Uwe Verthein u.verthein@uke.uni-hamburg.de Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Zentrum für Psychosoziale Medizin Zentrum

Mehr

B. PACKUNGSBEILAGE 1

B. PACKUNGSBEILAGE 1 B. PACKUNGSBEILAGE 1 GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER Vicks Vapotabs Antitussif mit Honing 7,33 mg Lutschtabletten Dextromethorphan Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch,

Mehr

Gliederung. Disease Management in Deutschland. Hintergrund I. Hintergrund II

Gliederung. Disease Management in Deutschland. Hintergrund I. Hintergrund II Gliederung Disease Management in Deutschland Dipl. oec. troph. Rebecca H. M. Deppisch, Stiftungslehrstuhl für Medizin-Management Universität Duisburg-Essen 1. Hintergrund 2. Definition Disease Management

Mehr

Welche Immuntherapeutika sind momentan bei schubförmiger Multipler Sklerose verfügbar?

Welche Immuntherapeutika sind momentan bei schubförmiger Multipler Sklerose verfügbar? Welche Immuntherapeutika sind momentan bei schubförmiger Multipler Sklerose verfügbar? Dr. med. Jutta Scheiderbauer Seit den 1990er Jahren hat sich etabliert, die schubförmige Multiple Sklerose (MS) mit

Mehr

Nierenfunktion nach Herztransplantation. Dr. Sven Teschner Transplantationszentrum Köln Innere Medizin IV - Nephrologie

Nierenfunktion nach Herztransplantation. Dr. Sven Teschner Transplantationszentrum Köln Innere Medizin IV - Nephrologie Nierenfunktion nach Herztransplantation Dr. Sven Teschner Transplantationszentrum Köln Innere Medizin IV - Nephrologie Die Funktionen der Nieren 1. Entgiftung 2. Regulation des Volumenhaushalts (Hypo-/Hypervolämie)

Mehr

Individuelle Intervention und Aufgabenteilung zwischen Hausarzt und Dementia Care Manager in der DelpHi-MV-Studie

Individuelle Intervention und Aufgabenteilung zwischen Hausarzt und Dementia Care Manager in der DelpHi-MV-Studie Individuelle Intervention und Aufgabenteilung zwischen Hausarzt und Dementia Care Manager in der DelpHi-MV-Studie Dr. Adina Dreier, M.Sc. Institut für Community Medicine, Abt. Versorgungsepidemiologie

Mehr

Wundermittel? Möglichkeiten und Grenzen der neuen Gerinnungshemmer. Christoph Schmidt Kardiale Rehabilitation und Prävention Klinik Barmelweid

Wundermittel? Möglichkeiten und Grenzen der neuen Gerinnungshemmer. Christoph Schmidt Kardiale Rehabilitation und Prävention Klinik Barmelweid Wundermittel? Möglichkeiten und Grenzen der neuen Gerinnungshemmer Christoph Schmidt Kardiale Rehabilitation und Prävention Klinik Barmelweid Wie ideal sind Vitamin-K-Antagonisten (VKA) und LMWH (low molec.

Mehr

noak Indikation, Interaktion, Dosierung, Applikation Ulrike Georgi, Zentralapotheke, 01.06.2013 www.klinikumchemnitz.de

noak Indikation, Interaktion, Dosierung, Applikation Ulrike Georgi, Zentralapotheke, 01.06.2013 www.klinikumchemnitz.de noak Indikation, Interaktion, Dosierung, Applikation Ulrike Georgi, Zentralapotheke, 01.06.2013 Agenda zelluläre Hämostase (primär) plasmatische Hämostase (sekundär) Heparin Phenprocoumon Rivaroxaban Apixaban

Mehr

Inhalt der Präsentation. Ausgangsüberlegungen zum Konzept des Berichtes. Inhalte des Gesundheitsberichts. Nationale Gesundheitsberichte

Inhalt der Präsentation. Ausgangsüberlegungen zum Konzept des Berichtes. Inhalte des Gesundheitsberichts. Nationale Gesundheitsberichte - Herausfordernde somatische und mentale Gesundheitsprobleme Prof. Dr. Katharina Meyer, MPH Inselspital, Universität Bern PCS Schweiz, Tagung 11.-12. Juni 2009, Bern Inhalt der Präsentation. Exkurs: Konzept

Mehr

Unsere Experten. und Autoren auch noch weitere Quellen genutzt. Angaben stammen von den jeweiligen Beratern bzw. Unternehmen.

Unsere Experten. und Autoren auch noch weitere Quellen genutzt. Angaben stammen von den jeweiligen Beratern bzw. Unternehmen. Medical Tribune Praxis-Handbuch Experten 271 Unsere Experten An diesem Buch haben verschiedene Experten mitgewirkt, indem sie Know-how und Material beigesteuert haben. Es sind auf die Beratung, Betreuung

Mehr

Bedeutung der frühen Nutzenbewertung auf die Versorgung von Patienten mit Diabetes

Bedeutung der frühen Nutzenbewertung auf die Versorgung von Patienten mit Diabetes Gesundheit Mobilität Bildung Bedeutung der frühen Nutzenbewertung auf die Versorgung von Patienten Hans-Holger Bleß, IGES Institut Diabetes im Dialog Berlin, 26. November 2013 IGES Institut. Ein Unternehmen

Mehr

Selbstmanagementförderung bei chronischer Krankheit im Alter

Selbstmanagementförderung bei chronischer Krankheit im Alter Selbstmanagementförderung bei chronischer Krankheit im Alter Eindrücke aus den USA und was kann man in Deutschland daraus lernen? Dr. Jörg Haslbeck Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften

Mehr

Der GKV-Arzneimittelmarkt 2014

Der GKV-Arzneimittelmarkt 2014 Gesundheit Mobilität Bildung Der GKV-Arzneimittelmarkt 2014 Bertram Häussler, IGES Institut IGES Arzneimittel-Atlas 2015 Haus der Bundespressekonferenz, 09. Juni 2015 IGES Arzneimittel-Atlas 2015 IGES

Mehr

Engagiert Erfahren Erfolgreich. Hauptversammlung 2015. Umfrage Patientenwünsche Sachsen

Engagiert Erfahren Erfolgreich. Hauptversammlung 2015. Umfrage Patientenwünsche Sachsen Engagiert Erfahren Erfolgreich Hauptversammlung 2015 Umfrage Patientenwünsche Sachsen 1 Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.v. Repräsentative telefonische Befragung in Sachsen KW 21-22 (2015)

Mehr

Nutzerprofile einer Smartphoneapplikation zur Unterstützung der Therapieadhärenz Erfahrungen aus dem inephro Projekt

Nutzerprofile einer Smartphoneapplikation zur Unterstützung der Therapieadhärenz Erfahrungen aus dem inephro Projekt Nutzerprofile einer Smartphoneapplikation zur Unterstützung der Therapieadhärenz Erfahrungen aus dem inephro Projekt Dr. med. Stefan Becker, M.B.A. Klinik für Nephrologie, Universitätsklinikum Essen Marienhospital

Mehr

5 Arzneitherapie bronchopulmonaler

5 Arzneitherapie bronchopulmonaler 5 Arzneitherapie bronchopulmonaler Erkrankungen L. Goltz 5.1 Stufentherapieschemata 5.1.1 Behandlung des Asthma bronchiale Die medikamentöse Therapie des Asthma bronchiale erfolgt nach Stufenplan entsprechend

Mehr

Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung. Erfahrungen aus Deutschland - unter besonderer Berücksichtigung medizinischer Leitlinien

Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung. Erfahrungen aus Deutschland - unter besonderer Berücksichtigung medizinischer Leitlinien Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung Erfahrungen aus Deutschland - unter besonderer Berücksichtigung medizinischer Leitlinien Prof. Dr. Günter Ollenschläger Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin,

Mehr

1. Zusatznutzen des Arzneimittels im Verhältnis zur zweckmäßigen Vergleichstherapie

1. Zusatznutzen des Arzneimittels im Verhältnis zur zweckmäßigen Vergleichstherapie Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über eine Änderung der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL): Anlage XII - Beschlüsse über die Nutzenbewertung von Arzneimitteln mit neuen Wirkstoffen nach 35a SGB

Mehr