Die Leere nach dem Vertragsabschluss mit dem ERP-Hersteller

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1 Die Leere nach dem Vertragsabschluss mit dem ERP-Hersteller Wie geht s jetzt weiter? Dr. Christian E. Riethmüller Mai 2014 Mai 2014 Die Leere nach dem Vertragsabschluss mit dem ERP-Hersteller Seite 1(13)

2 Dr. Christian E. Riethmüller, RiConsult, Künzelsau Die Leere nach dem Vertragsabschluss mit dem ERP-Hersteller Wie geht s jetzt weiter? Viele Unternehmen meinen, wenn sie erst einmal die System-Auswahl überstanden und geschafft sowie die vertraglichen Regelungen geschlossen haben, haben sie die größtmögliche Hürde genommen. Später erst offenbart sich, dass der richtige Hürdenlauf erst nach dem Vertragsabschluss beginnt. Quälende Fragen stellen sich immer wieder: War die Entscheidung für den System-Anbieter wirklich die richtige? Mit welchen Maßnahmen müssen wir jetzt beginnen? Sind die Berater in der Lage, uns zu verstehen? Sind ihnen pragmatische und trotzdem ideale Lösungen bekannt? Führen sie uns zum Ziel, oder sind wir in den entscheidenden Fragen zu Anwendung, Organisation und Prozessablauf auf uns allein gestellt? Hat der Systempartner wirklich die geforderte, sogar präsentierte Funktionalität in seinem Portfolio, oder hat er eloquent, geschickt geblufft? Berücksichtigt das Vertragswerk wirklich die notwendigen Inbetriebnahmebedingungen? Geistige Leere macht sich breit, ein Zustand, der nachvollziehbar, gar nicht selten ist, aber schnellstmöglich überwunden werden muss in Anbetracht eines erfolgreich zu absolvierenden Inbetriebnahmeprojektes. Der Anlass dieses Fachbeitrags ist die fehlende unternehmensspezifische Konzeptdarlegung, wie ein Unternehmen sicher, kostensparend, erfolgreich zur Inbetriebnahme geführt wird. Vor allem KMU und mittelständische Unternehmen bedürfen eines spezifischen roten Fadens. Häufig fehlt dieser rote Faden: Die Berater, die die Einführung des Systems betreuen sollen, kennen weder Vertrag noch Anforderungsprofil aus der System- Ausschreibung, sie wissen auch nicht, worauf es in dem jeweiligen Projekt ankommt, welche Schwerpunkte in dem Projekt festgelegt wurden, welche Ziele durch das neue System erreicht werden sollen. Als Ergebnis droht eine 08/15- Lösung; das System läuft, die hehren, einst geplanten Zielsetzungen werden erfolgreich verdrängt. Das Projekt ist wie eine Wand gefüllter Schließfächer; hinter jedem Schließfach verbirgt sich eine neue Überraschung. Man muss nur zu verhindern versuchen, dass sich die Fächer automatisch öffnen oder durch Dritte aufgeschlossen werden. Mai 2014 Die Leere nach dem Vertragsabschluss mit dem ERP-Hersteller Seite 2(13)

3 Abb.1: Hinter jedem Schließfach verbirgt sich eine Überraschung im Inbetriebnahme-Projekt Das Customizing, nicht selten der erste Schritt in die Systemarretierung Gleich zu Beginn des Inbetriebnahme-Projektes fällt zumeist der Begriff Customizing: Mystik greift um sich. Gern werden Customizing-Arbeiten durch Berater allein ausgeführt, ohne aktiven Zugriff der Anwender auf die Parametrierung. Es wird bereits bei der Terminvereinbarung angekündigt, dass sich der Berater mit dem System zurückziehen wird, um ein anwendbares System zu generieren bzw. einzustellen. Geheimniskrämerei. Was hat sich ein Berater beim Kunden mit dem System zurückzuziehen? Hier werden die Weichen für die generelle Systemanwendung gestellt. Problematisch ist, dass Unternehmen häufig zum Zeitpunkt der Systemfestschreibung keine oder vage Kenntnisse über die eigene Anwendung im neuen System entwickelt haben und die Konsequenzen für die spätere Anwendung bzw. Anwendungsentwicklung nicht überschauen können. Und wo bleiben die Dokumentation der Systemeinstellungen und insbesondere die Interpretation der Parametereinstellungen hinsichtlich der vielleicht nunmehr eingeschränkten Wandelbarkeit des Systems in der Zukunft? Welche Parameter arretieren das System? Drei Beispiele verdeutlichen existentielle Einschränkungen in der zukünftigen Gestaltungsfreiheit von Systemen: Die Entscheidung zwischen Single- und Multisite (Intercompany) Bewertungsregeln des Umlaufvermögens Mai 2014 Die Leere nach dem Vertragsabschluss mit dem ERP-Hersteller Seite 3(13)

4 o Die Entscheidung kann hier lauten: Material Ledger 1 oder triviale Durchschnitts- 2 bzw. Standardpreisbewertung 3 Die Schrumpfung oder Expansion einer Anwendungslösung Der einzige Ausweg aus dem Einstiegscustomizing kann die Neuinstallation des Systems bedeuten das Unternehmen fängt wieder mit einem neuen System an. Der Leitfaden zur Inbetriebnahme Wenn ERP-Anbieter diesen Fachbeitrag lesen, werden sie lamentieren, dass die Inbetriebnahme sehr wohl durchstrukturiert und dokumentiert ist. In Hochglanzbroschüren könnten die Vorgehenswesen nachgelesen werden. Typische Beispiele sind: 6 Phases of an ERP Implementation Plan, Art Olsen, September 13, 2013, 7 Steps to Enterprise Resource Planning (ERP) Systems Implementation Success, By Columbus & SC24/7 Staff, , planning_erp_systems_implementation_success/erp Nine Steps to ERP Implementation Success, , 10 Steps to a Successful ERP Implementation, Posted by Marty Katz on Tue, Mar 12, 2013, Successful-ERP-Implementation 10 Steps to Blueprinting Successful ERP Projects, Jim Hoffmann, Es handelt sich um allgemeine Folgen von Arbeitsschritten, die den Bezug zu System und Unternehmen vermissen lassen; inhaltlich sind sie korrekt, aber sie bleiben an der Oberfläche, es fehlen die Tipps und Tricks. Die Unternehmen benötigen vielmehr spezielle, individuelle Rezepturen, die Kenntnis der Tricks, wie ein Anwender im weitesten Sinne mit dem System umgehen kann, um in der Inbetriebnahme erfolgreich sein zu können. Durch die Inbetriebnahmeaktivitäten wird ein Unternehmen extremen Zerreißproben ausgesetzt: Es wird ein systematisches und zielgerichtetes Arbeiten verlangt, in einem Terrain, das nicht zum Arbeitsalltag des Unternehmens gehört. Anwender klammern sich gern an Nebensächlichkeiten, die ihnen bekannt, für 1 Ein Hauptbuch, das perioden-basiert Bewegungsmengen und -werte eines Materials führt und für dieses die aktuelle Bewertung ermittelt (ggf. in unterschiedlichen Währungen) 2 Zum Beispiel gemäß 240 Abs. 4 HGB 3 Ermittlung der Herstellkosten (eigen wie fremd) über die Standardkalkulation Mai 2014 Die Leere nach dem Vertragsabschluss mit dem ERP-Hersteller Seite 4(13)

5 die Projektdurchführung aber irrelevant und hinderlich sind, der Überblick geht verloren. Abb. 2: Vor der Vertragsverhandlung - Verschießen Sie Ihre Patronen nicht zu früh Die System-Auswahl endet nicht mit den abgeschlossenen Vertragswerken, sie endet mit der Festlegung auf ein System. Das Inbetriebnahmeprojekt beginnt bereits mit den Vertragsverhandlungen, denn hier wird der Grundstein für die Inbetriebnahme gelegt. Die vertraglichen Vereinbarungen 4 Unternehmen, die vor dem Vertragsabschluss stehen, sollten darauf bestehen, dass folgende Vereinbarungen im Vertrag berücksichtigt werden: Die Berater kennen die Ausschreibungsunterlagen und daten, sind über besprochene Lösungsansätze informiert. Sie unterstützen von Anbeginn die vorgegebenen Ziele des Projektes. Ein unternehmensspezifischer Inbetriebnahme-Fahrplan ist Bestandteil des Vertrages (siehe unten). Schulungen werden auf Projektinhalte ausgerichtet. 4, ERP-Vertragsgestaltung unter der Lupe. ERP-Hersteller reklamieren die Rechte für sich, die Pflichten überlassen sie dem Auftraggeber. Partnerschaft hat oft sehr unterschiedliche Sichtweisen, Juli 2011, (#1045), software-markt das it-matchmaker e-zine, Ausgabe 08/2011 (Download unter ERP-Systeme zwischen Risiko und Erfolg. Ein Leitfaden zu Systemauswahl und -inbetriebnahme, Beuth-Verlag Berlin 2012; Riethmüller, Christian E., Risiken in der ERP-Vertragsgestaltung, Themenbereich Vertragsmanagement, ERP- Management 1/2013, 9. Jg., März 2013, S Mai 2014 Die Leere nach dem Vertragsabschluss mit dem ERP-Hersteller Seite 5(13)

6 Bei den Lizensierungsbedingungen sollte u.a. geklärt werden, wie häufig sich derselbe Anwender anmelden darf: Er sollte nur eine Lizenz belegen, unabhängig ob er parallel in Echt-, Schulungs- und Testsystem oder mehrfach im Echtsystem angemeldet ist; an seinem eigenen Rechner darf er sich vielmals im System anmelden. Zu Zeiten der Inbetriebnahme ist dies eine unabdingbare Voraussetzung, um zügig arbeiten zu können; später nach der Inbetriebnahme wird die Mehrfachanmeldung eines Anwenders notwendig sein, um die Tagesarbeit sicher und schnell ausführen zu können. Was braucht das Unternehmen? Den individuellen, spezifischen Leitfaden für die Inbetriebnahme: Tipps und Tricks Der Inbetriebnahme-Leitfaden soll den Weg in eine einfachere oder komplexere Anwendung aufzeigen. Er soll helfen, das Unternehmen zu einer möglichst umfassenden organisationsrelevanten Anwendungslösung zu führen. Dazu gehören auch Systemeinstellungen und das präparierte Customizing. Im Folgenden wird der Inhalt eines Inbetriebnahme-Leitfadens skizziert: Basis-Anforderungen Das System wird anwendungsbereit installiert. Die Anwender können sofort erste Schritte im System unternehmen. Die Testdaten der Präsentationen, des Workshops werden im Test- oder Schulungssystem zur Verfügung gestellt. Die Anwender können die Präsentationen oder den Workshop nachvollziehen. Im Testsystem ist ein durchgängiges Datenbeispiel angelegt. Alternative: Im Handbuch sind konsistente Datenbeispiele benannt. Allgemeines Regelwerk zur Inbetriebnahme des Systems Die Maxime der Inbetriebnahme Lieber 80 % der Anforderungen erfolgreich umsetzen, als zu 100 % die Inbetriebnahme abbrechen. Listung von Regelwerken Der Weg in die Strukturen der späteren Anwendung (Customizing, Parametrierung usw.) Der Weg von der Prozessualität in die Funktionalität Der Weg vom Test- zum Produktivsystem Der automatisierte Aufbau eines Test- oder Schulungssystems mit aktuellen Produktivdaten Kontierungen und ihre Abhängigkeiten Disposition und Terminierung Einlastung von Aufträgen Regeln für Form und Inhalt der Projektdurchführung Die Organisation des Arbeitens Die Erstellung eines neuen Test- und Schulungssystems auf Knopfdruck Wege der Wissensvermittlung über das neue System Wichtige Feldinterpretationen (Beispiele) Arbeitstag Mai 2014 Die Leere nach dem Vertragsabschluss mit dem ERP-Hersteller Seite 6(13)

7 Werktag Wochentag Kalenderbasis für Wiederbeschaffungs-und Durchlaufzeit Die Einrichtung des Systems Einrichten des Systems Installations-Guide Besonderheiten der Installation Veränderungen in Systemskripten Einrichtungsaufrufe von Routinen Basisdaten Auslieferung genormter Daten (z.b. Länder-, Sprach-, Währungscodes, Mengeneinheiten) Customizing und Parametrierung Die unternehmensspezifischen Einrichtungen Dokumentation der Systemeinstellungen Prüfung der Systemeinstellungen auf Konsistenz (ggf. maschinell) Variabilitätsbeschränkungen zentraler Parameterkonstellationen für die Anwendung Folgen zu spät erkannter Parametereinstellungen hinsichtlich einer Neuausrichtung des Systems Vorschlag für den Weg vom einfachen in ein komplexes System Die Datenbank Datensatzkatalog (Datenmodell) Feldnamen mit Format Feldinhaltsbeschreibung Feldausprägungen Ausprägungsabhängigkeiten (Beispiel: wenn A, dann B und nicht C) Voneinander abhängige Tabellen Offenlegung der Trigger mit Dokumentation Versteckte Automatismen zur Versorgung weiterer abhängiger Tabellen Verhinderung von Updates/Inserts in der Datenbank Offenlegung von Automatismen von Anlagen in der Datenbank, die auf der Oberfläche über Funktionen nicht unmittelbar erkennbar sind Hierzu gehört auch die Dokumentation des Bezuges zur Datenbank auf der Oberfläche mit Feldangaben wie Tabelle, Feld etc. entspricht der originären Ablage in der Datenbank. Regeln für das Befüllen von Feldern, z.b. Datum, Uhrzeit Dezimalfelder Regeln für individuelle Erweiterungen der Datenbank (Felder, Tabellen, Routinen) Anwendungen Zustand von Programmen nach ihrem Aufruf (Was macht ein Programm gerade?) Nicht löschbare Tabellensätze Hilfen, Handbücher, Funktionsbeschreibungen Güte des Handbuchs und der Funktionsbeschreibungen (Vollständigkeit, Indexierung usw.) Qualifizierte Suchfunktionen Mai 2014 Die Leere nach dem Vertragsabschluss mit dem ERP-Hersteller Seite 7(13)

8 Sprachgebrauch Qualitätsniveau für Einarbeitung und Eigenschulung Belege, Berichte und Anpassungen des Systems Belegwesen Der optimierte Weg zu 20, 30 oder mehr Belegen Belegkatalog Aufruf der Standardbelege aus den zugehörigen Funktionen heraus und aus dem Berichtsentwurf Engineering-Niveau der Datenaufbereitungs-Prozeduren Engineering-Struktur der Belege (Gleichartigkeit im Aufbau, Definitionen der Labels, Regelwerke usw.) Güte des Handbuchs (Vollständigkeit, Indexierung, Qualität für Eigenschulung usw.) Berichtswesen Adaptionen über Desktop Designer, Parametrierung/Customizing Scripting Anpassungsprogrammierung innerhalb und außerhalb des Systems Datenmigration 5 Migrations-Regelwerk Die (optimierte) Aufbereitung der Daten Migrationswege und empfehlungen (Tipps und Tricks) Belegungsregeln von Feldern (z.b. Datum mit/ohne Uhrzeit, boolsche Parameter, Indikatoren, Steuerungsparameter) Datenkatalog mit Feldbeschreibungen/-interpretationen und Belegungsvarianten Eingerichtete Migrationsumgebung Die Übertragung von Daten aus dem Test- ins Echtsystem Fest vorgegebene Reihenfolgen für die Migration der Daten aufgrund von Triggern und anderen Bedingungen Wiederholbarkeit des Migrationsablaufes Löschen und Überschreiben der Daten, Neuerzeugungspflicht eines neuen Testsystems usw. Reaktion auf Fehler bei Migrationsungereimtheiten Einrichtungsempfehlungen für besondere Anwendungen Kalkulation Instrument des Controllings Zielrichtung Bewertung Instrument der Auftragsleitstelle Zielrichtung Struktur-Analyse und Bewertung Grenzen der Funktionalität Die Entscheidung zwischen Single- oder Multi-Site (Intercompany) (interne oder gemischt mit externer Struktur) Datenredundanz Funktionale Automatismen (ggf. auch Trigger-Routinen) 5, Der Datenaufbau für den ERP-Echtbetrieb. Ein Leitfaden, November 2011, (#1049), software-markt das it-matchmaker e-zine, Ausgabe 11/2011 Mai 2014 Die Leere nach dem Vertragsabschluss mit dem ERP-Hersteller Seite 8(13)

9 Business Intelligence-Anwendungen Entscheidungsunterstützung bezüglich des Einrichtens eines Datawarehouse Konzeptunterstützung bei der Entwicklung der Auswertungsinhalte Verhinderung einer Fehlentwicklung Die Spezialanwendung: Konfiguration von Produkten Konfigurationsregelwerk (Einführung eines Konfigurators) Konzeptionelle Hilfen für den Aufbau des Regelwerks (Tipps und Tricks) Optimierte Aufbaugestaltung von Merkmalen, Ausprägungen, Regeln, Formeln, Skripten Veränderbarkeit des Regelwerks Wiederholbarkeit des Auf- bzw. Umbaus vom Regelwerk Veränderbarkeit des Regelwerks mit Bezug auf in (vor allem abgeschlossenen) Vorgängen hinterlegten Konfigurationskonstellationen Prüfroutinen von Konfigurationsabläufen ohne und mit Auftragsumgebung inkl. der Datenübergaben an Preisermittlung, Stücklisten und Arbeitsplänen Gestaltung des Aufbaus von Konfigurationseingabefenstern Tools zur Analyse, insbes. beiden Übergabeschnittstellen Kundenangebot und auftrag bezüglich Preisermittlung und Ergebnisdokumentation in Belegen, Übergabe von Kundenauftrag an die Fertigung, von der Fertigung ins Lager, von der Fertigung an die Kalkulation usw. Eine Vorgehensweise zur Inbetriebnahme des Systems 6 Maßnahmen zum Inbetriebnahmetest (Einzel-, Massentests) Die Inbetriebnahme Empfehlungen für die Arbeitsaufnahme Maßnahmen zur Realisierung der Zielvorstellungen Unterstützung bei der Realisierung und beim Nachweis von Erreichungsgraden des Zielsystems in vorgegeben Zeiträumen 7 Messgrößen des Systems System-Routinen 6, Die Checklisten für den ERP-Inbetriebnahmetermin. Wenn eine Inbetriebnahme umsichtig ausgeführt werden kann, November 2011, (#1050), software-markt das it-matchmaker e-zine, Ausgabe 11/2011 7, Kompendium für ERP-System-Auswahl und Inbetriebnahme Band I: Das Auswahlverfahren eines ERP-Systems für Produktions- und Handelsbetriebe. Die Leiden der Anwender, Remscheid 2008, S. 58 ff.;, Kompendium für ERP-System- Auswahl und Inbetriebnahme Band II: Die Inbetriebnahme eines ERP-Systems für Produktionsund Handelsbetriebe. Die Fortsetzung der Leiden der Anwender, Remscheid 2011, S. 121 Tabelle 1;, Der Nachweis des wirtschaftlichen Erfolgs von ERP-Systemen Teil I: Eine Bewertung ohne valide Messwerte führt ins Leere. Messwerte-Alarm für den Status Quo, April 2013, (#1091), software-markt das it-matchmaker e-zine, Ausgabe 05/2013; Riethmüller, Christian E., Erfolgreiche ERP-Systeme? Der Aufbau verlässlicher Daten Hürde und Bürde, Aber woran misst der Anwender Effizienz und vor allem die Effizienzsteigerung?, Mai 2013, IT Management 7/8, Juli-August 2013, S ;, Wirtschaftlichkeit =Erfolg des ERP- Einsatzes. Ein Ansatz, Effizienzsteigerungen und Effizienzverluste zu messen, Juni 2013, ERP- Management September 2013, S Mai 2014 Die Leere nach dem Vertragsabschluss mit dem ERP-Hersteller Seite 9(13)

10 Fazit Ein Inbetriebnahme-Projekt benötigt eine stabile Umgebung, Unsicherheit bei den Anwendern verhindert Innovation. Anwender dürfen nicht mit Allgemeinplätzen belastet werden, sie sind zielgerichtet auf ihre Lösungsansätze zu fokussieren. Von ihnen wird eine Mammutaufgabe verlangt; von den Beratern ist einzufordern, dass die beim Anwender immer wieder aufkommenden Selbstzweifel nachhaltig aufgelöst werden. Dazu bedarf es eines umfassenden Katalogs von Tipps und Tricks sowie Empfehlungen, wie ein System in Betrieb zu nehmen ist. Dieser Inbetriebnahme- Leitfaden stellt einen wesentlichen Kundennutzen dar, um zum Wohle des Unternehmens zur passenden Systemkonstellation zu gelangen möglichst ohne Umwege und in einem verträglichen Zeitraum. Teilbestandteile dieses Leitfadens werden in weiteren Fachbeiträgen im softwaremarkt erläutert. Der Autor freut sich, wenn Sie über Ihre Inbetriebnahme-Erfahrungen mit oder ohne Leitfaden und Inbetriebnahme Leiden in aktuellen oder durchlebten Projekten berichten; schreiben Sie an Mai 2014 Die Leere nach dem Vertragsabschluss mit dem ERP-Hersteller Seite 10(13)

11 Literaturhinweise Kompendium für ERP-System-Auswahl und Inbetriebnahme Band I: Das Auswahlverfahren eines ERP-Systems für Produktions- und Handelsbetriebe. Die Leiden der Anwender, Remscheid 2008; ISBN Kompendium für ERP-System-Auswahl und Inbetriebnahme Band II: Die Inbetriebnahme eines ERP-Systems für Produktions- und Handelsbetriebe. Die Fortsetzung der Leiden der Anwender, Remscheid 2011; ISBN ERP-Vertragsgestaltung unter der Lupe. ERP-Hersteller reklamieren die Rechte für sich, die Pflichten überlassen sie dem Auftraggeber. Partnerschaft hat oft sehr unterschiedliche Sichtweisen, Juli 2011, (#1045), software-markt das itmatchmaker e-zine, Ausgabe 08/2011 Download unter Der Datenaufbau für den ERP-Echtbetrieb. Ein Leitfaden, November 2011, (#1049), software-markt das it-matchmaker e-zine, Ausgabe 11/2011, Download unter Die Checklisten für den ERP-Inbetriebnahmetermin. Wenn eine Inbetriebnahme umsichtig ausgeführt werden kann, November 2011, (#1050), software-markt das it-matchmaker e-zine, Ausgabe 11/2011, Download unter ERP-Systeme zwischen Risiko und Erfolg. Ein Leitfaden zu Systemauswahl und -inbetriebnahme, Beuth-Verlag Berlin 2012; ISBN (als E- Book: ISBN ) Was moderne ERP-Systeme funktional bieten sollten. Wann unterhalten wir uns im ERP-Auswahlverfahren endlich nicht mehr über Basis-Funktionalität? Beispiele, über die in Zeiten moderner Software nicht zu diskutieren ist oder doch?, September 2012, (#1071), software-markt das it-matchmaker e-zine, Ausgabe 09/2012, Download unter Mai 2014 Die Leere nach dem Vertragsabschluss mit dem ERP-Hersteller Seite 11(13)

12 Risiken in der ERP-Vertragsgestaltung, Themenbereich Vertragsmanagement, ERP-Management 1/2013, 9. Jg., März 2013, S Der Nachweis des wirtschaftlichen Erfolgs von ERP-Systemen Teil I: Eine Bewertung ohne valide Messwerte führt ins Leere. Messwerte-Alarm für den Status Quo, April 2013, (#1091), software-markt das it-matchmaker e-zine, Ausgabe 05/2013, Download unter Erfolgreiche ERP-Systeme? Der Aufbau verlässlicher Daten Hürde und Bürde, Aber woran misst der Anwender Effizienz und vor allem die Effizienzsteigerung?, Mai 2013, IT Management 7/8, Juli-August 2013, S Das Riethmüller-Scoring: Zeitgemäße Eigenschaften von ERP-Systemen, ERP- Scoring-Fragebogen, aktuelle Version August 2013, Künzelsau 2013 Wirtschaftlichkeit = Erfolg des ERP-Einsatzes. Ein Ansatz, Effizienzsteigerungen und Effizienzverluste zu messen, Juni 2013, Veröffentlichung im ERP- Management September 2013, S Der Nachweis des wirtschaftlichen Erfolgs von ERP-Systemen Teil II: Messwerte-Alarm für den Umstieg auf ein neues ER-System. Neues System Keine Vergangenheit, Mai 2013, (#1099), software-markt das it-matchmaker e-zine, Ausgabe 09/2013, Download unter Fotos: Christian Riethmüller Mai 2014 Die Leere nach dem Vertragsabschluss mit dem ERP-Hersteller Seite 12(13)

13 Vitae des Autors Dr. Christian E. Riethmüller, Jahrgang 1950, studierte Betriebswirtschaftslehre an der Technischen Universität Berlin und promovierte zum Thema Dynamische Modellierung betrieblicher Systeme. Seit Ende der 70er Jahre beschäftigt er sich mit Systemauswahlverfahren. Seine Erfahrungen erstrecken sich auf Beratung in den Bereichen Controlling, Logistik, Reengineering sowie auf Konzepte und Realisierung von Automatisierungsprozessen im ERP-Umfeld. Zu seinen Projektinhalten gehören über 20 ERP-Einführungsprojekte, darunter auch einige Projekte, bei denen das bereits vorhandene ERP-System erst einem richtigen Einsatz entgegengeführt wurde. In etwa dem gleichen Umfang hat Riethmüller ERP- Auswahlverfahren begleitet. Darüber hinaus führt er Reengineering- und Sanierungs- Projekte durch, die lahmende Software wieder aktiviert. Riethmüller entwirft und realisiert Software-Komponenten, die in diesen Ausprägungen auf dem Markt nicht in Standard -Software vorzufinden sind. Das können zum Beispiel Module zum Controlling im Maschinen- und Anlagenbau, zur WIP-Ermittlung, zur Kalkulation, zur Bewertung nach IFRS/IAS und HGB oder Methoden der Verfügbarkeit und Reservierung sein. Auch die Mediation in ERP-Vertragsabschlussangelegenheiten und ERP-Audits gehören zu seinem Aufgabenumfeld. Riethmüller gilt als Vor-, Quer- und Antidenker in Sachen ERP-Auswahl, -Inbetriebnahme und Beurteilung. Im Interesse der Anwender denkt er stets laut nach, auch wenn Systemanbieter manchmal darüber verzweifeln. Die Suche nach der Komplexität ohne Komplexität, dem Komplexitätsabstellschalter, motiviert ihn jeden Tag aufs Neue. Riethmüller hat seine Erfahrungen über mehrere Semester an der Hochschule weitergegeben; in seiner Lehre zeigte er auf, dass die ERP-Welt nicht nur aus SAP besteht. Kontaktdaten: RiConsult - Künzelsau Rubensweg Künzelsau Mai 2014 Die Leere nach dem Vertragsabschluss mit dem ERP-Hersteller Seite 13(13)

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