Aufgaben, Rollen und rechtliche Aspekte in der Schülermentorenausbildungund. tätigkeit

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1 Aufgaben, Rollen und rechtliche Aspekte in der Schülermentorenausbildungund tätigkeit Dr. Matthias Molt Ref.52 Sport und Sportentwicklung Folie 1,

2 Aufgabe und Rolle Leiter einer Gruppe sein / Vorbild sein Auszug aus der Ausschreibung: - Sie müssen in der jeweiligen Sportart gute Leistungen erbringen (Sach- und Fachkompetenz), - mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern gut umgehen können (Sozialkompetenz). - Sie müssen bereit sein, nach ihrer Ausbildung bei schulischen Veranstaltungen Verantwortung zu übernehmen. (Personalkompetenz) Folie 2,

3 Aufgabe und Rolle Rechtliche Aspekte - Grundlage ist die SMV-Verordnung: Schülerinnen und Schülern kann bei schulischen Veranstaltungen Verantwortung (auch Aufsicht) übertragen werden - offene Formulierung, der Situation angepasste Auslegung erfolgt vor Ort - aber: ein Schülermentor ist kein Ersatz für den Lehrer oder den Trainer, ein Mentor ist mitverantwortlich, die Endverantwortung liegt immer bei einem Erwachsenen Folie 3,

4 Aufgabe und Rolle Rechtliche Aspekte - Idealfall: 3-teilige Halle, Lehrkraft unterrichtet in einem Drittel, in den anderen beiden Dritteln übernehmen Mentoren Schülergruppen - Schüler können durchaus alleine eine AG durchführen, die verantwortliche Lehrkraft muss aber jederzeit erreichbar sein und ggf. in kurzer Zeit zu Hilfe eilen können - seit der Einführung der Mentorenausbildung in BW wurde noch kein Lehrer zur Rechenschaft gezogen, weil er Schülern Verantwortung übertragen hat Folie 4,

5 Aufgabe und Rolle Rechtliche Aspekte - auch Schüler/innen mussten bisher nicht zur Rechenschaft gezogen werden, ggf. haftet das Land Voraussetzung hier für ist die Wahrnehmung einer - Aufsichtspflicht - Sorgfaltspflicht Zur Rechenschaft bzw. Haftung können Schülermentoren herangezogen werden, wenn sie in grob fahrlässiger oder vorsätzlicher Weise gegen diese Pflichten oder bestehende Regelungen verstoßen Folie 5,

6 Rechtliche Aspekte Aufgabe und Rolle Fahrlässig handelt, wer die erforderliche Sorgfalt außer acht lässt. Grobe Fahrlässigkeit liegt vor, wenn die erforderliche Sorgfalt in besonders schwerem Maße verletzt wurde. Vorsatz ist dann gegeben, wenn bewusst und gewollt eine Rechtsverletzung herbeigeführt wird. Folie 6,

7 Aufgabe und Rolle Handball Volleyball Schwimmen Trampolin Tanz Klettern Bouldern Handball Volleyball Schwimmen Trampolin Tanz Klettern Bouldern Folie 7,

8 Aufgabe und Rolle Speerwerfen 400 m-lauf Weitsprung Diskuswerfen Kugelstoßen Speerwerfen 400 m-lauf Weitsprung Diskuswerfen Kugelstoßen Folie 8,

9 Rechte und Pflichten Aufgabe und Rolle Durchführung von Arbeitsgemeinschaften unter Betreuung/Aufsicht einer Sportlehrkraft; Initiieren von freiwilligen Schulsportgemeinschaften Beteiligung an der Planung, Organisation, Durchführung und Auswertung von Sportwettkämpfen; Unterstützung der Kooperationsmaßnahmen Schule und Verein; Ausarbeitung eines Jahresplans für Sportveranstaltungen gemeinsam mit Lehrkräften; Beantragung einer Mentorensitzung; vertretbare Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen; Vorschlagsrecht für anzuschaffende Sportgeräte und -literatur; Informationspflicht gegenüber der betreuenden Sportlehrkraft (z.b. Beschädigung von Sportgeräten und -stätten, Unfälle, Terminänderungen); Einweisung über das Verhalten bei Unfällen und in Sicherheitsmaßnahmen (Erste-Hilfe-Kurs wird empfohlen); Möglichkeit der Eintragung der Mentorentätigkeit ins Zeugnis auf Wunsch der Schülerin/des Schülers. Folie 9,

10 Zusammenfassung Aufgabe und Rolle Mentoren sind versichert, es wird aber erwartet, dass die Mentoren mit Sorgfalt zu Werke gehen. Mögliche Gefahrenpotenziale im Vorfeld bedenken und ausschließen. Grundsätze einer Mentorentätigkeit mit zuständigem Lehrer/Übungsleiter besprechen. Mögliche konkrete Situationen und das entsprechende Verhalten im Vorfeld besprechen, Vereinbarungen treffen Folie 10,

11 Folie 11,

12 Allgemeine Fragen 1. Wie bin ich versichert? Sie sind über die Schule versichert (nachfragen) 2. Muss ich unbedingt Vereinsmitglied sein? Nein! Folie 12,

13 Allgemeine Fragen 3. Wie viele Kinder können von einem/ einer Schülermentor/in betreut werden? So viele, wie er/sie verantwortlich beaufsichtigen kann. Hängt außerdem ab von Hallengröße, Kenntnisstand, Alter und Entwicklungsstand der Kinder, Witterungsbedingungen etc.! 4. Darf ich Kinder nach Hause bringen? Ja, unter bestimmten Voraussetzungen (z.b. wenn die Eltern das Kind nicht abholen können). Dies ist aber auch mit dem zuständigen Lehrer zu klären. Folie 13,

14 Allgemeine Fragen 5. Darf ich Kinder vor dem Ende der normalen Übungsstunde nach Hause schicken? Nein, wenn sie unter 12 Jahren sind und bisher immer abgeholt wurden. Ansonsten Einzelfallentscheidung (in Absprache mit Lehrer) 6. Kann ich mich vertreten lassen, wenn ich selbst verhindert bin? Ja! Sie können sich durch eine geeignete Person vertreten lassen. Die Verfahrensweise sollte vorher mit dem zuständigen Lehrer geklärt werden. Folie 14,

15 Allgemeine Fragen 7. Welche Absprachen mit Eltern sind bei den Übungsstunden mit Kindern sinnvoll? Das Bringen und Abholen der Kinder von der Sportstätte muss geklärt werden (Zeit, Ort, Bedingungen). Kinder kommen aber in der Regel selbständig zur (Schul-) Sportstätte kommen. Folie 15,

16 Allgemeine Fragen 8. Was mache ich, wenn irgendetwas in der Sporthalle passiert? Hilfe holen (lassen) und dem aufsichtspflichtigem Lehrer Bescheid sagen. Bei schweren Unfälle muss Erste Hilfe geleistet werden und ein Rettungswagen muss (ggf. von einem Schüler) gerufen werden. 9. An wen melde ich Schadensfälle? Schadensfälle werden dem zuständigen Lehrer gemeldet, der das Weitere veranlasst (z.b. Schadenmeldung bei Versicherungsträger) Folie 16,

17 Allgemeine Fragen 1o. Kinder werden von der Sportstätte nicht abgeholt muss ich warten? Ja! Wenn dies mit den Eltern so abgesprochen wurde. Solche Situationen sollten aber im Vorfeld mit dem Lehrer besprochen werden. Im Übrigen ist ja ein Lehrer vor Ort, mit dem diese Situation klärt. Kinder kommen aber in der Regel selbständig zur (Schul-) Sportstätte. Dies gilt dann auch für den Heimweg. Folie 17,

18 Allgemeine Fragen 11. Kann ich den Ort der Übungsstunde kurzfristig verlegen? Ja, wenn ein geeigneter Platz/Wiese etc. erreichbar sind und der/die zuständige Lehrer/in informiert und in der Nähe ist. Folie 18,

19 Allgemeine Fragen 12. Was mache ich, wenn ich nicht pünktlich zur Übungsstunde erscheinen kann? den aufsichtspflichtigen Lehrer, Hausmeister o.ä. informieren 13. Was mache ich, wenn ich kurzfristig nicht kann und keine Vertretung finde? der/die Schülermentor/in muss die Verhinderung rechtzeitig dem aufsichtspflichtigen Lehrer mitteilen Folie 19,

20 Allgemeine Fragen 14. Sind Unfälle auf dem Weg zur Sportstätte versichert? Ja! 15. Wann beginnt und endet meine Aufsichtspflicht? Die Aufsichtspflicht beginnt/endet mit dem Betreten der Sportstätte bzw. am Treffpunkt Folie 20,

21 Allgemeine Fragen 16. Was muss ich beachten, wenn ich ein Kind besonders betreuen muss, weil es sich z.b. verletzt hat? Die vier Stufen der Aufsichtspflicht müssen eingehalten werden. Der/die Schülermentor/in hat die Aufsichtspflicht für alle Kinder! Hat sich ein Kind verletzt, so muss der Schülermentor/in sofort Hilfe leisten. Durch die vorsorgliche Ermahnung und Aufstellung der Regeln ( Ihr bleibt so lange auf der Bank sitzen ) kann der/die Schülermentor/in sich um das verletzte Kind kümmern. Folie 21,

22 Aufsichtspflicht = ist die Pflicht, Kinder und Jugendliche so zu beaufsichtigen, dass sie weder selbst Schaden erleiden noch irgendeinem anderen Schaden zufügen. Die vier Stufen der Aufsichtspflicht: Vorsorgliche Ermahnung Aufstellen von Geboten und Verboten Überwachung Notweniges Eingreifen Folie 22,

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