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1 Marktstudie Bildnachweis: KrulUA/iStock/Thinkstock Betriebswirtschaftliche Software Enterprise Resource Planning 11 Lösungen im Überblick

2 Betriebswirtschaftliche Software / Enterprise Resource Planning Inhaltsverzeichnis Impressum Seite 2 Warum ein ERP-System sinnvoll ist Seite 3 Die Auswahl eines ERP-Systems Seite 3 Zweck der Anbieterübersicht Seite 5 Fragebogen für die ERP-Anbieter Seite 6 APplus 6.1 Asseco Solutions AG Seite 8 Emis.ERP Karg EDV-Dienstleistungen GmbH Seite 18 ERPframe GSD GmbH Seite 28 Mitan 4T Mitan Wirtschaftssoftware AG Seite 38 NetSuite SPL Business Solution GmbH Seite 48 NOS-CEUS Warner Media GmbH Seite 58 Octoflex ERP Octoflex Software GmbH Seite 68 ProBatch / Navision Yaveon AG Seite 78 SAP Business ByDesign IBIS Prof. Thome AG Seite 88 SelectLine nasdo AG Seite 98 WinLine mesonic software Gmbh Seite 108 Glossar Seite 120 Die ebusiness-lotsen geben Hilfestellung Seite 122 Teilnehmende Institutionen und Kontaktdaten Seite 123 Impressum Verleger ebusiness-lotse Mainfranken Projektträger: Industrie- und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt K.d.ö.R. Konsortialführer: Dipl.-Ing. (FH) Oliver Freitag Mainaustraße 33-35, Würzburg Tel.: , Fax: Rechtsform: Körperschaft des öffentlichen Rechts Vertretungsberechtigte: Präsident der IHK Würzburg-Schweinfurt: Dieter Pfister Hauptgeschäftsführer der IHK Würzburg-Schweinfurt: Prof. Dr. Ralf Jahn Zuständige Aufsichtsbehörde: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie Verantwortlicher Redakteur / Herausgeber Prof. Dr. Rainer Thome, Universität Würzburg Paradeplatz 4, Würzburg Tel.: Gestaltung und Produktion FRANKFURTER FUENF Büro für Kommunikation und Gestaltung Alexander Deß, Jochen Tratz Frankfurter Straße 5, Würzburg Foto- und Bildmaterial in dieser Broschüre Das verwendete Bildmaterial auf der Titelseite stammt von Thinkstock und ist für diese Publikation lizensiert. Der Bildnachweis ist direkt am Bild angegeben. Alle weiteren Bilder sowie Abbildungen wurden entweder von den teilnehmenden Dienstleistern für diese Publikation zur Verfügung gestellt oder selbst erstellt. Nachdruck oder Vervielfältigung, Einspeisung in Datennetze oder sonstige Nutzung auf Papier oder elektronisch auch auszugsweise nur nach schrift - licher Genehmigung des Herausgebers. Alle Rechte vorbehalten. 2

3 Betriebswirtschaftliche Software / Enterprise Resource Planning Warum ein ERP-System sinnvoll ist Enterprise Resource Planning (kurz: ERP) steht für die Planung aller Unternehmensressourcen. Ein ERP- System ist eine betriebswirtschaftliche Anwendungssoftware, die Geschäftsprozesse u. a. aus den Bereichen Lagerhaltung, Vertrieb, Produktion, Einkauf, Finanzbuchhaltung, Personalwirtschaft und Kostenrechnung eines Unternehmens koordiniert und abteilungsübergreifend unterstützt. Die betriebswirtschaftlichen Funktionen werden im System entsprechend den Unternehmensbereichen in Bausteinen so genannten Modulen abgebildet. Vertrieb Im Rahmen einer so genannten Ist-Analyse werden Geschäftsprozesse häufig zunächst dokumentiert, um sich Klarheit über die praktizierten Abläufe zu verschaffen und sie für weitere Schritte und Entscheidungen nachvollziehbar beschrieben zu haben. Die eigenen Geschäftsprozesse zu erfassen, um Verbesserungs- Personalwirtschaft Finanzbuchhaltung ERP etc. Produktion Einkauf So kann das System bei Bedarf durch Einbindung zusätzlicher Software (z. B. externer Systeme) erweitert werden. Ein ERP-System hilft also bei Planung, Steuerung und Kontrolle der Aufgaben eines Unternehmens. Alle Daten, die für ein Unternehmen relevant sind wie Angaben über Finanzen, Maschinen, Material und Mitarbeiter werden in einer zentralen Datenbank redundanzfrei (also ohne Dopplungen, einmalig) gespeichert. Der Datenaustausch im Unternehmen wird somit vereinheitlicht und die Informationsverarbeitung erfolgt in Echtzeit (Just-in-Time). Dies ermöglicht eine einfache Bedienung und eine hohe Benutzerfreundlichkeit. Operative und strategische Entscheidungen können gezielt getroffen werden, Analysen lassen sich besser durchführen. Wird ein geeignetes ERP-System eingesetzt, ermöglicht es eine Senkung der Betriebskosten und/oder die Verwirklichung höherer Produktivität und Qualität. Zusätzlich bietet ein ERP-System entsprechende Potenziale zur zwischenbetrieblichen Kooperation. Dies bedeutet, dass Lieferanten und Kunden an das unternehmenseigene System angebunden werden können. Dies erleichtert wiederum die Kommunikation und verbessert die Zusammenarbeit, Bedarfe und Lagerhaltung können besser geplant und Ressourcen effektiver verteilt werden. Außerdem kann man auf Anfragen bzw. spezielle Kundenwünsche schneller reagieren. Denn durch die im System unmittelbar verfügbaren Informationen kann das Unternehmen flexibler auf verschiedene Situationen wie bspw. Auftragsänderungen reagieren. Die Auswahl eines ERP-Systems Der Auswahlprozess eines passenden ERP-Systems ist schwierig. Der Anbietermarkt ist groß und unübersichtlich. Zurzeit gibt es ca. 600 verschiedene Anbieter von ERP-Systemen. Daher ist es sinnvoll, den Auswahlprozess systematisch und strukturiert zu gestalten. Zudem reduziert ein geordnetes Vorgehen das Risiko eines Misserfolgs kurzfristig bei der Auswahl und ganz entscheidend auch langfristig beim Einsatz der Software. Projektmanagement Bei der Auswahl eines ERP-Systems ist eine gründliche Projektvorbereitung notwendig. Zunächst muss für die strategisch wichtige Aufgabenstellung Einführung eines ERP-Systems ein Projektteam bestimmt werden, das die Entscheidungen und Arbeiten vom ersten Tag an bis zur erfolgreichen Einführung begleitet. Es legt die Schritte und Bedingungen für den zeitlichen Rahmen, das Budget und die Projektziele fest. Diese Phase ist enorm wichtig, denn je genauer an dieser Stelle vorgegangen wird, desto unwahrscheinlicher sind spätere Verzögerungen oder sogar ein Scheitern des Projekts. Weiterhin muss das Projektteam die organisatorischen und methodischen Vorbereitungen treffen und festlegen, wer für welche Aufgabe zuständig ist und wie vorgegangen werden soll. Ist-Analyse 3

4 Betriebswirtschaftliche Software / Enterprise Resource Planning potenziale und Anforderungen an das System zu erkennen, ist sinnvoll. Was aber unbedingt vermieden werden sollte, ist die Fixierung der aktuell praktizierten Prozessschritte für eine spätere 1:1-Umsetzung in das ERP-System. Denn die meisten Besonderheiten im eigenen Betriebsablauf sind im Lauf der Zeit eher zufällig als spontane Lösungen entstanden und nicht als Resultat gründlicher organisatorischer Überlegungen. Individuelle Anpassungen der ERP-Software an solche speziellen Gepflogenheiten sind zeit- und kostenintensiv und sollten nur in ganz wenigen Ausnahmefällen zugelassen werden. Auch die späteren Aktualisierungen und Ausweitungen des Systems werden durch Individualprogrammierung viel aufwändiger und teurer. Grundsätzlich ist davon abzuraten, die Software aufgrund von Unternehmensanforderungen zu verändern. Vielmehr müssen die Möglichkeiten des Systems genutzt werden die eigenen Abläufe (Gewohnheiten) sollten also an die wohlüberlegten und aufeinander abgestimmten Geschäftsprozesse der Software angepasst werden. Soll-Konzeption Die Soll-Konzeption dient der Formulierung und Dokumentation der Rahmenanforderungen und Restriktionen in einem unternehmensspezifischen Lastenheft. Hierzu gehören einerseits technische Aspekte wie Betriebssysteme, Server-Anforderungen und Bedingungen für den Datenaustausch (Schnittstellen bspw. zu DATEV) sowie andererseits organisatorische Anforderungen wie die Anzahl der Arbeitsplätze und die Einbindung von Tochtergesellschaften. Die Anforderungen sollten phasenweise immer detaillierter definiert werden, angefangen bei einem groben Überblick (Grobkonzept) der Kernanforderungen über eine detailliertere Planung (Detailkonzept) bis hin zu Einzelkriterien. Dabei ist es empfehlenswert, die Anforderungen entsprechend ihrer Bedeutung (Muss-, Soll-, Kann-Anforderungen) zu gewichten, damit die Muss-Anforderungen auf jeden Fall im Standard der Systemlösung abgedeckt werden. Systemevaluation Da die Anzahl an ERP-Anbietern auf dem Markt sehr groß ist, kann nicht jedes System im Detail analysiert werden. Einen ersten Marktüberblick des breiten Angebots an ERP-Anbietern und deren Systeme verschaffen spezielle Dienstleister, Fachzeitschriften, das Internet, Marktübersichten oder Fachmessen. Diese so genannte Grobbewertung führt zu einer überschaubaren Anzahl von Systemen, die nun im Detail mit den dokumentierten Anforderungen aus dem Lastenheft verglichen werden können. Bei dieser Feinbewertung muss darauf geachtet werden, dass die ausgewählten Systeme die erforderlichen Rahmenanforderungen bereits in der Standardversion möglichst gut abdecken. Im nächsten Schritt folgt dann die Auswahlentscheidung. Nun sollten nur noch Systeme (ca. drei Anbieter) zur Auswahl stehen, deren Standardlösungen die Anforderungen bereits in hohem Maße erfüllen, eine entsprechende Brancheneignung besitzen und hinsichtlich der Kosten im gesetzten Rahmen liegen. Für eine Endauswahl ist es empfehlenswert, sich einen persönlichen Eindruck von der Funktionalität und Bedienung des Systems, anhand von Systemtests sowie des Dienstleisters zu verschaffen. Zusätzlich kann über Referenzkunden der Hersteller u. a. die Brancheneignung analysiert werden. Alle Informationen sollten in einer Gesamtbewertung zusammengetragen werden. Vergleich und Gesamtbewertung So können die Systeme untereinander verglichen und eine Entscheidung gefällt werden. Entsprechend dem weisen Ratschlag Drum prüfe, wer sich ewig bindet... sollte immer bewusst sein, dass eine spätere Trennung von einem ERP-System sehr, sehr schwierig und teuer werden kann. Die heute praktizierten Einsatzdauern liegen bei zehn bis 15 Jahren. Dienstleistersuche Angebot ERP-Systeme 600 Grobevaluation 300 Feinevaluation 8-10 Auswahlentscheidung 2-3 Der erfolgreiche Einsatz eines ERP-Systems und der daraus gewonnene Mehrwert für ein Unternehmen hängt nicht nur vom strukturierten und organisierten Auswahlprozess, der Qualität sowie der Eignung des Systems ab, sondern insbesondere auch von der Kompetenz des Herstellers bzw. des IT-Dienstleisters. Der Software-Lieferant muss ein breites Spektrum an Dienstleistungen in einem angemessenen Zeit- und Kostenrahmen abdecken. Darin sollten Beratung, Betreuung, Schulung, Hotline und Systemaktualisierungen enthalten sein. Kleine und mittelständische Unternehmen sollten dafür keine speziellen Abteilungen einrichten. Folglich besteht Bedarf an externen Dienstleistern, die das System warten, an neue Herausforderungen anpassen und gegebenenfalls rechtliche Änderungen einpflegen. Das Unternehmen wird in gewisser Weise vom Dienstleister abhängig und muss 4

5 Betriebswirtschaftliche Software / Enterprise Resource Planning daher sicher sein, dass dieser als Partner verlässlich, kompetent, zukunftssicher, stabil und langfristig überlebensfähig ist. Um das festzustellen, sollte überprüft werden, wie lange sich der Anbieter schon auf dem Markt befindet und wie viele Kunden das System bereits einsetzen. Zusätzlich ist es sinnvoll, Informationen von Referenzkunden einzuholen, beispielsweise über das Preis-Leistungs-Verhältnis, die Verlässlichkeit und die Zufriedenheit. Ebenso muss unbedingt ein persönlicher Kontakt zum Dienstleister hergestellt werden, um festzustellen, ob Sympathie und Vertrauen bestehen. Zweck der Anbieterübersicht Das Ziel dieser Anbieterübersicht ist es, kleinen und mittelständischen Unternehmen, die entweder gerade auf der Suche nach einem ERP-System sind oder in Erwägung ziehen, ein solches einzusetzen, Orientierung zu geben, welche Aspekte bei der Einführung eines entsprechenden Systems beachtet werden sollten. Bundesweit wurden zur Veranschaulichung beispielhaft elf Software-Anbieter zufällig ausgewählt. Es handelt sich hierbei um einen unbewerteten Überblick des breit gefächerten Angebots auf dem Markt. Vorgehen Um bei der Gegenüberstellung der Ergebnisse eine Einheitlichkeit zu gewährleisten, wurden im Vorfeld ein Beispielsszenario sowie ein Fragebogen 1 (siehe Seite 6) entwickelt. Anhand dieser beiden Hilfsmittel wurden drei-stündige Systempräsentationen mit den jeweiligen Dienstleistern durchgeführt. Um sich ein ganzheitliches Bild zu machen, haben die ebusiness-lotsen fast alle der teilnehmenden ERP-Anbieter an deren Standort besucht. Mit den dort erlangten Erkenntnissen sowie weiteren Recherchen wurden die Ergebnisse ausgewertet und neutral aufbereitet. Das Resultat ist die vorliegende Übersicht. Unterstützt wurde der ebusiness-lotse Mainfranken bei dieser Studie von den ebusiness-lotsen Dresden, Metropolregion Nürnberg sowie Osnabrück. 1 In Anlehnung an: Sebastian Klüpfel, Tim Mayer: Checkliste und Kriterienkatalog zur Unterstützung der Softwareauswahl in Kleinst-und Kleinbetrieben, Mai 2007 Für die Zukunft Ihres Unternehmens Unsere Aufgabe ist es, Ihnen die Augen zu öffnen, damit Sie die eigentlich unfassbare Dynamik erkennen, mit der heutige und morgige Lösungen der Informationsverarbeitung die Geschäftsgrundlage von vielen Unternehmen fundamental verändern. Plakativ gesehen, wird die eine Hälfte der Unternehmen ihr Betriebsergebnis erheblich verbessern, während die andere leidet oder sogar aufgeben muss. Nach der Erfindung des mechanischen Webstuhls (1805) hatten die Weber keine Arbeit mehr, aber heute sind mehr Menschen in dieser Branche beschäftigt als je zuvor. Mit der Entwicklung der Fotografie (1837) haben unzählige Portraitmaler ihre Aufgabe verloren, aber heute werden jeden Tag viele hundert Millionen Fotos aufgenommen. Es gibt keine Kutscher mehr, aber deutlich mehr Autofahrer; Wartungsspezialisten für Geldautomaten ersetzen Kassierer; ERP-Lösungen organisieren die Abläufe im Betrieb. Nutzen Sie die künftigen Potenziale der Informationsbereitstellung, indem Sie Ihr Unternehmen auf die neuen Möglichkeiten umstellen. Sie werden damit erfolgreich sein! (Prof. Dr. Rainer Thome, Projektleiter ebusiness-lotse Mainfranken) 5

6 Betriebswirtschaftliche Software / Enterprise Resource Planning Fragebogen für die ERP-Anbieter Der entwickelte Fragebogen deckt die Bereiche Allgemeine Rahmenbedingungen, Funktionale Abdeckung, Branchenlösung sowie Anbieterleistungen ab. Folgende Fragen wurden von den Anbietern in den einzelnen Abschnitten beantwortet: Bereich Allgemeine Rahmenbedingungen Können mehrere Personen gleichzeitig mit dem System arbeiten? Unterstützt das System länderspezifische Besonderheiten? Können Filialen und Tochtergesellschaften angebunden werden? Werden verschiedene Sprachen unterstützt? Werden verschiedene Währungen unterstützt? Welche Betriebssysteme werden unterstützt? Welche Datenbanksysteme können angebunden werden? Welche Schnittstellen sind im ERP-System vorhanden? (bspw. Microsoft Office, ebay, Online-Shops etc.) Bereich Funktionale Abdeckung (Auszug) Vertrieb Inwiefern werden Marketing, Verkauf, die Außendienstverwaltung, der Versand, die Fakturierung von den ERP-Systemen unterstützt? Welche zusätzlichen Funktionen wie Umsatzstatistiken oder Kundenkontaktverwaltung werden angeboten? Ist der Telefonverkauf mit dem System möglich? (automatische Anruferkennung mit sofortiger Kundendatenbereitstellung) Waren- bzw. Materialwirtschaft Können Bedarfe anhand gängiger Verfahren ermittelt werden? Sind die Kontrolle und Abwicklung sämtlicher Warenein- und -ausgänge sowie Umlagerungen und die Verwaltung der Lagerplätze möglich? Werden für alle Warenbewegungen die notwendigen Belegpapiere automatisch ausgedruckt? Können die Lieferanten, mit denen zukünftig enger zusammengearbeitet werden soll, nach bestimmten Kriterien wie z. B. Preisniveau, Produktqualität, Lieferqualität etc. bewertet werden? Kontrolliert das System die Terminüberwachung automatisch? Können die Informationen abgerufen und im Falle einer Überschreitung des Liefertermins Mahnungen geschickt werden? 6

7 Betriebswirtschaftliche Software / Enterprise Resource Planning Produktion Werden verschiedene Fertigungsarten unterstützt? (Einzelfertigung, Projektfertigung, Kundenauftragsfertigung) Werden die Ermittlung der Liefer- und Freigabetermine bei Fremdbeschaffung und die Ermittlung der Produktionstermine bei Eigenfertigung durch Vorwärts- und Rückwärtsterminierung unterstützt? Können für einen Kapazitätsausgleich Aufträge zusammengefasst oder gesplittet werden? Rechnungswesen Ist die Übergabe von Buchungen in DATEV möglich? Werden die Umsatzsteuervoranmeldung und die elektronische Steuererklärung vom System unterstützt? Ist die Online-Bankabwicklung möglich? Sind Finanz-Anlagebuchhaltung sowie Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung möglich? Personalwesen Unterstützt das System die Errechnung und Abrechnung des Entgelts sowie die Übermittlung der Lohnsteuer per ELSTER an das Finanzamt und die SV-Meldungen an die Krankenkassen? Unterstützt das System die Erstellung von Ausschreibungen, Bewerbungsverwaltung und die Bewerberbeurteilung? Bereich Branchenlösung Welche branchenspezifischen Schnittstellen sind in der Software vorhanden? (bspw. Datanorm, Eldanorm) Welche branchenspezifischen Funktionen werden unterstützt? (bspw. Aufmaß-, Rohstoffverwaltung) Bereich Anbieterleistung Wie viele Installationen der Software wurden bereits durchgeführt? Welche Branchen wurden hierbei bedient? Welche Finanzierungskonzepte werden vom ERP-Dienstleister angeboten? Welche Kosten entstehen pro Arbeitsplatz? Welche Kosten fallen für ein durchschnittliches Projekt inklusive Schulung und Customizing an? Welcher Service ist im Preis enthalten und/oder gegen Entgelt zusätzlich buchbar? 7

8 APplus 6.1 Asseco Solutions AG APplus 6.1 Asseco Solutions AG Lösungsportfolio Betriebswirtschaftlicher Leistungsumfang Modulübersicht: Warenwirtschaft Produktionsplanung und -steuerung Customer Relationship Management Feinplanung Controlling Betriebsdatenerfassung E-Business Finanz- und Rechnungswesen Integriertes Managementsystem Projektorganisation Service-Organisation Wissensorganisation Branchen Bei APplus 6.1 kann die Basissoftware durch branchenrelevante Funktionsmodule ergänzt werden. Diese Module wurden speziell für die jeweilige Branche angepasst. Folgende Branchenmodule sind aktuell verfügbar: Serienfertigung Fahrzeugbau Automotive Großhandel Laden- und Innenausbau Dienstleister Hard- und Software siehe Tabelle Schnittstellen siehe Tabelle 8

9 APplus 6.1 Asseco Solutions AG Besonderheiten APplus ist eine Software-Lösung, die es mittelständischen produzierenden Unternehmen ermöglicht, ihre Unternehmensressourcen aufeinander abzustimmen bzw. ihre Unternehmensprozesse kontrolliert zu gestalten und durchzuführen. Durch das Navigationskonzept LinkPlus haben Anwender die Möglichkeit, sich alle relevanten Informationen zu den von ihnen bearbeiteten Projekten mit einem einzigen Klick anzeigen zu lassen. Eine weitere Besonderheit ist die integrierte Sprachsteuerung. Durch diese lässt sich die Software auch durch die Nutzung eines Headsets steuern. Die Asseco Solutions AG ist neben der Asseco Austria GmbH und der Matrix42 AG Teil der Asseco D-A-CH Gruppe. Ihren Sitz hat die Asseco Solutions AG in Karlsruhe. Dort werden seit 20 Jahren Lösungen für den gehobenen Mittelstand in den Bereichen Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbau sowie Automotive, Serienfertigung, Großhandel und Dienstleistung angeboten. Aktuell setzen über Kunden die Lösungen von Asseco ein. Name der Lösung APplus 6.1 Gesamtkosten n/a der Lösung Eignung nach 10 bis User Unternehmensgröße Eignung nach Branche Maschinen- und Anlagenbau Serienfertigung Fahrzeugbau Automotive Großhandel Laden- und Innenausbau Dienstleister Anzahl der Installationen ca Installationen Firma Asseco Solutions AG Gründung 1993 (ehem. AP AG) Mitarbeiter ca. 150 in Deutschland ca. 700 Mitarbeiter in D-A-CH, Tschechischer Republik, Slowakischer Republik Umsatz n/a Partnerschaften N + P Informationssysteme GmbH Integrium GmbH ixperienz GmbH & Co. KG COBUS ConCept GmbH EMS Computersysteme GmbH et-systems GmbH Reifenhäuser Software Consulting GmbH & Co. KG u. w. Ansprechpartner/in Markus Reichl Adresse Amalienbadstraße 41, Bau 54, Karlsruhe Telefon +49 (0) Website 9

10 APplus 6.1 Asseco Solutions AG A) Rahmenbedingungen 1 Allgemeine Funktionalitäten 1.1 Concurrent User Können mehrere Personen gleichzeitig mit dem System arbeiten? Mandantenfähigkeit Können Filialen und Tochtergesellschaften angebunden werden? 1.3 Länderanpassungsfähigkeit Unterstützt das System länderspezifische Besonderheiten? 1.4 Fremdsprachenfähigkeit Werden verschiedene Sprachen unterstützt? 1.5 Mehrwährungsfähigkeit Werden verschiedene Währungen unterstützt? 2 Betriebssystem 2.1 Microsoft Windows 2.2 LINUX 2.3 Apple OS X/400 3 Datenbank 3.1 Microsoft SQL 3.2 Oracle 3.3 Microsoft Access 3.4 Datenbankunabhängigkeit Können beliebige Datenbanken angebunden werden? 3.5 MySQL/MariaDB 4 Allgemeine Schnittstellen 4.1 Microsoft Word und Excel Für Serienbriefe, Berichtsdaten, Auswertungen etc. 4.2 Offene BDE-Schnittstelle Kassen-, Etikettendruck-, Erfassungssystem (Barcode-Leser etc.) 4.3 ebay-schnittstelle Ist die Anbindung an ebay möglich? 4.4 Online-Shop Ist die Anbindung von Online-Shops möglich? 4.5 E-Procurement Ist die Anbindung an E-Marktplätze oder E-Kataloge möglich? 2 Named User 10

11 APplus 6.1 Asseco Solutions AG B) Funktionale Abdeckung 1 Vertrieb 1.1 Marketing Absatzplanung Können Prognosen der Marktnachfrage für die Primärbedarfsplanung erstellt werden? Vertriebsplanung Ist es möglich, zukünftigen Umsatz bzw. Absatzziele für Verkaufsgebiete und Mitarbeiter zu planen? Produktmanagement Werden die Planung neuer Produkte, das Management etablierter Produkte sowie die Markenpolitik unterstützt? Können Produktdaten und der Produktlebenszyklus verwaltet werden? Projektmanagement Unterstützt das System die Planung und Kontrolle von Projekten? Verkaufsförderung Können Marketing-Aktionen geplant und Kunden aufgrund verschiedener Kriterien ausgewählt und zielgruppenspezifisch angesprochen werden? 1.2 Verkauf Anfragenbearbeitung und Angebotserstellung Preisermittlung und Konditionenfestlegung Können Anfragen und Angebote bearbeitet werden? Kann das System die Preise auf Basis der zuvor definierten Preise, Rabatte, Zu- und Abschläge etc. automatisch ermitteln? Können auch Liefer- und Zahlungsbedingungen für jeden Kunden bzw. Kundengruppen festgelegt werden? Kreditlimitprüfung Kann direkt bei der Auftragserfassung automatisch eine Prüfung des Kreditlimits oder eine Überprüfung auf Zahlungsverzug für bereits getätigte Lieferungen vorgenommen werden? Verfügbarkeitsprüfung Kann bei Auftragserfassung sofort geprüft werden, ob der Auftrag zu dem gewünschten Termin in der gewünschten Menge durchgeführt werden kann? Rahmenverträge (Abrufaufträge) Können Abrufaufträge (Kontrakt und Lieferplan) verwaltet werden? 1.3 Außendienstverwaltung Vertreterabrechnung Kann die Abrechnung der Vertreterprovisionen durchgeführt und die Provisionshöhe abhängig von Kunden-, Artikeldaten und weiteren Parametern festgelegt werden? Mobile Datenerfassung Können die Außendienstmitarbeiter die Auftragserfassung dezentral vor Ort beim Kunden abwickeln und die Daten per an die Zentrale senden? 1.4 Versand Kommissionierung Können auf Basis der im System erfassten Kundenaufträge automatisch Picklisten und Lieferscheine generiert werden? Versandkostenermittlung Kann das System Versandgebühren errechnen und einen Preisvergleich zur Ermittlung des günstigsten Paketentgelts durchführen? Exportabwicklung Kann die Lieferung von Waren/Produkten ins Ausland unterstützt werden (Ausfuhr- und Zollinhaltserklärungen etc.)? Intrahandelsstatistik Wird die Erstellung der Statistik des Warenverkehrs zwischen den Mitgliedsstaaten der EU unterstützt? 11

12 APplus 6.1 Asseco Solutions AG 1.5 Fakturierung Sammelfaktura Fremdwährungsfakturierung Exportfaktura Gutschriften Proforma-Rechnung Elektronische Rechnungen Empfangen, Senden, Verarbeiten elektronischer Rechnungen? 1.6 Zusätzliche Funktionen ABC-Analysen und Umsatzstatistiken Nach Artikeln, Kunden oder Vertretern Kundenkontaktverwaltung Haben die Vertriebsmitarbeiter im Innen- und Außendienst die Möglichkeit, kontaktbezogene Vorgänge, wie z. B. Besprechungen, Kundenbesuche, Schriftverkehr (Brief, , Fax) und Telefonate zu protokollieren und Aktivitäten und Termine zu planen? Belegmanagement Ist das effiziente Verwalten der verschiedenen Belegarten, wie z. B. von Angeboten, Aufträgen, Lieferscheinen etc. möglich? Telefonverkauf Ist der Telefonverkauf mit dem System möglich (automatische Anruferkennung mit sofortiger Kundendatenbereitstellung)? Vertragsverwaltung Ist die Verwaltung und Ausführung periodisch wiederkehrender Verkaufsvorgänge, Muster- und Wiederholungsverträge möglich? Wartungs- und Serviceabwicklung Sind die Verwaltung von Wartungsverträgen und die Planung von Wartungsund Reparaturaufträgen möglich? 2 Waren- bzw. Materialwirtschaft 2.1 Lagerwirtschaft Bedarfsermittlung Gibt es bestimmte Prognoseverfahren zur verbrauchsgesteuerten Bedarfsermittlung bzw. Methoden zur exakten Bedarfsermittlung (Brutto- und Nettobedarfsermittlung, Stücklistenauflösung)? Lagerbestandsführung Sind die mengen- und wertmäßige Führung der Waren- bzw. Materialbestände und die Berücksichtigung von dispositiven Beständen möglich? Lagerverwaltung Ist die Kontrolle und Abwicklung sämtlicher Warenein- und -ausgänge und Umlagerungen und die Verwaltung der Lagerplätze möglich? Werden für alle Warenbewegungen die notwendigen Belegpapiere automatisch ausgedruckt? Bewertung und Inventur Unterstützt das System die Bewertung der Lagerbestände unter steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Aspekten und die Überprüfung der tatsächlichen Lagerbestände? 3 Die notwendigen Dokumente sind verfügbar, ein automatisierter Druck muss definiert werden. 4 In APplus stehen alle benötigten Daten zur Verfügung und können von Kunden selbstständig ausgewertet werden. Für einen Teil der genannten Anforderungen stehen bereits fertige Reports zur Verfügung. 5 Bzgl. der rezeptorientierten Produktion ist eine genauere Definition erforderlich. 12

13 APplus 6.1 Asseco Solutions AG 2.2 Sonderfälle Mehrlagerverwaltung Konsignationslager-Verwaltung Packmittelverwaltung Paletten, Behälter, Rollen etc Seriennummern- und Chargenverwaltung Variantenverwaltung 2.3 Einkauf Lieferantenanalyse und -bewertung Bearbeitung von Anfragen und Angeboten Können die Lieferanten, mit denen zukünftig enger zusammengearbeitet werden soll, nach bestimmten Kriterien wie z. B. Preisniveau, Produktqualität, Lieferqualität etc. bewertet werden? Unterstützt das System die Anfragen- bzw. Ausschreibungserstellung und den Vergleich von Angeboten? Bestellüberwachung Kontrolliert das System die Terminüberwachung automatisch? Können die Informationen abgerufen werden und im Falle einer Überschreitung des Liefertermins Mahnungen geschickt werden? Rahmenverträge/Abrufbestellungen Werden Abrufbestellungen (Kontrakte und Lieferpläne) unterstützt? 2.4 Auswertungen ABC-Analysen und Statistiken Ermöglicht das System die Analyse von Lagerbestand, Lagerumschlag, Lagerdauer, Umschlagshäufigkeit etc. und die Lieferantenübersicht pro Artikel und Lieferant, die Artikelübersicht pro Lieferant, das Einkaufsvolumen pro Lieferant, das aktuelle Bestellvolumen, den durchschnittlichen Einkaufspreis und die durchschnittliche Anzahl der Bestellungen etc.? 4 3 Produktion 3.1 Produktionskonzept Anonyme Lagerfertigung Unterstützt das System die stochastische Bedarfsermittlung? Kundenauftragsfertigung Unterstützt das System die deterministische Bedarfsermittlung? 3.2 Fertigungsarten Einzelfertigung/Projektfertigung Besteht die Möglichkeit einer Artikelschnellanlage für wachsende Stücklisten? Variantenfertigung Werden die besonderen Anforderungen an Stücklisten und Arbeitspläne erfüllt? Fremdfertigung (verlängerte Werkbank) Werden die besonderen Anforderungen an die Fremdfertigung erfüllt (Bearbeitung von Fremdfertigungsaufträgen, Vorplanung von Fremdfertigungsstrukturen für Engpasssituationen)? Serienfertigung Werden Rahmenverträge mit Abruf und die Losgrößenplanung unterstützt? Prozessfertigung Wird eine chargen- und rezeptorientierte Produktion bzw. Kuppelproduktion unterstützt? Ist die Anbindung von Produktionseinrichtungen an das System möglich? Wiederholfertigung Wird eine rollierende Produktionsplanung unterstützt? 13

14 APplus 6.1 Asseco Solutions AG 3.3 Produktionsplanung Materialbedarfsplanung Können Bedarfsmengen und Liefertermine für Enderzeugnisse und wichtige Baugruppen festgelegt werden? Werden Nettobedarfsermittlung, Stücklistenauflösung bzw. Losgrößenrechnung unterstützt? Terminierung Werden die Ermittlung der Liefer- und Freigabetermine bei Fremdbeschaffung und die Ermittlung der Produktionstermine bei Eigenfertigung durch Vorwärts- und Rückwärtsterminierung unterstützt? Kapazitätsplanung Werden die Planung und die Ermittlung der Personal- und Maschinenkapazitäten unterstützt? Engpassplanung Können für einen Kapazitätsausgleich Aufträge zusammengefasst oder gesplittet werden? 3.4 Fertigungssteuerung Material- und Kapazitätsverfügbarkeitsprüfung Kann das System vor der Auftragsfreigabe eine Verfügbarkeitsprüfung der Materialkomponenten und der Kapazitäten an den Arbeitsplätzen durchführen? Grafische Feinplanung Können eine grafische Feinplanung der Ressourcen (Personal, Maschinen), Reihenfolgeplanung und Terminplanung mit Hilfe von Gantt-Diagrammen durchgeführt werden? Auftragsstatus (BDE, PZE) Können Betriebsdaten und Personenzeitdaten rückgemeldet werden? Leitstand/MDE Ist die Anbindung an Produktionsanlagen möglich? Weitere Funktionalitäten Simulation Kann das System Simulationen von Fertigungsprozessen zum Aufzeigen von Engpasssituationen durchführen? CAD-Schnittstelle Ist die Übernahme von Konstruktionsdaten aus beliebigen CAD-Systemen möglich? Produktkonfigurator Können anspruchsvolle Konfigurationen von Stücklisten zur Produkterstellung und -anpassung durchgeführt werden? EDI-Anbindung Werden die VDA-Normen unterstützt (Lieferabrufe, DFÜ-Lieferschein, DFÜ-Rechnung etc.)? Können direkt aus den Daten im System die entsprechenden VDA-Belegarten erstellt werden? Just-in-Time-Terminierung Ist die Just-in-Time-Terminierung von Fertigungsaufträgen möglich? 3.6 Auswertungen Analysen und Statistiken Können Analysen durchgeführt und Statistiken wie z. B. durchschnittlicher Auftragsbestand, Liefertermin- oder Fertigungsprogrammübersichten etc. erstellt werden? 6 APplus verfügt über eine integrierte MDE. 7 Im FiBu-Modul enthalten. 14

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