Die rechtliche Relevanz von Open Source Lizenzen unter besonderer Berücksichtigung praktischer Problemstellungen

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1 Die rechtliche Relevanz von Open Source Lizenzen unter besonderer Berücksichtigung praktischer Problemstellungen von Mag. Dr. Kai Erenli (Dissertation, eingereicht im WS 2007/2008 bei Univ. Prof. Dr. Alfred Schramm Institut für Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie und Rechtsinformatik und: Univ. Prof. Dr. Gunter Nitsche Institut für Österreichisches und Internationales Unternehmens- und Wirtschaftsrecht)

2 INHALTSVERZEICHNIS 1.EINLEITUNG ENTSTEHUNG UND ENTWICKLUNG VON OPEN SOURCE UND DIE DEFINITION UND ABGRENZUNG VERSCHIEDENER SOFTWAREVARIANTEN Die Entstehung von Softwarelizenzen Die Geschichte der Softwareindustrie Die ersten Open Source Lizenzen Die Geburtsstunde der Free Software Foundation Freie Software und Open Source Software Die Abspaltung von Richard Stallman The Cathedral and the Bazaar Bill Gates und die Halloweendokumente Linux Aus Netscape wird Mozilla Der Begriff Open Source wird geprägt Die Open Source Definition Abgrenzung verschiedener Softwarevarianten Freie Software Public Domain Copyleft und Non-Copyleft -Software Microsoft Shared Source Freeware, Donationware und Cardware Shareware und Crippleware Kommerzielle und Proprietäre Software Ergebnis URHEBERRECHTLICHE ASPEKTE Allgemeines zum Schutz nach dem österreichischen Urheberrechtsgesetz Der Schutz von Computerprogrammen im österreichischen UrhG Schutzgegenstand Einordnung und Werkhöhe ii

3 Begriff Der Urheber als Rechteinhaber und die verschiedenen Arten der Urheberschaft an Open Source Software Der oder die Alleinurheber Miturheber Gehilfe Teilurheberschaft Gruppenarbeitsverträge im Open Source Bereich Gelegenheitsgesellschaften im Open Source Bereich Kooperationsverträge im Open Source Bereich Die Genossenschaft im Open Source Bereich Arbeitnehmerurheberrecht Neuentwicklung durch einen einzelnen Dienstnehmer Neuentwicklung durch mehrere Dienstnehmer Weiterentwicklung durch einen einzelnen oder mehrere Arbeitnehmer Neu- oder Weiterentwicklung auf Grund eines freien Dienstvertrags oder durch arbeitnehmerähnliche Personen Abgrenzung zwischen in Erfüllung der Arbeitspflicht entwickelte Open Source Software, bei Gelegenheit des Arbeitsverhältnis entwickelte Open Source Software und außerhalb des Arbeitsverhältnis entwickelte Open Source Software Der zivilrechtliche Schutz und die Auswirkung der verschiedenen Arten der Urheberschaft auf die Aktivlegitimation Unterlassungsanspruch Beseitigungsanspruch Anspruch auf angemessenes Entgelt und der Anspruch auf Schadenersatz und die Herausgabe des Gewinns Das Urhebervertragsrecht und die Open Source Lizenzen Die Open Source Lizenzen Werknutzungsbewilligung oder Werknutzungsrecht? Schutzrechtsumfang und -wirkungen Die Problematik des Erschöpfungsgrundsatzes iii

4 Download Eigentumsübertragung ohne Download Zugänglichmachung im Internet Die Problematik der Vermietung Die Problematik des Application Service Providing und Software as a Service Der Einfluss des GebG auf Open Source Lizenzverträge Ergebnis DIE ANNAHME DES LIZENZVERTRAGS Die Anwendbarkeit von österreichischem Recht auf Open Source Lizenzverträge Die Annahme des Lizenzvertrags Abschlussvarianten Überblick über die Notwendigkeit zum Abschluss eines Open Source Lizenzvertrags Download und Kaufvertrag OEM und Embedded-Systems AGB Lizenzsprache Erwerb der Lizenzrechte von einem unberechtigten Dritten Ergebnis DIE OPEN SOURCE LIZENZEN RECHTE UND PFLICHTEN Die Lizenzarten Lizenzen ohne Copyleft-Effekt BSDartige Lizenzen Die BSD-Lizenz Hintergrund Lizenzmerkmale Kompatibilität Die Apache Software License Hintergrund Lizenzmerkmale der Version 1.0 und Lizenzmerkmale der Version Kompatibilität Sichtweise der FSF Sichtweise der ASF iv

5 Kommentar zu den Sichtweisen Die OpenLDAP Public License Hintergrund Lizenzmerkmale Kompatibilität W3C Software Notice und License Hintergrund Lizenzmerkmale Kompatibilität X11 oder auch MIT License Hintergrund Lizenzmerkmale Kompatibilität Zope Public License Hintergrund Lizenzmerkmale der Versionen 1.0 und Lizenzmerkmale der Versionen 2.0 und Kompatibilität Lizenzen ohne Copyleft-Effekt Sonstige Lizenzen Die Open Group Test Suite License Hintergrund Lizenzmerkmale Kompatibilität Lizenzen mit strengem Copyleft-Effekt GPL-artige Lizenzen Die GNU General Public License Hintergrund Lizenzmerkmale Veröffentlichung der Software Der Begriff derived work Kompatibilität Kompatibilität mit anderen Open Source Lizenzen Kompatibilität mit proprietären Lizenzen Die GNU General Public License Hintergrund v

6 Lizenzmerkmale Kompatibilität Kompatibilität mit anderen Open Source Lizenzen Kompatibilität mit proprietären Lizenzen Lizenzen mit strengem Copyleft-Effekt Sonstige Lizenzen Die European Union Public License Hintergrund Lizenzmerkmale Kompatibilität Die Kompatibilität hinsichtlich der aufgeführten Open Source Lizenzen Die Kompatibilität hinsichtlich der nicht aufgeführten Lizenzen Die Kompatibilität mit proprietären Lizenzen Die Common Public License Hintergrund Lizenzmerkmale Kompatibilität Die Nethack General Public License Hintergrund Lizenzmerkmale Kompatibilität Lizenzen mit beschränktem Copyleft-Effekt MPL-artige Lizenzen Die Mozilla Public License Hintergrund Lizenzmerkmale Kompatibilität Sonstige Lizenzen mit beschränktem Copyleft-Effekt Die GNU Library General Public License Hintergrund Lizenzmerkmale Kompatibilität Die Apple Public Source License Hintergrund vi

7 Lizenzmerkmale Kompatibilität Die Sybase Open Watcom Public License Hintergrund Lizenzmerkmale Kompatibilität Die wxwindows Library License Hintergrund Lizenzmerkmale Kompatibilität Lizenzen mit Wahlmöglichkeiten Die Artistic License Hintergrund Lizenzmerkmale Kompatibilität Die Sleepycat License Hintergrund Lizenzmerkmale Kompatibilität Lizenzen mit Sonderrechten Die Q Public License Hintergrund Lizenzmerkmale Kompatibilität Das Dual Licensing Dual Licensing: Proprietäre Lizenz und Open Source Lizenz mit Copyleft Effekt Dual Licensing: Proprietäre Lizenz und Open Source Lizenz ohne Copyleft Effekt Ergebnis HAFTUNG UND GEWÄHRLEISTUNG Die einzelnen Vertragskonstellationen Kostenloser Erwerb durch das Herunterladen der Software im Internet direkt vom Lizenzgeber Schenkung vii

8 Unentgeltlicher Vertrag sui generis Rechtsfolgen Gewährleistung Haftung Vertragshaftung Produkthaftung Erwerb der Software gegen Entgelt direkt vom Lizenzgeber Schenkung Kauf Vertrieb auf Datenträger Vertrieb über Download Gesamtbeurteilung des Rechtsgeschäfts Rechtsfolgen Gewährleistung Der Erwerbsvorgang Der Mängelbegriff Die Gewährleistungsbehelfe Haftung Erwerb der Software gegen Entgelt im Einzelhandel oder vom Distributor Schenkung und Kauf Rechtsfolgen Gewährleistung Haftung Ergebnis MARKENRECHT Die Rechtsquellen des Markenrechts Was wird durch das Markenrecht geschützt? Die Entstehung des Markenschutzes Die Registrierung von Marken von Open Source Software Die Priorität der Anmeldung Der Markeninhaber im Open Source Bereich Die Grenzen der Registrierbarkeit von Open Source Software an Hand konkreter Beispiele viii

9 Fehlende Unterscheidungskraft als Registrierungshindernis am Beispiel killustrator und samba Beschreibende Zeichen als Registrierungshindernis im Open Source Bereich am Beispiel Konsole Gattungsbezeichnungen als Registrierungshindernis im Open Source Bereich am Beispiel des Pinguins Tux Die Lizenzierbarkeit von Open Source Software-Marken Die Einordnung der Lizenzbestimmungen unter 14 MSchG Die Einschränkung des Lizenzgebietes für Open Source Software-Marken Die sachliche Beschränkung der Lizenz für Open Source Software-Marken Die Rechteeinräumung für Open Source Software-Marken am Beispiel von Linux und dem Linux Sublicense Agreement Mögliche Spannungsfelder zwischen 14 MSchG und der OSD Die OSD, die Marke Open Source und der Fall Sugar CRM Der zivilrechtliche Schutz von Open Source Software-Marken Die Aktivlegitimation bei Open Source Marken Die Gebrauchsüberlassung einer Open Source Marke Die Einräumung einer Open Source Markenlizenz mit absoluter Wirkung Der Unterlassungsanspruch von Open Source Software-Marken am Bsp der Marke Open Source Der Beseitigungsanspruch von Open Source Software-Marken am Bsp der Marke Open Source Die Situation von Open Source Gemeinschaftsmarken in Bezug auf die EU-Erweiterung Ergebnis VERGABERECHT Gemeinschaftsrechtliche Grundlagen Grundlagen des österreichischen Rechts ix

10 Das Problem des persönlichen und sachlichen Geltungsbereichs nach dem BVergG in Bezug auf Open Source Software Die Einordnung von Open Source Software unter den sachlichen Geltungsbereich Die Einordnung der Entgeltlichkeit im Vergaberecht in Bezug auf Open Source Software Die Grundsätze des Vergabeverfahrens in Bezug auf Open Source Software Open Source Software und freier, lauterer und fairer Wettbewerb Open Source Software und die Gleichbehandlung aller Bewerber und Bieter Open Source Software und die Vergabe an befugte und leistungsfähige Bieter Open Source Software und die Vergabe zu einem angemessenen Preis Die Leistungsbeschreibung und die technische Spezifikation in Bezug auf Open Source Software Ergebnis PATENTRECHT Einführung Die vier Grundprinzipien des Patentrechts Die vier Grundprinzipien des Patentrechts und Open Source Open Source die technischen und patentrechtlichen Grundlagen, Bedenken und Schutzmöglichkeiten Die Doppelnatur von Software Das PatG und die Problematik der Technizität Die patentrechtlichen Bedenken der Open Source Gemeinschaft RTLinux Der Open Source Patentrechtsfall Aktuelle Bedenken - Anmerkungen zum EPLA Open Source Software und die Schutzmöglichkeiten bei einer erfolgten Anmeldung Ergebnis ENDERGEBNIS x

11 11. LITERATURVERZEICHNIS KOMMENTARE MONOGRAPHIEN, SAMMELBÄNDE UND LEHRBÜCHER AUFSÄTZE UND BEITRÄGE WEBSEITENVERZEICHNIS JUDIKATURVERZEICHNIS ABBILDUNGSVERZEICHNIS xi

12 Die rechtliche Relevanz von Open Source Lizenzen und deren praktische Bedeutung Abkürzungsverzeichnis ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS AA aao Abb Anderer Ansicht am angegebenen Ort Abbildung ABGB Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch JGS 946 Abs AG AGB AN Art ASF ASGG Absatz Arbeitgeber Allgemeine Geschäftsbedingungen Arbeitnehmer Artikel Apache Software Foundation Bundesgesetz über die Arbeits- und Sozialgerichtsbarkeit BGBl 104/1985 ASP Bd BGBl BGH Application Service Providing Band Bundesgesetzblatt Bundesgerichtshof BlgNR Beilage zu den Stenografischen Protokollen des Nationalrates BM BSD bspw BVergG Bundesministerium Berkley Software Distribution beispielsweise Bundesgesetz über die Vergabe von Aufträgen xii

13 Die rechtliche Relevanz von Open Source Lizenzen und deren praktische Bedeutung Abkürzungsverzeichnis BGBl I 17/2006 bzw CR DEC dh E ECG EB RV EG EGBGB EO beziehungsweise Computer und Recht Digital Equipment Corporation das heißt Entscheidung Bundesgesetz, mit dem bestimmte rechtliche Aspekte des elektronischen Geschäfts- und Rechtsverkehrs geregelt und das Signaturgesetz sowie die Zivilprozessordnung geändert werden, BGBl I 152/2001 Erläuternde Bemerkungen zur Regierungsvorlage Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft (vor 1999: EGV bzw vor 1993 EWGV); Europäische Gemeinschaft(en) Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch Gesetz über das Exekutions- und Sicherungsverfahren RGBl 79/1896 EU EuG EuGH ERP EvBl EVÜ EWG EWR Vertrag über die Europäische Union (vor 1999: EUV); Europäische Union Europäischer Gericht erster Instanz Europäischer Gerichtshof Enterprise Ressource Planning Evidenzblatt Europäisches Schuldvertragsübereinkommen Europäische Wirtschaftsgemeinschaft Europäischer Wirtschaftsraum xiii

14 Die rechtliche Relevanz von Open Source Lizenzen und deren praktische Bedeutung Abkürzungsverzeichnis f ff FAZ Fn FS FSF FSFE und der/die folgende und die folgenden Frankfurter Allgemeine Zeitung Fußnote Festschrift Free Software Foundation Free Software Foundation Europe GebG Gebührengesetz BGBl 267/1957 gem GesbR GMG GMV GNU GP GPL GRUR GRUR Int HABM hm Hrsg http IBM idf IFROSS gemäß Gesellschaft bürgerlichen Rechts Bundesgesetz über den Schutz von Gebrauchsmustern BGBl 211/1994 Gemeinschaftsmarkenverordnung GNU s not Unix Gesetzgebungsperiode General Public License Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht International Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt herrschende Meinung Herausgeber Hyper Text Transfer Protocol International Business Machines in der Fassung Institut für Rechtsfragen der Open Source Software xiv

15 Die rechtliche Relevanz von Open Source Lizenzen und deren praktische Bedeutung Abkürzungsverzeichnis IHR IP IPRG Internationales Handelsrecht Internet Protocol Bundesgesetz über das internationale Privatrecht BGBl 304/1978 ivm isd JBl Kap KMU KSchG in Verbindung mit im Sinne des Juristische Blätter Kapitel Klein- und mittelständische Unternehmen Bundesgesetz mit dem Bestimmungen zum Schutz der Verbraucher getroffen werden BGBl 140/1979 LDAP LG lit me MIT Lightweight Directory Access Protocol Landesgericht/Landgericht litera meines Erachtens Massachusetts Institute of Technology MSchG Markenschutzgesetz BGBl 260/1970 MR MuSchG Medien und Recht Bundesgesetz über den Schutz von Mustern BGBl 497/1990 mwa NJW ÖBl OEM OGH mit weiteren Anmerkungen Neue Juristische Woche Österreichische Blätter Original Equipment Manufacturer Oberster Gerichtshof xv

16 Die rechtliche Relevanz von Open Source Lizenzen und deren praktische Bedeutung Abkürzungsverzeichnis OLG OSD OSI ÖJZ ÖSGRUM ÖZW Oberlandesgericht Open Source Definition Open Source Initiative Österreichische Juristenzeitung Österreichische Schriftenreihe zum gewerblichen Rechtsschutz, Urheber- und Medienrecht Österreichische Zeitschrift für Wirtschaftsrecht PatG Patentgesetz BGBl 259/1970 PDA PHG Personal Digital Asisstant Bundesgesetz über die Haftung für ein fehlerhaftes Produkt BGBl 99/1988 RdW RGBl RL Rsp Rz Recht der Wirtschaft Reichsgesetzblatt Richtlinie Rechtsprechung Randziffer/Randzahl StGB Strafgesetzbuch BGBl 60/1974 SZ TCP TRIPS-Abk u ua UFITA Entscheidungen des österreichischen Obersten Gerichtshofes in Zivil- (und Verwaltungssachen) (Band, Nummer) Transfer Control Protocol Abkommen über handelsbezogene Aspekte der Rechte des Geistigen Eigentums und unter anderem Archiv für Urheber- und Medienrecht xvi

17 Die rechtliche Relevanz von Open Source Lizenzen und deren praktische Bedeutung Abkürzungsverzeichnis UGB Bundesgesetz über besondere zivilrechtliche Vorschriften für Unternehmen RGBl 219/1897 UrhG Urheberrechtsgesetz BGBl 111/1936 UWG Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb BGBl 448/1984 Vgl VfGH VO WBl XML Z ZfRV zit ZPO Vergleiche Verfassungsgerichtshof Verordnung Wirtschaftsrechtliche Blätter Extensible Markup Language Zahl/Ziffer Zeitschrift für Rechtsvergleichung zitiert Gesetz über das gerichtliche Verfahren in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten RGBl 113/1895 ZUM-RD Zeitschrift für Urheber- und Medienrecht Rechtssprechungsdienst xvii

18 Einleitung 1. EINLEITUNG Die einzige Freiheit, die diesen Namen verdient, ist das Recht, unser Wohlergehen auf unserem eigenen Wege zu verfolgen, solange wir nicht anderen das ihrige verkümmern oder ihre darauf gerichteten Bemühungen durchkreuzen. - John Stuart Mill Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der rechtlichen Relevanz von Open Source Lizenzen unter besonderer Berücksichtigung ausgewählter Problemstellungen. Open Source Software hat eine längere Tradition als manch einer vermuten mag und viel mit free software gemein. Setzt man sich mit dem Begriff Open Source Software näher auseinander, stellt man fest, dass Open Source Software mehr als nur eine Softwarevariante ist und ihre eigene Philosophie verfolgt. Beide Begriffe Open Source Software und free software sind zwar beinahe deckungsgleich, dahinter stehen jedoch unterschiedliche Intentionen. Während Free Software vom Protagonisten der Szene Richard M Stallman angeführt wird, vertritt die Open Source Initiative (OSI) die Interessen der Open Source Software. Beider Hauptanliegen ist dabei der Freiheitsgedanke, der in den Open Source Lizenzen zum Ausdruck kommt. Interessant in diesem Zusammenhang ist die Bedeutung des Wortes frei. Das Wort "frei" stammt von fri ab, was zugleich Frau (=ursprünglich Herrin) bedeutet 1. Die Bedeutung "frei" entwickelte sich aus "eigen", vermutlich aus Wendungen wie "die eigenen Kinder". So kennzeichnete Freiheit einen Aspekt von Bindung und ist weit von der heute mit Freiheit assoziierten Bindungslosigkeit entfernt! Freiheit nach heutiger Definition bezeichnet die Möglichkeit, unter mehreren Optionen wählen zu können, ohne Sanktionen befürchten zu müssen. Ethisch ist Freiheit das Recht, die Möglichkeit und die Verpflichtung des Menschen zur Selbstbestimmung und zum Ausdruck seines freien Willens. Philosophisch gesehen ist Freiheit die Fähigkeit zur Entscheidung. 1 und 1

19 Einleitung Mill 2 plädiert bspw für das Recht jedes Menschen, seine eigenen Fehler machen zu dürfen. Die Idee verliert ihren Schrecken, wenn man wie Mill der Meinung ist, dass Menschen aus ihren Fehlern lernen können und weil Menschen ihre Meinung ändern können, besteht er auf der Freiheit des Gedankens und der Diskussion. Es gibt keinen einzigen Grund, die Meinung Andersdenkender zu unterdrücken: Erstens, weil sie richtig sein könnte, zweitens weil sie falsch sein könnte (aber dann verhindert man, dass die richtige Meinung als richtig bestätigt wird) und drittens, weil sie weder falsch noch richtig ist und man nur im ständigen Austausch der Meinungen Irrtümer korrigieren kann. Meinungen und Wahrheiten müssen ständig bewegt werden, sie brauchen Widerspruch, sonst erstarren sie zu toten Dogmen. So gesehen greift Mill auf aktuelle Themen des 21. Jahrhunderts vor, welche sich auch in der eingangs erwähnten Philosophie der Open Source Gemeinde wieder finden. Es ist an dieser Stelle daher angebracht, einen kurzen Einblick in die Methodik der Softwareentwicklung im Open Source Bereich zu geben, um die Bedeutung der Freiheit der Open Source Software auch aus wirtschaftlicher Sicht besser beschreiben zu können: Exkurs: Die Methodik der Open Source Entwicklung Of the first ten people to download Linux, five sent back bug fixes, code improvements, and new features. -Aus einer Linux-Geschichte 3 Open Source wird häufig auch als ein way of life verstanden. Viele Programmierer arbeiten neben ihrem Hauptberuf in ihrer Freizeit an Open Source Projekten mit. Sie sehen diese Art des Programmierens als Hobby, bei denen sie Ideen verwirklichen können, zu denen ihnen in der Arbeit der dienstliche Auftrag fehlt oder die sie alleine nicht verwirklichen könnten. Der Großteil der Open 2 John Stuart Mill verdanken wir das Recht auf die Freiheit der Person, welches bspw auch in Art 2 des deutschen Grundgesetzes verankert ist. 3 2

20 Einleitung Source Projekte weist eine modulare Architektur auf. Hierdurch wird gewährleistet, dass sich Einzelne oder auch eine Programmiergruppe um verschiedene Teile kümmern können, um die Funktionalität des Systems zu erweitern ohne die existierenden Kernfunktionen anzugreifen. Voraussetzung für die Teilnahme an einem Projekt ist sinnvoller Weise ein Internetzugang. Erfolg oder Misserfolg eines Projekts hängen von der Motivation der Teilnehmer ab. Erlahmt ihr Interesse, wird das Projekt nicht weiter verfolgt. Das Interesse der Außenwelt resultiert aus der hohen Innovation der Open Source Produkte. Die Innovation wiederum erklärt sich aus der Struktur der Open Source Projekte der von Raymond beschriebenen Basarmethode. Klein vergleicht sie mit einer Pflanze, die sich beim Heranwachsen ständig verändert und stellt dieses Bild gegenüber der festen und klaren Struktur eines Gebäudes. Als entscheidend für die hohe Innovation sieht er die Häufigkeit an, mit der die Programmierer Informationen über ein System einholen, um es zu optimieren und zu stabilisieren 4. Zur Darstellung sollen folgende Grafiken dienen, die den Entwicklungsprozess des Open Source Projektes Apache 5 darstellen 6 Abb 1 Arbeitsgruppen Stand Die verschiedenfarbigen Punkte stellen einzelne Projektgruppen dar, welche an unterschiedlichen Modulen gearbeitet haben. Rot ist bspw ein HTTP-, Orange eine modperl- und Schwarz eine Administrationstool-Arbeitsgruppe. 4 Klein, Alles Zufall Die Kraft die unser Leben bestimmt (2004) Vgl Kap

21 Einleitung Abb 2 Es ist deutlich zu sehen, dass die bestehenden Module und Arbeitsgruppen eine neue Struktur erhalten haben. Durch die Erweiterung um XML-Module (grün) ist ein neuer Zweig entstanden. Arbeitsgruppen Stand Abb 3 Im September 2000 ist die Struktur der Arbeitsgruppen schon sehr weit gefasst. Arbeitsgruppen an Modulen, die 1999 entwickelt wurden, sind kleiner geworden und befassen sich nur noch mit Fehlerbehebung, etc. Neue eigenständige Strukturen haben sich dezentral entwickelt. Arbeitsgruppen Stand Surowiecki hat dieses Phänomen näher untersucht und vergleicht 7 die Innovation mit einer Bienenkolonie. Windows gehört Microsoft und wird nur von Microsoftmitarbeitern bearbeitet. Linux gehört niemandem. Taucht bei Linux ein Problem auf, wird dieses nur behoben, wenn jemand aus eigener Initiative heraus eine Lösung liefert. Die dezentrale Organisation erreicht bei Linux - wie bei anderen Open Source Projekten - die für sie wichtige Diversifikation. 7 Surowiecki, The Wisdom of Crowds Why the Many Are Smarter Than the Few (2004) 72 f. 4

22 Einleitung Traditionelle Firmenmodelle arbeiten nach dem Prinzip, die besten Mitarbeiter zu beschäftigen und ihnen Anweisungen zu geben, an welchen Problemfeldern sie arbeiten sollen. Diese Methode begrenzt die Summe möglicher Lösungen für ein Problem, da eine Firma nur über eine bestimmte Anzahl von Mitarbeitern verfügt, die nur ein bestimmtes Arbeitspensum erfüllen können. Im Falle von Open Source Projekten sieht dies anders aus: Hier ist eine nicht bestimmbare Menge an Mitarbeitern auf der Suche nach Lösungswegen oder wie es Raymond ausdrückt: Given enough eyeballs, all bugs are shallow Wenn jemand genug Augen hat, sind alle Fehler unerheblich. Diese Mitarbeiter verhalten sich ähnlich einem Bienenschwarm. Die Open Source Gemeinschaft sendet auf der Suche nach Lösungswegen eine Vielzahl an Kundschaftern aus in der Hoffnung, dass zumindest einer unter ihnen die beste Route zum Blumenbeet finden wird. Diese Methode mag einem Ökonomen wenig effizient erscheinen, werden doch viele auf die Suche nach einem Weg geschickt, den vielleicht nur einer findet, aber genau davon lebt Open Source. Der Exkurs hat gezeigt, dass die Freiheit, mit einem Programm möglichst restriktionslos umgehen zu können, ein wesentlicher Bestandteil von Open Source Software ist. Um ein besseres Verständnis für diese Problematik zu erhalten, wird am Anfang der Arbeit die Entstehung und Entwicklung von Open Source und die damit verbundene Notwendigkeit der Definition des Begriffs sowie eine Abgrenzung gegenüber anderen Softwarevarianten vorgestellt. 5

23 Entstehung und Entwicklung 2. ENTSTEHUNG UND ENTWICKLUNG VON OPEN SOURCE UND DIE DEFINITION UND ABGRENZUNG VERSCHIEDENER SOFTWAREVARIANTEN Gesellschaftliche Veränderung fängt immer mit Außenseitern an, die spüren, was notwendig ist. -Robert Jungk 8 In der breiten Öffentlichkeit wird mit dem Begriff Open Source und insbesondere Open Source Software meist das Betriebssystem Linux und die damit verbundene General Public License (GPL) in Verbindung gebracht. Linux ist die derzeit wohl bekannteste Open Source Software und die GPL 9 die bekannteste Lizenz. Dennoch sollte man die Entstehung und den wirtschaftlichen Durchbruch von Open Source Software nicht auf die Entwicklung und das Medienecho von Linux 10 und der GPL alleine zurückführen, da sich parallel dazu eine breite Masse an Anwendungssoftware etabliert hat, die in der Regel ihre eigenen Softwarelizenzen benutzt. Die Software, die wir heute als Open Source Software bezeichnen, hat eine lange Geschichte, auf die zu Beginn der Arbeit kurz eingegangen wird. Gleichzeitig werden die Begrifflichkeiten, die mit der Thematik verbunden sind, erläutert und eine Abgrenzung verschiedener Softwarevarianten vorgenommen 8 Österreichischer Schriftsteller und Zukunftsforscher ( ). 9 Die GPL liegt aktuell in Version 3 vor. Die bis dahin bekanntere Version ist die Version 2. Im Verlauf der Arbeit werden beide Lizenzen behandelt und mit GPL 2 bzw GPL 3 gekennzeichnet. Wird die Versionsnummer weggelassen, sind beide Lizenzen gemeint. 10 Vgl Kapitel

24 Entstehung und Entwicklung 2.1. Die Entstehung von Softwarelizenzen Entstehung und Entwicklung von Open Source ist nicht denkbar ohne die damit Hand in Hand gehende Entstehung von Lizenzen. Ohne Lizenzen gäbe es keine Open Source Software, jedenfalls nicht in ihrer heutigen Definition. Eine Lizenz (v lat: licere = erlauben) ist eine Erlaubnis oder Genehmigung zur Nutzung eines Rechts durch den Urheber oder Inhaber dieses Rechts 11. Im juristischen Bereich stellt die Lizenz einen Vertrag dar, durch welchen einfache oder ausschließliche Rechte eingeräumt werden können. Hinter der Lizenzierung im Softwarebereich standen und stehen in erster Linie wirtschaftliche Interessen der Monopolisten wie IBM und Microsoft. Gleichzeitig dienten und dienen die mit IBM und Microsoft abgeschlossenen Lizenzen auch den Lizenznehmern, da diesen Wartung, Gewährleistung, Kompatibilität und Weiterentwicklung zugesichert wurden und wird. Die Lizenz ist Schutzinstrument neben den gesetzlichen Bestimmungen 12 und versucht oftmals dem Benutzer Pflichten aufzubürden, die keinen Rückhalt in den gesetzlichen Bestimmungen finden. Die Lizenz bürdet Lizenzgeber wie - nehmer Pflichten auf, die den Lizenzgeber vor allem bei der Gewährleistung treffen. Das Besondere an Open Source Lizenzen ist, dass einfache Nutzungsrechte pauschal an jedermann eingeräumt werden. Die Entstehung von Softwarelizenzen ist eng mit der Entwicklung der Softwareindustrie verbunden und wird im Folgenden erläutert Siehe Kap 3. 7

25 Entstehung und Entwicklung Die Geschichte der Softwareindustrie Ende der 50er Jahre im letzen Jahrhundert setzten immer mehr Firmen EDV ein und Programmierer sahen erstmals ihre Chance, mit dem Anbieten ihrer Leistungen Geld zu verdienen 13. Bereits Anfang der 60er Jahre konnte ein Kunde, der Hardware bei einem der damaligen Anbieter erwarb, darauf vertrauen, dass er die Software sowie Betriebssystem und gewünschte Applikationssoftware schon im Preis der Hardware inkludiert mitbekam. 14 Bei der Software handelte es sich meist um reine Individualsoftware, die auf die Bedürfnisse des Kunden hin programmiert wurde und die im Quellcode vorlag. 15 Ende 1960 beherrschte weitgehend IBM den Großrechnermarkt, da es das erste Unternehmen war, das den größten Marktanteil an kompatiblen Maschinen aufwies und damit für diese Computer die höchste Softwareverfügbarkeit reklamieren konnte. Ähnlich verstand es DEC damals, als erstes Unternehmen diese Segmente im Minicomputerbereich zu bedienen 16. IBM wollte seine Produkte nicht verkaufen, sondern vermieten bzw. verleasen. Was heute als getrennte Ware bzw. Dienstleistung wahrgenommen wird Hardware auf der einen Seite, Software und Support auf der anderen - wurde als einheitliche Leistung vertrieben. Auf diese Weise gelang es IBM Kunden an sich zu binden. Wer einen IBM-Rechner hatte, der benutzte IBM- Software Die Hersteller förderten sogar die Selbstorganisation ihrer programmierkompetenten Nutzer in Usergroups, wie bspw dem 1955 gegründeten Share von IBM, welches auch heute noch unter aktiv ist Mühlbauer, Die Resozialisierung des Giganten, 8

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