DISKUSSIONSBEITRÄGE DER FAKULTÄT FÜR BETRIEBSWIRTSCHAFTSLEHRE MERCATOR SCHOOL OF MANAGEMENT UNIVERSITÄT DUISBURG-ESSEN. Nr. 350

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1 DISKUSSIONSBEITRÄGE DER FAKULTÄT FÜR BETRIEBSWIRTSCHAFTSLEHRE MERCATOR SCHOOL OF MANAGEMENT UNIVERSITÄT DUISBURG-ESSEN Nr. 350 Ein konzeptioneller Business-Intelligence-Ansatz zur Gestaltung von Geschäftsprozessen auf Basis strategischer Planungsmethoden Nils Schafft Markus Linden Universität Duisburg-Essen Fakultät für Betriebswirtschaftslehre Mercator School of Management Department of Technology and Operations Management Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Operations Research Lotharstraße 65 D Duisburg Telefon: (+49)203 / Telefax: (+49)203 / URL: Februar 2010

2 I Inhaltsverzeichnis Abbildungsverzeichnis...III Tabellenverzeichnis... IV Abkürzungsverzeichnis...V 1 Einleitung Kernbereiche strategischer, informations- und prozessorientierter Unternehmensführung Grundlagen der strategischen Unternehmensführung Merkmale, Gegenstand und Aufgaben des strategischen Managements Strategische Planung und Zielbildung Umwelt- und Unternehmensanalyse Strategieformulierung, -formen und Strategiewahl Strategieimplementierung Kontrolle und Operationalisierung strategischer Ziele Begriffsverständnis und Definitionsansätze von Business Intelligence Definitorische Abgrenzungen Data-Warehouse-Konzept Ansätze zur Verbindung von Business Intelligence und dem Geschäftsprozessmanagement Ausgewählte Aspekte des Prozessmanagements Definition und Begriffsabgrenzungen Zielsetzung, Nutzenpotentiale und Tätigkeiten Strategiebezug und Identifikation von Prozessen Modellierung, Implementierung, Überwachung und Steuerung von Prozessen Weiterentwicklung und Verbesserung von Prozessen...51

3 II 3 Einsatz von strategischen Planungsmethoden zur Ableitung von Geschäftsregeln für eine regelbasierte Prozessgestaltung Informationen als zentraler Bestandteil der Unternehmensführung Informationsbedarfsermittlung in der strategischen Planung Business-Rules-Ansatz Definitorische Abgrenzungen, Nutzenpotentiale und Business-Rules- Management Abgrenzung operativer und dispositiver Geschäftsregeln Konzeption eines Business-Intelligence-Ansatzes für eine regelbasierte Prozessgestaltung Geschäftsregeln als Teilbereich von Business Intelligence Identifikation und Neugestaltung strategischer Kernprozesse mit analytischen Informationssystemen Ableitung von Geschäftsregeln aus der strategischen Planung Regelbasierte Geschäftsprozessgestaltung Kritische Würdigung des entwickelten Business-Intelligence-Ansatzes Anwendungs- und Fallbeispiel Ableitung dispositiver Geschäftsregeln aus der strategischen Planung mittels einer Balanced Scorecard Dispositive Geschäftsregeln zur Gestaltung eines exemplarischen Beschaffungsprozesses Zusammenfassung, Fazit, Ausblick Literaturverzeichnis Anhang...121

4 1 1 Einleitung Eine Studie des Business Application Research Center (BARC) aus dem Jahr 2008 ergab, dass die strategische Planung von Unternehmen häufig geringer als fünf Jahre angesetzt wird. Innerhalb der Studie wurden in diesem Zusammenhang Kritikpunkte identifiziert, wie eine mangelnde Flexibilität im Planungsprozess einerseits und eine unzureichende Anpassung der Planung aufgrund starrer Prozesse andererseits. 1 Dies hat zur Folge, dass Planungsprozesse in geringeren Abständen neu durchlaufen werden, was wiederum Auswirkungen auf die Geschäftsprozesse hat. Darüber hinaus bedingen unternehmensexterne Veränderungen, wie veränderte Markt- und Wettbewerbssituationen oder volkswirtschaftliche Schocks in besonderem Maße die Unternehmensstrategie, damit den Planungsprozess und dadurch die Geschäftsprozesse in unbestimmten Abständen. Daraus ergibt sich die Frage nach einer geeigneten informationstechnischen und integrierten Unterstützung dieses dynamischen Anpassungsprozesses. Desweiteren werden derzeit Konzepte zur Verbindung analytischer Daten mit den Geschäftsprozessen unter dem Begriff Operational BI diskutiert. Untersuchungsgegenstand dieses Berichts ist daher die Verknüpfung der strategischen/taktischen Planung über Informationsprozessmodelle mit sog. Business Rules, mit dem Ziel, Nutzenpotentiale durch einen konzeptionellen BI-Ansatz im Bereich der Prozessgestaltung zu erörtern. Die Business Rules dienen dabei als Rahmen für die Geschäftsprozessgestaltung auf dispositiver Ebene und der Geschäftsprozessausführung aus operativer Sicht im Kontext des kontinuierlichen Prozessmanagements (KPM). Desweiteren werden Implikationen hinsichtlich der Strategieimplementierung und -kontrolle ausgeführt. Der Aufbau des Berichts zeigt sich in Abbildung 1. Das erste Kapitel beinhaltet grundlegende Themenbereiche der strategischen Unternehmensführung, Business Intelligence und dem Prozessmanagement, die für die spätere Konzeption eines Business- Intelligence-Ansatzes nötig sind. Hierbei wird in einem ersten Teil die strategische Unternehmensführung vor allem unter den Gesichtspunkten der strategischen Zielbildung und Planung betrachtet, um der Frage nachzugehen, wie strategische Ziele operationalisiert werden können. Vor dem Hintergrund der Informationsversorgung des Managements wird zu dem Themenkomplex der Informationssysteme übergeleitet. Dort werden definitorische Abgrenzungen zum Begriff Business Intelligence vorangestellt sowie das damit verbundene Data-Warehouse-Konzept behandelt. Im Zuge dessen wird 1 Vgl. BARC (2008).

5 2 das in diesem Bericht zugrunde gelegte Business-Intelligence-Verständnis konkretisiert. Darüber hinaus werden Nutzenpotentiale von Business Intelligence vorgestellt. Das Themenfeld Operational BI und assoziierte Begriffe bilden, als eine Verbindung von Business Intelligence und dem Geschäftsprozessmanagement, die Überleitung zu dem Themenbereich der Geschäftsprozesse. In einem letzten Abschnitt wird der Bereich des Prozessmanagements thematisiert. Kapitel drei beginnt mit einer Darstellung der sog. Informationsprozessmodelle zur strategischen Planung mit Data-Warehouse-Systemen. Desweiteren wird der Business- Rules-Ansatz vorgestellt und in den Themenkomplex Business Intelligence eingeordnet. Der Konzeptionelle Business-Intelligence-Ansatz versucht die ausgeführten Themenbereiche in sich zu vereinen. Abb. 1: Gang des Berichts (Quelle: eigene Darstellung) Im vierten Kapitel wird der entwickelte Business-Intelligence-Ansatz einem Anwendungsfall unter der Hinzunahme einer Prozess-Balanced-Scorecard unterzogen. Das fünfte Kapitel umfasst eine abschließende Zusammenfassung und das Fazit dieses Berichts. Der Anhang beinhaltet weiterführende Informationen.

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