Facility Management vs. Technische CMDB

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1 Abstract Facility Management Systeme bieten immer häufiger Mdule für Kabelmanagement und andere Bereiche des Knfiguratinsmanagements an. Wir vn der AixpertSft, als Hersteller einer Advanced CMDB für das Cnfiguratin Management, stellen bei dem Thema fest, dass die Erwartungshaltungen mancher Kunden sich gänzlich vn unserem Prduktziel unterscheiden. Dieses Whitepaper befasst sich mit der Darstellung der Unterschiede zwischen Lösungen für das Facility Management und dem Einsatz einer technischen CMDB für das Knfiguratinsmanagement. Grundsätzlich wird untersucht, w die jeweiligen Grenzen im Hinblick auf das Kabelmanagement liegen und für welchen Anwendungszweck welches System geeigneter erscheint. Dabei werden wir auch mögliche Kpplungen beider Systeme diskutieren, die sich aber als wenig sinnvll erweisen werden. AixpertSft GmbH Pascalstraße 25, AACHEN, GERMANY Telefn:

2 Die AixpertSft GmbH (gesprchen Expert-Sft ) ist ein privates Sftwareunternehmen mit Sitz in Aachen. Der Firmenname ist eine Ableitung vn Aix-la-Chapelle, dem französischen Namen der Kaiserstadt Aachen. Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung in der Dkumentatin und Verwaltung vn IT-Infrastrukturen, tritt AixpertSft mit grßer Fachkmpetenz im Bereich Infrastructure Resurce Management (IRM) am Markt auf. In der bereits 20-jährigen Geschäftstätigkeit knnte sie ihr hchspezialisiertes Wissen bei der Erstellung eigener Sftwareprdukte etablieren. Ursprünglich war AixpertSft ein Teil des deutschen IT-Beratungsunternehmens CmCnsult Kmmunikatinstechnik GmbH. Im Jahr 2006 wurde die AixpertSft mit dem Ziel ausgegliedert, es als eigenständiges Unternehmen zu psitinieren. Frtan knzentrierte sich CmCnsult auf unabhängige Beratungs- und Schulungstätigkeiten, AixpertSft hingegen auf das Sftwaregeschäft. Management-, Vertriebs- und Entwicklungsteams sind in aktueller Knstellatin bereits seit den frühen 90er Jahren im Unternehmen aktiv. Daraus ergibt sich ein kntinuierlich gewachsener Erfahrungsschatz, der den Kunden hchwertige Leistungen garantiert. Insbesndere die vielfachen Kundeneinsätze in den Bereichen Telekmmunikatin, Autmbilindustrie, Bankwesen, Versicherung und Verwaltung haben zu einer intensiven Kenntnis dieser Branchen und deren spezifischen Anfrderungen an die IT geführt. Das Prdukt AixBOMS befindet sich derzeit schn in der dritten Entwicklungsgeneratin und prfitiert vn den vielen Einsatzszenarien der Vrgängerversinen, die nicht zuletzt durch das Feedback aus den Kundenprjekten entscheidend beeinflusst wurden. AixpertSft GmbH Pascalstraße AACHEN GERMANY Telefn: Fax: Disclaimer: This dcument cntains n statement f warranty, binding ffer r specificatin fr subsequent cntractual cntent. Cntractual cntent is specified separately with custmers based n their individual circumstances. 2

3 Facility Management und Technische CMDB Was verbirgt sich hinter diesen Begriffen? Facility Management Systeme bieten immer häufiger Mdule für Kabelmanagement und andere Bereiche des Knfiguratinsmanagements an. Wir vn der AixpertSft, als Hersteller einer Advanced CMDB für das Cnfiguratin Management, stellen bei dem Thema fest, dass die Erwartungshaltungen mancher Kunden sich gänzlich vn unserem Prduktziel unterscheiden. Diese spielen mit dem Gedanken, ein CAFM 1 -System statt einer echten Kabelmanagement- Lösung einzusetzen. Aber: Eine bunte Plylinie in einem Grafikprgramm macht nch lange kein Kabel. Bei diesen Diskussinen ist es vn Bedeutung, b man Infrastrukturmanagement gleichbedeutend mit Flächenbewirtschaftung verwendet, bei der es im Wesentlichen um die Bereitstellung vn Fläche, Strm, Klimatisierung und auch Verkabelungsinfrastruktur geht. Sll aber das Kabelmanagement für die Sicherstellung der IT-Infrastruktur verwendet werden, bei der es insbesndere auch um Dienstleistungen an Mitarbeitern geht, werden wesentliche Unterschiede 1 CAFM: Cmputer Aided Facility Management 3

4 deutlich. Vermarktet der Kunde sgar auf der Infrastruktur basierende Dienste, wie es beispielsweise bei einem Online-Webshp der Fall ist, wird das Thema ums spannender. Dieses Whitepaper befasst sich mit der Darstellung der Unterschiede zwischen Lösungen für das Facility Management und dem Einsatz einer technischen CMDB für das Knfiguratinsmanagement. Grundsätzlich wird untersucht, w die jeweiligen Grenzen im Hinblick auf das Kabelmanagement liegen und für welchen Anwendungszweck welches System geeigneter erscheint. Dabei werden wir auch mögliche Kpplungen beider Systeme diskutieren, die sich aber als wenig sinnvll erweisen werden. Wir stellen fest: Facility Management kann kein Kabelmanagement. und behaupten sgar: Kabelmanagement ist nur mit einer technischen CMDB möglich. Für Kabelmanagement gibt es keine allgemein gültige Definitin. Es wird ft im gleichen Atemzug mit Cnnectivity (Verbindungs-) Management der Data Center (Rechenzentrums-) Management verwendet. Wir werden deshalb in diesem Whitepaper Beispiele wählen, die wir als typisch für diesen Aufgabenbereich als Teildisziplin des Cnfiguratin Managements gemäß ITIL ansehen. Vrangestellt seien zunächst allgemein verfügbare Definitinen zu den beiden Begriffen Facility Management und Cnfiguratin Management: 4

5 Begriffsbestimmung Facility Management System Facility Management (gebräuchliche Abkürzung: FM) bezeichnet die Verwaltung und Bewirtschaftung vn Gebäuden, Anlagen und Einrichtungen (engl. facilities).... In Deutschland ist dieser Fachbegriff in der DIN EN auch zur Verwendung im Deutschen genrmt. Das Facility Management (FM) umfasst die prfessinelle Abwicklung vn Sekundärprzessen. Dazu gehören technische, infrastrukturelle und kaufmännische Aufgaben, die nicht in das Kerngeschäft einer Organisatin fallen, sndern dieses unterstützen (siehe auch Gebäudemanagement im Crprate Real Estate Management). Beispiele dafür sind die Wartung vn Reinraumbelüftungen in der Halbleiterherstellung, die Bühnenbeleuchtung in Knzerthäusern, aber auch das Beschaffungsmanagement für sämtliche Energiearten und Reinigungsmaschinen, die in einem Gebäude benötigt werden... Das Gebäudemanagement ist ein Teil des Facility Managements und umfasst neben der Hausverwaltung auch die bauliche Betreuung vn Gebäuden. Ziel der krdinierten Abwicklung vn Przessen ist dabei, die Betriebs- und Bewirtschaftungsksten dauerhaft zu senken, Fixksten zu flexibilisieren, die technische Verfügbarkeit der Anlagen zu sichern swie den Wert vn Gebäuden und Anlagen langfristig zu erhalten.... Der englische Begriff Facility bezeichnet zusammenfassend alle Grundstücke, Gebäude, Anlagen, Maschinen, Versrgungseinrichtungen und -installatinen, die für die Prduktin, Erstellung vn Leistungen und Sicherstellung aller Przesse innerhalb vn Immbilien der ganzen Liegenschaften erfrderlich sind. Das Management dieser Facilities umfasst den ganzheitlichen Ansatz für die Planung, den Bau, den Betrieb, die Kntrlle, die Przesssicherstellung, deren ständige Optimierung, die erflgsrientierte Verwaltung und Vermarktung. (Wikipedia: Stichwrt Facility Management) Die GEFMA (German Facility Management Assciatin) definiert Facility Management wie flgt: Als CAFM-Sftware im Sinne dieser Richtlinie gelten Sftware-Werkzeuge, welche die spezifischen Przesse des Facility Managements und die daran direkt der indirekt (z.b. als Infrmatinsnachfrager) beteiligten Persnen unterstützen. Alle im Lebenszyklus vn Facilities anfallenden Daten werden elektrnisch verarbeitet. GEFMA (German Facility Management Assciatin): 1989 gegründet versteht sich GEFMA als das deutsche Netzwerk der Entscheider im Facility Management (FM). Über 700 Mitglieder haben sich im Verband rganisiert, um sich gemeinsam für Bekanntheit und Weiterentwicklung des FM einzusetzen. GEFMA engagiert sich in der Nrmungsarbeit für FM. Das erarbeitete Richtlinienwerk ist Basis für qualitätsrientierte FM- Dienstleistungen und für Branchenknsens. (www.gefma.de) 5

6 Ausschnitt aus einem digitalisierten Flächenplan Die flgenden Themen werden vn der GEFMA dem Verantwrtungsbereich des Facility Managements zugerdnet (siehe dazu auch im Anhang: Anfrderungen an das CAFM aus der GEFMA 400 ): Bestandsdkumentatin: Flächenmanagement: Reinigungsmanagement: Umzugsmanagement: textuelle und zeichnerische Beschreibung vn Liegenschaften, Gebäuden, Räumen, technischen Anlagen swie Freiflächen und Inventar verwaltet Flächenmaßgrößen, Flächenart (z.b. nach DIN 277) und Nutzungsart nach anwenderspezifischen Kategrien zur Planung und Ausschreibung vn Reinigungsarbeiten Umzugsplanung und Durchführung Instandhaltungsmanagement: Wartung und Störungen Schließanlagenverwaltung Medienverbräuche: Vertragsmanagement: Vermietung: Betriebskstenmanagement: Dkumentatin der Schließanlagen inkl. Schlüssel, Zylinder, Tür und Nutzer des Raumes Elektr, Wärme und Wasser, Sndermedien (für spezielle technlgische Przesse). Das Ziel ist eine maximale Transparenz hinsichtlich Verbräuchen und Ksten Wartungs- und Mietverträge Mietvertragsdaten und exakte architektnische Flächenzurdnung Dkumentatin und Auswertung aller Betriebskstenarten Cntrlling liefert Infrmatinen über Verfügbarkeit und Nutzungsgrad der Anlagen, Warnmeldungen bei Unregelmäßigkeiten, Fristverflgung, Flächen- und Kstenkennzahlen Facility Management ist nicht Gebäudeleittechnik Als Gebäudeleittechnik (GLT) wird Sftware bezeichnet, mit der Gebäude überwacht und gesteuert werden. GLT-Systeme stellen szusagen den technischen Management-Aspekt in Gebäuden dar, im Gegensatz zu den administrativen und betriebswirtschaftlich rientierten CAFM-Systemen. 6

7 Begriffsbestimmung Cnfiguratin Management Cnfiguratin Management Database (CMDB) bezeichnet einen Begriff aus der Infrmatik. Nach der IT Infrastructure Library [ITIL] handelt es sich bei der CMDB um eine Datenbank, welche dem Zugriff und der Verwaltung vn Cnfiguratin Items dient. Als Cnfiguratin Item (CI) werden dabei im IT-Management alle Betriebsmittel der IT bezeichnet. Unter Cnfiguratin versteht man in diesem Zusammenhang den Bestand und die gegenseitigen Abhängigkeiten der verwalteten Objekte. (Wikipedia: Stichwrt CMDB) Wir verwenden hier das Attribut technisch, weil wir uns bei der CMDB auf die technischen Aspekte des Kabelmanagements beschränken, damit sie sich mit Facility Management überhaupt vergleichen lässt. Die technische CMDB bildet die Zusammenhänge und Strukturen der IT ab. Hierbei kmmt es weniger auf die einzelne technische Kmpnente als Inventarbestandteil an, sndern vielmehr auf ihre technischen Beziehungen und ihr Beitrag zur Erbringung eines technischen Dienstes. Sie bildet die Basis für das Cnfiguratin Management. Wenn man sich die Themenauflistung in einer Bestandsdkumentatin ansieht, kmmt man auf die flgende Struktur: Service Business Service Management Annahme Call Center Einbuchung Webshp Auslieferung Rechnungsstellung Geschäftsprzess Applikatin Virtualisierung Server Artikel DB Lager Webshp Appl-Server Web-Server Auslieferung SAP Client SAP Lgistik SAP-DB LAN Cnnect Service Netzwerk-Cnnectivity Netzwerk-Adressen Verkabelung mit Racks und Kabeln Fläche mit Kabeltrassen Switch Server DB SW HW Appl. Infrastruktur Cnfiguratin Infrastruktur Management Diese Strukturen sind teilweise in sich schn sehr kmplex, aber nur dann aus IT-Sicht vllständig, wenn auch im Sinne des Kabelmanagements die Verbindungen mit der physikalischen Basis, den Kabeln und Racks, abgebildet werden. Um dem Ziel, den sicheren Betrieb und die Autmatisierung der IT, s nah wie möglich zu kmmen, sind Applikatinen zur Pflege dieser Strukturen und der damit verknüpften Daten erfrderlich. Betriebswirtschaftliche Aspekte stehen bei der technischen CMDB etwas mehr im Hintergrund. Selbstverständlich sind Analysen, Dashbards und Reprts ebenfalls vrhanden, die mit Fkus auf die CMDB-verwandten Themen auch betriebswirtschaftliche Aussagen enthalten: 7

8 CMDB-basierte Analysen für aktuelle Themen aus dem Cnfiguratin Management: Netzwerke, Services und Server Aber zu Kabelmanagement gehört auch ein Bereich Flächenmanagement für Etagenpläne swie grafische Ansichten vn Verteilerschränken. Kabel sind für die IT kmplexe Gebilde mit einer Vielzahl vn Verbindungspunkten und Attributen: Verbindungsanalyse eines Kabelmanagements Regeln im Management-System srgen für die Überprüfung der technischen Beschaltbarkeit vn einzelnen Verbindungspunkten für das Kabel, aber auch für kmplette Leitungswege über mehrere Kabel und Rangierfelder der Anschlußbuchten hinweg. Auf diese Weise können wichtige Aspekte, wie eine effiziente Fehlersuche aber auch redundante Beschaltungen zur Vermeidung größerer Störungen des Netzbetriebs, berücksichtigt werden. Eine Darstellung als bunte Linie reicht als allenfalls zur Beschreibung des Kabelverlaufs aus, nicht aber zu seiner Verwaltung und Integratin in das Tagesgeschäft einer servicerientierten IT. 8

9 Eine erste Annäherung Bei beiden Ansätzen geht es um die Verwaltung vn Gebäuden, Flächen und Räumen mit den darin enthaltenen Kmpnenten und Versrgunsgeinrichtungen. Das Facility Management knzentriert sich auf die Gebäudetechnik, wie Wasser, Strm, Klima, Belüftung, Heizung, Sanitär, Rhre, Verkabelung und Platzversrgung, um die Gebäude ptimal zu bewirtschaften und die Ksten dabei zu minimieren. Das technische Knfiguratinsmanagement ist für die Einrichtungen und Verbindungen zuständig, die für die Geschäftsprzesse des Unternehmens erfrderlich sind. Diese den tagtäglichen Anfrderungen anzupassen und dabei ständig ihr rdnungsgemäßes Funktinieren sicherzustellen und nachzuweisen, ist die Hauptaufgabe einer technischen CMDB. Überschneidungen gibt es bei der Verwaltung vn Flächen, der Strm-Versrgung und Temperaturüberwachung in den Rechnerräumen und der Netzwerkverbindung vn Arbeitsplätzen und Netzkmpnenten. S sind Prdukte entstanden, die ursprünglich für das Facility Management gedacht waren und durch Weiterentwicklungen nun auch Teilaufgaben einer technischen CMDB übernehmen und umgekehrt. Facility Management für die Gebäudeverwaltung technische CMDB für die Verwaltung der IT Infrastruktur Beim ersten Hinsehen hat es ein Kunde bei beiden Systemen mit Zeichnungen für Etagen und Technikraumkmpnenten zu tun. Die CAD-Fähigkeiten vn Facility Management Systemen (CAFM 2 -Systemen) sind sehr stark ausgeprägt und daher sieht die Oberfläche häufig grafisch besser aus als bei Kabelmanagement-Systemen, die definitinsgemäß technisch rientiert sind. CMDB-basierter Flächenplan für ein Rechenzentrum 2 CAFM: Cmputer Aided Facility Management 9

10 Ein Grund hierfür ist die starke Integratin der Knfiguratinsgrafiken in die darunterliegende CMDB: Änderung vn Datenbankbjekten werden auch autmatisch für die in der Grafik betrffenen Elemente vrgenmmen. Umgekehrt ist das genaus: wird in der Grafik ein CI- Objekt verschben, gelöscht der mit anderen grafischen Attributen versehen, wird das auch autmatisch in der Datenbank gesichert. Mehr nch, über Kntextmenüs können auf dem CI, welches zu dem ausgewählten Grafikelement gehört, Managementperatinen ausgeführt werden. Damit werden ftmals abstrakte Aufgaben aus dem Tagesgeschäft der IT-Betreuer, wie die Vergabe vn IP-Adressen der die Umzüge vn Arbeitsplätzen mittels CMDB anschaulicher und letztendlich auch sicherer. Wizard für die Verbindungserstellung mit geeigneten Vrschlägen aus der CMDB Durch die starke Verknüpfung zwischen Grafik und CMDB werden diese Infrmatinen auch leicht zugänglich für Zusatzapplikatinen, die es im Zusammenhang mit Kabel- und Rechenzentrumsmanagement reichlich gibt. Nur s hat man eine Chance, all diese vm Cnfiguratin Management eingeschlssenen Themenbereiche mit einem durchdachten Datenknzept unter einen Hut zu bringen und mit einer ganzheitlichen Sftware-Suite über ein GUI zu managen. Und gerade dieser Aspekt ist heutzutage vn grßer Bedeutung, w es heißt, die hetergene Vielfalt vn IT- Infrastruktur-Kmpnenten mit all ihren speziellen Fähigkeiten, ptimal verwalten zu können. Ausschnitt aus einer beschreibbaren Attributliste für Server inkl. Template-Infrmatin Bei CAD-Systemen sind zwar Ansätze für ein Datenbankknzept vrhanden, was aber nur bis zur Besetzung vn freien Attributen betrieben wird. Hier fehlen Möglichkeiten, Beziehungen zu definieren und bei ähnlichen Kmpnenten auch Klassenverbände zu bilden, die ähnliche Attribute / Eigenschaften haben. Diese erhalten in einem echten Datenmdell Namen, wie zum Beispiel CstCenter, Lcatin, Serial-N., Cnditin,... über die Eigenschaften vn Objekten abgeprüft werden können. Außerdem ist es möglich, Vrbelegungen, Kpiervrlagen (Templates) und insbesndere bei eingeschränkter Wertigkeit der Attribute auch Auswahllisten zu verwenden, s dass das Anlegen eines neuen Objektes weniger aufwändig, aber zugleich sicherer (knsistenter) ist, weniger Spezialwissen erfrdert und bei Massenperatinen zu einer spürbaren Zeitersparnis führt. Die einfachen Datenstrukturen der CAFM-Systeme lassen revisinssichere Datensätze zu, was bei kmplexen CMDB-Mdellen nicht hne zusätzliche Regelungen möglich ist (siehe dazu auch unser Whitepaper ERP vs. CMDB ). 10

11 W sind die Grenzen der jeweiligen Aufgabenbereiche? Im Flgenden werden wir die beiden Ansätze genauer betrachten und sehen, w die Hauptaufgaben, aber auch die jeweiligen Grenzen liegen. Facility Management Hauptaufgaben des Facility Managements Die Hauptaufgaben des Facility Managements sind alle Arbeiten, bei denen es um die Einrichtung, Instandhaltung und Mdernisierung vn Gebäudeteilen, Einrichtungen und Versrgung mit Wasser, Heizung, Sanitär, Luft, Klima, Schließanlagen, Strm, Telefn, etc. geht. In punct Strmversrgung, Verkabelung und Klima könnte darunter auch die Verwaltung vn IT- Kmpnenten und Rechenzentren fallen. In den Spezifikatinen (GEMA 400, IFMA, siehe Anlagen) ist das aber nicht enthalten. Wir werden an einigen Beispielen sehen, dass dies hne zusätzliche Daten, insbesndere hne detaillierte Infrmatinen über Beziehungen und Strukturen innerhalb der IT Infrastruktur, auch gar nicht möglich ist. Facility Management sll die Przesse des Immbilienverwalters unterstützen und hat damit einen stark administrativen und betriebswirtschaftlichen Charakter. Im Mittelpunkt steht das Mietbjekt mit angemieteter Fläche, welches Inventar gehört dazu, welche Schlüssel, Reinigung und Wartung, Störungsbearbeitung, Verbrauchsdaten, Abrechnung etc. Auch IT-Kmpnenten werden im FM als unverknüpfte Inventarbjekte angesehen, die für FM-Aufgaben wie Abschreibung der auch Wartungsaufgaben verwendet werden. Ein Umzugsprzess im Facility Management wird z.b. in Anlehnung an GEFMA 400 wie flgt beschrieben: Die Umzugsplanung ermittelt die verfügbaren Freiflächen und simuliert Einrichtungs- und Umzugsvarianten. Der Umzug wird durchgeführt für Einzelinventar, Arbeitsplätze bzw. Mitarbeitern. Für die Umzugsdurchführung sind flgende Unterlagen erfrderlich: verschiedene Aufkleber, aktualisierte Grundriss- und Einrichtungspläne (Sll-Zustand als neuer Ist-Zustand), verschieden Listen für die Durchführung. Der Fkus liegt hier ganz eindeutig auf Flächenmanagement und Durchführung der eigentlichen Transprtaufgabe, nicht auf einem technischen Abbau und Wiederausbau. Betrachten wir einmal den Umzug eines Arbeitsplatzes in eine andere Etage aus IT-Sicht. Dieser bedeutet neben dem Umschwenken der betrffenen Rufnummer auch ein Umpatchen der aktuellen Netzwerkverbindung an einen anderen Verteiler und möglicherweise auch in ein anderes Subnetz. Infrmatinen und Prüfungen, b es sich um ein geschützte Netz (VLAN) handelt, welche Kabel- und Steckertypen und welche Adressenänderungen (IP) erfrderlich sind und b auch nch die Einrichtung eines anderen Etagendruckers benötigt wird, kann ein Facility Management nicht liefern. Diese Aufgaben fallen ganz klar in den Bereich Cnfiguratin Managements gemäß ITIL und einige davn werden wegen ihrer Auswirkung auf die Netzsicherheit vn einer IT auch als kritisch eingestuft. Das wird nch klarer, wenn vm Umzug eine zentrale Kmpnente, wie ein Server betrffen ist. 11

12 Zum Facility Management gehören stattdessen Verwaltungsaufgaben aus dem Bereich Hausmeistertätigkeiten Gebäudereinigung An- und Umbauten Umzüge Vermietungen Abrechnungen vn Betriebsksten und Mieteinnahmen Ausschreibungen Verträge Statistiken über Flächenauslastungen... Nicht zu den Aufgaben des Facility Managements gehören die Überwachung vn Dienstleistungen der IT (wie Webservices) der übergerdneten Geschäftsprzessen (wie einem Prtal für Internet-Anbieter). Es fehlen nicht nur Struktur und Abhängigkeitsinfrmatinen der Dienste und der betrffenen IT-Infrastruktur, sndern auch Analysen wie die Impact-Analyse. Diese liefert alle Services und Kmpnenten, die vn einer Störung der betrachteten Kmpnente betrffen sind. Darüber kann eine Fachabteilung die Wichtigkeit vn Kmpnenten und insbesndere vn Verbindungen für die Entwicklung eines Backup-Knzeptes einschätzen. Außerdem ist die Einleitung vn Maßnahmen zur Vermeidung unnötiger Eskalatinen im Störungsfall gezielter möglich. Beispiel für eine CMDB-basierte Service-Analyse (Tp-Dwn) Auch Verbindungen über unbekannte Streckenverläufe, wie zum Beispiel Mietleitungen, die im Verantwrtungsbereich vn externen Anbietern liegen der auch slche, die nicht vn den jeweiligen Geschäftsstellen sndern vn ihren übergerdneten Zentralen verwaltet werden, können nicht über ein Facility Management verwaltet werden. Das gleiche gilt für die Vergabe vn Netzwerkadressen und die Aufteilung der lgischen Netzstruktur, swie die Suche nach geeigneten Wegen im Netz, bei der auch (lgische) Kriterien berücksichtigt werden sllen (festgelegte Teilstrecken, neue Patchungen,...). Diese Aufgaben sind aber für das Kabel- und Verbindungsmanagement vn grßer Bedeutung. 12

13 Datenmdell des Facility Managements Die für das Facility Management erfrderlichen Daten werden u.a. in einem Raumbuch gespeichert. Darunter fallen exakte Flächenberechnungen Flächennutzungsart Ksten Mieteinnahmen Flächen- und Etagenpläne Zählerstände für Strm, Wasser,... Mietverträge, Kündigungsfristen... Dazu gehören auch Infrmatinen, die als Stammdaten bezeichnet werden. Das sind Daten zu Persnen, Abteilungen, Lkatinen, Flächen,... Hier gibt es Überschneidungen zur CMDB, die diese Infrmatinen ebenfalls speichert, um Beziehungen zwischen der IT-Infrastruktur und den darauf basierenden Diensten, betrffenen Persnen,... verwalten zu können. Über die Haltung der Daten gibt es keine genauen Spezifikatinen, genaus wie über mögliche Beziehungen der Integratinen zu anderen Management-Bereichen. Daher sind hier einfache Daten mdelle in listenähnlicher Frm ( Excel-Tabelle ) üblich. Einzelnen Einträgen wird eine zumeist feste Anzahl an Attributen zugerdnet, die ft weder in der Art nch in der Namensgebung auf den Charakter des zugehörigen Eintrags zugeschnitten sind. Dem steht bei einer CMDB ein bjektrientiertes Datenmdell gegenüber, mit seinen besnderen Vrteilen in der Erweiterbarkeit, Integratin und Datenpflege (Stichwrt Knsistenz ). Näheres dazu ist im CMDB-Teil zu lesen. Listenverwaltung der CIs mit je 5 unbenannten Attributen, Knsistenzüberwachung nicht möglich Will man beispielsweise alle Prt-Infrmatinen zu einem Verteiler an einem bestimmten Standrt wissen, wird man diese whl kaum aus den Attributen im Raumbuch ermitteln können. Gründe dafür sind neben der begrenzten Anzahl der Attribute auch die fehlende Autmatisierung aller erfrderlichen Eingaben und die fehlenden Plausibilitäten, die eine einheitliche Beschreibung erzwingen. Selbst bei einer knsequenten und gewissenhaften Unterstützung seitens des Facility Managements ist mangels der unbenannten Attribute eine Suche nach speziellen Kmpnententypspezifische Listenverwaltung der CIs hne Knsistenzüberwachung (manuell) 13

14 Attributen nicht einfach durchzuführen. Sucht man im Rahmen eines Mdernisierungsprjekts nach allen Rutern eines bestimmten Typs, muss man im schlimmsten Fall in allen Grafiken nach den jeweiligen Lgs schauen. Diese Methden gehören mittlerweile der Vergangenheit an und stehen in mdernen Kabelmanagement-Lösungen ausreichend autmatisiert zur Verfügung. Ausschnitt (257 vn über 30000) aus einer Liste aller Prts inkl. Infrmatinen über Belegung und zugehöriges Patchpanel Ein Facility Management basiert auf Übersichtsplänen für Gebäude-, Etagen und Räume, die vn der Sftware grafisch aufbereitet und mit Zusatzinfrmatinen bestückt werden können. Häufig sind dafür Grafikprgramme (wie CAD) zusätzlich erfrderlich, damit Umbaumaßnahmen auch in den Grafiken nachvllzgen werden können. Wie und welche Daten vn dem System vrgehalten werden, ist prduktspezifisch. Damit sind insbesndere Einschränkungen bei der Integratin / Kpplung mit anderen Management-Prdukten vrprgrammiert. Bei der Verwaltung der Flächen und Räume spielen Infrmatinen wie ihr Nutzungsgrad, aktuelle Belegungen, Wartungs- und Service-Infrmatinen und in einigen Fällen auch die physikalische Bestückung vn Schränken in Rechnerräumen eine Rlle. Infrmatinen, welches Kabel whin führt der mit welchem Prt ein PC am Verteiler verbunden ist, fallen aber nicht in den Aufgabenbereich des Facility Managements. Drt ist nur wichtig, dass ausreichend Kabel in rdnungsgemäßer Weise verlegt wrden sind. Die Leitungskanäle selbst sind wegen ihrer Berücksichtigung bei der Gebäudeplanung und bei Umbauten sicherlich Gegenstand des Facility Management und auch in den Grafiken enthalten. Daraus lässt sich aber keine Zurdnung zu den Prt-zu-Prt-Verbindungen innerhalb des Unternehmensnetzes ableiten. Netzwerkinfrmatinen wie Adressen der VLAN 3 -Bereiche gehören ebenfalls nicht in den Aufgabenbereich des Facility Managements. Ob der Umzug eines PCs in einen unzulässigen IP-Subnetzbereich führt, kann s überhaupt nicht herausgefunden werden. Facility Management und Virtualisierung Die Möglichkeit, virtuelle Objekte verwalten zu können, bedeutet, lgische Objekte dafür einzubinden, die einen Teil der Eigenschaften vn ihren physikalischen Pendants übernehmen, 3 VLAN: Virtual Lcal Area Netwrk 14

15 aber zusätzlich Attribute haben, die ihre Eigenschaft virtuell beschreiben. Generell ist beim Facility Management kein Platz für Virtualisierungen. Es gibt nur physikalische Kmpnenten im Sinne vn Inventar, was bei einer Fehlerdiagnse in virtuellen Umgebungen nicht ausreicht. Servercluster, verteilte Services, SAN 4, VLAN und Sub-VLAN-Strukturen, virtuelle Strukturen die heute für die IT selbstverständlich sind, können nicht dargestellt werden. Fehlermeldungen betreffen aber die entsprechenden lgischen Einheiten und können nicht über Mittel des Facility Managements ihren tatsächlichen physikalischen Realisierungen zugerdnet werden: Was ist physikalisch an dem Prt im Rack angeschlssen? Welcher Service läuft über diesen Prt? Ist dieser Server Teil eines Clusters? Welche virtuellen Maschinen laufen hier? Slche Fragen der Prblemlösungen sind nicht hne weitere Management-Tls aus dem CMDB-Bereich (Cable&Cnnectivity, Data Center Management,...) möglich. Kabelmanagement mit Facility Management Liest man in den allgemeinen Definitinen und DINs, kann man über Kabelmanagement im Zusammenhang mit Facility Management nichts finden. Das hat auch einen guten Grund. Ohne das teilweise kmplexe Zusatzwissen über Netzwerke, IP-Adressen, Services und Benutzer im Unternehmen ist ein slches gar nicht möglich. Um eine Minimalanfrderung an ein Kabelmanagement erfüllen zu können, müsste das Facility Management mindestens eine ausreichende Anzahl an Attributen für die verlegten Kabel und Verteilerschrankkmpnenten zur Verfügung stellen. Diese müssten vn den Mitarbeitern knsequent nach einem zuvr festgelegten Knzept mit Zusatzinfrmatinen über Prts, Persnen, PCs, Dienste, Verträge, VLAN,... beschrieben werden. Diese Infrmatinen können nicht geprüft werden, nicht einmal auf Tippfehler hin. Eine Verwechslung der Attributreihenflge kann massive Auswirkungen auf Umzugsaktinen und Analysen haben. Eine Integratin mit Management-Tls, wie sie zum Beispiel vn den Herstellern der Netzwerkkmpnenten angebten werden, ist s gut wie unmöglich. Unter kann man flgende Einschätzung finden: While CAFM systems have delivered real benefits and their use has grwn, their value has been limited by their ability t distribute infrmatin t thse beynd facility management. As a result, many CAFM slutins are regulated t persnal prductivity r at best, a departmental tl. CAFM Lösungen werden als nicht typischerweise für die verteilte Verwaltung vn IT- Infrastrukturen eingesetzt. Ihre Benutzung vn vielen Mitarbeitern aus unterschiedlichen Verantwrtungsbereichen ist unüblich. Das ist bei CMDB-Systemen ganz anders. Drt sll über die CMDB ein geprüfter Austausch vn gemeinsamen erflgen. CMDB-basierte Prdukte sind dem Grunde nach ffen swhl für Standard- und Spezialaufgaben aus dem Bereich des Cnfiguratin Managements wie auch für zukünftige Erweiterungen und sind s eine slide Investitin in ein zukunftsträchtiges und ganzheitliches IT-Management. 4 SAN: Strage Area Netwrk 15

16 Technische CMDB Hauptaufgaben einer technischen CMDB Für eine technische CMDB gibt es den ITILv3 Standard, der vrsieht, dass sie CIs und Services verwalten sll, um diese anderen Management-Disziplinen des Service Managements zur Verfügung zu stellen. Ihre Aufgabe ist, neben einer anschaulichen Anzeige der Daten auch die Pflege vn IT-Kmpnenten und Strukturen und der dafür erfrderlichen physikalischen und lgischen Objekte zur Unterstützung vn Cnfig- und Change-Management. S ist zum Beispiel eine lgische Infrmatin wie eine IP-Adresse ein wesentliches Attribut für einen Umzug- der Update-Request an das Change-Management. Um ein durchgängiges Service Management leisten zu können, ist die Darstellung vm Service bis hinunter zu den Verbindungskabeln zwischen beteiligten Kmpnenten und der Zustand der Verteilerschränke erfrderlich. Mderne CMDB-Prdukte stellen Analysen zur Verfügung, über die die Einschätzung der Bedeutung einer Kmpnente und Verbindung für die Services und Geschäftsprzesse möglich ist. Daraus können Sicherheitsknzepte mit den erfrderlichen SLAs und Verträgen abgeleitet werden. Betriebswirtschaftliche Aspekte stehen dabei etwas im Hintergrund. Vrrangig wird der Fkus auf die Aufrechterhaltung der IT-Infrastruktur in Unternehmen gelegt, die die Basis für jeden Arbeitsplatz ist. Der Ausfall einer Netzverbindung zwischen einer Hauptgeschäftsstelle und ihrer Filiale kann den gesamten Filialbetrieb lahmlegen und für das Unternehmen enrme Ksten bedeuten. Ähnliches ist beim Ausfall einer Verteilerkmpnente in einem Rechnerraum zu befürchten, an der eine Menge vn Benutzern angeschlssen ist. Mit einem CMDB-basierten Kabelmanagement-System kann leicht der Kreis der betrffenen Benutzer und Dienste (!) ermittelt und sfrt autmatisiert die Umpatchungen auf einen nch nicht ausgelasteten Verteilereinschub in Auftrag gegeben werden. Dabei ist eine Berücksichtigung vn Plicies und Plausibilitäten (z.b. zur Überprüfung vn Adressknflikten) selbstverständlich möglich. Das funktiniert nur, weil in der CMDB nicht nur alle erfrderlichen Infrmatinen vrhanden sind, sndern ihre Beziehungen zueinander in vielschichtiger Weise definiert wurden und auch lgische Strukturen, wie Dienste und Netzwerkadressen, berücksichtigt werden können. Was nutzt eine schöne Grafik eines Verteilerschranks, die CMDB-basierter Etagenplan mit Zusatzinfrmatinen und Zugriff auf Management-Funktinen für das Kabelmanagement 16

17 höchstens eine Prt-zu-Prt-Verbindung beschreiben kann und keinerlei Unterstützung bietet bei der weiterführenden Netzverbindung über Räume, Etagen und Gebäude hinaus und den davn betrffenen Benutzern, Diensten, Subnetzen und Adressen. Was nutzt diese schöne Grafik, wenn es darum geht, Qualitätsmerkmalen wie Sicherheit und Benutzer- / Kundenzufriedenheit zu genügen und bei allen Vrgängen Adressen, typische Prduktmerkmale wie Kabel- und Steckertypen und Verantwrtlichkeiten zu berücksichtigen. Dieses ist der Grundgedanke des Cnfiguratin Managements gemäß ITIL und in einer CMDB tief verwurzelt. Die Verknüpfung der Grafik mit den CMDB-Daten ist auch wesentlich für die verwendete Layertechnik. Sie erlaubt die Ein- /Ausblenden vn grafischen und damit auch lgischphysikalischen Objekten, s wie es der jeweilige Mitarbeiter gerade benötigt der verwenden darf. Auf diese Weise entstehen passende Ansichten für jeden Anwendungsbereich, die erfrderliche Datenbasis ist aber nur genau einmal vrhanden. Datenmdell einer technischen CMDB Eine technische CMDB muss diese kmplexen IT-Strukturen abbilden können, mit den für technische Objekte typischen vermaschten Beziehungen und / der kettenförmigen Abhängigkeiten. Beispiele sind physikalische und lgische Verbindungen (Verkabelungsstrecken, Leitungswege, VLAN-Trunking, Service-Ketten,...). Die Beziehungen zwischen technischen Objekten müssen sich technischen Regeln unterwerfen, die sich z.b. herleiten aus Überlegungen wie welcher Stecker ist für die Verbindung erfrderlich, handelt es sich um eine valide Adresse für das VLAN, kann die Strmversrgung für die geplante Einbaukmpnente im Rechenzentrum 1 gewährleistet werden, welcher Wartungsvertrag ist für die Drucker an einem bestimmten Standrt gültig der passt nch ein Einschub ins Rack, etc. Um dies leisten zu können, verfügt eine technische CMDB über ein ausgefeiltes Datenmdell, das mit einer Vielzahl vn Attributen und Beziehungen kmplexe technische Infrmatinen abbildet. S ist z.b. ein Prt nicht einfach ein Attribut eines Verteilerschranks, sndern selbst ein Objekt, welches durch eine Reihe vn Attributen und Beziehungen direkt der indirekt beschrieben wird (verbundener PC, betrffener Benutzer, Netzwerkadresse, eingestecktes Kabel,...). Datenmdell einer CMDB Diese Infrmatinen können der CMDB swhl manuell, teil-autmatisiert via Editr-, Wizard- und Wrkflw-Mechanismen der auch autmatisch durch die Kpplung mit Mnitring-Systemen der Sensren beigebracht werden. 17

18 Beispiel CMDB-basiertes Kabelmanagement : Der flgende Screensht zeigt einen Ausschnitt der Infrmatinen zu einem Verteilerschrank mit Patchpanel-, Switches- und Server-Einschüben in einer Maske. Schaut man sich die Verbindungsinfrmatinen zum Switch mal genauer an, bietet das Kntext-Menü für die Einträge in der Prtliste zugeschnittene Managementfunktinen. Zugeschnitten bedeutet in diesem Falle, dass bereits beim Lgin in das GUI festgelegt wird, welche Rechte der entsprechende Benutzer überhaupt hat. Damit wird sein maximaler Funktinsumfang definiert. Beispiel für eine kntextsensitive Funktinsauswahl im Kabelmanabegemt Da die CMDB bjektrientiert ist, bedeutet zugeschnitten aber auch, dass für die Objekte auch nur ihre eigenen Methden aus dem jeweiligen Management-Kntext zur Verfügung stehen. Ein Prt ist kein IP-Netz, weswegen auch keine Adressvergabe in der Funktinsauswahl zu finden ist. Er kann aber mit einem anderen Prt verbunden werden. Das ist eine typische Aufgabe aus dem Kabelmanagementbereich. Dafür gibt es kmfrtable Editren und Wizards, die zum einen dem Benutzer überflüssige Eingaben und Nachfragen ersparen sllen, gleichzeitig aber auch durch die Einschränkung bei ihren Eingabefeldern die Fehlerqute auf ein Minimum beschränken. Hinter diesen Einschränkungen verbergen sich durchdachte Auswahllisten, die nicht nur den Typ des jeweiligen Eintrags bzw. seinen Wertebereich berücksichtigen, sndern Regeln für den aktuellen Kntext auswerten, die bspw. bereits belegte der reservierte Prts vn der Auswahl ausschliessen. Da sich diese Infrmatinen laufend ändern, ist es wichtig, dass sie immer wieder bei Erzeugung der Ansichten und beim Bearbeiten der Eingabefelder aus den CMDB-Einträgen aktualisiert werden. Die Verbindungsanalyse (Single Cnnectin Editr) im flgenden Screensht-Ausschnitt zeigt eine Verbindung zwischen zwei Patchpanel-Einschüben in zwei verschiedenen Verteilerschränken, die über ein Kabel (C ) mit einem RJ45-Stecker am Anfang und Ende verbunden sind. Die beiden Schränke könnten in unterschiedlichen Etagen und Technikräumen stehen, s dass für 18

19 einen IT-Mitarbeiter ein slcher Überblick wie ihn der Editr bietet, nicht möglich ist. Insbesndere, wenn man sich vrstellt, dass diese Verbindung eine vn zig anderen ist... Beispiel für eine Einzel-Verbindung zwischen zwei Patchpanels in unterschiedlichen Verteilerschränken Die grafikbasierte Verbindungsanalyse ruft ihre Infrmatinen aus der CMDB ab und stellt über Kntext-Menüs geeignete Funktinen zur Bearbeitung der dargestellten Verbindungen zur Verfügung. Sie kann kmplexe Kabelwege vn einer Netzwerkkmpnente in einem Rechnerraum bis hin zu einem Arbeitsplatz in einem möglicherweise anderen Gebäudeteil genaus wie Massenverbindungen darstellen: Beispiel für eine Verbindungsanalyse Der Screensht zeigt einen Verteilerschrank mit einem Switcheinschub, dessen Prt 02 mit dem Prt 02.F auf der Frntseite des Patchpanels in einem anderen Verteilerschrank verbunden ist. Dieser führt zum Backprt 02.B und ist über ein STP-Kabel mit einer Dse (in einem Bür) verbunden. An der Vrderseite dieser Dse ist über ein Netzwerkkabel ein PC mit seiner Ethernet- Karte ans LAN angeschlssen. Alle beteiligten Netzwerk- und Patchkabel haben RJ45-Stecker. Die zugehörige Strukturansicht zeigt die hierarchischen Abhängigkeiten aus CMDB-Sicht und bietet zudem ebenfalls die Möglichkeit, über Kntextmenüs Managementfunktinen aufzurufen. Über die Verbindungsanalyse lassen sich schnell alle Verbindungen zu Arbeitsplätzen ermitteln, die vn Umzugsplänen der Ausfällen betrffen sind: allen grafischen Objekten sind CIs in der CMDB zugerdnet. Sie können über eine ausgefeilte Filtersuche in Reprts der Excel-Listen ausgegeben werden. Bei einer grafischen Suche können auch alle Ergebnisse in den Grafiken markiert der / und in den Ergebnislisten die jeweiligen Grafiken ausgewählt und geöffnet werden. Bei Massenperatinen, die zum Beispiel bei Umzügen der Mdernisierungen erfrderlich sind, können die betrffenen Kabelkmpnenten über Reprts identifiziert und anschließend über 19

20 Wrkflw-Mechanismen der CMDB autmatisiert bearbeitet werden. Die grafischen Änderungen werden aufgrund der CMDB-Basis autmatisch angepasst und beim nächsten Laden der Flächenund Strukturpläne, und auch in Editren und Wizards aktuell angezeigt. Damit die Fülle an Infrmatinen überhaupt pflegbar wird, setzt eine technische CMDB Regelsätze zur Prüfung der Abhängigkeiten zwischen den Objekten und ihren Attributen ein. Die Attribute sind smit nicht vneinander unabhängig. S wird über den Kabeltyp SIGNAMAX, RJ45, UP Cat6 STP auch gesteuert, welcher Steckertyp überhaupt zugerdnet werden darf. Oder es kann festgestellt werden, b in dem Verteilerschrank überhaupt nch ein Einschub des gewünschten Typs eingebaut werden kann. Diese Regelsätze werden dem Anwender in Frm vn Applikatinen zugängig gemacht. Typische Applikatinen sind: Netwrking, Cable&Cnnectivity Management, Data Center Management und Cnfiguratin Management für kmplexe Server- / Applikatins-Umgebungen in mdernen Rechenzentren. Eine wesentliche Vraussetzung ist hierbei, dass die zu prüfenden Objekte benannte Attribute besitzen, ihre jeweilige Struktur ffengelegt ist genaus wie die Methden, mit denen sie überprüft werden. Das ist das besndere Merkmal einer bjektrientierten Datenbank und zusammen mit der Frderung nach ihrer Erweiterbarkeit eine Grundvraussetzung für eine Advanced CMDB. In unserem Whitepaper ITSM vs. CMDB stellen wir detailliert die Ntwendigkeit eines bjektrientierten Datenmdells für das Cnfiguratin Management am Beispiel vm einfachen Listenknzept einer ITSM-Lösung gegenüber. Insbesndere für die Teilbereiche Cable&Cnnectivity und Data Center Management sind die Verknüpfungen zu IP-Adressen, Lkatinen, Persnen, Netzwegen und Verträgen vn grßer Bedeutung und im Tagesgeschäft eines IT-Facharbeiters nicht wegzudenken. Fragen Sie ihn dch einfach mal, wher er diese Infrmatinen bekmmt, wenn nicht aus einer CMDB? Wir haben bei unseren Kunden nicht selten eine unglaubliche Anzahl (138!) vn verschiedenen Excel-Tabellen zu nur einem Themenkmplex vrgefunden, die wegen der fehlenden Objektrientiertheit pr Objekttyp mit einer verschiedenen Anzahl an Attributen besetzt wurden. Hinzukmmen die vielen redundanten Infrmatinen, die erfrderlich werden, wenn keine Beziehungen unter gleichen Objekten definiert werden können. Wenn Sie sich nun vrstellen, dass diese Listen vn unterschiedlichen Mitarbeitern mit anderem Fkus bearbeitet werden, dürfte sfrt klar werden, mit einer welchen Menge vn fehlerhaften Infrmatinen tagtäglich umgegangen wird. Und das sind nicht nur Tippfehler der uneinheitliche Namensknventinen. Oftmals ist das Knwhw der Mitarbeiter nicht ausreichend, um alle erfrderlichen und ggf. zusätzlichen Infrmatinen krrekt zu pflegen, der ihnen ist einfach nicht die Bedeutung dieser Daten für Kllegen eines anderen Aufgabengebiets bewusst. Eine CMDB muss zwangsläufig als ein ffenes Datenmdell knzipiert sein, welches beliebige Beziehungen unter den Einträgen zulässt. Nur s kann sie auch bei der Hinzunahme vn neuen IT-Kmpnenten der bei geänderten Anfrderungen an die verschiedenen Management Disziplinen weiterentwickelt werden, hne Einbußen bei bisherigen Installatinen machen zu müssen. 20

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