I. Die zahnärztliche Versorgung der heilfürsorgeberechtigten Polizeivollzugsbeamtinnen/-beamten

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1 Richtlinien des Bundesministeriums des Innern für die zahnärztliche Versorgung der heilfürsorgeberechtigten Polizeivollzugsbeamtinnen/Polizeivollzugsbeamten der Bundespolizei vom 27. April 2010 I. Die zahnärztliche Versorgung der heilfürsorgeberechtigten Polizeivollzugsbeamtinnen/-beamten der Bundespolizei richtet sich nach Art und im Umfang unter Berücksichtigung nachfolgend aufgeführter Ergänzungen bzw. Abweichungen grundsätzlich nach dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab für zahnärztliche Leistungen gemäß 87 Abs.2 und 2d SGB V (BEMA). Das Gutachterverfahren und die zu verwendenden Vordrucke (außer Heil- und Kostenplan für Zahnersatz) richten sich nach den entsprechenden Anlagen des Bundesmantelvertrages für Zahnärzte (BMV-Z). II. Ergänzungen/Abweichungen 1. Die Zahlung einer Praxisgebühr entfällt. 2. Genehmigungen sind bei kieferorthopädischer Behandlung, bei systematischer Behandlung von Parodontopathien und bei Versorgung mit Zahnersatz und Zahnkronen vor Behandlungsbeginn durch die/den heilfürsorgeberechtigte/n Polizeivollzugsbeamtin/-beamten der Bundespolizei bei der/dem für sie/ihn zuständigen Polizeiärztin/Polizeiarzt einzuholen. 3. Kosten für Brücken können auch dann auf Heilfürsorgemittel übernommen werden, wenn mehr als vier fehlende Zähne je Kiefer und mehr als drei Zähne im Seitenzahngebiet zu ersetzen sind. Mehrere Brücken je Kiefer sind zulässig. 4. Im Rahmen einer zahnprothetischen Kombinationsversor-

2 gung können die Kosten für höchstens vier Verbindungselemente je Kiefer auf Heilfürsorgemittel übernommen werden. 5. Die im Rahmen einer zahnprothetischen Versorgung erforderlichen zahnärztlichen Leistungen werden vollständig, die notwendigen Material- und Laborkosten entsprechend dem Heil- und Kostenplan Bundespolizei in Höhe von 40% auf Heilfürsorgemittel übernommen. Dentallegierungen werden nicht vorgeschrieben. 6. Zur Verhütung von Zahnerkrankungen können einmal im Kalenderjahr individualprophylaktische Maßnahmen auf Heilfürsorgemittel der Bundespolizei erbracht werden. Abrechnungsfähig sind einmalig die Gebührennummern 100 bis 102 der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) sowie zur Durchführung der Versiegelung von karriesfreien Fissuren der bleibenden Zähne für alle Prämolaren und Molaren ein Mal die Gebührennummer 200 GOZ. 7. Notwendige vertrauenszahnärztliche Tätigkeiten werden durch Vertrauenszahnärzte ausgeübt, die im Einvernehmen mit der zuständigen KZV bestellt werden. 8. Composite-Restaurationen erfolgen gem. Vereinbarung zwischen der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, dem Bundesministerium der Verteidigung und dem Bundesministerium des Innern gemäß beigefügter Anlage. III. Abrechnung 1. Zahnärztliche Leistungen, die Gegenstand der vertragszahnärztlichen Versorgung sind, werden über die KZV mit der Abrechnungsstelle Heilfürsorge der Bundespolizei abgerechnet. 2. Zahnärztliche Leistungen, die nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) oder, sofern anwendbar, nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) vergütet und auf Heilfürsorgemittel übernommen werden, sind vom Zahnarzt unmittelbar mit der Abrechnungsstelle Heilfürsorge der Bundespolizei abzurechnen. IV. Über auftretende Schwierigkeiten ist - sofern eine Regelung mit der zuständigen KZV bzw. dem behandelnden Zahnarzt nicht möglich ist - dem Bundesministerium des Innern zu berichten. 2

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5 Heilfürsorge Bundespolizei Name, Vorname Die Genehmigung ist in Nr. 3 notwendig durch: Lfd.-Nr. Stempel Zahnärztin/ Zahnarzt Kassen-Nr Vertragszahnarzt-Nr. Kenn-Nr. VK gültig bis Status Datum geb. am Bundespolizeipräsidium Referat 83 Heilfürsorgeangelegenheiten Sankt Augustin Heil- und Kostenplan - Bundespolizei 1. Befund des gesamten Gebisses/ Behandlungsplan TP = Therapieplanung B = Befund TP B B TP 2. Gebührenvorausberechnung BEMA-Nr. Bew.-Zahl Anzahl Summe Punktesumme = x Punktwert = Summe GOZ = Summe BEMA = geschätzte Material- und Laborkosten = Behandlungskosten insgesamt = Nachträgliche Leistungen: Für Leistungen, die entsprechend der Richtlinien nach der GOZ abzurechnen sind, ist ein gesonderter Antrag einschließlich Material- u. Laborkosten notwendig! BEMA-Nr. Bew.-Zahl Anzahl Summe Punktesumme = x Punktwert = geschätzte Material- und Laborkosten = Unfall oder Unfallfolgen/ Interimsversorgung Unbrauchbare Berufskrankheit Prothese/ Brücke/ Krone Versorgungsleiden Immediatversorgung Alter ca. Jahre 3. Genehmigung Die Heilfürsorge übernimmt die entsprechend dem Vertrag berechneten Kosten für zahnärztliches Honorar nach 2. zu: 100 % Die notwendigen Material und Laborkosten zu: 40 % Voraussetzung ist, dass der Zahnersatz innerhalb von 6 Monaten in der vorgesehenen Weise eingegliedert wird. Ort, Datum u. Unterschrift 4. Abrechnung 1 Zahnärztliches Honorar BEMA 2 Zahnärztliches Honorar GOZ 3 Fremdlabor-Kosten (40%) 4 Praxislabor/ -material (40%) 5 Versandkosten Anz. 6 Gesamtsumme Gutachterlich befürwortet ja nein teilweise Erläuterungen Befund Behandlungsplanung a = Adhäsivbrücke (Anker, A = Adhäsivbrücke (Anker, Spanne) Spanne) b = Brückenglied B = Brückenglied e = ersetzter Zahn E = zu ersetzender Zahn ew = ersetzter, aber H = Gegossene Halteerneuerungbedürftiger Zahn und Stützvorrichtung f = fehlender Zahn K = Krone i = Implantat mit intakter M = Vollkeramische oder Suprakonstruktion keramisch voll verix = zu entfernendes Implantat blendete Restauration k = klinisch intakte Krone O = Geschiebe, Steg etc. kw = erneuerungsbedürftige PK = Teilkrone Krone R = Wurzelstiftkappe pw = erhaltungswürdiger Zahn S = implantatgetragene mit partiellen Substanz- Suprakonstruktion defekten T Teleskopkrone r = Wurzelstiftkappe V = Vestibuläre Verrw = erneuerungsbedürftige blendung Wurzelstiftkappe sw = erneuerungsbedürftige Suprakonstruktion t = Teleskop tw = erneuerungsbedürftiges Teleskop ur = unzureichende Retention ww = erhaltungswürdiger Zahn mit weitgehender Zerstörung x = nicht erhaltungswürdiger Zahn )( = Lückenschluss Euro Ct. Leistungen nach der GOZ sind mit gesonderter Rechnung einschl. Mat- u. Laborkosten als Gesamtrechnung (BEMA/ GOZ) über die KZV zur Abrechnung weiterzuleiten. Eingliederungsdatum: Herstellungsort bzw. Herstellungsland des Zahnersatzes: Datum / Unterschrift Zahnärztin/ Zahnarzt Der Zahnersatz wurde in der vorgesehenen Weise eingegliedert. Anschrift Patientin/ Patient Datum/ Unterschrift und Stempel Gutachterin/ Gutachter Datum/ Unterschrift Zahnärztin/ Zahnarzt BPOL

6 Informationen zum Heil- und Kostenplan Bundespolizei (HKP-BPOL) für die Zahnärztin/den Zahnarzt Die zahnärztliche Versorgung heilfürsorgeberechtigter Polizeivollzugsbeamtinnen/-beamter (PVB) richtet sich nach Art und im Umfang nach dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab für zahnärztliche Leistungen (BEMA). Es wird gebeten, den als Anlage beigefügten Heil- und Kostenplan Bundespolizei beim Antragsverfahren zu verwenden. Näheres ergibt sich aus den Richtlinien des Bundesministeriums des Innern für die zahnärztliche Versorgung der heilfürsorgeberechtigten Polizeivollzugsbeamtinnen/Polizeivollzugsbeamten (PVB) vom 27. April Unabhängig von der Therapieplanung sind in der Nr. 2 des HKP-BPOL - Gebührenvorausberechnung - nur die BEMA - Nummern, die für eine Versorgung notwendig sind, aufzuführen. Sollten Leistungen nach der GOZ im Rahmen einer richtlinienkonformen Versorgung anfallen, sind sie mit einem separaten Behandlungsplan zu beantragen. Diese können sein: Kosten für Brücken können auch dann auf Heilfürsorgemittel übernommen werden, wenn mehr als vier fehlende Zähne je Kiefer und mehr als drei Zähne im Seitenzahngebiet zu ersetzen sind. Mehrere Brücken je Kiefer sind zulässig. Im Rahmen einer zahnprothetischen Kombinationsversorgung können die Kosten für höchstens vier Verbindungselemente je Kiefer auf Heilfürsorgemittel übernommen werden. Sollte der PVB eine darüber hinausgehende Zahnbehandlung (z. B. Verblendungen außerhalb der Verblendgrenzen, Vollverblendung usw.) wünschen, so ist mit ihm eine Mehrkostenvereinbarung zu treffen. Seit 01. September 2006 beteiligt sich die Heilfürsorge in der Bundespolizei an den Labor- und Materialkosten bei der Versorgung mit Zahnersatz zu 40 %. Die Restkosten sind der/dem PVB in Rechnung zu stellen. Zahnärztliche Leistungen, die im Rahmen der richtlinienkonformen Versorgung nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) vergütet und auf Heilfürsorgemittel übernommen werden, sind von der Zahnärztin/dem Zahnarzt zusammen mit dem HKP-BPOL über die KZV mit der Abrechnungsstelle Heilfürsorge der Bundespolizei, Sankt Augustin abzurechnen. Zur Verhütung von Zahnerkrankungen können einmal im Kalenderjahr individualprophylaktische Maßnahmen auf Heilfürsorgemittel der Bundespolizei erbracht werden und sind unmittelbar mit der Abrechnungsstelle Heilfürsorge der Bundespolizei abzurechnen. Abrechnungsfähig sind einmalig die Gebührennummern 100 bis 102 der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) sowie zur Durchführung der Versiegelung von karriesfreien Fissuren der bleibenden Zähne für alle Prämolaren und Molaren ein Mal die Gebührenordnung 200 GOZ. Stand: 27. April 2010

7 Hinweise für die heilfürsorgeberechtigte Polizeivollzugsbeamtin/den heilfürsorgeberechtigten Polizeivollzugsbeamten zur zahnärztlich-prothetischen Versorgung (z.b. Kronen, Brücken); hier: Heil- und Kostenplan (HKP) In den Richtlinien des Bundesministeriums des Innern für die zahnärztliche Versorgung der heilfürsorgeberechtigten Polizeivollzugsbeamtinnen/Polizeivollzugsbeamten (PVB) vom 27. April 2010 (siehe Intranet BPOL) wird die zahnärztliche Versorgung geregelt. In Nr. 3 (Genehmigung) des Heil- und Kostenplanes ist der Umfang und somit die Höhe der Kostenübernahme der geplanten Behandlung durch die Heilfürsorge ersichtlich. Seit 01. September 2006 beteiligt sich die Heilfürsorge BPOL bei der Versorgung mit Zahnersatz an den Labor- und Materialkosten zu 40 %. Die Restkosten von 60 % und die Mehrkosten einer von Ihnen gewünschten, über den genehmigten Umfang hinausgehenden Zahnbehandlung (z.b. Verblendungen im Seitenzahnbereich) müssen von Ihnen selbst getragen werden. Ihre Zahnärztin/Ihr Zahnarzt schließt darüber eine Mehrkostenvereinbarung mit Ihnen ab. Eine Kostenerstattung für diese Leistungen durch die Heilfürsorge ist nicht möglich. Kommt es nach der Eingliederung von Zahnkronen und Zahnersatz zu Eingewöhnungsschwierigkeiten bzw. Sie sind mit dem Sitz Ihres Zahnersatzes nicht zufrieden, wenden Sie sich an Ihre Zahnärztin/Ihren Zahnarzt und bitten um Abhilfe z.b. in Form einer Nachbesserung. Im Rahmen der Qualitätssicherung übernimmt Ihre Zahnärztin/Ihr Zahnarzt für die Versorgung mit Zahnkronen und Zahnersatz eine zweijährige Gewährleistung. Für evtl. weitere Fragen steht Ihnen der Leiter Heilfürsorgeangelegenheiten der Bundespolizei in Sankt Augustin zur Verfügung. Hinweis: Als private Vorsorge wird Ihnen eine Zusatzversicherung für Labor- und Materialkosten bei Zahnersatz empfohlen. Stand: 27. April 2010

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