LabView7Express Gerätesteuerung über LAN in einer Client-Serverkonfiguration. 1. Steuerung eines VI über LAN

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1 LabView7Express Gerätesteuerung über LAN in einer Client-Serverkonfiguration Arbeitsblatt und Demonstration A. Rost 1. Steuerung eines VI über LAN Eine Möglichkeit zur Steuerung virtueller Instrumente über das LAN ist die Einrichtung einer Client-Server-Konfiguration. Im konkreten Beispiel ist der Server mit einer Multifunktionskarte PCI-6024E ausgestattet, und als Anwendung wurde ein Programm zur Messung von Diodenkennlinien ausgewählt. Abb : Auswahl der zur Fernsteuerung freigegebenen virtuellen Instrumente Abb : Auswahl der als Client zugelassenen PCs und ihrer Zugriffsrechte Mit den nachfolgenden Schritten wird die Einrichtung der Client-Server-Konfiguration beschrieben Konfiguration des Servers unter LabVIEW: Starten der Anwendung Unter Werkzeuge Optionen die Server- Seiten aufrufen: Unter Einsehbare VIs werden die zur Fernsteuerung über LAN zugelassenen VIs aus der Programmliste ausgewählt (s. Abb ). Unter Browserzugriff werden die PCs ausgewählt, die als Client auf den Server zugreifen dürfen, und es wird die Art des Zugriffs festgelegt (s. Abb ). Und schließlich wird unter Konfiguration der Webserver aktiviert (s. Abb ). Abb : Aktivierung des Webservers 1

2 1.2. Konfiguration des LabView-Client s Um ein netzgesteuertes Frontpanel eines virtuellen Instruments als Client nutzen zu können, muss man Abb : Fenster zur Konfiguration des Clients ein neues VI öffnen, unter Ausführen wählen: Mit Netzwerk- Panel verbinden und anschließend: entsprechende Eintragungen vornehmen (IP-Adresse des Servers, Name des Programms; s. Abb ), Häkchen bei Steuerung anfordern einfügen (s. Abb ), zum Herstellen der Netzwerkverbindung auf Verbinden drücken. Wenn die Konfiguration des Webservers nicht korrekt vorgenommen worden ist, erfolgt eine Fehlerausgabe (s. z.b. Abb ) VI öffnen und ausführen Wenn die Konfiguration und alle Eintragungen korrekt sind, wird das Frontpanel des VI auf dem Client geöffnet mit dem Hinweis Abb : Meldung bei fehlgeschlagener Verbindung Steuerung gewährt (s. Abb ). Über dieses Frontpanel lässt sich die Anwendung steuern; Einstellwerte werden vom Client zum Server, Messwerte vom Server zum Client übertragen. Hinweis: In dieser Konfiguration kann auf dem Client nur das Frontpanel, aber nicht das Programm geöffnet werden! Gleichzeitig öffnet sich auf dem Frontpanel des Servers der Hinweis Steuerung übertragen zu {Name des Client} (s. Abb ), und auf dem Server kann das VI nicht mehr bedient werden. Abb : Aktuelles VI auf dem Client (bedienbar) 2

3 Abb : Aktuelles VI auf dem Server (nicht bedienbar) Nach Ablauf des Programms wird auf dem Frontpanel des Client das Ergebnis der Messung dargestellt (s. Abb ) Abb : Messbeispiel (Darstellung auf dem Client) 3

4 2. Verwendung des Remote Access Device Server zur Konfiguration und Steuerung von Hardware über LAN Die Verwendung des Remote Device Access Server (RDA Server) gestattet die Ausführung von LabView-Anwendungen in einer Client-Server-Konfiguration ähnlich der von Agilent in Verbindung mit dem IEEE488-Bus und einem Gateway verwendeten. Dabei stellt der RDA Server die Schnittstelle zwischen dem LAN und der in der Messaufgabe verwendeten Messtechnik her, während die Anwendung (VI) auf dem Client läuft, der seinerseits ebenfalls eine Schnittstelle zum LAN besitzt. Als Hardware können im Server installierte Messkarten oder über GPIB an den Server angeschlossene Geräte verwendet werden. Im Beispiel wird die Anwendung einer im Server installierten DAQ-Karte PCI-6024E beschrieben. Zunächst wird der Server als RDA Server konfiguriert. Das geschieht einfach durch Start dieses RDA Servers über Programme National Instruments NI-DAQ Remote Device Access Server Auf dem Desktop öffnet sich das in Abb gezeigte Fenster; damit wird angezeigt, dass der RDA-Server aktiv ist. Abb. 2.1.: Anzeige, dass der RDA Server aktiv ist Für die weitere Konfiguration verwendet man den Measurement & Automation Explorer, ein spezielles Werkzeug zur Konfiguration der messtechnischen Umgebung (s. Abb und Icon). Mit der rechten Maustaste öffnet man unter Neu... das Auswahlfenster Hinzufügen... (s. Abb. 2.3.) und wählt unter NI-DAQ Device ein RDA-/Ethernet- Gerät aus. Abb. 2.2.: Startfenster des Measurement & Automation Explorer Anschließend wird der Client konfiguriert. Auch dazu verwendet man den Measurement & Automation Explorer. 4

5 Die nachfolgend gezeigten Fenster dienen der Konfiguration der im Netz verfügbaren Hardware; hier müssen schrittweise die gewünschten Einstellungen vorgenommen werden (s. Abb bis ). Abb. 2.3.: Fenster zur Hardware-Auswahl Abb : Fenster zur Auswahl des Servers Abb : Fenster zur Auswahl der Hardware am Server Nach erfolgreicher Konfiguration wird die Hardware in der aktuellen Gerätekonfiguration angezeigt (s. Abb. 2.5). Abb : Fenster zur Zuweisung einer Gerätenummer 5

6 Abb. 2.5: Auf dem Client wird die im Server vorhandenen Messkarte PCI-6024E angezeigt Die Hardware kann jederzeit vom Client aus konfiguriert und getestet werden (s. Abb. 2.6). Abb. 2.7 zeigt ein vollständiges Beispiel einer Systemkonfiguration. Abb. 2.6: Fenster zum Test und zur Konfiguration der ausgewählten Hardware Nach der erfolgreichen Konfiguration kann der Client zur Entwicklung und Anwendung von VIs unter Benutzung der am Server vorhandenen messtechnischen Hardware verwendet werden. Abb. 2.7: Anzeige der vollständige Konfiguration (Hard- und Software) 6

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