Tabelle 1: Kennzahlen der Stichprobe (n=127) (in Prozent) Geschlecht Männer 15 Frauen 85 Universität Bern 54 Zürich 46

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1 Die Mehrheit der Absolvent/innen der arbeitet nach dem Studium als Tierärztinnen und Tierärzte im Gesundheitswesen. Allerdings ist unter ihnen dieser Anteil im Jahr nach dem Studienabschluss prozentual geringer als bei den Human- und den er/innen, die fast ausnahmslos im Gesundheitswesen arbeiten. Gut ein Viertel der er/innen ist im Jahr nach dem Studium an der Universität beschäftigt. Die Anzahl erwerbstätiger Neuabsolvent/innen ist bei den er/innen in den letzten zwei Jahren etwas gesunken. Trotzdem handelt es sich bei den Stellensuchenden nur um einige wenige Personen berichten die jungen er/innen über etwas mehr Schwierigkeiten bei der Stellensuche. Sind sie dann aber erwerbstätig, arbeiten sie meistens an Arbeitsstellen, die einen Hochschulabschluss voraussetzen und einen hohen Bezug zum Studium aufweisen. Nach Angaben der Gesellschaft Schweizerischer Tierärzte scheiden pro Jahr zwischen 40 und 50 Tierärzt/ innen aus dem Berufsleben aus. Da in den letzten 20 Jahren meist deutlich mehr Tierärzte ausgebildet wurden, musste ein stark erhöhter Konkurrenzdruck unter den tierärztlichen Praxen befürchtet werden. Allerdings hat der Markt gezeigt, dass diese höhere Zahl an Tierärzt/innen ein Auskommen findet. Da die Zahl der Studierenden durch die Zulassungsbeschränkungen zum Studium mittlerweile plafoniert ist, sind kurz- bis mittelfristig keine besonderen Beschäftigungsprobleme für die er zu befürchten. Die Absolvent/innen müssen sich aber darauf einstellen, dass nach Studienabschluss in der Regel eine Durststrecke folgt, während der sie sich den Berufseinstieg an befristeten Ausbildungsstellen bei kleinem Salär und relativ hohen Arbeitszeiten hart erarbeiten müssen. Tabelle 1: Kennzahlen der Stichprobe (n=127) (in Prozent) Geschlecht Männer 15 Frauen 85 Universität Bern 54 Zürich 46 Das Studium der ist von den Medizinalstudiengängen dasjenige mit dem höchsten Frauenanteil. Rund 85 Prozent der Absolvent/innen sind weiblichen Geschlechts. Praktisch alle treten nahtlos ins Masterstudium über Tabelle 2: Kennzahlen Bachelorabsolvent/innen (n=85) (in Prozent) Übertritt ins Masterstudium Die Befragung der Bachelorabsolvent/innen zeigt, dass der Bachelorabschluss in den medizinischen Studiengängen lediglich von «systemtechnischer» Bedeutung ist. Praktisch alle befragten Bachelorabsolvent/innen der sind im Jahr nach dem Abschluss ins Masterstudium eingestiegen die übrigen haben es noch vor. Als Grund für die Aufnahme eines Masterstudiums geben alle an, dass der Bachelorabschluss nicht berufsqualifizierend sei. Die erste Stelle nach dem Studium SDBB, Bern, 2013 Die hier publizierte Auswertung stützt sich auf die Erhebung der Gesamtstudie: Bundesamt für Statistik BFS, Befragung der Hochschulabsolvent/innen, Abschlussjahrgang Mehr zur Befragung:

2 Mehr Mühe beim Einstieg ins Erwerbsleben als bei den anderen Medizinalstudiengängen Tabelle 3: Kennzahlen Beschäftigungslage (in Prozent) Schwierigkeiten bei der Stellensuche Studium als gute Grundlage für den Berufseinstieg betrachtet Weiterbildung nach Studienabschluss begonnen In den vergangenen beiden Jahrzehnten waren die er/innen jeweils diejenigen Absolvent/innen von Medizinalstudiengängen, die am häufigsten auf Probleme beim Berufseinstieg gestossen sind. Meist haben sie sogar mehr Schwierigkeiten als die Gesamtheit der Neuabgänger/innen UH, obschon auch sie wie die Human- und er/innen eine Berufsausbildung absolviert haben, die auf ein genau definiertes Berufsfeld ausgerichtet ist und 2009 unterschieden sich die Antworten auf die Frage, ob sie auf Schwierigkeiten gestossen seien, eine ihnen entsprechende Stelle zu finden, nicht mehr von den Neuabgänger/innen UH insgesamt, sie machten sogar etwas seltener entsprechende Angaben zeigt sich jedoch wieder ein für die jungen er/innen ungünstigeres Bild: Sie treffen häufiger auf Schwierigkeiten und sind unmittelbar nach Abschluss seltener erwerbstätig als die Neuabsolvent/innen UH insgesamt. Die Schwierigkeiten führen fast alle auf die fehlende Berufserfahrung zurück. Nur jede/r Zweite betrachtet das Studium als gute Grundlage für den Berufseinstieg bei den Zahnund er/innen machen rund drei Viertel entsprechende Angaben. Im Vergleich zu den Neuabsolvent/innen UH insgesamt haben sehr viele im Jahr nach Studienabschluss mit einem Doktorat begonnen: 44 Prozent der er/innen im Vergleich zu 18 Prozent der Neuabsolvent/innen UH insgesamt. Abbildung 1: Schwierigkeiten bei der Stellensuche (in Prozent) Tabelle 4: Kennzahlen Erwerbssituation (in Prozent) erwerbstätig stellensuchend Stelle zugesichert Erwerbsverzicht * 0 1** * 4** 4* Von der Erwerbssituation her zeigt sich bei den er/innen ein etwas ungünstigeres Bild als Die Erwerbstätigenquote ist etwas zurückgegangen und nun

3 eher etwas niedriger als unter den Neuabgänger/innen UH insgesamt. Im Unterschied zu den Zahn- und er/innen gibt es bei den er/innen jeweils einige Personen, die im Jahr nach dem Studienabschluss erwerbslos und auf der Suche nach einer Erwerbstätigkeit sind, die also in diesem Sinne als arbeitslos bezeichnet werden können. Abbildung 2: Anteil Stellensuchende (in Prozent) 5* 2** Interessant ist in diesem Zusammenhang das Ergebnis zur Anzahl Bewerbungen, die die er/innen schreiben, um eine Stelle zu finden. Wie schon 2009 unternehmen sie weniger Stellenbewerbungen: Im häufigsten Fall sind drei Stellenbewerbungen nötig, während es bei den Neuabgänger/innen UH fünf sind. Dieses Resultat kann nicht dahingehend interpretiert werden, dass man den er/innen die Stellen nach dem Studium gleichsam offerieren würde. Sondern es ist ein Ausdruck dessen, dass es eher wenig Stellen und vor allem keine Ausschreibungen gibt. Die meisten finden ihre erste Stelle über informelle Kontakte, die sie während des Studiums geknüpft haben (35 Prozent). Weitere je gut 20 Prozent werden entweder über Spontanbewerbungen bei potentiellen Arbeitgebern oder über Online-Inserate fündig. Weniger oft im Gesundheitswesen als Human- und er/innen Die Absolvent/innen der Human- und der arbeiten nach dem Studienabschluss fast ausnahmslos als Ärzt/innen im Gesundheitswesen. Dies ist bei den Tiermediziner/innen anders. Es fällt auf, dass unter ihnen viele im Jahr nach dem Studium an einer Universität angestellt sind. Dort absolvieren sie meist das Doktorat. Abbildung 3: Beschäftigungsbereiche (in Prozent) Hochschule 26 Gesundheitswesen 57 Land- und Forstwirtschaft 11 Private Dienstleistungen 6* Aus den Kennzahlen zu den persönlichen Berufen wird aber doch deutlich, dass sich fast 90 Prozent der er/innen beruflich als Tierärzt/innen verorten. Tabelle 5: Kennzahlen Berufsbezeichnungen (in Prozent) Berufe des Gesundheitswesens 88

4 Enger Bezug der Tätigkeit zum Inhalt des Studiums Fast alle er/innen haben eine Tätigkeit inne, die einen inhaltlichen Bezug zu ihrem Studium aufweist (Abbildung 4). Auch sind die meisten der Meinung, dass die jetzige Tätigkeit ihren Qualifikationen entspreche. Zwei Drittel sehen ihre derzeitige Stelle jedoch als zusätzliche Ausbildungsstation dies sind deutlich mehr als unter der Gesamtheit (51 Prozent). Grund dafür ist der hohe Anteil an Doktorand/innen. Abbildung 4: Kein inhaltlicher Bezug zwischen Studium und jetziger Tätigkeit (in Prozent) 3** 2 3** Wie bei allen Absolvent/innen der medizinischen Studiengänge gibt es auch bei den er/innen kaum jemand, der an einer Stelle arbeitet, bei der vom Arbeitgeber kein Universitätsabschluss vorausgesetzt wird. Nur gerade 7 Prozent (weniger als zehn Personen) haben eine solche Stelle inne, während 68 Prozent an einer Stelle beschäftigt sind, für die nur er/innen in Frage kamen. Dieser Anteil ist bei den Neuabsolvent/innen UH insgesamt mit 44 Prozent deutlich kleiner. Niedrige Einkommen im Jahr nach dem Studium Tabelle 6: Kennzahlen Anstellungsbedingungen (in Prozent) Jahresbruttoeinkommen 1 (in Franken) Zufriedenheit mit Einkommen: Anteil Zufriedene Anteil Teilzeitbeschäftigte (Pensum < 90 Prozent) Anteil befristet Angestellte Hochschulabschluss für jetzige Tätigkeit verlangt? Nein 7* 15 Ja, im entsprechenden Fach Ja, auch in verwandten Fächern Ja, aber ohne spezifische Fachrichtung Als statistisches Mittel wurde der Median verwendet. Die Einkommen der teilzeitlich beschäftigten Personen wurden auf 100 Prozent hochgerechnet. Sieht die Beschäftigungssituation der jungen Tierärzt/innen bezüglich des Zusammenhangs zwischen Studium und Beruf sehr gut aus, so ist dies bezüglich des Einkommens nicht der Fall. Die Zufriedenheit der er/innen mit dem Einkommen ist noch deutlich kleiner als bei den Neuabgänger/innen UH insgesamt. Diese subjektive Unzufriedenheit spiegelt sich auch in den effektiven Einkommen. Das durchschnittliche jährliche Bruttoeinkommen der er/innen liegt um gut Franken unter dem Durchschnittseinkommen der Neuabgänger/innen UH. Berücksichtigt man die verbreitete Teilzeitarbeit, sieht die Situation noch ungünstiger aus: Das tatsächliche nicht auf eine Vollzeitstelle hochgerechnete Jahreseinkommen liegt bei Franken,

5 dies entspricht einem Monatseinkommen von Franken. Zieht man zum Vergleich die Einkommen der Human- und er/innen bei, so zeigt sich ein noch grösserer Unterschied, d.h. die Human- und der er/innen verdienen rund bis Franken mehr jährlich. Diese Zahlen weisen auf den Umstand hin, dass im Gesundheitswesen für die Tiermedizin viel weniger Geld im Spiel ist. Auch in der späteren Berufslaufbahn sind die Tierärzt/innen finanziell gegenüber den Human- und er/innen im Nachteil. Wie in den meisten Studiengängen, bei denen Frauen die überwiegende Mehrheit der Absolvent/innen stellen, ist auch bei den er/innen Teilzeitarbeit die Regel. Fast zwei Drittel, d.h. knapp doppelt so viele wie unter der Gesamtheit der Neuabgänger/innen UH, sind im Jahr nach dem Studium teilzeitlich beschäftigt. Dabei handelt es sich meist um eine 50-Prozent-Anstellung. Die Mehrheit der Stellen der jungen Tierärzt/innen ist auch zeitlich befristet. Trotz niedriger Einkommen grosse Zufriedenheit mit der Studienwahl 87 Prozent der er/innen, d.h. deutlich mehr als unter der Gesamtheit der Neuabgänger/innen UH, würden stünden sie noch einmal vor der Studienwahl wieder dasselbe Studium wählen. Die Abstriche beim Einkommen und bei der Arbeitsplatzsicherheit führen also nicht dazu, dass die Absolvent/innen der Tiermedizin hinterher ihre Studienwahl bereuen würden. Ihre Zufriedenheit im Rückblick ist auch deutlich höher als beispielsweise bei den er/innen, von denen nur zwei Drittel wieder dasselbe Studium wählen würden. Tabelle 7: Kennzahl Rückblick (in Prozent) Rückblickend betrachtet nochmals dasselbe Studium wählen 87 72

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