Aus- und Weiterbildung an Schweizer Hochschulen im Bereich «Wissenschaftliche Integrität»: Bestandesaufnahme 2014

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1 Aus- und Weiterbildung an Schweizer Hochschulen im Bereich «Wissenschaftliche Integrität»: Bestandesaufnahme 2014 lic. theol., Dipl.-Biol. Sibylle Ackermann Birbaum, SAMW / ASSM 1

2 Fokus 2014: Aus- und Weiterbildung in «Wissenschaftlicher Integrität» Können wir davon ausgehen, dass der wissenscha4liche Nachwuchs die Regeln der guten wissenscha4lichen Praxis kennt? Werden den Studierenden, Doktorierenden und PostDocs heute die zentralen Elemente wissenscha4licher Integrität vermieelt und wenn ja vom wem? Und wie steht es um die Aus- und Weiterbildungen für BetreuerInnen wissenscha4licher Arbeiten, für die Leiter von Forschungsgruppen, für die Professorenscha4? Aber auch für die Ombudspersonen? 2

3 Fokus 2014: Aus- und Weiterbildung in «Wissenschaftlicher Integrität» Interner Workshop am 11. Februar 2014 (Akademien, Hochschulen, Schweizerischer NaZonalfonds) ReferenZnnen Gerlinde Sponholz Helga Nolte vgl Jahre Erfahrung in der Ausbildung Autorin des Curriculums für Lehrveranstaltungen zur «Guten wissenscha4lichen Praxis» in Zusammenarbeit mit der DFG (Deutsche Forschungsgemeinscha4) 3

4 n7379/images/481021a- i2.0.jpg n7204/images/454575a- i1.0.jpg COMMUNICATIONS.UWO.CA/ IMAGES/2012/MAY/ETHICS.JPG 4

5 Zu klärende Fragen Was gibt es bereits in der Schweiz im Bereich formazon pré- et postgraduée en «Integrité scienzfique»? Was sind die Wünsche und Bedürfnisse der Hochschulen und Universitäten in diesem Bereich? => Die Verantwortung für die formazon pré- et postgraduée en «Integrité scienzfique» liegt bei den Hochschulen 5

6 Umfrage der Akademien Datenerhebung Teil I (ab Mai 2014) Brief und Fragebogen per Post an 93 Adressaten (59 D, 34 F): - an die DirekZonen der 7 Fachhochschulen - an die Dekane aller Fakultäten der 10 Universitäten - ETH: an die Departementsvorsteher der ETH Zürich und die Dekane der ETH Lausanne und die DirekZonen der nazonalen Forschungsanstalten Rücklauf: 64%, d.h. 61 Fragebogen sind zurückgekommen 6

7 Ausbildung in «Wissenschaftlicher Integrität» für Studierende, Diplomanden und/oder Doktoranden ausgefüllte Fragebögen Ausbildung JA Anteil (%) Dep./Fakult. ETH/EPFL & eidgen. Forschungsanstalt % Fakultäten der Universitäten % Fachhochschulen % Total % 7

8 Ausbildung in «Wissenschaftlicher Integrität» für Personen mit Verantwortung für wissenschaftliches Arbeiten, Forschen und Publikation (Professorenschaft, principle investigators, Oberassistenten etc.) ausgefüllte Fragebögen Ausbildung JA Anteil (%) Dep./Fakult. ETH/EPFL & eidgen. Forschungsanstalt % Fachhochschulen % Fakultäten der Universitäten % Total % 8

9 Umfrage der Akademien Datenerhebung Teil II (Juli - September 2014) E- Mail mit Einladung und Link auf die Umfrage (Survey Monkey) in Deutsch, Französisch, Englisch an 39 Kontaktpersonen Rücklauf: 79.5% (ausgefüllte Fragebogen: 31, davon 25 Dt., 4 Frz., 2 Engl.) Inhalt: 6 Fragebereiche zu Struktur und Themen der Ausbildungsgänge in «Wissenscha4licher Integrität» 9

10 Aus- und Weiterbildung in «wissenschaftlicher Integrität» Bachelor/ Master 19 Doktoranden 16 Forschungs- verantwortliche 8 n = 31 10

11 Aus- und Weiterbildung in «wissenschaftlicher Integrität» Bachelor/ Master 19 Doktoranden 16 total EPF / ETH Univ. HE / FH Forschungs- verantwortliche 8 n = 31 11

12 Didaktische Grundlagen und Materialien für den Unterricht Input durch Dozierende (Vorlesungen/Vortrag) Fall- und praxisorienzerte Arbeit (in Gruppen) Einzel- oder Gruppen- arbeiten (PräsentaZonen, schr. Arbeiten) Expertengespräche Bachelor / Master (n=19) PhD stud / Doktorand (n=16) Einbezug der lokalen Ombudsperson PI / Forschungsverantw. (n=8) 12

13 Struktur der Lehrangebote Halbtägiger Kurs Eintägiger Kurs Mehrtägiger Kurs Teilnahme obligatorisch Überprüfung der Anwesenheit Überprüfung des inhaltl. Verständnis Bachelor / Master (n=17) Ausbildungsnachweis Ausbildungsnachweis hat Relevanz PhD stud. / Doktoranden (n=10) PI / Forschungsverantw. (n=3) 13

14 Inhalte der Lehrangebote Einführung zur Guten Wissenscha4lichen Praxis Formen wissenscha4lichen Fehlverhaltens Umgang mit Daten und Quellen, Plagiate PublikaZonsprozess und Autorscha4 Verantwortung von Verfassern wissenscha4licher Arbeiten Interessenskonflikte, Wissenscha4skooperaZon, Konfliktregelung Stärkung und Akzeptanz des Thema innerhalb der InsZtuZon Bachelor / Master (n=17) PhD stud. / Doktoranden (n=14) PI / Forschungsverantw. (n=4) 14

15 Reglemente und Richtlinien zur «Wissenschaftlichen Integrität» Die meisten Hochschulen und Universitäten haben eigene Reglemente und DirekZven zur Wissenscha4lichen Integrität. Die Akademien stellen 2 Broschüren zur Verfügung: 15

16 Vorstellen und Abgabe von Reglementen und Richtlinien Abgabe der Broschüre "wiss. Integrität" Bachelor / Master (n=17) PhD / Doktoranden (n=15) PI / Forschungsverantw. (n=4) Abgabe der Broschüre "Autorscha4" Abgabe interner Richtlinien internes sont distribués 16

17 Qualifikation der Unterrichtenden eigene Wissenscha4ler ohne Ausbildung in Wissenscha4sethik eigene Wissenscha4ler mit Ausbildung Bachelor / Master (n=16) externe Fachpersonen PhD stud. / Doktoranden (n=14) PI / Forschungsverantw. (n=4) 17

18 Diskussion Die dargestellten Werte sagen nichts über die Gründe aus. Beispielsweise: Gründe für den seltenen Beizug externer ExpertInnen: - Universitäten und Hochschulen haben ausreichend interne ExpertInnen - die finanziellen Ressourcen fehlen für die Einladungen externer ExpertInnen - die Personen, welche für die Ausbildung zuständig sind, kennen die externer ExpertInnen nicht - In der Schweiz gibt es zu wenig ExpertInnen mit ausreichender Erfahrung in der Aus- und Weiterbildung in wissenscha4licher Integrität => Die Diskussion solcher Fragen wird nach der Pause in den Workshops geführt 18

19 Vorschlag: Erarbeitung eines Core-Curriculum für die Schweiz Die Akademien der Wissenscha4en Schweiz streben an, in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen NaZonalfonds ein gesamtschweizerisch gülwges «Core- Curriculum» mit Empfehlungen für die Aus- und Weiterbildung in wissenscha4licher Integrität zu erarbeiten. 19

20 Würden Sie solche Empfehlungen begrüssen? ja (89.7 %) nein (10.3 %) n = 29 Nein = 3 (2 UniversitätsinsZtute, 1 Fachhochschule) 20

21 Ausblick Ausgangsfragen: Welche Ausbildungsgänge exiszeren in «Wissenscha4licher Integrität»? Was sind die Bedürfnisse und Wünsche der Hochschulen? Die Resultate zeigen: Es exiszeren Ausbildungsgänge, insbesondere im ETH- Bereich von einer flächendeckendenden Ausbildung des wissenscha4lichen Nachwuchses in scienzfic integrity sind wir weit en{ernt Um eine systemazsche Aus- und Weiterbildung der Verantwortungsträger für wissenscha4liches Arbeiten und Publizieren ist es schlecht bestellt Workshop und Podium heute bieten Gelegenheit, Ansätze für eine nachhalzge Verbesserung der SituaZon in der Schweiz zu diskuzeren. 21

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