Klausur in Makroökonomik (Termin 1)

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1 Klausur in Makroökonomik (Termin 1) Datum: Uhrzeit: 11:30 13:30 Raum Hilfsmittel: Taschenrechner Name: Matrikelnummer: Punkte: 1. Leserlich schreiben 2. Korrekturrand 1 / 3 3. =??? Symbole angeben, z.b. p = Preis 4. S.O.S: Nicht programmierbarer Taschenrechner 5. bitte aufzeigen 6. PLAY FAIR! 7. Remember: des abnehmenden Grenzertrags Für die Korrektur: Frage 1: / 8 =.% Frage 2: / 8 =.% Frage 3: / 6 =.% Frage 4: / 11 =.% Frage 5: / 10 =.% Frage 6: / 10 =.% Frage 7: / 8 =.% Frage 8: / 10 =.% 8. Handys bitte ausschalten und weglegen von 9 Aufgaben bearbeitet? Frage 9: / 10 =.% Name auf der Klausur? Vorname auf der Klausur? Matrikelnummer auf der Klausur? Viel Erfolg ( % beste 7)/ 7 =...% + SP = + ZP = Summe: Note: - 1 -

2 Erklärung Dies ist eine vorgezogene Klausur des WS. Wenn Sie an dieser Klausur teilnehmen können Sie sich nicht mehr von der Hauptklausur im September abmelden. können Sie nicht mehr an der Hauptklausur teilnehmen. können Sie keine weiteren Sonderpunkte mehr erwerben (andernfalls wären Einsendungen noch bis September möglich). Ich erkläre mich mit den vorstehenden Regelungen einverstanden Meschede, den Wichtiger Hinweis: Unterschrift Bitte bearbeiten Sie sieben (in Worten: 7) der folgenden 9 Aufgaben. Gewertet werden die besten sieben Antworten. Es kann also nicht schaden, alle neun Aufgaben zu versuchen. Alle Aufgaben sind gleich gewichtet. Stören Sie sich bitte nicht an den Punktangaben. Sie sind nur Hilfen für die Korrektur. Auch wenn's mal nicht ausdrücklich da stehen sollte: Alle Fragen müssen auch verbal beantwortet werden. Aufgabe 1: Geldschöpfung (8 P) Bitte erklären Sie unter Verwendung von T-Konten die Geldentstehung (a) Mannesmann nimmt einen Kredit von 10 Mio. bei der Deutschen Bank auf. (Hinweis: Statt eines T-Kontos für Mannesmann, nennen Sie das Konto einfach Publikum.) (b) Um wie viel hat sich M1 geändert? - 2 -

3 Weiter Aufgabe 1 (c) Mußte die Deutsche Bank zuvor Einlagen haben, um den Kredit vergeben zu können? (d) Mannesmann hat mit dem Kredit Löhne ausgezahlt und die Arbeiter haben abgehoben. Erläutern Sie und stellen Sie in Form von T-Konten dar: Wo ist das Bargeld hergekommen? (Sie können auch die Arbeiter mit in dem Konto Publikum erfassen.) - 3 -

4 Aufgabe 2 Zwei Paradigmen (8 P) Für beide Teilaufgaben gilt: Arbeitsangebot: A AT = 2 (w/p) mit A = Arbeit und w/p = Reallohnsatz Arbeitsproduktivität: Y = 5 A (a) Angebotsorientiert: Arbeitsnachfrage ANE = 9 w/p Bitte bestimmen Sie für das Gleichgewicht graphisch und algebraisch: Den Reallohnsatz, die Beschäftigung und das Einkommen (Y) (= den Output). (b) Nachfrageorientiert: Die Nachfrage (vorerst: unerklärt) sei YNE 20 Bitte bestimmen Sie für das Gleichgewicht (Y = YNE) graphisch und algebraisch: Die Beschäftigung und die Arbeitslosigkeit beim neoklassischen Gleichgewichtslohnsatz. Sie können für beide Antworten die gleiche Grafik benutzen sollten dann aber evtl. für angebots- und nachfrageorientiert unterschiedliche Farben einsetzen

5 weiter Aufgabe 2-5 -

6 Aufgabe 3: E-A-Diagramm (6 P) Bitte erläutern Sie: Welche Bedeutung hat die 45 -Kurve im Einkommen- Ausgaben-Modell? Was ist oberhalb, was unterhalb der 45 -Kurve? - 6 -

7 - weiter Aufgabe

8 Aufgabe 4 Banken (11 P) Die Sandbank habe (kurzfristige) Einlagen von 1600 (E), halte Reserven (R) von 50 und habe (langfristige) Bankschuldverschreibungen (BS) in Höhe von 900 ausgegeben. Sie hält Wertpapiere (WP) in Höhe von 1100 und hat 1500 Kredite (KR) vergeben. (a) (2) Bitte stellen Sie die Bilanz der Sandbank auf. (b) (3) Wie hoch sind Leverage, Eigenkapitalquote und Reservesatz? (c) (2 P) Die Risikogewichtungen nach Basel betragen: WP und R = 0 KR = 40% Wie hoch ist die regulatorische EK-Quote? (d) Angenommen, Basel verlangt eine regulatorische Eigenkapitalquote von 10%. (da) Wie viele weitere Kredit könnte die Sandbank noch vergeben? (2 P) (db) Wie viele weitere Wertpapiere könnte Sie noch kaufen? (2 P) - 8 -

9 weiter Aufgabe 4-9 -

10 Aufgabe 5 Einkommen-Ausgaben-Modell (10 P) Eine Volkswirtschaft sei gekennzeichnet durch eine Nachfrage Y NE = C + I + G + NX. Der Staat erhebt Kopfsteuern T. (a) Bitte leiten Sie allgemein den Multiplikator her. (2) (b) (4) Die konkreten Werte seien: c = 0,65, Co = 100, G = 50, T = 50; I = 80, NX = 20 Die Arbeitsproduktivität sei 5. Bitte bestimmen Sie graphisch und algebraisch das Gleichgewichtseinkommen und die Beschäftigung. (c) (4) Die Verhandlungen Griechenlands mit seinen Gläubigern sind unter anderem daran gescheitert, daß der IWF es ablehnte, einen Budgetausgleich nur über höhere Steuern herzustellen. Um Wachstum zu ermöglichen, forderte er statt dessen, einen Teil der Konsolidierung über einen Abbau der Staatsausgaben zu erbringen. Bitte diskutieren Sie im Kontext eines nachfrageorientierten Modells: Welcher Vorschlag wäre der wirtschaftlichen Lage Griechenlands angemessener gewesen? Steuererhöhungen oder Ausgabenkürzungen? Hinweis: Vergleichen Sie einfach die partiellen Multiplikatoren und die Wirkungen der beiden Maßnahmen auf Einkommen und Beschäftigung Falls Sie nicht wissen, wie das geht, unterstellen Sie einfach die Werte aus (b) und betrachten Sie einmal eine Erhöhung der Steuern um 20 und sodann eine Senkung der Staatsnachfrage um

11 weiter Aufgabe

12 Aufgabe 6 Angebotsorientiertes Modell (10 P) Eine Volkswirtschaft weise eine Arbeitsangebotsfunktion von A AT = 3 (w/p) eine Arbeitsnachfragefunktion von A NE = 20 2 (w/p) und eine Arbeitsproduktivität von 5 auf. (a) Bitte bestimmen Sie Einkommen. Reallohnsatz und Beschäftigung graphisch und algebraisch. (4 P) (b) (4 P) Die Verhandlungen Griechenlands mit seinen Gläubigern sind unter anderem daran gescheitert, daß der IWF es ablehnte, einen Budgetausgleich nur über höhere Steuern herzustellen. Um Wachstum zu ermöglichen, forderte er statt dessen, einen Teil der Konsolidierung über einen Abbau der Staatsausgaben zu erbringen. Bitte diskutieren Sie im Kontext des angebotsorientierten Modells graphisch und verbal: Warum wären Steuererhöhungen wachstumsfeindlicher gewesen als Ausgabenkürzungen? Hinweis: Unterstellen Sie, bei den Steuererhöhungen handle es sich um Lohnsteuern. (c) (2 P) Welche implizite Unterstellung hat der IWF also für Griechenland getroffen? (Welche Annahme trifft das angebotsorientierte Modell?)

13 weiter Aufgabe

14 Aufgabe 7 Bankenkrisen (8 P) (a) (4 P) Die Gefahr von Finanzkrisen führte zur Übernahme der Funktion des Lenders of Last Resort durch die Notenbank und zur Einführung von Einlagenversicherungen. Bitte erläutern Sie kurz, was darunter zu verstehen ist und warum die Maßnahmen erforderlich waren. (b) (2 P) Erläutern Sie, warum diese staatliche Interventionen zugleich eine Bankenregulierung erforderlich machten. (c) (2 P) In der letzten Finanzkrise machten die Banken Verluste und unterschritten daher ihre regulatorische Eigenkapitalquote. In einer Krise neue Aktien emittieren zu wollen, wäre aussichtslos gewesen. Bitte diskutieren Sie (verbal und im IS-MP-Diagramm): Hilft in einer solchen Situation eine Senkung des Leitzinses der Notenbank (r ZB)? Und, falls ja, wie

15 - weiter Aufgabe

16 Aufgabe 8: MP-Kurve (10 P) Bitte diskutieren Sie (nur) graphisch und verbal im IS-MP-Modell (neoklassische Variante) Hinweise: Es genügt, nur die beiden rechten Quadranten zu betrachten. (Vergessen Sie nicht die Beschriftungen) Das Vollbeschäftigungsniveau L* können Sie einfach vorgeben. Da Sie keine konkreten Werte haben, können Sie Kurven frei Schnauze einzeichnen um so wichtiger sind für die Benotung dann natürlich die verbalen Erläuterungen. (a) (2 P) Bitte zeichnen Sie das Ausgangsgleichgewicht ein. Hinweis: Unterstellen Sie ein neoklassisches Gleichgewicht starten Sie also bei Vollbeschäftigung. (b) (2 P) Nun bricht aus welchen Gründen auch immer die Nachfrage drastisch ein. Zeichnen Sie diesen Vorfall ins Diagramm ein. Wie ändern sich Einkommen, Beschäftigung und Realzinssatz (im ersten Schritt)? (c) (2 P) Was passiert am Arbeitsmarkt und was heißt das für die Inflationsrate? (d) (2 P) Wie reagiert die Notenbank auf diese Entwicklung, wenn der Zentralbankrat sich an die Taylor-Regel hält? (e) (2 P) Wie sieht das Endgleichgewicht im Vergleich zur Ausgangssituation in (a) aus?

17 weiter Aufgabe

18 Aufgabe 9: Umweltzerstörung und Wachstum (10 P) Welche Auswirkungen hat die Globale Erwärmung im angebotsorientierten Modell langfristig auf Einkommen, Reallohnsatz und Beschäftigung? (a) (4 P) Bitte stellen Sie die Auswirkungen graphisch und verbal dar. (b) (4 P) und beschreiben Sie ausführlich, welche Kurve(n?) sie gedreht / verschoben haben und warum. (c) (2 P) Beschreiben Sie verbal kurz: Würden Sie in einem nachfrageorientierten Modell die gleichen Ergebnisse erwarten? Wo gibt es einen Unterschied?

19 weiter Aufgabe

20 - Falls Sie noch Papier brauchen: Ich hab noch welches

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