Konsortialvertrag ordnet die kommunale Versorgungsstruktur in Rheinhessen / Nordpfalz neu

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1 Pressemitteilung 10. Dezember 2010 Konsortialvertrag ordnet die kommunale Versorgungsstruktur in Rheinhessen / Nordpfalz neu Zusammenführung der Trinkwassersparten in der Wasserversorgung Rheinhessen als Antwort auf die Folgen des demografischen Wandels Fusion der Energieversorgungsstrukturen sichert Wettbewerbsvorteile Integration weiterer kommunaler Partner Bündelung und Verstärkung der Aktivitäten zum kommunalen Klimaschutz Die Anteilseigner der Wasserversorgung Rheinhessen GmbH, Bodenheim, der EWG GmbH Alzey, der Stadtwerke GmbH Kirchheimbolanden, der Thüga Energie GmbH, der Thüga Energienetze GmbH und der Rheinhessen Energie GmbH (RHE) und die genannten Gesellschaften haben heute einen weitreichenden Konsortialvertrag unterzeichnet. Damit ist der Weg für eine Neuordnung der kommunalen Versorgungsstrukturen in Rheinhessen / Nordpfalz zum 1. Januar 2011 frei. Konkret bedeutet dies zum einen, dass die EWG Alzey und die Stadtwerke GmbH Kirchheimbolanden ihre Wasserversorgung in die bestehende WVR GmbH Bodenheim einbringen und sich damit an der WVR beteiligen. Die Zahl der von der WVR versorgten Einwohner wird von ca auf ca wachsen. Zum anderen werden in einem ersten Schritt die Strom- und Erdgasaktivitäten der EWG, der Stadtwerke Kirchheimbolanden und die rheinhessischen Versorgungen der Thüga Energienetze sowie der Thüga Energie in das neue Unternehmen Energie Rheinhessen-Pfalz (e-rp) GmbH zusammengeführt. Diese Gesellschaft wird in der Region Kunden mit Strom und Kunden mit Erdgas versorgen. Seite 1 von 5

2 Nach Aussagen der Geschäftsführer Dr. Willi Kiesewetter, Wasserversorgung Rheinhessen, und Udo Beckmamm, EWG Alzey, wurden in den zurückliegenden 18 Monaten alle Handlungsoptionen für die beteiligten Unternehmen intensiv geprüft. Die jetzige Neuordnung sei eindeutig die beste Lösung für alle Beteiligten, um die kommunale Energie- und Wasserversorgung in der Region zukunftsfähig zu gestalten. Kommunale Kooperation sichert die Wasserversorgung in der Region nachhaltig Den Wasserversorgungsunternehmen in Rheinhessen ist bewußt, dass die Trinkwasserversorgung in Deutschland und somit auch in unserer Region in Zukunft mit großen neuen Herausforderungen konfrontiert werden wird. Dr. Kiesewetter, wvr, führt aus, dass die demografische Veränderung zu einem Rückgang der Erlöse bei steigenden Kosten für die Unternehmen führen wird. Die Wasserversorgungsunternehmen in Rheinhessen und der Pfalz wollen sich auf diese Entwicklung einstellen und frühzeitig dem zunehmenden Kostendruck entgegenwirken. Dr. Kiesewetter: Der demografische Wandel führt dazu, dass die Bedeutung langfristiger vorausschauender Unternehmenskonzepte zunehmen wird, um mit knapper werdenden finanziellen Mitteln die richtigen Entscheidungen treffen zu können. "Diese Kooperation schafft eine langfristige Sicherheit der Versorgung, sichert einen nachhaltigen Umgang mit den Wasserressourcen, erschließt Synergiepotentiale, sichert Arbeitsplätze in der Region und ist eine wesentliche Voraussetzung für den Erhalt sozialverträglicher Wasserpreise" fasst Michael Reitzel, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Wasserversorgung Rheinhessen GmbH, zusammen. Nach Aussage von Reitzel besteht bei allen Gesellschaften darüber Einigkeit, dass das dezentrale Standortkonzept für die Kunden erhalten bleibt und dass auch keine betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen werden. Die Fusion der Wasserversorgungsunternehmen führt auch kurzfristig zu deutlichen Erfolgen für die von der wvr versorgten Bürgerinnen und Bürger. Dr. Kiesewetter führt Seite 2 von 5

3 aus, dass der Wasserpreis im bisher von der wvr versorgten Gebiet auch für das Jahr 2011 konstant gehalten werden kann. Der Wasserpreis wurde in den letzten 14 Jahren sogar um insgesamt 9,15 Prozent gesenkt. Die durch die Zusammenführung der Wasserversorgungssparten der drei beteiligten Unternehmen realisierten Synergieeffekte führen dazu, dass der Wasserpreis im heutigen Versorgungsgebiet der EWG Alzey um 18 Ct./m³ (- 7,6 Prozent) und im heutigen Versorgungsgebiet der Stadtwerke GmbH Kirchheimbolanden um 50 Ct./m³ (- 15,8 Prozent) gesenkt werden kann. Dies hat der Aufsichtsrat der wvr in seiner Sitzung am 1. Dezember 2010 auf Vorschlag der Geschäftsführung beschlossen. Fusion der Energieversorgungsstrukturen sichert Wettbewerbsvorteile Durch die Bündelung der Energieversorgungen der Unternehmen entstehen wichtige Effizienzvorteile. Aus Sicht der Gesellschafter zeigt der sich verschärfende Wettbewerb im Energiemarkt, der steigende Kostendruck und die zunehmende Komplexität der Geschäftsprozesse den bestehenden Unternehmen ihre Grenzen auf. Die Kostenvorteile in der Energiebeschaffung lassen sich im Rahmen eines fusionierten Unternehmens leichter realisieren und so die Attraktivität unserer Stromund Erdgasprodukte steigern argumentiert der zukünftige Vorsitzende des e-rp Aufsichtsrates Christoph Burkhard, Bürgermeister von Alzey. Energieeinkaufskosten machen beispielsweise bis zu 80 Prozent der Gesamtkosten eines Erdgasversorgers aus. Gleichzeitig zwingt uns die steigende Komplexität und der zeitliche Arbeitsaufwand durch die Regulierung dazu, die Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen, so sein Amtskollege aus Kirchheimbolanden, Klaus Hartmüller, in seiner Funktion als zukünftig stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der e-rp. Die Energie Rheinhessen-Pfalz wird rund 100 Mitarbeiter beschäftigen. Klares Bekenntnis zur Zusammenarbeit zwischen den beiden neuen Gesellschaften und zur Aufnahme weiterer Kommunen Die Gesellschafter der Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz und der Energie Rheinhessen-Pfalz haben im Konsortialvertrag verankert, dass die Unternehmen eng zusammenarbeiten und ausdrücklich die Offenheit für weitere kommunale Partner fixiert. Wir reichen den Konzessionsgemeinden die Hand und geben ihnen einen Seite 3 von 5

4 Platz im Gesellschafterkreis, so Bernd Rudolph, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Thüga Aktiengesellschaft. Weiterer Ausbau der kommunalen Struktur konkret vereinbart Diese Offenheit lässt sich auch daran erkennen, dass im unterzeichneten Konsortialvertrag die zukünftige Beteiligung der Stadtwerke Mainz AG und der Energiedienstleistungsgesellschaft Rheinhessen Nahe (EDG) an der neuen Energie Rheinhessen-Pfalz mit bis zu 10 Prozent bereits verankert ist. Die Beteiligung soll dadurch hergestellt werden, dass die Rheinhessen Energie GmbH (RHE), eine gemeinsame Tochtergesellschaft der Stadtwerke Mainz (Anteil 66,66 Prozent) und der EDG (Anteil 33,33 Prozent) in die e-rp eingebracht wird. Bündelung und Verstärkung der Aktivitäten zum kommunalen Klimaschutz Wesentlicher Bestandteil der künftigen Zusammenarbeit ist auch, die klimaschutzpolitischen Vorgaben des Integrierten Klima- und Energiepaketes der Bundesregierung durch den Ausbau von Energieeffizienztechnologien und erneuerbaren Energien verstärkt umzusetzen. Im Konsortialvertrag ist hierzu eine konzentrierte Zusammenarbeit mit der Energiedienstleistungsgesellschaft Rheinhessen-Nahe mbh (EDG), verankert. Die in diesem Bereich spezialisierte EDG hat in der Region bereits eine Vielzahl effizienter Klimaschutzprojekte mittels hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung in Verbindung mit Nahwärmenetzen und erneuerbaren Energien erfolgreich realisiert. Seite 4 von 5

5 Presseansprechpartner der zukünftigen Gesellschaft: Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz Dr. Klaus Hoffmann Tel Energie Rheinhessen-Pfalz Udo Beckmann Tel Seite 5 von 5

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