Informationen zur Vorsorgelösung 2005

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1 Stiftung Auffangeinrichtung BVG Fondation institution supplétive LPP Fondazione istituto collettore LPP Informationen zur Vorsorgelösung 2005 In welchen Punkten ändert die Stiftung das Vorsorgereglement? Die BVG-Revision bringt eine grosse Zahl von Änderungen mit sich, die sich auf den Inhalt des Vorsorgereglements entsprechend auswirken. Ebenfalls einen Einfluss auf die Vorsorgereglemente hat die Tatsache, dass die Stiftung Auffangeinrichtung BVG ab dem 1. Januar 2005 vollumfänglich autonom ist und auf dieses Datum auch die neuen Beitragssätze in Kraft treten. Die wesentlichen Änderungen sind Þ die Senkung der Eintrittsschwelle Die Eintrittsschwelle wird neu von 25'320 auf 19'350 Franken gesenkt. Diese Senkung führt dazu, dass einzelne Personen neu der beruflichen Vorsorge zu unterstellen sind. Þ die Erhöhung des versicherten Lohnes Die Berechnung des versicherten Lohnes ändert. Die bisherigen und die neuen Berechnungsparameter sind folgender Aufstellung zu entnehmen: Bisher Neu Minimallohn Maximallohn Koordinationsbetrag Oberer Grenzbetrag '400 Þ die Einführung der Witwerrente Neu haben auch Witwer Anspruch auf Hinterlassenenleistungen. Die Voraussetzungen, die den Anspruch auf Hinterlassenenleistungen begründen, wie auch die Höhe der Hinterlassenenleistungen selbst sind nun für Männer und Frauen gleich. Þ die Senkung des Umwandlungssatzes Ab dem 1. Januar 2005 gilt für das Pensionsalter 64 bei Frauen respektive 65 bei Männern der Umwandlungssatz von 6.8%. In Abweichung davon gelten für die Jahrgänge 1939 bis 1948 folgende Umwandlungssätze: Geburtsjahr Frauen Männer Geburtsjahr Frauen Männer % % 7.05% % % 7.00% % 7.10% % 6.95% % 7.10% % 6.90% % 7.05% % 6.85%

2 - 2 - Þ die Anpassung der Altersgutschriftensätze Die Angleichung des Rentenalters der Frauen an dasjenige der Männer führt ebenfalls zu einer Angleichung der Altersgutschriftensätze. In Abweichung vom Rentenalter der Frauen werden die Altersgutschriftensätze in einem Schritt denjenigen der Männer angeglichen. Þ die Flexibilisierung der Pensionierung Neu kann die versicherte Person bereits nach Vollendung des 59. Altersjahres die Altersleistung beziehen. Gemäss BVG kann die versicherte Person neu einen Viertel ihres Altersguthabens als einmalige Kapitalabfindung beziehen. Die Stiftung Auffangeinrichtung BVG gewährt jedoch allen versicherten Personen ab dem 1. Januar 2005 zusätzlich das Recht, die ganze Altersleistung in Form eines Kapitals zu beziehen. Soll die ganze Altersleistung oder ein Viertel der Altersleistung in Form eines Kapitals bezogen werden, so ist das entsprechende Begehren 6 Monate vor Bezug einzureichen. Die Ankündigung ist unwiderruflich. Þ die Änderung der Berechnung der Leistungshöhe im Invaliditätsfall Der Versicherte hat Anspruch auf eine volle Invalidenrente, wenn er im Sinne der IV zu mindestens 70 Prozent invalid ist, eine Dreiviertelrente, wenn er zu mindestens 60 Prozent invalid ist, eine halbe Rente, wenn er mindestens zur Hälfte invalid ist und eine Viertelrente, wenn er mindestens zu 40 Prozent invalid ist. Þ der Wegfall der Sondermassnahmenbeiträge Die zusätzlichen Leistungen für die Eintrittsgenerationen werden im Jahr 2005 letztmals vollumfänglich gewährt, ab dem Jahr 2010 entfallen sie, dazwischen werden sie linear gekürzt. Die Beiträge für die Finanzierung der Leistungen der Eintrittsgeneration von zurzeit 1% des versicherten Lohnes gemäss BVG entfallen ab dem 1. Januar Þ die Erweiterung des Kreises der begünstigten Personen Neu kann auch eine Person, die mit dem Versicherten in den letzten fünf Jahren bis zu seinem Tod ununterbrochen eine Lebensgemeinschaft geführt hat, begünstigt werden. Damit werden in gewissen Fällen fällige Leistungen auch dem überlebenden Konkubinatspartner ausbezahlt. Zudem kann auch eine Person, die vom Versicherten in erheblichem Masse unterstützt worden ist oder die für den Unterhalt eines oder mehrerer gemeinsamer Kinder aufkommen muss, begünstigt werden.

3 - 3 - Þ die Ausweitung der Verjährungsdauer Mit der 1. BVG-Revision verjährt das Rentenstammrecht neu nicht mehr. Rentenleistungen können also auch Jahre später noch eingefordert werden. Der Anspruch auf die einzelne Rentenzahlung verjährt hingegen nach fünf Jahren. Der Anspruch auf eine Kapitalleistung verjährt nach 10 Jahren. Weshalb ändert die Stiftung die Beitragssätze? Die Anpassung erfolgt in erster Linie aufgrund des Risikoverlaufs im Jahre Ausserdem ändern die Höhe der Vorsorgeleistungen, der Umwandlungssatz, sowie die Altersgutschriftensätze der Frauen, die denjenigen der Männer angepasst werden. Die Überprüfung der Beitragssätze ergab folgende neue Beitragsordnung (Plan AN): Altersklasse Sparbeiträge in Prozenten Risikobeiträge in Prozenten des versicherten Lohnes des versicherten Lohnes Frauen Männer Frauen Männer Weshalb ändert die Stiftung ihr Kostenreglement? Das bisherige Kostenreglement war ein fester Bestandteil der Anschlussvereinbarung. Neu wird das Kostenreglement wie die Beitragsordnung änderbar sein. Wie bis anhin sind die ordentlichen Verwaltungskosten der Vorsorge durch den Beitrag gedeckt. Hingegen werden zusätzlich anfallende Kosten (z.b. Mahnkosten) direkt dem Verursacher in Rechnung gestellt. Auf diese Weise soll erreicht werden, dass die Verwaltungskosten für das Tagesgeschäft, das ohne grosse Zusatzaufwände abgewickelt werden kann, möglichst tief bleiben. Vermeidbare, kostspielige Zusatzaufwendungen sollen nicht die ganze Versichertengemeinschaft belasten, sondern soweit wie möglich vom Verursacher getragen werden. Erhöhen sich die Gesamtkosten der Vorsorge? Da der versicherte Lohn, die Beitragssätze und die Zuordnung zu den Altersgruppen gleichzeitig ändern, lässt sich die Frage nicht ohne weiteres beantworten. Zudem ist zu beachten, dass wegen der Neufestsetzung des Koordinationsabzuges der Kreis der versicherten Personen erweitert wurde. Um die Beantwortung dieser Frage zu ermöglichen, ist am Schluss des Informationsblattes ein Berechnungsbeispiel angefügt.

4 - 4 - Verbessert sich die Transparenz? Durch die BVG-Revision verbessert sich die Transparenz. Der wesentlichste Beitrag zur Transparenz wurde durch die Stiftung Auffangeinrichtung mit dem Gang in die Autonomie erbracht. Durch die Übernahme der Kapitalanlagen in die Verantwortung des Stiftungsrates kann die Stiftung jederzeit über die Zusammensetzung der Anlagen und der Erträge Auskunft geben. Die Stiftung wird die Arbeitgeber und die versicherten Personen jährlich über den Abschluss der Stiftung und die Gewinnverwendung orientieren.

5 - 5 - Parameter bis 31. Dezember 2004 Parameter ab 1. Januar 2005 Eintrittsschwelle 25'320 19'350 Minimallohn 3'165 3'225 Maximallohn 50'640 54'825 Koordinationsabzug 25'320 22'575 Oberer Grenzbetrag 75'960 77'400 Altersklasse Sparbeiträge Risikobeiträge Altersklasse Sparbeiträge Risikobeiträge Beitragssätze Frauen % 3.9% % 4.5% (Plan AN) % 6.5% % 6.0% % 7.6% % 10.0% % 7.4% % 11.5% % 7.1% % 10.5% Beitragssätze Männer % 4.6% % 4.0% (Plan AN) % 5.5% % 5.5% % 9.5% % 8.5% % 10.1% % 11.5% % 8.8% % 11.5% Berechnungsbeispiel Nr. 1 Nr. 2 Nr. 3 Nr. 4 Nr. 5 Nr. 6 Nr. 7 Nr. 8 Geschlecht f f f f m m m m Alter im Jahre AHV-Lohn per 1. Januar '350 25'825 54'825 77'400 19'350 25'825 54'825 77'400 Bisherige Werte Totalbeitrag ' ' ' ' Versicherter Lohn - 3'165 29'505 50'640-3'165 29'505 50'640 Risikobeitrag 7.6% 7.4% 7.4% 7.1% 5.5% 9.5% 10.1% 10.1% Sparbeitrag 10.0% 15.0% 15.0% 18.0% 7.0% 10.0% 15.0% 15.0% Beitrag für Sondermassnahmen 1.0% 1.0% 1.0% 1.0% 1.0% 1.0% 1.0% 1.0% Neue Werte Totalbeitrag ' ' ' ' Versicherter Lohn 3'225 3'250 32'250 54'825 3'225 3'250 32'250 54'825 Risikobeitrag 6.0% 10.0% 11.5% 11.5% 5.5% 8.5% 11.5% 11.5% Sparbeitrag 7.0% 10.0% 15.0% 15.0% 7.0% 10.0% 15.0% 15.0% Beitrag für Sondermassnahmen 0.0% 0.0% 0.0% 0.0% 0.0% 0.0% 0.0% 0.0% Veränderung absolut ' ' ' In Prozent AHV-Lohn 2.2% -0.4% 3.0% 1.7% 2.1% -0.2% 1.5% 1.7%

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