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1 Information zur Revision PKV

2 Kernpunkte Verordnungsrevision - Gesetzlich notwendige Neuregelung Aufgabenteilung - Finanzierung weiterhin durch Landrat - Flexibilität bei der Finanzierung - Anpassung im Sanierungskonzept - Keine Leistungsanpassung / Kompetenz aber neu bei der Kassenkommission

3 Agenda - PK Uri - Revision PKV - Strukturreform - Umsetzungsvorschlag

4 Kurzporträt Selbständige Anstalt des kant. öffentlichen Rechts (ohne Staatsgarantie) Gegründet 1938, seit 1993 PK mit Beitragsprimat Autonome Pensionskasse (Risiko wird selbst getragen) umhüllende Pensionskasse (BVG plus) Total FZL (Aktive) per 31. Dez CHF Mio. Davon BVG Teil CHF Mio. Überobligatorischer Teil CHF Mio. Rentendeckungskapital CHF Mio.

5 Informationen Bestand Versicherte 2'340 2' Bestand Rentenbeziehende Angeschlossene Arbeitgebende Notwendiges Vorsorgekapital (Mio.) ca. 750 Verfügbares Vorsorgevermögen (Mio.) ca. 750 Deckungsgrad 86.8% 96.8% ca. 102% (TZ 3.5%) ca. 100% (TZ 3.0%) pflichtversichert: Kassenverwaltung: Kanton, Gemeinden, Spital und Schulen 2.85 Pensen

6 Entwicklung Deckungsgrad im Vergleich in % PK Uri öffentlich-rechtlich privat-rechtliche Ör.-PK's teilkap. Ör-PK's vollkap. Quelle: Swisscanto/PK Uri

7 Organe PK Uri / Beteiligte Revision PKV Kassenkommission Kassenverwaltung Versicherungsexperte Rechtsdienst Josef Dittli (Präsident) Walter Bär (Vizepräsident) Beat Jörg Markus Christen Daniel Lampart Mauro Latzel Jürg Mathys Markus Imhof Urs Zurfluh Rolf Müller Kurt Rohrer (Geschäftsführer) Stefan Arnold (Vermögensverwalter) Bernadette Scheiber (Sachbearbeiterin) Büro Deprez, Dr. Olivier Deprez, Zürich Dominik Fürst

8 Agenda - PK Uri - Revision PKV - Strukturreform - Umsetzungsvorschlag

9 Strukturreform Besonderheiten öffentlich-rechtlicher Vorsorgeeinrichtungen (VE) Regelung BVG BVG ist grundsätzlich auch auf öffentlich-rechtliche VE anwendbar Ausnahmen: Rechtsform Finanzierung (Stichwort: Teilkapitalisierung) BVG-Revision vom (BVG 2010) Neufassung der Bestimmungen zu den öffentlich-rechtlichen VE Stärkere Angleichung an privatrechtliche VE Inkrafttreten: 01. Januar 2012 Organisatorische Anpassung: Frist bis 01. Januar 2014

10 Strukturreform Hauptsächliche Neuerungen im BVG 2010 betr. öffentlich-rechtlicher VE Eigene Rechtspersönlichkeit zwingend VE kann nicht mehr Teil der öffentlichen Verwaltung sein Bestimmungen des Gesetzgebers über Leistungen oder Finanzierung (oder volle Autonomie) Übrige Regelungen (Aufteilung) In Verordnung (Grundlagen; durch Gesetzgeber) Im Reglement (Bestimmungen; durch paritätisches Organ) Bestimmungen über Teilkapitalisierung / Staatsgarantie

11 Strukturreform Art. 50 Reglementarische Bestimmungen 2 Bei Einrichtungen des öffentlichen Rechts können entweder die Bestimmungen über die Leistungen oder jene über die Finanzierung von der betreffenden öffentlich-rechtlichen Körperschaft erlassen werden. Inkraftsetzung per 1. Januar 2014.

12 PK Uri Organisation/Bestimmungen bisher Landrat Oberstes Organ VE Finanzierung Verordnung Leistungen Kassenkommission

13 PK Uri mögliche Bestimmungsformen Landrat Finanzierung Grundlagen in Verordnung Kassenkommission Leistungen Reglement Leistungen Oberstes Organ VE volle Autonomie Grundlagen in Verordnung Kassenkommission Finanzierung / Leistungen Ausführungsbestimmungen Ausführungsbestimmungen Reglement

14 PK Uri Vorschlag betr. Bestimmungsform Landrat Grundlagen Verordnung Finanzierung Kassenkommission Ausführungsbestimmungen Reglement Leistungen

15 Agenda - PK Uri - Revision PKV - Strukturreform - Umsetzungsvorschlag

16 Umsetzungsvorschlag Kassenkommission Rechtsform wird beibehalten Festhalten an Vollkapitalisierung, keine Staatsgarantie Variante «Finanzierung» hat Priorität Ausgestaltung; aktuelle PKV aufgeteilt in Verordnung + Reglement Erlass der neuen Verordnung durch Landrat Regelung Grundlagen und Finanzierung Inhalt: Zweck, Rechtsform, Zugehörigkeit, Lohnbasis, Finanzierung (Beiträge, Überbrückungsrente), Sanierung, Organisation Eingeschränkte Flexibilität Beitragsseite zur Leistungserhaltung bei ungünstiger demografischer oder zinsspezifischer Entwicklung Erlass des Reglements durch Kassenkommission Regelung Leistungen, Ausführungsbestimmungen und Organisation Nur gesetzlich vorgeschriebene Anpassungen (z.b. Aufgaben KaKo)

17 Umsetzungsvorschlag Kassenkommission Materielle Anpassungen der neuen Verordnung Flexibilität beim Koordinationsabzug Flexibilität bei den Beiträgen Erhöhung Sanierungsbeteiligung AG bei Minderverzinsung Streichung Teuerungs- und Sanierungsbeiträge im Alter 18 bis 24 Wichtig: Massnahmen bzgl. Flexibilität bei Koordinationsabzug und bei Beiträgen sind nicht zwingend kumulierbar!

18 Umsetzungsvorschlag Kassenkommission Flexibilität Koordinationsabzug AHV-Lohn Koordinationsabzug (max. AHV-Rente) = Versicherter Lohn CHF CHF = CHF Vorschlag: Koordinationsabzug innerhalb Bandbreite mind. CHF = max. CHF = Idee: Durch höheren versicherten Lohn steigen Sparbeiträge und folglich Altersgutschriften, welche Leistungskürzungen kompensieren. Mehr Sparen für gleiche Leistungen

19 Koordinationsabzug - Erhöhung versicherter Lohn* 40.00% 35.00% 30.00% 25.00% 20.00% 15.00% 10.00% 5.00% 0.00% *indikativ: bei maximaler Senkung des Koordinationsabzug, effektive Erhöhung abhängig von Beschäftigungsgrad

20 Umsetzungsvorschlag Kassenkommission Flexibilität Beiträge Limitierte Erhöhungsmöglichkeit der Beiträge bei Senkung des UWS (max. je 1% AG / AN) Festlegung der Gesamtbeiträge durch Landrat, Aufteilung der Beiträge jedoch im Reglement (Option: teilweise Streichung der Teuerungs- zu Gunsten von Sparbeiträgen führt nur im Sanierungsfall zu Mehrkosten) Idee: Durch höhere Sparbeiträge steigen Altersgutschriften und kompensieren Leistungskürzungen. Mehr Sparen für gleiche Leistungen Entlastung von Teuerungs- und Sanierungsbeiträgen in Altersklasse 18 bis 24 Jahre (Aufhebung Entscheid vom Revision 2010)

21 Flexibilität Beiträge IST: Beiträge aufgeteilt in Alter, Risiko, Teuerungsbeiträge (Art. 45) Bsp. 56: Alter 10.0, Risiko 0.8 und Teuerung 1.0 = 11.8 Neu: nur noch Gesamtbeitrag (Art. 11), Aufteilung durch Kassenkommission Bsp. 56: Beitrag 11.8 Arbeitnehmende Ordentliche Finanzierung A.o. Finanzierung Altersjahr Alter Risiko Teuerung Total Sanierung Total II IST IST* *Unterdeckung Entscheid Kako: Senkung Teuerung Arbeitnehmer auf 0.5% Anhebung Altersbeiträge inkl. Altersgutschriften um 0.5% Neu Neu*

22 Flexibilität Beiträge Arbeitgebende Ordentliche Finanzierung A.o. Finanzierung Alter Risiko Teuerung Total Sanierung Total II IST IST* *Unterdeckung Entscheid KaKo: Senkung Teuerung Arbeitgeber auf 1.0%, Anhebung Altersbeiträge inkl. Altersgutschriften um 0.2% Neu Neu*

23 Umsetzungsvorschlag Kassenkommission Erhöhung Sanierungsbeteiligung bei Minderverzinsung Arbeitgebende sollen im gleichen Ausmass eine Sanierungsbeteiligung zahlen wie ihre Versicherten durch eine Minderverzinsung verzichten. Gemäss PKV 2010 beträgt der Beteiligungssatz bisher 50%. Idee: Sanierungsmassnahmen werden in beiden Fällen neu paritätisch getragen.

24 Verordnungsbestimmungen mit unmittelbaren Kostenfolge (bei Inkraftsetzung der Verordnung) Verordnungsbestimmung Arbeitgebende Arbeitnehmende Streichung Teuerungsbeiträge im Alter 18 bis 24 Jahre (Minderkosten) CHF CHF Sanierungsbeiträge im Alter 18 bis 24 Jahre (Minderkosten) Art. 8 höhere Sanierungsbeteiligung der Arbeitgebenden, volle Parität der Minderverzinsung (Mehrkosten) CHF bis , nur in Unterdeckung CHF 0.5 bis 2.1 Mio., nur in Unterdeckung CHF bis , nur in Unterdeckung Keine Anpassung Verordnungsbestimmungen mit späteren Kostenfolgen (bei Entscheid Kassenkommission) Verordnungsbestimmung Arbeitgebende Arbeitnehmende Anhebung des Koordinationsabzug, z.b. zur Abfederung von Leistungskürzungen bei UWS-Senkung (Mehrkosten) Anpassung der Teuerungsbeiträge (Mehrkosten) Erhebung von höheren Beiträge bei Senkung des Umwandlungssatzes (Mehrkosten) CHF 0 bis 2.8 Mio. CHF 0 bis 1.6 Mio., nur in Unterdeckung CHF 0 bis 1.3 Mio. CHF 0 bis 2.1 Mio. CHF 0 bis 1.4 Mio., nur in Unterdeckung CHF 0 bis 1.3 Mio.

25 Unmittelbare Kostenfolgen für Arbeitgebende Verordnungsbestimmung DG über 100% DG 98.1% DG 95.1% DG unter 90% TB 18 bis 24 Jahre SB 18 bis 24 Jahre Sanierungsbeteiligung AG Mio Mio. 2.1 Mio. Total Mehrkosten ca Mio. 1.0 Mio. 2.0 Mio. späteren Kostenfolgen für Arbeitgebende (nur bei Entscheid Kassenkommission, nicht zwingend kumulierend) Verordnungsbestimmung DG über 100% DG 98.1% DG 95.1% DG unter 90% Koordinationsabzug 0 bis 2.8 Mio. 0 bis 2.8 Mio. 0 bis 2.8 Mio. 0 bis 2.8 Mio. Teuerungsbeiträge 0 0 bis 1.6 Mio. 0 bis 1.6 Mio. 0 bis 1.6 Mio. Sparbeiträge 0 bis 1.3 Mio. 0 bis 1.3 Mio. 0 bis 1.3 Mio. 0 bis 1.3 Mio. Total Mehrkosten ca. 0 bis 4.1 Mio. 0 bis 5.7 Mio. 0 bis 5.7 Mio. 0 bis 5.7 Mio.

26 Umsetzungsvorschlag Kassenkommission Finanzielle Auswirkungen Kanton trägt rund 33 % der Kosten direkt und 20% indirekt Personelle Auswirkungen Keine Auswirkungen Rechtliche Auswirkungen Weiterer Anpassungsbedarf in Verordnung über die Vorsorge für Mitglieder des Regierungsrates, Reglement über die Organisation der Regierungs- und Verwaltungstätigkeit

27 Weiteres Vorgehen Start Vernehmlassung / Medienmitteilung Informationsveranstaltungen in Altdorf Ende Vernehmlassung Kassenkommission Regierungsrat Finanzkommission Landrat Inkraftsetzung

28 Kernpunkte Verordnungsrevision - Gesetzlich notwendige Neuregelung Aufgabenteilung - Finanzierung weiterhin durch Landrat - Flexibilität bei der Finanzierung - Anpassung im Sanierungskonzept - Keine Leistungsanpassung / Kompetenz aber neu bei der Kassenkommission

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