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1 Informationspflichten

2 Informationspflichten Bisherige Informationspflichten: 10a und Anlage D VAG sowie 48b VVG und Anlage. (EU-Richtlinien 2002/62EG, 2002/83/EG und 2202/65/EG) Neue Informationspflichten: 7 VVG mit Verweis auf Informationspflichtenverordnung

3 Informationspflichtenverordnung Grundlage: Verordnung über Informationspflichten bei Versicherungsverträgen: VVG-Informationspflichtenverordnung VVG- InfoV Folgendes soll erreicht werden: verbesserter Verbraucherschutz höhere Transparenz klarere Regeln Der Kunde soll ganz genau wissen, was er kauft!

4 Informationspflichtenverordnung - Allgemein Verordnungsermächtigung im Gesetz zur Reform des Versicherungsvertragsrechts 7 Abs. 2 und 3 Veröffentlichung der endgültigen Verordnung am Inkrafttreten: 1. Januar 2008 Übergangsfrist für alle neuen Informationspflichten (mit Ausnahme der Modellrechnung) bis 30. Juni 2008

5 Informationspflichtenverordnung - Allgemein Wesentliche Inhalte für die Lebensversicherung - Bündelung der Informationspflichten für die Lebensversicherung - Zusätzlich neue Informationspflichten Angabe zu Abschluss- und sonstigen Kosten normierte Modellrechnung mit normiertem Zinssatz - Einführung Produktinformationsblatt

6 Informationspflichtenverordnung - Allgemein Policenmodell weicht Antragsmodell Bisher: Komplettes Informationspaket mit der Police Widerspruchsrecht: VN hat das Recht den Vertrag 30 Tage nach Abschluss wieder zu lösen.

7 Informationspflichtenverordnung - Allgemein Policenmodell weicht Antragsmodell Neu: Komplettes Informationspaket vor Antragstellung Aushändigung: Produktinformationsblatt Modellrechnung AVB Antrag Widerrufsrecht VN hat das Recht den Antrag 30 Tage nach Abschluss wieder zu lösen. vor Vertragsabschluss Folgen des Widerrufs sind jetzt erstmals im Gesetz geregelt

8 Informationspflichtenverordnung - Allgemein Policenmodell weicht Antragsmodell Das Widerrufsrecht beginnt frühestens mit Übersendung des Versicherungsscheins. Voraussetzung ist, dass vorher alle sonstigen relevanten Unterlagen ausgehändigt werden. Bei unvollständiger Information beginnt die Frist nicht zu laufen.

9 Informationspflichtenverordnung - Kostenangaben Angabe der Kosten Verpflichtend für alle! Transparent für alle!

10 Informationspflichtenverordnung - Kostenangaben Kosten in der Lebensversicherung Entwicklungskosten Verwaltungskosten Vermittlervergütung Vertriebskosten Ratenzahlungszuschläge Provisionen Investitionskosten Kosten für Werbung Kosten für den Abschluss des Vertrags Kosten für Risikoprüfung Kosten für Beratung

11 Informationspflichtenverordnung - Kostenangaben Die durch den Vertrag entstehenden Kosten sind durch den Kostenanteil in den Prämien zu decken Abschlusskosten Verwaltungskosten Ein Teil der Kosten wird durch die jährlichen Kostenüberschüsse und Kostenschluss-Überschüsse zurückerstattet. Die Verordnung verlangt den Ausweis der eingerechneten Kostenbeträge brutto!

12 Informationspflichtenverordnung - Kostenangaben Abschlusskosten: Abschluss- und Vertriebskosten sind Aufwendungen bei Versicherungsabschluss. Dazu zählen neben einer Vermittlervergütung u. a. Entwicklungs- und Investitionskosten, Kosten für Werbung und Kosten, die mit dem Abschluss des Vertrags verbunden sind, die z. B. Risikoprüfung und Einrichtung des Vertrags. Zur Deckung dieser Kosten haben wir bei der Prämienkalkulation einmalige Abschlusskosten für Ihren Vertrag in Höhe von x Euro berücksichtigt. Dieser Betrag wird durch Ihre Beiträge zu Beginn der Versicherung getilgt.

13 Informationspflichtenverordnung - Kostenangaben Verwaltungskosten: Bei der von Ihnen gewählten Zahlweise betragen die Verwaltungskosten während der gesamten Zahlungsdauer von y Jahren jährlich x Euro.

14 Informationspflichtenverordnung - Kostenangaben Vorteile: - kostengünstig arbeitende Versicherungsgesellschaften sind jetzt erkennbar - einzelnes Produkt wird transparenter - Marktvergleiche sind besser möglich

15 Informationspflichtenverordnung - Kostenangaben Kosten sind nicht alleiniges Entscheidungskriterium: Gesamtpaket von aktuellen Leistungen und Beiträgen betrachten bisher erbrachte Leistungen sehen Kundenzufriedenheit Vertrauen in das Unternehmen Wirtschaftliche Stärke des VU s Die Höhe der Kosten kann nicht der alleinige Indikator für eine Kaufentscheidung sein.

16 Informationspflichtenverordnung - Kostenangaben Absolute Eurobeträge können durch unterschiedliche Kostensysteme irreführend sein Anbieter Anbieter Anbieter Sonstige Kosten 100 jährlich Linear steigend von 10 auf 300 Linear fallend von 185 auf 40

17 Informationspflichtenverordnung - Kostenangaben Lösungsvorschlag: Renditeeffekt (Angabe der durch die Kosten verursachten Veränderungen der Rendite) Gefahr von Trugschlüssen durch Euro-Angaben: Der am billigsten wirkende Anbieter kann sogar der teuerste Anbieter sein! Durch die Betrachtung des Renditeeffekts werden die Kostensysteme direkt vergleichbar. Wie viel Prozentpunkte mögliche Rendite werden durch die Kosten verbraucht? = mit welchem Satz wird das Guthaben im Mittel belastet Vergleichbarkeit mit der Total Expense Ratio (TER) der Fonds

18 Informationspflichtenverordnung - Produktinformationsblatt Verpflichtender Bestandteil des Angebots: Produktinformationsblatt Dieses Produktinformationsblatt ist für die Versicherer unverbindlich; ihre Verwendung ist rein fakultativ. Abweichende Darstellungen und Erläuterungen können vorgenommen werden. Produktinformationsblatt zur Rentenversicherung Mit den nachfolgenden Informationen möchten wir Ihnen einen ersten Überblick über die Ihnen angebotene Versicherung geben. Diese Informationen sind jedoch nicht abschließend. Der vollständige Vertragsinhalt ergibt sich aus dem Antrag, dem Versicherungsschein und den beigefügten Versicherungsbedingungen. Bitte lesen Sie daher die gesamten Vertragsbestimmungen sorgfältig.

19 Informationspflichtenverordnung - Produktinformationsblatt Inhalt

20 Informationspflichtenverordnung - Produktinformationsblatt

21 Informationspflichtenverordnung - Produktinformationsblatt

22 Informationspflichtenverordnung - Produktinformationsblatt

23 Informationspflichtenverordnung - Produktinformationsblatt

24 Informationspflichtenverordnung - Produktinformationsblatt

25 Informationspflichtenverordnung - Produktinformationsblatt 7 Welche Pflichten haben Sie bei Eintritt des Versicherungsfalls und welche Folgen können Verletzungen dieser Pflichten haben? Im Todesfall, bei Rückkauf oder wenn Sie zum Rentenbeginn die Kapitalabfindung wünschen, ist der Versicherungsschein vorzulegen. Im Todesfall benötigen wir außerdem die Sterbeurkunde. Darüber hinaus können wir, insbesondere wenn Sie eine Rente wählen, einen Nachweis erbitten, dass die versicherte Person noch lebt. Solange diese Verpflichtungen nicht erfüllt werden, kann keine Auszahlung von Leistungen erfolgen. Möchten Sie mehr zu diesem Thema wissen, sehen Sie dazu bitte in den AVB unter nach.

26 Informationspflichtenverordnung - Produktinformationsblatt 8. Wann beginnt und endet Ihr Versicherungsschutz? Der Versicherungsschutz beginnt mit Abschluss des Vertrages, frühestens jedoch am xx.xx.xx. Allerdings entfällt unsere Leistungspflicht bei nicht rechtzeitiger Beitragszahlung. Die Leistungen beginnen am xx.xx.xx und erfolgen lebenslang. Bei Wahl der Kapitalabfindung endet der Vertrag am xx.xx.xx. Möchten Sie mehr zu diesem Thema wissen, sehen Sie dazu bitte in den AVB unter nach. 9 Wie können Sie Ihren Vertrag beenden? Vor Rentenbeginn können Sie die Versicherung jederzeit kündigen. Sie erhalten dann den Rückkaufswert, der in der Anfangszeit Ihrer Versicherung noch gering ist. Die Kündigung der Versicherung ist also mit Nachteilen verbunden. Weitere Einzelheiten können Sie der Beispielrechnung entnehmen. Nach Rentenbeginn ist eine Kündigung nicht mehr möglich. Möchten Sie mehr zu diesem Thema wissen, sehen Sie dazu bitte in den AVB unter nach.

27 Informationspflichtenverordnung Normierte Modellrechnung 2 Abs. 3 VVG-InfoV Normierte Modellrechnung Wir sind gemäß 154 VVG verpflichtet, Ihnen zusätzlich zu den Leistungen auf Grundlage der aktuellen Überschussanteilsätze und Bemessungsgrößen eine normierte Modellrechnung zu überreichen. Bei der normierten Modellrechnung handelt es sich um ein Rechenmodell, dem fiktive Annahmen zu Grunde liegen. Aus der normierten Modellrechnung können keine vertraglichen Ansprüche gegen uns abgeleitet werden. Ablaufleistung Bei einem angenommenen Zinssatz von 2,76% xx Bei einem angenommenen Zinssatz von 3,76% xx Bei einem angenommenen Zinssatz von 4,76% xx Die in der normierten Modellrechnung genannten Werte ergeben sich wie folgt: Die laufende Verzinsung wird in der normierten Modellrechnung durch die in der Informationspflichtenverordnung zum VVG einheitlich für alle Unternehmen vorgegebenen Zinssätze ersetzt. Schlussüberschussanteile und die Beteiligung an Bewertungsreserven sind in der normierten Modellrechnung nicht enthalten. Die Leistungen auf Grundlage unserer aktuellen Deklaration können zusätzlich eine Schlussüberschussbeteiligung und eine Beteiligung an den Bewertungsreserven enthalten. Entsprechende Darstellungen können Sie der Beispielrechnung entnehmen.

28 Informationspflichtenverordnung - Fazit Transparenzoffensive des GDV Das vom GDV vorgeschlagene Transparenzkonzept wird nun durch das neue VVG, die Informationspflichtenverordnung und die unverbindliche Verbandsempfehlung zur Darstellung der Kosten in der Lebensversicherung umgesetzt.

29 Informationspflichtenverordnung - Fazit Verlässlichkeit Informationen vor Vertragsabschluss schaffen Verlässlichkeit Klarheit Transparente Darstellung der Kosten sorgt für Klarheit Vergleichbarkeit Einheitliche Modellrechnungen steigern die Vergleichbarkeit

30 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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