Konzept und Ergebnisse des Modellprojektes Gender-Qualifizierung. GeQuaB)

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1 Konzept und Ergebnisse des Modellprojektes Gender-Qualifizierung für r die Bildungsarbeit (Ge( GeQuaB) Karin Derichs-Kunstmann FiAB Recklinghausen Gefördert durch das Stuttgart, 6. Dez

2 GeQuaB) QuaB))) ))- ein Kooperationsprojekt Forschungsinstitut Arbeit Bildung Partizipation e.v. Institut an der Ruhr-Universität Bochum In Kooperation mit Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten Bundesarbeitskreis Arbeit und Leben Deutscher Volkshochschulverband Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Tübinger Institut für frauenpolitische Sozialforschung

3 Ziele von GeQuaB) QuaB))) Vermittlung von Gender-Kompetenz mit den Ebenen Wissen: Vermittlung von theoretischem Wissen, insbesondere Geschlechtertheorien Haltung: Sensibilisierung für den eigenen Beitrag bei der sozialen Konstruktion von Geschlecht Können: Umsetzung der erworbenen Kenntnisse und Haltungen in die eigene Praxis u.a. durch Planung, Durchführung und Auswertung eines gender-kompetenten Praxisprojektes

4 Teilnehmende von GeQuaB) QuaB))) 49 haupt- und nebenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bildungseinrichtungen der beteiligten Trägerorganisationen mit mehrjährigen Erfahrungen in der Weiterbildung 26 Frauen und 23 Männer

5 Umfang der Qualifizierung Drei parallele Lehrgänge innerhalb von zwei Jahren ( ) Pro Lehrgang vier Module, je zwei pro Jahr, von fünf bzw. viertägiger Dauer Eigenarbeit durch Konzeptionserarbeitung für die eigene Praxis, Erprobung und Berichterstattung Ein gemeinsamer Vernetzungs-Workshop zum Aufbau eines MultiplikatorInnen-Netzwerks

6 Inhalte der Lehrgänge Modul 1 Gender-Perspektiven in der Weiterbildung. Theorie, Politik, Praxis Modul 2 Geschlechtergerechte Didaktik und Methodik in der Bildungsarbeit Modul 3 Konzepte und Methoden geschlechtergerechter Bildung Modul 4 Geschlechtergerechte Programmqualität. Kollegiale Beratung und Evaluation

7 Das didaktische Konzept von GeQuaB) QuaB))) Prozessorientierung: Wechsel zwischen theoretischer Fundierung und praktischer Anwendung im Seminar und in den Arbeitphasen zwischen den einzelnen Modulen sowie gemeinsamer Reflektion der jeweiligen Erfahrungen Sensibilisierung als Basis für Kompetenzentwicklung Die Gruppe als Lernort, der dazu dient, das eigene Konzept zu reflektieren und weiter zu entwickeln Handlungsorientierung: Geschlechtergerechte Programmqualität nicht als Zusatzanforderung, sondern als Verbesserung der eigenen Professionalität

8 Inhalte der GeQuaB QuaB-Module Theoretische Grundlagen Grundlagen der sozialwissenschaftlichen Frauen-, Männer- und Geschlechterforschung und Geschlechtertheorien Konzepte geschlechterbezogener Politikansätze, wie: Frauenförderung, Gender Mainstreaming, Diversity Management Didaktische Theorien für die Erwachsenenbildung

9 Didaktisch-methodisch Grundlagen Praxisbezogene Kompetenzvermittlung, insbesondere pädagogisch-didaktische Kompetenz auf theoretischer Grundlage, u.a. durch Auseinandersetzung mit dem eigenen erwachsenenpädagogischen Konzept Erarbeitung des Konzeptes der geschlechtergerechten Didaktik und Methodik

10 Didaktisch-methodische Grundlagen II Auseinandersetzung mit Konzepten und Methoden geschlechtergerechter Bildung, u.a. durch Einführung in neue Methoden, mit denen Geschlecht als Thema bearbeitet werden kann, gemeinsame Weiterentwicklung der Methodenkompetenz durch Information über und Erproben von Methoden in der Form einer Methodenwerkstatt Reflexion von Standardmethoden unter der Geschlechterperspektive Erarbeitung von Reflexions- und Auswertungsmethoden für Bildungsarbeit jenseits von Geschlechterzuschreibungen

11 Sensibilisierung Sensibilisierung für Gender-Aspekte der eigenen Biografie und Berufspraxis Sensibilisierung für Gender-Aspekte des eigenen professionellen Handelns, u.a. durch Einführung in Konzepte und Instrumente zur Selbstevaluierung von Dozentinnen und Dozenten Bearbeitung von Konfliktsituation mit Gender-Dimensionen, Erprobung von Interventionsmöglichkeiten

12 Organisationale Ebene Erarbeitung des aktuellen Standes der Auseinandersetzung mit Gender Mainstreaming in den eigenen Organisationen und Verbänden Erarbeitung von Kriterien für die geschlechtergerechte Gestaltung von Bildungsprogrammen durch die kritische Analyse vorhandener Programme unter Gender-Gesichtspunkten (Inhalt, Bilder, Gestaltung, Sprache)

13 Umsetzung/ Handlungsorientierung Konzeptentwicklung für geschlechtergerechte Bildungsarbeit, u.a. durch - gemeinsame Erarbeitung von Anforderungen an die Praxisprojekte der Teilnehmenden, - Darstellung und Diskussion der Konzepte für Praxisprojekte Geschlechtergerechte Programmqualität in der Praxis: - 35 Praxisprojekte wurden durchgeführt - Präsentation der Praxisprojekte im Seminar - Kollegiale Beratung über die Erfahrungen in und mit den Praxisprojekten Entwicklung von Ideen und Konzepten für die weitere Zusammenarbeit nach Abschluss der Qualifizierung

14 Ziel der Praxisprojekte Gender-kompetente Bildungsarbeit anbieten Lehrgangsinhalte der Gender-Qualifizierung in der eigenen Bildungsarbeit umsetzen Neben der didaktisch-methodischen auch eine geschlechtertheoretische Reflexion und Evaluation Insgesamt: Planung und Durchführung von Bildungsangeboten basierend auf geschlechtertheoretischen Ansätzen

15 Projekte nach Verbänden 9 Praxisprojekte 10 Praxisprojekte 7 Praxisprojekte 9 Praxisprojekte

16 Regionale Verteilung Nord: 8 Projekte West: 9 Projekte Ost: 8 Projekte Mitte: 6 Projekte Süd: 5 Projekte

17 Themenbereiche der Praxisprojekte Betriebliche AkteurInnen MultiplikatorInnen Spezielle Zielgruppen Teamentwicklung, OE-Prozesse Jugendliche

18 Themen 8 Projekte zu Organisations- und Teamentwicklung, z.b.: z.b.: Gender Mainstreaming-Prozess in einem Verband / einer Einrichtung Teamqualifizierung Gender Mainstreaming in der Projektarbeit Arbeitshilfe zur institutionellen Gender- Analyse Teamentwicklungsprozess in der Jugendbildung

19 Themen 5 Projekte zu speziellen Zielgruppen, z.b.: Integrationsstrategien von Frauen und Männern mit Migrationshintergrund Geschlechtergerechtes Handeln im Stadtteil Gender Mainstreaming im Väterseminar Jungen sind anders Lehrerinnen auch

20 Themen 12 Projekte zur MultiplikatorInnen-Schulung, z.b.: Gender-Aspekte in der erwachsenenpädagogischen Grundqualifizierung Gender in Seminaren eine Werkstatt zur Annäherung Umgang mit heterogenen Teilnehmendengruppen im EDV-Unterricht Gender und Migration in der politischen Jugendbildung Kursleitenden-Fortbildung: Männer lernen anders Frauen auch

21 Themen 6 Projekte für betriebliche AkteurInnen, z.b.: Rhetorik für betriebliche Interessenvertretungen Seminar für Betriebsratsmitglieder BR1 und BR3 Neue Chancen für die Verwaltung mehr Frauen in Führungspositionen

22 Themen 4 Projekte für Jugendliche, z.b.: Lebens- und Berufsorientierung Catch the future City Bound Mission impossible!? Kommunikationsseminar für Auszubildende

23 Über die Praxisprojekte hinaus gehender Transfer Projekte wurden in den einzelnen Verbänden publiziert, z.b. bei ver.di mit einer CD träger- bzw. verbandsübergreifender regionaler Gender-Zirkel im Ruhrgebiet, mit regelmäßigen Treffen zum Erfahrungsaustausch Bei einzelnen Verbänden sollen Gender-Aspekte ins Qualitätsmanagement bzw. in OE-Prozesse integriert werden Gender bewirkt eine Erweiterung des Angebotsspektrums der Bildungsanbieter

24 Abschluss von GeQuaB) QuaB))) 45 Teilnehmende haben ein Zertifikat erhalten. 21 Männer und 24 Frauen sind jetzt Gender Trainer bzw. Gender Trainerinnen für die Bildungsarbeit. Das Zertifikat wird von den beteiligten Verbänden der Weiterbildung anerkannt.

25 GeQuaB) QuaB))) wird fortgesetzt Die weiteren Lehrgänge sind kostenpflichtig. Beginn des 1. Moduls: 14. April 2008 Anmeldeschuss: 1. März 2008 Nähere Informationen siehe:

26 Ich bedanke mich für ihre Aufmerksamkeit!

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