Wenn Ihr Unternehmen wüsste, was Ihr Unternehmen kann

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1 Wenn Ihr Unternehmen wüsste, was Ihr Unternehmen kann Wege zur Lernenden Organisation 6. Norddeutscher Großhandelstag am Handelskammer Hamburg Referentin: Nicola Brandes beings in business Bahnhofstraße 35 b Seevetal Seite 1

2 beings in business Bahnhofstraße 35 b Seevetal Seite 2

3 Wissen als Parameter einer wertschätzenden Unternehmenskultur Ein entscheidender Parameter einer wertschätzenden Unternehmenskultur ist die Art und Weise, wie unternehmensintern mit Wissen, Kompetenz und Erfahrung von Mitarbeitern umgegangen wird. Nachfolgend bezeichnet Wissen gelerntes Wissen, Erfahrungswissen, Können, aber auch Kompetenzen, wie Sozial- oder Methodenkompetenz. Etymologisch bedeutet Wertschätzung etwas für Wert erachten. Mitarbeiter fühlen sich für Wert erachtet, wenn ihr Wissen, ihre Erfahrung, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten bewusst wahrgenommen und eingesetzt, aber nicht ausgenutzt werden. beings in business Bahnhofstraße 35 b Seevetal Seite 3

4 Wissensmanagement die Lösung für Wissen als kritische Ressource? Wissen ist mittlerweile eine kritische Ressource unserer Wertschöpfung. Demzufolge avanciert Wissen zum Wettbewerbsfaktor. Wissensmanagement rückt damit verstärkt in den Fokus von Unternehmen. Eine Auswahl von Methoden des Wissensmanagements: Wissensdatenbanken, meist themenbezogen Arbeitsgruppen Job Redesign (Job Enlargement, Job Enrichment, Job Rotation) Wissenszirkel (Qualitätszirkel, Erfahrungszirkel, Problemlösezirkel) Mentoring Reviews Best Practice Sharing Expert Debriefings beings in business Bahnhofstraße 35 b Seevetal Seite 4

5 Die Wirksamkeit von Wissensmanagement in der Praxis: Fokus liegt oft auf Erhebung und Sammlung von Zahlen, Daten und Fakten Abruf und Nutzung von erfasstem Wissen wird wenig bis gar nicht gesteuert Mitarbeiter wissen oft nicht, was alles erfasst ist, oder aber die Suche, z. B. im Intranet, ist mühselig und unübersichtlich Es wird in Programmen oder Zielgruppen gedacht, verstärkt wird dies durch die Aufteilung von Zuständigkeiten Eine bewusste Vernetzung findet tendenziell nicht oder zu wenig statt Oft werden Methoden nur für bestimmte Personenkreise (Experten, Schlüsselpositionen) und zu bestimmten Anlässen (Fachwechsel, Führungswechsel, Ruhestand) eingesetzt Aus Zeitgründen wird auf regelmäßige Reviews oder Best Practice Sharing verzichtet beings in business Bahnhofstraße 35 b Seevetal Seite 5

6 Mit Mentoring oder Coaching werden in der Regel nur ausgewählte Einzelpersonen gefördert Führungskräfte haben oft einen Zielkonflikt, weil die Messung ihres Erfolges in der Regel nicht am Zugewinn des organisationalen Wissens gemessen wird Trotz eingeführter Methoden des Wissensmanagements, sind viele Mitarbeiter nicht lernbereit und haben die Haltung Das haben wir schon immer so gemacht. FAZIT: Die Einführung und Anwendung von Methoden des Wissensmanagements führen nicht automatisch zu einer Unternehmenskultur, in der Wissen wertgeschätzt wird und darüber Mitarbeiter bindet. beings in business Bahnhofstraße 35 b Seevetal Seite 6

7 Wertschätzung -eine persönliche Haltung Wertschätzung drückt sich in einer persönlichen Denkhaltung aus. Diese ist geprägt von der Überzeugung, dass jeder Mitarbeiter an jeder Position des Unternehmens täglich wertvolles Wissen und Erfahrungen generiert, und dass jeder Mitarbeiter von jedem anderen etwas lernen kann, auch generations- und hierarchieübergreifend. Mit dieser Haltung begreifen sich die Menschen einer Organisation gleichzeitig sowohl als LERNENDE als auch als LEHRENDE. Diese Haltung kann nicht verordnet werden, sehr wohl aber in Unternehmen bewusst gesteuert und eingefordert werden. Vor allem muss sie dauerhaft vorgelebt werden. beings in business Bahnhofstraße 35 b Seevetal Seite 7

8 Kennzeichen einer Unternehmenskultur, in der Wissen wertgeschätzt wird Voraussetzung ist ein Commitmentder Unternehmsleitung diese Kultur muss gewollt sein Ein top-down-vorleben der Haltung ist wertvoller als jede Ansage der angestrebten Kultur Geschäftsleitung und Führungskräfte sind sich Ihrer Vorbildrolle bewusst und agieren dementsprechend Führungskräfte begreifen sich weniger als Lösungslieferanten und mehr als Moderatoren der gemeinsamen Lösungsentwicklung Vertrauen in die Mitarbeiter als Experten für ihren Bereich Wissensförderung und -austauschwird eingefordert und ist Bestandteil des Jahresgesprächs Verstärkter Fokus auf Stärken und Kompetenzen einzelner Personen anstelle der oft noch vorherrschenden Defizitorientierung Zeit für Wissensaustausch, Recherche etc. wird nicht nur gebilligt, sondern eingeplant beings in business Bahnhofstraße 35 b Seevetal Seite 8

9 Erste Schritte Beispiele aus der Praxis Formeller Wissensaustausch : E-Profile aller Mitarbeiter, die diese auch verantwortlich pflegen Tandembildung Wissensaustausch findet in zwei Richtungen statt Interne Kurzvorträge, z. B. nach eigener Fortbildung Kurzartikel mit Autorennennung (Anwendungswissen, Erfahrungswissen, persönliches Interesse) Wissenszirkel (verstärkt Problemlösezirkel) Zielorientiert zusammengesetzte Teilnehmergruppen für Seminare, Workshops etc. Informeller Wissensaustausch: Kaffeeküche, Möglichkeiten zur gemeinsamen Pause Raucherecke gut geeignet für: Best Practice Sharing Story Telling aber auch Kreativitätstechniken, wie z. B. Brainstorming beings in business Bahnhofstraße 35 b Seevetal Seite 9

10 Methodenpool als Anregung für eigene Lösungen Es gibt eine Vielzahl von Methoden. Wie findet sich die richtige? Richtig ist, was bezüglich des angestrebten Ziels den größten Erfolg bringt! Versuchen Sie nicht Ihren Bedarf einer Methode anzupassen, sondern fragen Sie sich: Was braucht meine Abteilung/mein Bereich /das Unternehmen gerade? Was ist mein Ziel? Was will ich erreichen? Wovon verspreche ich mir den größten Nutzen? Kreieren Sie Ihre eigenen Methoden gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern. Gehen Sie davon aus, dass Sie für alles Experten an Bord haben. Die Herausforderung ist eine zielgerichtete Vernetzung von Einzelwissen. Methoden, die Mitarbeiter selbst mit gestaltet haben, erfreuen sich einer hohen Akzeptanz. beings in business Bahnhofstraße 35 b Seevetal Seite 10

11 Wenn es gelingt, Wissensnutzung und -austausch über alle Hierarchieebenen als selbstverständlich in den Arbeitsalltag zu integrieren, dann sind Mitarbeiter in Ihr Unternehmen ein-gebunden. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! beings in business Bahnhofstraße 35 b Seevetal Seite 11

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