BICC Update 2014: Strategie, Rollen, Organisation und Umsetzung Tom Gansor Dr. Andreas Totok

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1 BICC Update 2014: Strategie, Rollen, Organisation und Umsetzung Tom Gansor Dr. Andreas Totok

2 Historie T1A Von der Strategie zum Business Intelligence Competency Center (BICC) Tom Gansor / Dr. Andreas Totok 16. Juni 2009, TDWI, München T2A Ein BICC praktisch einführen und steuern Tom Gansor / Dr. Andreas Totok 16. Juni 2010, TDWI, München 2

3 Agenda 1 Strategie 2 Rollen und Organisation 3 Umsetzung 3

4 Agenda 1 Strategie Vorgehen BI-Strategie-Entwicklung Trends Big Data Mobile Cloud Architektur Regulatorik 4

5 Perspektiven einer BI-Strategie Funktionen Rollen Fachliche Inhalte Informationsbedarf Prozesse Kompetenzen Organisation Fachlichkeit Kennzahlen Steuerungssystematik Governance Integrationsgrad Standardisierung Architektur/ Technologie Flexibilität Enterprise Data Warehouse Performance Komplexität 5

6 Vorgehen zur Entwicklung einer BI-Strategie Definition Analyse Bewertung Konzeption Maßnahmen Unternehmens-/IT-Strategie Fachlichkeit Architektur Technologie Organisation Ist-Situation & Anforderungen BI Reifegrad BI Konzept BI Roadmap BI-Strategie? Projektmanagement 6

7 Market Size GULF (Kluft) CHASM (Spalte) Kritische Würdigung Reifegradmodell von 2004 Stage Prenatal Infant Child Teenager Adult Sage Fachlichkeit Org. & Prozesse Architektur Business Value Stage Prenatal Infant Child Teenager Adult Sage Executive Perception "Cost Center" "Inform Executives" "Empower Knowledge Workers" Structure Mgmt Reports Spreadmarts Data Marts "Monitor Business Processes" Data Warehouses "Drive the Business" Enterprise DW "Drive the Market" BI Services Scope System Individual Department Division Enterprise Inter-Enterprise Quelle: Eckerson

8 Agenda 1 Strategie Vorgehen BI-Strategie-Entwicklung Trends Big Data Mobile Cloud Architektur Regulatorik 8

9 Bild: mindscanner - Fotolia.com verändert die Art, wie wir mit Daten umgehen 9

10 Treiber für Big Data* Bessere oder neue Daten- Analysemöglichkeiten Analyse großer Datenvolumen * in Deutschland, Österreich, Schweiz 58% 74% Schnellere Bereitstellung von Daten 54% Analyse polystrukturierter Datenquellen 51% Beschleunigung von Entscheidungen 41% Besseres Kosten-/Nutzenverhältnis 31% Automatisierung von Entscheidungen 21% Keine neue Herausforderung 3% Quelle: Big Data Analytics, BARC-Institut, Würzburg

11 Einfluss auf klassische BI-Architekturen Klassische Datenbanken sowie Analyse- und Reportingwerkzeuge werden um Big-Data-Funktionalität ergänzt Neue architektonische Vorgehensweisen sind notwendig Logische/semantische Integration von Daten Parallelisierung oder Virtualisierung Hauptspeicherbasierte Speicherung Permanentes Screening neuer Technologien empfehlenswert 11

12 Ausblick Big Data Zentrale Frage: Wann soll ich auf den Zug aufspringen, um die Chancen nicht zu verpassen? Viele der Themen sind nicht wirklich neu, sondern müssen in ihren Auswirkungen nur neu durchdacht werden Wirtschaftlichkeit fraglich wie lange dauert die Anlaufphase? Gesetzliche Vorgaben/Datenschutz/Image müssen beachtet werden und limitieren die Möglichkeiten Tiefes Verständnis der Daten notwendig Spezialisten sind rar Datenqualität wichtige Voraussetzung für viele Anwendungszwecke 12

13 Mobile BI Herausforderungen für die BI-Strategie Unternehmenskonzept für mobile Nutzung Grundsätzliche IT-Integration Definition nachhaltiger, mobiler BI-Anwendungsszenarien Integration in die vorhandene BI-Architektur Gekoppelt an die generelle Mobile-Strategie eines Unternehmens Bildquelle: SAS Institute 13

14 Quelle: Unterbörsch, Willms, Gansor: Mobile BI in der Praxis Anwendungsszenarien Mobile BI Integrierte mobile BI Applikationen Integration mit weiteren mobilen Unternehmensapplikationen Zuschneiden der mobile BI Applikation auf das jeweilige Unternehmen Erstellen von mobilen Applikationen im gesamten Unternehmenskontext Mobile BI-Applikationen für Endkunden Mobile Analysen Verknüpfte und angepasste Lösungen Mobiles Explorieren der Unternehmensdaten, Ad-hoc Abfragen von unterwegs Entwickeln von angepassten Analysen Visuell angepasste Berichte Touchscreens erleichtern Bedienung Verknüpfung zu GPS, Kamera, Alarmfunktionen, NFC Die Daten dort analysieren wo und wann man sie benötigt Direktes und besseres Entscheiden vor Ort Attraktive BI-Lösungen durch bekannte Bedienkonzepte Gewinnung von neuen Nutzern Schnell vor Ort reagieren durch on-the-go Werkzeuge BI Mobilisierung Vorhandene BI Daten (Analysen, Reports etc.) mobil verfügbar machen Bestehende BI-Lösung verstärken und ausbauen Potenzial Mobile BI als neuer Informationskanal Nahtloser Übergang in mobiles Unternehmensumfeld Vorteile 14

15 Quelle: Unterbörsch, Willms, Gansor: Mobile BI in der Praxis BI Platform-based App Platform Indep. App Self-Developed App BENUTZUNG AGILITÄT & SIMPLIZITÄT KOSTEN Enterprise/ausgereifte Plattformen: Meisten gängigen Reporting Typen werden unterstützt Mobile Report ist identisch mit dem originalen Report. Ggf. kleinere Anpassungen notwendig. Mobile App Zyklus ist gekoppelt mit dem BI Plattform Versionszyklus Überleben auf dem Markt der Mobile App ist direkt gekoppelt mit dem BI Plattform Hersteller. Läuft auf gängigen Geräten und Standard-Systemen (ios, Android, Windows 8) BI Plattform Lizenzen beinhalten teilw. die Mobile App Lizenz (e.g., SAP BO) e.g. Roambi ES: (1) Report definition is imported (static); data security is dynamically used (2) Source: Gartner (analyst call) (3) Source: Mellmo (vendor of Roambi ES) Plattform-spezifische Reporting Typen werden nicht unterstützt Mobile Reports nicht identisch mit source Reports (1), Verdoppelt Maintenance Aufwand Erhebliche Verzögerung bei BI Plattform Upgrades (2) Überleben auf dem Markt unsicher, da die meisten ausgereiften BI Plattform- Based Apps verbessert werden (2) Läuft nur auf ios Geräten; HTML5 App angekündigt für 2013; Fokus bleibt auf ios (3) Hohe Lizenz-, Report- Maintenance- und Infrastruktur-Kosten (2) (3) App Frameworks: Typischerweise nur Basis Charts, Visualisierung und Funktionen Mobile Reports nicht identisch mit source Reports, Verdoppelt Maintenance Aufwand Ggfs. nicht kompatible mit BI Plattform Upgrades und nicht gekoppelt mit BI Roadmap Überleben unsicher, da hochdynamischen Markt und Plattform-Based Apps stetig verbessert werden. Unterstützt viele Betriebssysteme und Geräte Hohe Report Entwicklungs-/ und Maintenance Kosten. Erfahrung + Framework notwendig. 15

16 BI aus der/ in der Cloud Viele BI-Softwarehäuser haben ein Cloud-Angebot (vor allem im Sinne von Software as a Service) Große Internet-Anbieter bieten inzwischen eigene BI-Lösungen Vorteile Flexibilität, Skalierbarkeit, z.b. durch Ad-hoc-Anbindung neuer Komponenten Hohe Geschwindigkeit in der Bereitstellung Ausgleich von Lastspitzen Möglicherweise Kostenreduktion Herausforderungen Interoperabilität/Integrationsfähigkeit mit der vorhanden Architektur Vertrauenswürdigkeit/ Verlässlichkeit der Angebote Sicherheitsaspekte Vielfalt der Angebote 16

17 BI aus der/ in der Cloud Integrationsszenarien Technologische Insel Punktuelle Integration Mittlere Integration Enge Integration Nutzung des Cloud- Angebots ohne Integration in die eigene IT-Landschaft rein über Frontend Lockere Integration des Cloud- Angebots, z.b. über Web-Service- Anbindung für den automatisierten Datentransfer Permante Einbindung: feste VPN-Verbindung, Single Sign on etc. Nutzung von Cloud- Mechanismen im eigenen Rechenzentrum (auch in Verbünden) Public Cloud. Hybrid Cloud Private Cloud Zunehmender Integrationsgrad 17

18 Visuelle Analyse/Visual Analytics Neue Formen der Visualisierung und interaktiven Analyse Bilder: SAS Institute 18

19 Source: Wayne Eckerson, BI Leadership Research Systematisierung Softwareprodukte zur visuellen Analyse 19

20 Agenda 1 Strategie Vorgehen BI-Strategie-Entwicklung Trends Big Data Mobile Cloud Architektur Regulatorik 20

21 DWH-Referenzarchitektur verändert sich 21

22 Klassische Architektur Cockpit Planung und Hochrechnung Berichts- und Analysesysteme / Prozessintegration Anwendungs- Schicht Verteilen Planung Hochrechnung Bereichsdaten Auswertungsdatenbank Aggregationen OLAP-Würfel Auswertungs-/ Data-Mart- Schicht nach Abschluss Single Point of Truth Core Data Warehouse Operativer Datenspeicher Daten- Speicherungs- Schicht Extraktion, Transformation, Laden Integrations- Schicht Sammeln & Vereinheitlichen System System 1 System 2 Externe Daten, Web Quellsysteme 22

23 Neue Architekturansätze BI-Frontend (Fat Client) Planung Hochrechnung BI-Frontend (Add-in) Data Mart BI-Frontend (Browser) BI-Applikationsserver BI-Frontend (Mobile) OLAP Präsentations- Schicht Auswertungs-/ Anwendungsschicht nach Abschluss Virtuelle Zugriffsschicht Core Data Warehouse Operativer Datenspeicher Sandbox Daten- Speicherungs- Schicht Extraktion, Transformation, Laden Integrations- Schicht Big Data Framework System System 1 System 2 Externe Daten, Web Datenquellen 23

24 Agenda 1 Strategie Vorgehen BI-Strategie-Entwicklung Trends Big Data Mobile Cloud Architektur Regulatorik 24

25 Regulatorische Treiber für die BI-Strategie von Banken Quelle: Neuausrichtung von Data Management und Data Governance Löffler (2013) 25

26 Konsistente Inhalte Aussagekräftige Kennzahlen Flexibilität (Ad-hoc-Abfragen) Datengranularität Zeitnahe Bereitstellung Zuständigkeit & Verantwortung Funktionstrennung Integrität Verfügbarkeit Vertraulichkeit IT-Grundschutz ISO/IEC 27001:2005 ISO/IEC 27002:2005 Berechtigungskonzept Berichtswesen & Analyse IT- Standards BI- Governance Dokumentation Entwicklung / Test Daten/ -modell Dokumentationsstandards Daten/ -verarbeitung / -flüsse Systemveränderungen Verfahrensanweisung Reproduzierbarkeit Konsistente Datenhaltung Angemessenheit Erweiterbarkeit Datenqualität Vollständigkeit Aktuell & Historisch Vergleichbarkeit Metadatenmodell Entwicklungsstandard Angemessene Tests Vier-Augen-Prinzip Fachliche & Technische Abnahme 26

27 Governance & Architektur Cockpit Planung und Hochrechnung Berichts- und Analysesysteme / Prozessintegration 2 3 Anwendungs- Schicht Verteilen Planung Hochrechnung Bereichsdaten Auswertungsdatenbank Aggregationen 4 OLAP-Würfel Auswertungs-/ Data-Mart- Schicht nach Abschluss 1 Single Point of Truth Core Data Warehouse Operativer Datenspeicher Data Speicherungs- Schicht Extraktion, Transformation, Laden 5 Integrations- Schicht Sammeln & Vereinheitlichen Finanzbuchhaltung System ERP- Operative Systeme Produktion 6 Externe Daten, Web Quellsysteme 27

28 Agenda 1 Strategie 2 Rollen und Organisation 3 Umsetzung 28

29 Rekapitulation: BICC-Modell Funktionen Rollen Aufbauorganisation Typen Ablauforganisation/ Prozesse 2. Update Rollen & Organisation 29

30 Rekapitulation: BICC-Modell Funktionen BICC BI-Management BI-Management BI-Standardisierung BI-Unterstützung BI-Personalentwicklung BI-Support BI-Architektur Fachliche Architektur Technische Architektur BI-Umsetzung BI-Entwicklung BI-Betrieb 2. Update Rollen & Organisation 30

31 Rekapitulation: BICC-Modell Rollen BICC-Leiter Repräsentant Fachseite BI-Architekt BI-Modellierer Datenqualitätsverantwortlicher BI-Anwendungsentwickler BI-Projektleiter Trainer BI-Missionar Außenbeauftragter BI-Wissensmanager Kernrollen 2. Update Rollen & Organisation 31

32 Repräsentant Fachseite BI-Architekt Rekapitulation: BICC-Modell Rollen, Zusammenspiel (Unternehmensprozesse) (Architekturschichten) Analysebedarf Auswertung BI Modellierer Datenqualitätsverantwortlicher Informationsverfügbarkeit Datenversorgung Business IT 2. Update Rollen & Organisation 32

33 Funktionen: Trennung Entwicklung Betrieb Produktion BICC BI-Management BI-Management BI-Standardisierung BI-Unterstützung BI-Personalentwicklung BI-Support BI-Architektur Fachliche Architektur Technische Architektur BI-Umsetzung BI-Entwicklung BI-Umsetzung BI-Betrieb BI-Entwicklung BI-Betrieb BI-Betrieb 2. Update Rollen & Organisation 33

34 Funktionen: Trennung Entwicklung Betrieb Produktion BICC BI-Umsetzung BI-Entwicklung (-skoordination) BI-Betrieb (-skoordination) Außerhalb des BICC System- / Anwendungsentwicklung IT-Betrieb Typische Szenarien: System-/Anwendungsentwicklung mit externen Kräften o. als Gewerk IT-Betrieb: Hardware, Netze, Betriebssystem, Datenbanken, Middleware in einer ausgeprägten Organisation für Produktion GGf. Outsourcing / Hosting von großen Teilen der Produktion Herausforderung: Standards + Schnittstellen, SLAs, Feedback 34

35 BICC-Modell Neue Rollen BICC-Leiter Repräsentant Fachseite BI-Architekt BI-Modellierer Datenqualitätsverantwortlicher BI-Anwendungsentwickler BI-Projektleiter Trainer BI-Missionar Außenbeauftragter BI-Wissensmanager Kernrollen Neue Rollen BICC-Analyst Data Scientist Anwendungsverantwortlicher Systemverantwortlicher 2. Update Rollen & Organisation 35

36 Repräsentant Fachseite BI-Architekt Neue Rolle BICC Analyst Funktion Bedeutung Charakteristika Konkurrierende Rollen Komplementäre Rollen Unterstützende Rollen Benötigte Fähigkeiten Fachliche BI-Architektur. Fokus: Optimalen BI-Ansatz aufgrund klarer Anforderungen! Zusätzliche Rolle Unterstützt die fachliche Konsistenz der BI-Architektur Ermittelt die fachlichen Anforderungen für BI-Lösungen Ermittelt fachliche Potenziale für Lösungen, die durch das BICC bereitgestellt oder betrieben werden Vermittelt zw. Fachbereich u./o. Fachseitenrepräsentant und BICC bzw. BI-Projekten BI-Anwendungsentwickler (eher technologieorientierte Fähigkeiten) BI-Architekt (eher technologieorientierte Fähigkeiten) Repräsentant der Fachseite (schätzt Anforderungen, Bedürfnisse, Potenziale anders ein) Ermittlung) Analysebedarf BI-Modellierer Repräsentant der Fachseite (je nach Aufstellung) Datenqualitätsverantwortlicher BI-Projekteiter (Unternehmensprozesse) Betriebswirtschaftliche Kenntnisse Analytische Fähigkeiten, Methodik: Anforderungsanalyse Informationsverfügbarkeit Sozialkompetenz BI Modellierer Repräsentant der Fachseite (orientiert sich auch an Fachbedürfnissen) BI-Modellierer (ebenfalls hohe Affinität zur Fachlichkeit des Unternehmens) BI-Wissensmanager (ebenfalls analytische und methodische Fähigkeiten, unterstützt bei Potenzial- Datenqualitätsverantwortlicher (Architekturschichten) Auswertung Datenversorgung 2. Update Rollen & Organisation 36

37 Neue Rolle Data Scientist Funktion Bedeutung Charakteristika Konkurrierende Rollen Komplementäre Rollen Unterstützende Rollen Benötigte Fähigkeiten BI-Unterstützung, BI-Umsetzung (nur BI-Entwicklung). Fokus: Wert aus Daten schaffen! Zusätzliche Rolle Entwickelt komplexe analytische Lösungen, Modelle, Prognosemodelle Erstellt (im Rahmen eines Service) komplexe analytische Auswertungen, Prognosen Unterstützt Fach-, BI-Architekt, BI-Modellierer und andere Rollen in BICC- und BI-Strategie- Projekten hinsichtlich Fragen der Datenanalyse, Interpretation und Modellbildung Spezialisiert insbes. auf analytische Verfahren (Exploration, Analyse, Modelle und Visualisierung) BI-Modellierer (ebenfalls an Modellen und Daten orientiert: Tendenz, die analytischen Fragestellungen anders/konventionell zu lösen!) BI-Anwendungsentwickler (Tendenz, die analytischen Fragestellungen anders/konventionell zu lösen!) Datenqualitätsverantwortlicher (tiefe und breite Kenntnis der analytischen Datenbasis) BI-Modellierer (ebenfalls an Modellen und Daten orientiert) Datenqualitätsverantwortlicher (stellt die nötige Datenbasis zur Verfügung) BICC-Analyst (ermittelt Anforderungen und Potentiale für den Data Scientist) Spezialisierte und tiefe Kenntnisse analytische Werkzeugen zur Modell- und Hypothesenbildung, Analyse und Visualisierung Kenntnisse der Anwendungs- und Lösungsentwicklung Tiefe Kenntnisse zur fundierten Datenanalyse (nicht nur auf konventionellen wohlstrukt. Daten) Hohe Methodenkompetenz (Mathematik, Statistik, Trendforschung, Mustererkennung) Fachkenntnis: Je nach Unternehmenszweck bspw. BWL, Psychologie, weitere Disziplinen 2. Update Rollen & Organisation 37

38 Neue Rollen Anwendungs- o. Systemverantwortlicher Funktion Bedeutung Charakteristika Konkurrierende Rollen Komplementäre Rollen Unterstützende Rollen Benötigte Fähigkeiten BI-Unterstützung, BI-Entwicklung: Fokus: Hohen Nutzen von Anwendung/System sicherstellen Zusätzliche Rolle Verantwortet die (Weiter-)entwicklung, die Nutzung und den Betrieb einer BI-Anwendung (Anwendungsverantwortlicher) Verantwortet die (Weiter-)entwicklung, die Nutzung und den Betrieb eines BI-Systems (Systemverantwortlicher) Betreut die Anwendung/das System im kompletten Lebenszyklus BI-Architekt (sein IT-Rahmen sieht evtl. andere Nutzung/Nutzungsdauer für Anwendung o. System vor) Repräsentant der Fachseite (aufgrund Erwartungshaltung gegenüber Anwendung / System) BICC-Analyst (gut kombinierbar mit der Rolle Anwendungsverantwortlicher) BI-Anwendungsentwickler (gut kombinierbar mit der Rolle Systemverantwortlicher) BICC-Analyst (unterstützt bei der Anforderungsaufnahme) BI-Anwendungsentwickler (unterstützt bei der Anwendungs- o. Systementwicklung) BI-Missionar (vermittelt den Nutzen von Anwendung/System) Kenntnisse im Application Life Cycle Management Tiefe Kenntnisse des fachliche Funktionsumfangs einer BI-Anwendung (Anwendungsverantw.) Tiefe Kenntnisse des technischen Funktionsumfangs eines BI-Systems (Systemverantw.) Sozialkompetenz/Kommunikation/Methodik, um querschnittlich mit fast Rollen im BICC und der BI- Operationalisierung optimal zusammenarbeiten zu können 2. Update Rollen & Organisation 38

39 Neue Rollen Konflikte / Konkurrenz FB Anwendungsveranwortlicher LEITER BICC! Anwender Anwender Anwender Systemverantwortlicher Repräsentant Fachseite BICC Analyst BI-Architekt Anwender Anwender Anwender BI- Anwendungs -entwickler Anwender Anwender Anwender BICC Analyst Repräsentant Fachseite BI- Modellierer Legende: unmittelbarer Konflikt mittelbarer Konflikt Data Scientist BICC 2. Update Rollen & Organisation 39

40 BICC und die Gesamtorganisation Eingliederung und Führung? Finance IT Operativer Fachbereich Dachorganisation Extern Eingliederung Typisch in DE: IT Alternativ: Finance Untypisch: Im operativen FB BICC NEU: Echter Vorstandsbereich, als Wertschöpfendes BICC, bspw. Business Analytics Center Führung Best Practice: Echte Organisation mit fachlicher und disziplinarischer Führung Fachliche Weisungsbefugnis in IT und angrenzende Bereiche Doppelspitze: Fachlich/Technisch 2. Update Rollen & Organisation 40

41 Effiziente Organisation innerhalb eines BICC Für ein BICC gelten ebenfalls die Grundsätze einer effizienten Organisation, bspw.: Vertretungsregelungen, Klare Prozesse, Klare Verantwortlichkeiten und Ansprechpartner Mittel dafür: Rollenbeschreibungen, Verantwortungsmatrizen, Kommunikation der Abläufe und Services etc. Bsp. RACI Matrix Herausforderung und Widerspruch Insbes. das BICC bedarf einer höherer Agilität und Flexibilität Lösungsansatz: Klare Aufteilung in Effizienzorganisation und Effektivorganisation 2. Update Rollen & Organisation 41

42 BICC und die Gesamtorganisation Projektorganisation Fachbereiche und Anwender IT IT-Entwicklung IT-Governance IT-Betrieb Internes Consulting Bus. Dev. Innov. Mgmt. Unternehmensentwicklung BICC Human Ressources Programme Bspw. MDM BPM ebusiness Market Research (o.a. Analytics) 2. Update Rollen & Organisation 42

43 BICC und die Gesamtorganisation Projektmanagementorganisation Scope Projektmanagement Scope Portfoliomanagement Scope Risikomanagement Scope Ressourcenmanagement Reporting / Transparenz Standardisierungsanspruch BICC Programmmanagement Projektorganisation (bspw. PMO) (Multi-)-Projektmgmt. (alle Projekte in BICC- Verantwortung) Projektportfoliomgmt. (alle BIbezogenen Projekte) Risikomgmt. (BI-Projekte und angrenzende Projekte, BI Landschaft) Ressourcenmanagement (eigene Ressourcen und BI- Ressourcen des Unternehmens) Transparenz über die BI-Projekte und den BI-Einsatz im allgemeinen Methoden / Tools / Standards für BI, tw. Projektmgmt. (bei BI Spezifika), sonstige BI (Architektur, Tools, usw.) (Multi-)-Projektmgmt. (ein Teil der Projekte) Projektportfoliomgmt. (ein Teil der Projekte) Risikomgmt. (ein Teil der Projekte) Ressourcenmanagement (alle Projektressourcen im Programm) Transparenz über den Programmfortschritt (Multi-)-Projektmgmt. (alle Projekte) Projektportfoliomgmt. (alle Projekte) Risikomgmt. (alle Projekte) Ressourcenmanagement (alle Projektressourcen) Transparenz über die Projektlandschaft / Methoden / Tools / Standards für Projektmanagement 2. Update Rollen & Organisation 43

44 BICC und die Gesamtorganisation Projektmanagementorganisation Konfliktpotentiale Projektmanagement in BI-Projekten Projektmanagement in BICC-Projekten Standardisierungsanspruch (bspw. etablieren von Agile BI durch ein BICC) Klärungsbedarf Wer stellt den Projektleiter (BICC, IT, Fachbereich, Projektorganisation) Nach welchem Vorgehen erfolgt die Projektierung? Wie wird ggf. ein Lenkungsausschuss bestückt? Wie können besondere Anforderungen im Projektvorgehen für BI-Projekte im allgemeinen Projektvorgehen berücksichtigt werden? 44

45 BICC und die Gesamtorganisation Projektmanagementorganisation Bsp. Prince 2 Unternehmens- o. Programmmgmt. Lenkungsauschuss Benutzervertreter Projektunterstützung Unternehmens- /Benutzer- /Lieferantensicherung Auftraggeber Projektmanager Teammanager Lieferanten- Vertreter Änderungsausschuss Projektmanagementteam Teammitglieder 45

46 BICC und die Gesamtorganisation Anwenderorganisation Definition BI Power User und BI Key User Power User Arbeitet intensiv mit den zur Verfügung gestellten BI-Werkzeugen Hat in der Regel mehr Rechte und kann mehr Funktionen der Software nutzen Ist mit dem zugrundeliegenden Datenmodell sehr gut vertraut Kennt die fachlichen Zusammenhänge seiner Anwendungsdomäne Arbeitet sehr eigenständig Löst auch Analyseaufgaben für Kollegen Nimmt an Werkzeugschulungen und Anwenderkreisen intern wie extern teil Key User Ein Key User ist in der Regel auch Power User Wird benannt, um die Anforderungen seines Bereichs zu nach innen und nach außen zu bündeln Dient oftmals als First Level Support für seinen Fachbereich Führt Reviews von in seinem Bereich entstandenen Konzepten durch Unterstützt seinen Vorgesetzten in der Formulierung und Durchsetzung der BI-Bedarfe seines Bereichs Nimmt an fachlichen Abstimmkreisen auf Arbeitsebene teil Vorschläge BI Community 46

47 BICC und die Gesamtorganisation BI-Power-User-Organisation Die Power-User-Organisation dient primär dem internen Austausch von Wissen über die Nutzung von BI-Werkzeugen weniger aber dem Austausch von Fachthemen Power User informieren sich beispielsweise gemeinsam über neue Funktionen des eingesetzten Werkzeugs im Zuge eines Release-Wechsels Bei Zusammentreffen präsentieren sich Power User gegenseitig Best Practices in der Nutzung der Software und diskutieren funktionale Verbesserungspotentiale Aus der Organisation heraus können auch gemeinsame Wünsche/Anforderungen an das BICC adressiert werden Das BICC kann die Organisation nutzen, um funktionale Veränderungen oder Standardisierungen an die Power User zu kommunizieren Die Power-User-Organisation wird in der Regel getrennt nach technologischer Plattform organisiert Vorschläge BI Community 47

48 Agenda 1 Strategie 2 Rollen und Organisation 3 Umsetzung 48

49 BICC zur Unterstützung der BI-Agilität BI-Agilität Eigenschaft der BI, auf vorhersehbare und unvorhersehbare Anforderungen aufgrund einer wachsenden Dynamik und Komplexität in Bezug auf Funktionalität oder den Inhalt einer BI-Lösung in einem vorgegebenen Zeitrahmen in angemessener Qualität abzubilden (Zimmer et al., 2012). Betrifft die BI-Architektur, die BI- Organisation und die zugehörigen BI-Prozesse. 3. Umsetzung 49

50 BICC als Treiber der BI-Agilität BI Competency Center BI-Management BI-Management BI-Architektur Fachliche Architektur BI-Unterstützung BI-Personalentwicklung BI-Umsetzung BI-Entwicklung BI-Standardisierung Technische Architektur BI-Support BI-Betrieb Agile BI! 3. Umsetzung 50

51 BICC als Treiber der BI-Agilität Projektorganisation für Agile BI Projekt A B C Anforderungen Frontend Datenbewirtsch. Betrieb / Datenbanken Konzern Dynamisches Business Neue Geschäftsmodelle Zahlreiche umfassende parallele BI Projekte Hauptherausforderungen Time2Market (Projektlaufzeiten) Konkurrenz der Projekte um die Ressourcen Erste Ergebnisse erst ab 80% Fertigstellungsgrad Volatile Anforderungen Z.T. geringe Akzeptanz der Fachabteilungen 3. Umsetzung 51

52 BICC als Treiber der BI-Agilität Projektorganisation für Agile BI Projekt A B C Anforderungen Frontend Datenbewirtsch. Betrieb / Datenbanken BICC Interne Beratung Fokus Methoden Architektur Einführung agile BI Gemischte Projektteams End2End Experten im BICC Spezifische Skills Architektur u. Methodenberatung 3. Umsetzung 52

53 BICC-Tagesgeschäft: Binnenmarketing Grundsatz erfolgreichen Binnenmarketings Tue Gutes und rede drüber! (Walter Fisch) Die 4 Ps des Marketing Product Price Marketing Promotion Place 3. Umsetzung 54

54 BICC-Tagesgeschäft: Binnenmarketing Produkt-, Preispolitik, Vertrieb im BICC BICC BICC Services SLA, Servicekatalog BICC- Rollen Externe Rollen Preise Produkte Vertrieb 3. Umsetzung 59

55 BICC-Tagesgeschäft: Binnenmarketing Vertrieb der BICC-Leistungen Vertrieb BICC- Rollen BICC-Leiter Repräsentant Fachseite BI-Missionar Externe Rollen IT-Leitung Fachbereichskoordinatoren Interne Account Manager Demand-Organisation Einkauf 3. Umsetzung 60

56 BICC-Tagesgeschäft: Binnenmarketing Marketing Medien und Maßnahmen für das BICC Web 2.0 Social Media Fact Sheets BICC-Portal Hausmessen Whitepaper Newsletter Konferenzbeiträge Roadshows PR CI Sponsoring Werbung Markennamen Success Stories 3. Umsetzung 61

57 Ankündigung Von der Strategie zum Business Intelligence Competency Center (BICC) Konzeption Betrieb Praxis Tom Gansor, Andreas Totok 2. überarbeitete und aktualisierte Auflage Erscheinungstermin: Herbst

58 ? Fragen und Diskussion

59 Kontakt Unternehmen Dienstleistungen Gründungsjahr Gesellschafter Dr. Andreas Totok Geschäftsbereichsleiter Enterprise Information Management Finanz Informatik Solutions Plus GmbH, Frankfurt Theodor-Heuss-Allee Frankfurt am Main Software-Entwicklung Projektmanagement Application Management IT-Beratung Bankfachliche Beratung Business-Intelligence-/Data-Warehouse-Systeme 1997 (als 1822 S inform Software GmbH) Finanz Informatik GmbH & Co. KG Kennzahlen 275 Mitarbeiter (01/2014) Standorte Frankfurt am Main Stuttgart München 64

60 Kontakt Unternehmen Dienstleistungen Tom Gansor Head of Solutions, Business Development & Innovation OPITZ CONSULTING Deutschland GmbH Kirchstr Gummersbach Beratung Business-IT-Alignment Business Information Management Business Process Management Anwendungsentwicklung SOA und System-Integration IT-Infrastruktur- Management Managed Services Training Gründungsjahr 1990 Gesellschafter Kennzahlen Standorte In privater Hand Ca. 400 Mitarbeiter Hamburg Berlin Essen Gummersbach Bad Homburg München Nürnberg Krakau (OC PL) Warschau (OC PL) 65

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