FETX auf Windows-Terminal-Server Dokumentation

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1 FETX auf Windows-Terminal-Server Dokumentation Stand: Programm + Datenservice GmbH Mühlenstraße Rotenburg Telefon (04261) Telefax (04261)

2 Copyright by PDS Programm + Datenservice GmbH Alle Rechte vorbehalten. Diese Dokumentation dient als Arbeitsunterlage für BenutzerInnen der PDS-Software FET/X. Die in dieser Dokumentation dargestellten Beispiele und Zahlenmaterialien (unter dem Phantasienamen einer nicht existierenden Firma) sind frei gewählt. Eventuelle Ähnlichkeiten mit bestehenden Unternehmen sind rein zufällig. Programmänderungen werden bis zum Erscheinen einer neuen Ausgabe der Online-Dokumentation in den programmbezogenen Abschnitten der einzelnen Release-Anleitungen beschrieben. Änderungen des Textes bleiben vorbehalten. Inhalt ohne Gewähr. FET/X mit Windows Terminal Server Seite 2 von 11

3 Inhaltsverzeichnis 1. FET/X auf einem Windows-Terminal-Server Systemkonstellation Windows-Server-Plattformen Getestet und unterstützt Konzept Anforderungen / Vorraussetzungen Windows-Terminal-Server Clients Installation PDS-Versionen Installationsablauf Auf dem Windows-Terminalserver Auf dem PDS-UNIX-Rechner Spätere Updates Erfolgreich getestet Besonderheit beim Einbinden der Hardware des Laden-/Kassenmoduls Besonderheiten für CITRIX Bekannte Problembereiche Technische Besonderheiten fet32.ini fetx.ini fetxhost.ini fetx_log.txt fet32.log FET/X mit Windows Terminal Server Seite 3 von 11

4 1.FET/X auf einem Windows-Terminal-Server 1.1 Systemkonstellation Die nachfolgenden Betrachtungen beziehen sich auf folgende Systemkonstellation: Beteiligte Rechnersysteme: 1 PDS-UNIX-Server 1 Windows-Terminal-Server als Windows-Anwendungsserver (WTS-Server) Mehrere kleine Windows-Arbeitsplatz-PCs mit Terminaldiensteclient, bzw. Thin- Clients mit RDP-Protokoll Auf dem Windows-Terminal-Server werden einmal FET32 und FET/X installiert. Auf den Terminal-PCs und Thin-Clients wird jeweils eine Windows-Terminal-Sitzung zum Terminal- Server gestartet. Im Terminalfenster auf den Clients wird der Windows-Desktop des Windows-Serversystems dargestellt. Der Benutzer arbeitet faktisch im Windows-Server. Innerhalb dieser Windows-Terminal-Sitzung wird FET/X gestartet. Aus Sicht des PDS-UNIX- Systems loggen sich die PDS-Benutzer alle vom Windows-Server-PC gleichzeitig ein. FET/X mit Windows Terminal Server Seite 4 von 11

5 FET/X mit Windows Terminal Server Seite 5 von 11

6 1.2 Windows-Server-Plattformen Getestet und unterstützt Windows 2000 Server mit zugehörigen Windows-Terminal-Diensten Windows 2003 Server mit zugehörigen Windows-Terminal-Diensten CITRIX Presentation Server 4.0 mit ICA-Clients und Programm-Neighborhood und CITRIX Metaframe XP Citrix-Application-Sharing FET/X als seamless Windows Application 1.3 Konzept Das Systemkonzept von PDS-Kundeninstallationen sieht vor, dass jeder PDS-Windows- Arbeitsplatz-PC eine eigene, dauerhaft eindeutige IP-Adresse besitzt. Aus Sicht der PDS- UNIX-Software ist die Arbeitsplatz-ID gleichgesetzt mit der Arbeitsplatz-IP-Adresse. Unter der Arbeitsplatz-ID werden diverse arbeitsplatzspezifische Einstellungen gespeichert. Dies ist z.b. die Telefondurchwahl des dem Arbeitsplatz zugeordneten Telefons für die integrierte Telefonie über CSTA. Auf dem Windows-Terminal-Server (WTS) wird bei der FET32/ FET-Daemon-Installation der Windows-Dienst WTS-SessionIP eingerichtet. Dieser Dienst ordnet jeder Terminal-Sitzung eine IP-Adresse zu. Hierbei wird zunächst für jeden Client-Namen eine IP-Adresse vergeben. Es wird dabei davon ausgegangen, dass jedem WTS-Client, sei es ein Windows- PC mit Terminal-Server-Client-Software oder ein Thin-Client, ein eigener dauerhaft eindeutiger Client-Name zugewiesen wurde. Zusätzlich zum WTS-SessionIP-Dienst wird beim Aufbau einer Terminal-Server-Sitzung, also beim Einloggen, ein FET-Daemon je Sitzung gestartet. Dieser FET-Daemon bedient alle Anfragen innerhalb seiner Terminal-Server-Sitzung. 1.4 Anforderungen / Vorraussetzungen Windows-Terminal-Server Der Netzwerkkarte des Terminal-Servers müssen mindestens so viele IP-Adressen zugeordnet werden, wie es Terminal-Server-Clients gibt, die mit FET/X arbeiten wollen Clients Jedem Terminal-Server-Client muss ein eigener dauerhaft eindeutiger Client-Name zugewiesen werden. Bei Windows-PCs mit Terminal-Server-Client-Software ist der Client- Name typischerweise gleichgesetzt mit dem Namen der Windows-Maschine, also dem Netbios-Namen. Bei Thin-Clients ist der Client-Name in der Regel konfigurierbar. Die FET/X mit Windows Terminal Server Seite 6 von 11

7 manchmal zu findende Default-Einstellung, bei der der Clientname gleich dem DNS-Namen des Thin-Clients ist, ist nur dann verwendbar, wenn dem Thin-Client keine dynamischen IP- Adressen per DHCP zugeordnet werden. In diesem Fall wäre dem Thin-Client nicht dauerhaft derselbe Client-Name zugeordnet. Bei Thin-Clients ist es daher notwendig einmal jedem Thin-Client einen dauerhaft festen Client-Namen zuzuordnen. 1.5 Installation PDS-Versionen Ab der FET/X Version 2.46 und der FET32 Version 1.73 ist eine Einsatz auf dem Windows- Terminalserver möglich. 1.6 Installationsablauf Auf dem Windows-Terminalserver Zuerst müssen für die Netzwerkkarte des Terminal-Servers mindestens so viele IP-Adressen aufgenommen werden, wie es Terminal-Server-Clients gibt, die mit FET/X arbeiten wollen. Vor der erstmaligen Installation der oben aufgeführten Versionen von FET32/FET-Daemon bzw. FET/X müssen vorherige (Test)-Installationen, mit der gleichen Versionsnummer von FET32 und FET/X, über Systemsteuerung/Software entfernt werden. Jetzt kann ein Benutzer mit Administrationsrechten die Erstinstallation über die CD-Version von FET/X durchführen. Hierbei sollte die Option FET32 installieren aktiv sein. Um in einer anderen Windows-Terminal-Sitzung mit FET/X zu arbeiten, muss diese Sitzung nach dem Installationsvorgang gestartet worden sein. Bereits eingeloggte Windows-Benutzer müssen sich also einmal aus- und einloggen Auf dem PDS-UNIX-Rechner Vor dem Einloggen der Terminal-Server-Benutzer müssen zunächst die Konfigurationsdateien der PDS-Arbeitsplätze erstellt werden. Die Arbeitsplatzkonfigurationsdateien liegen auf dem PDS-UNIX-Rechner unter $BASIS/daten/setup/IP-ADRESSE wobei IP-ADRESSE für die IP-Adresse der einzelnen PDS-Arbeitsplätze steht. Nachdem Sie FET32 und FET/X von einem Administrator-Terminal installiert haben, erstellen Sie bitte für alle IP-Adressen des Terminal-Servers einen Link auf die APL- Konfigurationsdatei des Administratorterminals. Der Dateiname der APL-Konfigurationsdatei des Administratorterminals ist die IP-Adresse des Terminal-Servers die der Administrationssitzung zugewiesen wurde (siehe fet32.log auf dem Terminalserver). Das UNIX-Kommando pro Terminalserver-IP-Adresse lautet dann z.b. FET/X mit Windows Terminal Server Seite 7 von 11

8 # cd $BASIS/daten/setup # ln wobei in diesem Beispiel die PDS-FET-IP-Adresse des Administrator- Terminals ist (also eine Terminalserver-IP-Adresse) und die PDS-FET-IP- Adresse eines weiteren Terminal-Server-Clients (also eine andere IP-Adresse des Terminalservers) Spätere Updates Spätere Updates von FET/X und FET32 über die PDS-Software-CD können von einem Windows-Administrator in gewohnter Weise während des UNIX-Einloggvorgangs mit FET/X durchgeführt werden. Zu diesem Zeitpunkt darf jedoch kein weiterer Benutzer im Terminal- Server eingeloggt sein. 1.7 Erfolgreich getestet FET/X Notizinfo-Fenster Telefonieunterstützung über CSTA Graphische Druckvorschau Onlinedokumentation ODBC-Zugriff auf PDS-Daten Datenquelle PDS32 muss manuell für jeden Windows-Benutzer aufgenommen werden. FET/X Arbeitsplatz-Drucker 1.8 Besonderheit beim Einbinden der Hardware des Laden-/Kassenmoduls Bondrucker: Die Bondrucker werden als Arbeitsplatzdrucker am Client und zusätzlich in der PDS-Software eingerichtet. Der Bondrucker muss am Terminalserver verfügbar gemacht werden. Kassenschublade: Die Kassenschublade wird in der Regel über den Bondrucker angeschlossen und ist somit automatisch aktiv, wenn dieser korrekt eingebunden ist. Kassendisplay: Die Displays werden am Client als Drucker eingerichtet und müssen auch am Terminalserver verfügbar sein. Damit das Display von der PDS-Software als Drucker angesteuert werden kann, muss für den Client unter $BASIS/daten/setup/ IP-Adresse (IP- Adresse des Clients, die durch den Terminalserver zugewiesen wurde) der Windows- Drucker für das Display (im Bereich DISKASSE_DISPLAY) eingetragen werden. Hierfür wird die Adresse des COM-Ports (z.b. COM1) durch die Bezeichnung des Windows-Druckers (wie im Terminalserver benannt) für das Display ersetzt. Vor den Namen des Druckers muss FET/X mit Windows Terminal Server Seite 8 von 11

9 ein Ausrufezeichen gesetzt werden. Beispiel: Port=!Druckername von Benutzer X. Im Programm Einrichten Kasse/MDE am Terminal sollte dann nicht mehr der Port des Kundendisplays verändert werden, da dieses Programm nur die Schlüsselung COM1-COM4 zulässt und die vorher durchgeführten Änderungen in der Setup-Datei hinfällig wären. Um Hardware einbinden zu können, die direkt den COM-Port ansteuert (EcCash, MDE- Geräte), muss ein virtueller COM-Port des Terminalservers zu einem echten COM-Port des Clients weitergeleitet werden. Dies geschieht über einen Befehl in der Eingabeaufforderung (MS-Dos Prompt), der einmalig pro User aktiviert werden muss. Um z.b. den COM1 des Clients als COM3 des Terminalservers zu aktivieren, geben Sie folgenden Befehl ein: net use COM3: \\TSCLIENT\COM1 /PERSISTENT:YES In der Konfiguration für EcCash bzw. MDE geben Sie in diesem Beispiel nun COM3 an. 1.9 Besonderheiten für CITRIX CITRIX-Presentationserver bietet neben der Darstellung des gesamten Desktops einer Terminal-Session auch die Möglichkeit einzelne Applikationen seamless remote anzuzeigen. Um FET/X als shared application auf einem CITRIX-Server anzubieten, verwenden Sie bitte die Batch-Datei fetx_citrix.bat im FET/X-Installationsverzeichnis. Die FET/X-Ikone finden Sie im gleichen Verzeichnis in fetx.ico. Falls FET/X bzw. die Java- Runtime nicht in den Default-Verzeichnisssen installiert sind, müssen Sie ggf. die Pfadangaben in der Batchdatei anpassen Bekannte Problembereiche 1. Administrationsrechte Zur Installation von PDS-Arbeitsplatzmodulen werden in der Regel Administrationsrechte benötigt. Diese stehen nur Windows-Administratoren zur Verfügung. Benötigte PDS-Arbeitsplatzmodule müssen daher von Administratoren installiert werden. Über die Verlinkung der PDS-Arbeitsplatzkonfigurationsdateien stehen diese dann automatisch allen Windows-Terminals zur Verfügung. 2. Telefonieunterstützung über TAPI Wenn TAPI überhaupt funktionieren soll, muss für jeden Benutzer eine eigene TAPI- Leitung einstellbar sein. Dies hängt in erster Linie von den Konzepten und Möglichkeiten der TAPI-Treiber auf dem Windows-Terminal-Server ab. 3. HBCI, Finanzmanager funktioniert nicht Socketeindeutigkeit nicht gewährleistet Finanzmanager-User-Zuordnung nicht eindeutig 4. Windows-Druck-Archivierung funktioniert nicht temporäre Dateien nicht eindeutig benutzerbezogen 5. Windows-Scan-Archivierung mit Dokuware funktioniert nicht temporäre Dateien nicht eindeutig benutzerbezogen FET/X mit Windows Terminal Server Seite 9 von 11

10 Scan-Hardware am Terminal-Client nicht im Terminal-Server verfügbar 6. Mobile Zeiterfassung Bau (BZE) USB-Ausgabe funktioniert nicht USB-Schnittstelle des Clients ist nicht im Server ansprechbar 7. Windows-Osicom-Faxdrucker WHFC funktioniert nicht Berechtigungsprobleme, nicht benutzerspezifisch einstellbar 8. MWM-Primo nicht von mehreren Benutzern gleichzeitig nutzbar MWM-Primo kann, wenn mehrere Benutzer gleichzeitig Daten übernehmen oder ausgeben, ungewünschte Ergebnisse bringen, da jeder Nutzer die Dateien des vorherigen Nutzers überschreibt. 9. UGL-Konverter nicht von mehreren Benutzern gleichzeitig nutzbar Die vom UGL-Konverter erzeugte Datei wird jeweils vom aktuellen Nutzer überschrieben. Dies kann zu unerwünschten Ergebnissen führen. 10. Elster: Lohnsteuer-Anmeldung/Bescheinigung Die Lohnsteuer-Anmeldung kann nicht versendet werden. Es erscheint die Meldung: DOS-Datei existiert bereits und ist schreibgeschützt.. In den Zusatzmodulen kann kein Update von Elster-Steueranmeldung gemacht werden. Das versenden der Lohnsteuerbescheinigung, sowie das anfordern der Protokolle kann fehlerfrei durchgeführt werden Technische Besonderheiten fet32.ini Die Konfigurationsdatei für den FET-Daemon fet32.ini liegt auf normalen Windows-Rechnern im systemweiten Windows-Verzeichnis. Auf einem Windows-Terminal-Server liegt in jedem Benutzer-Windows-Verzeichnis eine eigene fet32.ini-datei. Diese gilt dann nur für den FET- Daemon in den Terminal-Sitzungen dieses Windows-Benutzers. Hier kann man z.b. den Eintrag DaemonDebug=J für den FET-Daemon eines speziellen Benutzers setzen. Hierdurch hat man auch die Möglichkeit ein benutzerspezifisches TAPI-Gerät einzustellen. Dies ist die Vorraussetzung dafür Telefonieunterstützung über TAPI auf einem Thin-Client zu realisieren fetx.ini Die FET/X-Konfigurationsdatei fetx.ini liegt im Programmverzeichnis von FET/X. Hier wird u.a. die Darstellungsgröße des PDS-Anwendungsfensters gespeichert. Für fetx.ini ist auf einem Windows-Terminal-Server das so genannte INIFileMapping konfiguriert. D.h. die Einträge werden nicht wirklich aus der Datei gelesen, sondern benutzerbezogen aus der Registry gelesen und auch dorthin geschrieben. FET/X mit Windows Terminal Server Seite 10 von 11

11 fetxhost.ini Die Host-Konfigurations-Datei liegt im Programmverzeichnis von FET/X. Sie ist nur einmal vorhanden und ist für alle Benutzer gleichzeitig gültig. Alle aufgenommenen PDS-Unix-Hosts sind gleichzeitig in allen Windows-Terminal-Sitzungen sichtbar fetx_log.txt Die Protokolldatei fetx_log.txt liegt auf normalen Windows-Arbeitsplätzen im Programmverzeichnis von FET/X. Auf einem Windows-Terminal-Server liegt diese Protokolldatei im Home-Verzeichnis jedes Benutzers. Sie wird beim Start von FET/X immer wieder geleert. Alle Protokollausgaben von FET/X werden jedoch gleichzeitig auch in die zentrale Logdatei fet32.log gespeichert fet32.log Die Protokolldatei fet32.log liegt im systemweiten Windows-Verzeichnis. Hier werden technische Ereignisse von allen Sitzungs-FET-Daemons und von allen FET/X-Instanzen protokolliert. FET/X mit Windows Terminal Server Seite 11 von 11

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