Vorlage für Pilotinstallation «Wireless St.Gallen» Medienkonferenz

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1 Vorlage für Pilotinstallation «Wireless St.Gallen» Medienkonferenz

2 Ausgangslage Verkehr auf Mobilfunknetzen «explodiert» Immer mehr Antennen nötig, immer mehr Widerstand Mobilfunkanbieter: Grenzwerte erhöhen Sensibilisierung in der Bevölkerung hoch Beantwortung Petition «Intelligenter Mobilfunk» Vorschlag Stadtrat für alternative Mobilfunklösungen Machbarkeitsstudie: kleinzelliger Mobilfunk möglich Glasfasernetz als Grundlage Studie Zukunft «Openwireless St.Gallen» «Bürgernetz» zu wenig durchgesetzt, Konzept überdenken 2010: Auftrag für Studie «Zukunft Openwireless St.Gallen

3 Reduktion der «Hotspots»

4 1 Aufgabe/Leistung = 1 Netz Konzessionsauftrag bezüglich Versorgungsauftrag erfüllt

5 Aufgabengerechte Infrastruktur Outdoor-Sendeanlagen für Outdoor-Nutzung Inhouse-Anlagen für Inhouse-Nutzungen GSM, UMTS usw. für Mobilfunktelefonie WLAN usw. für Data-Offloading (Datendienste, künftig auch für Mobilfunktelefonie wie Skype usw.) Mischnutzungen möglich, aber nicht Hauptzweck

6 Ausgangslage Openwireless St.Gallen 2006 Open Wireless St.Gallen > europaweit bekannt Zusammenarbeit Stadt Verein «Wireless St.Gallen» Verein «Wireless St.Gallen» Verein unterstützt technischen Betrieb, macht Helpdesk und betreut Homepage Verein mit beschränkten finanziellen /personellen Mitteln Stadt St.Gallen Entscheid SR 2006: Aufbau Wireless Netz Betriebsbeitrag der Stadtwerke CHF /Jahr für 3 Jahre 2010: Stadtrat-Auftrag für Studie Openwireless St.Gallen

7 Situation ist nicht befriedigend Aus Sicht der Technik Schwache Abdeckung und grosse Lücken in Wohngebieten Praktisch kein Empfang in der Innenstadt Aufgrund Mesh-Netzwerk langsame Datenübertragung Nur drei Zugangspunkte für Internet-Verbindung (Rathaus, Kantonsspital, Tagblatt) Technisch anspruchsvoller Inbetriebsetzung der Router

8 Situation ist nicht befriedigend Aus Sicht der Nutzung Verein Wireless St.Gallen: beschränkte personelle und finanzielle Ressourcen Zu wenig finanzielle Mittel für wirksame Vermarktungs- oder Werbemassnahmen Seit 2006 wurden rund Router verkauft, heute sind nur ca. 80 Router online Nutzer kaufen Router, haben dann aber keinen Empfang Umfrage bei Anspruchsgruppen / Neukonzeption Wireless

9 Umfrage bei Anspruchsgruppen Einzelinterviews mit Vertretern der Cluster «Bevölkerung», «Wirtschaft», «Vereine/Verbände/Parteien», «Verwaltung» Vorerst nur begrenzte Anzahl von Hotspots im Innenstadtbereich bauen (= niedrige Strahlenbelastung) Finanzierung durch Stadt scheint unumgänglich, obwohl Wireless nicht als Kernaufgabe für Stadt angesehen wird Unklare Vorstellung bei den Befragten, für wen das Wireless Netzwerk welchen Mehrwert bringt Projekt kann Beitrag zum Image der Stadt leisten Ein öffentlichkeitswirksamer, aber kostensparsamer Ausbau von Wireless St.Gallen ist der richtige Weg 17. Mai 2011

10 Szenario 1: Bürgernetz 1/1 (Optimierter Status Quo) Openwireless in der Mesh -Technologie wie bisher Ausbau 50 Zugangsantennen in Innenstadt / Wohngebieten Zugriff bleibt kostenlos Verein Openwireless unterstützt Bürgernetz weiterhin Netzbetrieb und -support durch Stadtwerke professionalisiert Stadt stellt Informationen / Services zur Verfügung (Touristik, VBSG, e-government, Parkplatzbelegung etc.) Public Services ohne Registration zugreifbar, Internetzugang ohne Registrierung möglich

11 Szenario 1: Bürgernetz 1/2 (Optimierter Status Quo) Vorteile: Verbesserung Abdeckung Openwireless, kostengünstig Imagegewinn für St.Gallen Verein Wireless St.Gallen bleibt aktiv Professioneller Netzbetrieb durch sgsw Telecom Nachteile: Kein funktionierender Business Case, keine Flächendeckung Performance schwach, Qualität nicht garantiert Leicht steigende Strahlenbelastung in Wohngebieten Keine Möglichkeit für GSM-Dataoffloading Kosten und Finanzierung: Projektkosten einmalig: ca. CHF Jährliche Betriebskosten: ca. CHF Erträge: tendenziell gegen null

12 Szenario 2: Flächendeckendes Stadtnetz 2/1 (Reduktion der Strahlenbelastung) Stadt baut flächendeckendes Netz mit Microzellen, stellt Räume, Antennenstandorte, Glasfaser, Strom zur Verfügung Abdeckungspunkte sind die Innenstadt, Hot Spots, öffentliche Gebäude und Wohngebiete Reduktion Strahlenbelastung: Wohngebieten mit Microzellen Die unterschiedlichen Infrastrukturen Wireless Netz, GSM, EDGE, 3G (+ ev. auch LTE) können für alle Provider (Swisscom, Orange, Sunrise) auf ein Netz migriert werden Die Stadt baut parallel zu den Providern ein Wireless Netz, welches von den Providern für Data-Offloading genutzt wird Stadt stellt Services zur Verfügung (Tourismus, egovernment, VBSG, Parkplatzbelegung etc.)

13 Szenario 2: Flächendeckendes Stadtnetz 2/2 (Reduktion der Strahlenbelastung) Vorteile: Längerfristig Reduktion der Strahlenbelastung insgesamt Flächendeckendes, professionelles, Wirelessnetz St.Gallen Add on / neue Services für FTTH Netzprovider möglich grosser Imagegewinn für St.Gallen, nationale Vorreiterrolle Nachteile: Kommerzielles Modell und Business Case noch unklar hohe Investitionen, Risiken für Stadt, technisch komplex Widerstand der grossen drei Provider wahrscheinlich möglicher Widerstand der Strahlengegner infolge Vollausbau Kosten und Finanzierung: Kommerzielles Modell und Business Case unklar Sehr grosse Investitionen für die Stadt, technisch komplex

14 Szenario 3: Infrastruktur Wireless Netz 3/1 (Punktuelle Erschliessungen) dediziertes Wireless Netz, rund 400 Access Points Hot Spots, öffentliche Gebäude, Innenstadt, Gassen Verbesserung des «Bürgernetzes» durch 50 neue Zugangspunkte in den Wohnquartieren, welche via Wireless-Router die Qualität des MESH-Netzes verbessern sollen Mobilfunkprovider nutzen Wireless-Netz für «Offloading» Public Services der Stadt werden kostenlos angeboten (ohne Identifikation), weitere kostenlose Nutzungen zeitlimitiert «Professionelle» Angebote sind kostenpflichtig und können nur mit SMS Authentifizierung genutzt werden Stadt stellt Services zur Verfügung (Tourismus, egovernment, VBSG, Parkplatzbelegung etc.)

15 Netzarchitektur Openwireless St.Gallen Szenario 3

16 Szenario 3: Infrastruktur Wireless Netz 3/2 (Punktuelle Erschliessungen) Vorteile: Professionelles Wirelessnetz für Hot Spots, Innenstadt, Busse Zusätzliche Abdeckung in den Wohnquartieren Moderate Investitionen dort, wo Nutzen am Grössten ist Reduktion Strahlenbelastung in Innenstadt und Bussen offen für Migration zu «Reduktion Strahlenbelastung» Nachteile: Hohe Investition + Risiko Stadt, kommerzielles Modell offen Verhalten der Mobilfunkprovider ungewiss möglicher Widerstand der Strahlengegner (Wohngebieten) Differenz der Qualität der beiden Netze Kosten und Finanzierung: Projekt: ca. CHF 4.2 Mio. /Betrieb: ca. CHF /Jahr Erträge: «Offloading», Beiträge Stadt, Beiträge, FTTH Kunden

17 Bewertung der drei Szenarien Bewertung Szenario 1: Bürgernetz weiterer Ausbau des bestehenden Netzes Szenario mit den tiefsten Investitionen technischen Limiten für Performanz und Qualität bleiben Bewertung Szenario 2: Flächendeckendes Stadtnetz Hochstehendes Wireless Netz auf der Basis von Microzellen gemeinsame Nutzung der Antennenstandorte der Provider Hohe Investitionen und höchstes Risiko aller drei Szenarien Bewertung Szenario 3: Infrastruktur Wireless Netz Spätere Migrationsmöglichkeit Richtung Szenario 2 offen Wireless Netz Zentrum mit sehr guter Performanz Wireless Netz konzentriert sich auf attraktive Standorte «Openwireless» kann über Verein neu lanciert werden

18 Ziele Pilotinstallation Wireless St.Gallen Grundsätzliche Ziele: Erfahrungen für technische Realisierung erhalten Geschäftsmodelle, Kosten für zukünftige Business Planung Nutzung und kommerzielle Modelle Technische Erkenntnisse Betriebserfahrungen Erzielte Strahlungsreduktion Statistische Erhebung bez. Nutzung Test verschiedener Nutzungsmodelle Informationen bez. Akzeptanz der Nutzer Netzabeckung Technische Realisierungsvarianten Performanz des Wireless Netzes Kosten / Aufwand für Betrieb Wireless Betriebsprozesse Notwendige Tools für den Betrieb Tests und Messungen Strahlungswerte Wo wird welche Reduktion erzielt?

19 Erschliessung in der Pilotinstallation Zu erschliessende Gebiete / Gebäude: Südliche Altstadt (bereits alle Gebäude mit Glasfasern erschlossen) Kaufmännische Berufsschule, Kreuzbleiche Athletikzentrum Bahnhofplatz VBSG-Busse Für Openwireless: Wohnquartier Oberstrasse Berufsschule Südliche Altstadt Bahnhofplatz

20 «Landing Page» für Nutzer Ideen für Nutzungsmodelle: Stufe 1: Zugriff auf bestimmte Seiten ohne Registrierung u. kostenlos Stufe 2: erste 5 Nutzungen zu je 30 Min. gratis, nachher kostenpflichtig Stufe 3: «Premium Kunde» mit langer Nutzungsdauer, Bezahlung über (Kurzzeit) Abonnement oder Prepaid-Karten Innenstadt, Busse, u. Hotspots Wohnquartiere (Openwireless)

21 Kosten für Pilotinstallation Einmalige Kosten: Interner Projektierungs-u. Realisierungsaufwand Installationsaufwand für Antennen u. Verbindungen Installation der nötigen Informatiklösung Beschaffung Ausrüstung (Antennen, Netzwerkkomponenten) Betrieb für 12 Monate: Interner Personalaufwand Netzwerkbetrieb und Support Externer Aufwand für Miete / Support der Informatiklösung Total Kosten für Pilotinstallation mit Betrieb für 12 Monate: CHF

22 Zusammenfassung Pilotversuch Ziel Qualitäts-Wireless-Netz im dichten Gebiet Potential für Bürgernetz in Wohngebieten Angemessene Investitionen Potential für Einnahmen auf dem Netz Senkung der Strahlenbelastung Möglichkeiten zum Einbezug der Provider

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