Haben wir nicht mehr verdient? Chancengleichheit in Job und Rente

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1 Haben wir nicht mehr verdient? Chancengleichheit in Job und Rente 3. SoVD Frauenforum SoVD-Landesverband Niedersachsen Hannover, Leiterin des Bereichs Sozialpolitik in der ver.di Bundesverwaltung Stand: April 2015 / Folie 1

2 Gliederung Rente ist Spiegelbild des Erwerbslebens Wie funktioniert die gesetzliche Rentenversicherung? Was bringt das Rentenpaket den Frauen? Rente ab 63 & Mütterrente Was bringt uns die Flexibilisierung des Übergangs? Betriebliche Vorsorge und Frauen Frauen und Altersarmut Stand: April 2015 / Folie 2

3 Gender pay gap: In D erhielten pro Stunde Frauen: 15,83 Männer: 20,20 Gender pension gap: D: 59,6 % Das heißt, in D beziehen Frauen um 59,6 % geringere eigene Alterseinkommen als Männer Stand: April 2015 / Folie 3

4 Das System der gesetzlichen Rentenversicherung Die Rente ist Spiegelbild des Erwerbslebens Für die Rente zählen Höhe und Dauer der eingezahlten RV- Beiträge: 18,7 % des Entgelts je hälftig ArbG/ArbN Durchschnittsentgelt 2015: W: EP Hochwertung: 1,1717 (Durchschnittsentgelt 2015: O: ) 1 EP = 29,21 (28,61 ) West 27,05 (26, 39 ) Ost Werte ab ( ) Stand: April 2015 / Folie 4

5 Arbeitseinkommen und Rente das kommt heraus (Zahlen gerundet) Arbeitseinkommen mtl. sozialversicherungspflichtig Monatliche Rente brutto (West) ,60 (entspr. 17 Std., jährlich rd ) Minijob 450 rv-pflichtig 4,40 Stand: April 2015 / Folie 5

6 Stand: April 2015 / Folie 6

7 Zahlbeträge (vor Steuern) der Altersrenten nach Bestand und Zugang Stand: April 2015 / Folie 7

8 Faktoren, die sich aus der Erwerbsbiographie ergeben und Auswirkungen auf die Rente von Frauen haben: Arbeitsverhältnis oder Werk-/Dienstvertrag, Selbstständig Vollzeit/Teilzeit Minijob mit/ohne rentenrechtlicher Absicherung/Prekariat Höhe des Entgelts Erwerbsunterbrechungen/Rückkehr in das Erwerbsleben Vereinbarkeit von Familie und Beruf Stand: April 2015 / Folie 8

9 Stand: April 2015 / Folie 9

10 Die Mütterrente RV-LeistungsverbesserungsG Vor gab es pro Kind: Ab gibt pro Kind Keine Änderung geboren vor 1992 geboren vor 1992 geboren nach 1991 abl 29,21 58,42 87,63 West nbl 27,05 54,10 81,15 Ost Differenz 2,16 4,32 6,48 O-W/Monat Differenz/ 20 Jahre rd. 530 rd rd Werte arw ab (bis ): West: 29,21 (28.61 ); Ost: 27,05 (26,39 ) Probleme: halbe Gleichbehandlung; Ost-West; Anrechnung Grundsicherung, systemwidrige Finanzierung mit weitreichenden Finanzierungsfolgen Stand: April 2015 / Folie 10

11 Keine Lösung : Längeres Arbeiten Flexirente 41 S. 3 SGB VI neu: Sieht eine Vereinbarung die Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit dem Erreichen der Regelaltersgrenze vor, können die Arbeitsvertragsparteien durch Vereinbarung während des Arbeitsverhältnisses den Beendigungszeitpunkt, gegebenenfalls auch mehrfach, hinausschieben. 14 Abs. 3 TzBfG: Eine sachgrundlose Befristung bis zu 5 Jahren ist zulässig, wenn ArbN/in das 52. Lj. vollendet und 4 Monate arbeitslos war. Stand: April 2015 / Folie 11

12 Flexibilisierung des Übergangs in die Rente Thema: Teilrente - Problem: Abschläge Beispiel: Versicherte Jahrgang 1964: Halbe Teilrente z.b. ab 60. Lj. Abschlag (für 7 Jahre) 25,2 % Halbe Teilrente z.b. ab 63. Lj. Abschlag (für 4 Jahre) 14,4 % Gesamt: Abschläge von rd. 20% - lebenslang! Stand: April 2015 / Folie 12

13 Flexibilisierung des Übergangs in die Rente Notwendige Beiträge zum Ausgleich von Rentenabschlägen (1. Hj. 2014) Bei einer Rentenhöhe von und um Jahre vorgezogenem Rentenbeginn Jahr (3,6%) 2 Jahre (7,2%) 3 Jahre (10,8%) Jahr 2 Jahre 3 Jahre beträgt der monatliche Abschlag Summe zum Ausgleich der Abschläge Jahr 2 Jahre 3 Jahre Quelle: Deutsche Rentenversicherung in Bayern; Stand: April 2015 / Folie 13

14 Betriebliche Altersversorgung Verbreitung der bav in der Privatwirtschaft (sozialversicherungspfl. Beschäftigte von 25 bis unter 65 Jahren) Männer (abl/nbl) Frauen (abl/nbl) Verbreitung 46 % (49%/32%) 31 % (33%/24%) Höhe der Anwartschaft 328 (345 /217 ) 170 (177 /139 ) Insges. (abl/nbl) 39 % (42%/28%) 272 (288 /183 ) Kriterien Starke soziale Strukturierung (Bildung und Einkommen) Alter, Einkommen, Branche, Größe des Unternehmens Höhe der eigenen Beiträge 117 (120 / 95 ) 97 (98 / 89 ) 109 (112 / 92 ) Entspricht 3,4 % des Bruttolohns (Männer 3,1/3,2 %; Frauen 3,9/4,0 %) Zahlen: BMAS, Forschungsbericht 430, Verbreitung der Altersvorsorge 2011, Stand: Dezember 2012 Stand: April 2015 / Folie 14

15 Höhe der Rentenanwartschaften in der bav (sozialversicherungspfl. Beschäftigte von 25 bis unter 65 Jahren) Männer Frauen Energie- und Wasserwirtschaft (67%) Banken, Versicherungen, Unternehmensdienstleistungen (55%) Öffentl. Verwaltung, Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesen (45%) Handel, Gastgewerbe, Verkehr (47%) Zahlen: Infratest Sozialforschung, Stand: September 2013 Stand: April 2015 / Folie 15

16 Entwicklung von Beitragssatz und Rentenniveau Quelle: Deutsche Rentenversicherung Bund mit Ergänzungen aus dem Rentenversicherungsbericht 2014 Stand: April 2015 / Folie 16

17 Quelle: SoVD Stand: April 2015 / Folie 17

18 Das Modell von ver.di und SoVD: w Der Rentenzuschuss Vorsorge in der GRV, bav und RR lohnt sich durch einen steuerfinanzierten Freibetrag in der Grundsicherung Das Grundsicherungsamt prüft die RV zahlt aus Höhe des Rentenzuschusses orientiert sich an der Höhe der Vorsorge Frei von Anrechnung im Rahmen der Grundsicherung bleiben: Von den ersten 100 : 100 Von den zweiten 100 : 50 max. Freibetrag: 175 Von den dritten 100 : 25 Stand: April 2015 / Folie 18

19 Das Modell von ver.di und SoVD: Der Rentenzuschuss Beispiel: Grundsicherungsbedarf: 700 Rente (netto) Grundsicherung Rentenzuschuss Einkommen gesamt Stand: April 2015 / Folie 19

20 Gesundheitspolitik in der schwarz-gelben Koalition 2009 Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! Kontakt: Leiterin des Bereichs Sozialpolitik Ressort 5, ver.di Bundesverwaltung Paula-Thiede-Ufer 10, D Berlin Fon: , Fax: Stand: April 2015 / Folie 20

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