Bequem zum Balg. Jäger - Jagdpraxis FALLENMELDER. Übermittlung von Informationen

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1 Jäger - Jagdpraxis Langsam rollt der Geländewagen aus. Beim Blick durch das Fernglas zeigt sich auch bei der letzten der zwölf zu kontrollierenden Fallen, dass sich heute wieder kein Fangerfolg eingestellt hat. Die abgeernteten Felder ziehen die Füchse und Dachse raus auf die Stoppel und nicht in die Fallen. Überprüft werden müssen die scharf gestellten Fanggeräte trotzdem. Die Kontrollfahrten durch das Revier hinterlassen bei den momentanen Benzinpreisen ein gähnendes Loch im Geldbeutel. Für einige Jäger ist das ein Grund, die Fangjagd nur halbherzig zu betreiben oder gar einzustellen. Allerdings bieten elektronische Fangmelder die Möglichkeit, die Fangjagd einfacher und effektiver zu gestalten. Auf dem Markt finden sich dazu verschiedene Versionen. Als Überwachungsmelder werden prinzipiell zwei Gerätetypen angeboten: Bei dem einen handelt es sich um umgebaute und in ihren Funktionen erweiterte Handys. Bei dem anderen um speziell für diesen Zweck entwickelte Apparate. Alle Instrumente arbeiten mit Mobilfunktechnologie. Um diese nutzen zu können, ist eine SIM-Karte nötigt. Die Auswahl des Kartenanbieters ist vom jeweiligen Empfang im Revier abhängig. Übermittlung von Informationen Die angebotenen Geräte setzen bei der Übermittlung der Informationen unterschiedliche Übertragungswege ein: Bei den umgebauten Handys werden in der Regel Anrufversuche zur Übertragung von Informationen verwendet. Andere Geräte- Foto: Jens Krüger Bequem zum Balg FALLENMELDER Alarmmelder helfen dem modernen Fallenjäger, Zeit und Geld zu sparen. Wie sie funktionieren, die WuH-Revierwelt Fangjagd einfacher macht und welche Geräte dafür geeignet sind, zeigt Peter Schmitt. 50 WILD UND HUND 17/2012

2 typen arbeiten häufig mit einer Kombination aus Anrufen und dem Senden einer SMS. Wichtige Statusmeldungen oder Sammelmeldungen werden meist per SMS übermittelt. Das bedeutet, dass je nach der vorgenommenen Einstellung, pro Alarm ein Anruf, beziehungsweise eine SMS auf einem oder mehreren ausgewählten Telefonen erfolgt. Bei einer Alarmierung per Anruf wird dieser als entgangener Anruf mit Datum und Uhrzeit auf dem Handy angezeigt. Dabei entstehen keine Kosten, wenn der Anruf unbeantwortet bleibt. Einige Hersteller übertragen Meldungen über das Internet (GPRS). Bei der Verwendung von SMS und GPRS fallen stets Gebühren des Anbieters an. Um nicht in eine Kostenfalle zu tappen, ist hier eine SIM-Karte mit einer Flatrate zu empfehlen. Fotomontage: Christoph Höner WILD UND HUND 17/

3 Jäger - Jagdpraxis Auslösung und Sensoren Fallenmelder werden auf unterschiedliche Arten aktiviert. So werden sie in der Regel mit integrierten Sensoren, wie zum Beispiel Erschütterungssensoren oder Magnetschaltern angeboten. Externe Sensoren runden das Angebot ab. Solche gibt es als Schalter, Erschütterungssensoren, Bewegungsmelder und Sensoren zur Kunstbauüberwachung. Auch selbstgebaute Kontakte sind oftmals anschließbar. Beim Anbringen der Schalter beziehungsweise Sensoren sind dem Anwender kaum Grenzen gesetzt. Der eigenen Kreativität kann freien Lauf gelassen werden. Es gibt aber natürlich auch Fallenhersteller, die Überwachungsgeräte bereits integriert haben und diese auf Bestellung mitliefern. Alarmmelder sind gegenüber äußeren Einflüssen unterschiedlich stark anfällig. Durch mitgelieferte externe Gehäuse für ungeschützte Alarmhandys werden diese Unterschiede weitestgehend ausgeglichen. Akku- und Batterielaufzeit Wichtig ist es, beim Kauf der Melder auf eine integrierte Stromsparfunktion zu achten. Das heißt: Die Melder sollten sich in einen Ruhezustand schalten, in dem sie alle nicht benötigten Funktionen abschalten. Nur so können lange Laufzeiten und der Betrieb bei starker klimatischer Belastung, speziell im Winter bei tiefen Temperaturen, gewährleistet werden. Der beste Energiehaushalt eines Gerätes ist jedoch nutzlos, wenn man falsche Batterien einsetzt. Die verwendeten Akkus sollten einen geringen Innenwiderstand haben und damit eine sehr gute Tieftemperaturfestigkeit besitzen. Solche Akkus erreichen auch bei geringem Ladeniveau die nötige Einschaltspannung und bieten sowohl bei hohem Kurzzeit-Stromverbrauch als auch tiefen Temperaturen eine zuverlässige Spannungsversorgung. Halten Sie sich hier unbedingt an die Empfehlungen des Herstellers. Kontrolle und Statusmeldung Ein wichtiger Aspekt beim Einsatz zur Überwachung von Fangeinrichtungen ist, dass die Geräte eine Funktionsmeldung (Lebensmeldung) absetzen. Das Tierschutzgesetz schreibt eine mehrmalige Kontrolle der Fangeinrichtung am Tag vor. Um die einwandfreie Funktion des Überwachungsgerätes zu belegen, müssen die Geräte hierzu in einem vorgeschrieben Zeitintervall eine Sicherheitsmeldung absetzen. Die Apparate signalisieren dadurch ihre volle Funktionsfähigkeit. Eine zusätzliche Überwachung des Ladezustandes des Akkus ist wünschenswert, aber durch die regelmäßige Funktionsmeldung nicht unbedingt notwendig. Eine tierschutzgerechte 24-Stunden- Rundum-Kontrolle am Fangplatz ist damit gegeben. Kein gefangenes Stück muss unnötig lang in der Falle verweilen. Fangjagd wird hierdurch auch für zeitlich sehr eingespannte Jäger möglich und ist dennoch absolut tierschutzgerecht. Foto: Fabian Neubert Ein Melder wird an der Betonrohrfalle angebracht. Tägliche Kontrollen mit dem Auto oder zu Fuß entfallen dadurch. 52 WILD UND HUND 17/2012

4 Foto: Florian Standke Durch Fallenmelder ist es möglich, Wild umgehend nach dem Fang der Falle zu entnehmen. Längere Verweilzeiten in Lebendfallen können so vermieden werden. Die WuH-Revierwelt speichert alle von den Alarmgeräten gesendeten Nachrichten. Diese werden dann in einer Tabelle oder auch in grafischer Form in einem Tages- und Laufzeitdiagramm dargestellt. Durch einen Export der Tabelle in das Programm Excel können beliebige zusätzliche Auswertungen erstellt werden. Man erhält so über lange Zeit wertvolle Informationen, zum Beispiel wie die Fangeinrichtungen im Jahresverlauf angenommen wurden. Die WuH-Revierwelt erweitert die Signalisierungsmöglichkeiten der Melder erheblich. Benachrichtigungen können nicht nur per Anruf abgesetzt, sondern auch per SMS und Mail an festgelegte Telefonnummern und Mailadresse tages- und uhrzeitenabhängig versandt werden. So ist es möglich, einen regelrechten Dienstplan für die Überwachung der Fangeinrichtungen aufzustellen. Auch die Lebensmeldungen werden nicht täglich versandt, sondern es wird nur dann informiert, wenn die Lebensmeldung nicht eingeht. Man erhält also während der Fangjagdsaison nicht täglich mehrere Meldungen pro Fangeinrichtung, sondern nur eine Meldung, wenn die Falle kontrolliert werden muss. Durch das Positionieren der Überwachungsgeräte auf der integrierten Revierkarte wird der Status der Einrichtung farblich kenntlich gemacht. Man erhält so schnell einen Überblick über alle eingesetzten Alarmgeräte und auch von eventuell eingesetzten Wildkameras. Werden Melder auch zur Kunstbauüberwachung eingesetzt, wertet Revierwelt die eingehenden Meldungen aus und versendet lediglich eine Nachricht, wenn der Bau befahren wird und eine Meldung, wenn der Bau wieder frei ist. WILD UND HUND-Revierwelt Alle Geräte lassen sich an die Wild und Hund-Revierwelt anbinden (www.wuh-revierwelt.de). Durch das Koppeln der Geräte mit der WuH-Revierwelt eröffnen sich weitere umfangreiche Möglichkeiten, die den Einsatz im Jagdalltag erleichtern. Die Meldungen werden nicht direkt an das Telefon weitergeleitet, sondern an das zentrale System der WuH-Revierwelt. Alarmgeräte, die per SMS konfigurierbar sind, werden, nachdem der Melder unter dem Menüpunkt Alarm-/Kirrüberwachung und dem Unterpunkt Überwachungsgeräte konfigurieren eingetragen ist, durch Betätigen der Auswahl Initialisieren in der Tabelle der Überwachungsgeräte automatisch für den Betrieb mit WuH-Revierwelt freigeschaltet. Profis kennen keine Hindernisse! Workmax 1000 D Workmax Mehrzweckfahrzeuge robust, vielseitig, geländegängig. Ihr ISEKI-Fachhändler vor Ort berät Sie gern Infos und Adressen über: ISEKI-Maschinen GmbH Rudolf-Diesel-Str Meerbusch Tel.: Fax: WILD UND HUND 17/

5 Jäger - Jagdpraxis Diese Fabrikate sind für die Anbindung an die WuH-Revierwelt geeignet: WildMelder Akkulaufzeit bis zu 12 Monate Einsatz auch mit Batterien möglich passwortgeschütztes System einfache Handhabung und Bedienung durch SMS speziell für diesen Einsatzzweck entwickelte Elektronik Meldungen auf bis zu vier Rufnummern Meldungen werden per Anruf und SMS signalisiert Trennung von Sensor und Melder ermöglicht bei schwierigen Geländeverhältnissen Empfang durch externe Sensoren flexibel einsetzbar: Fallen, Kunstbaue, Kirrungen, Luderplätze, Überwachung von Kanzeln oder Jagdhütten Auslösemechanismus ist auch einfach selbst herzustellen minutengenaue Meldung des Alarms Benachrichtigung bei geringer Akkuleistung per SMS Lebensmeldung individuell einstellbar Überwachungspause nach Meldung individuell einstellbar im Temperaturbereich von 40 C und + 70 C voll funktionsfähig Preis: 220 Euro (ohne Sensor) Bezug: Fallenalarm Contact Akkulaufzeit bis zu 3 Monate passwortgeschütztes System Einstellungen werden über die Gerätetastatur durchgeführt und im Display angezeigt keine Konfiguration per SMS möglich Meldungen auf bis zu 6 Rufnummern Meldungen werden per Anruf signalisiert besserer Empfang durch Trennung von Sensor und Melder bei schwierigen Geländeverhältnissen durch externe Sensoren flexibel einsetzbar: Fallen, Kunstbaue, Kirrungen, Luderplätze, Überwachung von Kanzeln oder Jagdhütten Auslösemechanismus ist auch einfach selbst herzustellen minutengenaue Meldung des Alarms Benachrichtigung bei geringer Akkuleistung durch zweimaligen Anruf innerhalb von 2 Minuten Lebensmeldung zu einer beliebigen Uhrzeit alle 24 Stunden einstellbar Überwachungspause nach Meldung individuell einstellbar im Temperaturbereich von 40 C und + 60 C voll funktionsfähig Wiederholung der Alarmierung nach Schließen der Fallenklappe alle 4 Stunden Akkumeldung bei schwachem Geräteakku durch Anruf Preis: 144 Euro Bezug: Fotos: Wolfram Vinnai (4) Der Sensor ist am Schieber der Betonrohrfalle angebracht. Fällt die Klappe, geht die Meldung raus. 54 WILD UND HUND 17/2012

6 Foto: Willi Rolfes Effiziente Marderjagd funktioniert nur über Fallenjagd. Fangmelder helfen dabei. Fallenwächter Akkulaufzeit 4 bis 5 Monate Einsatz auch mit Batterien möglich passwortgeschütztes System einfache Handhabung und Bedienung durch SMS oder GPRS speziell für diesen Einsatzzweck entwickelte Elektronik Meldung auf eine Rufnummern per SMS und bis zu 3 Rufnummern per Anruf Meldungen werden per Anruf und SMS signalisiert für Fangjagd, Kunstbau und Kirrüber- wachung ist jeweils ein spezielles Gerät notwendig Auslösemechanismus ist auch einfach selbst herzustellen minutengenaue Meldung des Alarms Benachrichtigung bei geringer Akkuleistung per SMS Lebensmeldung individuell alle 12 Stunden Überwachungspause nach Meldung individuell einstellbar im Temperaturbereich von 20 C und + 50 C voll funktionsfähig Wiederholung der Alarmierung nach Schließen der Fallenklappe alle 6 Stunden Preis: 296 Euro Bezug: e

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