Größenvergleich zwischen verschiedenen Wirkstoffen

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1 Acetylsalicylsäure (ASS) Insulin monoklonaler Antikörper (Abbildung: vfa) 21 Atome 788 Atome ca Atome Größenvergleich zwischen verschiedenen Wirkstoffen

2 Wichtige gentechnisch hergestellte Biopharmazeutika und ihre Anwendungsgebiete Anwendungsgebiet Krankheit Wirkstoffe (Beispiele) Wirkung Hormonersatz Diabetes Typ 1 und 2 Insuline senken den Blutzuckerspiegel Blutarmut bei Nierenkrankheit Epoetine Kurzform: Epo regen Bildung von Erythrozyten an Monogene Erbkrankheiten Morbus Pompe, eine erbliche Enzymmangelkrankheit Alglucosidase alfa normalisiert die Muskelfunktion durch Ersetzen des fehlenden Enzyms Alpha-Glucosidase, das Glycogen abbaut; hierdurch oft lebensrettend Immunmodulation Multiple Sklerose Beta-Interferone verringern Krankheitsschübe durch Dämpfen von Immunreaktionen Hepatitis C pegylierte Alpha-Interferone (+ Ribavirin) heilen durch Aktivieren des Immunsystem (Erfolgsrate >50 %) Rheumatoide Arthritis monoklonale Antikörper dämpfen die Entzündung durch Inaktivieren einzelner Zellarten oder Botenstoffe des Immunsystems Krebsbekämpfung Lymphome, Brust- und Darmkrebs monoklonale Antikörper verlängern das Überleben durch Markierung der Krebszellen, die daraufhin vom Immunsystem zerstört werden metastasierter Darm- oder Lungenkrebs monoklonaler Antikörper unterdrückt die Bildung neuer Blutgefäße zur Versorgung des Tumors Schutzimpfung Hepatitis B Oberflächenprotein des Hepatitis-B-Virus als Antigen induziert Immunschutz vor Hepatitis B Gebärmutterhalskrebs Oberflächenproteine bestimmter humaner Papillomviren (HPV) als Antigene induzieren Immunschutz vor Infektionen mit bestimmten HPV, die Hauptursache von Gebärmutterhalskrebs sind

3 (Grafik: Roche)

4 Nach der Ernte einer Fermenterkultur folgen mehrere Aufreinigungsschritte, bis das reine Protein vorliegt. Eine Methode ist die Säulen-Chromatographie. Ähnlich CHO-Zellen spielen im Produktionsprozess von Wie bei einem Kaffeefilter werden dabei grobe Partikel Biopharmazeutika eine große Rolle. wie Zellrückstände oder Stoffwechselprodukte zurück- Das Foto (konfokale Lasermikroskopie) zeigt gehalten, dem Filterpapier entspricht hier beispielsweise eine CHO-Zelle, die nach gentechnischer Sepharose. Modifikation ein therapeutisches Protein (grün) herstellt. Genetisch modifizierte Zellen produzieren in Bioreaktoren (hier: bis zu L Volumen) das gewünschte Protein. Ein umfangreiches Leitungssystem liefert den Zellen die notwendigen Nähr- und Zusatzstoffe. Alle Prozesse laufen nahezu automatisiert und werden nach internationalen Vorschriften genau dokumentiert und überwacht. (Fotos: Roche)

5 Molekulare Struktur eines Proteins mit PEG-Hülle (rot), Glykomodifizierung: Antikörper binden über ihre Arme (Fab-Teile) an Antigene, stark schematisiert. Die PEGylierung verzögert den Abbau zum Beispiel auf der Oberfläche einer Krebszelle, und über ihren Fc-Teil an Rezeptoren des Wirkstoffs und erlaubt dadurch längere Injektions- auf Zellen des Immunsystems, zum Beispiel von natürlichen Killer-Zellen. intervalle. Die Wirksamkeit ist also stark erhöht. Der Fc-Teil enthält verzweigte Zuckerketten aus Fucose (gelb) und anderen Zuckern (blau). Bei glykomodifizierten Antikörpern wird jedoch die Fucose aus den Zuckerketten entfernt. Dadurch binden die Immunzellen verstärkt an den Antikörper, schütten Zytokine aus und zerstören mit diesem Zellgift ganz gezielt nur die Krebszellen. (Abbildungen: Roche)

6 Zahl der Biopharmazeutika, die derzeit entwickelt und schon in klinischen Studien erprobt werden, sortiert nach Wirkstoffart (Stand: 2008; Quelle: The Boston Consulting Group, Medizinische Biotechnologie in Deutschland 2009, München)

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