Ishikawa-Diagramm. 1 Fallbeispiel 2. 2 Was ist ein Ishikawa-Diagramm 2. 3 Vorgehen bei der Erstellung eines Ishikawa-Diagramms 2.

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1 Ishikawa-Diagramm 1 Fallbeispiel 2 2 Was ist ein Ishikawa-Diagramm 2 3 Vorgehen bei der Erstellung eines Ishikawa-Diagramms 2 4 Vorteile 5 5 Nachteile 5 6 Fazit 5 7 Literaturverzeichnis 6

2 1 Fallbeispiel In einem Produktionsbetrieb für elektronische Bauteile soll ein neuartiger Hal bleiter produziert werden. Das Management gibt den Produktionsplan vor und startet die Produktionsstraße. In der Qualitätskontrolle wird festgestellt, dass die Qualität der Halbleiter nicht den Maßstäben des Unternehmens entspricht. Das Management stellt sich nun die Frage, wie es zu dem minderwertigen Output kommen konnte. Ein Ishikawa Diagramm ist eine Darstellungstechnik, mit deren Hilfe problemrelevante Faktoren von Ursache-Wirkungs- Zusammenhängen systematisch und übersichtlich dargestellt werden können. 1 Der japanische Professor Kaoru Ishikawa entwickelte diese Technik Anfang der 1950er Jahre, ursprünglich zur Analyse von Qualitätsproblemen. Erst später wurde das von ihm entwickelte Diagramm, welches auch als Fischgräten-Diagramm, Tannenbaum-Diagramm, 4-M-Methode, oder Ursache-Wirkungs-Diagramm bezeichnet wird, nach ihm benannt. Der Anwendungsbereich, der weltweit verbreiteten Methode, beschränkt sich nicht nur auf das Qualitätsmanagement, sondern erstreckt sich mittlerweile über viele Problembereiche. Das Diagramm ermöglicht jedoch nicht nur die Visualisierung von Problemursachen, sondern auch die Analyse, Strukturierung und Gewichtung durch verschiedene Teammitglieder. 2 Was ist ein Ishikawa-Diagramm? 3 Vorgehen bei der Erstellung eines Ishikawa-Diagramms Erster Schritt Zunächst wird die Hauptgräte des Fischgräten-Diagramms, also eine horizontale Linie, für alle Teammitglieder sichtbar aufgezeichnet. Am Ende dieser Grundlinie wird das möglichst prägnant formulierte Problem eingetragen. In unserem Fallbeispiel könnte man das Problem mit Qualitätsprobleme bei der Halbleiterproduktion bezeichnen. Qualitätsprobleme bei Halbleiterproduktion 1 Vgl.: Vahs, D.: Organisation, Einführung in die Organisationstheorie und praxis, Stuttgart 2003, S

3 Zweiter Schritt Im nächsten Schritt werden ausgehend von der Grundlinie die Arme der Hauptgräten angefügt. Diese vertikalen Pfeile werden jeweils mit den Begriffen Mensch, Methode, Material und Maschine gekennzeichnet. 2 Bei Relevanz könnten auch noch andere Hauptgräten wie z.b. Mitwelt, Prozess, Management, usw. an die Grundlinie angefügt werden. 3 Dritter Schritt Nun müssen im Team die einzelnen Faktoren der Problemursachen gefunden und den einzelnen Hauptgräten zugeordnet werden. Bei diesem Prozess eignet sich besonders die Anwendung von Kreativitästechniken, wie z.b. Brainstorming, um den Prozess effektiv zu gestalten. Wenn den Ursachen, die unter den Hauptgräten aufgezählt werden, wiederum relevante Ursachen zu Grunde liegen, kann es Sinn machen weitere Äste anzuschließen und die Grafik zu verfeinern. 4 2 Vgl.: Abruf Vgl.: Corsten, H.: Projektmanagement, Einführung, Oldenburg 2000, S Vgl.: Schulte-Zurhausen, M.: Organisation, München 2002, S

4 Vierter Schritt Nachdem alle Ursachenvorschläge in das Ishikawa-Diagramm eingetragen wurden, muss die Vollständigkeit überprüft werden. Die übersichtliche Visualisierung kann diesen Prozess erleichtern. Fünfter Schritt Die Ursachen werden in diesem Schritt gemäß ihrer Bedeutung zur Lösung des Problems Qualitätsprobleme bei der Halbleiterproduktion gewichtet. Durch die Gewichtung erhält man einen Hinweis auf die wahrscheinlichste Ursache des Problems. In unserem Beispiel führt die vom Management geforderte Produktionsmenge pro Zeiteinheit zu einer zu hohen Produktionsgeschwindigkeit und damit zu ungenauem Arbeiten der Arbeiter am Fließband. Sechster Schritt Nach der Analyse mit Hilfe des Ursache-Wirkungs-Diagramms muss im letzten Schritt überprüft werden, ob die wahrscheinlichste Ursache schlussendlich auch der wahre Grund für das Problem ist. 4

5 4 Vorteile Die Erstellung eines Ishikawa-Diagramms stellt, nach abgeschlossener Schwachstellenanalyse, keinen großen Aufwand dar. Die Methode ist leicht erlernbar und bietet ein gutes Verständnis des Problems und seiner möglichen Ursachen. Das Motto was nicht kompliziert ist, bringt nichts, trifft bei dieser Methode überhaupt nicht zu. Trotz ihrer Schlichtheit leistet die Erstellung eines Ishikawa-Diagramms eine ganzheitliche Problembetrachtung und damit eine gute Diskussionsgrundlage für eine Teambesprechung. 5 6 Fazit Die Erstellung eines Ishikawa-Diagramms ist besonders im Anschluss an ein Benchmarking, oder eine Aufgaben- und Prozessanalyse geeignet. In diesem Fall würden die Schwachstellen des zu beurteilenden Problems bereits vorliegen und müssten nur noch mit Hilfe des Ishikawa-Diagramms strukturiert werden. Falls noch keine Schwachstellenanalyse durchgeführt wurde, könnte sich die Durchführung der Methode bei komplexen Prozessen komplizierter gestalten. 5 Nachteile Entweder werden alle Stellen in das Diagramm eingetragen, an welchen möglicherweise Schwachstellen auftreten könnten, oder die tatsächlichen Schwachstellen werden vor der Durchführung der Methode mit Hilfe einer entsprechenden Analyse identifiziert. Eine Analyse, z.b. in der Form eines Benchmarkings oder einer Aufgaben- und Prozessanalyse, könnte die hierfür benötigten Daten liefern. 6 Der Personalaufwand für Schwachstellenanalysen könnte allerdings hoch sein, wenn wie im Fallbeispiel Fließbandmitarbeiter, Produktionsplaner, Mitarbeiter aus der Beschaffungsabteilung und Manager befragt werden müssen. Ein weiterer Nachteil könnte sein, dass zwar die verschiedenen Ursachen mit Hilfe des Ishikawa-Diagramms strukturiert werden können, die Wechselwirkungen zwischen den Ursachenbereichen und zeitliche Abhängigkeiten allerdings nicht berücksichtigt werden. Außerdem könnte bei komplexen Problemen die Darstellung im Ishikawa-Diagramm zu umfangreich und damit unübersichtlich werden. 5 Vgl.: Corsten, H.: Projektmanagement, Einführung, Oldenburg 2000, S Vgl.: Corsten, H.: Projektmanagement, Einführung, Oldenburg 2000, S

6 Literaturverzeichnis Corsten, H.: Projektmanagement, Einführung, Oldenburg Schulte-Zurhausen, M.: Organisation, München Vahs, D.: Organisation, Einführung in die Organisationstheorie und -praxis, Stuttgart b2f1f91f75a4f82720a a48, Abruf

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