Leitfaden zur Datensicherung

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1 Leitfaden zur Datensicherung Dieser Leitfaden soll Ihnen eine Hilfestellung für die Installation und Konfiguration der Backup Clientsoftware geben. Allgemeine Informationen zum zentralen Backup Dienst der Universität finden Sie unter mannheim.de/rum/dienste/backupservice. Inhalt 1. Der zentrale Backup Dienst 2. Organisatorisches zur Nutzung des zentralen Backup Dienstes 3. Basis Installation der Backup Software auf Ihrem System (Windows XP) 4. Konfiguration des Tivoli Clients (Windows XP) 5. Aktivierung und Konfiguration des lokalen Backup Schedulers (Windows XP) 6. Installation und Konfiguration auf einem Unix System (Linux) Seite 1

2 1. Der zentrale Backup Dienst Der zentrale Backup Dienst dient dazu, lokale Festplatten von Servern und Arbeitsplätzen in den Einrich tungen der Universität zu sichern. Damit kann Datenverlusten vorgebeugt werden, die z.b. durch defekte Festplatten oder durch das versehentliche Löschen von Dateien auf Ihrem PC entstehen können. Alle Uni versitäten des Landes kooperieren im Backup Bereich und setzen eine einheitliche Backup Software (Tivoli Storage Manager) zur Datensicherung ein. An der Universität Mannheim wird dieser Dienst seit 1999 im Rahmen einer Kooperation mit dem Rechenzentrum der Universität Heidelberg betrieben. Mannheim nutzt hierbei technische Infrastruktur (Server und Bandroboter) in Heidelberg. Die Datensicherung kann bei Rechnern, die Tag und Nach eingeschaltet sind (i.d. Regel Server), vollauto matisch erfolgen. Bei Rechnern, die nachts ausgeschaltet sind, muss die Datensicherung tagsüber manuell mittels einer grafischen Benutzeroberfläche angestoßen werden. Die nachstehende Abbildung zeigt die graphische Benutzeroberfläche für den Backup Vorgang Im Ernstfall entscheidet die Aktualität der letzten Datensicherung darüber, ob Datenverluste eintreten oder nicht. Bei der vollautomatischen Datensicherung wird jede Nacht eine Sicherung durchgeführt. Bei der manuellen Variante mit Hilfe der grafischen Benutzeroberfläche entscheidet der Nutzer selbst über die Häufigkeit der Datensicherung und damit auch über die Aktualität der gesicherten Daten. Mindestens ein Mal pro Woche sollte eine manuelle Datensicherung erfolgen. Häufiger als täglich einmal ist bei Ar beitsplätzen nicht erforderlich. Neben der Häufigkeit der Durchführung ist die Kontrolle des Erfolges aus schlaggebend. Dazu müssen die Logfiles auf dem betreffenden Client nach jedem Backup auf Fehlermel dungen durchgesehen werden. Auf Mehrbenutzer Systemen kann der Backup Dienst nur vom Systemverwalter installiert und aktiviert werden, da hierzu Administrationsrechte erforderlich sind. Bei Arbeitsplätzen ist der Nutzer in der Regel selbst der Systemverwalter. Seite 2

3 Wie funktioniert der Backup Dienst? Tivoli TSM führt grundsätzlich nur ein einziges Mal eine Vollsicherung durch, nämlich bei der erstmaligen Sicherung eines Clients. Alle weiteren Sicherungen sind inkrementelle Backups, bei denen stets nur die geänderten bzw. neu hinzugekommenen Dateien gesichert werden. Damit dieses Prinzip funktioniert, muss auf dem Backup Server eine umfangreiche Datenbank über sämt liche Dateien aller Clients geführt und ständig aktualisiert werden. Bei der Sicherung vieler Clients über das Netzwerk kommt nur ein inkrementelles Verfahren in Betracht, da die Vollsiche rung mehrerer Hundert Clients mit etlichen Terabytes an Plattenkapazität sowohl den zeitlichen Rahmen als auch die zur Verfügung stehende Netzwerkbandbreite sprengen würde. Wie lange werden die Daten aufbewahrt? von allen Dateien werden grundsätzlich zwei Versionen aufbewahrt, die aktuelle (auf Platte be findliche) und deren Vorläufer. Frühere Versionen sind nicht mehr zugreifbar. Wird eine Datei auf der Platte gelöscht, so wird sie im Backup System noch 60 Tage aufbewahrt ehe sie auch dort endgültig gelöscht wird. Backup ist keine Archivierung! Die Aufbewahrungsdauer gelöschter Dateien beschränkt werden, da ansonsten die Kapazitätsgrenzen des Backupsystems schnell über schritten würden. Derzeit beansprucht die Universität Mannheim ca. 130 Terabytes Bandkapazität in Heidelberg. Archivierung wird nicht als Dienst angeboten. Inaktive Clients werden nach 6 Monaten Inaktivität vollständig vom Backup Server gelöscht, damit die vorhandenen Ressourcen und Lizenzen den tatsächlich aktiven Systemen zur Verfügung stehen. Welche Systeme können gesichert werden? Die erforderliche Client Software steht für alle an den Universitäten gebräuchlichen Betriebssyste me und Hardware Plattformen zur Verfügung (Windows, Linux, MacOs, Solaris, HP UX). Eine ta bellarische Übersicht findet sich auf der Download Seite des Rechenzentrums der Universität Karlsruhe, (http://www.rz.uni karlsruhe.de/backupbw) von der Software und Dokumentation heruntergeladen werden kann. Offiziell werden nur die Linux Distributionen von Suse und Redhat durch IBM unterstützt. Nach unseren Erfahrungen läuft die Software jedoch auch unter anderen aktuellen Linux Distributio nen problemlos. Seite 3

4 2. Organisatorisches Der Backup Service wird seitens des Rechenzentrums zur Zeit von Herrn Müller betreut: Die Kontaktadresse ist mannheim.de. Bei Fragen oder Problemen in Zusammenhang mit der Datensicherung sollten Sie diese Mailadresse als Kontaktadresse nutzen. Wenn Sie Ihren Rechner zur Teilnahme am zentralen Backup Service anmelden möchten, benötigen wir folgende Angaben bzw. Unterlagen: Name und IP Adresse des/der zu sichernden Rechner(s). Betriebssystem und Version des/der zu sichernden Rechner(s). Die Information, ob es sich bei dem Rechner um einen Lehrstuhlserver oder einen Arbeitsplatzrechner handelt. Bei Servern bzw. Mehrbenutzersystemen: Eine schriftliche Bestätigung des Lehrstuhlinhabers mit folgenden Inhalten: Name und IP Adresse des / der Rechner Name, Telefon und Mailadresse des Systemverantwortlichen Die Bestätigung, dass der Systemverantwortliche uneingeschränkte Administrationsrechte auf dem/den Rechner(n) hat. Unterschrift und Stempel des Lehrstuhlinhabers Bei normalen Arbeitsplätzen: Für die Teilnahme von Arbeitsplatzrechnern genügt der Antrag des entsprechenden Mitarbeiters so fern dieser in der IP Datenbank des Rechenzentrums als Eigentümer bzw. Hauptnutzer des betreffen den Rechners eingetragen ist (die Daten in dieser Datenbank entsprechen denen, des letzten Antrags auf Erteilung/Änderung einer Netzadresse). 5. Falls die vollautomatische Datensicherung durchgeführt werden soll, muss mitgeteilt werden, innerhalb wel chen Zeitfensters die Datensicherung erfolgen soll. Um eine gleichmäßige Auslastung der Backup Server über die Tages und Nachtstunden zu erreichen, werden die automatischen Datensicherungen von den Backup Ser vern zwischen 18 Uhr abends und 8 Uhr morgens im 2 Stunden Takt angestoßen. Die Verantwortung für die Überwachung der Datensicherung auf den Client Systemen liegt bei den jeweiligen Systemverantwortlichen, bzw. dem Eigentümer des PCs. Um die Teilnehmer des Backup Service bei Störungen informieren zu können, sind wir darauf angewiesen, dass die genannten Systemverantwortlichen erreichbar sind und wir über Änderun gen der Zuständigkeit auf dem Laufenden gehalten werden. Falls die Rechner von Hilfskräften betreut werden, können diese nur im Auftrag eines fest ange stellten Mitarbeiters handeln (Haftungsgründe). In diesem Fall ist formal dieser Mitarbeiter der Systemverantwortliche. Die aktuellen Versionen der Backup Software bieten die Möglichkeit, die Daten vor der Ablage auf Magnetbändern zu verschlüsseln. Falls Sie dieses Feature nutzen möchten, sollten Sie sich über die damit verbundenen Konsequenzen im Klaren sein. Der Schlüssel zur Verschlüsselung der Daten wird in einer lokalen Datei auf Ihrem PC abgelegt, die mit einem Passwort geschützt ist. Ohne dieses Verschlüsselungs Passwort können im Bedarfsfall weder Sie noch wir Ihre Daten zurückholen! Da nur Sie selbst dieses Passwort kennen, müssen Sie auch selbst sicherstellen, dass Sie das Passwort für die Verschlüsselung nicht vergessen/verlegen. Andernfalls ist Ihre komplette Datensicherung wertlos. Dieses Passwort ist nicht identisch, mit dem Client Passwort, das Sie vom Rechenzentrum nach der Anmeldung zum Backup Dienst erhalten und das wir zurücksetzen können. Beide Passwörter werden bei der generate/save local Option in der Passwort Datei verschlüsselt. Sofern Sie die o.g. Verschlüsselung aktivieren achten Sie bitte darauf, ob der Server Sie nach dem Client Passwort oder nach dem Verschlüsselungspasswort für die Daten fragt. Achten Sie bitte auch darauf, das Initial Passwort für den Zugriff auf den Backup Server nach der Installation zu ändern da dieses nur zur Installation und den Erstzugriff auf den Server gedacht ist. Beim vollautomatischen Backup ist es erforderlich, das der Scheduler mit Systemrechten läuft und das Passwort lokal gesichert wird. Seite 4

5 3. Basis Installation des Tivoli Datensicherungsclients Herunterladen der Backup Software Der Tivoli Client ist zu finden unter : karlsruhe.de/backupbw Unter "load" ist die Basissoftware verfügbar, unter "DEU" zusätzliche Installationsdateien für eine deutsche Client Installation. Speichern Sie die entsprechenden Dateien auf der lokalen Festplatte Ihres Rechners und installlieren Sie danach zunächst die Basissoftware und dann ggfs. die deutschsprachigen Ergänzungen. Ihre Zugangsdaten Die Zugangsdaten Clientname und Zugangs Passwort erhalten Sie auf Anfrage (an mannheim.de) nach der Registrierung des Clients beim Backup Server vom zuständigen Mitarbeiter des Rechenzentrums (Herrn Müller). Seite 5

6 Beispiel Installation des Tivoli Clients Die Software ist erst nach der vollständigen Installation und der Konfiguration der Clienteinstellungen und gegebenenfalls des Schedulers einsatzfähig. Die folgenden Abbildungen verdeutlichen die Installation unter Windows XP. Seite 6

7 Standardmäßig erfolgt die Installation im Verzeichnis c:\programme\tivoli\tsm. Sofern Sie einen davon abweichenden Installationspfad wählen möchten muß das an dieser Stelle geschehen. Seite 7

8 Im nächsten Schritt ist die Installationsform zu wählen. Wählen Sie die angepasste Installation, um auch alle Zusatzoptionen zu installieren Stellen Sie sicher, dass "Dieses Feature und alle Subfeatures werden auf einer lokalen Festplatte installiert" ausgewählt ist. Seite 8

9 Danach starten Sie die eigentliche Installation Anschließend installieren Sie die deutschsprachigen Ergänzungen Nach diesem Schritt ist die Basisinstallation abgeschlossen. In den weiteren Schritten müssen der Client und bei der vollautomatischen Variante der Scheduler konfiguriert werden. Seite 9

10 4. Konfiguration des Tivoli Clients Beim ersten Aufgruf des Backup Clients nach der Installation der Software wird der Assistent zur Konfi guration des Clients automatisch gestartet. Falls dies nicht der Fall sein sollte lässt sich die Konfiguration über den Menüpunkt "Dienstprogramme > Setup Assistent" aufrufen. Im Setup Assistent muss dann "TSM Client für Sichern/Archivieren" ausgewählt werden. Aufruf des Assistenten zur Client Konfiguration über die Menüleiste Seite 10

11 Die Clientkonfiguration beinhaltet die Erstellung einer neuen Optionsdatei (bzw. ihre Übernahme und Anpassungen im Falle einer Aktualisierung) Als erstes ist der vom Rechenzentrum zugeteilte Client Name einzugeben mit dem sich der Client beim Server anmeldet (authentifiziert). Seite 11

12 Dann ist der zwischen Client und Server verwendete Kommunikationsmechanismus (TCP/IP) anzugeben. Nun folgen die Angaben zum Backup Server (backup.uni mannheim.de) und dem Port des Dienstes (1505): Seite 12

13 Als nächstes wird die Einschluss /Ausschlussliste bearbeitet. Mit ihr wird durch include und exclude Anweisungen festgelegt, welche Dateien und / oder Verzeichnisse gesichert bzw. nicht gesichert werden sollen. Übernehmen Sie die Vorgaben und passen sie die Liste gegebenenfalls an lokale Besonderheiten an. Im nächsten Schritt können Sie bestimmte Dateitypen von der Datensicherung ausschließen. Seite 13

14 Damit ist der erste Teil der Clientkonfiguration beendet Seite 14

15 Im nächsten Schritt muss man die grafische Benutzeroberfläche starten, sich am Server authentifizieren und die Feinkonfiguration überprüfen und anpassen. Anmeldung am Server Um die Feinkonfiguration durchzuführen wählen Sie im Menü unter Editieren die Auswahl Vorgaben Seite 15

16 Nun müssen die einzelnen Abschnitte (Reiter) nacheinander durchgegangen werden Zunächst sollten Sie im Abschnitt Allgemein die Größe des Fehlerprotokolls durch die Begrenzung der Einträge auf die letzten Tage einschränken. Wenn Sie sich auf dem Desktop einen Verweis zu dieser Datei anlegen, werden Sie sich leichter an die regelmäßige Überprüfung des Erfolg der Sicherung erinnern. Seite 16

17 Im Abschnitt Sichern Alle lokalen Dateisysteme und Systemobjekte zur Sicherung auswählen. Wählen Sie k eine Netzlaufwerke aus, diese sind stets auf dem Rechner zu sichern, der die Laufwerke bereit stellt. Seite 17

18 Im Abschnitt Zurückschreiben sollte immer nachgefragt werden, ob aktuelle Dateien tatsächlich über schrieben werden sollen Seite 18

19 Für die Einschluss / Ausschlussliste gilt das oben schon gesagte Seite 19

20 Sofern Sie die Konfiguration auf einem Rechner durchführen, der Tag und Nacht eingeschaltet ist und Sie sich für die Vollautomatische Datensicherung entschieden haben, müssen Sie im Reiter Scheduler die TCP/IP Adresse des betreffenden Rechners oder dessen voll qualifizierten DNS Namen eingeben. Tragen Sie hier keinesfalls den Windows Namen des Rechners ein, da dieser nur innerhalb der Windows Welt gültig ist und der Backup Server damit nichts anfangen kann. Auch den Client Port 1501 nicht verändern. Falls eine Firewall aktiv ist, muss dem Backup Server der Zugriff auf diesen Port dauerhaft freigeschaltet werden. Alle anderen Einträge in diesem Reiter können Sie unverändert lassen. Seite 20

21 Begrenzen Sie die Einträge für die Logdatei des Schedulers auf Tage und legen Sie später eine Verknüpfung dazu auf dem Desktop an Seite 21

22 Bei den Regionalen Einstellungen wählen Sie Deutsch aus Seite 22

23 Im Abschnitt Berechtigung müssen die Kennworte für den Zugriff lokal verschlüsselt abgelegt werden, damit der Scheduler später als Systemdienst die Sicherungen selbstständig durchführen kann. Seite 23

24 Sperren des Zugriffs von außen über den WebClient Im Abschnitt Befehlszeile sind keine Einträge erforderlich Seite 24

25 Beim Diagnoseprogramm sind ebenfalls keine Angaben erforderlich Seite 25

26 Seite 26

27 im Abschnitt Übertragung wird die Kommunikationsmethode mit dem Backup Server und deren Einstellungen festgelegt Seite 27

28 Nach diesem Konfigurationsschritt übernehmen Sie die Einstellungen und starten die Grafikoberfläche erneut Danach starten Sie die erste Vollsicherung durch die Auswahl von Sichern manuell, um evtl. noch vorhandene Probleme identifizieren zu können. Wählen Sie die lokalen Laufwerke und Systemobjekte für die Sicherung aus und stellen Sie sicher, dass Sie keine Netzlaufwerke und Wechseldatenträger mit einschließen Seite 28

29 Der Backup Client beginnt nun mit dem Transfer der Daten zum Backup Server. Bei der ersten Datensi cherung kann dies je nach der Größe der Festplatte und der darauf befindlichen Datenmenge und der Aktivität anderer Backup Clients, die gleichzeitig auf den Backup Server zugreifen einige Zeit in An spruch nehmen. Während des Backup Vorgangs liefert die Software eine Fortschrittsanzeige und auf Wunsch einen detaillierten Statusbericht. Anzeige des Sicherungsfortschritts Sofern während der ersten Datensicherung keine Fehler aufgetreten sind und sich auch im Logfile keine Fehlermeldungen finden ist der Backup Client nun einsatzfähig. Seite 29

30 5. Konfiguration und Aktivierung des Schedulers Sofern Sie die Konfiguration auf einem Rechner durchführen, der Tag und Nacht eingeschaltet ist und Sie die vollautomatische Datensicherung aktivieren möchten, müssen Sie den sog. Scheduler als System dienst einrichten. Hierfür steht ein Setup Assistent zur Verfügung, den Sie über die grafische Oberfläche aufrufen können. Aufruf des Assistenten über die GUI Seite 30

31 Geben Sie dem Dienst einen sprechenden Namen, damit Sie ihn später bei Bedarf leicht identifizieren können und richten Sie ihn als lokalen Dienst ein Seite 31

32 Übernehmen Sie den Standardpfad für die Optionsdatei und tragen Sie den Clientnamen zur Authentifizierung am Server ein Seite 32

33 Sorgen Sie dafür, dass der Scheduler als Systemdienst beim Hochfahren des Systems gestartet wird und legen Sie den Standardpfad für die Log Datei des Schedulers und die Fehler Logdatei, zur Kontrolle der Datensicherung fest Seite 33

34 mit dem nachfolgenden Eintrag sorgen Sie dafür, dass der Scheduler nach der Konfiguration gestartet wird damit ist die Konfiguration des Schedulers abgeschlossen Seite 34

35 Sie haben den Schduler im vorigen Abschnitt als Systemdienst eingerichtet. Nun müssen Sie die erweiterten Eigenschaften dieses Dienstes noch über die Systemsteuerung definieren. Dazu wählen Sie im Startmenü folgende Einträge aus: Nachdem das Fenster für die Systemdienste erscheint wählen Sie den TSM Scheduler aus und überprüfen die Einstellungen Seite 35

36 Als Starttyp muss im Abschnitt Allgemein Automatisch eingetragen sein. der Dienst muss sich als lokales Systemkonto anmelden Seite 36

37 im Abschnitt Wiederherstellen müssen unbedingt die hier gezeigten Einstellungen übernommen werden, da der Dienst beim Systemstart sonst nicht zuverlässig gestartet wird Seite 37

38 damit ist die Konfiguration des Systemdienstes abgeschlossen übernehmen Sie die Änderungen und beenden Sie Der Scheduler sollte das Backup nun automatisch und regelmäßig während der Nacht zum vereinbarten Zeitpunkt starten. Überprüfen Sie anhand der Logfiles des Schedulers, dass dies auch tatsächlich geschieht und dass dabei keine Fehler auftreten. Seite 38

39 6. Installation und Konfiguration auf Linux Systemen Die Konfigurations und Optionsdateien werden nach Installation der RPM's unter /opt/tivoli/tsm/client/ba/bin/dsm.opt und /opt/tivoli/tsm/client/ba/bin/dsm.sys erwartet. Wir empfehlen unter /etc ein Verzeichnis /etc/adsm/ anzulegen, in dem die verschlüsselte Passwortdatei und Konfigurationsdateien /etc/adsm/dsm.sys und /etc/adsm/dsm.opt hinterlegt werden. Die entsprechenden Dateien im Verzeichnis /opt/tivoli/tsm/client/ba/bin/ sind sodann durch Symlinks auf die Konfigurations Dateien in /etc/adsm/ zu ersetzen. Die Beispielkonfigurationen gehen von dieser Struktur aus. Die Log Dateien sind /var/log/adsmsched.log und /var/log/adsmerror.log Die lokalisierten Sprachdateien liegen unter /opt/tivoli/tsm/client/lang/ Falls die eingestellte Lokalisie rung nicht en_us oder de_de ist, ist es erforderlich, in den Verzeichnissen /opt/tivoli/tsm/client/lang/ und /opt/tivoli/tsm/client/ba/bin/ Symlinks auf die vorhandene Lokalisierung (en_us oder de_de) an zulegen. Die Sprachdateien in /opt/tivoli/tsm/client/ba/bin sind Symlink auf jene in /opt/tivoli/tsm/client/lang/ Für abweichende Lokale (de_de.isoxxx, de_de.utf 8 etc.) in /opt/tivoli/tsm/client/lang/ z.b. mit "ln snf de_de de_de.iso " und in /opt/tivoli/tsm/client/ba/bin/ dann "ln snf../../lang/de_de de_de.iso " In der Beispielkonfiguration wird der Scheduler über den Wrapper tsm wrapper in der Inittab gestartet und ist ein einfaches Bash Skript in /sbin/. Feinkonfigurationen können später auch in der GUI erfolgen, man sollte dann aber unbedingt darauf achten, dass die Inhalte der Konfigurationsdateien in /etc/adsm/ und /opt/tivoli/tsm/client/ba/ übereinstimmen. In der Version wird von der Download Seite über "load" das tar File TIV TSMBAC LinuxX86.tar und über "DEU" das RPM TIVsm msg.de_de.i386.rpm heruntergeladen. Nach dem Entpacken des Tar Files liegen dann lokal folgende RPM's vor: TIVsm API.i386.rpm TIVsm BA.i386.rpm TIVsm API64.i386.rpm TIVsm HSM.i386.rpm TIVsm msg.de_de.i386.rpm HSM wird überhaupt nicht benutzt, API64 wird nur für 64 Bit Installationen benötigt. Daher vor der In stallation die überflüssigen RPM's löschen und den Rest installieren. Wenn es sich beim lokalen System nicht um eine der offiziell von IBM unterstützen Distributionen handelt, kann es nötig sein, diese mit force oder nodeps Schaltern zu installieren. Gleiches gilt auch bei Konversionen in Distributions eigene Paketformate oder Installationen mit Tools wie z.b. alien oder ähnlichem. Seite 39

40 Möglicherweise muss dann auch noch der Pfad /opt/tivoli/tsm/client/api/bin/ in die Datei ld.so.conf eingetragen werden. Für die Nutzung der GUI dsmj sind ein installiertes X und Java Runtime erforderlich, die Command Line Version dsmc kommt ohne X und Java aus, ist aber weitaus unkomfortabler und zeichnet sich durch eine gewöhnungsbedürftige Syntax und Optionen aus. Wir empfehlen daher grundsätzlich die Nutzung des grafischen Backup Clients. Nachfolgend die Beispielkonfigurationen für ein generisches Linux System mit Kommentaren. Die kon kreten Werte für Ihren Client müssen entsprechend den vom Rechenzentrum mitgeteilten Zugangsdaten angepasst werden. In der Beispielkonfiguration ist der Knotenname für den Zugriff auf den Backup Server "Beispiel.rz.uni mannheim.de". Der zur TCP/IP Adresse dieses Rechners gehörige DNS Name lautet hingegen "pc8 beispiel. rz.uni mannheim.de". Der Knotenname hat gewissermaßen die Funktion einer Benutzer Ken nung für den Zugang des Clients zum Backup Server. Der Backup Server kann netzwerkmäßig jedoch nur über einen auflösbaren DNS Namen oder die numerische TCP/IP Adresse Kontakt zum Client aufbauen. Es ist deshalb wichtig, bei allen Angaben, die sich auf das Netz beziehen die voll qualifizierten DNS Namen anzugeben und nicht nur verkürzte oder unvollständige Namen. Tivoli nutzt für Kommentare in den Konfigurationsdateien einen * am Zeilenanfang, das allgemein übli che # wird nicht als Kommentar erkannt, Groß oder Kleinschreibung ist bei den Optionen gleichwertig und kann auch gemischt zur besseren Lesbarkeit verwendet werden. Seite 40

41 Beispiel für /etc/adsm/dsm.sys * Bezeichnung des Servers SERVERNAME BACKUP MANNHEIM * Verzeichnis, in dem Passwort hinterlegt wird und lokal verschlüsselt speichern PASSWORDDIR /etc/adsm/ PASSWORDACCESS GENERATE * sinnvolle Tuning Parameter TCPWINDOWSIZE 128 TCPBUFFSIZE 512 TXNBYTELIMIT 2048 * Ort der Log Dateien, Logs auf die letzten 10 Tage beschränken ERRORLOGNAME /var/log/adsmerror.log SCHEDLOGNAME /var/log/adsmsched.log ERRORLOGRETENTION 10 D SCHEDLOGRETENTION 10 D * Ausschluss von Dateien EXCLUDE.BACKUP "/swap*" EXCLUDE.BACKUP "/SWAP*" * Ausschluss von Verzeichnissen EXCLUDE.DIR "/sys/" EXCLUDE.DIR "/proc/" EXCLUDE.DIR "/tmp/*" * Dateien unterhalb einen Ausschlusses trotzdem sichern * INCLUDE.BACKUP "/tmp/abc/def" SCHEDMODE PROMPTED * DNS Name des Clients FQDN TCPCLIENTADDRESS pc8 beispiel.rz.uni mannheim.de * DNS Name des Servers FQDN TCPSERVERADDRESS backup.uni mannheim.de * Clientname für Serverzugriff NODENAME beispiel.rz.uni mannheim.de * Port des Server TCPPORT 1505 Seite 41

42 Beispiel für /etc/adsm/dsm.opt * Alle lokalen Dateisysteme sichern DOMAIN ALL LOCAL * Nur bestimmte Dateisysteme sichern, dazu Angabe des Mount Points * DOMAIN "/" * DOMAIN "/boot" * DOMAIN "/home" Beispiel für /sbin/tsm wrapper #!/bin/bash # # Startet lokal einen Scheduler der sich beim Server anmeldet und auf die Aufforderung # zum Sichern wartet und setzt eine Sprachumgebung # Owner root, Mode 700, nur root # export LC_ALL=de_DE /opt/tivoli/tsm/client/ba/bin/dsmc sched >/dev/null 2>&1 Ergänzung der /etc/inittab um folgenden Ausschnitt: # Tivoli Scheduler in den Runleveln 2 5 starten und überwachen tsm:2345:respawn:/sbin/tsm wrapper Weiterführende Links und Dokumentationen: Website IBM Seite 42

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