Arbeiten mit den Mastercam Werkzeug-Managern

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1 Arbeiten mit den Mastercam Werkzeug-Managern Mastercam besitzt zwei Werkzeug-Manager zum Anlegen, Ändern und Verwalten Ihrer Werkzeuge; wobei der eine als (klassischer) WZ-Manager und der andere als (stand-alone) Tool Manager bezeichnet wird. Jeder Werkzeug-Manager wird in unterschiedlichen Workflows und Umständen verwendet. Stand-alone Tool Manager Der stand-alone Tool Manager bietet eine effiziente und umfassende Möglichkeit zum Verwalten von Werkzeugen und Haltern und zum Anlegen von Werkzeug- Baugruppen. Neben der Unterstützung der Werkzeugkomponenten integriert der Tool Manager auch Daten zu Material- und Schnittparametern, so dass Sie den Empfehlungen der Hersteller für den Einsatz der Werkzeuge folgen können. Sie können außerdem Ihre eigenen Schnittparameterdaten erstellen und in der Datenbank speichern. Gehen Sie zur Arbeit mit dem stand-alone Tool Manager in folgenden Schritten vor: 1. Klicken Sie in der Windows Taskleiste auf die Schaltfläche Start. 2. Wählen Sie dann im Menü den Eintrag Mastercam oder Mastercam for SolidWorks. 3. Klicken Sie auf Tool-Manager. Klicken Sie für weitere Informationen im Tool Manager auf die Schaltfläche Hilfe. Mastercam muss nicht geöffnet sein, um den stand-alone Tool Manager verwenden zu können.

2 Klassischer WZ-Manager Verwenden Sie zum Aufrufen und Verwalten der WZ-Bibliotheken, der Werkzeuge in Ihrer Teiledatei und der WZ-Definitionen die klassichen WZ-Manager für Fräsen/Router und Drehen. Sie können mit ihnen folgende Aktionen ausführen: Ansehen der in einer Werkzeugbibliothek oder Maschinengruppe gespeicherten Werkzeuge. Anlegen und Speichern neuer Werkzeuge in einer Werkzeugbibliothek oder Maschinengruppe. Bearbeiten von Werkzeugen aus einer Werkzeugbibliothek oder Maschinengruppe. Verschieben/Kopieren von Werkzeugen zwischen Bibliotheken und Maschinengruppen. Klassischer WZ-Manager (Fräsen und Router)

3 Klassischer WZ-Manager (Drehen) Der klassische WZ-Manager kann folgendermaßen aufgerufen werden: Klicken Sie in Ihren Werkzeugweg-Parametern auf der Seite WZ mit der rechten Maustaste in den Bereich "WZ-Liste" und wählen Sie die Kontextmenü-Option WZ-Manager. Klicken Sie in der Menüleiste von Mastercam auf Werkzeugwege > WZ- Manager. Klicken Sie in der Menüleiste von Mastercam für SolidWorks auf Mastercam > Hilfsmittel > Fräsen/Drehen WZ-Manager. Der stand-alone Tool Manager beinhaltet die neue Funktion des WZ-Assistenten. Dieser wird in Mastercam Fräsen und Router zum Erzeugen und Bearbeiten von Werkzeugen und Haltern verwendet. In Mastercam Drehen werden jedoch weiterhin die Funktionen des klassischen WZ-Managers zum Anlegen und Ändern von Werkzeugen und Haltern verwendet. In Mastercam Fräsen und Router können Sie den WZ-Assistenten sowohl über den klassischen als auch über den stand-alone Tool Manager aufrufen.

4 Erzeugen von benutzerdefinierten Werkzeugen mit dem WZ- Assistenten (Fräsen/Router) Verwenden Sie den WZ-Assistenten, um in Mastercam Fräsen und Router benutzerdefinierte Werkzeuge anzulegen. Der WZ-Assistent kann sowohl über den stand-alone Tool Manager als auch über Mastercam selbst aufgerufen werden. Gehen Sie zum Aufrufen des WZ-Assistenten über den stand-alone Tool Manager in folgenden Schritten vor: 1. Öffnen Sie den stand-alone Tool Manager. 2. Öffnen Sie eine WZ-Bibliothek/-Datenbank. 3. Wählen Sie in der Optionsleiste einen Werkzeugtyp aus. Gehen Sie zum Aufrufen des WZ-Assistenten über Mastercam in folgenden Schritten vor: 1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste in die Werkzeugliste und wählen Sie die Kontextmenü-Option Erzeuge neues WZ.

5 2. Wählen Sie einen Werkzeugtyp und klicken Sie auf Weiter. Nach dem Aufruf des WZ-Assistenten können Sie die WZ-Definition vervollständigen. 1. Definieren Sie mit Hilfe der Seite Neu erzeugen: Undefiniert die Geometrie für das Werkzeug. Es gibt dafür zwei Möglichkeiten: Direktes Eingeben der WZ-Abmessungen in die entsprechenden Felder. Ein auf diese Weise erzeugtes Werkzeug wird als parametrisches Werkzeug bezeichnet. Importieren von WZ-Geometrie. Gehen Sie auf diese Weise vor, wenn Sie Werkzeuge mit benutzerdefinierten Profilen definieren.

6 Wenn Sie mit importierter WZ-Geometrie arbeiten, stehen die folgenden Funktionen zur Verfügung: Eigene Geometrie aus einer Ebene importieren Erzeugt das benutzerdefinierte Werkzeug aus einem Profil, das auf einer Ebene gespeichert ist. Diese Option ist nur verfügbar, wenn der WZ- Assistent über Mastercam aufgerufen wird. Eigene Geometrie aus einer Skizze importieren Erzeugt das benutzerdefinierte Werkzeug aus einem Profil, das in einer Skizze/Zeichnung gespeichert ist. Diese Option ist nur verfügbar, wenn der WZ-Assistent über Mastercam für SolidWorks aufgerufen wird. WZ-Profil auf einen Layer exportieren Diese Option steht nur zur Verfügung, wenn der WZ-Assistent über Mastercam aufgerufen wird. WZ-Profil in eine Skizze exportieren Diese Option steht nur zur Verfügung, wenn der WZ-Assistent über Mastercam für SolidWorks aufgerufen wird. Eigene Geometrie aus einer Datei importieren Erzeugt das benutzerdefinierte Werkzeug aus einem Profil, das in einer Datei gespeichert ist. Wenn Sie diese Funktion über den stand-alone Tool Manager aufrufen, können nur DXF-Dateien verwendet werden. Wenn Sie diese Funktion über Mastercam oder Mastercam für SolidWorks aufrufen, können sowohl MCX- als auch DXF-Dateien verwendet werden.

7 WZ-Profil zurücksetzen Verwirft das benutzerdefinierte Profil und setzt das Werkzeug auf ein parametrisches Werkzeug zurück. Diese Schaltfläche ist nur dann verfügbar, wenn eine WZ-Geometrie importiert wurde. Skalierbare Geometrie Erzeugt eine skalierte Version der benutzerdefinierten Geometrie. Für korrektes Skalieren muss die WZ-Geometrie die Mastercam-Richtlinien für WZ-Profilgeometrie befolgen, wie im nächsten Abschnitt beschrieben. Hinweis: DXF-Dateien müssen das Format ISO besitzen. 2. Klicken Sie auf Weiter. 3. Geben Sie Werte für die anderen WZ-Eigenschaften ein. 4. Klicken Sie danach auf Fertig. Das neue benutzerdefinierte Werkzeug ist nun in der aktuellen Datenbank gespeichert. Richtlinien für Fräs-/Router-WZ-Profilgeometrie Zur Anwendung eines Versatzes und zur korrekten Anzeige des Werkzeugs, muss das WZ-Profil den folgenden Kriterien entsprechen. Diese werden auf Geometrie angewendet, die entweder in einer Mastercam- oder einer Mastercam für SolidWorks- Datei gespeichert ist. Beachten Sie beim Anlegen neuer Werkzeugprofile für benutzerdefinierte Werkzeugtypen oder beim Bearbeiten der Profil-Dateien von Standardwerkzeugen folgende Regeln: Erstellen Sie das Profil in der Konstruktionsebene Oben. Verwenden Sie nur Linien- und Bogenelemente. Positionieren Sie die untere linke Ecke auf X0, Y0.

8 Das X-Maß muss sowohl in metrischer Einheit als auch in der Einheit inch den Wert 1.0 besitzen. Mastercam kann in beiden Einheiten dasselbe Werkzeugprofil verwenden. Mastercam skaliert die Geometrie automatisch anhand des Durchmessers, den Sie in die Werkzeugdefinition eingeben. Skizzieren Sie den Umriss einer Werkzeughälfte mit einer offenen Kontur. Hinterschnitte sind nicht zulässig. Importieren Sie keine andere Geometrie in die Datei, falls das WZ-Profil in einer Datei gespeichert ist. Importieren Sie keine andere Geometrie auf die Ebene, falls das WZ-Profil auf einer Ebene in der Teile-Datei liegt. Die nachfolgende Abbildung zeigt ein Beispiel eines zulässigen Werkzeugprofils. In Mastercam für SolidWorks können Sie ein Werkzeug aus einer Mastercam-Teile- Datei erzeugen, das die oben beschriebenen Richtlinien befolgt, jedoch nicht aus Geometrie, die aus einer SolidWorks-Datei importiert wurde. Zum Erzeugen eines Werkzeugs aus einem WZ-Profil in der aktuell geöffneten SolidWorks-Datei muss das Profil in einer Skizze/Zeichnung vorliegen und, mit folgenden Anpassungen, die oben beschriebenen Richtlinien befolgen: Zeichnen Sie das Profil in einer beliebigen Ebene. Importieren Sie keine andere Geometrie in die Datei.

9 Richtlinien für WZ-Profilgeometrie in einer DXF-Datei Befolgen Sie diese Richtlinien beim Importieren einer DXF-Datei, um ein WZ-Profil zu erstellen. Wenn Sie in Mastercam ein DXF-WZ-Profil importieren, muss das WZ-Profil, auf oder oberhalb der X-Achse, horizontal ausgerichtet sein. Jeder Teil des WZ-Profils kann im ersten und/oder im zweiten Quadranten positioniert werden. Der Ursprung wird jedoch normalerweise so positioniert, dass die Y-Achse den nicht-schneidenden Teil des Werkzeugs an dem Punkt schneidet, an dem der Halter in Kontakt mit dem Werkzeug steht. Dies führt dazu, dass ein Teil des nicht-schneidenden Bereichs des Werkzeugs im ersten Quadranten positoniert wird, während Teile davon, die durch den Halter aufgenommen werden, im zweiten Quadranten positioniert werden. Achten Sie darauf, dass der schneidende Teil des Werkzeugs auf seinem eigenen, eindeutigen Layer im Layer-Manager gespeichert wird. Verwenden Sie dazu immer die Bezeichnung CUT (schneidend) (ein Wort, in Großbuchstaben, keine Interpunktion) als Name dieses Layers. Achten Sie darauf, dass der nicht-schneidende Teil des Werkzeugs auf seinem eigenen, eindeutigen Layer im Layer-Manager gespeichert wird. Verwenden Sie dazu immer die Bezeichnung NOCUT (nicht schneidend) (ein Wort, in Großbuchstaben, keine Interpunktion) als Name dieses Layers.

10 Die gesamte Geometrie, also sowohl die für den schneidenden als auch die für den nicht-schneidenden Teil des Werkzeugs muss aus geschlossenen Konturen bestehen. Schneidende Bereiche des Werkzeugs dürfen teilweise, jedoch nie vollständig, verschachtelt sein, um ein erfolgreiches MCX-WZ-Profil (wie z.b. Wendeschneidplatten) zu ergeben. Vergleichen Sie die folgenden Beispiele: Zulässig: Teilweise verschachtelt Nicht zulässig: Vollständig verschachtelt Wenn Ihre Geometrie alle oben beschriebenen Anforderungen erfüllt, können Sie den WZ-Assistenten verwenden, um ein Werkzeug aus einem DXF-Profil zu erzeugen. TT0614

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