Wie viele Ärzte braucht das Land?

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Wie viele Ärzte braucht das Land?"

Transkript

1 Wie viele Ärzte braucht das Land? Wie die neue Bedarfsplanungsrichtlinie eine patientennahe schafft Am 1. Januar 2013 ist die neue Richtlinie zur Bedarfsplanung in Kraft getreten. Mit dieser hat der Gemeinsame Bundesausschuss eine Antwort auf die dringende Frage gefunden, wie viele Ärzte und Psychotherapeuten wir in Zukunft brauchen und wie sie verteilt sein sollen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hatte frühzeitig ein eigenes Konzept vorgelegt, von dem wir große Teile nun umsetzen können. Wir begrüßen sehr, dass wir mit der neuen Richtlinie über die nötigen Instrumente verfügen, um die wohnortnahe der Versicherten im Land zu verbessern. Wie die neue Richtlinie dabei vorgeht und welche Vorteile sie bringt, möchten wir Ihnen in dieser Broschüre darstellen. Die Richtlinie ist jedoch nur die Basis dafür, dass jetzt weitere Maßnahmen zur Bekämpfung des Ärztemangels folgen, die im sstrukturgesetz vorgesehen sind. Vor einem Jahr hatte der Gesetzgeber der Selbstverwaltung den Auftrag erteilt, die Defizite der veralteten Bedarfsplanung zu beheben. Dies ist ein Teil eines größeren Reformpaketes, das vor allem dem Ärztemangel in ländlichen Regionen entgegen wirken soll. Die Bedarfsplanung allein kann das nicht. Sie bringt keinen einzigen zusätzlichen Arzt auf einen freien Praxissitz. Erst zusammen mit den anderen Instrumenten wird sie ihre Wirksamkeit entfalten. Der Wegfall von Abstaffelungsregelungen in unterversorgten Gebieten, die Aufhebung der Residenzpflicht oder auch die längere Elternzeitvertretung für Ärztinnen und Ärzte sind Beispiele für eine Fülle weiterer, pragmatischer Maßnahmen, welche den Arztberuf attraktiver machen können. Wenn wir die für die Patienten weiter voranbringen wollen, sind konkrete Schritte gefragt. Die in Deutschland ist auf einem hohen Niveau, sie schlecht zu reden, hilft uns nicht weiter. Wir hoffen, Ihnen mit dem folgenden Überblick zeigen zu können, was möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen. Dr. Andreas Köhler Vorstandsvorsitzender Kassenärztliche Bundesvereinigung Dipl.-Med. Regina Feldmann Vorstand Kassenärztliche Bundesvereinigung

2 Den Arzt in der Nähe wissen: Die neue Bedarfsplanung Eine patientennahe, die für alle gesetzlich Versicherten unabhängig vom Wohnort oder Einkommen gleichermaßen zugänglich ist, stellt eine der Grundansprüche der ambulanten Krankenversorgung dar. Sie zu organisieren und Fehlverteilungen vorzubeugen, ist Zweck der Bedarfsplanung. In Deutschland bestimmen darüber im Wesentlichen die Partner der gemeinsamen Selbstverwaltung aus Ärzten und Krankenkassen. Im Gemeinsamen Bundesausschuss haben sie im vergangenen Jahr einen Auftrag aus dem sstrukturgesetz umgesetzt und eine neue Richtlinie zur Bedarfsplanung beschlossen, die zum ersten Januar 2013 in Kraft getreten ist. Interview Die neue Bedarfsplanungsrichtlinie regelt seit Beginn des Jahres, wie sich in Zukunft die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in Deutschland verteilen. Was genau sich ändert und ob dadurch neue Praxen enstehen, erklären die KBV-Vorstände, Dr. Andreas Köhler und Dipl.-Med. Regina Feldmann, im Interview. f Der Nachwuchs fehlt Die bisherige Richtlinie stammte aus dem Jahr 1993, aus einer Zeit der Ärzteschwemme. Sie verfolgte daher vor allem das Ziel, die Zahl der Niederlassungen zu begrenzen. Ihre Instrumente waren sehr starr und nicht ausreichend geeignet, auf den lokalen Bedarf der Menschen nach Ärzten in ihrer nahen Umgebung zu reagieren. Die alte Bedarfsplanung nahm auch kaum Rücksicht auf das Bedürfnis der Versicherten, den Hausarzt schneller erreichen zu können als zum Beispiel den Radiologen. Die Soll-Zahlen von Ärzten im Verhältnis zur Einwohnerzahl waren für alle Fachgruppen je Kreis beziehungsweise der kreisfreien Stadt festgelegt. Gleichzeitig gab es zum Teil enorme Spreizungen zwischen den sniveaus unterschiedlicher Kreise. Innerhalb und zwischen den Kreisen kam es dadurch zu Fehlverteilungen. Die aktuellen Herausforderungen waren damit nicht zu meistern. Für die wohnortnahe, sprechende Medizin der Hausund teilweise der Fachärzte fehlt heute der Nachwuchs. Zudem haben sich die Lebensentwürfe von jungen Ärztinnen und Ärzten verändert: Die Bereitschaft, sich neben der Familie vollumfänglich in den Beruf einzubringen, ist tendenziell eher zurückgegangen. Parallel steigt jedoch die Bedeutung der wohnortnah koordinierten : Durch den demografischen Wandel nimmt der Anteil multimorbider Patienten zu. f Mehr Flexibilität vor Ort Die Defizite der alten Bedarfsplanung sind nun behoben. Neu ist, dass die Landesausschüsse und Zulassungsausschüsse flexibler reagieren und besser auf die Besonderheiten vor Ort eingehen können. In Zukunft unterscheidet die Bedarfsplanung außerdem zwischen vier Ebenen der, in denen sie die Ärzte und Psychotherapeuten unterschiedlich feinmaschig verteilt. Am kleinräumigsten werden die Hausärzte beplant, die für die Menschen am besten erreichbar sein sollen. Für sie ist eine Anzahl an Praxissitzen je sogenanntem Mittelbereich vorgeschrieben. Für die allgemeine, beispielsweise HNO-Ärzte und Kinderärzte, gelten weiterhin der Kreis und die kreisfreie Stadt als Maßstab. Allerdings wird hier noch einmal nach fünf Kreistypen unterschieden, je nachdem ob es sich um einen mitversorgenden, einen mitversorgten oder einen eigenversorgten Kreis handelt. Für die spezialisierte, zu der unter anderem die Fachinternisten gehören, kommen die wiederum etwas größeren sogenannten Raumordnungsregionen zum Einsatz. Der gesonderten n wie Nuklearmedizinern und Laborärzten ist das Gebiet der Kassenärztlichen Vereinigungen als Planungsgebiet zugeordnet, das in der Regel mit den Bundesländern deckungsgleich ist. Für diese hochspezialisierten Fachrichtungen war bislang kein Verteilungsschlüssel vorgeschrieben. Grundsätzlich unterliegen jetzt alle Fachgruppen der Planung. f Ländliche Gebiete stärken Durch diese neuen Festlegungen werden schlechter versorgte Regionen sichtbar, die in der bisherigen Bedarfsplanung untergegangen sind. Um hier eine angemessene sicherzustellen, sind zusätzliche Praxissitze erforderlich. Allein bei den Hausärzten werden zusammen mit den bisher schon unbesetzten Niederlassungsmöglichkeiten rund Praxissitze ausgewiesen, bei den Psychotherapeuten rund Für die allgemeinen Fachärzte werden 780 Sitze ausgeschrieben, die meisten für die Augenärzte mit über 160. Bei den spezialisierten Fachärzten gibt es über 300 Sitze, wobei mehr als die Hälfte auf die Kinder- und Jugendpsychiater entfallen. In der gesonderten n bestehen noch rund 700 Zulassungsmöglichkeiten bis zur erstmaligen Sperrung, die über die nächsten drei Jahre gestaffelt ausgewiesen werden sollen. Die Ärzte für diese neuen Niederlassungen sind damit noch nicht gefunden. Schon jetzt gibt es viele unbesetzte Praxissitze. Hier gilt es in den nächsten Jahren, alle vorhandenen und neu geschaffenen Instrumente auch wirklich anzuwenden. Mit der Reform ist es gelungen, einen zentralen Baustein im Gefüge des deutschen Gesundheitswesens neu aufzustellen und für die Zukunft zu rüsten. Insbesondere öffnet sich nun ein Gestaltungsraum, um die ländlicher Gebiete an die gegenwärtige Entwicklung anzupassen. Die Einteilung der ambulant tätigen Fachgruppen in sebenen ist eine entscheidende Weichenstellung, um auch die Weiterentwicklung der und der medizinischen Spezialisierung abzubilden. Zum Jahresbeginn ist die neue Bedarfsplanungsrichtlinie in Kraft getreten. Sind Sie zufrieden? Köhler: Als Selbstverwaltung ist es uns gelungen, in kurzer Zeit eine richtungsweisende neue Richtlinie zu verabschieden. Die neue Bedarfsplanung gewährleistet einen gleichmäßigen Zugang aller Versicherten zur ambulanten medizinischen. Damit haben wir die Voraussetzungen geschaffen, um die Herausforderungen durch den Ärztemangel und den demografischen Wandel zu meistern. Was ändert sich jetzt an der Verteilung der Ärzte im Land? Feldmann: Die Richtlinie definiert unter anderem vier sogenannte sebenen: die hausärztliche, die allgemeine, die spezialisierte und die gesonderte. Jede Ebene wird in unterschiedlich großen Raumtypen beplant. Hausärzte sollen wohnortnah und besonders leicht für die Patienten zu erreichen sein. Deshalb ordnet die neue Systematik sie sehr kleinen Planungsregionen zu. Die Spezialisten können sich dagegen etwas großräumiger verteilen. Welche neuen Instrumente sind noch hinzugekommen? Feldmann: Die Richtlinie berücksichtigt, dass Ärzte in Städten das ländliche Umland vielfach mitversorgen. Sogenannte ermächtigte Ärzte, die keine Vertragsärzte sind, aber an der ambulanten teilnehmen, bezieht die Bedarfsplanung erstmals mit ein. Außerdem unterliegen erstmals alle Arztgruppen der Planung. Köhler: Neu ist vor allem auch, dass es vor Ort die Möglichkeit gibt, von den Bundesvorgaben abzuweichen. In den Bundesländern kann man flexibel auf Besonderheiten reagieren. Das schafft Freiräume, eventuelle Fehlzuordnungen durch die Planungsbereiche zu korrigieren. Die Kassenärztlichen Vereinigungen können dann gezielt Niederlassungen fördern und Zuschläge gewähren. Wir verbessern den Zugang der Patienten zur Wird es jetzt mehr Ärzte geben? Feldmann: Es werden einige neue Praxissitze ausgeschrieben. Bei den Hausärzten sind es rund tausend, die zu den circa zweitausend Sitzen hinzukommen, die bereits jetzt nicht besetzt werden konnten. Bei den Psychotherapeuten werden rund Sitze als offen deklariert. Das heißt nicht, dass bei freien Sitzen sofort eine neue Niederlassung entsteht. Grundsätzlich kann auch die Bedarfsplanung keine Ärzte und Psychotherapeuten herbeizaubern. Woraus ergeben sich die Zuwächse? Köhler: Sie ergeben sich vor allem aus den kleineren Planungsbereichen. Denn wenn wir einen vormals großen Bereich, in dem die Ärzte unregelmäßig verteilt waren, nun in kleinere Regionen unterteilen, entstehen viele neue Regionen, in denen zu wenige oder gar keine Ärzte ansässig sind. Es entstehen dann umgekehrt auch Regionen, die als überversorgt gelten? Köhler: Gerade bei der spezialisierten und gesonderten n bleiben aus diesem Grund die Sperrungen erhalten oder treten absehbar ein. Trotzdem steigt zunächst die Zahl der Sitze, weil wir Überversorgung nur abbauen, wenn ein Arzt in den Ruhestand geht. Nur dann kann, wenn überhaupt, ein Sitz geschlossen werden. Die Bundespsychotherapeutenkammer kritisierte, dass die Zahl der Praxissitze tatsächlich um sinken werde. Köhler: Gemessen an den Verhältniszahlen wäre das rechnerisch richtig. Trotzdem bleibt es dabei, dass durch die angepassten Verhältniszahlen erst einmal Sitze frei sein werden. Die Kritik der Kammer ist insofern nicht nachvollziehbar. Erst sehr langfristig könnten einzelne Sitze entfallen, wenn wie gesagt Psychotherapeuten in den Ruhestand gehen. Wie sieht der weitere Zeitplan aus? Feldmann: Die Kassenärztlichen Vereinigungen haben bis Mitte des Jahres Zeit, einen regionalen Bedarfsplan zu erstellen, mit den Krankenkassen zu verhandeln und ihn dem Landesausschuss zur Feststellung von Über- und Unterversorgung vorzulegen. Außerdem verhandeln wir im Gemeinsamen Bundesausschuss noch einige letzte offene Punkte, wie beispielsweise die Ermittlung des Sonderbedarfs. 2 KBV / Bedarfsplanungsrichtlinie KBV / Bedarfsplanungsrichtlinie 3

3 Die neue Bedarfsplanung im Überblick f Vier sebenen f Flexibilität auf Landesebene f Sonderbedarf f Verhältniszahlen f Unterversorgung f Erstellung der Bedarfspläne Die neue Bedarfsplanungsrichtlinie definiert vier sebenen: die hausärztliche, die allgemeine, die spezialisierte und die gesonderte. Für jede Ebene gelten in Zukunft unterschiedlich große Planungsbereiche, je nachdem, ob die Patienten die jeweiligen Ärzte mehr oder weniger wohnortnah brauchen. Hausärzte versorgen deshalb grundsätzlich eine kleinere Region, Fachärzte wie Radiologen eine größere. (Eine Übersicht finden Sie auf den Seiten 6 und 7 dieser Broschüre.) f Neue Arztsitze Mit der neuen Bedarfsplanung sind zusätzliche Praxissitze erforderlich. Sie ergeben sich aus den kleineren Planungsbereichen und angepassten Verhältniszahlen, weil in den neu zugeschnittenen Bereichen oftmals noch kein Arzt ansässig ist. Zusammen mit den bisher unbesetzen Niederlassungen werden vor allem bei den Hausärzten (3.000), bei den Psychotherapeuten (1.300) und bei den Fachärzten (400) Sitze ausgeschrieben. Durch den Demografiefaktor bleiben die Verhältniszahlen dynamisch. Die regionalen Landesausschüsse, die über die vor Ort entscheiden, sind durch die neue Bedarfsplanungsrichtlinie flexibler. Sie können von ihr abweichen, wenn in der Region lokale Korrekturen sinnvoll sind. Kriterien können beispielsweise die Zahl der Arzt-Patienten- Kontakte, die Morbidität oder soziodemografische Faktoren sein. Wenn auch das nicht ausreicht, können die Zulassungsausschüsse Sonderzulassungen in gesperrten Regionen vergeben. f Bislang unbeplante Arztgruppen Bislang nicht beplant waren kleinere Fachgruppen wie Nuklearmediziner und Laborärzte. Sie konnten sich frei von Verhältniszahlen und Zulassungssperren niederlassen. In Zukunft werden alle Arztgruppen beplant. Für die stark spezialisierten Fachgruppen können die Planungsbereiche die größeren Regionen der Kassenärztlichen Vereinigungen sein, weil Patienten sie selten in Anspruch nehmen. Auch bisher konnten die Zulassungausschüsse in den überversorgten Regionen außer der Reihe Zulassungen aufgrund von Sonderbedarf vergeben. Laut Gesetz soll der Gemeinsame Bundesausschuss nun klare Vorgaben für die Kriterien machen, nach denen diese Entscheidungen zu fällen sind. Damit beschäftigt sich der Gemeinsame Bundesausschuss im ersten Halbjahr f Psychotherapeuten Nach der Reform werden Sitze für Psychotherapeuten ausgewiesen, vor allem im ländlichen Raum. Dies entspricht einer Zunahme um gut sechs Prozent. Die Psychotherapeuten stellen innerhalb der Reform einen Sonderfall dar. Ihre bisher stark asymmetrische Verteilung geht auf die Einführung der Psychotherapie in die Regelversorgung im Jahr 1999 zurück und musste jetzt korrigiert werden. Die Mindestquotierungen bleiben unverändert: 20 Prozent der Psychotherapeutensitze sind Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten vorbehalten, 25 Prozent den ärztlichen Psychotherapeuten. Der Rest entfällt auf die Gruppe der psychologischen Psychotherapeuten. Die Verhältniszahl gibt an, wie viele Ärzte einer Fachgruppe auf eine bestimmte Einwohnerzahl in einem Planungsbereich kommen. Die neue Richtlinie behält das sniveau der bisherigen Bedarfsplanung bei und entwickelt die Verhältniszahlen auf Basis der aktuellen Verteilung von Ärzten und Einwohnern weiter. Für Fachgruppen, die bislang nicht beplant waren, orientieren sich die Verhältniszahlen an den Arztzahlen des Jahres Für die vier sebenen gelten die Verhältniszahlen in unterschiedlich großen Planungsbereichen. Als angemessen gilt demnach ein Hausarzt für Einwohner, während ein Augenarzt auf bis Einwohner kommt. Die Spannbreite bei der allgemeinen n, zu der die Augenärzte gehören, entsteht, weil die Kreise in fünf Typen unterschieden werden: Je nachdem ob es sich beispielsweise um eine Stadt handelt, die umliegende Regionen mitversorgt, oder rein ländliche Regionen, fallen die Verhältniszahlen unterschiedlich aus. Ein Anästhesist wird Einwohnern zugeordnet, während ein Strahlentherapeut Einwohner versorgen soll. Ein neuer Demografiefaktor passt jährlich die Verhältniszahlen der Altersstruktur der Bevölkerung in der Region an. Wenn in einer Region mehr ältere Patienten zu betreuen sind, können sich dort auch mehr Ärzte derjenigen Fachgruppen niederlassen, die Ältere häufig in Anspruch nehmen. Durch den Demografiefaktor bleiben die Verhältniszahlen dynamisch und sind nicht in Stein gemeißelt. Sie werden in Zukunft einmal jährlich und für jede einzelne Region angepasst, je nachdem, wie sich deren Bevölkerung entwickelt. Eine Region gilt als unterversorgt, wenn die Verhältniszahl der Hausärzte um 25 Prozent oder bei den allgemeinen und den spezialisierten Fachärzten um 50 Prozent unterschritten ist. Zusätzlich kann eine drohende Unterversorgung festgestellt werden, wenn abzusehen ist, dass viele Ärzte einer Region bald in den Ruhestand gehen. f Überversorgung Als überversorgt gilt eine Region, wenn die Soll-Zahl an Ärzten einer Fachgruppe um 10 Prozent überschritten wird, das heißt ab einem sgrad von 110 Prozent. Für diese Fachgruppe wird die Region dann gesperrt. Neu ist, dass für eine Übergangsfrist von drei Jahren eine Region auch schon bei 100 Prozent sgrad gesperrt werden kann, wenn im Gebiet der Kassenärztlichen Vereinigung ein Fünftel der Regionen einen sgrad unter 100 Prozent aufweisen. Dies ermöglicht es, neue Niederlassungen in die schlechter versorgten Regionen zu lenken. f Zulassungsausschüsse Darüber, ob ein Arzt für einen ausgeschriebenen Praxissitz zugelassen wird, entscheiden die Zulassungsausschüsse. Dort sitzen ebenfalls Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigungen und der Kassen gemeinsam an einem Tisch. Patientenvertreter haben Mitspracherecht. Zulassungsausschüsse entscheiden über Zulassungen, das Ruhen von Zulassungen, Zulassungsentzug, -verzicht und -ende, Sonderbedarf, Vinkulierte Zulassung bei Jobsharing sowie die Durchführung von Nachbesetzungsverfahren. Sie sind in ihren Entscheidungen an die Beschlüsse des Landesauschusses über Sperrung und Öffnung von Regionen gebunden. Kassenärztliche Vereinigungen (KVen) und Krankenkassen erstellen gemeinsam einen Bedarfsplan. Darin wird die ssituation einer KV-Region dezidiert beschrieben. Gleichzeitig weisen sie darin den sgrad aller Regionen aus. Den Bedarfsplan legen sie dem Landesausschuss vor. In diesem sitzen Vertreter der KV, der Kassen, ein unparteiischer Vorsitzender und zwei weitere unparteiische Mitglieder. Vertreter des Landes und der Patienten haben Mitspracherechte. Der Landesausschuss beschließt auf Grundlage der sgrade der Regionen, ob diese überversorgt und gesperrt oder ob sie für Niederlassungen geöffnet sind. Ebenso entscheidet er, ob in den Regionen Unterversorgung vorliegt oder droht. Kommt es bei der Erstellung des Bedarfsplans zum Konflikt, trifft der Landesausschuss eine Schiedsentscheidung. Notfalls kann auch die zuständige oberste Landesbehörde, welche auch die Landesvertreter entsendet, per Ersatzvornahme einen Bedarfsplan erzwingen. Die KVen und Krankenkassen haben durch das sstrukturgesetz bei der Erstellung des Bedarfsplans mehr Flexibilität. Sie können von den Vorgaben der Bundesrichtlinie abweichen, wenn die ssituation vor Ort dies erforderlich macht. Gründe hierfür können beispielsweise eine besondere Zahl an Arzt-Patienten-Kontakten, die regionale Morbidität oder soziodemografische Faktoren sein. 4 KBV / Bedarfsplanungsrichtlinie KBV / Bedarfsplanungsrichtlinie 5

4 Vom groben Raster bis zu feinen Maschen Je wohnortnäher eine Arztgruppe für Patienten erreichbar sein muss, desto kleiner sind die Planungsbereiche. Bedarfsplanung bundesgebiet Zugehörige Ärzte Raumtyp der Beplanung Zahl Planungsbereiche Besonderheiten Bedarfsplanung am BEispiel Sachsen-Anhalt 1. sebene hausärztliche Hausärzte Mittelbereiche 883 Die Planungsbereiche werden kleiner gefasst als bisher und die ssituation genauer ausgewiesen. Bei Bedarf können Planungsbereiche zusammengefasst oder getrennt werden. Hausärztliche in Sachsen-Anhalt: 30 Planungsbereiche Mittelbereich 2. sebene allgemeine Augenärzte, Chirurgen, Frauenärzte, HNO-Ärzte, Hautärzte, Kinderärzte, Nervenärzte, Orthopäden, Psychotherapeuten, Urologen Kreise, kreisfreie Städte und Kreisregionen (Die Unterteilung in fünf Kategorien ist auf der Rückseite dieser Broschüre dargestellt.) 372 Die Mitversorgung wird berücksichtigt. Das Konzept wendet die Grundsätze der Raumplanung in der Daseinsvorsorge an, wie sie beispielsweise bei der Schulplanung zum Einsatz kommen. Städte können weiter in Bezirke untergliedert, andere Planungsbereiche zusammengelegt werden. Quoten für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten und ärztliche Psychotherapeuten werden weiterhin festgelegt. Allgemeine in Sachsen-Anhalt: 13 Planungsbereiche Kreis / kreisfreie Stadt 3. sebene spezialisierte Anästhesisten, Fachinternisten, Kinder- und Jugendpsychiater, Radiologen Raumordnungsregion 97 Die Verteilung der Ärzte innerhalb der Planungsregion kann gesteuert werden. Spezialisierte in Sachsen-Anhalt: 4 Planungsbereiche Raumordnungsregion 4. sebene gesonderte Humangenetiker, Laborärzte, Neurochirurgen, Nuklearmediziner, Pathologen, Physikalische und Rehamediziner, Strahlentherapeuten, Transfusionsmediziner Region der Kassenärztlichen Vereinigung 17 Waren bislang nicht beplant. Für die Verhältniszahlen wird das Jahr 2010 als Maßstab zu Grunde gelegt. Zulassungssperren sind in Städten bereits mit Inkrafttreten der Richtlinie geboten, in Flächenstaaten sind sie absehbar. Gesonderte in Sachsen-Anhalt: 1 Planungsbereich Kassenärztliche Vereinigung Die Raumtypen sind umso feinmaschiger, je genauer mit Blick auf die Arztgruppe geplant werden muss. Die Planung bei den Hausärzten ist am feinmaschigsten. Für sie gilt eine Verhältniszahl je Mittelbereich. Für die Planung der allgemeinen n wird auf die Kreise zurückgegriffen. Diese werden in fünf Typen unterschieden, je nachdem ob es sich um ein mitversorgendes Ballungszentrum, ein mitversorgtes Randgebiet oder eine eigenversorgte ländliche Region handelt. Die spezialisierte wird auf Grundlage der Raumordnungsregionen beplant. Für die gesonderte gibt es eine einzige Verhältniszahl für die Region der Kassenärztlichen Vereinigung. 6 KBV / Bedarfsplanungsrichtlinie KBV / Bedarfsplanungsrichtlinie 7

5 Augenärzte Chirurgen Frauenärzte Hautärzte HNO-Ärzte Kinderärzte Nervenärzte Orthopäden Psychotherapeuten Urologen 2. sebene allgemeine Unterteilung Raumtyp kreis in fünf Kategorien Stark mitversorgende Kern- und Metropolregionen Dualversorger, die einerseits von Regionen der Kategorie 1 profitieren, die andererseits selbst andere Regionen mitversorgen Kreise, die an Regionen der Kategorien 1 und 2 angrenzen und sich mehr oder weniger stark mitversorgen lassen Eigenversorgte Regionen In den fünf Kategorien gelten unterschiedliche Verhältniszahlen für die Fachgruppen. Aufgrund der besonderen ssituation im Ruhrgebiet erhält dieses eine eigene Verhältniszahl. Dieser Sonderstatus muss nach fünf Jahren überprüft und bestätigt werden, sonst entfällt er. IMPRESSUM Herausgeber: Kassenärztliche Bundesvereinigung, Herbert-Lewin-Platz 2, Berlin, Telefon , Redaktion: Dezernat Kommunikation Gestaltung: Fotos: Corbis, Fancy/Veer; fotolia.com, miket; istockphoto.com, Lisa F. Young; Matthias Krüger; pantherstock.com, Artur Gabrysiak; sveapietschmann.de Stand: Februar 2013 Aus Gründen der Lesbarkeit verwendet diese Publikation in der Regel die männliche Form der Personenbezeichnung. Selbstverständlich sind stets beide Geschlechter gemeint, wenn nicht anders vermerkt.

Entwicklung der Zahl ambulant tätiger Ärzte 1990-2012

Entwicklung der Zahl ambulant tätiger Ärzte 1990-2012 Faktenblatt Thema: Bedarfsplanung und Versorgung Herausforderungen in der ärztlichen Bedarfsplanung Deutschland verfügt über ein sehr gut ausgebautes System der ambulanten Versorgung mit einer insgesamt

Mehr

Ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum Landkreis Konstanz Dr. med. Christoph Graf

Ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum Landkreis Konstanz Dr. med. Christoph Graf Ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum Landkreis Konstanz Dr. med. Christoph Graf Wie es für mich anfing Altersstruktur Ärzte Baden-Württemberg / Landkreis Konstanz Vergleich Anteil Ärzte 60 Jahre Hausärzte

Mehr

Postfach 103443 70029 Stuttgart E-Mail: poststelle@sm.bwl.de FAX: 0711 123-3999

Postfach 103443 70029 Stuttgart E-Mail: poststelle@sm.bwl.de FAX: 0711 123-3999 M I N I S T E R I U M F Ü R A R B E I T U N D S O Z I A L O R D N U N G, F A M I L I E, F R A U E N U N D S E N I O R E N B A D E N - W Ü R T T E M B E R G Postfach 103443 70029 Stuttgart E-Mail: poststelle@sm.bwl.de

Mehr

Bedarfsplanungs-Richtlinien-Ärzte

Bedarfsplanungs-Richtlinien-Ärzte Bedarfsplanungs-Richtlinien-Ärzte Der Bundesausschuß der Ärzte und Krankenkassen hat in seiner Sitzung am 07. September 1999 beschlossen, die Richtlinien des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen

Mehr

Ärzte und der ambulante Sektor

Ärzte und der ambulante Sektor Einführung in das Management im Gesundheitswesen Ärzte und der ambulante Sektor Reinhard Busse, Prof. Dr. med. MPH FFPH FG Management im Gesundheitswesen, Technische Universität Berlin (WHO Collaborating

Mehr

Voraussetzungen und Bedingungen der Zulassung als Vertragspsychotherapeut/-in

Voraussetzungen und Bedingungen der Zulassung als Vertragspsychotherapeut/-in Voraussetzungen und Bedingungen der Zulassung als Vertragspsychotherapeut/-in Marion Henkel Geschäftsbereich Zulassung / Sicherstellung Tag der Neuapprobierten der Psychotherapeutenkammer NRW Dortmund,

Mehr

Richtlinie. (Bedarfsplanungs-Richtlinie)

Richtlinie. (Bedarfsplanungs-Richtlinie) Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Bedarfsplanung sowie die Maßstäbe zur Feststellung von Überversorgung und Unterversorgung in der vertragsärztlichen Versorgung (Bedarfsplanungs-Richtlinie)

Mehr

Nachvollziehbare Bedarfskennzahlen? Konzepte und Indikatoren zur Abbildung des Versorgungsbedarfs

Nachvollziehbare Bedarfskennzahlen? Konzepte und Indikatoren zur Abbildung des Versorgungsbedarfs Gesundheit Mobilität Bildung Nachvollziehbare Bedarfskennzahlen? Konzepte und Indikatoren zur Abbildung des Versorgungsbedarfs Dr. Martin Albrecht, IGES Institut 14. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung

Mehr

2. Inwiefern sind ihr Auswirkungen der demografischen Entwicklung auf die Krankenhäuser und Arztpraxen vor Ort im Wahlkreis Eppingen bekannt?

2. Inwiefern sind ihr Auswirkungen der demografischen Entwicklung auf die Krankenhäuser und Arztpraxen vor Ort im Wahlkreis Eppingen bekannt? Landtag von Baden-Württemberg 15. Wahlperiode Drucksache 15 / 4922 12. 03. 2014 Kleine Anfrage der Abg. Friedlinde Gurr-Hirsch CDU und Antwort des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen

Mehr

Bundesministerium für Gesundheit. Bekanntmachung

Bundesministerium für Gesundheit. Bekanntmachung Seite 1 von 64 www.bundesanzeiger.de Bundesministerium für Gesundheit eines Beschlusses des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Neufassung der Richtlinie über die Bedarfsplanung sowie die Maßstäbe zur

Mehr

Der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen hat am folgende Beschlüsse gefasst:

Der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen hat am folgende Beschlüsse gefasst: A Der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen hat am 12.04.2016 folgende Beschlüsse gefasst: A. Gesonderte fachärztliche Versorgung ( ist das Land Sachsen-Anhalt) 1. Im Land Sachsen-Anhalt besteht

Mehr

Comtesse & Comtesse RA Hermann Comtesse Fachanwalt für Medizinrecht 07.10.2015 1

Comtesse & Comtesse RA Hermann Comtesse Fachanwalt für Medizinrecht 07.10.2015 1 1 Grußwort: Präsident der Ärztekammer Herr Dr. med. Josef Mischo 2 Vortrag am im Haus der Competenz 3 Gliederung Begrüßung Planung der Praxisabgabe Suche eines Praxisnachfolgers Nachbesetzungsverfahren

Mehr

Die neue Bedarfsplanung in RLP. Torsten Erb, Abteilungsleiter Sicherstellung, KV RLP

Die neue Bedarfsplanung in RLP. Torsten Erb, Abteilungsleiter Sicherstellung, KV RLP Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz 28 Die neue Bedarfsplanung in RLP Torsten Erb, Abteilungsleiter Sicherstellung, KV RLP Ziele der neuen Bedarfsplanung Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz

Mehr

Der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen hat am folgende Beschlüsse gefasst:

Der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen hat am folgende Beschlüsse gefasst: A Der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen hat am 09.09.2014 folgende Beschlüsse gefasst: A. Gesonderte fachärztliche Versorgung ( ist das Land Sachsen-Anhalt) 1. Im Land Sachsen-Anhalt besteht

Mehr

Die neue Bedarfsplanungsrichtlinie

Die neue Bedarfsplanungsrichtlinie Die neue Bedarfsplanungsrichtlinie Christian Gerdts Rechtsanwalt, Fachanwalt für Medizinrecht CausaConcilio Hamburg Kiel www.causaconcilio.de 2 Auswirkungen der Bedarfsplanung (1) Überversorgung in einem

Mehr

Richtlinie. (Bedarfsplanungs-Richtlinie)

Richtlinie. (Bedarfsplanungs-Richtlinie) Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Bedarfsplanung sowie die Maßstäbe zur Feststellung von Überversorgung und Unterversorgung in der vertragsärztlichen Versorgung (Bedarfsplanungs-Richtlinie)

Mehr

» Achtung! Neue Öffnungszeiten ab 2030: Mo. Fr.

» Achtung! Neue Öffnungszeiten ab 2030: Mo. Fr. » Achtung! Neue Öffnungszeiten ab 2030: Mo. Fr. geschlossen. «René Badstübner, Niedergelassener Arzt www.ihre-aerzte.de Demografie Die Zukunft der Arztpraxen A uch unsere Ärzte werden immer älter. Mehr

Mehr

Dem deutschen Gesundheitswesen gehen die Ärzte aus! Dr. Thomas Kopetsch August 2003

Dem deutschen Gesundheitswesen gehen die Ärzte aus! Dr. Thomas Kopetsch August 2003 Dem deutschen Gesundheitswesen gehen die Ärzte aus! Dr. Thomas Kopetsch August 2003 Eine Neu-Auflage der Arztzahlstudie ist notwendig geworden, da die seiner Zeit prognostizierte Entwicklung des (drohenden)

Mehr

Kanzlei Dr. Hahne, Fritz, Bechtler & Partner

Kanzlei Dr. Hahne, Fritz, Bechtler & Partner Kanzlei Dr. Hahne, Fritz, Bechtler & Partner Rechts- und Steuerberatung Frankfurt am Main Gießen Berlin Alexandra Stahl Rechtsanwältin 1 Europastr. 3 35394 Gießen Rheinstraße 29 60325 Frankfurt/Main Kurfürstendamm

Mehr

Tabelle 1: Anzahl der Ärzte und Psychotherapeuten mit hälftiger Zulassung nach Kassenärztlichen

Tabelle 1: Anzahl der Ärzte und Psychotherapeuten mit hälftiger Zulassung nach Kassenärztlichen Anlage Kassenärztliche Bundesvereinigung Tabelle 1: Anzahl der Ärzte und Psychotherapeuten mit hälftiger Zulassung nach Kassenärztlichen Vereinigungen Kassenärztliche Vereinigung Gesamt mit halber Vertragsärzte

Mehr

DIE FACHÄRZTLICHE VERSORGUNG IN RHEINLAND-PFALZ FACHÄRZTETAG 2014

DIE FACHÄRZTLICHE VERSORGUNG IN RHEINLAND-PFALZ FACHÄRZTETAG 2014 DIE FACHÄRZTLICHE VERSORGUNG IN RHEINLAND-PFALZ FACHÄRZTETAG 214 INHALT Strukturen der fachärztlichen Versorgung in Rheinland-Pfalz Die aktuelle vertragsärztliche Versorgung Nachbesetzungsbedarfe bei fachärztlichen

Mehr

Ambulanter Sektor V: MVZ, Ärztenetze etc. (Kooperationen)

Ambulanter Sektor V: MVZ, Ärztenetze etc. (Kooperationen) Management im Gesundheitswesen Krankenversicherung und Leistungsanbieter Ambulanter Sektor V: MVZ, Ärztenetze etc. (Kooperationen) Reinhard Busse, Prof. Dr. med. MPH FFPH FG Management im Gesundheitswesen,

Mehr

Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses

Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Bedarfsplanung sowie die Maßstäbe zur Feststellung von Überversorgung und Unterversorgung in der vertragsärztlichen Versorgung (Bedarfsplanungs-Richtlinie)

Mehr

Gremien. Kassenärztliche Vereinigung Hamburg 2014. Patientenvertreter in den Gremien der Gemeinsamen Selbstverwaltung

Gremien. Kassenärztliche Vereinigung Hamburg 2014. Patientenvertreter in den Gremien der Gemeinsamen Selbstverwaltung Gremien Kassenärztliche Vereinigung Hamburg 2014 Patientenvertreter in den Gremien der Gemeinsamen Selbstverwaltung Impressum Herausgeber: Kassenärztliche Vereinigung Hamburg Humboldtstraße 56 22083 Hamburg

Mehr

Neuordnung der ärztlichen Bedarfsplanung

Neuordnung der ärztlichen Bedarfsplanung Neuordnung der ärztlichen Bedarfsplanung Wissenschaftliches Gutachten im Auftrag der Patientenvertretung im G-BA nach 140f SGB V IGES Institut Berlin, 5. Juni 2012 I G E S I n s t i t ut G m bh w w w.

Mehr

FAQs zur Anerkennung von Praxisnetzen 87b Abs. 4 SGB V

FAQs zur Anerkennung von Praxisnetzen 87b Abs. 4 SGB V FAQs zur Anerkennung von Praxisnetzen 87b Abs. 4 SGB V 1. Können auch Praxisnetze mit weniger als 20 oder mehr als 150 Netzpraxen in begründeten Fällen anerkannt werden? Nein. Die Richtlinie der KVB sieht

Mehr

Neue Kooperationsmodelle für unsere GbRen: Zweigpraxen, u. a.

Neue Kooperationsmodelle für unsere GbRen: Zweigpraxen, u. a. Neue Kooperationsmodelle für unsere GbRen: Zweigpraxen, u. a. von Jörn Schroeder-Printzen Rechtsanwalt Fachanwalt für Medizinrecht Fachanwalt für Sozialrecht Kurfürstenstraße 31 14467 Potsdam Tel.: 0331/27570-19

Mehr

2015 im Zeichen der Krankenhausreform Hochschulambulanzen Handlungsbedarf aus Sicht der KBV Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender

2015 im Zeichen der Krankenhausreform Hochschulambulanzen Handlungsbedarf aus Sicht der KBV Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender Universitätskliniken Seite 1 2015 im Zeichen der Krankenhausreform Hochschulambulanzen Handlungsbedarf aus Sicht der KBV Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender Frühjahrsforum der Deutschen Hochschulmedizin

Mehr

Zukunft der ambulanten ärztlichen Versorgung in strukturschwachen Gebieten

Zukunft der ambulanten ärztlichen Versorgung in strukturschwachen Gebieten Kommunale Gesundheitspolitik Gesundheitliche Versorgung Älterer im ländlichen Raum Konrad-Adenauer-Stiftung, Bildungszentrum Schloss Eichholz, Wesseling, 12. Dezember 2013 Zukunft der ambulanten ärztlichen

Mehr

Allgemeine Informationen zum Thema Zulassung / Teilzulassung von Vertragsärzten und Vertragspsychotherapeuten

Allgemeine Informationen zum Thema Zulassung / Teilzulassung von Vertragsärzten und Vertragspsychotherapeuten von Vertragsärzten und Vertragspsychotherapeuten Stand: 17. November 201 Begriff Um Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung ambulant medizinisch bzw. psychotherapeutisch behandeln zu dürfen, ist

Mehr

Kassenärztliche Vereinigung Saarland. Wir stellen uns vor. Infoveranstaltung Universität des Saarlandes am 21.01.2015

Kassenärztliche Vereinigung Saarland. Wir stellen uns vor. Infoveranstaltung Universität des Saarlandes am 21.01.2015 Kassenärztliche Vereinigung Saarland Wir stellen uns vor Infoveranstaltung Universität des Saarlandes am 21.01.2015 Kassenärztliche Vereinigung Saarland Körperschaft des öffentlichen Rechts Europaallee

Mehr

Biografische Stationen

Biografische Stationen Biografische Stationen 1983 Zulassung als Rechtsanwalt in Kiel 1992 Spezialisierung im Medizinrecht 2005 Fachanwalt für Medizinrecht Vorsitzender des Fachanwaltsausschusses für Medizinrecht bei der Schleswig-Holsteinischen

Mehr

Start-up in die Niederlassung Die Arztpraxis organisiert und sicher. 28.08.2015 Köln Bernhard Brautmeier, Stellvertretender Vorsitzender

Start-up in die Niederlassung Die Arztpraxis organisiert und sicher. 28.08.2015 Köln Bernhard Brautmeier, Stellvertretender Vorsitzender Start-up in die Niederlassung Die Arztpraxis organisiert und sicher 28.08.2015 Köln Bernhard Brautmeier, Stellvertretender Vorsitzender Gesundheitspolitische Trends Die ärztliche Versorgung in Nordrhein

Mehr

Das kleinräumige Wohnviertel als künftiges Maß aller Dinge?

Das kleinräumige Wohnviertel als künftiges Maß aller Dinge? 30 Verschiedenes Die KV Berlin rüstet sich für die Bedarfsplanung der Zukunft Das kleinräumige Wohnviertel als künftiges Maß aller Dinge? In Sachen Bedarfsplanung für die ärztliche Versorgung gab es mal

Mehr

Seit wann gibt es die Terminservicestellen? Vermittelt der Terminservice Ärzte aller Fachrichtungen?

Seit wann gibt es die Terminservicestellen? Vermittelt der Terminservice Ärzte aller Fachrichtungen? Sozialpolitik 04.02.2016 Fragen und Antworten zu neuem Terminservice für gesetzlich Krankenversicherte Mit dem Versorgungsstärkungsgesetz hat die Koalition aus Union und SPD einen wichtigen Schritt gegen

Mehr

Ambulanter Sektor V: MVZ, Ärztenetze etc. (Kooperationen)

Ambulanter Sektor V: MVZ, Ärztenetze etc. (Kooperationen) Management im Gesundheitswesen Krankenversicherung und Leistungsanbieter Ambulanter Sektor V: MVZ, Ärztenetze etc. (Kooperationen) Reinhard Busse, Prof. Dr. med. MPH FFPH FG Management im Gesundheitswesen,

Mehr

Ohne Gesundheit ist alles nichts! Fakten und Thesen zur medizinischen Versorgung

Ohne Gesundheit ist alles nichts! Fakten und Thesen zur medizinischen Versorgung Ohne Gesundheit ist alles nichts! Fakten und Thesen zur medizinischen Versorgung Mathias Tronnier 14. Oktober 2013 Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt Entwicklung der Altersstruktur Sachsen-Anhalt

Mehr

69 % aus GKV 28 % aus Privatpraxis 3 % aus sonstige Einnahmen (69 % der Gesamteinnahmen von 483.000 Euro aus GKV = 333.270 Euro / +17,7 %)

69 % aus GKV 28 % aus Privatpraxis 3 % aus sonstige Einnahmen (69 % der Gesamteinnahmen von 483.000 Euro aus GKV = 333.270 Euro / +17,7 %) Durchschnittlicher Reinertrag (Quelle: Destatis) 2011: 166.000 Euro je Praxisinhaber 2007: 142.000 Euro je Praxisinhaber 2003: 126.000 Euro je Praxisinhaber Verteilung der Einnahmen Praxis 2011 (Quelle

Mehr

Bedarfsplan. der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen für die ambulante vertragsärztliche Versorgung. Stand: 01.10.2014

Bedarfsplan. der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen für die ambulante vertragsärztliche Versorgung. Stand: 01.10.2014 Bedarfsplan der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen für die ambulante vertragsärztliche Versorgung Stand: 01.10.2014 Bedarfsplan der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen für die ambulante vertragsärztliche

Mehr

Wissenschaftliches Institut der AOK Kortrijker Straße Bonn Tel.: /

Wissenschaftliches Institut der AOK Kortrijker Straße Bonn Tel.: / Herausgeber: Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland Höninger Weg 115 50969 Köln Tel.: 02 21/4 00 5-124 (125) Wissenschaftliches Institut der AOK Kortrijker

Mehr

Unnötig lange Wartezeiten: Viele Fachärzte arbeiten zu wenig für gesetzlich Krankenversicherte

Unnötig lange Wartezeiten: Viele Fachärzte arbeiten zu wenig für gesetzlich Krankenversicherte Information Ärzte-Befragung Unnötig lange Wartezeiten: Viele Fachärzte arbeiten zu wenig für gesetzlich Krankenversicherte AOK-Bundesverband Pressestelle Rosenthaler Straße 31 10178 Berlin E-Mail: presse@bv.aok.de

Mehr

DEMOGRAPHIETAG TORSTEN ERB ABTEILUNGSLEITER SICHERSTELLUNG MAINZ NOVEMBER 2015

DEMOGRAPHIETAG TORSTEN ERB ABTEILUNGSLEITER SICHERSTELLUNG MAINZ NOVEMBER 2015 DEMOGRAPHIETAG TORSTEN ERB ABTEILUNGSLEITER SICHERSTELLUNG MAINZ NOVEMBER 2015 THEMENÜBERSICHT I. Zuständigkeiten II. III. Zulassungsvoraussetzungen Bedarfsplanung/ Standortwahl IV. Möglichkeiten in der

Mehr

Planungsraum 01011304 10030724 10030725 Bezirk Berlin Mitte Berlin Marzahn Berlin Marzahn Name Karl-Marx-Allee Oberfeldstraße Buckower Ring

Planungsraum 01011304 10030724 10030725 Bezirk Berlin Mitte Berlin Marzahn Berlin Marzahn Name Karl-Marx-Allee Oberfeldstraße Buckower Ring Analyse der aktuellen und prognostischen Entwicklung kleinräumiger Versorgungsgrade in den Planungsräumen Karl-Marx-Allee in Berlin-Mitte sowie Buckower Ring und Oberfeldstraße in Berlin-Marzahn (Erstellt

Mehr

An alle Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten. Es geht um Ihre Zukunft bitte sagen Sie uns Ihre Meinung

An alle Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten. Es geht um Ihre Zukunft bitte sagen Sie uns Ihre Meinung Kassenärztliche Bundesvereinigung Vorstand Postfach 12 02 64 10592 Berlin An alle Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten Vorstand Dr. Andreas Köhler Dipl.-Med. Regina Feldmann Herbert-Lewin-Platz

Mehr

EINZUGSGEBIETE UND STANDORT- POTENTIALE FÜR ARZTPRAXEN IN JENA UND UMGEBUNG

EINZUGSGEBIETE UND STANDORT- POTENTIALE FÜR ARZTPRAXEN IN JENA UND UMGEBUNG EINZUGSGEBIETE UND STANDORT- POTENTIALE FÜR ARZTPRAXEN IN JENA UND UMGEBUNG Komplexarbeit Aufbaukurs GIS Referenten: M.Sc. Geographie Martin Rogsch, Dipl.-Hydrologe Daniel Isele & M.Sc. Geographie Franziska

Mehr

Nein zu Patienten erster und zweiter Klasse!

Nein zu Patienten erster und zweiter Klasse! Pressekonferenz am 10.08.2011 Nein zu Patienten erster und zweiter Klasse! Gesprächspartner: Dr. Burkhard John, Vorstandsvorsitzender der KV Sachsen-Anhalt Dr. Peter Potthoff, Vorstandsvorsitzender der

Mehr

Das GKV-Versorgungsstrukturgesetz Ziele, Instrumente und Ergebnisse

Das GKV-Versorgungsstrukturgesetz Ziele, Instrumente und Ergebnisse Das GKV-Versorgungsstrukturgesetz Ziele, Instrumente und Ergebnisse Henning Horst Abteilungsleiter Ambulante Versorgung Verband der Ersatzkassen e. V. Presseworkshop 2. September 2014, Berlin Ziel 1: Sicherstellung

Mehr

Joachim Klose Isabel Rehbein. Ärzteatlas Daten zur Versorgungsdichte von Vertragsärzten. Wissenschaftliches Institut der AOK

Joachim Klose Isabel Rehbein. Ärzteatlas Daten zur Versorgungsdichte von Vertragsärzten. Wissenschaftliches Institut der AOK Joachim Klose Isabel Rehbein Ärzteatlas 2016 Daten zur Versorgungsdichte von Vertragsärzten Wissenschaftliches Institut der AOK Die vorliegende Publikation ist ein Beitrag des Wissenschaftlichen Instituts

Mehr

Aktuelles für den Vertragsarzt Bedarfsplanung, Nachbesetzungsverfahren und Plausibilitätsprüfung

Aktuelles für den Vertragsarzt Bedarfsplanung, Nachbesetzungsverfahren und Plausibilitätsprüfung Aktuelles für den Vertragsarzt Bedarfsplanung, Nachbesetzungsverfahren und Plausibilitätsprüfung Rechtsanwalt/Fachanwalt f. Medizinrecht Stefan Rohpeter 1. Teil Änderung der Bedarfsplanung Aktuelle Spruchpraxis

Mehr

Lebensplanung freiberuflicher Anästhesisten - Was tun mit der Zulassung? -

Lebensplanung freiberuflicher Anästhesisten - Was tun mit der Zulassung? - Lebensplanung freiberuflicher Anästhesisten - Was tun mit der Zulassung? - NARKA 2014 Dr. jur. Ingo Pflugmacher Fachanwalt für Medizinrecht Fachanwalt für Verwaltungsrecht Rechtanwälte Agenda: Aktuelle

Mehr

Trojanisches Pferd Versorgungsstärkungsgesetz

Trojanisches Pferd Versorgungsstärkungsgesetz Pressekonferenz am 4. März 2015 Trojanisches Pferd Versorgungsstärkungsgesetz Statement von Dr. Andreas Gassen Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (Es gilt das gesprochene Wort.)

Mehr

(Haus)Arztmangel ein Phantom?

(Haus)Arztmangel ein Phantom? (Haus)Arztmangel ein Phantom? Seite 1 Bedarf bemisst sich an welchen Kriterien? subjektiv empfundene Kriterien (Anfahrwege, Wartezeiten...) objektiv belegbare Kriterien Morbidität medizinischer Fortschritt

Mehr

Die ambulante Versorgung 2005 Überblick mit einem Klick

Die ambulante Versorgung 2005 Überblick mit einem Klick Sehr geehrte Damen und Herren, wie viele Ärzte gibt es in Deutschland? Wie lange arbeiten sie, und wie haben sich ihre Altersstruktur und die Honorare entwickelt? Als Service der Kassenärztlichen Vereinigung

Mehr

Postfach Stuttgart FAX:

Postfach Stuttgart   FAX: M I N I S T E R I U M F Ü R A R B E I T U N D S O Z I A L O R D N U N G, F A M I L I E, F R A U E N U N D S E N I O R E N B A D E N - W Ü R T T E M B E R G Postfach 103443 70029 Stuttgart E-Mail: poststelle@sm.bwl.de

Mehr

Mit der Befragung möchte die KBV herausfinden, welche Meinung die einzelnen von ihr repräsentierten

Mit der Befragung möchte die KBV herausfinden, welche Meinung die einzelnen von ihr repräsentierten Befragung zum Sicherstellungsauftrag: Ergebnisse und Hintergründe Die überwiegende Mehrheit aller rund 150.000 Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten in Deutschland möchte, dass der Sicherstellungsauftrag

Mehr

Ärzteatlas 2015 Wissenschaftliches Institut der AOK

Ärzteatlas 2015 Wissenschaftliches Institut der AOK Joachim Klose Isabel Rehbein Ärzteatlas 2015 Daten zur Versorgungsdichte von Vertragsärzten Wissenschaftliches Institut der AOK Die vorliegende Publikation ist ein Beitrag des Wissenschaftlichen Instituts

Mehr

Gestaltung der großstädtischen medizinischen Versorgungsstruktur Maßnahmen zur flexiblen Gestaltung der ambulanten Versorgung in Hamburg

Gestaltung der großstädtischen medizinischen Versorgungsstruktur Maßnahmen zur flexiblen Gestaltung der ambulanten Versorgung in Hamburg Gestaltung der großstädtischen medizinischen Versorgungsstruktur Maßnahmen zur flexiblen Gestaltung der ambulanten Versorgung in Hamburg VStG (01.01.2012) & neue Bedarfsplanungsrichtlinie Möglichkeit zur

Mehr

Bedarfsplanung in der anwaltlichen Beratung - Aktuelle Probleme -

Bedarfsplanung in der anwaltlichen Beratung - Aktuelle Probleme - Bedarfsplanung in der anwaltlichen Beratung - Aktuelle Probleme - Symposium der Deutschen Gesellschaft für Kassenarztrecht e.v. Berlin, 13.11.2014 Dr. jur. Ingo Pflugmacher Fachanwalt für Medizinrecht

Mehr

KVB Konzepte. Zukunftsperspektiven mit der KVB. Chancen und Risiken für den Facharzt. 07. Februar 2013 LRA Bamberg

KVB Konzepte. Zukunftsperspektiven mit der KVB. Chancen und Risiken für den Facharzt. 07. Februar 2013 LRA Bamberg KVB Konzepte Zukunftsperspektiven mit der KVB Chancen und Risiken für den Facharzt 07. Februar 2013 LRA Bamberg Referent Dr. Peter Schmied 6. Februar 2013 1 KVB-Konzepte Übersicht Analyse Ist-Zustand wo

Mehr

Praktische Fälle im Medizin- und Gesundheitsrecht. Vertragsarztrecht

Praktische Fälle im Medizin- und Gesundheitsrecht. Vertragsarztrecht Praktische Fälle im Medizin- und Gesundheitsrecht Vertragsarztrecht Teil I Ausgangsfall: Krankenhausarzt A möchte sich in Augsburg als fachärztlich tätiger Internist (Schwerpunkt Kardiologie) niederlassen

Mehr

RÄUMLICHE FRAGEN ZUM VERSORGUNGSGESCHEHEN

RÄUMLICHE FRAGEN ZUM VERSORGUNGSGESCHEHEN RÄUMLICHE FRAGEN ZUM VERSORGUNGSGESCHEHEN Raumbezogene Daten sind eine wichtige Informations- und Entscheidungsgrundlage bei der Bewältigung komplexer Planungen und Analysen. Räumliche Fragestellungen

Mehr

Vereinbarung zur regionalen Umsetzung der Beschlüsse des Erweiterten Bewertungsausschusses nach 87 Abs. 4 SGB V

Vereinbarung zur regionalen Umsetzung der Beschlüsse des Erweiterten Bewertungsausschusses nach 87 Abs. 4 SGB V 3. Nachtrag zur Vereinbarung zur regionalen Umsetzung der Beschlüsse des Erweiterten Bewertungsausschusses nach 87 Abs. 4 SGB V mit Wirkung ab dem 1. Juli 2009 zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung

Mehr

Fragen und Antworten zum aktuellen Honorarkonflikt

Fragen und Antworten zum aktuellen Honorarkonflikt September 2012 Fragen und Antworten zum aktuellen Honorarkonflikt Frage: Wie bekommt der Arzt sein Geld? Antwort: Eigentlich könnte es ganz einfach sein: Der niedergelassene Arzt rechnet seine Leistungen

Mehr

Anlage I: Verfahrenswege / operative Ausführungsbestimmungen zur Förderung der Weiterbildung im ambulanten Bereich

Anlage I: Verfahrenswege / operative Ausführungsbestimmungen zur Förderung der Weiterbildung im ambulanten Bereich Anlage I: Verfahrenswege / operative Ausführungsbestimmungen zur Förderung der im ambulanten Bereich 1 Zweck Auf Basis der zwischen der Deutschen Krankenhausgesellschaft, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung

Mehr

Vereinbarung zur regionalen Umsetzung der Beschlüsse des Erweiterten Bewertungsausschusses nach 87 Abs. 4 SGB V

Vereinbarung zur regionalen Umsetzung der Beschlüsse des Erweiterten Bewertungsausschusses nach 87 Abs. 4 SGB V 1. Nachtrag zur Vereinbarung zur regionalen Umsetzung der Beschlüsse des Erweiterten Bewertungsausschusses nach 87 Abs. 4 SGB V mit Wirkung ab dem 1. April 2009 zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung

Mehr

Zukunft der gesundheitlichen Versorgung im ländlichen Raum Ausgewählte Analysen und Empfehlungen des Sachverständigenrats

Zukunft der gesundheitlichen Versorgung im ländlichen Raum Ausgewählte Analysen und Empfehlungen des Sachverständigenrats SACHVERSTÄNDIGENRAT zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen Zukunft der gesundheitlichen Versorgung im ländlichen Raum Ausgewählte Analysen und Empfehlungen des Sachverständigenrats Meppen,

Mehr

Hausärzte gewinnen: Förderprogramme in Sachsen

Hausärzte gewinnen: Förderprogramme in Sachsen 6. Netzwerktreffen 5 Jahre Ärzte für Sachsen Hausärzte gewinnen: Förderprogramme in Sachsen 29. September 2014 Referent: Herr Dr. med. Klaus Heckemann Vorstandsvorsitzender der Kassenärztliche Vereinigung

Mehr

Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Bedarfsplanung in der vertragszahnärztlichen Versorgung (Bedarfsplanungs-Richtlinie Zahnärzte)

Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Bedarfsplanung in der vertragszahnärztlichen Versorgung (Bedarfsplanungs-Richtlinie Zahnärzte) Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Bedarfsplanung in der vertragszahnärztlichen Versorgung (Bedarfsplanungs-Richtlinie Zahnärzte) Fassung vom: 14.08.2007 Bundesanzeiger 2007, Nr. 185,

Mehr

Fachärztereport 2015

Fachärztereport 2015 Fachärztereport 2015 Fachärztliche Versorgung in Hessen Orthopäden Daten Fakten Ausblicke 1 IMPRESSUM Herausgeber Kassenärztliche Vereinigung Hessen Georg-Voigt-Str. 15 60325 Frankfurt Redaktion Matthias

Mehr

Ärztliche Versorgung im Ländlichen Raum

Ärztliche Versorgung im Ländlichen Raum Ärztliche Versorgung im Ländlichen Raum Impulsreferat 29.06.2011 Dr. Ingeborg Kreuz, Vorstandsvorsitzende KVSH Versorgung flächendeckend sicherstellen- Entwicklungen und Herausforderungen Demographische

Mehr

INFORMATIONEN FÜR DIE PRAXIS

INFORMATIONEN FÜR DIE PRAXIS INFORMATIONEN FÜR DIE PRAXIS Bundesmantelvertrag September 2013 Neue Regeln für den Praxisalltag: Ab Oktober gibt es nur noch einen Bundesmantelvertrag Zum 1. Oktober tritt der neue einheitliche Bundesmantelvertrag

Mehr

Herausforderungen der medizinischen Daseinsvorsorge in der Region Schleswig-Flensburg und Nordfriesland

Herausforderungen der medizinischen Daseinsvorsorge in der Region Schleswig-Flensburg und Nordfriesland Herausforderungen der medizinischen Daseinsvorsorge in der Region Schleswig-Flensburg und Nordfriesland Dr.med. Carsten Petersen, KVSH Kreisstelle Schleswig-Flensburg Die demographische Entwicklung verändert

Mehr

9. Nordrheinischer Praxisbörsentag

9. Nordrheinischer Praxisbörsentag Köln, 10. November 2012 9. Nordrheinischer Praxisbörsentag Perspektiven der Niederlassung Bernhard Brautmeier Vorstand Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein Aktuelle Entwicklungen Gesundheitspolitische

Mehr

Thema: Ambulante Kodierrichtlinien

Thema: Ambulante Kodierrichtlinien Information der KBV 96/2011 An die Kassenärztlichen Vereinigungen Vorsitzender des Vorstandes Dr. Andreas Köhler Tel.: 030 / 4005 1001 + 1002 Fax: 030 / 4005 1090 E-Mail: AKoehler@KBV.de Dr. Kö/Ku 18.

Mehr

Wohin steuert die ambulante Versorgung?

Wohin steuert die ambulante Versorgung? Wohin steuert die ambulante Versorgung? Ulrike Elsner Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen e. V. Presseworkshop 2. September 2014, Berlin Wohin steuert die ambulante Versorgung? I. Wie wird

Mehr

Bericht des Vorstandes an die Vertreterversammlung

Bericht des Vorstandes an die Vertreterversammlung Bericht des Vorstandes an die Vertreterversammlung Berlin, 14. März 2008 Dr. Andreas Köhler, Vorsitzender des Vorstandes Kassenärztliche Besvereinigung Vertreterversammlung der KBV 14. März 2008 Seite

Mehr

Der Aufkauf von Arztpraxen als Instrument zum Abbau der regionalen Ungleichverteilung in der vertragsärztlichen Versorgung

Der Aufkauf von Arztpraxen als Instrument zum Abbau der regionalen Ungleichverteilung in der vertragsärztlichen Versorgung Gutachten Der Aufkauf von Arztpraxen als Instrument zum Abbau der regionalen Ungleichverteilung in der vertragsärztlichen Versorgung Auftraggeber: GKV-Spitzenverband Ansprechpartner/-innen: Dr. Ronny Wölbing

Mehr

Anlage I: Verfahrenswege / operative Ausführungsbestimmungen zur Förderung der Weiterbildung im ambulanten Bereich

Anlage I: Verfahrenswege / operative Ausführungsbestimmungen zur Förderung der Weiterbildung im ambulanten Bereich Anlage I zur Vereinbarung zur Förderung der in der Allgemeinmedizin Anlage I: Verfahrenswege / operative Ausführungsbestimmungen zur Förderung der im ambulanten Bereich 1 Zweck Auf Basis der zwischen der

Mehr

Nachwuchsmangel in der Medizin

Nachwuchsmangel in der Medizin Nachwuchsmangel in der Medizin Dr. med. Dirk Michael Forner Facharzt für allgemeine Chirurgie, gynäkologische Onkologie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe Ärzteschwämme Ärztemangel Facharztmangel Hausarztmangel

Mehr

Amtliche Bekanntmachungen

Amtliche Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen Ausschreibung von Vertragsarzt- und Psychotherapeutensitzen in Westfalen-Lippe November 2014 Im Auftrag der jetzigen Praxisinhaber bzw. deren Erben schreibt die KVWL die abzugebenden

Mehr

Gesundheitsmonitor. Ärzte-Stichprobe. Welle 1

Gesundheitsmonitor. Ärzte-Stichprobe. Welle 1 NFO Infratest Gesundheitsforschung Gesundheitsmonitor Ärzte-Stichprobe Welle 1 Januar / Februar 2002 Projekt-Nr: 04.02.27957 Untersuchungs-Thema: Gesundheitsmonitor NFO Infratest Gesundheitsforschung.

Mehr

Gesundheitliche Versorgung und ihre Infrastruktur im ländlichen Raum

Gesundheitliche Versorgung und ihre Infrastruktur im ländlichen Raum Gesundheitliche Versorgung und ihre Infrastruktur im ländlichen Raum Prof. Dr. Thomas Elkeles Vortrag bei Labor Brandenburg - Diskussionen zur Bürgergesellschaft in unserem Land Heinrich-Böll-Stiftung

Mehr

Auswirkungen der neuen Bedarfsplanung auf Landesebene und in der Region

Auswirkungen der neuen Bedarfsplanung auf Landesebene und in der Region Auswirkungen der neuen Bedarfsplanung auf Landesebene und in der Region Fachtagung Neue Bedarfsplanung: Mehr Ärzte für das Land?! Frank Dastych, Vorstandsvorsitzender Dr. Günter Haas, Stv. Vorstandsvorsitzender

Mehr

Schmerz hält sich nicht an Fachgebiete

Schmerz hält sich nicht an Fachgebiete Raus aus den Silos Schmerz hält sich nicht an Fachgebiete Oberursel, 11. Januar 2016. Schmerzmedizin erfordert funktionell-orthopädische, neurologische, psychosoziale, psychiatrische und anästhesiologische

Mehr

Psychotherapie Aktuell

Psychotherapie Aktuell 2. Jahrgang Heft 1 21 Psychotherapie Aktuell Ambulante Versorgung Psychiatrische Institutsambulanzen Stationäre Versorgung Aktuelle Statistiken der KBV aus dem Blickwinkel der Psychotherapeuten Kaum Zunahme

Mehr

Kleinräumige Bedarfsplanung unter Berücksichtigung der (teil-)stationären Versorgung

Kleinräumige Bedarfsplanung unter Berücksichtigung der (teil-)stationären Versorgung Kleinräumige Bedarfsplanung unter Berücksichtigung der (teil-)stationären Versorgung Dr. Thomas Kopetsch Reform der Bedarfsplanung 17. September 2010, Bundespsychotherapeutenkammer Kassenärztliche Bundesvereinigung

Mehr

Informationsblatt zur Förderung der fachärztlichen Weiterbildung / psychotherapeutischen Ausbildung

Informationsblatt zur Förderung der fachärztlichen Weiterbildung / psychotherapeutischen Ausbildung Informationsblatt zur Förderung der fachärztlichen Weiterbildung / psychotherapeutischen Ausbildung Im Rahmen des Sicherstellungsauftrags kann die KVB nach 105 Abs. 1 Ärzte in Weiterbildung bzw. Psychotherapeuten

Mehr

Leitfaden für künftige Fachärzte. Unterstützung für Niederlassungsinteressierte

Leitfaden für künftige Fachärzte. Unterstützung für Niederlassungsinteressierte Leitfaden für künftige Fachärzte Unterstützung für Niederlassungsinteressierte Hinweis: Wenn aus Gründen der Lesbarkeit die männliche Form eines Wortes genutzt wird ( der Arzt ), ist selbstverständlich

Mehr

Ärzte und der ambulante Sektor I: Strukturelle Rahmenbedingungen

Ärzte und der ambulante Sektor I: Strukturelle Rahmenbedingungen Management im Gesundheitswesen Krankenversicherung und Leistungsanbieter Ärzte und der ambulante Sektor I: Strukturelle Rahmenbedingungen Reinhard Busse, Prof. Dr. med. MPH FFPH FG Management im Gesundheitswesen,

Mehr

Partnerinnen der Ärztinnen und Ärzte -

Partnerinnen der Ärztinnen und Ärzte - Partnerinnen der Ärztinnen und Ärzte - Die Ärztekammer und die Kassenärztliche Vereinigung Herzlichen Glückwunsch! Sie haben den dritten und letzten Abschnitt Ihrer ärztlichen Prüfung bestanden. Heute

Mehr

Gesetz zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung. GKV-Versorgungsstrukturgesetz (GKV-VStG)

Gesetz zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung. GKV-Versorgungsstrukturgesetz (GKV-VStG) Gesetz zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung GKV-Versorgungsstrukturgesetz (GKV-VStG) Nach dem Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz und dem GKV-Finanzierungsgesetz

Mehr

Das Vertragsarztrechtsänderungsgesetz Chancen durch Vielfalt

Das Vertragsarztrechtsänderungsgesetz Chancen durch Vielfalt Das Vertragsarztrechtsänderungsgesetz Chancen durch Vielfalt Eine Information der Kassenärztlichen Bundesvereinigung Vorwort des Vorstands der KBV Dr. Andreas Köhler und Ulrich Weigeldt Seit dem 1. Januar

Mehr

Hausarzt in Hamburg. Honorarentwicklung in Hamburg 12 Jahre Flaute bei den Hausärzten, 12 Jahre Rückenwind bei den (meisten) Spezialisten

Hausarzt in Hamburg. Honorarentwicklung in Hamburg 12 Jahre Flaute bei den Hausärzten, 12 Jahre Rückenwind bei den (meisten) Spezialisten Hausarzt in Hamburg Die Zeitung für Hausärztin und Hausarzt Hausärzteverband Hamburg e.v., Humboldtstr. 9, 22083 Hamburg, www.hausaerzteverband-hamburg.de Dezember 2013 Honorarentwicklung in Hamburg 12

Mehr

Themen. Insulinanaloga - Fragen und Antworten

Themen. Insulinanaloga - Fragen und Antworten Themen Insulinanaloga - Fragen und Antworten Was sind Insulinanaloga? Als Humaninsulin wird die synthetische Nachbildung des körpereigenen, natürlichen Hormons Insulin bezeichnet. Insulinanaloga sind Abwandlungen

Mehr

Der Sicherstellungsauftrag für die fachärztliche Versorgung geht auf die Kassen über:

Der Sicherstellungsauftrag für die fachärztliche Versorgung geht auf die Kassen über: Grundsätze Der eherne Grundsatz der Leistungserbringung wird geändert: Die Krankenkassen und die Leistungserbringer haben eine bedarfsgerechte und gleichmäßige, dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen

Mehr

Praktische Fälle im Medizin- und Gesundheitsrecht - Die Übergabe der Vertragsarztpraxis-

Praktische Fälle im Medizin- und Gesundheitsrecht - Die Übergabe der Vertragsarztpraxis- Praktische Fälle im Medizin- und Gesundheitsrecht - Die Übergabe der Vertragsarztpraxis- Kanzlei Bittrich + Winkler Vertragsarztrecht, ärztliche Kooperationsformen, Berufsrecht Maximilianstraße 85, 86150

Mehr

Dezernat 4 Verträge und Verordnungsmanagement Abteilung 4.2 Flexible Versorgungsformen und Patientenorientierung

Dezernat 4 Verträge und Verordnungsmanagement Abteilung 4.2 Flexible Versorgungsformen und Patientenorientierung MVZ-Survey 2011 Medizinische Versorgungszentren in ländlichen Regionen Dezernat 4 Verträge und Verordnungsmanagement Abteilung 4.2 Flexible Versorgungsformen und Patientenorientierung Kassenärztliche Bundesvereinigung

Mehr

Präambel. 1 Gewährung von Investitionskostenzuschüssen. 1. Gewährung von Investitionskostenzuschüssen bei Neuniederlassung bzw.

Präambel. 1 Gewährung von Investitionskostenzuschüssen. 1. Gewährung von Investitionskostenzuschüssen bei Neuniederlassung bzw. Richtlinie des Vorstandes der Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg Vorpommern (KVMV) gemäß 105 Abs. 1 a SGB V in Verbindung mit 9 Ziffer 5 Honorarverteilungsmaßstab (HVM) zur Finanzierung von Fördermaßnahmen

Mehr

PET/CT Wer zahlt dafür?

PET/CT Wer zahlt dafür? PET/CT Wer zahlt dafür? Vereinigung südwestdeutscher Radiologen und Nuklearmediziner 03.02.2012, Karlsruhe Geschäftsführer des Berufsverbandes Deutscher Nuklearmediziner (BDN e.v.) In Memoriam Prof. Dr.

Mehr

Praxis und Selbstständigkeit

Praxis und Selbstständigkeit Praxis und Selbstständigkeit KV-Zulassungen für Psychotherapeuten Gibt es das noch? Christa Prieß Möglichleiten einer KV - Zulassung Bedarfsabhängige Zulassung normale Praxiszulassung (= in HH und vielen

Mehr